Hallo Zusammen, ich bin auf der Suche nach einer Paste, die eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzt. Silber oder Kupfer. Ich möchte bei eine Hochstromverbindung den Übergangswiderstand minimieren. Es fließen bei 3,2V ca. 150A. Ich habe beobachtet, dass sich nach 4 Wochen der Übergangswiderstand deutlich erhöht hat. Deswegen will ich nun eine Paste (Kein Kleber) zwischen die Kontakte machen um die Oxidation dazwischen zu verhindern. Hat jemand ein konkretes Produkt, dass er empfehlen kann? Danke und Gruß
- Woraus bestehen die Kontakte? (Kupfer, Alu) - müssen sie weiterhin temporär mechanisch lösbar sein? (Batterieschalter, Hochlastrelais) Es gibt Metallpasten auf Galliumbasis, diese eignen sich allerdings nicht für Aluminium, außedem können sie ohne Nickelsperrschicht für Kaltverschweißung durch Diffusion führen. (Prinzip der selbstverlötenden Kabelverbinder) Der erhöhte Widerstand nach Wochen kann durch elektrochemische Korrosion bedingt sein. Also vor Montage gut einfetten, damit keine Feuchtigkeit ans Metall kommt.
Äronix bietet Pasten für Alu/Alu oder Alu/Cu oder Cu/Cu an, alle Gebindegrößen, einfach zu beschaffen (ebay).
Die 3,2V fallen allerdings nicht nur am Kontakt ab, 3,2V/150A = 0,021333 Ohm. Der Übergangswiderstand muss aber noch deutlich darunter liegen. Die "technischen Daten" von ebay enthalten keinerlei Angaben zum Widerstand.
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Beitrag #8011009 wurde vom Autor gelöscht.
Gerald B. schrieb: > - Woraus bestehen die Kontakte? (Kupfer, Alu) Die Kontakte sind einerseits Aluminium an der Batterie und verzinntes Kupfer am Abnehmer. Gerald B. schrieb: > - müssen sie weiterhin temporär mechanisch lösbar sein? > (Batterieschalter, Hochlastrelais) Es handelt sich hierbei um eine Verbindung die mit 2 M6 Schrauben befestigt wird. Es wäre wünschenswert, wenn man diese wieder lösen kann. Teo D. schrieb: > Ich würde mich mal in Richtung Graphitpasten informieren. Das habe ich auch gesehen, allerdings hat Graphit nicht die beste elektrische Leitfähigkeit.
Salamitaktikenwirrungsfrage: Geht es um die Hochstromamschlußklemmen an LiFePo Akkus? Hab zwar keine Antwort, bin aber zum Thema interessiert .
Teo D. schrieb: > Ich würde mich mal in Richtung Graphitpasten informieren. ich würde eher Silberleitlack (auch mehrere Schichten nach den Trocknen) versuchen!
WK: weniger sinnvoll denn das Zeugs verdampft doch, hoffentlich so schnell wie dein Tip Wenn es aber um LiFePo4 Akkupacks geht dann würde ich doch eher Kontaktstreifen mit Kupferband empfehlen und die Gewinde mit Klebesicherung versehen und mit Drehmomentschlüssel anziehen, die ständige Erwärmung und Abkühlung bei Belastung läßt nun mal das Paket arbeiten und wenn es uneingespannt ist rüttelts an den Kontakten, da wäre dann statt Streifen mit Langloch eher Kontaktblech mit Kupferband sinnvoll.
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Joachim B. schrieb: > ich würde eher Silberleitlack (auch mehrere Schichten nach den Trocknen) Aber sicher doch.... Walter schrieb: > Das habe ich auch gesehen, allerdings hat Graphit nicht die beste > elektrische Leitfähigkeit. Chemisch stabil/neutral. Für so dünne Schichten, ist der absolute Leitwert nicht wirklich so interessant. Und nicht zuletzt, findet das in der Industrie für diesen, bzw. ähnlichen Zweck Anwendungen.
Teo D. schrieb: > Aber sicher doch.... kommt drauf an, ist niederohmiger als Graphit aber mechanisch instabil an Kontaktflächen, rubelt sich hat ab.
Ich habs noch nicht probiert, aber Wärmeleitpaste auf Kupferbasis soll auch gut leiten. Wenn der Strom durch Schrauben fließt, Kupferschrauben verwenden.
Dergute W. schrieb: > Quecksilber? Ganz abgesehen von der Giftigkeit der Dämpfe, erweist du ihm mit dem Tipp einen Bärendienst. Weißt du, warum Quecksilber nicht mit dem Flugzeug transportiert wird? Nein, auch in keiner Frachtmaschine, jedenfalls wenn die Sendung vernünftig deklariert ist. Quecksilber (und auch Gallium) hat die Eigenschaft von Aluminium das in Atmosphäre und Wasser innerte Aluminiumoxid aufzulösen. In der Folge blüht Aluminium an der Kontaktstelle wie ein Blumenkohl auf und zersetzt sich von dort weiter. Das ist wie ein Krebsgeschwür
Gerald B. schrieb: > Das ist wie ein Krebsgeschwür https://youtube.com/shorts/lknyECH_o88?si=IFTkKFv3TuDc-qCE
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