Guten Tag Gemeinde. Ich habe hier ein für analog FM bzw AFSK entwickeltes HF-Modul für VHF, UHF und 868 MHz. Dieses Gerät verwendet einen CMX994 als RX HF-Frontend und I/Q Direktmischer. Die I/Q Siganle gehen dann über ein OP Tiefpassfilter und werden von einem STM32G474 Prozessor demoduliert und ausgewertet. Als VCO Chip arbeitet ein LMX 2572 LP der den LO für den CMX994 macht sowie den TX Pfad ansteuert, wobei der Chip mittels direct digital Modulation moduliert wird. Jetzt kam die Idee auf dieses Gerät auf 4 FSK zu modifizieren. Wenn möglich auch noch 8 und 16 FSK. Leider habe ich von der Softwareseite überhaupt keine Ahnung und weiss nicht welche Art Fachmann ich da ansprechen müsste und wo ich solche finden könnte. Könnt ihr mir da weiter helfen? MfG D.W.
Du solltest dir Unterstützung von jemanden mit Kenntnissen in digitaler Signalverarbeitung holen.
Moin, Dirk W. schrieb: > und werden von > einem > STM32G474 Prozessor demoduliert und ausgewertet. Da wuerde ich doch mal mutmassen, dass derjenige, der dafuer die SW geschrieben hat, doch ein ganz guter erster Ansprechpartner sein duerfte. Gruss WK
Wulf D. schrieb: > Du solltest dir Unterstützung von jemanden mit Kenntnissen in digitaler > Signalverarbeitung holen. Hört sich gut an. Gruss D.W.
Dergute W. schrieb: > Moin, > > Dirk W. schrieb: >> und werden von >> einem >> STM32G474 Prozessor demoduliert und ausgewertet. > > Da wuerde ich doch mal mutmassen, dass derjenige, der dafuer die SW > geschrieben hat, doch ein ganz guter erster Ansprechpartner sein > duerfte. > > Gruss > WK Das stimmt, aber der macht grade seinen Dr. und hat keine Zeit. Blöderweise kennt der auch keinen der es machen könnte. Gruss D.W.
Moin, Das ganze scheint mir ein bisschen tricky werden zu koennen. Beim Senden sollte dann also der LMX2572 im FSK_SPI_FAST mode betrieben werden, d.h. aus dem STM32 muss dann das "Modulationssignal" akkurat vom Timing und Filterung her an den LMX via SPI angeliefert werden. Empfangen wird auch nicht so ganz aufwandsarm: Bei FM kommen aus dem I/Q Ausgang des Frontends Werte, aus denen man dann per atan2(q,i) die Phase kriegen kann, die dann differenziert (und "ungewrappt") werden koennte, um auf die Frequenz zu kommen. Dann aus diesem "Multilevel"-Signal die Dataclock und den guenstigen Abtastzeitpunkt fuer die Daten rausklabustern. Irgendeine FEC und eine "DC"-freie Kanalcodierung fuer FM werden auch nicht schaden...<hust>Trellis</hust> Vielleicht doch erstmal eine Runde Trockenschwimmen mit Matlab/Octave? Gruss WK
Dergute W. schrieb: > Moin, > > Das ganze scheint mir ein bisschen tricky werden zu koennen. Beim Senden > sollte dann also der LMX2572 im FSK_SPI_FAST mode betrieben werden, d.h. > aus dem STM32 muss dann das "Modulationssignal" akkurat vom Timing und > Filterung her an den LMX via SPI angeliefert werden. > Empfangen wird auch nicht so ganz aufwandsarm: Bei FM kommen aus dem I/Q > Ausgang des Frontends Werte, aus denen man dann per atan2(q,i) die Phase > kriegen kann, die dann differenziert (und "ungewrappt") werden koennte, > um auf die Frequenz zu kommen. > Dann aus diesem "Multilevel"-Signal die Dataclock und den guenstigen > Abtastzeitpunkt fuer die Daten rausklabustern. > > Irgendeine FEC und eine "DC"-freie Kanalcodierung fuer FM werden auch > nicht schaden...<hust>Trellis</hust> > > Vielleicht doch erstmal eine Runde Trockenschwimmen mit Matlab/Octave? > > Gruss > WK Hallo. So als Softwarelaie hatte ich mir vorgestellt, daß man weitestgehend auf die vorhandene Software aufsetzen könnte um beim Empfang quasi nur die demodulierte NF auszuwerten. Das Senden bliebe im wesentlichen gleich. So das man an die schwierigen Sachen die es bei der Entwicklung gab, z.B. die AGC, nicht mehr ran muss. Aber wie gesagt, ich bin da Laie. Die Software ist vorhanden und sollte auch gut dokumentiert sein. Es scheint leider nicht viele Leute zu geben die sowas machen können. Gruss D.W.
Dirk W. schrieb: > So als Softwarelaie hatte ich mir vorgestellt, daß man weitestgehend > auf die vorhandene Software aufsetzen könnte um beim Empfang quasi > nur die demodulierte NF auszuwerten. Das Senden bliebe im wesentlichen > gleich. So das man an die schwierigen Sachen die es bei der Entwicklung > gab, z.B. die AGC … Du kannst die Filter, Dezimierer (Abtastratenconverter), die AGC und einiges mehr weiter verwenden, das ist richtig. Aber da steckt auch so noch jede Menge Arbeit drin. Ohne tiefes Verständnis der digitalen Signalverarbeitung geht da nichts. Ist schließlich ein SDR. Du brauchst eine einfach handhabbare Simulation. Nutze dafür auch Octave. Zur Not geht auch Excel oder Python. Habe Ende letztes Jahr ein SDR um einen FT8-Decoder erweitert, der nutzt 8-GFSK. War über Wochen in jeder freien Minute nach Feierabend damit beschäftigt. Nur Empfang, ohne Senden. > Es scheint leider nicht viele Leute zu geben die sowas machen können. Nachrichtentechniker können das. Evtl Kontakte zu einer Uni aufnehmen. Einfache Mikrocontroller-Programmierung reicht nicht.
Wulf D. schrieb: > Dirk W. schrieb: >> So als Softwarelaie hatte ich mir vorgestellt, daß man weitestgehend >> auf die vorhandene Software aufsetzen könnte um beim Empfang quasi >> nur die demodulierte NF auszuwerten. Das Senden bliebe im wesentlichen >> gleich. So das man an die schwierigen Sachen die es bei der Entwicklung >> gab, z.B. die AGC … > > Du kannst die Filter, Dezimierer (Abtastratenconverter), die AGC und > einiges mehr weiter verwenden, das ist richtig. Aber da steckt auch so > noch jede Menge Arbeit drin. Ohne tiefes Verständnis der digitalen > Signalverarbeitung geht da nichts. Ist schließlich ein SDR. > > Du brauchst eine einfach handhabbare Simulation. Nutze dafür auch > Octave. > Zur Not geht auch Excel oder Python. > > Habe Ende letztes Jahr ein SDR um einen FT8-Decoder erweitert, der nutzt > 8-GFSK. War über Wochen in jeder freien Minute nach Feierabend damit > beschäftigt. Nur Empfang, ohne Senden. > >> Es scheint leider nicht viele Leute zu geben die sowas machen können. > > Nachrichtentechniker können das. Evtl Kontakte zu einer Uni aufnehmen. > Einfache Mikrocontroller-Programmierung reicht nicht. Ja, an die hiesige Uni hatte ich auch schon gedacht. Ich brauche also einen Nachrichtentechnik Ingenieur Fachrichtung digitale Signalverarbeitung oder wenigstens einen begabten Studenten. Eventuell lohnt es sich ja auch unter Ausbildung & Beruf eine Suchanzeige aufzugeben. Ich kläre das in der Firma mal ab. Gruss D.W.
Dass noch keiner GnuRadio genannt hat... Damit lassen sich grundsaetzlich die benoetigten Komponenten in der Pipeline mal "schnell" herzaubern und ein Prototyp zum Zappeln bringen. Wo's dann kniffliger wird, ist das Syncing der Symbolgrenzen sowie Phase-Locking zur genauen Timing-Rekonstruktion, da kann man zwar in Python schon was dazufrickeln, aber das Testen wird muehsamer. Macht auch nur richtig Spass, wenn man alles in die Simulation stecken kann (HDL/Co-Simulation). Wuerde mich wundern, wenn's nicht mindestens fuer 4-FSK eine fertige Referenzimplementation gibt, inkl. das ganze andere FEC-Geschnabbel, was man fuer DMR braucht.
Er will das in einem Mikrocontroller mit 128kByte RAM umsetzen. Die GNU-Implementierung dürfte mehrere Zenerpotenzen mehr RAM und Rechenleistung benötigen.
Schon klar. Es geht ja nur um den Prototypen. Von GNUradio in den uC ist kein langer Weg mehr (BTDT).
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