Hi ich suche gerade ein pre-certified WIFI module den ich in sowas wie ein Fitness Tracker (am Körper) benutzen kann. Bei vielen Modulen steht: Wenn die Distanz zur Haut weniger als 20 cm ist, mussen für FCC SAR tests gemacht werden. A. kennt ihr ein module den man bei wearables benutzen kann? WIFI version ist erstmal egal. B. Mein Gerät sendet ohnehin nur 3MByte/Minute. Muss ich mich überhaupt an um SAR kummern in dem Fall?
Kommerziell? Viel kleiner als 10x10mm wird es vermutlich nicht, suche z.b. AI Thinker ESP-01F Mit den Zertifikaten ist es ja so: Für sich selbst brauchst Du es nicht, wenn Du sie verkaufen willst wirst Du so einige Zettel brauchen.
Wifi verbraucht zu viel Strom, das ist der Grund, warum derartige Geräte sonst auf Bluetooth LE setzen.
Für die ESP32-Produkte gibt es vom Hersteller eine ganze Reihe an Compliance-Dokumenten: https://www.espressif.com/en/support/documents/certificates/1000 Beim ESP32 ist man zusätzlich ja in der komfortablen Situation, dass man den Prozessor für die eigentliche Applikation mitnutzen kann. Ich befürchte, dass jeglicher Einstieg unterhalb der Größenverhältnisse eines ESP32 einen ganz anderen Einstieg in die Thematik erfordert. D.h. direkte Verhandlungen mit den Halbleiter-Herstellern und da kann Dir dieses Forum sicherlich nicht weiterhelfen.
Mat. K. schrieb: > smart watches haben zum Beispiel häufig WLAN. Zusätzlich zu Bluetooth LE, nicht als Alternative. Man kann natürlich immer ein Szenario finden, in dem WLAN praktischer ist, hauptsächlich wegen der höheren Datenrate. Bei einem Fitness-Tracker ist WLAN weniger wichtig, es kostet nur unnötig Energie (= Akkulaufzeit).
> Man kann natürlich immer ein Szenario finden, in dem WLAN praktischer > ist, hauptsächlich wegen der höheren Datenrate. Aber bei einer Uhr muesste man sich da schon sehr anstrengen um eine wackelige Begruendung zu finden. Zumal es noch ein weiteres Problem gibt. Man braucht ja dann noch einen Router der die beiden Wlans, sagen wir mal Uhr und Handy, verbindet. Doof oder? Oder man muesste mit dem Handy ein Wlan aufmachen, auch nervig! Vanye
Mat. K. schrieb: > B. Mein Gerät sendet ohnehin nur 3MByte/Minute. Muss ich mich überhaupt > an um SAR kummern in dem Fall? Was sind denn das für Daten?
Mat. K. schrieb: > smart watches haben zum Beispiel häufig WLAN. Bei Garmin z.B.: Ein paar Tage Daten sammeln, einmal für ein paar Minuten WLan an, um die hochzuladen, und dann heißt's: Ladegerät. Und wenn irgend möglich versucht die Uhr das zu vermeiden, und überträgt die Daten lieber per BT ans Handy, und das Handy dann in's Internet. Wenn du die 3MB/Minute nicht kontinuierlich brauchst, sondern genug Speicher vorsiehst dass das WLan nur alle paar Stunden oder Tage mal an sein muss, kannst du das auch so machen.
Mat. K. schrieb: > mussen für FCC SAR > tests gemacht werden. Sowas wie diese SAR Anforderungen der FCC hast du weltweit mehr oder weniger ausgeprägt. Bei uns wirst du über die IEC/en 62311 einen ähnlichen aufwand damit haben. Das Problem ist bei dir, dass du am WLAN schwer sagen kannst ob dein Gerät von außen genötigt wird zu senden. Da wird zumindest paperwork notwendig sein, um deinen wostcase genauer als "max 100mW; <50%duty-cyle" zu definieren. Wenn du dann noch davon ausgehen musst, dass jemand mit dem Kopf drauf schläft, wird's noch spannender. Da die Antennen zumindest in einer Uhr vergleichsweise schlecht sind, geht sich das aber anscheinend aus (siehe käufliche Beispiele von oben). Gehe aber davon aus, dass du mehr oder minder alle "Vorzertifizierungen" (sowas gibt's eh in der von den Herstellern gerne behaupteten Form nicht) vergessen kannst. Die sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für einen vernünftigen allgemeinen Verwendungszweck gemacht worden. Bei wearables wirst du zumindest bei der EMF selber genau hinschauen müssen. Übrigens ist in den USA eine andere Antenne wie im Grand vorgesehen ein riesen Problem. Da geht's nicht nur um den gain, sondern auch um den Typ (also z.b Dipol). Das kann richtig unangenehm werden, wenn du in der kdb kein Schlupfloch findest. Das ist bei uns wesentlich relaxter... Und übrigens: WLAN ist schon ziemlich gut geworden was stromsparend angeht! Ich habe in einem realen Anwendungsfall lorawan, nb-iot und WLAN vergleichen.... Beim Energieverbrauch im Endgerät liegen die wesentlich näher beieinander als ich mir hätte vorstellen können. Falls jemand das nicht glaubt: TWT wäre da so ein wesentiches Feature bei wlan und eDRX bzw PSM bei nb-IoT. Zurück zum ursprünglichen Frage: ich würde da nicht zu viel Zeit mit der Suche verschwenden! Schau Mal was du tatsächlich an Leistung abstrahlen kannst (damit meine ich nicht was das Modul abgibt, sondern wie effizient die Antenne das kann). Du wirst überrascht sein, wie wenig das bei so kleinen Antennen ist! Je nach Anwendung wird dann nochmal die Richtcharakteristik interessant. Wenn das z.b immer vom Körper weg zeigt, wirds wieder weniger. Mit der Info könntest du mit Glück dann in eine Situation kommen, in der das alles harmlos wird... Wenn du dann noch genau einen zeitlichen wostcase kennst, ist das wieder eine gewisse Reduktion. Achja, wenn wearables im Datenblatt stehen, steht die Chancen gut, dass der Hersteller dir auch helfen kann... Nachdem jetzt sicher gleich ein "Blödsin" kommen wird - solche Fragestellungen habe ich von Kunden öfter in meiner Inbox. Daher mein Rat: technisch gute Lösung(en) suchen, mit einem externen, der sich mit den Gegebenheiten in den gewünschten Ländern auskennt, besprechen und dann schrittweise in den Markt einfügen. z.B geht die EU super easy weil keine Behörden im Spiel sind. Da kannst du schonmal anfangen zu verkaufen. Wenn du bei der Serienfertigung irgendwas ändern musst ist das kein Drama und du startest mit einer optimierten Variante die FCC Zertifizierung(en). Die können nämlich dauern. Und nachdem die TCBs quasi nichts mehr entscheiden dürfen, kann selbst die Angebotslegung beim Testhaus dauern. Wenn du nach der FCC Zertifizierung etwas ändern musst, und die Änderungsklasse nicht eindeutig ist, hast nicht nur doppelte kosten, sondern auch doppelte Wartezeit. In diesem Sinne: viel Erfolg! 73
Mat. K. schrieb: > B. Mein Gerät sendet ohnehin nur 3MByte/Minute. Muss ich mich überhaupt > an um SAR kummern in dem Fall? Die Datenrate ist dafür nicht relevant. Bei Geräten mit Funk, die direkt am Körper getragen werden, wirst du um eine SAR-Messung nicht herumkommen. Da musst du ein paar Scheine in die Hand nehmen. Richte dich auf einen 5-stelligen Betrag ein. Und zwar nur für die SAR-Messung. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.