Würth zeigt neue Varianten zur Installation elektromechanischer Komponenten per Pick and Place-Maschine. Ramadan und chinesisches Neujahrsfest halten die Branche im Griff, während das KiCad-Team AppImages für Linux ausliefert. Verschiedene Interviews liefern Hintergrundinformationen aus der Branche – was es sonst Neues gibt, verraten wir hier.
Trump: Deregulation im Automotivebereich
Man mag von Präsident Trumps „internationaler Kanonenbootpolitik“ halten, was immer man da will. Insbesondere für Kleinbetriebe im Elektronik- und Maschinenbaubereich hält der Präsident sein Versprechen. Unter der URL https://www.epa.gov/newsreleases/president-trump-and-administrator-zeldin-deliver-single-largest-deregulatory-action-us findet sich die Ankündigung einer massiven Debürokratisierung, die mit verschiedensten komplexitätsgenerierenden Systemen wie der Start-Stopp-Automatik aufräumt:
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This action will result in an average cost savings of over $2,400 per vehicle. By lowering vehicle and regulatory compliance costs, EPA is improving affordability and expanding consumer choice and ultimately advancing the American Dream by making it easier to reach jobs, grow small businesses, and participate fully in the transportation and logistics systems that power the U.S. economy. |
Auch wenn dies für das durchschnittliche europäische Unternehmen wenig direkte Konsequenz hat, zeigt es, dass - politischer Wille vorausgesetzt - eine Verbesserung der Arbeitsumstände für Ingenieure und Ingenieurbetriebe in westlichen Demokratien machbar ist.
Würth: Neue Spielarten für das Pick and Place-Ausliefern mechanischer Komponenten.
Die Kämpfe mit der Installation von Steckverbindern und Co. sind Legion. Im Hause Würth bietet man verschiedenste Spacer an, die bisher mit einer kleinen Stickerfolie Pick and Place-freundlich gemacht wurden. Nun lanciert man zwei neue Varianten, die sich wie in der Abbildung gezeigt präsentieren.

Bildquelle: Würth
Besonders interessant ist aus Sicht des News-Autors die Variante RX, die ohne Schutzfilm auskommt. Ursache für ihre Anbietung ist die Entwicklung neuartiger Pick and Place-Nozzles, die angeblich auch mit den löchrigen Elementen direkt zurecht kommen:
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There are also innovations in SMT assembly aids. Where previously only a single assembly aid in the form of a polyimide film with tab (designation R) was available, two additional variants – “RR” and “RX” – have now been added. The circular version “RR” is designed to meet a specific requirement. In this case, the tab used to facilitate removal of the film is omitted in situations where optical inspection of small components in the surrounding area could be impaired. |
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The “RX” option represents a different approach for mass production at Würth Elektronik. The SMT spacers “RX”, designed for large quantities, are supplied without film: Special nozzles on pick-and-place machines can pick up this SMT spacer variant without difficulty and place it precisely on the printed circuit board. Waste and the time-consuming removal of film are eliminated. |
Neutrino SX8 - ISR 50-1000 – neue Infrarotkamera mit kontinuierlicher Zoomlinse
Im Hause Teledyne FLIR steht eine neue Infrarotkamera zur Verfügung, die dank ihrer kontinuierlichen Zoom-Linse und den integrierten AI-Beschleunigern für die automatische Auswertung, beispielsweise in UAVs, geeignet ist.

Bildquelle: https://oem.flir.com/products/neutrino-ground-isr-series/?model=425-1601140-C805&
Zu den sonstigen Spezifikationen vermeldet man folgendes:
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• HOT MWIR with factory integrated 50–1000 mm CZ lens |
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• Industry-standard AgileCore™ imaging electronics |
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• Prism™ AI ready, enabling advanced perception |
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• Vehicle DRI ranges: 34 km / 23.5 km / 20 km |
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• Long life FL100 cooler with >27,000 hour MTTF and a two year warranty |
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• NDAA Compliant & ITAR free |
Raspberry Pi: Antennen-Zertifikationsprogramm für Compute Module beginnt.
Die Compute Module-Varianten des Raspberry Pi bringen keine PCB-Antenne mit, um die Integration im Gehäuse zu vereinfachen. Problematisch ist, dass jedes Land in dieser Situation andere Anforderungen an die Zertifikation des Systems stellt - die aus einem (lesenswerten) Whitepaper der Raspberry Pi entnommenen Informationen bieten grundlegende Informationen zur Thematik.

Bildquelle, beide: https://www.raspberrypi.com/news/certifying-third-party-antennas-for-use-with-raspberry-pi-compute-modules/
Nun steht ein neues Zertifikationsprogramm ante Portas, das Integratoren des Raspberry Pi Compute Modules bei der Compliance helfen soll. Die offizielle Ankündigung liest sich folgendermaßen - zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Meldung gibt es noch keine Informationen darüber, mit welchen Kosten ein Integrator zu rechnen hat:
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Should you need further assistance with integrating an alternative antenna — either during the product design process or after launch — our in-house Global Market Access (GMA) team is fully equipped to handle any additional tests, documentation submissions, or approvals on your behalf. Contact gma@raspberrypi.com with your product requirements, including the proposed antenna options and a list of your target markets (including any not listed above). |
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The GMA team will review your antenna specifications and advise whether compliance with the relevant market regulations is possible. Once confirmed, the team will update the existing approvals or obtain new ones to include the new antenna, carrying out any additional testing as required. |
Fraunhofer: PH-Messung mit ionensensitiven Feldeffekttransistoren
Im Hause Fraunhofer hat man einen Durchbruch im Bereich der PH-Messungen erreicht - spezifischerweise ist es nicht mehr erforderlich, die (für verschiedenste Probleme sorgenden) Elektroden einzusetzen. Als Alternative kommt eine Form des Feldeffekttransistors zum Einsatz, die das Fraunhofer Institut folgendermaßen beschreibt:
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In der neuen Technologie zur pH-Messung des Fraunhofer IPMS wird anstelle der empfindlichen Referenzelektrode ein zweiter ISFET zusammen mit einem klassischen pH-ISFET eingesetzt. Dieser Referenz-ISFET zeigt eine signifikant kleinere pH-Steilheit, von beispielsweise 20 mV/pH, verglichen mit den üblichen 59 mV/pH bei 25°C, gemäß der Nernstschen Gleichung. |
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Die ISFETs sind mit dünnen Schichten aus Niobpentoxid (Nb₂O₅) oder Tantalpentoxid (Ta₂O₅) beschichtet. Diese Materialien verleihen den Sensoren hohe Stabilität, einfache Handhabung und gute Lagerfähigkeit. Die beiden ISFETs werden gemeinsam über eine Hilfselektrode betrieben, sodass aus den gemessenen elektrischen Signalen der pH-Wert zuverlässig berechnet werden kann. |
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»Leider stammt dieses Konzept des ISFET-REFET nicht von uns, sondern wurde bereits in den 1980er Jahren von Professor Piet Bergveld, dem Erfinder des ISFET, und seinen Kollegen entwickelt«, erklärt Hild. »Bisher fand das Konzept aber keinen Weg in die kommerzielle Nutzung.« Mit den neuen Bauelementen soll sich das ändern: Die pH-Messung ist zunächst im Bereich von etwa pH 4 bis pH 8 möglich, was für viele Anwendungen in Biologie, Medizin, Landwirtschaft und Umwelt den typischen Messanforderungen entspricht. |

Bildquelle, beide: https://www.ipms.fraunhofer.de/de/press-media/press/2026/Mobile-pH-Messungen.html.
Zur Verfügbarkeit findet sich ebenda die folgende Aussage:
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Aktuell benötigt die Lösung noch zwei 5 × 5 mm² große Chips, die eine gute Benetzung gewährleisten. Auf Kundenwunsch können diese jedoch verkleinert werden. Künftig ist geplant beide Chips auf einen einzigen Chip derselben Größe mit integrierter Temperaturmessung zu reduzieren. |
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»Obwohl noch viel Arbeit vor uns liegt, freuen wir uns, bereits Test-Kits anbieten zu können und diese dem Fachpublikum auf der Analytica 2026 (Halle 3, Stand 312) zu präsentieren«, sagt Hild abschließend. Individuelle Termine auf der Messe können vorab über die Webseite des Fraunhofer IPMS vereinbart werden. |
Kicad: Linux-Version nun als AppImage-Datei verfügbar.
Das AppImage-Containerformat erlaubt Anbietern von Linuxapplikationen, die diversen Bibliotheken und sonstigen Unterstützungsdateien „direkt“ mit der Binärdatei zu verpacken. Das von Open Source-Projekten wie OpenSCAD seit langer Zeit unterstützte Format wird von Kicad nun - wie in der Abbildung gezeigt - ebenfalls angeboten.

Bildquelle: https://downloads.kicad.org/kicad/
Nexperia: Einstweilige Verfügung bestätigt Entscheidungen des niederländischen Handelsgerichts
Nachdem die chinesische Wingtech den Druck auf die niederländische Regierung reduziert hat, erweist sich diese - ein Schelm, wer es erwartet hätte - als undankbar. Unter der URL https://www.rechtspraak.nl/organisatie-en-contact/organisatie/gerechtshoven/gerechtshof-amsterdam/nieuws/uitspraak-nexperia-ondernemingskamer findet sich nun eine Information, die nach folgendem Schema auf die „Aufrechterhaltung“ der Maßnahmen gegen Wingtech hinweist:
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Die Unternehmenskammer des Amsterdamer Berufungsgerichts ordnete heute eine Untersuchung der Geschäftspolitik und des Geschäftsbetriebs der Nexperia Holding BV und der Nexperia BV (Nexperia) an. Die Unternehmenskammer bestätigte die einstweiligen Verfügungen. Der Geschäftsführer bleibt weiterhin suspendiert. Die Bestellung eines Interimsdirektors bei Nexperia und die Übertragung der Anteile an Nexperia bleiben in Kraft. |
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Die Handelskammer gewährte Nexperia im Oktober 2025 sofortige Rechtshilfe. In ihrem heutigen Urteil stellt sie fest, dass triftige Gründe bestehen, an der soliden Geschäftspolitik und -führung von Nexperia zu zweifeln, und ordnet eine Untersuchung an. |
Go 1.26 verfügbar.
Aufgrund des konservativen Wutanfalls gegen die Inklusion von Rust im Linux-Kernel gilt, dass andere C-Alternativen unberechtigterweise aus dem Fokus der Aufmerksamkeit gefallen sind. Im Hause Go stellt die Version 1.26 der Programmiersprache zur Verfügung, die nach folgendem Schema eine „Erhöhung der Kompaktheit“ von Go-Code ermöglicht:
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A simple example of this change means that code such as this: |
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x := int64(300) |
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ptr := &x |
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Can be simplified to: |
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ptr := new(int64(300)) |
Im Hintergrund gibt es außerdem Performancesteigerungen:
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Performance improvements¶ |
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The previously experimental Green Tea garbage collector is now enabled by default. |
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The baseline cgo overhead has been reduced by approximately 30%. |
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The compiler can now allocate the backing store for slices on the stack in more situations, which improves performance. |
Wer weitere Informationen zur Thematik begehrt, findet diese - wie immer - im unter der URL https://go.dev/blog/go1.26 bereitstehenden Changelog.
Lockheed Martin: Parasitäre Drohne mit Selbstenergieversorgung
Versuche, in denen eine Drohne - beispielsweise an einem Zug - andockt, um sich transportieren zu lassen, wurden in der Vergangenheit immer wieder durchgeführt. Mit dem LampreyMMAUV lanciert Lockheed Martin nun ein ähnliches System für den Unterwassereinsatz. Spezifischerweise gilt, dass sich die Drohne unten an einem „Schiff oder Boot“ andocken kann, und danach über eine Art RAT Energie erzeugt.

Bildquelle: https://www.lockheedmartin.com/en-us/products/mmauv.html
Zu beachten ist, dass es sich dabei um eine vergleichsweise große Drohne handelt - Lockheed Martin vermeldet in der Detailbeschreibung unter Anderem folgendes:
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LampreyMMAUV has proven its autonomous maneuver and surveillance capabilities in at-sea exercises and tests. Its open design and 24 cubic foot payload bay can accommodate a wide range of customizable mission payloads for subsea seabed warfare. |
Brisbane Silicon: LUA-programmierbares Board auf FPGA-Basis.
Der Spitzenplatz von C im Bereich der Embedded-Systeme löst bei Entwicklern alternativer Programmierumgebungen seit jeher einen gewissen Beißreflex aus. Während Embedded-Rust-Systeme mittlerweile universell etabliert sind, hat sich LUA wenige durchgesetzt. Auf Crowd Supply startet nun ein neues Projekt, das - wie in der Abbildung gezeigt - ein LUA programmierbares FPGA-Evaluationsboard anzubieten sucht.

Bildquelle: https://www.crowdsupply.com/brisbanesilicon/elm11-feather
Chineserneujahr und Ramadan - mit Verzögerungen ist zu rechnen.
Wer sich über langsame Reaktionen seiner chinesischen oder arabischen Geschäftspartner wundert, muss lokale Festivitäten bedenken. Das Chineserneujahr ist bereits im vollen Gang, während der Ramadan dieses Jahr für den Zeitpunkt von 17.2 bis 19.3 avisiert ist. Die Totzeiten sind von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich - die folgende Abbildung zeigt, was man im Hause Shenzhen Xunlong als Off-Time ankündigt.

Bildquelle: https://www.instagram.com/orangepixunlong/p/DUklNgCFNEF/
Lesestoff: EFI-Gutachten 2026 erschienen.
Insbesondere für Personen, die mit Cyberagentur oder Teilen der deutschen Regierung zusammenarbeiten wollen, ist das EFI-Gutachten von eminentester Bedeutung. Die „aktuellste“ Version ist soeben erschienen.

Bildquelle: https://www.e-fi.de/fileadmin/Assets/Gutachten/2026/EFI_Gutachten_2026_27126.pdf
Lesestoff, zur Zweiten - Interview mit dem Microchip-CEO
Im Hause Microchip hatte man mit dem letzten Halbleiter-Marktzyklus seine liebe Not. Unter der URL https://www.elektroniknet.de/international/how-microchip-turned-the-downturn-around.230220.html?utm_source=liana&utm_medium=email&utm_campaign=newsletter findet sich ein lesenswertes Interview, in dem der CEO des Unternehmens sowohl über die Vergangenheit als auch über die Zukunft des bei der Maker-Community wahrscheinlich beliebtesten Mikrocontrollerherstellers spricht. Gleich im Voraus sei angemerkt, dass - nach wie vor - keine Elimination der Achtbit-MCU ante Portas steht.










