Hallo zusammen, ich habe ein Hardware-Konzept entwickelt das ich hier vorstellen möchte, und suche gleichzeitig nach Mitstreitern mit FPGA- und Embedded-Erfahrung. == Das Produkt: MODROUTE == Ein modularer Audio-Router/Switch/Recorder in einem Gerät: - Wechselbare I/O-Module (werkzeuglos, Hot-Plug) für: XLR, Klinke 6,35mm, RCA/Cinch, TOSLINK/S-PDIF, HDMI (Audio-Extraktion), DisplayPort, ADAT/AES - FPGA-basierte N×M Audio-Kreuzschiene (<1ms Latenz im Direct-Mode) - Integrierter Mehrkanal-Recorder auf NVMe (WAV bis 384kHz/32Bit) - DSP-FX-Kette pro Kanal (EQ, Kompressor, Gate, Reverb) + VST3-Support - Dedizierte mobile Touch-Steuereinheit via PoE-Ethernet oder WiFi Zielgruppe: Prosumer/Semi-Pro (Lücke zwischen 600€-Interfaces und 15.000€+ Dante-Systemen) == Technischer Kern == Das Herzstück ist eine FPGA-Routing-Engine (Ziel: Lattice ECP5 oder Intel Cyclone). Jeder Eingangskanal liegt intern als PCM-Stream vor und wird per Crossbar-Register auf beliebige Ausgänge geroutet. Gleichzeitig können beliebige Pfade auf NVMe aufgezeichnet werden – Dry und Wet separat. Der proprietäre Modulbus überträgt PCM-Streams, Steuersignale (I2C/SPI) und Versorgungsspannung über eine einzige verrastende Steckverbindung. Host-System: x86 Embedded oder ARM, PREEMPT_RT Linux, Web-UI per REST-API. == Wo ich ehrlich bin == Das sind die harten technischen Nüsse: 1. Modulbus-Design: PCM-Streams (bis 192kHz, viele Kanäle) + Power + Hot-Plug-Detection über einen Stecker – PCIe-abgeleitet oder USB4-intern als Kandidaten, braucht Bewertung 2. FPGA-Timing: 64×64 Crossbar bei 192kHz – Timing Closure ist anspruchsvoll, das ist das Kern-IP des Produkts 3. Analogfront-End pro Modul: Jeder Modultyp braucht eigene Analog-Schaltung (Op-Amp-Stufen für XLR/Mic, Übertrager für RCA...) 4. HDMI-Audio-Extraktion: Machbar mit dediziertem IC (IT6604, Analogix), aber Video-Passthrough-Timing ist kritisch == Aktueller Stand == Konzept vollständig ausgearbeitet, Gebrauchsmusteranmeldung vorbereitet, Kickstarter-Kampagne strukturiert. Was fehlt: die Hardware-Leute. == Suche == Ich suche keine Freelancer sondern Co-Gründer mit Equity-Beteiligung: - EE/Hardware mit Erfahrung in Audio-Analogschaltungen und PCB-Design (KiCad oder Altium) - FPGA-Entwickler (Lattice ECP5 / Intel Cyclone, VHDL oder Verilog, idealerweise Audio-DSP-Erfahrung) - Embedded-Linux (Yocto/Buildroot, PREEMPT_RT, ALSA-Internals) Bei Interesse: PN oder Antwort hier. Ich teile gerne das vollständige Architektur-Dokument. Bin gespannt auf technisches Feedback – auch Kritik am Konzept ist ausdrücklich willkommen. Grüße Konstantin
Hoert sich technisch alles ganz nett an, aber klingt eher nach einem 5-10-Hirnjahre-Projekt. Weniger nach etwas, was man mit Kickstarter finanziert bekommt. Konstantin schrieb: > Ich suche keine Freelancer sondern Co-Gründer mit Equity-Beteiligung: Das wird knifflig, die Leute, die technisch bei sowas durchblicken sind in der Regel keine Venture-Kompanione. Wieviel davon hast Du schon im Trockendock(Simulation) am Laufen? Sonstiger Senf: 1) SATA schon in Betracht gezogen? 2) Bandbreite 64x192k ist zu schaffen, aber fuer jeden Kanal eine programmierbare Effekt-Section? 4) ECP5 kann TMDS/HDMI Audio auch ohne Extrachip, modulo elektrische Bedenken Was die FPGA-Entwicklung angeht, stemmst du solche komplexen Audio-Pipelines oder gar DSPs a la 56k nicht mehr effektiv in Verilog oder VHDL. Ansonsten faende ich eine solche Plattform (als verkappter Heimstudio-Anwender) auf reiner Ethernet-Basis durchaus interessant und wuerde dafuer mindestens einen FPGA-basierten RTP (Realtime-Protocol)-Stack in die Schale werfen.
Konstantin schrieb: > Zielgruppe: Prosumer/Semi-Pro (Lücke zwischen 600€-Interfaces und > 15.000€+ Dante-Systemen) In der Preiskategorie erwarten die Käufer zuverlässigen Service, haben Fragen vor dem Kauf und wollen auch in 5 Jahren noch Ersatzteile kaufen können. Du musst die Dinger also nicht nur jetzt entwickeln und herstellen, sondern Du brauchst auch kontinuierlich Leute mit Ahnung von dem Produkt und der Branche die Vertrieb und Support machen. Das ist nix was Du mal so nebenbei machen kannst. Hast Du die? Wer bezahlt die? Hier solltest Du mal sauber zusammenstellen wie und ob sich das ganze Konzept rechnet und wo die kritischen Punkte stecken die gelöst werden müssen damit das finanziell klappen kann.
Auch bei Audio kommt man schnell in Bereiche wo die Latenz das Hauptproblem ist, eben bei Live-Ausführungen und wennn der Musiker auf der Bühne sein eigenes PA-signal über den Monitor hören soll. Das sollte unbedingt im Konzept aka Geräte-Architektur einfliessen. Und welche Branche/Anwendung ist angedacht? Studiotechnik, Aufführungssälle oder eher Naturgeräusche wie beim "Shot-Spotter" ? Paket-Crossbars gibt es bei Xilinx/AMD einige im Bereich AXI-Stream. Das ist zwar eher für Video gedacht, aber vielleicht schaut man da mal zur Inspiration rein. Vielleicht sollte man ohnehin nicht auf eine zentrale "Schaltwarte setzen sondern, eher mehrere "Satelliten Crossbars" vernetzen, 100 Ausionkabel an einer Stelle sind schon ein beachtlicher Knäuel. Ansonsten sieht es in .de im Bereich Computer-Audio gerade mau aus. Native Instruments in Berlin ist pleite, Magix resp SEKD (Studoi für elektronische Klangerzeugung Dresden) krebst seit Jahren in der selbstgeführten Insolvenz. * https://www.heise.de/news/Native-Instruments-Stimmen-zur-Insolvenz-11164492.html * https://www.heise.de/select/ct/2024/8/2407310373254485336 Vielleicht kann man da was "aus der Konkursmasse abgreifen"
Konstantin schrieb: > Zielgruppe: Prosumer/Semi-Pro (Lücke zwischen 600€-Interfaces und > 15.000€+ Dante-Systemen) Existiert diese Lücke wirklich? Für mich füllen digitale (Rack-) Mischpulte genau diese Lücke. Die Behringer Wing Rack hat z.B. 382 Eingänge, 368 Ausgänge (nutzbar mit Hardwareerweiterungen), interne Effekte, 64-Kanal-Recording, freie Routingmöglichkeiten, beliebige Tap-Punkte für Effekte und Recording, 64x64 Dante (mit Erweiterung)... Für 1400€ in der Grundversion ist das gar nicht so schlecht. Dazu eine gute crossplatform App, aktive Entwicklung und eine große aktive Community. Gibt es wirklich einen Markt für das, was du vor hast? (Nichtsdestodennoch ist es natürlich ein interessantes Projekt!)
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Schonmal hier reingeschaut? In der Open-Source Firmware für das X32 haben die so eine audio-routing-matrix entwickelt. https://github.com/OpenMixerProject/OpenX32/tree/main/fpga
Konstantin schrieb: > 64×64 Crossbar bei 192kHz – Timing Closure ist anspruchsvoll, Audio-Router in VHDL habe ich hier in Massen rumliegen, auch 192kHz x 64 x 64 (aus meiner Synthyversion von 2009) wobei die Kanalzahl ja egal ist, weil nur die Quersumme für das FPGA-timing relevant ist, wenn diese in einem Sample zu machen sein soll. Das sehe ich nicht als kritisch. S.u. > Analogfront-End pro Modul: Jeder Modultyp braucht eigene > Analog-Schaltung (Op-Amp-Stufen für XLR/Mic, Das würde ich nicht einbauen sondern extern als Wandler lassen. In hoher Qualität ist das nämlich reichlich teuer und in billig braucht das keiner. Ich habe zu Beginn meiner Arbeit Mindprint-Wandler drangesteckt, später alles per S/PDIF und inzwischen bin ich beim RME. Auch die Audio-Frontends sind QuadMIC von RME und Lucid-ADDA. Kann man selber nicht billiger bauen. Konstantin schrieb: > HDMI-Audio-Extraktion: Machbar mit dediziertem IC Dies geht auch mit FPGA direkt (BTDT) aber wenn das ein gewerbliches Produkt sein soll, wirst du dich um HDMI-Lizenzen kümmern müssen. Ich würde auch das mit einem externen Gerät machen, was es beim Ali zu 59,- gibt und das Audio einfach einschleifen. Ingesamt baust du da sehr viel, was es eigentlich schon weitgehend gibt und die große Masse des Geräts besteht aus Interfaces. Das eigentliche Switchen ist ja das Geringste, was FPGAs angeht. Audiolatenz- sehe ich wie gesagt nicht. Das Grundproblem solcher Anwendungen ist eher, dass das Audio zu schnell ist und das Video durch Prozessierung verzögert wird. Audio kann man mit Fifos leicht anpassen, wobei das durchaus ein Vorteil wäre, da flexibel zu sein - vor alleb, wenn man TV-Quellen nutzt, die man so nachbearbeiten / -justieren könnte. Was die Latzenz angeht, schalte ich 768kHz mit 256 Kanälen pro line, also mit einem Multiplizierer. Je Routing-Ausgang gibt es dann einen (zusätzlichen) Kanal. Das wären dann in einem seuqenziellen System 64 samples bei dir. Mit einem billigen Xilinx Artix 50 hätte man allerdings schon genug MULs, um das alles 100% parallel zu machen, d.h man benutzt 64 davon und die Latenz wäre dann eben dieses eine 768er sample. In einem 200MHz-FPGA könnte man 64x64 mit 16 lines mischen, wenn man bei 192kHz bleibt, allerdings arbeiten Studiogeräte heute mit 384 und 768, solltest du berücksichtigen. Insgesamt wie gesagt ist die Latenz da weniger entscheidend - von und zu den DACs und ADCs sowie beim Wandeln von AES, ARC und vor allem S/PDIF gehen oft mehr samples flöten. Konstantin schrieb: > Embedded-Linux Wo soll das greifen? Sobald da SOWAS drin hängt, ist es mit schnellem Prozessieren passe und nur ale Steuerungs-OS wäre mir das viel zu wuchtig. Bradward B. schrieb: > Paket-Crossbars gibt es bei Xilinx/AMD einige im Bereich AXI-Stream. Ich würde weder das AXI-System, noch (asynchrone) Paketdaten ins Auge fassen. Das Teil muss ein reines, synchrones streaming device werden. Also sowas: Beitrag "Analog-Audio-Video-IO-board für FPGAs und MCUs" Das FPGA-System, welches das Teil treibt, kann neben 768er DSD inzwischen wie gesagt auch HDMI-Audio / ARC.
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Danke an alle für das Feedback — und jetzt mal ehrlich: Ich bin kein Ingenieur. Ich habe von FPGA, VHDL und Analogschaltungen noch keine Ahnung. Das sage ich bewusst weil ich denke das gehört hier dazu. Was ich habe ist ein Produktkonzept und die Überzeugung dass die Marktlücke real ist. Den Rest — also alles Technische — verstehe ich gerade erst. Martin S. schrieb: > Wieviel davon hast Du schon im Trockendock(Simulation) > am Laufen? Nichts. Ich komme von der Konzept-Seite, nicht von der Hardware-Seite. Das ist die ehrliche Antwort. Martin S. schrieb: > faende ich eine solche Plattform auf reiner Ethernet- > Basis durchaus interessant. AES67 war als Netzwerk-Audio-Modul vorgesehen — aber ich muss gestehen dass ich den Unterschied zu dem was du vorschlägst gerade nicht vollständig einordnen kann. --- J. S. schrieb: > Audio-Router in VHDL habe ich hier in Massen rumliegen. Ich habe mir deinen IO-Board-Thread angeschaut. Ich verstehe nicht alles was da steht — aber ich verstehe dass du das tatsächlich gebaut hast. Sehr interessant. J. S. schrieb: > Das würde ich nicht einbauen sondern extern als > Wandler lassen. Kann man selber nicht billiger bauen. Macht Sinn, danke. Das vereinfacht das Konzept deutlich. --- Sebastian R. schrieb: > Die Behringer Wing Rack hat z.B. 382 Eingänge... > Gibt es wirklich einen Markt für das, was du vor hast? Ehrlich gesagt weiß ich das nicht mit Sicherheit. Die Wing Rack kannte ich nicht in dem Detail — das ist ein echter Punkt den ich mir nochmal anschauen muss. Was ich trotzdem glaube: kein HDMI-Audio-Routing, kein modulares I/O, kein dedizierter Touchscreen — das ist eine andere Zielgruppe. Ob die groß genug ist muss sich zeigen. --- Markus W. schrieb: > OpenX32 — audio-routing-matrix auf FPGA als > Open-Source. Perfekter Hinweis, danke. Genau das was ich gesucht habe um zu verstehen wie sowas überhaupt aussieht. --- Kurz zusammengefasst: ich bin hier um zu lernen und zu verstehen ob das Konzept technisch Sinn macht — nicht um so zu tun als ob ich das schon weiß. Feedback und Kritik sind ausdrücklich willkommen. Grüße Konstantin
Konstantin schrieb: > Was ich trotzdem glaube: kein HDMI-Audio-Routing, > kein modulares I/O, kein dedizierter Touchscreen Einen Touchscreen mit 10.1" hat das Pult. HDMI-Audio nicht, aber das würde man im Feld problemlos und schmerzfrei über externe Hardware (HDMI Audio Extractor) machen. Modulare I/O sind ein netter Gedanke, aber alles Analoge lässt sich günstig auf XLR adaptieren und für digitale Signale gibt es Konverter. Externe Konverter haben den Vorteil, dass es sie in zig Varianten mit genau den Features gibt, die der Anwender benötigt. Und sie sind schon fertig und lieferbar. Konstantin schrieb: > um zu lernen und > zu verstehen ob das Konzept technisch Sinn macht Wenn du Bock auf das Projekt hast, du dabei viel lernen kannst und am Ende ein Gerät für dich hast, auf das du stolz bist, dann ist es absolut sinvoll! Wenn es dir darum geht, einen Markt zu bedienen oder eine Lücke zu schließen und dir Wirtschaflichkeit und Gewinnabsicht wichtig sind, sieht das vielleicht schon anders aus.
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Konstantin schrieb: > Konzept vollständig ausgearbeitet, Konstantin schrieb: > Ich bin kein Ingenieur. Ich habe von FPGA, VHDL und > Analogschaltungen noch keine Ahnung. Das sage ich bewusst > weil ich denke das gehört hier dazu. Und Du erwartest allen Ernstes, dass Leute bereit sind, als "Co-Gründer mit Equity-Beteiligung" in Deinen Laden einzusteigen, wenn schon völlig absehbar ist, dass der obige Widerspruch schon vom allerersten Tag an zu einem Streit führen wird? Irgendwie erinnert mich das an einen bestimmten Kunden, dessen Produktmanager auch solch ein vollständig ausgearbeitet Konzept einschließlich verbindlicher Vorgaben für die einzusetzenden Bauelemente hatte, aber keiner seiner eigenen Mitarbeiter bereit war, dieses Produkt umzusetzen. Ich setzte das genau so um, was zu einem in der Herstellung völlig überteuerten und technisch schlechten Produkt führte, dass zudem noch völlig am Markt vorbei spezifiziert war. Später wurde ich dann mit einer kompletten Überarbeitung beauftragt. Das dabei entstandene Produkt kostete nur noch ca. ein Viertel in der Herstellung und funktionierte auch einwandfrei. Der Produktmanager war ziemlich angepisst, weil er sich übergangen fühlte, denn ich hatte ja "sein" Produkt deutlich überarbeitet, aber ich hatte dabei die volle Rückendeckung der Geschäftsführung.
Konstantin schrieb: > Ich bin kein Ingenieur. Ich habe von FPGA, VHDL und > Analogschaltungen noch keine Ahnung. Das ist aber keine gute Voraussetzung für ein technisch gutes Konzept. > Was ich habe ist ein Produktkonzept Wenigstens mal eine Marktanalyse und eine Kostenabschätzung? Wenn man sich so umhört, finden sich sofort Interessenten für allerlei technische Lösungen, weil der Markt nie alle zufriedenstellt. Am Anfang sind da alle heiß auf eine Sonderlösung. Wenn man dann aber anfängt, über Kosten zu reden und nachzudenken, sieht das anders aus. Ich hatte mal eine Rechnung aufgemacht, was den Eigenvertrieb meines Synthies angeht. In der aktuellen Version sieht das so aus: Für mich und meine eigene Tätigkeit entstehen mit IOs und zugekauften Karten und Devices keine 2000,- um das hinzustellen und da sind dann Funktionen eines Wing gleich 3x drin, nebst so ziemlich allem was UDO und KYRA bieten. Es fehlen nur Displays und Convenience-Funktions fürs Laden, die ich auf nochmal 500,- im Endpreis und einiges an Entwicklung abschätze. Um es kurz zu machen: Wenn ich so ein Teil als Prototypen aufbauen wollte und meine Zeit so berechne, wie ich als Selbständiger mindestens bekomme, landen wir bei einem Endpreis über 9000,- wenn man alles zusammenrechnet und einen 10%-Verdienst ansetzt, damit sich das auch gegenüber dem normalen Entwickeln lohnt. Setzt man Marktdynamik, Wechselkurse und Rückläufer durch Garantien an, dann wären bei 5-stellig! Wenn ich alles an Zeit, was an Entwicklung aufgewendet wurde noch auf 200 verkaufte System umrechne, die man eventuell absetzen könnte, müsste man 15.000 ansetzen. Bei 1000 Systemen und Zusammenbau durch einen Techniker wären wieder 10k machbar. Jetzt rate mal, wieviele der seinerzeit lautstarken Interessenten bereit war, das hinzublättern ... Fakt ist, daß mein Synth für das was er kann und was die meisten mehrheitlich brauchen, rund Faktor 2 zu teuer wäre. Du solltest mal eine Abschätzung fürs Material machen und vor allem eine für eine umfangreiche FPGA-Entwicklung und dann die Inmarktbringung hinzunehmen. Ich schätze dass dein Teil dann auch mindestens 5-stellig wird.
Konstantin schrieb: > AES67 war als Netzwerk-Audio-Modul vorgesehen — aber > ich muss gestehen dass ich den Unterschied zu dem was > du vorschlägst gerade nicht vollständig einordnen kann. Da gibt es keinen grossen Unterschied, AES67 setzt auf RTP auf und hat noch etwas Gezuppel fuer die Zeitsynchronisation dabei. Da geht der Spass dann schon los, die ganzen Uhrentakte jitterminimal zu synchronisieren. Ansonsten: Was embedded Linux angeht, gibt es da schon Nischenloesungen, die damals (fast 20 Jahre her), brauchbare Prozessing-Power und Latenzen um 0.15 ms mit Jitter im us-Bereich geschafft haben (Blackfin mit uClinux Xenomai-Realtime-Erweiterung). Ist in Anbetracht der heutigen ARM-Linux-ZynQ-Bloatware gut gealtert. Aber du bist hier an der falschen Adresse fuer einen reinen Investoren-Pitch. Typischerweise kriegst du hier Antwort auf die Frage: Kann man das bauen? Das "wenn ja, wer, fuer wieviel" steht dann meist woanders. Andersrum ist es natuerlich legitim, was zu lernen, unter der Voraussetzung, dass man sich nicht in ausuferndem Sinne kostenloses Knowhow abholt...
Konstantin schrieb: > ich habe ein Hardware-Konzept entwickelt das ich hier vorstellen möchte, Ich kann hier noch kein Konzept erkennen, anhand dessen ich eine Entwicklung lostreten könnte. Da fehlen die Details und auch die Ziele. Es braucht wenigstens eine deteillierte Gegenübertellung der features was der Markt kann und was dein Gerät besser kann. Mehr Kanäle? Weniger Latenz? Mehr Betriebssicherheit? Geringere Kosten? Wo im Spektrum des Marktes platziert sich das Gerät? Wie ausbaubar ist es? Welches ist der Kostenrahmen für Entwicklung? Welches die Zeit für die Markteinführung? Sobald du dort etwas baust oder zum Patent anmeldest, bekommst du sofort Briefe von Uli et. al. daß sie das schon irgendwo haben, die Funktion schon definiert und etabliert ist und du das gepflegt zurückziehen kannst. Zweckmäßiger ist es, sich drauf zu berufen, daß es Stand der Technik ist und nur eine Zusammenstellung dessen ist, was es schon gibt. Damit wäre das Ganze dann nur eine Preisfrage. Ich denke aber, daß die Horden an Audiogeräteentwickler die wir so haben (und von denen einige gerade wieder sterben) den Marktbedarf sehr gut kennen und alles emmitiert haben, was sich verkaufen lässt.
Tja. Konstantin hat ganze zwei Beiträge abgeliefert. So richtig mit Feuer und Flamme scheint er nicht dabei zu sein.
Sebastian R. schrieb: > Tja. Konstantin hat ganze zwei Beiträge abgeliefert. So richtig mit > Feuer und Flamme scheint er nicht dabei zu sein. Was dann nicht so attraktiv auf die Investoren wirken dürfte. Ich möchte das Projekt nicht zerreden, aber der Audiomarkt ist hart umkämpft. Richtig Geld machen momentan nur einige Spezialisten, die Insellösungen liefern und in der Breite die Chinesen. Dank Covid und Einbruch der Live-Musik, sowie der Musikbranche insgesamt, kann man mit Musik kaum noch Geld verdienen. Die große Masse der Musiker muss auf jeden Cent schauen. Für die meisten Nutzer, reichen auf der Bühne eine digitale stagebox als teleswitch und die gibt es heute für einige Hunderter.
Ich verstehe nicht ganz die Problematik was ein Routing von digitalisierten Audiosignalen in modernen FPGAs so kompliziert machen soll. Die Endprodukte von üblichen Platzhirschen in der Branche sind nicht wegen technischer Komplexität so teuer sondern da schwing ein viel "weil wir es können" mit. Da Musiker eher nicht technisch versiert sind sondern sich um ihre Kunst kümmern können die das eher wenig einschätzen was Preiswert ist.
Konstantin schrieb: > Was ich habe ist ein Produktkonzept und die Überzeugung > dass die Marktlücke real ist. Willkommen im Klub. Sowas haben wir wohl alle in einiger Packungsdichte in den Schubladen liegen. Dann kommen so lästige Fragen nach Finanzierung, wie ich in der Zeit mich selbst finanzieren, welche Rendite Erwartung mit Risikoaufschlag ich habe, ob der Markt dafür groß und zahlungswillig genug ist und ob wirklich alle auf mich gewartet haben oder ich mich gegen überaus zähe Mitbewerber durchsetzen muss. Und mit Teilhabern ist das auch so eine Sache, vor allem wenn man die nicht kennt, keine gemeinsame Sprache hat und ganz besonders wenn Luftikus Konzeptling mit Hardy Hardwerker zusammen arbeiten soll. 99% der Arbeit liegt da noch vor einem. Und da Du gerade komplett die Hosen runtergelassen hast und ein Gebrauchsmuster so ziemlich wertlos ist, weil ja nichts neues erfunden wird, stellt sich außerdem die Frage wozu man nun noch mit Dir teilen sollte.
Michael K. schrieb: > 99% der Arbeit liegt da noch vor einem. > Und da Du gerade komplett die Hosen runtergelassen hast und ein > Gebrauchsmuster so ziemlich wertlos ist, weil ja nichts neues erfunden > wird, stellt sich außerdem die Frage wozu man nun noch mit Dir teilen > sollte. Wo hat er denn die Hosen runtergelassen. Ich sehe hier keinen schnellen Einstieg in einem Markt, der mehr oder weniger gesättigt ist. Profis kaufen von etablierten Herstellern und brauchen schon einen guten Grund zum wechseln.
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