Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ladeschaltung auf PCB überbrücken -> Strombegrenzung


von Dodger T. (dodgertherunner)


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Hallo Leute,

folgendes kleines Projekt:
ich habe eine mir unbekannte Schaltung eines Akku-betriebenen Gerätes.
Der Akku ist ein 4S2P mit eingebautem BMS und die max. Ladespannung 
beträgt 16,8V.
Das Problem ist nun, dass das Gerät den Akku nicht mehr lädt.
Ich habe schon versucht, an der Schaltung zu messen, aber es gibt weder 
Schalt- noch Bestückungsplan und die Bauteile sind teilweise in 
0201-Bauform, da kann man nicht mal die Werte prüfen.
Das externe Ladegerät hat 20V und 1A als Kenndaten.
Wenn das Gerät zum Laden angeschlossen ist, dann messe ich am 
Akku-Stekcer auf der PCB auch 20V, was ja schon gegen die 
Akku-Spezifikation verstößt.
Den Strom zum Akku konnte ich nicht messen, ich gehe aber davon aus, das 
keiner fließt. Sonst müsste der Akku ja geladen werden.
Die Ladekontakte für das Gerät gehen an einen Stecker an der MainPCB.
Meine Idee wäre nun, zwischen den Stecker und die PCB einen Step-Down 
Konverter zu hängen, dessen Ausgang einmal zurück auf die MainPCB geht 
und zum anderen direkt an den Akku.
Die MainPCB denkt dann hoffetnlich weiterhin, dass sie am Ladegerät 
hängt und der Akku wird direkt über den Step-Down geladen.
Was mich jetzt noch stört: die meisten fertigen Step-Down Boards haben 
einen Ausgangsstrom von 2A.
Der Akku hat aber keine oder eine zu hohe Strom-Aufnahme-Begrenzung. Als 
ich ihn mit einem externen Netzteil geladen habe, ging der Strom bis auf 
4A hoch.
Wie kann ich den Strom-Ausgang des Step-Down auf 1A begrenzen, da das ja 
auch das Maximum ist, was aus dem Ladegerät herauskommt?

Gruß
Dodger

von Michael B. (laberkopp)


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Dodger T. schrieb:
> Wie kann ich den Strom-Ausgang des Step-Down auf 1A begrenzen, da das ja
> auch das Maximum ist, was aus dem Ladegerät herauskommt?

Mit einem step down dass zusätzlich auch den Strom begrenzt.

https://www.ebay.de/itm/166881106581

https://www.ebay.de/itm/375668399898

ABER: bei 20V rein können diese keine 20V raus liefern, sondern 
vielleicht nur 17V. Man bräuchte ein 'low drop' step down. Hab gerade 
keinen link.

von Dodger T. (dodgertherunner)


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Ah, supi.
Da war ich wohl zu doof zum suchen.
Die Besipiele passen super, ich brauche ja keine 20V Ausgang sondern nur 
16,8V.
Quasi nur zum Laden des Akkus.

Gruß
Dodger

von Armin X. (werweiswas)


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Dodger T. schrieb:
> Das externe Ladegerät hat 20V und 1A als Kenndaten.
> Wenn das Gerät zum Laden angeschlossen ist, dann messe ich am
> Akku-Stekcer auf der PCB auch 20V, was ja schon gegen die
> Akku-Spezifikation verstößt.
> Den Strom zum Akku konnte ich nicht messen, ich gehe aber davon aus, das
> keiner fließt.
Das externe Ladegerät ist wohl nur ein strohdummes (Stecker)Netzteil 
dessen Ausgangsstrom auf etwa 1A begrenzt sein wird.
Wenn Du während des Ladeversuchs 20V an den Klemmen messen kannst hat IM 
Akku ein Schutzelement die Zellen von den Kontaken abgetrennt. Das ist, 
wenn das originale Ladegerät keinen Ladestart bewerkstelligt so ziemlich 
endgültig und irreversibel.
Es kann aber auch sein, dass an einem der 2P-Blöcke an beiden Zellen das 
interne Schutzelement wegen Überdruck unterbrochen hat. Gute 
Markenzellen haben so etwas. Der Druck in zylindrischen LiIOn-Zellen 
kann zum Lebensdauerende schon einmal ansteigen und dann schützen diese 
sogenannten CID vor Schaden infolge durchgehenden Zellen. Messen kannst 
Du dies wenn während dem Ladeverstuch plötzlich ein einem 2P-Block die 
nahezu volle Ladespannung anliegt. Wenn alle Zellen ungefähr gleich sind 
hat sich die Ladeschaltung deaktiviert.

In beiden Fällen hilft auch kein Netzteil oder sonstwie geartetes 
Ladegerät mit exakt 16,8V weiter.

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