Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Elektrisch leitfähige Paste gesucht


von Walter (fussel8011)


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Hallo Zusammen,

ich bin auf der Suche nach einer Paste, die eine hohe elektrische 
Leitfähigkeit besitzt.
Silber oder Kupfer.
Ich möchte bei eine Hochstromverbindung den Übergangswiderstand 
minimieren.
Es fließen bei 3,2V ca. 150A.
Ich habe beobachtet, dass sich nach 4 Wochen der Übergangswiderstand 
deutlich erhöht hat.
Deswegen will ich nun eine Paste (Kein Kleber) zwischen die Kontakte 
machen um die Oxidation dazwischen zu verhindern.
Hat jemand ein konkretes Produkt, dass er empfehlen kann?

Danke und Gruß

von Gerald B. (gerald_b)


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- Woraus bestehen die Kontakte? (Kupfer, Alu)
- müssen sie weiterhin temporär mechanisch lösbar sein? 
(Batterieschalter, Hochlastrelais)
Es gibt Metallpasten auf Galliumbasis, diese eignen sich allerdings 
nicht für Aluminium, außedem können sie ohne Nickelsperrschicht für 
Kaltverschweißung durch Diffusion führen. (Prinzip der selbstverlötenden 
Kabelverbinder)
Der erhöhte Widerstand nach Wochen kann durch elektrochemische Korrosion 
bedingt sein.
Also vor Montage gut einfetten, damit keine Feuchtigkeit ans Metall 
kommt.

von Thomas R. (thomasr)


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Äronix bietet Pasten für Alu/Alu oder Alu/Cu oder Cu/Cu an, alle 
Gebindegrößen, einfach zu beschaffen (ebay).

von Teo D. (teoderix)


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Ich würde mich mal in Richtung Graphitpasten informieren.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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3,2V * 150A = 480W
das dürfte schnell ziemlich heiß werden.

von Frank O. (frank_o)


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von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Die 3,2V fallen allerdings nicht nur am Kontakt ab, 3,2V/150A = 0,021333 
Ohm.
Der Übergangswiderstand muss aber noch deutlich darunter liegen.

Die "technischen Daten" von ebay enthalten keinerlei Angaben zum 
Widerstand.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8011009 wurde vom Autor gelöscht.
von Walter (fussel8011)


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Gerald B. schrieb:
> - Woraus bestehen die Kontakte? (Kupfer, Alu)

Die Kontakte sind einerseits Aluminium an der Batterie und verzinntes 
Kupfer am Abnehmer.

Gerald B. schrieb:
> - müssen sie weiterhin temporär mechanisch lösbar sein?
> (Batterieschalter, Hochlastrelais)

Es handelt sich hierbei um eine Verbindung die mit 2 M6 Schrauben 
befestigt wird. Es wäre wünschenswert, wenn man diese wieder lösen kann.

Teo D. schrieb:
> Ich würde mich mal in Richtung Graphitpasten informieren.

Das habe ich auch gesehen, allerdings hat Graphit nicht die beste 
elektrische Leitfähigkeit.

von Maik .. (basteling)


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Salamitaktikenwirrungsfrage:

Geht es um die  Hochstromamschlußklemmen an LiFePo Akkus?

Hab zwar keine Antwort, bin aber zum Thema interessiert .

von Joachim B. (jar)


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Teo D. schrieb:
> Ich würde mich mal in Richtung Graphitpasten informieren.

ich würde eher Silberleitlack (auch mehrere Schichten nach den Trocknen) 
versuchen!

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

(Viel) Quecksilber?

Gruss
WK

von Joachim B. (jar)


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WK: weniger sinnvoll denn das Zeugs verdampft doch,
hoffentlich so schnell wie dein Tip


Wenn es aber um LiFePo4 Akkupacks geht dann würde ich doch eher 
Kontaktstreifen mit Kupferband empfehlen und die Gewinde mit 
Klebesicherung versehen und mit Drehmomentschlüssel anziehen, die 
ständige Erwärmung und Abkühlung bei Belastung läßt nun mal das Paket 
arbeiten und wenn es uneingespannt ist rüttelts an den Kontakten, da 
wäre dann statt Streifen mit Langloch eher Kontaktblech mit Kupferband 
sinnvoll.

: Bearbeitet durch User
von Teo D. (teoderix)


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Joachim B. schrieb:
> ich würde eher Silberleitlack (auch mehrere Schichten nach den Trocknen)

Aber sicher doch....


Walter schrieb:
> Das habe ich auch gesehen, allerdings hat Graphit nicht die beste
> elektrische Leitfähigkeit.

Chemisch stabil/neutral. Für so dünne Schichten, ist der absolute 
Leitwert nicht wirklich so interessant. Und nicht zuletzt, findet das in 
der Industrie für diesen, bzw. ähnlichen Zweck Anwendungen.

von Joachim B. (jar)


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Teo D. schrieb:
> Aber sicher doch....

kommt drauf an, ist niederohmiger als Graphit aber mechanisch instabil 
an Kontaktflächen, rubelt sich hat ab.

von Peter N. (alv)


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Ich habs noch nicht probiert, aber Wärmeleitpaste auf Kupferbasis soll 
auch gut leiten.

Wenn der Strom durch Schrauben fließt, Kupferschrauben verwenden.

von Gerald B. (gerald_b)


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Dergute W. schrieb:
> Quecksilber?

Ganz abgesehen von der Giftigkeit der Dämpfe, erweist du ihm mit dem 
Tipp einen Bärendienst.
Weißt du, warum Quecksilber nicht mit dem Flugzeug transportiert wird? 
Nein, auch in keiner Frachtmaschine, jedenfalls wenn die Sendung 
vernünftig deklariert ist.
Quecksilber (und auch Gallium) hat die Eigenschaft von Aluminium das in 
Atmosphäre und Wasser innerte Aluminiumoxid aufzulösen. In der Folge 
blüht Aluminium an der Kontaktstelle wie ein Blumenkohl auf und zersetzt 
sich von dort weiter. Das ist wie ein Krebsgeschwür

von Teo D. (teoderix)


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