Forum: Haus & Smart Home TP-Link - Tapo P100/P110 - Erfahrungen


von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Hallo Forengemeinde,
irgendwie gefallen mir die Hama WLan-Steckdosen nicht. Sie wollen immer 
heim telefonieren. Müllen mir mit unzähligen Einträgen meinen Router zu, 
weil mein Router das natürlich blockt. Die produzieren am Tag bestimmt 
ca. 2000 Einträge. Ja kann man mit Tasmota umflashen. Habe ich mir auch 
schon verinnerlicht. Aber wenn es fertige Kaufgeräte gibt - Einstecken, 
einschalten, geht, dann sowas.

Nun bin ich auf TP-Link TAPO P100, Tapo P110 gestoßen.

Frage : Hat jemand diese Teile? - und ist er mit denen zufrieden?

Funken diese auch in die Wolke, bzw heim zu TP-Link, oder sonstigen 
Servern?

Wie sind die am Router einzurichten?

Ich will Teile die NUR in meinem Netz sind. Wenn ich vom Handy steuern 
will, nutze ich DynDNS oder gleiches.

Wer kann da was dazu hier schreiben?

Grüße Tom

von Daniel G. (denial)


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Delock 11826 und 11827 haben Tasmota vorinstalliert.

von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Daniel G. schrieb:
> Delock 11826 und 11827 haben Tasmota vorinstalliert.

Das wäre schon mal ein Weg.
Hast Du die selbst?
Könntest Du da mal einen Versuch starten, ob die auch über 2 Geschosse 
zuverlässig erreichbar ist?
Hintergrund:
Ich bin im 1. Stock, das Hama-Teil ist im Heizungskeller. Mein Router 
meint, das Teil kommt mit ca. 17% Signalstärke rauf. Bedeutet, das der 
Funk mal abreißt, und das Teil nicht erreichbar ist. Es loggt sich aber 
auch wieder ein. Einfach etwas zu knapp.

von Ralf X. (ralf0815)


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Thomas S. schrieb:
> Könntest Du da mal einen Versuch starten, ob die auch über 2 Geschosse
> zuverlässig erreichbar ist?

Das ist bei jedem Haus unterschiedlich...

von Bad U. (bad_urban)


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Ich habe einen Tapo P110. Meine Erfahrungen sind da durchwachsen.
Am Anfnag lief es sehr zuverlässig. Dann hat es angefangen, dass das 
Teil sich nicht mehr im WLAN angemeldet hat. Wenn man es dann 
zurücksetzt und neu in Betrieb nimmt funktieniert es sofort wieder. 
Zumindest für einige Zeit.
Der Support war da auch nicht sehr hilfreich...
Habe das Teil jetzt ne Weile nicht mehr in Betrieb gehabt. Aber ich 
denke ich werds wohl reklamieren.

Ahja... Geschaut hab ich nicht, aber das Teil wird wohl sicher nach 
Hause telefonieren.

von Peter H. (rattenfaenger)


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Habe von den Tapo 6 T100 und vier Kameras C100 an verschiedenen 
Standorten mit guter W-Lan Abdeckung.
Benutze sie für Beleuchtung (Weihnacht) und kurzzeitigen Überwachungen 
von automatischen Funktionen wie Tierfütterung oder Toröffnungen bei 
Abwesenheit.
Dafür sind die vollkommen ausreichen. Die Speicherung von Daten in der 
Cloud sind auch nicht relevant für mich.
Für dauerhafte Zugangskontrollen oder Gebäudeüberwachung würde ich immer 
auf professionelles Material zurückgreifen.

: Bearbeitet durch User
von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


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Ein Hallo an alle Mitwirkenden.

Ich lese schon mit. Auch wenn ich nicht dazwischen schreibe.

Nachdem ich keine Fritzbox habe, sondern einen Lancom, fallen die 
Dect-Teile von Fritz schon mal raus. Oder....?
Zumindest mein 1781VAW kann kein Dect. Ich zihe es zwar wegen Glasfaser 
in erwägung auf einen neuen Lancom umzusteigen, aber mal sehen.

Peter H. schrieb:
> Dafür sind die vollkommen ausreichen. Die Speicherung von Daten in der
> Cloud sind auch nicht relevant für mich.
Funken die zwangsweise heim? - oder kann man die auch nur ins lokale 
WLan bändigen?

von Reinhard S. (rezz)


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Thomas S. schrieb:
> Nachdem ich keine Fritzbox habe, sondern einen Lancom, fallen die
> Dect-Teile von Fritz schon mal raus. Oder....?

Günstig eine gebrauchte FritzBox mit DECT kaufen? Geht ja schon bei ca. 
30€ los und muss nicht als Router laufen.

Da der 1781VAW, je nach Version, spätestens im April 2025 komplett aus 
der Software-Pflege fiel (EOL), wäre was neueres vielleicht doch 
angebracht?

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Reinhard S. schrieb:
> Thomas S. schrieb:
>> Nachdem ich keine Fritzbox habe, sondern einen Lancom, fallen die
>> Dect-Teile von Fritz schon mal raus. Oder....?
>
> Günstig eine gebrauchte FritzBox mit DECT kaufen? Geht ja schon bei ca.
> 30€ los und muss nicht als Router laufen.

Wer keine FritzBox betreibt, tut das sicher nicht wegen deren Preis - so 
ziemlich alles andere kostet mehr.

von Εrnst B. (ernst)


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Zigbee-Steckdosen eine Option?

Die können prinzipbedingt nicht "nach Hause telefonieren".
Und wenn die Reichweite nicht passt, kommt irgendein Zigbee-Gadget 
dazwischen und vergrößert das Netzwerk.

Aber: Der Zigbee-Coordinator / "Bridge" könnte sehr wohl in's Internet. 
Wär dann nur noch ein Gerät zum Isolieren, bzw was durch eine 
vertrauenswürdige Lösung ersetzt werden muss.

von Gerald B. (gerald_b)


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Ich hab die P100 und bin zufrieden. Die Einrichtung ging ohne Hakeln, 
das Teil schaltet meine Pflanzenlichtlampe zum Sonnenuntergang ein und 
bei Sonnenaufgang wieder aus. Ist wartungsfrei, stürzt nicht ab, braucht 
keine Synchronisation. Das Innenleben brauchte auch noch keine 
Frischzellenkur. Ich bin zufrieden.

von Peter H. (rattenfaenger)


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Thomas S. schrieb:
> Funken die zwangsweise heim? - oder kann man die auch nur ins lokale
> WLan bändigen?

Die KI von Tante Google schreibt dazu:
Die Tapo C100 Kamera kann primär im Heimnetzwerk (lokal) betrieben 
werden, erfordert jedoch für die Ersteinrichtung eine Cloud-Verbindung
. Nach der Konfiguration über die App (via 2,4-GHz-WLAN) kann die 
Internetverbindung der Kamera im Router gesperrt werden, wodurch sie 
weiterhin lokal über die App oder via RTSP/ONVIF-Stream (z.B. mit Home 
Assistant/MotionEye) auf einer SD-Karte aufzeichnet.
Hier sind die Möglichkeiten für den Betrieb nur im Heimnetz:

    Ersteinrichtung: Zwingend erforderlich über die Tapo-App mit 
Internetverbindung. Die Kamera muss im WLAN angemeldet werden.
    Lokale Aufzeichnung: Eine MicroSD-Karte (bis 128 GB oder 256 GB je 
nach Modell) einlegen, um Aufnahmen lokal zu speichern.
    Live-Ansicht: Die Live-Ansicht in der App funktioniert, solange das 
Smartphone und die Kamera im selben lokalen Netzwerk verbunden sind.
    Internetverbindung kappen: Nach der Einrichtung kann die Kamera im 
Router (z.B. FRITZ!Box) gesperrt werden, um Cloud-Zugriffe zu 
verhindern. Sie funktioniert in der Regel im lokalen Netz weiter.
    RTSP/ONVIF-Unterstützung: Die Kamera unterstützt RTSP-Streams (Port 
554), was eine Integration in NAS-Systeme (wie Synology Surveillance 
Station) oder NVRs ermöglicht, ohne auf die Tapo-Cloud angewiesen zu 
sein.

Hinweis: Ohne Internetverbindung können Funktionen wie 
Benachrichtigungen auf das Smartphone (Push-Nachrichten) oder 
Firmware-Updates nicht funktionieren.

Du kannst aber auch die IP von Tapo umleiten, Kamera und Steckdose im 
eigenen Serverver einbinden und je nach deinen Fähigkeiten selber 
konfigurieren und verwenden. Ob sich der Aufwand für diese Billigteile 
lohnt? Da würd ich gleich auf proffessionelle Teile zurückgreifen. Ich 
habe da einmal mit Visitec (regionaler Anbieter) zusammengearbeitet. 
Damit ist beides möglich, Cloud oder eigener Server.

von Florian S. (sevenacids)


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Ich habe sowohl eine P110, die gerade ungenutzt ist, als auch die 
Kameras (C110, C210) bei mir im Einsatz. Ob eine Internetverbindung für 
die Ersteinrichtung zwingend erforderlich ist, kann ich nicht sagen. In 
dieser Hinsicht hatte weder etwas unterbunden, noch darauf geachtet.

Um die Tapo-Dienste zu umgehen, habe ich diesbezüglich schlicht alle 
Ports nach draußen (bis auf NTP, damit die Zeit noch synchronisieren 
kann) routerseitig gesperrt und das funktioniert auch. Für 
Firmware-Updates gebe ich von Zeit zu Zeit kurzzeitig eine Verbindung 
nach außen frei, wenn die Kamera gerade mal nichts "sehen" kann. Heute 
verzichte ich aber eher darauf, da das letzte Update einer Kamera mit 
bestimmter Hardware-Revision u.a. die Möglichkeit entfernt hat, die 
Qualitätsstufe auf Full HD (für mich völlig ausreichend) einzustellen. 
Fortan bietet sie nur noch 2K oder 720p.

Alle Kameras haben eine feste IP. Die Tapo-App funktioniert lokal zur 
Steuerung. Um dennoch von Außen auf die Kameras zu blicken, habe ich auf 
meinem Homeserver eine VM eingerichtet, die die von der jeweiligen 
Kamera bereitgestellten RTSP-Streams (hohe und niedrige Qualität) 
mittels mediamtx als Proxy in meinem Wireguard-basiertem VPN, dass über 
einen eigenen Root Server im Internet läuft, zur Verfügung stellt. Das 
funktioniert auch tadellos. Was die Steuerung angeht (PTZ) so kann ich 
im Moment darauf verzichten, aber auch hier arbeite ich an einer Lösung: 
ich schreibe mir momentan eine kleine Client/Server-Anwendung samt 
Protokoll, die Befehle von Außen via UDP empfängt und vor Ort in ONVIF 
umsetzt.

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