Forum: PC Hard- und Software Win 10 und Remotedesktop


von Peter N. (alv)


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Hi

An einen PC mit Win 10 pro melde ich mich ohne Paßwort an.

Auf diesen PC möchte ich per RDP zugreifen (RDP ist aktiviert).
Ich bekomme aber immer eine seltsame Fehlermeldung.

Ich vermute den Grund darin, daß der PC kein Paßwort hat.
Wenn dem so ist:
Wie/wo kann ich dem PC ein Paßwort verpassen?
Oder wie/wo kann ich einen neuen User mit Paßwort anlegen?

von Mario M. (thelonging)


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RDP ohne Passwort ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. Kommandozeile als 
Admin öffnen und folgenden Befehl eingeben:
1
 net user Benutzername Passwort /add

von Jens M. (schuchkleisser)


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Peter N. schrieb:
> Wie/wo kann ich dem PC ein Paßwort verpassen?

Normalerweise setzt/ändert man sein PW, in dem man Strg/Alt/Entf drückt 
und dort "Kennwort ändern" auswählt....

Peter N. schrieb:
> Oder wie/wo kann ich einen neuen User mit Paßwort anlegen?

In dem du in die Benutzerverwaltung gehst. Startmenü aufklappen, 
"Weitere Benutzer" buchstabenweise eintippen bis die "Andere Benutzer 
anlegen..." auftaucht.

von Rolf (rolf22)


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Peter N. schrieb:
> Ich bekomme aber immer eine seltsame Fehlermeldung.

Einfach unter Behinderteneinstell... äh... Barrierefreiheit den Text 
größer einstellen, dann kannst du die Meldung lesen und hier posten.

von Peter N. (alv)


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Mario M. schrieb:
> Kommandozeile als
> Admin öffnen und folgenden Befehl eingeben: net user Benutzername
> Passwort /add

Habe ich durchgeführt, es gab auch eine Rückmeldung mit irgendwas 
erfolgreich.

Jetzt bootet der PC zum Sperrbildschirm, fragt nach einem PW, aber ich 
komme einfach durch Drücken von Return oder Klicken auf den 
Sperrbildschirm auf den Desktop...

Bei RDP klappt die Anmeldung natürlich nicht.

Falls es irgendwie damit zu tun haben sollte:
Der User ist der, den das (vorinstallierte) Windows hatte. Diesen habe 
ich über die Systemsteuerung umbenannt.

von Mario M. (thelonging)


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Peter N. schrieb:
> Bei RDP klappt die Anmeldung natürlich nicht.

Der neue Benutzer muss durch Aufnahme in die Gruppe 
Remotedesktopbenutzer für RDP freigeschaltet werden.
1
net localgroup "Remotedesktopbenutzer" "Benutzername" /add

von Peter N. (alv)


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Verstehe ich irgendwie nicht.
Für einen anderen PC habe ich bei RDB einfach Computername, User und PW 
eingegeben und es lief...

von Mario M. (thelonging)


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Wenn der Standard-Benutzer ein Passwort hat, läuft es nach Aktivierung 
des Remote-Desktops einfach so.

von Rolf (rolf22)


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Peter N. schrieb:
> Verstehe ich irgendwie nicht.
> Für einen anderen PC habe ich bei RDB einfach Computername, User und PW
> eingegeben und es lief...

Google verrät an 999 Stellen:
Wenn ein Passwort auf dem Remote-Computer geändert bzw. neu eingerichtet 
worden ist, muss es dort lokal mindestens einmal genutzt werden, damit 
es dort in den Cache gelangt. Erst dann kann man es aus der Ferne 
nutzen.
(Eine durchaus sinnvolle Schutzmaßnahme.)

von Peter N. (alv)


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Rolf schrieb:
> Wenn ein Passwort auf dem Remote-Computer geändert bzw. neu eingerichtet
> worden ist, muss es dort lokal mindestens einmal genutzt werden, damit
> es dort in den Cache gelangt.

Und wie wird das PW "genutzt"?

Wie ich schon schrieb, komme ich durch einen Klick oder Returndruck auf 
den Sperrbildschirm direkt auf die Win-Oberfläche!

von Horst V. (hoschti)


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Auf der Windows-Oberfläche ins Startmenü gehen, dort "Bentzer 
wechseln"(*). Den neuen Benutzer auswählen und dich einmal anmelden. 
Dabei wird eine Warnung aufpoppen (anderer Benutzer aktiv, ...). 
Akzeptieren und Anmeldung fortsetzen. Dann bist du neben dem 
Hauptbenutzer auch unter dem "neuen" Benutzer angemeldet. Wenn die 
Anmeldung dur h ist, kannst du dich gleich wieder anmelden. Dann kommt 
der Anmeldenbildschirm wieder, aber diesmal mit einer Auswahl von zwei 
Benutzern: dem Standard Benutzer und dem Neuen. Hier einfach den 
Standardbenutzer auswählen und Return drücken. Und alles ist wie 
gewohnt. Jetzt geht auch die Remote-Anmeldung.

PS: Ich sitze gerade nicht vor dem PC. Daher kann ich die exakten 
Begriffe nicht prüfen. Aber sinngemäß stimmt das schon so, wie oben 
beschrieben.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8011533 wurde vom Autor gelöscht.
von Jens M. (schuchkleisser)


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Tja, die Nachteile und Quirks von RDP, einer der größten: Der 
RDP-Benutzer ist immer jemand anders, will sagen: da meldet sich jemand 
mit seinem eigenen Bildschirm und eigener Tastatur an, den ich als 
Benutzer an der Maschine selbst weder sehen noch beeinflussen kann.
Mit VNC oder Teamviewer dagegen ist man der der davorsitzt, nur eben 
woanders. Wesentlich einfacher und übersichtlicher.
War RDP tatsächlich gezielt gewollt, oder ging es nur um "das ist 
eingebaut, das kostet nix"?

von Mario M. (thelonging)


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Nix mit vorher lokal anmelden und Cache. Lokales Konto anlegen und 
Benutzer in die Remotedesktopbenutzer-Gruppe aufnehmen. Dann kann man 
sich sofort remote anmelden. Einziges Problem: Windows Professional 
lässt nur einen Benutzer gleichzeitig zu. Ein noch lokal angemeldeter 
Benutzer wird nach 30 Sekunden abgemeldet.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Mario M. schrieb:
> Windows Professional
> lässt nur einen Benutzer gleichzeitig zu. Ein noch lokal angemeldeter
> Benutzer wird nach 30 Sekunden abgemeldet.

Ja, via RDP kann nur "einer gleichzeitig" rein. Der lokale bleibt aber 
m.W. aktiv?
Oder wurde das irgendwann in Win11 geändert? Ich habs früher™ mal 
irgendwann getestet, da ging es stundenlang parallel. Nur das beide User 
nichts voneinander wissen.

von Rolf (rolf22)


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Peter N. schrieb:
> Und wie wird das PW "genutzt"?
>
> Wie ich schon schrieb, komme ich durch einen Klick oder Returndruck auf
> den Sperrbildschirm direkt auf die Win-Oberfläche!

Nutzen tut man ein PW, indem man sich damit anmeldet.

Wenn du ohne PW oder andere Legitimation auf den Desktop gelangst, hast 
du dich nicht als ein Nutzer angemeldet, an den du ein Passwort vergeben 
hast.

Vielleicht hast du auch die Rechner verwechselt. Jeder Rechner hat eine 
eigene Nutzerdatenbank mit eigenen Passwörtern. Auf dem fernzusteuernden 
PC muss ein Nutzer mit Passwort angelegt sein, und auf dem 
fernsteuernden Rechner musst du diese beiden eingeben (nicht anlegen).

von Ein T. (ein_typ)


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Peter N. schrieb:
> Ich bekomme aber immer eine seltsame Fehlermeldung.

Und nach mehr als neuneinhalb Jahren und über 3200 Beiträgen hier im 
Forum kommst Du nicht auf die Idee, diese Fehlermeldung zu zitieren? 
Wow.

von Hmmm (hmmm)


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Jens M. schrieb:
> Ja, via RDP kann nur "einer gleichzeitig" rein. Der lokale bleibt aber
> m.W. aktiv?
> Oder wurde das irgendwann in Win11 geändert?

Ich glaube, 1x lokal + 1x RDP geht schon seit Windows XP nicht mehr.

Wenn man sich per RDP einloggt, wird der lokale User ausgeloggt, bzw. 
wenn es derselbe User ist, wird die vorhandene Session durch den 
RDP-Client übernommen.

von Rene K. (xdraconix)


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Hmmm schrieb:
> Wenn man sich per RDP einloggt, wird der lokale User ausgeloggt, bzw.
> wenn es derselbe User ist, wird die vorhandene Session durch den
> RDP-Client übernommen.

Richtig, das ist schon seit XP Zeiten so.

von Rolf (rolf22)


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Jens M. schrieb:
> War RDP tatsächlich gezielt gewollt

Wer schon IT kannte, als die noch EDV hieß, für den ist das, was RDP 
macht, eine völlig normale Sache.

Die Client-Server-Struktur des Großrechner-Bereichs: ein zentraler 
Rechner hoher Leistung (der "Server"), an den etliche Terminals (die 
"Clients") mit wenig oder ganz ohne eigene Intelligenz angeschlossen 
sind. Die Nutzer an diesen dummen Terminals nutzen jeder für sich 
Anwendungsprogramme, die komplett auf dem Server laufen. Der Server hat 
in der Regel gar keinen Bildschirm und keine Tastatur; für 
Wartungsarbeiten loggt sich der Admin an einem der Terminals ein.

Nach genau demselben Prinzip funktioniert RDP: Man sitzt an einem 
Terminal und nutzt Anwendungsprogramme, die auf einem entfernten PC 
laufen. Nur aus praktischen/finanziellen Gründen ist das Terminal ein 
normaler PC (mit dem man auch anderes tun kann) und kein Terminal ohne 
Intelligenz, das man ja für nichts anderes gebrauchen könnte.
Man sieht auf dem Monitor ein Bild, das so aussieht, als wäre es das 
Desktop-Bild des Windows auf dem Server-PC. Das ist es aber gar nicht, 
weil das gar nicht existiert (der Server hat keinen Monitor oder zeigt 
dort keinen Desktop an), das wird nur simuliert. Deswegen gibt es da 
eigentlich gar keinen zweiten Nutzer, der am Server sitzt und mit dem 
der erste Nutzer kommunizieren könnte.

Was VNC, Teamviewer u. Ä. machen, ist etwas völlig anderes: Da geht es 
darum, dass zwei Nutzer miteinander kommunizieren, und nicht darum, die 
Leistung eines entfernten Servers zu nutzen. Eine völlig andere 
Aufgabenstellung/Zielsetzung.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Rolf schrieb:
> Wer schon IT kannte, als die noch EDV hieß, für den ist das, was RDP
> macht, eine völlig normale Sache.

Richtig, aber häufig im privaten Bereich eigentlich nicht das was man 
will.
Chromebooks oder Thinclients sind da ja nicht so verbreitet.

Rolf schrieb:
> Was VNC, Teamviewer u. Ä. machen, ist etwas völlig anderes:

Eben genau das war meine Frage: will man tatsächlich einen normalen PC 
als Server nutzen und einen zweiten Arbeitsplatz da per RDP realisieren, 
oder will man "ich kann da gerade nicht sitzen, will aber das machen was 
ich sonst da mache".

Im privaten/nicht-kommerziellen Umfeld ist das zu 90% letzteres.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Jens M. schrieb:
> Tja, die Nachteile und Quirks von RDP, einer der größten: Der
> RDP-Benutzer ist immer jemand anders

Nö, nö. Es ist schon derselbe Benutzer. Nur eben eine andere Session.

> Mit VNC oder Teamviewer dagegen ist man der der davorsitzt, nur eben
> woanders.

Auch das kann RDP. Nennt sich dann nicht "remote desktop" sondern 
"remote help". Und das können (im Unterschied zu remote desktop) auch 
die kastrierten Home-Versionen von Windows.
Allerdings hat MS die Prozedur zur Kontaktaufnahme so kompliziert 
gestaltet, dass die Sache dadurch nahezu unbenutzbar ist. Deswegen wurde 
und wird dies auch so gut wie nie in der Praxis benutzt.

> War RDP tatsächlich gezielt gewollt

Ja, nomen est omen. Es ging darum, einem den eigenen(!) Desktop auch aus 
der Ferne bereit zu stellen. Und wenn man in der Ferne ist, kann man 
unmöglich auch gleichzeitig lokal sein. Also wird eine eventuell noch 
laufende lokale Session suspendiert, wenn die Anmeldung zu einer remote 
Session erfolgt.

Allerdings hat das im Kern natürlich pekuniäre Gründe. Der eigentliche 
Grund ist, dass die Client-Versionen von Windows grundsätzlich nur eine 
aktive Session erlauben. Die Server-Versionen hingegen erlauben immerhin 
zwei. Mehr geht nur mit dem (extrem teuren) Terminal-Server, den MS aus 
naheliegenden Gründen natürlich sehr gern verkaufen würde.

von Harald K. (kirnbichler)


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Jens M. schrieb:
> Eben genau das war meine Frage: will man tatsächlich einen normalen PC
> als Server nutzen und einen zweiten Arbeitsplatz da per RDP realisieren,
> oder will man "ich kann da gerade nicht sitzen, will aber das machen was
> ich sonst da mache".

Ja und? Das geht hervorragend mit RDP. Meldet man sich mit dem gleichen 
Benutzerkonto an, wie das, was vorher lokal am Rechner angemeldet war, 
übernimmt man diese Sitzung.

Und wenn der Rechner, von dem man sich via RDP anmeldet, einen höher 
auflösenden Monitor hat, dann kann man diese Auflösung auch nutzen -- 
selbst wenn am fernzusteuernden Monitor nur 'ne olle VGA-Gurke mit 
640x480 hängt. Das geht auch mit mehreren Monitoren.

Und wenn man dann wieder direkt vor dem Rechner sitzt, kann man die 
RDP-Sitzung übernehmen - einfach lokal anmelden, fertig.

In dieser Beziehung ist RDP ganz erheblich besser als VNC, Teamviewer 
und Co., denn die können nur mit der lokal vorgegebenen Monitorauflösung 
arbeiten.

Im übrigen kann RDP auch verwendet werden, um einem lokal angemeldeten 
Benutzer "über die Schulter" zu schauen (was für eine Supportfall 
relevant ist), das geht mit der Kommandozeilenoption "shadow". Will man 
auch steuernd eingreifen, brauchts /control.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Harald K. schrieb:

> Ja und? Das geht hervorragend mit RDP. Meldet man sich mit dem gleichen
> Benutzerkonto an, wie das, was vorher lokal am Rechner angemeldet war,
> übernimmt man diese Sitzung.

Stimmt, das hatte ich in meinem Posting falsch dargestellt. Die eigene 
Session kann man übernehmen (das ist sogar das Standardverhalten). Was 
ich schrieb, betrifft also nur die Sessions anderer Benutzer. Die werden 
suspendiert.

von Icke ®. (49636b65)


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Hmmm schrieb:
> Ich glaube, 1x lokal + 1x RDP geht schon seit Windows XP nicht mehr.

In der ersten Version von XP, also die ohne Servicepack, war es 
tatsächlich noch möglich. Hat mich damals sehr gewundert, denn diese 
Funktionalität verkaufte MS teuer mit dem Terminalserver (jetzt Remote 
Desktop Host). Wie auch immer, der "Fehler" wurde in Redmond schnelle 
bemerkt und mit dem Servicepack 1 behoben.

@Topic
Der Zugriff über das Netzwerk ohne Kennwort ist per Default gesperrt. 
Kann man über Gruppenrichtlinien ändern:

gpedit.msc ausführen (lokale Gruppenrichtlinien)

Richtlinien für lokaler Computer
Windows-Einstellungen
Lokale Richtlinien
Sicherheitsoptionen
"Konten: Lokale Kontenverwendung von leeren Kennwörtern auf 
Konsolenanmeldung beschränken" -> auf Deaktiviert setzen

Dann klappt auch die RDP-Anmeldung ohne Kennwort.

von Peter N. (alv)


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Ein T. schrieb:
> kommst Du nicht auf die Idee, diese Fehlermeldung zu zitieren?
Meinst du, wenn ich das abends zuhaus probiere, kann ich mich dann 
morgens auf Arbeit noch an den Wortlaut der Meldung erinnern?


Was ist denn das Spezielle am ersten/einzigen Win-User?
Ich habe den Computernamen irgendwo in den Systemeinstellungen 
(Taskleiste links Rechtsklick) geändert. Irgendwo dort habe ich auch den 
Usernamen geändert (finde die Stelle aber gerade nicht mehr...).

Der Username wurde aber nicht vollständig geändert, irgendwo spukte 
immer noch der ursprünglicher Username rum.
Unter "Computerverwaltung/lokale Benutzer/Benutzer/" stand bei 
"Vollständiger Name" der neue Name, bei "Name" noch der ursprüngliche.
Als ich bei "Name" den neuen Usernamen eingetragen hatte, war Ruhe.

PW setzen hat auch erst damit funktioniert:
Jens M. schrieb:
> Normalerweise setzt/ändert man sein PW, in dem man Strg/Alt/Entf drückt
> und dort "Kennwort ändern" auswählt....

Jetzt funktioniert RDP endlich.

von Harald K. (kirnbichler)


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Peter N. schrieb:
> Was ist denn das Spezielle am ersten/einzigen Win-User?

Nichts. Da gibts nichts spezielles.

Alle User sind gleich, nur manche User sind gleicher.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Der "Erste" User ist automatisch ein Admin, mehr nicht.

Bei so einer Umbenennungsaktion wird im Normalfall der Profilordner 
nicht umbenannt.
D.h. "Berta" wird als Berta angezeigt, das Profil liegt aber (in der 
Regel) unter "C:\Users\Adam".
Das kann verwirrend sein, auch für diverse Software, denn diese 
Namensungleichheit gilt auch in der Registry und an anderen Stellen.
Besser isses da, einen neuen Benutzer anzulegen und den alten nach dem 
Übertragen der Daten zu löschen.

von Sandra (sdr_f169)


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Icke ®. schrieb:
> Hmmm schrieb:
>> Ich glaube, 1x lokal + 1x RDP geht schon seit Windows XP nicht mehr.
>
> In der ersten Version von XP, also die ohne Servicepack, war es
> tatsächlich noch möglich. Hat mich damals sehr gewundert, denn diese
> Funktionalität verkaufte MS teuer mit dem Terminalserver (jetzt Remote
> Desktop Host). Wie auch immer, der "Fehler" wurde in Redmond schnelle
> bemerkt und mit dem Servicepack 1 behoben.
>

Bei Windows-Server 2003 konnte man den Terminal-Server einfach 
installieren, den zugehörigen Lizenz-Server für User-Lizenzen (nicht für 
Devices) konfigurieren und nicht aktivieren, schon hat der Lizenz-Server 
immer beliebig viele temporäre User-Lizenzen für den Terminal-Server bei 
jeder User-Anmeldung neu vergeben, ohne dass man überhaupt für eine 
User-Lizenz bezahlt und installiert hat. Hab keine Ahnung, ob und wann 
Microsoft den Bug behoben hat.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Icke  schrieb:
> Der Zugriff über das Netzwerk ohne Kennwort ist per Default gesperrt.
> Kann man über Gruppenrichtlinien ändern:
>
> gpedit.msc ausführen (lokale Gruppenrichtlinien)

Halte ich für eine idiotische Idee, Scheunentor offen und direkt daneben 
stehen ein paar Kerzen und Streichhölzer.

Peter N. schrieb:
>> kommst Du nicht auf die Idee, diese Fehlermeldung zu zitieren?
> Meinst du, wenn ich das abends zuhaus probiere, kann ich mich dann
> morgens auf Arbeit noch an den Wortlaut der Meldung erinnern?

Was kannst Du überhaupt, quer durchs Forum erscheinst Du mir als Chaot.
"wenn ich das abends zuhaus probiere", könnte ich Screenshots direkt ins 
Forum posten, Du nicht?

Sandra schrieb:
> Bei Windows-Server 2003 konnte man den Terminal-Server einfach
> installieren, den zugehörigen Lizenz-Server für User-Lizenzen (nicht für
> Devices) konfigurieren und nicht aktivieren, schon hat der Lizenz-Server
> immer beliebig viele temporäre User-Lizenzen für den Terminal-Server bei
> jeder User-Anmeldung neu vergeben,

Die Lizenz tut hier absolut nichts zur Sache. Im Gegensatz zum 
'normalen' Windows kann man auf dem Server mehrere Remoteverbindungen 
parallel aufmachen. Wenn man die nicht beendet, belegen die Speicher und 
sind auch nach Neustart weiterhin aktiv.

von Icke ®. (49636b65)


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Sandra schrieb:
> Hab keine Ahnung, ob und wann Microsoft den Bug behoben hat.

Bis dato nicht.

von Icke ®. (49636b65)


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Manfred P. schrieb:
> Halte ich für eine idiotische Idee, Scheunentor offen und direkt daneben
> stehen ein paar Kerzen und Streichhölzer.

Im Heimnetzwerk vertretbar, sonst natürlich nicht.

> Im Gegensatz zum
> 'normalen' Windows kann man auf dem Server mehrere Remoteverbindungen
> parallel aufmachen. Wenn man die nicht beendet, belegen die Speicher

Ja. Aber wo genau ist das Problem? Eine getrennte RDP-Sitzung bleibt 
auch unter Desktop-Windows weiterhin im Speicher.

> und sind auch nach Neustart weiterhin aktiv.

Nein.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Manfred P. schrieb:
> Wenn man die nicht beendet, belegen die Speicher und
> sind auch nach Neustart weiterhin aktiv.

Wenn "Neustart" nicht Neustart des Servers, sondern nur Neuanmeldung mit 
RDP-Client meint ...

Im übrigen kann man einstellen, daß inaktive RDP-Sitzungen nach einiger 
Zeit automatisch abgemeldet werden, um genau das Ressourcenproblem zu 
lösen.

von Icke ®. (49636b65)


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Harald K. schrieb:
> Im übrigen kann man einstellen, daß inaktive RDP-Sitzungen nach einiger
> Zeit automatisch abgemeldet werden, um genau das Ressourcenproblem zu
> lösen.

Ersetze "kann" durch "muß". Anders lassen sich renitente User nicht 
disziplinieren.

von Harald K. (kirnbichler)


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Wenn man mit renitenten Usern zu tun hat ... mein Beileid.

von Sandra (sdr_f169)


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Icke ®. schrieb:
> Sandra schrieb:
>> Hab keine Ahnung, ob und wann Microsoft den Bug behoben hat.
>
> Bis dato nicht.

Gut zu wissen.😉😀

von Rbx (rcx)


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Peter N. schrieb:
> Oder wie/wo kann ich einen neuen User mit Paßwort anlegen?

Das konnte man doch bisher immer schon bei der Anmeldung machen. Oder 
nicht?

Ich gehe jetzt mal die KI fragen, warum das mit dem 
Custom-Gruppen-Erstellen in Baldurs Gate 2 in Windows -  aber nicht in 
Linux funktioniert.

Darüberhinaus wäre es ja schon schön, wenn Windows endlich mal 
Großrechner/Terminal-Funktionen einbauen könnte, damit eben mehrere 
Leute an einem Rechner sitzen können. Das wäre sicher auch noch gut für 
den Muli-Monitor-Betrieb.
Linux kann ja Multiseat, - Windows dagegen hat Linux intus kann aber 
nicht.. - hehe, irgendwie fehlt auf beiden Systemen dies und das, was x 
hat und y nicht oder umgekehrt was y hat und x nicht -> ein 
Teufelskreis!

von Harald K. (kirnbichler)


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Peter N. schrieb:
> Oder wie/wo kann ich einen neuen User mit Paßwort anlegen?

lusrmgr.exe

von Εrnst B. (ernst)


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Rbx schrieb:
> wenn Windows endlich mal
> Großrechner/Terminal-Funktionen einbauen könnte, damit eben mehrere
> Leute an einem Rechner

Haben sie doch. Musst nur dafür zahlen.
Remote Desktop Services (RDS), dazu einen Licensing Server, und genug 
CALs.
Hat MS zwar m.W. abgekündigt (Die Leute sollen doch endlich in die 
Cloud), aber kannst du noch kaufen/nutzen.

Rbx schrieb:
> Ich gehe jetzt mal die KI fragen, warum das mit dem
> Custom-Gruppen-Erstellen in Baldurs Gate 2...

Mein Tipp (Nach den Erfahrungen mit deinen Skyrim-Problemen): Du hast 
wieder irgendwelche Sabotage-DLLs in deinen Overrides. Aber lass die KI 
mal machen.

von Icke ®. (49636b65)


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Εrnst B. schrieb:
> Rbx schrieb:
>> wenn Windows endlich mal
>> Großrechner/Terminal-Funktionen einbauen könnte, damit eben mehrere
>> Leute an einem Rechner
>
> Haben sie doch. Musst nur dafür zahlen.

Und das schon seit Windows 2000. Die Funktionalität ist in den 
Serverversionen enthalten, bezahlt wird deren Nutzung per Gerät oder 
User.

von Sandra (sdr_f169)


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Oder auch kostenfrei, wenn Microsoft den Bug des Lizenz-Servers nicht 
beheben will.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Icke ®. schrieb:
> Εrnst B. schrieb:
>> Rbx schrieb:
>>> wenn Windows endlich mal
>>> Großrechner/Terminal-Funktionen einbauen könnte, damit eben mehrere
>>> Leute an einem Rechner

Wenn M$ und die Softwarefirmen sich an die damals verbindlichen
Richtlinien, was Antwortzeiten und UI-Design halten würden... ☺
Am Grossrechner gab es keine Sanduhr.


> Und das schon seit Windows 2000. Die Funktionalität ist in den
> Serverversionen enthalten, bezahlt wird deren Nutzung per Gerät oder
> User.

W2000 Workstation fehlt der Terminalserver/RDP-Dienst.
Weswegen ich dann den Advanced Server installiert habe.
Der mag aber auch nur 2 Verbindungen, was mir bei dem aber
auch reicht.
Die perfekte Lösung ist das aber auch nicht. Gibt es doch
Software, die eine Installation auf dem Server glatt ablehnt.

: Bearbeitet durch User
von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Cartman E. schrieb:

> Wenn M$ und die Softwarefirmen sich an die damals /verbindlichen/
> Richtlinien, was Antwortzeiten und UI-Design halten würden... ☺
> Am Grossrechner gab es keine Sanduhr.

Hmm... Was gab es statt dessen, wenn z.B. die Anfrage an eine 
umfangreiche Datenbank mehrere Sekunden oder gar Minuten gedauert hat?

Gar kein Feedback? Irgendwie nicht sehr benutzerfreundlich...

Aber genau das ist ja wohl, was so Unix-typisch ist, oder?

von Cartman E. (cartmaneric)


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Ob S. schrieb:

> Hmm... Was gab es statt dessen, wenn z.B. die Anfrage an eine
> umfangreiche Datenbank mehrere Sekunden oder gar Minuten gedauert hat?

Wenn eine Antwortzeit von z.B. 3 s, für eine Abfrage nicht
eingehalten wurde, war das schlicht ein Fehler, und berechtigte
zur Reklamation. Was dann passierte, stand in den Vertragsdokumemten.

Das es nun aus sachlichen Gründen, auch mal länger dauern konnte,
wird es mindensten eine Reaktion gegeben haben, die eine weitere
Abschätznung des verbleibenden Zeitbedarfs enthalten haben dürfte.
Das war aber die absolute Ausnahme.

> Gar kein Feedback? Irgendwie nicht sehr benutzerfreundlich...

Im Gegenteil. Garantierte Antwortzeiten sind ausgesprocehn angenehm.

> Aber genau das ist ja wohl, was so Unix-typisch ist, oder?

Wenn man UNIX® zum erstenmal unter den Fingern hatte, kam es einem
schon wie ein Grossrechner vor. Die Philosophie der Behandlung
von Nutzertransaktionen, orientiert sich aber nicht am klassischen
Grossrechner.
Am Textterminal gab es dann maximal einen Texthinweis oder einen
Spinner [\|/-].
UMIX und garantierte Antwortzeiten? Auch eher nicht.

Also nein.

von Ob S. (Firma: 1984now) (observer)


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Cartman E. schrieb:

> Wenn eine Antwortzeit von z.B. 3 s, für eine Abfrage nicht
> eingehalten wurde, war das schlicht ein Fehler, und berechtigte
> zur Reklamation. Was dann passierte, stand in den Vertragsdokumemten.

Wow. Umfangreiche Datenbanken und komplexe Abfragen darauf können sehr 
leicht mal die 3-Sekunden-Grenze reißen. Beispiel: Die gemeinsame 
DNA-Datenbank der US-Polizeibehörden. So eine Anfrage konnte schon in 
den frühen 90ern Tage dauern. Und kann es trotz vielfach schnellerer 
Hardware auch heute noch. Weil sich halt sowohl die Komplexität der 
möglichen Abfragen als auch der Datenbestand zwischenzeitlich massiv 
erhöht haben.

Grund zur Reklamation? Nö. Ist einfach so und läßt sich im Rahmen der 
formalen Logik auch nicht ändern. Auch nicht mit Unix oder irgendeinem 
anderen OS.

Und ja: In den Clients (sind Windows-basiert) gibt es keine Sanduhr. 
Statt dessen halt ein Hinweis, dass die Frage bearbeitet und die Antwort 
irgendwann mal eingehen wird. Das ist ja auch SO VIEL besser als eine 
Sanduhr...

von Cartman E. (cartmaneric)


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Mit gut (oder schlecht) gewählten Beispielen, kann man Alles oder
Nichts beweisen. Entscheidend: "Das war aber die absolute Ausnahme."

Ich hatte selbst Ende der 80er Jahre mit Datenbanken und UNIX zu tun,
und die Datenbanksoftware war, wenn man das auf die Leistungsfähigkeit
damaliger Hardware herunterechnet, ausgesprochen performant.
16 bit CPU, 4 MHz Takt, und ca. 50 kB/s Lesegeschwindigkeit der Platte.

Eine Und-verknüpfte Suchanfrage, förderte die Treffer aus einer
Tabelle mit ca. 100000 Einträgen in unter einer Sekunde zu Tage.
Einschliesslich der Daten aus referenzierten weiteren Tabellen.
Unique Keys, und binäre Bäume waren wohl das Hilfsmittel.

Ein Adobereader braucht heute für eine Volltextsuche ca. 1 s für
eine Seite. Möglicherweise geringfügig schneller. ☺
So ein Dreck wäre vom Benutzer damals nicht akzeptiert worden...
Es kann auch kein grundsätzliches Problem sein. Andere Hersteller
sind da 2-3 dezimale Grössenordnungen schneller als das Adobezeug.

von Harald K. (kirnbichler)


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Cartman E. schrieb:
> und ca. 50 kB/s Lesegeschwindigkeit der Platte.

Was soll das für eine Platte gewesen sein? Das ist 
Diskettengeschwindigkeit. MFM-Festplatten haben das zehnfache, 
RLL-Festplatten das fünfzehnfache geliefert.
(Sofern der Festplattencontroller in der Lage war, eine komplette Spur 
in einem Rutsch zu lesen, sonst brauchte der einen sogenannten 
"Interleave", was die Lesegeschwindigkeit halbierte oder drittelte, aber 
nur 50 kB/sec war auch Ende der 80er unterirdisch langsam.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Es war wohl eine Seagate ST251 verbaut. Deren Datenblatt verrät
eine Datenrate von "0.625 MB/S". Das "Drumherum" der Platte
war aber vermutlich mit Z80 und dessen Peripherie realisiert,
und die Daten über Z80-PIOs zur (16 bit-)CPU geschleust.
Ich könnte im Schaltplan nachsehen, hege aber kein Interesse.
Die 50 kB/s habe ich auch nicht gemessen, sondern stammen aus
u.U. unzuverlässigen Informationsquellen.
Die Grössenordnung wird aber stimmen.

Ein XT-Nachbau, 2 Tische in meinem Arbeitszimmerchen weiter, war
unter MS-DOS mit dem selben Plattetyp unterwegs, und bei der
Verarbeitung eher noch langsamer. Dafür konnte man mit M$-C 5.1
recht komfortabel debuggen.

Beim UNIX-System hatte ich immerhin das Privileg, es "aussuchen"
zu dürfen. Allerdings gab es keine praktikablen Alternativen.
Der Preis für das System lag damals, bei ca. einer viertel Million.

Und die Antwortzeiten waren ja auch nicht schlecht. ☺

von Harald K. (kirnbichler)


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Cartman E. schrieb:
> Es war wohl eine Seagate ST251 verbaut. Deren Datenblatt verrät
> eine Datenrate von "0.625 MB/S".

5 MBit/sec Bruttodatenrate. Wenn auf die übliche Art und Weise mit 
512-Byte-Sektoren formatiert, dann gab es davon 17 pro Spur und die 
Platte drehte sich mit 60 Umdrehungen pro Sekunde. Die Nettodatenrate 
lag daher bei 17 x 512 x 60 Byte pro Sekunde, also 510 kiB/sec.


> Das "Drumherum" der Platte war aber vermutlich mit Z80 und dessen
> Peripherie realisiert, und die Daten über Z80-PIOs zur (16 bit-)
> CPU geschleust.

Gut, mit unpassenden Controllerschaltungen kann man beliebig viel 
Performance ausbremsen.

Ich hatte zur gleichen Zeit mal mit 68k-Systemen zu tun, bei denen ein 
ungeschickt programmierter SCSI-Controller in Kombination mit einem 
ebenfalls ungünstigen MFM-SCSI-Adapter (irgendwas von Omti) die 
Datenrate auch auf erbärmliche Werte ausbremste, der MFM-SCSI-Adapter 
konnte natürlich nicht ohne "Interleave" arbeiten, und der ungeschickte 
Treiber des 53c80 regelte irgendwo unter 100 kByte/sec auch schon ab.

An einem AT aber, wie er Ende der 80er durchaus üblich war, wären diese 
Datenraten sehr ungewöhnlich gewesen, daher meine Nachfrage. Der 
Ur-MFM-Controller des AT (WD1003) konnte auch nur im Interleave 
betreiben werden, was üblicherweise die Datenrate halbierte oder 
drittelte. Der auch schon Ende der 80er verfügbare WD1006 war da der 
Durchbruch, der hatte statt 2 kiB RAM als Puffer großzügige 8 kiB RAM, 
was genügte, um auf "Interlave" verzichten zu können, so daß tatsächlich 
510 kiB/sec Nettodatenrate möglich waren. Richtig schick war dann die 
RLL-Variante davon (WD1006-SR2), die erlaubte, wenn man sich über die 
Spezifikation der Festplatten hinwegsetzte, anderthalbfache Kapazität 
und anderthalbfache Geschwindigkeit (26 Sektoren pro Spur, also 
resultierende Nettodatenrate von 780 kiB/sec).

Ich hab' irgendwo noch im Schrank eine ST125 liegen, die jahrelang 
problemlos mit genau so einem Controller als ST138R betrieben wurde ...

Und heute findet man einen Internetzugang langsam, der derartige 
Datenraten liefert. Wie sich die Zeiten ändern ...

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