Forum: Offtopic Was nutzt ihr als Kontaktschutzfett bei kleinen Spannungen bis 12V z.B.


von Max (maximilian_az)


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Wichtig ist dabei aber auch eine Temperaturbeständigkeit, damit es nicht 
bei
z.B.50° flüssig wird und wegfließt
Spray würde ich sogar bevorzugen, da es tief in die Crimpungen 
eindringen kann, bevor es dann fest wird, da die Crimpungen auch oft ein 
Problem mit Grünspan haben
Es geht generell um Steckverbinder z.B. in der Gastherme, im schnurlosen 
telefon, Fahrrad, im KFZ, im Handy use.

Ist hier Silikonfett geeignet?
Leider ist bei Amazon nicht bei allen Produkten die basis erkennbar.
Ich hatte damals z.B. Silikonfett beim Airbackschleifring verwendet und 
hatte Wackelkontakte, mit Vaseline funktionierte es, aber das fließt bei 
Wärme weg...
Das sieht gut aus z.B.
https://www.amazon.de/Weicon-Kontakt-Spray-400-ml-11152400/dp/B006J3COG0/ref=sr_1_15

https://www.amazon.de/LIQUI-MOLY-Elektronikspray-Servicespray-Art-Nr/dp/B00295DAX8/ref=pd_sbs_d_sccl_2_7/257-9035638-8936250

oder
https://www.amazon.de/ZDBB-korrosionsbest%C3%A4ndiges-Leiterplattenverbindungen-Hochspannungsschalter-Hochspannungsisolatoren/dp/B0F534HVK6/ref=sr_1_7

: Verschoben durch Moderator
von Frank O. (frank_o)


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Ich persönlich halte nichts davon, aber suche mal nach 
Batteriepolsprühfett.

: Bearbeitet durch User
von Nemopuk (nemopuk)


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Ich nehme Vaseline an den Polen von Batterien.

von Rainer W. (rawi)


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Ich löte Mikrocontroller direkt auf

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Max schrieb:
> da es tief in die Crimpungen eindringen kann
Wenn eine Crimpung technisch richtig gemacht ist, dann hat da nicht mal 
mehr Luft Platz:
- 
https://knowledge.knipex.com/de/ist-gasdichtigkeit-bei-aderendhülsen-möglich
- 
https://kabelforum.com/index.php/mechanische-grundlagen/item/gasdichtheit-gasdichte-crimpverbindung

von Hannes J. (pnuebergang)


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Ich verwende keins, aber so ab Seite 12 in

https://electrolube.de/app/uploads/sites/21/2019/11/Electrolube_Contact_Lubricants_Brochure_DE2.pdf

bekommt du eine Übersicht was der angebliche Erfinder von 
Kontaktschutzfett so im Programm hat.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Max.


Max schrieb:


> Was nutzt ihr als Kontaktschutzfett bei kleinen Spannungen bis 12V z.B.

> Wichtig ist dabei aber auch eine Temperaturbeständigkeit, damit es nicht
> bei
> z.B.50° flüssig wird und wegfließt
> Spray würde ich sogar bevorzugen, da es tief in die Crimpungen
> eindringen kann, bevor es dann fest wird, da die Crimpungen auch oft ein
> Problem mit Grünspan haben

An Crimpungen gehört eigentlich kein Fett.
Wenn Du Grünspan hast, hast Du eine korrosive Umgebung.

Wenn Du zum Korrosionsschutz unbedingt nach dem Crimpen etwas auftragen 
willst, nimm Weissöl dünnflüssig. Das dringt tief ein. Wenn es bei 50°C 
flüssiger wird, ist das kein Problem, weil es ja tief eindringen soll, 
und Dir auf der anderen Seite eine dünne Schicht langt. Die bleibt durch 
Kohäsion aber als dünne Benetzung erhalten, selbst wenn die große Menge 
wegläuft.

Ich hatte zugegeben auch mal in einer Galvanikbude ein Problem mit einem 
50mm² Kabelschuh (für 75A und 12V Spitzenspannung). Die Verbindung vom 
Leiter auf den Kabelschuh war nach einer Schicht Stillstand hochomig 
geworden. Fetten hätte in der korrosiven Umgebung aber auch nicht lange 
gehalten und, schlimmer, das Bad verschmutzt......

Weissöl ist eine dünnflüssige Form von Parafinöl. Es gibt noch Weissöl 
dickflüssig, und die nächste Stufe ist dann pastöse weisse Vaseline.

> Es geht generell um Steckverbinder z.B. in der Gastherme,

Bei Gasthermen solltest Du nicht versuchen, etwas besonders gut zu 
machen, sondern Dich strikt an die Vorschriften dazu halten.
Du kannst schlecht alle Wenns- und Abers- einschätzen, die die 
Entwickler von Gasthermen über zig Jahrzehnte gesammelt haben, und die 
durchaus sicherheitskritisch sein können.

> im schnurlosen
> telefon, Fahrrad, im KFZ, im Handy use.

Im schnurlosen Telephon ist davon nichts sinnvoll. Die obigen drei 
Parafinableger können verschmutzen und leiten dann bzw. sind ein 
Elektrolyt was Korrosion verursachen kann. Bei so schwachen hochomigen 
Signalen und so dünnen Kupferbahnen auf der Platine eine Katastrophe.

Parafin und Parafinableger nehmen trotz Hydrophobie Wasser und andere 
chemische Verbindungen plus Staub aus der Luft auf. Sie nehmen auch 
Luftsauerstoff auf, reagieren mit diesen und bilden Stoffe, die korrosiv 
oder Leitend sind.

Fahrradbeleuchtung die obigen drei. Aber nur bei den groben Drähten. Aus 
der Elektronik heraushalten.

Im KFZ auch nie. Bei Hochstrom könnte das brennen wenn es heiß wird, vor 
allem wenn die Fettschicht anfängt, einen Widerstand zu bilden. Und bei 
Steuerungen gilt das gleiche wie beim schnurlosen Telephon.
Es ist schwer, das bei den Leitungen einzuschätzen, darum ganz lassen.

Ok, die Batterieanschlüsse könnte man nach dem festziehen mit Vaseline 
abdecken.
Oder mit speziellem Polfett, das einen Kupferspäne zum Leiten und 
Säurepuffer enthalten soll. Beim lösen und wieder Anschließen der 
Kontakte aber vorher gut sauber machen!

Persönlich habe ich aber festgestellt, das gutes reinigen der Kontakte 
(An der Batterie und an den Anschlussleitungen) auf jeden Fall sinnvoll 
und nach meiner Ansicht auch ausreichend ist.

>
> Ist hier Silikonfett geeignet?

Silikonfett hat die unangenehme Eigenschaft, bei der Zersetzung 
Siliziumoxid, also Quarz, zu bilden. Das willst Du wegen der guten 
Isolierfähigkeit und dem abrasiven Charakter nicht auf elektrischen 
Kontakten.

Bei Steckkontakten die garantiert nicht unter Last gesteckt werden 
dürfte man das wohl anders sehen, aber kannst du das garantieren?

> Leider ist bei Amazon nicht bei allen Produkten die basis erkennbar.
> Ich hatte damals z.B. Silikonfett beim Airbackschleifring verwendet und
> hatte Wackelkontakte, mit Vaseline funktionierte es, aber das fließt bei
> Wärme weg...

Beim Airbag gilt das gleiche wie für die Gastherme: Mach nicht, was Du 
für richtig hälst, mach es wie die Vorschriften sind.

Es hat schon seinen Grund, warum Kontakte im allgemeinen NICHT gefettet 
werden.
Ausnahmen sind Batteriekontakte von Bleiakkus oder Edisonakkus. Und und 
die Kupferschaltstücke mancher Starkstromschalter......

Was Du manchmal siehst, ist "conformal coating". Das ist eine Silicon, 
PUR oder auch Acryllackvariante, die auf Schaltungen zur 
Korrosionsvermeidung aufgetragen wird. Aber entweder werden Kontakte 
dabei komplett ausgespart oder aber sie verkleben die Kontakte 
dauerhaft, was zwar auch ein guter Schutz sein könnte, aber auch 
umständliches Reinigen bedeutet, wenn man bei Reparaturen da dran muss.

Wenn Schaltstücke irgendwie geschmiert werden, musst Du Dich sehr genau 
um die Materialien des Schalters, des Schmiermittels und der Umgebung 
kümmern. Das bedeutet viel chemisches Fachwissen. Und dann muss der 
Kontakt auch noch gut geschützt sein. Sonst verschmutzt das 
Schmiermittel, und da nicht wirklich sicher ist, mit was es verschmutzt, 
ist das Ergebnis unsicher.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Kontakte brauchen normal keinen Schutz durch Kontaktsprays u.ä...

Im KFZ vielleicht im Motorraum...

: Bearbeitet durch User
von Manfred P. (pruckelfred)


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Bernd W. schrieb:
> An Crimpungen gehört eigentlich kein Fett.
> Wenn Du Grünspan hast, hast Du eine korrosive Umgebung.

.. oder Kabel aus der Ostzone. Kupferlitze mit Grünspan habe ich außer 
an der ETZ250 (DDR-Motorrad) noch nirgendwo gesehen. Ich gehe davon aus, 
das die die Herstellung des PVC-Mantels nicht beherrscht haben.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Manfred P. schrieb:
> Kupferlitze mit Grünspan habe ich außer
> an der ETZ250 (DDR-Motorrad) noch nirgendwo gesehen.

Ich habe es bei Leuten gesehen die unbedingt mit Lötfett löten mussten. 
Gereinigt wurde nach dem Löten natürlich nicht. Das wäre ja Arbeit 
gewesen. Wobei Reinigen auch nicht viel genutzt hätte. Das Zeug zog 
schön in die Litze und die faulte mit der Zeit ab.

von Frank O. (frank_o)


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Nemopuk schrieb:
> Ich nehme Vaseline an den Polen von Batterien.

Ich mache da nichts drauf. Wenn die mal oxidieren, Dann kommt das Kabel 
in VE-Wasser und nach einer viertel Stunde ist das chemisch gereinigt.

von Al. K. (alterknacker)


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Manfred P. schrieb:
> . oder Kabel aus der Ostzone. Kupferlitze mit Grünspan habe ich außer
> an der ETZ250 (DDR-Motorrad) noch nirgendwo gesehen. Ich gehe davon aus,
> das die die Herstellung des PVC-Mantels nicht beherrscht haben.

Wo wurde das  Motorrad produziert,in der DDR oder in der Ostzone.

Glaube in der DDR(Deutsche Demokratische Republik)

Anfang der 60er wurden die Lötkontakte der lange gelagerten 
Steckverbinder
noch mit Lötwasser frei von Oxyden gemacht.Die dabei entstehenden Dämpfe 
krochen natürlich in die Verbinder.
Wurde zwar anschließend mit Spiritus abgewaschen, aber nach Monaten
sah man auf der Baustelle das Ergebnis.
Wurde dann verboten...
Danach kam die Löttinktur...

MfG
der Alte

: Bearbeitet durch User
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von Manfred P. (pruckelfred)


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Hannes J. schrieb:
>> Kupferlitze mit Grünspan habe ich außer
>> an der ETZ250 (DDR-Motorrad) noch nirgendwo gesehen.
> Ich habe es bei Leuten gesehen die unbedingt mit Lötfett löten mussten.

Unwahrscheinlich, das Ding hatte ich 1987 fabrikneu gekauft und alle 
Steckverbinder waren gecrimpt. Ein Mißgriff ist der Sicherungshalter im 
Rahmen neben dem Hinterrad, der gammelt dank Spritzwasser zügig weg. 
Grünes Kupfer habe ich aber auch an anderen Stellen erlebt.

Lötfett geht garnicht. Ein Bekannter, Schlossermeister und Fahrer von 
Oldtimern, wollte meine Kritik nicht verstehen. Obendrein wurde 
verzinnte Litze in Schraubklemmen gesetzt, was insbesondere den Harleys 
Freude bereitete. Eigentlich gibt es am Motorrad nichts zu löten, es sei 
denn, man bastelt Zusatzelektrik dran.

Al. K. schrieb:
> Glaube in der DDR(Deutsche Demokratische Republik)
>
> Anfang der 60er wurden die Lötkontakte der lange gelagerten
> Steckverbinder
> noch mit Lötwasser frei von Oxyden gemacht.Die dabei entstehenden Dämpfe
> krochen natürlich in die Verbinder.

ETZ250 kann nicht 60er-Jahre gewesen sein, die kam deutlich später. 
Meine war ein Modell "für den Export in Länder mit konvertierbarer 
Währung" und wurde durch den Händler Hein Gericke Düsseldorf importiert. 
Abgesehen von Innereien des Lichtmaschinenreglers sind mir keinerlei 
Lötverbindungen in Erinnerung.

von Frank O. (frank_o)


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Manfred P. schrieb:
> Eigentlich gibt es am Motorrad nichts zu löten, es sei
> denn, man bastelt Zusatzelektrik dran.

Ist in der gesamten Fahrzeugtechnik verboten. Dort dürfen nur noch 
gasdichte Pressungen verwendet werden und das schon seit bestimmt 
mindestens 10 Jahren so.

von Soul E. (soul_eye)


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Frank O. schrieb:
> Manfred P. schrieb:
>> Eigentlich gibt es am Motorrad nichts zu löten, es sei
>> denn, man bastelt Zusatzelektrik dran.
>
> Ist in der gesamten Fahrzeugtechnik verboten. Dort dürfen nur noch
> gasdichte Pressungen verwendet werden und das schon seit bestimmt
> mindestens 10 Jahren so.

Eher seit 40 Jahren. Das Jahr 2000, der Inbegriff der Zukunft, liegt ja 
mittlerweile auch schon 25 Jahre in der Vergangenheit.

von Max (maximilian_az)


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Nach 30 jahren korrodiert auch eine perfekte Crimpung

Lothar M. schrieb:
> Max schrieb:
>> da es tief in die Crimpungen eindringen kann
> Wenn eine Crimpung technisch richtig gemacht ist, dann hat da nicht mal
> mehr Luft Platz:
> -
> https://knowledge.knipex.com/de/ist-gasdichtigkeit-bei-aderendhülsen-möglich
> -
> 
https://kabelforum.com/index.php/mechanische-grundlagen/item/gasdichtheit-gasdichte-crimpverbindung

von Max (maximilian_az)


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Diesen Schutz brauchen die überall. NAch 30 Jahren setzt Korrosion sonst 
unweigerlich an vielen Orten ein, KFz, Keller, Schuppen, usw

Mani W. schrieb:
> Kontakte brauchen normal keinen Schutz durch Kontaktsprays u.ä...
>
> Im KFZ vielleicht im Motorraum...

von Max (maximilian_az)


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Schade, ich hatte gehofft es gibt hier Erfahrungswerte.
Leider sind natürlich die wenigsten geräte für eine lebensdauer von mehr 
als 20Jahren ausgelegt, dann wären die Kontakte vergoldet, dann braucht 
man das tatsächlich nicht.
Und ja, in Wohnräumen geht es sogar noch viele Jahre länger, aber um die 
geht es ja heir nicht.
Und im KFZ geht es gar nicht ohne(Kondensfeuchte, Schmutz, 
Luftfeuchtigkeit, Spritwasser eic pp.)
Selbst wasserdichte Stecker sind nach so vielen Jahren nicht problemlos, 
wie man z.B. schön an Diagnosesteckern im motorraum sehen kann z.B.

von Frank O. (frank_o)


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Soul E. schrieb:
> Eher seit 40 Jahren.

Ja dss stimmt.  Wobei man da erst zwingend im Flugzeugbereich auf die 
Einführung entsprechender Werkzeuge geachtet hatte.
Ich denke die Vorschriften wurden "zu leise" eingeführt, sodass sie in 
ganzen Berufzweigen übersehen wurden.

von Soul E. (soul_eye)


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Frank O. schrieb:
> Soul E. schrieb:
>> Eher seit 40 Jahren.
>
> Ja dss stimmt.  Wobei man da erst zwingend im Flugzeugbereich auf die
> Einführung entsprechender Werkzeuge geachtet hatte.
> Ich denke die Vorschriften wurden "zu leise" eingeführt, sodass sie in
> ganzen Berufzweigen übersehen wurden.

Das mag in Servicewerkstätten der Fall gewesen sein. In den 
Produktionslinien der Automobilhersteller und -zulieferer wurden die 
Qualitätsrichtlinien sehr deutlich kommuniziert. Es war quasi unmöglich 
durch die Halle zu laufen, ohne ständig irgendwelche Arbeitsanweisungen 
zu sehen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Max schrieb:
> Nach 30 jahren korrodiert auch eine perfekte Crimpung
Aber nicht an oder in der Kontaktstelle, sondern außenrum. Und genau das 
ist dann der Grünspan, den du außenrum siehst.

Max schrieb:
> ich hatte gehofft es gibt hier Erfahrungswerte
Ja, ich habe sie dir mitgeteilt: mach die Crimpung richtig, dann ist 
nicht die Crimpung das Problem, sondern das, was außenrum passiert.

Meine Erfahrung ist, dass man besser gar nichts außen an die Crimpung 
ran macht, denn dann hat der offensichtlich feucht gewordene 
Crimpkontakt (sonst gäbe es keinen Grünspan) wenigstens noch die Chance, 
wieder zu trocknen.

Die andere Problematik mit dem Schleifring hat offenbar nichts mit 
Crimpungen zu tun.


Man kann es natürlich auch halten wie der schwäbische Spruch es 
vermittelt:

Schmotza ond salba hilft allethalba!
Hilfts bei Kärra, so hilfts au bei Herra.

Auf hochdeutsch:

Schmieren und einsalben hilft an allen Stellen,
bei Geräten und bei Menschen.

von Frank O. (frank_o)


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Ich finde es unpassend, dass der TO behauptet hier keine Hinweise 
erhalten zu haben. Ich finde er hat reichlich Hinweise und auch seine 
Fragen beantwortet bekommen. Ganz im Anfang sogar von mir und mit dem 
Hinweis, dass ich persönlich nicht für Fett bin.
Polfett ist das beste Fett als Korrosionsschutz und andere haben hier 
auch reichlich zu seinem Thema geschrieben.
Dass da nicht immer die Erwartungen heraus kommen, das liegt unter 
anderem auch an der Natur und der Chemie.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Frank O.

Frank O. schrieb:

> Ich finde es unpassend, dass der TO behauptet hier keine Hinweise
> erhalten zu haben. Ich finde er hat reichlich Hinweise und auch seine
> Fragen beantwortet bekommen. Ganz im Anfang sogar von mir und mit dem
> Hinweis, dass ich persönlich nicht für Fett bin.

Er hat halt Antworten erhalten, die nicht zu seiner Sichtweise passten, 
weil die hier Schreibenden das Problem anders einschätzen als er.
Das hat ihm nicht gefallen. Vor allem weil es keine einfache Lösung ala 
"mach das und das und alles ist gut" war.
Und komplizierte Themen darzustellen wird von vielen eben auch als 
"Schwafeln" emfunden. Vor allem von den "Boss" Typen, denen es nicht 
schnell genug gehen kann. ;O)

> Dass da nicht immer die Erwartungen heraus kommen, das liegt unter
> anderem auch an der Natur und der Chemie.

Richtig.


Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Soul E.

Soul E. schrieb:

>>> Eher seit 40 Jahren.
>>
>> Ja dss stimmt.  Wobei man da erst zwingend im Flugzeugbereich auf die
>> Einführung entsprechender Werkzeuge geachtet hatte.
>> Ich denke die Vorschriften wurden "zu leise" eingeführt, sodass sie in
>> ganzen Berufzweigen übersehen wurden.
>
> Das mag in Servicewerkstätten der Fall gewesen sein. In den
> Produktionslinien der Automobilhersteller und -zulieferer wurden die
> Qualitätsrichtlinien sehr deutlich kommuniziert. Es war quasi unmöglich
> durch die Halle zu laufen, ohne ständig irgendwelche Arbeitsanweisungen
> zu sehen.

Bei den "40 Jahren" kann ich zustimmen. Ich selber habe es schon während 
meiner Ausbildung gehört. Wenn ich das dann aber später versucht habe, 
in den Betrieben, in denen ich über einen Verleiher gearbeitet habe, 
umzusetzten, hat der Cheff geschimpft. ;O)

Noch vor 15 Jahren habe ich mangels passendem Werkzeug als Instandhalter 
mit einem großen Schlitzschraubendreher und einem Hammer gegen den Boden 
oder die Wand "gecrimpt". Eine "AMP-Zange" wäre Luxus gewesen. ;O)


Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Carypt C. (carypt)


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Also ich habe mal versucht verunreinigtes Schmierfett (Sand, Schluff) 
(Lithium-, Natrium-, Kalium-seifenfett)(Landmaschinen-, Bagger-, 
Abschmierfett für Lager und Führungen) zu schmelzen. Das geht nicht, die 
Verunreinigungen sinken nicht ab. Auch Verdünnung mit Diesel hat kein 
Absinken ermöglicht. Ganz blödes Zeug. Das nehme ich an meiner 
Fahrradglühbirne bzw Traktorglühbirnenrücklichter.

Wie ich las, nimmt man bei der Bundeswehr technische Vaseline zur 
imprägnierung, aber für Kontakte weiß ich es nicht.

Früher hat man Benzin und Alkaliseifenfett miteinander gemischt und es 
als Napalm Brandbomben (in Vietnam ?) abgeworfen. Es bleibt ein Gel, 
haftet, ist benzingemäß hochentzündlich und brennt Dank Fett recht 
lange.

ich habe auch festgestellt, daß Landmaschinenfettfinger meine 
Taschenlampe aus Kupferrohr wieder blank macht.

Der Chemielehrer (Herr Petzold) hat mal ein Kupferblech geglüht, 
oxidiert und es dann noch heiss in ein Aldehyd (Butanal oder Pentanal) 
getaucht , daraufhin war es schlagartig blank.

: Bearbeitet durch User
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