Hallo zusammen, ich bin bei der Reparatur eines Gleichrichters (52V 4A) aus dem Jahr 1978 auf eine Leiterplatte gestoßen, die als Spannungsverstärker arbeitet und dafür offensichtlich 2 Operationsverstärker vom Typ ßA 741 verwendet. Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins. Kann mir jemand mit einem Datenblatt und einer Funktionsbeschreibung weiterhelfen? Vielen Dank, Jörg
Den 741 gab es mal in DIL14. Keine Ahnung ob noch jemand den in DIL14 her stellt. Jedenfalls war nicht viel drin.
Jörg M. schrieb: > ich bin bei der Reparatur eines Gleichrichters (52V 4A) aus dem Jahr > 1978 auf eine Leiterplatte gestoßen, die als Spannungsverstärker > arbeitet und dafür offensichtlich 2 Operationsverstärker vom Typ ßA 741 > verwendet. Heißt der wirklich so? Mir ist noch kein Chip untergekommen mit einem "ß" in der Bezeichnung. Foto? > Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins. Vielleicht sind ja 2 OPV drin.
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Von Texas gab´s den. 2 waren im 747. Aber der 8pin kann ja mittig in den 14pin eingesetzt werden ! Gruß Hans
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Vielen Dank für das schnelle und kompetente Feedback. Beiligend die gewünschte Schaltung. Vielleicht kann mir jemand noch die Funktionsbeschreibung mitgeben, da wir hier mit 2 Operationsverstärken arbeiten?
Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741.
Der Schaltplan ist kaum zu entziffern. Man kann so halbwegs ahnen dass die Pinnummern der beiden OpAmps mit den Pins des 741 in DIL14 übereinstimmen. Wie Hans-Joachim schon schrieb, ein 741 in DIL8 passt an Stelle eines 741 in DIL14 wenn man Pin 1 um zwei Positionen verschiebt, dahin wo Pin 3 auf der Platine ist.
Ein Bild zum weiterrätseln. Scheint eine Über/Unterspannungssicherung zu sein.
Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ??? Die Schaltung bitte einmal vollständig zeigen - zur Not in 4 einzelnen Fotos - sonst wird das hier nichts. Gruß Hans
Hans-Joachim S. schrieb: > Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ??? Da braucht man aber ziemlich viel Wohlwollen... Ist doch eine ganz übliche Labornetzteilschaltung.
Wie gewünscht der gesamte Schaltplan in 4 Bildern, ich bitte die Qualität zu entschuldigen. Besser ging es gerade nicht. Gruß Jörg
Matthias S. schrieb: > Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741. Der hieß BA10741, oder so ähnlich.
Jörg M. schrieb: > Wie gewünscht der gesamte Schaltplan in 4 Bildern, ich bitte die > Qualität zu entschuldigen. Besser ging es gerade nicht. Mehr kann man bei 8,3MB auch nicht erwarten😀 Tipp: Man kann in einem Kommentar mehrere Anhänge hinzufügen.
Sorry, ich musste 30 Minuten warten um die nächsten Bilder starten zu dürfen , Bild 3 und 4
Der Hersteller war IPRS (Întreprinderea de Piese Radio și Semiconductori) Băneasa, România. https://ro.wikipedia.org/wiki/IPRS
Der Hersteller ist/war Baneasa aus Rumänien.
Hannes J. schrieb: > Den 741 gab es mal in DIL14. Das sollte doch schon reichen um mal messen zu können?
noch zwei Wikipedia-Seiten in englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Electronics_industry_in_the_Socialist_Republic_of_Romania https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_computing_in_Romania https://marina-noastra.ro/2017/06/11/iprs-baneasa-visul-spulberat-al-microelectronicii-romanesti/ Mehrere Fotos dazu, auch vom Abriss 2009
Lu schrieb: > Hannes J. schrieb: >> Den 741 gab es mal in DIL14. > Das sollte doch schon reichen um mal messen zu können? Ja, sollte. Sogar sein Schaltplan mit den Pinnummern solle. Scheint den Fragesteller aber nicht zu interessieren.
Hannes J. schrieb: > Ja, sollte. Sogar sein Schaltplan mit den Pinnummern solle. Scheint den > Fragesteller aber nicht zu interessieren. Der hat sich darauf spezialisiert, Teile des "Schaltplans" maximal groß und in maximal beschissener Qualität zu posten. Mein Scanner hat Einstellmöglichkeiten (Farbtiefe, Kontrast, Helligkeit, Gamma ..) und manchmal brauche ich drei Versuche, bevor das Ergebnis anständig aussieht - so ein riesengroß unscharfes Geschmiere bekomme ich nicht hin.
Hallo Matthias. Matthias S. schrieb: > Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741. Nee, ßA741 gabs tatsächlich auch, aus Rumänien. Siehe https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf Leider kann ich davon selber nichts lesen. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de
Den 741 haben sehr viele Firmen hergestellt, die Innenschaltung kann jeweils etwas unterschiedlich sein. Der originale µA741 wurde von Dave Fullagar bei Fairchild entwickelt und kam 1967, also vor 59 Jahren, auf den Markt. (µA = Micro Analog) Im zweiten Post hat Hannes J. (pnuebergang) das Datenblatt des Originalherstellers verlinkt. Darin ist auch die prinzipielle Innenschaltung dargestellt. Bernhard
Bernhard schrieb: > Im zweiten Post hat Hannes J. (pnuebergang) das Datenblatt des > Originalherstellers verlinkt. Hat er nicht. Das war zwar der Ersthersteller eines 741, aber nur IPRS stellte mit Westunterstützung (TI u.a.) den ßA741 und hat dessen Originaldatenblatt publiziert. Es gab ja nicht nur einen 741 und die waren manchmal von Firma zu Firma auch bei gleichlautendem Präfix derart inkompatibel in einigen Anwendungen, daß ganze Bestellserien rückabgewickelt werden mußten. Ein Korinthenkacker ders besser weiß.
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Hallo zusammen, vielen Dank für die zumeist zielführenden Feedbacks. Besonderen Dank an Bernd Wiebus und Hannes J.. Hiermit kann ich jetzt sehr gut weiterarbeiten. Gruß, Jörg
Ist aber eher ein Beta β und kein ß.
Jörg M. schrieb: > 10_Stromlaufplan_RP308961_01.tiff Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten! Bitte das JPG-Format (nur) für Fotos und Scans verwenden!
Bernd W. schrieb: > Leider kann ich davon selber nichts lesen. habs kurz überflogen: interessant - die Firma wurde mit westlicher Technologie aufgebaut, Wafertech von TI u.a., die Franzosen lieferten auch ein komplettes Lizenzpacket und IPRS exportierte auch günstig in den Westen. Das war ja auch eine Westgeldbeschaffungsmaschine. Die Abwicklung nach der Wende war korrupt und skandalös ähnlich wie die Selbstbereicherung ehemaliger Parteikader der DDR und sogar ein syrischer Terrorist Omar Hayssam war da mitverwickelt. Wers genau wissen will, kann ja ein Site-Translator bemühen.
Beitrag #8016155 wurde vom Autor gelöscht.
Hallo Emil. Emil schrieb: > habs kurz überflogen: interessant - die Firma wurde mit westlicher > Technologie aufgebaut, Wafertech von TI u.a., die Franzosen lieferten > auch ein komplettes Lizenzpacket und IPRS exportierte auch günstig in > den Westen. Das war ja auch eine Westgeldbeschaffungsmaschine. Die > Abwicklung nach der Wende war korrupt und skandalös ähnlich wie die > Selbstbereicherung ehemaliger Parteikader der DDR und sogar ein > syrischer Terrorist Omar Hayssam war da mitverwickelt. > Wers genau wissen will, kann ja ein Site-Translator bemühen. Wie man sich Täuschen kann. Ich habe das für eine Datenblattsammlung/ Katalog von 1983 gehalten. Das da soviel von Wende Firmengeschichte enthalten ist, habe ich nicht geahnt. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de
Emil hat wohl auch die Wikipedia-Seiten gelesen, darin steht einiges zur Firmengeschichte. In dem Datenbuch findet man am Schluss Vergleichstabellen zu westlichen Bauteilen. Leider sind hier alle Texte nur als Bild enthalten. Ich habe mal die sechs Seiten zum BA741 mit gimagereader und Google-translate übersetzt, hier die deutschen Texte.
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F. S. schrieb: > Der Hersteller war IPRS (Întreprinderea de Piese Radio și > Semiconductori) Băneasa, România. > > https://ro.wikipedia.org/wiki/IPRS Das Beta ist aber nicht Teil der Bezeichnung, sondern ist das Hersteller-Logo.
Christoph db1uq K. schrieb: > .. > In dem Datenbuch findet man am Schluss Vergleichstabellen zu westlichen > Bauteilen... In welchem Datenbuch?
Bernhard schrieb: > In welchem Datenbuch? Das von berndwiebus verlinkte von 1983: https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf Leider nicht durchsuchbar. Es gab mal eine Software unter Linux, die so ein PDF automatisch mittels Schrifterkennung in ein vollwertiges PDF umgewandelt hat, ich komm nur nicht auf den Namen.
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