Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Fragen zu verschiedenen Berufswegen


von Sento C. (sento_c)


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Hallo Leute,

ich habe letztens meinen Master in Elektro- und Informationstechnik 
abgeschlossen mit Schwerpunkt Automatisierung.
Dort habe ich mein Profil etwas im Bereich Risiko- und 
Zuverlässigkeitsanalyse und Robotik geschärft.

Nun bin ich aktuell auf der Jobsuche und habe 2 potenzielle Stellen die 
sich stark unterscheiden.

Die eine Stelle wäre Design & Engineering für Sicherheitsleittechnik für 
Kernkraftwerke bei einem der großen Unternehmen in diesem Bereich.
Sie ist spezifisch für einen Master ausgeschrieben.

Tätigkeit wäre hier:
- Erstellung von I&C Spezifikationen
- Klärung der Aufgabenstellung mit Kunden und Fachabteilungen
- Planung der Leittechnik
- Erstellung der Genehmigungsunterlagen
- System- und Funktionsprüfungen


Eine andere Stelle wäre bei einem start up welches zu 2 Konzernen 
gehört, in einem ganz anderen Bereich.(OT/IT)

Tätigkeit wäre hier:
- Machine-to-Cloud-Verbindung für verschiedene Produktionsanlagen
- Onboarding von Maschinen und Anlagen
- Entwickeln und Pflegen  von Datapipelines
- Rollout des Process Orchestration
- Simulation der POL-Softwarepakete und Funktionstests
- Second-Level-Support während der Inbetriebnahmephase der
  Produktionsanlagen



An sich war meine Vorstellung bisher meistens, langfristig in die 
Richtung Systems Engineering zu gehen. Dort hätte ich evtl. auch die 
Möglichkeit in einem kleinen Consulting Unternehmen in das Systems 
Engineering einzusteigen.
Das beachte ich als eine gute Möglichkeit, Erfahrung im Systems 
Engineering zu sammeln, aber es wäre in einem sehr kleinen und neuem 
Unternehmen, mit 10.000 weniger Gehalt im Jahr.


Die Stelle im Bezug auf Sicherheitsleittechnik reizt mich, da dies nach 
strukturiertem Engineering, Systemdenken und Arbeit im sehr 
sicherheitskritischem Bereich klingt, IG-Metall Tarif wäre und explizit 
für Master ausgeschrieben ist. Auch wurde mir im Bewerbungsgespräch 
vermittelt, dass man bewusst jüngere Leute anstellt, um sie dann auch in 
Richtung Projektleitung oder ähnliches zu fördern. (Der 
Altersdurchschnitt im Unternehmen ist gerade recht hoch)
Auch sehe ich bei dieser Stelle Möglichkeiten, in andere Branchen zu 
wechseln, falls es notwendig sein sollte, und evtl. in Richtung Safety 
Engineering oder auch in Richtung Systems Engineering gehen könnte 
irgendwann.


Bei der letzten Stelle (OT/IT) bin ich mir sehr unsicher.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich dort mein gesamtes Potenzial aus meinem 
E-Technik Studium nutzen kann, da es zum Großteil eher nach IT klingt.
Es klingt eher zum großen Teil nach einer Integrationsrolle, und evtl. 
etwas weniger nach Entwicklung und Konzeption.

Ehrlich gesagt bin ich mir auch einfach unsicher, wie diese Rolle 
einzuschätzen ist, wie der Arbeitsmarkt hierfür aussieht und wie da 
langfristige Entwicklungsmöglichkeiten sind. Bei Systems Engineering und 
Safety Engineering kann ich es mir besser vorstellen.


Hätte hier jemand Gedanken zu einer oder mehrerer dieser Rollen? Am 
wichtigsten wäre es für mich gerade bei der OT/IT Rolle um abschätzen zu 
können, ob diese für mich und meine Vorstellungen passt oder eher nicht.


Über Antworten würde ich mich sehr freuen

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Die eine Stelle wäre Design & Engineering für Sicherheitsleittechnik für
> Kernkraftwerke bei einem der großen Unternehmen in diesem Bereich.

Leibstadt in der Schweiz?
In Deutschland werden ja Kernkraftwerke zurückgebaut. Also für 
Deutschland ist das ein reichlich unsicheres Berufsfeld, gibt ja kaum 
noch Ausbildungsstätten. Da holt man sich lieber die Experten aus 
Frankreich oder USA, da gibt es noch Atomindustrie im größeren Massstab.

https://imgl.krone.at/scaled/3727754/v05e792/full.jpg?imop=Resize,width=700

Ach ja, die wikipedia schreibt zu dem AKW ion der Schweiz:

" ... Im Juli 2014 wurde zufällig entdeckt, dass bereits im Jahr 2008 
von Fremdpersonal zur Anbringung von Feuerlöschern insgesamt sechs 
wanddurchdringende Bohrungen durch das Primärcontainment vorgenommen 
worden waren. ..."

Klingt nach "russischen Verhältnissen" -  mal schnell das containment 
anbohren um Feuerlöcher dran zu schrauben ...

: Bearbeitet durch User
von Sento C. (sento_c)


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Danke für deine Antwort.

Nein, das wäre die bekannte französische Firma in diesem Bereich, welche 
gesamte Kraftwerke baut mit deutschem Sitz in Erlangen.
Diese hat soweit ich weiß weiterhin Projekte in verschiedenen Ländern, 
Neubauten und Modernisierung.

Also es geht um die Planung und Bau von Kraftwerken, nicht der Arbeit in 
einem spezifischem.

Wobei ich mir hier aber auch nich ganz sicher bin, ob in den nächsten 
Jahren die Franzosen eher versuchen, das know how weiter nach Frankreich 
zu verlagern.

Mich reizt halt irgendwie die Arbeit an hochkomplexen und 
sicherheitskritischen Systemen.
Gerade da ich im Studium viel in Richtung Risikoanalyse zu tun hatte und 
auch eine Abschlussarbeit über das Thema verfasst habe.

Auch würde mich reizen, dass man strukturiertes Engineering lernen 
würde, Arbeit nach V-Modell etc., welches ja auch in anderen Branchen 
gefragt sein sollte

: Bearbeitet durch User
von Rob R. (robr)


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Sento C. schrieb:

> Hätte hier jemand Gedanken zu einer oder mehrerer dieser Rollen? Am

Sei froh dass du überhaupt ein Angebot bekommen hast, bei der 
derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt ist doch erstaunlich 
überhaupt etwas zu bekommen und du machst dir Sorgen welche du annehmen 
sollst..

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Sento C. schrieb:
> Nein, das wäre die bekannte französische Firma in diesem Bereich, welche
> gesamte Kraftwerke baut mit deutschem Sitz in Erlangen.
> Diese hat soweit ich weiß weiterhin Projekte in verschiedenen Ländern,
> Neubauten und Modernisierung.
> Also es geht um die Planung und Bau von Kraftwerken, nicht der Arbeit in
> einem spezifischem.

Ich könnte mir das nicht vorstellen. Wenn die eigene Arbeit erst in 
einem Jahrzehnt in der Praxis eingesetzt wird.

von Sento C. (sento_c)


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Hm, ja, das war anfangs auch mein Gedanke, nachdem ich anfangs lauter 
Absagen bekommen habe.


Aber jetzt haben sich ein paar Möglichkeiten eröffnet, und ich bin mir 
einfach nicht sicher, was die Aussichten der beiden Stellen sind.
Gerade die OT/IT Stelle mit Cloudanbindung etc.

Ich bin mir halt nicht ganz sicher, ob ich da als Master in 
Elektrotechnik gut aufgehoben bin, oder eher nicht, bzw. wie da die 
Entwicklungsmöglichkeiten stehen.

Des Weiteren reizen mich die Kenntnisse in der Sicherheitsleittechnik, 
wie Funktionsspezifikation, Absprache mit Kunden und Fachabteilungen 
etc.
Diese wären in meinen Augen übertragbar auf andere Branchen.

Die OT/IT Stelle klingt halt sehr stark nach IT mit Fokus auf 
Integration, in einer Branche, die stark Wirtschaftsabhängig ist mit dem 
Fokus auf Produktionslinien.
Klar klingt Cloudanbindung von Maschinen recht gefragt, in einem 
Zeitalter wo Daten immer wichtiger werden.

Aber es klingt auch nach etwas, das für viele Profile machbar ist, nicht 
nur Elektrotechnik, aufgrund des starken Fokus auf IT.

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Naja, wenn du Richtung Hardwareentwicklung gehen willst gibt es sicher 
noch viel Potenzial. Die Generation der Boomer geht jetzt nach und nach 
in Ruhestand und mein Eindruck ist das diese insbesondere in dem Bereich 
stark überrepräsentiert sind.

von Sento C. (sento_c)


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Hm, Hardwareentwicklung direkt nicht unbedingt. Also hauptsächlich 
Schaltpläne zeichnen oder so reizt mich nicht so sehr.

Aber ich würde gerne an interessanten Systemen arbeiten, ob es in 
Aviation, Kraftwerken, oder andere ist.
Also das gesamte Engineering von Anforderungsmanagement, Konzeption und 
Design, Implementierung, Validierung etc.

Das sehe ich halt hauptsächlich im Systems Engineering und nicht in der 
IT Integration.

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Dann mach das. Und der erste Job entscheidet auch nicht über das ganze 
Berufsleben. Aber Hardwareentwicklung ist mehr als Schaltpläne zeichnen. 
So wie Softwareentwicklung mehr ist wie Code tippen.

Du wirst den genannten Branchen aber nur einen kleinen Teil des Systems 
sehen und noch einen kleineren Teil beeinflussen können. Das muss einem 
liegen.

von (prx) A. K. (prx)


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Bradward B. schrieb:
> In Deutschland werden ja Kernkraftwerke zurückgebaut.

Rückbau von KKWs ist ein ziemlich sicherer Job für viele viele Jahre, 
erst recht international. Nur nicht unbedingt schöpferisch.

von H. H. (hhinz)


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Sento C. schrieb:
> Nein, das wäre die bekannte französische Firma in diesem Bereich, welche
> gesamte Kraftwerke baut mit deutschem Sitz in Erlangen.

Also Framatome.

Sprichst du fließend Französisch?

von Sento C. (sento_c)


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Ja, Framatome.
Aber nein, ich hab mich nicht für Französisch entschieden in der Schule 
leider.

Ich habe mich halt in meinem Studium viel mit Sicherheit beschäftigt. 
Vorlesungen, meine Forschungsarbeit und auch ein Paper darüber verfasst.
Deshalb würden mich solch sicherheitskritischen Systeme reizen.

: Bearbeitet durch User
von (prx) A. K. (prx)


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Mit Franzosen sollte man französisch reden können, das macht einen sehr 
grossen Unterschied.

von H. H. (hhinz)


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Sento C. schrieb:
> Ja, Framatome.
> Aber nein, ich hab mich nicht für Französisch entschieden in der Schule
> leider.

Wenn du nicht gut Französisch kannst, oder das zügig lernen 
kannst/willst, dann solltest du dich dort nicht längerfristig 
orientieren.

von Sento C. (sento_c)


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Ja, die sind vermutlich lieber französisch unterwegs und vermutlich 
kommt das ihnen sympathischer rüber.

Aber mir wurde im Bewerbungsgespräch ziemlich stark vermittelt, dass sie 
jüngere Mitarbeiter suchen, die dann auch mittelfristig Verantwortung 
übernehmen wenn ältere Kollegen in den Ruhestand gehen.
Beispielsweise in Richtung Projektleitung.

Und zur Not nehme ich an dass man dort in einer mehrjährigen Tätigkeit 
zumindest Kenntnisse sammeln könnte, welche in anderen Branchen 
Anwendung finden können, wie V-Modell, Anforderungen, 
Funktionsspezifikation I&C, Tests usw., falls es mittel oder langfristig 
nicht so gut passen würde ohne französisch Kenntnisse etc.


Grundsätzlich wäre ich auch offen, französisch zu lernen. Wie schnell 
das von statten geht ist halt natürlich etwas die Frage

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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(prx) A. K. schrieb:
> Mit Franzosen sollte man französisch reden können, das macht einen sehr
> grossen Unterschied.

Ich glaube eher, Dein "sollte" durch "muss" ersetzen zu müssen.

von H. H. (hhinz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Mit Franzosen sollte man französisch reden können, das macht einen
> sehr
> grossen Unterschied.

Touts les cas !

von H. H. (hhinz)


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Manfred P. schrieb:
> (prx) A. K. schrieb:
>> Mit Franzosen sollte man französisch reden können, das macht einen sehr
>> grossen Unterschied.
>
> Ich glaube eher, Dein "sollte" durch "muss" ersetzen zu müssen.

Du bist ein ganz großer Experte...

von Rob R. (robr)


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Du wirst doch im Vorstellungsgespräch sicher auch darüber gesprochen 
haben welche Firmensprache sie haben. Wenn sie international tätig sind, 
dürfte kurz bis mittelfristig auch Englisch eine Lösung sein.

von Sento C. (sento_c)


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Rob R. schrieb:
> Du wirst doch im Vorstellungsgespräch sicher auch darüber
> gesprochen
> haben welche Firmensprache sie haben. Wenn sie international tätig sind,
> dürfte kurz bis mittelfristig auch Englisch eine Lösung sein.

Also ich wurde nur gefragt, wie es um mein Englisch steht, da das 
wichtig sei.
Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien 
und auch auf dem amerikanischen Kontinent.

: Bearbeitet durch User
von Rob R. (robr)


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Sento C. schrieb:
> Rob R. schrieb:
>> Du wirst doch im Vorstellungsgespräch sicher auch darüber
>> gesprochen
>> haben welche Firmensprache sie haben. Wenn sie international tätig sind,
>> dürfte kurz bis mittelfristig auch Englisch eine Lösung sein.
>
> Also ich wurde nur gefragt, wie es um mein Englisch steht, da das
> wichtig sei.
> Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien
> und auch auf dem amerikanischen Kontinent.

Dann sollte es doch gehen; wichtig ist, den Fuss mal in eine Tür zu 
bekommen..nach 1,2,3 Jahren kannst du dann immer noch wechseln. 
Letztlich kann dir hier keiner die Entscheidung abnehmen

von H. H. (hhinz)


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Sento C. schrieb:
> Also ich wurde nur gefragt, wie es um mein Englisch steht, da das
> wichtig sei.
> Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien
> und auch auf dem amerikanischen Kontinent.

Klar, aber wenn du bei einem französichen Staatskonzern Karriere machen 
willst, dann sind beste Sprachkenntnissen in Französisch unabdingbar.
Als Trittbrett ist der Job bestimmt nicht schlecht, aber man muss sich 
klar sein, dass man niemals in La Defense auftreten wird.

: Bearbeitet durch User
von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Bezüglich Projekte wurden größtenteils Europäische Länder genannt, Asien
>> und auch auf dem amerikanischen Kontinent.
>
> Dann sollte es doch gehen; wichtig ist, den Fuss mal in eine Tür zu
> bekommen..nach 1,2,3 Jahren kannst du dann immer noch wechseln.

Im Prinzip richtig - wichtig ist es, einen Job anzunehmen der auch den 
späteren Wechsel in andere Firmen ermöglicht.

Wechsel  nach 1,2,3 Jahren könnte aber zu früh sein, gerade in dem 
Bereich Elektroenergietechnik bei dem Projekte resp. die 
Projektentwicklung, Systemintegration über 5 Jahre und so läuft.
Und hier sind es viele nationale Regelungen die zu beachten sind, 
beispielsweise erlaubt Spanien größere Schwankungen im Netz als der Rest 
von Europa. IMHO ist das Kern-KnowHow das für diesen Job erforderlich 
ist, weniger die Elektrotechnik/Software-Engineering sondern das 
Verstehen von Normen/Gesetzen und das "Durchsetzen können" derselben 
gegenüber den Projektpartner.
Da muss man auch den Arsch in der Hose haben und eine Abnahme 
verweigern, wenn bspw. der Prüfer beim Nachrechnen nicht von der 
Standhaftigkeit/Statik überzeugt ist. Auch wenn durch die  Nicht- resp. 
verzögerte -Abnahme dem Partner Zusatzkosten in Millionenhöhe entstehen.

Dabei kann das Problem entstehen, das  dann später Firmen einen 
Mitarbeiter nicht einstellen, weil er an verschärfte aka teure 
Zuverlässigkeitsanforderungen gewöhnt ist. Dann heisst es, "wir suchen 
einen mit Mut zur Lücke". Also IMHO fokussiert man sich mit dem 
FRAM-ATOM Job auf die "Nische" Elektronikenergietechnik und wird dann 
später kaum davon wegkommen. Das muss nicht schlecht sein.

> Letztlich kann dir hier keiner die Entscheidung abnehmen

Auch das Zusammentragen und Bewerten der Informationen auf ihre 
Verlässlichkeit (Confidence) vor der Entscheidungsfindung nicht.

Der Punkt in der Tätigkeitsbeschreibung bei dem ich persönlich am 
meisten Nachfragen würde ist. "Erstellung der Genehmigungsunterlagen", 
was soll das konkret bedeuten.

: Bearbeitet durch User
von Sento C. (sento_c)


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Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Also so wie es mir vermittelt wurde geht es natürlich auch darum, 
gewisse Normen etc. zu verstehen und anzuwenden, was mich auch 
grundsätzlich reizen würde.

Aber ein gewisser Teil des Jobs ist auch:
- Erstellen von Software und redundanten Schaltungen
- Ausarbeiten von I&C Spezifikationen
- Klärung von technischen Anforderungen
- Integration und Planung der Leittechnik
- Test & Verifikation

Generell wurde im Gespräch viel Wert auf das V-Modell gelegt und dass in 
dieser Tätigkeit nach diesem gearbeitet wird.

Das klingt für mich nach Kenntnissen im Bereich strukturiertem 
Engineering und Systemdenken, die auch in anderen Branchen Anwendung 
finden und somit meines Erachtens übertragbar sein sollten.



Ich hatte halt eher Bedenken mit der OT/IT Rolle, da das sehr stark nach 
Integration klingt, mit dem Fokus Maschinen mit der Cloud zu verbinden.
Das einzige Wort in Richtung Entwicklung ist hier die Entwicklung von 
Datapipelines.
Im Hinblick auf Industrie 4.0 und der wachsenden Wichtigkeit von Daten 
klingt das grundsätzlich nützlich, aber das ist halt ein ganz anderer 
Berufspfad, in welchem man ggf. auch mit Informatikern etc. konkurrieren 
würde, und ich evtl. nicht so stark auf meinen Master in Elektrotechnik 
bauen könnte, welcher meines Wissens etwas seltener ist.
Das verunsichert mich halt recht stark.


Bisher hatte ich es zum Großteil in der Steuerungstechnik versucht, 
einen Job als SPS Programmierer in mittelständischen Unternehmen zu 
finden, um dann in Richtung Automatisierungsingenieur in einem größeren 
Unternehmen gehen zu können.
Aber dort wurde laut Feedback ein anderes Profil gesucht, eher Leute mit 
Praxisbezug wie Techniker, duale Studenten etc.
Da bin ich von der Uni eher zu theoretisch geprägt.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Im Hinblick auf Industrie 4.0 und der wachsenden Wichtigkeit von Daten
> klingt das grundsätzlich nützlich, aber das ist halt ein ganz anderer
> Berufspfad, in welchem man ggf. auch mit Informatikern etc. konkurrieren
> würde, und ich evtl. nicht so stark auf meinen Master in Elektrotechnik
> bauen könnte, welcher meines Wissens etwas seltener ist.
> Das verunsichert mich halt recht stark.

Die "Konkurrenz" mit Absolventen andere Fachrichtungen ist auch aus 
meiner Sicht einen Aspekt, den man beim Karriereweg nicht ignorieren 
sollte. Wobei die Grenzen in nötigen Domain-Wissen zwischen 
Elektroniker/Informatiker IMHO recht klar sind Geht es in Richtung 
embedded/Sensorik dann Elektrotechnikstudium als Voraussetzung, geht es 
mehr in Richtung GUI, Anwendungsprogrammierung dann Informatik. Bei den 
Angerissenen Themen Kraftwerkstechnik sehe ich keiner/Kaum 
Überschneidung mit Informatik, eher mit Maschinenbau oder auch 
Bauingenieurwesen. Das zweite Angebot  hat m.E, Überschneidung mit 
Informatik, aber eher Wirtschafts-Ingenieur.

Beim ersten Job sollte man auch die Möglichkeit bedenken sich einige 
Jahre später in Richtung Aufsichts-/Regulierungsbehörde 
(Bundesnetzagentur, Bundesaufsichtsbehörde) zu orientieren. Dann 
"konkuriert" man auch mit Verwaltungsspezialisten/Juristen und auch eine 
Promotion ist gern gesehen.

Off-topic:
> ... dass man niemals in La Defense auftreten wird ...
"La Défense" - wenn schon französisch, dann mit "l’accent" ;-)

: Bearbeitet durch User
von Rolf (rolf22)


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H. H. schrieb:
> Wenn du nicht gut Französisch kannst, oder das zügig lernen
> kannst/willst, dann solltest du dich dort nicht längerfristig
> orientieren.

Wenn man als Techniker/Informatiker mal im Urlaub in F war und an einer 
Kreuzung einen Pfeil nach links mit "Toutes Directions" und gleichzeitig 
einen Pfeil nach rechts mit "Autres Directions" vor sich hatte, dann 
will man vielleicht gar nicht mehr Französisch lernen. Die haben es dort 
nicht so mit Binärlogik. SCNR.

Ich habe nie Französisch gelernt. Im Urlaub sagt/fragt deswegen meine 
Frau in irgendeinem Laden irgendwas, aber sie versteht die Antwort 
nicht. Ich sage ihr dann, was der Franzose/die Französin gemeint hat. 
Man glaubt es kaum, aber es funktioniert einigermaßen. (Einmal musste 
ich allerdings fragen, was der Parkwächter mit seinem x-mal wiederholten 
woatier meint, automobihl hätte ich eher verstanden.)

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Sento C. schrieb:
> Dort habe ich mein Profil etwas im Bereich Risiko- und
> Zuverlässigkeitsanalyse und Robotik geschärft.

Haste den Text direkt aus Deinem Bewerbungsanschreiben kopiert?

-So bekloppt drückt man sich sonst eher nicht aus.

von Sento C. (sento_c)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Sento C. schrieb:
>> Dort habe ich mein Profil etwas im Bereich Risiko- und
>> Zuverlässigkeitsanalyse und Robotik geschärft.
>
> Haste den Text direkt aus Deinem Bewerbungsanschreiben kopiert?
>
> -So bekloppt drückt man sich sonst eher nicht aus.

Nein, dann bin ich wohl gekloppt wenn ich mich manchmal so ausdrücke.

Ich habe halt meine Abschlussarbeiten in einem Team verrichtet, in 
welchem der Fokus auf Risiko- und Zuverlässigkeitsanalyse von 
robotischen Systemen lag, habe meine Forschungsarbeit explizit über das 
Thema geschrieben und auch eine Veröffentlichung in dem Bereich.

Das ist damit gemeint. Man kann in seinem Studium ja einfach 
verschiedene Schwerpunkte innerhalb eines Schwerpunkts setzen.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Sento C. schrieb:
> Man kann in seinem Studium ja einfach
> verschiedene Schwerpunkte innerhalb eines Schwerpunkts setzen.

Kann man machen. Klingt aber dann noch eigenartiger, dass man's nicht 
selbst schafft, andere, weitaus trivialere Entscheidungen alleine zu 
treffen.

scnr,
WK

von Sento C. (sento_c)


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Dergute W. schrieb:
> Moin,
>
> Sento C. schrieb:
>> Man kann in seinem Studium ja einfach
>> verschiedene Schwerpunkte innerhalb eines Schwerpunkts setzen.
>
> Kann man machen. Klingt aber dann noch eigenartiger, dass man's nicht
> selbst schafft, andere, weitaus trivialere Entscheidungen alleine zu
> treffen.
>
> scnr,
> WK

Naja, an der Universität habe ich nicht viel mit der Industrie zu tun 
gehabt.
Ich kann mir unter der Sicherheitsleittechnik Stelle gut vorstellen was 
gemeint ist und wie der Arbeitsalltag ist, aber bin mir einfach bei der 
OT/IT Stelle nicht sicher, wie dort die langfristigen Chancen aussehen 
und wie sehr ich dort von einem E-Technik Studium profitieren kann und 
ob ich dort mein Profil etwas zu sehr verwässere.
So trivial ist dies für mich nicht, da ich noch nie einen Einblick in 
die Industrie bekommen habe.

von Jük P. (tik-tak)


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Ich würde persönlich dazu raten, zunächst zwei Jahre lang bei der 
Bundeswehr zu dienen, um dem Vaterland zu dienen und die Heimat zu 
schützen.

Künftig sollen wieder alle Männer eines Jahrgangs von der Bundeswehr 
erfasst und mehrere Tausend Freiwillige im Jahr zum Wehrdienst 
herangezogen werden. „Wir müssen verhindern, dass Moskau oder jemand 
anderes auf den Gedanken kommt, uns oder NATONorth Atlantic Treaty 
Organization-Territorium anzugreifen“, sagt Verteidigungsminister Boris 
Pistorius im „Nachgefragt“-Gespräch mit Frau Hauptmann Janet Watson. 
„Unsere Streitkräfte müssen abschreckungsfähig werden wie im Kalten 
Krieg.“

Siehe link
https://www.bundeswehr.de/de/meldungen/nachgefragt-neuer-wehrdienst-5994308

von Rolf (rolf22)


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Sento C. schrieb:
> Nein, dann bin ich wohl gekloppt wenn ich mich manchmal so ausdrücke.

Es ist einfach so, dass dein Schrift-Deutsch viele Formulierungen 
enthält, die  – vorsichtig gesagt – nicht zu der Sprache passen, die man 
vor noch nicht langer Zeit von einem Akademiker erwartet hat. Ganz 
gleich warum, es ist jedenfalls Fakt und wird dir manche Türen 
verschließen.

> Ich habe halt meine Abschlussarbeiten in einem Team verrichtet,

q. e. d.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Ich würde den Kraftwerksjob nehmen und mir schnellsten französisch 
draufpacken, so ein Job ist fast wie ein sechser im Lotto. Das ist noch 
eine echte Ingieursstelle, den anderen Mist kannst du dagegen vergessen.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Ich finde beide Stellen nicht prickelt. Ich persönlich hätte eine 
Tendenz zu einer der beiden, aber das hat speziell was mit einer 
früheren Tätigkeit von mir zu tun und würde dir nicht helfen.

Mir scheint dass dein Herz an keiner der beiden hängt und so richtig 
habe ich deine Interessen nicht verstanden. Kann es sein dass du 
Elektro- und Informationstechnik nicht studiert hast weil du dafür 
brennst?

Daher wäre mein erster Vorschlag zwar eine der beiden zu nehmen, sich 
aber parallel weiter zu bewerben. Vielleicht auch in anderen Bereichen. 
Bereiche die dich interessieren.

Es gibt ein paar ältere Statistiken wonach 70% aller Ingenieure früher 
oder später fachfremd arbeiten. Das heißt, die Idee möglichst viel von 
deinem Studium nutzen zu wollen ist sowieso nicht besonders relevant.

Weitere Fragen, für dich selbst zu beantworten (ich muss die Antwort 
nicht wissen): In welchen Firmen hast du während deines Studiums 
reingeschnuppert? Praktika, Werkstudent, Jobs? Würden dich diese Firmen 
vielleicht wollen?

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Μαtthias W. schrieb:
> Naja, wenn du Richtung Hardwareentwicklung gehen willst gibt es sicher
> noch viel Potenzial.

was denn nun? gibt es viel Potenzial oder nicht? Warum mußt du unsicher 
mit "sicher" verstärken?

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> Μαtthias W. schrieb:
>> Naja, wenn du Richtung Hardwareentwicklung gehen willst gibt es sicher
>> noch viel Potenzial.
>
> was denn nun? gibt es viel Potenzial oder nicht? Warum mußt du unsicher
> mit "sicher" verstärken?

Weil ich es sicher kann ;-)

von Joachim B. (jar)


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Μαtthias W. schrieb:
> Weil ich es sicher kann ;-)

diese "sicher" Verstärkung zeugt nur von Unsicherheit! 😛

von Μαtthias W. (matthias) Benutzerseite


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Joachim B. schrieb:
> Μαtthias W. schrieb:
>> Weil ich es sicher kann ;-)
>
> diese "sicher" Verstärkung zeugt nur von Unsicherheit! 😛

Ohja, stimmt. Aufgrund meiner grenzenlosen Unsicherheit geh ich jetzt 
ins Eck zum Weinen 😭

von David (simulant01)


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Sento C. schrieb:
> Die eine Stelle wäre Design & Engineering für Sicherheitsleittechnik für
> Kernkraftwerke bei einem der großen Unternehmen in diesem Bereich.
> [...]

Sento C. schrieb:
> Eine andere Stelle wäre bei einem start up welches zu 2 Konzernen
> gehört

Ich würde "das große Unternehmen" gegenüber dem "startup[,] welches zu 2 
Konzernen gehört" präferieren, wenn ansonsten wenig andere 
Entscheidungskriterien zur Verfügung stehen.

von Tim (timgabinski)


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Ich kenne die Firma in Erlangen sehr gut. Hinz hat Recht - falls Du Dir 
sicheres französisch aneigenen kannst (das dauert 3-5 Jahre), hast Du da 
eine tolle Perspektive, dann geht's auch mal in den Turm in La Défense 
(der wird übrigens überschätzt, die ganzen Besprechungsräume sind innen, 
ohne Fenster - toll sind nur die Büros der Mitarbeiter).

In den USA sind die auch relativ präsent, aber dafür müssten Dein 
Englisch schon auf C1 level sein. Die brauchen unbedingt Vermittler 
zwischen den Welten, die auch die unterschiedlichen Kulturen verstehen. 
Das ist relativ selten.

Die Aufgaben sind sehr interessant. Und keine KI kann das in den 
nächsten 30 Jahren übernehmen.

In Erlangen sind die Mitarbeiter relativ alt. Da hast Du eine gute 
Perspektive. Ich würde das machen. Per pm mehr Infos.

Tim

Beitrag #8011331 wurde vom Autor gelöscht.
von Hannes (nightrider)


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Rob R. schrieb:
> Sento C. schrieb:
>
>> Hätte hier jemand Gedanken zu einer oder mehrerer dieser Rollen? Am
>
> Sei froh dass du überhaupt ein Angebot bekommen hast, bei der
> derzeitigen Situation auf dem Arbeitsmarkt ist doch erstaunlich
> überhaupt etwas zu bekommen und du machst dir Sorgen welche du annehmen
> sollst..

Warum ist der Markt eigentlich plötzlich so schlecht? War doch vor 
wenigen Jahren alles normal? Die Boomer gehen in Rente und es gibt keine 
Jobs? Wie kann das denn sein

von Hannes J. (pnuebergang)


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Hannes schrieb:
> Warum ist der Markt eigentlich plötzlich so schlecht?

Nicht plötzlich. Schon lange.

> War doch vor wenigen Jahren alles normal?

Du meinst als Lobbyverbände einen Ingenieurmangel herbei fantasiert 
haben wo keiner war? Als Statistiken über offene Ingenieurstellen mit 
Faktoren wie 3 oder 5 multipliziert wurden?

> Die Boomer

Ich weiß, Altersdiskriminierung ist gesellschaftlich akzeptiert. 
Trotzdem, kannst du dir dieses Schimpfwort bitte abgewöhnen? Wir sind 
nicht diejenigen die daran schuld sind dass die Generation Ahnungslos 
keine Jobs bekommt.

: Bearbeitet durch User
von Felix H. (laufzeitoszillator)


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Hannes J. schrieb:
> Hannes schrieb:
>> Warum ist der Markt eigentlich plötzlich so schlecht?
>
> Nicht plötzlich. Schon lange.
>
>> War doch vor wenigen Jahren alles normal?
>
> Du meinst als Lobbyverbände einen Ingenieurmangel herbei fantasiert
> haben wo keiner war? Als Statistiken über offene Ingenieurstellen mit
> Faktoren wie 3 oder 5 multipliziert wurden?

im Internet findet man genügend Stellen als Elektronikfrickler. Man muss 
halt deutschlandweit suchen und raus aus den Automobilhochburgen.

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Felix H. schrieb:
> Man muss halt deutschlandweit suchen und raus aus den Automobilhochburgen.
Solarpanelträger werden immer gesucht. Die Turnsaison auf den Dächern 
beginnt demnächst. Ab Montag wieder mildes Wetter und kein Regen, da 
gehts wieder rund aufm Dach.

von Lysandros (lys)


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Sento C. schrieb:
> Ja, Framatome.
> Aber nein, ich hab mich nicht für Französisch entschieden in der Schule
> leider.
>
> Ich habe mich halt in meinem Studium viel mit Sicherheit beschäftigt.
> Vorlesungen, meine Forschungsarbeit und auch ein Paper darüber verfasst.
> Deshalb würden mich solch sicherheitskritischen Systeme reizen.


Man kann sich durchaus innerhalb 6-12 Monate ein Basiswissen in 
Französisch aufbauen. Ich war ein paar Jahre in der Schweiz berufstätig 
und habe es mit Anfang dreißig geschafft relativ zügig die Prüfungen A1 
und A2 zu bestehen, durch viel Fleiß und auch etwas Unterricht. Ob das 
reicht, um in Frankreich zu arbeiten kann ich nicht sagen, aber wenn man 
motiviert ist, ist auf jeden Fall möglich eine Fremdsprache auf 
Anfängerniveau systematisch nebenbei zu erlernen.

von Cyblord -. (cyblord)


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Lysandros schrieb:
> Ob das
> reicht, um in Frankreich zu arbeiten kann ich nicht sagen

Die Frage ist auch ob man in einem muslimischen Land wie Frankreich 
überhaupt arbeiten WILL.

von Felix H. (laufzeitoszillator)


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Cyblord -. schrieb:
> Lysandros schrieb:
>> Ob das
>> reicht, um in Frankreich zu arbeiten kann ich nicht sagen
>
> Die Frage ist auch ob man in einem muslimischen Land wie Frankreich
> überhaupt arbeiten WILL.

Da ist was dran. Naja besser als in Deutschland arbeitslos zu sein. 
Früher sind die Menschen nach Deutschland zum Arbeiten gekommen, jetzt 
gehen die Deutschen ins Ausland.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Cyblord -. schrieb:
> Die Frage ist auch ob man in einem muslimischen Land wie Frankreich
> überhaupt arbeiten WILL.

Man muß nicht unbedingt in Saint-Denis wohnen, es gibt auch normal 
bürgerliche Orte. Frankreich hat einige Einwohner, die aus den ehemalig 
externen Provinzen abstammen, aber die 'Ur-Franzosen' gingen mit denen 
weitaus feindlicher um als man es in Deutschland tut.

Das waren Momentaufnahmen, ich war beruflich immer nur für wenige Tage 
in Frankreich.

von Reinhard S. (rezz)


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Manfred P. schrieb:
> Das waren Momentaufnahmen, ich war beruflich immer nur für wenige Tage
> in Frankreich.

Das Foto ist halt nichtssagend, solche Flecken gibts in Deutschland auch 
oft genug.

von H. H. (hhinz)


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Manfred P. schrieb:
> Frankreich hat einige Einwohner, die aus den ehemalig
> externen Provinzen abstammen, aber die 'Ur-Franzosen' gingen mit denen
> weitaus feindlicher um als man es in Deutschland tut.

https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/447ff1de-0001-0004-0000-000001133236_w520_r1.455160744500846_fpx50.7_fpy49.92.jpg

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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Immerhin keine Hundescheisse und Spritzen auf dem "Grün"streifen.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Die Frage ist auch ob man in einem muslimischen Land wie Frankreich
> überhaupt arbeiten WILL.

Als Mann oder als Frau ?!
Und auch in Frankreich/Paris gibt es Quartiere für Schläfenlockenträger:
https://www.paristipps.com/marais-paris/

> Immerhin keine Hundescheisse und Spritzen auf dem "Grün"streifen.

Mal nach "Rattenplage Paris" recherchieren:
https://www.rnd.de/panorama/frankreich-paris-will-sich-mit-millionen-ratten-arrangieren-BE5IT5UNTFGTPG2L7NQ4IRZHGM.html

: Bearbeitet durch User
von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bradward B. schrieb:
> Mal nach "Rattenplage Paris" recherchieren:

Statt sich zu arrangieren, würde ich eine Firma gründen.

Le desinfecteur

...oder so.

Und diese Firma bekommt dann fein alle Aufträge der Stadt.

schö'n Freidach!

von Frank D. (Firma: LAPD) (frank_s634)


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.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Statt sich zu arrangieren, würde ich eine Firma gründen.

Oder ein Restaurant wie in 
https://en.wikipedia.org/wiki/Ratatouille_(film)

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Statt sich zu arrangieren, würde ich eine Firma gründen.
>
> Oder ein Restaurant wie in
> https://en.wikipedia.org/wiki/Ratatouille_(film)

Ja, schöner Film (2007), leider sind die Kinder aus dem Kinderalter.

Aber da Paris ja auch für seine "Miezen" und andere Katzenwesen bekannt 
ist, schlage ich vor, das man beim Ergreifen von Gegenmassnahmen an die 
Französischen Beziehungen zu Indochina erinnert und vielleicht 
todesmutige "Kambodschanische-Karate-Kampf-Kater" züchtet.
Nach dem Ende der Plage, kann man ja die Katzenpatroillen wieder zu 
Schmusekätzchen um-trainieren ;-)

https://youtu.be/Ja2tTY_BsAk?t=324

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