Hallo zusammen, ich bin bei der Reparatur eines Gleichrichters (52V 4A) aus dem Jahr 1978 auf eine Leiterplatte gestoßen, die als Spannungsverstärker arbeitet und dafür offensichtlich 2 Operationsverstärker vom Typ ßA 741 verwendet. Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins. Kann mir jemand mit einem Datenblatt und einer Funktionsbeschreibung weiterhelfen? Vielen Dank, Jörg
Den 741 gab es mal in DIL14. Keine Ahnung ob noch jemand den in DIL14 her stellt. Jedenfalls war nicht viel drin.
Jörg M. schrieb: > ich bin bei der Reparatur eines Gleichrichters (52V 4A) aus dem Jahr > 1978 auf eine Leiterplatte gestoßen, die als Spannungsverstärker > arbeitet und dafür offensichtlich 2 Operationsverstärker vom Typ ßA 741 > verwendet. Heißt der wirklich so? Mir ist noch kein Chip untergekommen mit einem "ß" in der Bezeichnung. Foto? > Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins. Vielleicht sind ja 2 OPV drin.
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Von Texas gab´s den. 2 waren im 747. Aber der 8pin kann ja mittig in den 14pin eingesetzt werden ! Gruß Hans
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Vielen Dank für das schnelle und kompetente Feedback. Beiligend die gewünschte Schaltung. Vielleicht kann mir jemand noch die Funktionsbeschreibung mitgeben, da wir hier mit 2 Operationsverstärken arbeiten?
Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741.
Der Schaltplan ist kaum zu entziffern. Man kann so halbwegs ahnen dass die Pinnummern der beiden OpAmps mit den Pins des 741 in DIL14 übereinstimmen. Wie Hans-Joachim schon schrieb, ein 741 in DIL8 passt an Stelle eines 741 in DIL14 wenn man Pin 1 um zwei Positionen verschiebt, dahin wo Pin 3 auf der Platine ist.
Ein Bild zum weiterrätseln. Scheint eine Über/Unterspannungssicherung zu sein.
Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ??? Die Schaltung bitte einmal vollständig zeigen - zur Not in 4 einzelnen Fotos - sonst wird das hier nichts. Gruß Hans
Hans-Joachim S. schrieb: > Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ??? Da braucht man aber ziemlich viel Wohlwollen... Ist doch eine ganz übliche Labornetzteilschaltung.
Wie gewünscht der gesamte Schaltplan in 4 Bildern, ich bitte die Qualität zu entschuldigen. Besser ging es gerade nicht. Gruß Jörg
Matthias S. schrieb: > Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741. Der hieß BA10741, oder so ähnlich.
Jörg M. schrieb: > Wie gewünscht der gesamte Schaltplan in 4 Bildern, ich bitte die > Qualität zu entschuldigen. Besser ging es gerade nicht. Mehr kann man bei 8,3MB auch nicht erwarten😀 Tipp: Man kann in einem Kommentar mehrere Anhänge hinzufügen.
Sorry, ich musste 30 Minuten warten um die nächsten Bilder starten zu dürfen , Bild 3 und 4
Der Hersteller war IPRS (Întreprinderea de Piese Radio și Semiconductori) Băneasa, România. https://ro.wikipedia.org/wiki/IPRS
Der Hersteller ist/war Baneasa aus Rumänien.
Hannes J. schrieb: > Den 741 gab es mal in DIL14. Das sollte doch schon reichen um mal messen zu können?
noch zwei Wikipedia-Seiten in englisch: https://en.wikipedia.org/wiki/Electronics_industry_in_the_Socialist_Republic_of_Romania https://en.wikipedia.org/wiki/History_of_computing_in_Romania https://marina-noastra.ro/2017/06/11/iprs-baneasa-visul-spulberat-al-microelectronicii-romanesti/ Mehrere Fotos dazu, auch vom Abriss 2009
Lu schrieb: > Hannes J. schrieb: >> Den 741 gab es mal in DIL14. > Das sollte doch schon reichen um mal messen zu können? Ja, sollte. Sogar sein Schaltplan mit den Pinnummern solle. Scheint den Fragesteller aber nicht zu interessieren.
Hannes J. schrieb: > Ja, sollte. Sogar sein Schaltplan mit den Pinnummern solle. Scheint den > Fragesteller aber nicht zu interessieren. Der hat sich darauf spezialisiert, Teile des "Schaltplans" maximal groß und in maximal beschissener Qualität zu posten. Mein Scanner hat Einstellmöglichkeiten (Farbtiefe, Kontrast, Helligkeit, Gamma ..) und manchmal brauche ich drei Versuche, bevor das Ergebnis anständig aussieht - so ein riesengroß unscharfes Geschmiere bekomme ich nicht hin.
Hallo Matthias. Matthias S. schrieb: > Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741. Nee, ßA741 gabs tatsächlich auch, aus Rumänien. Siehe https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf Leider kann ich davon selber nichts lesen. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de
Den 741 haben sehr viele Firmen hergestellt, die Innenschaltung kann jeweils etwas unterschiedlich sein. Der originale µA741 wurde von Dave Fullagar bei Fairchild entwickelt und kam 1967, also vor 59 Jahren, auf den Markt. (µA = Micro Analog) Im zweiten Post hat Hannes J. (pnuebergang) das Datenblatt des Originalherstellers verlinkt. Darin ist auch die prinzipielle Innenschaltung dargestellt. Bernhard
Bernhard schrieb: > Im zweiten Post hat Hannes J. (pnuebergang) das Datenblatt des > Originalherstellers verlinkt. Hat er nicht. Das war zwar der Ersthersteller eines 741, aber nur IPRS stellte mit Westunterstützung (TI u.a.) den ßA741 und hat dessen Originaldatenblatt publiziert. Es gab ja nicht nur einen 741 und die waren manchmal von Firma zu Firma auch bei gleichlautendem Präfix derart inkompatibel in einigen Anwendungen, daß ganze Bestellserien rückabgewickelt werden mußten. Ein Korinthenkacker ders besser weiß.
Hallo zusammen, vielen Dank für die zumeist zielführenden Feedbacks. Besonderen Dank an Bernd Wiebus und Hannes J.. Hiermit kann ich jetzt sehr gut weiterarbeiten. Gruß, Jörg
Ist aber eher ein Beta β und kein ß.
Jörg M. schrieb: > 10_Stromlaufplan_RP308961_01.tiff Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten! Bitte das JPG-Format (nur) für Fotos und Scans verwenden!
Bernd W. schrieb: > Leider kann ich davon selber nichts lesen. habs kurz überflogen: interessant - die Firma wurde mit westlicher Technologie aufgebaut, Wafertech von TI u.a., die Franzosen lieferten auch ein komplettes Lizenzpacket und IPRS exportierte auch günstig in den Westen. Das war ja auch eine Westgeldbeschaffungsmaschine. Die Abwicklung nach der Wende war korrupt und skandalös ähnlich wie die Selbstbereicherung ehemaliger Parteikader der DDR und sogar ein syrischer Terrorist Omar Hayssam war da mitverwickelt. Wers genau wissen will, kann ja ein Site-Translator bemühen.
Beitrag #8016155 wurde von einem Moderator gelöscht.
Hallo Emil. Emil schrieb: > habs kurz überflogen: interessant - die Firma wurde mit westlicher > Technologie aufgebaut, Wafertech von TI u.a., die Franzosen lieferten > auch ein komplettes Lizenzpacket und IPRS exportierte auch günstig in > den Westen. Das war ja auch eine Westgeldbeschaffungsmaschine. Die > Abwicklung nach der Wende war korrupt und skandalös ähnlich wie die > Selbstbereicherung ehemaliger Parteikader der DDR und sogar ein > syrischer Terrorist Omar Hayssam war da mitverwickelt. > Wers genau wissen will, kann ja ein Site-Translator bemühen. Wie man sich Täuschen kann. Ich habe das für eine Datenblattsammlung/ Katalog von 1983 gehalten. Das da soviel von Wende Firmengeschichte enthalten ist, habe ich nicht geahnt. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de
Emil hat wohl auch die Wikipedia-Seiten gelesen, darin steht einiges zur Firmengeschichte. In dem Datenbuch findet man am Schluss Vergleichstabellen zu westlichen Bauteilen. Leider sind hier alle Texte nur als Bild enthalten. Ich habe mal die sechs Seiten zum BA741 mit gimagereader und Google-translate übersetzt, hier die deutschen Texte.
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F. S. schrieb: > Der Hersteller war IPRS (Întreprinderea de Piese Radio și > Semiconductori) Băneasa, România. > > https://ro.wikipedia.org/wiki/IPRS Das Beta ist aber nicht Teil der Bezeichnung, sondern ist das Hersteller-Logo.
Christoph db1uq K. schrieb: > .. > In dem Datenbuch findet man am Schluss Vergleichstabellen zu westlichen > Bauteilen... In welchem Datenbuch?
Bernhard schrieb: > In welchem Datenbuch? Das von berndwiebus verlinkte von 1983: https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf Leider nicht durchsuchbar. Es gab mal eine Software unter Linux, die so ein PDF automatisch mittels Schrifterkennung in ein vollwertiges PDF umgewandelt hat, ich komm nur nicht auf den Namen.
Bernd W. schrieb: > Wie man sich Täuschen kann. Ich habe das für eine Datenblattsammlung/ > Katalog von 1983 gehalten. ups, hast recht, habe Beiträge und Verlinkung verwechselt. Bezog mich auf den Link von marina-noastra von DB1UQ. Christoph db1uq K. schrieb: > Software unter Linux vlt. cuneiform o. tesseract?
Ja, tesseract und vuescan (verwendet tesseract) sind hier installiert, cuneiform wird zur Installation angeboten. https://de.wikipedia.org/wiki/Tesseract_(Software) https://de.wikipedia.org/wiki/VueScan https://de.wikipedia.org/wiki/CuneiForm
1. Vielen Dank für die Quellen. 2. Je beschissener die Fotos sind, desto schlechter wird leider erfahrungsgemäß der daraus erkannte OCR-Text und erfordert Nachbearbeitung. 3. Leider hat nicht jeder 741 hat dieselben Daten. Selbst wenn der TO einen von dort bekommt, könnte sich eine andere Verstärkung auf die Schaltung auswirken. 4. Bei den vermatschten Schaltungsbildern des TO hat auch keiner Lust was nachzusehen.
Christoph db1uq K. schrieb: > ... >> In welchem Datenbuch? > > Das von berndwiebus verlinkte von 1983: > https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf > Leider nicht durchsuchbar... Kannte ich noch nicht, Danke! Unter Windows habe ich OCR mit PDF24 ausgeführt. Das läuft mehrere Minuten. Die Erkennung auf Rumänisch ist nicht besonders gut, aber die meisten Zahlen hat es richtig erkannt.
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Jörg M. schrieb: > Kann mir jemand mit ... einer Funktionsbeschreibung weiterhelfen? Funktionieren wird er vom Grundprinzip wahrscheinlich wie jeder andere OpAmp mit der 741 im Namen auch. Die Zahl sieht nicht nach Zufall aus. > Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins. Dass es den auch im 14-pin DIL gab, hat Hans-Joachim ja schon geschrieben. Unbenutzte Pins sollen im Platinenlayout erkennbar sein.
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Rainer W. schrieb: >> Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins. > Dass es den auch im 14-pin DIL gab, hat Hans-Joachim ja schon > geschrieben. Unbenutzte Pins sollen im Platinenlayout erkennbar sein. Wenn/falls nicht klar erkennbar: Der hier im Forum hinterlegete Netzteilplan des Funkschau Netzteil FS 12/73 hat auf der oriignal Platine die exakt gleiche Info zum Thema 741 im DIL14 versus DIL8 Gehäuse -- dort ist es in sehr guter Auflösung erkennbar. Einfach http://www.mikrocontroller.net/attachment/51151/Labornetzgeraet_FS1973_12.zip
Nun ja, ich habe mir die Sache selbst „eingebrockt“ und den TO nach einem Schaltplan in 4 Teilen gefragt. Nun habe ich das einmal ausgedruckt, zusammengeklebt ! ! und etwas durchgesehen. Für diejenigen, die die Funktion etwas näher interessiert: Die Halbbrücke hinter der Hauptwicklung des Trafos wird von der Schaltung um den Unijunktion-Transistor (UJT) angesteuert. Dazu wird mit Hilfe der Hilfswicklung, den vor der Gleichrichterbrücke liegenden Widerständen und den 2 Z-Dioden zunächst eine Trapezspannung erzeugt. Damit wird der UJT sowohl versorgt als auch mit den 100 Hz-Netzhalbwellen synchronisiert. Das RC-Glied am Emitter des UJT sorgt für einen Phasenversatz der so erzeugten Nadelimpulse um die Thyristoren in dem jeweiligen Quadranten vollständig zu zünden. Nach der Nachverstärkung und der Anpassung durch den Zündübertrager gelangen die Zündimpulse über einen Relaiskontakt (-ganz rechts in der Zusatzschaltung) und über die Auftrennwiderstände 33 Ohm an die Gates der Thyristoren. Das hinter dem Gleichrichter angeordnete Hochlastpoti dient als Grundlast, damit die Thyristoren einen gewissen Haltestrom erhalten (-falls einmal kein Laststrom fließt). Die bereits gründlich diskutierten OPs 741 schalten jeweils den Nadelimpulsgenerator über die 2 „VerODERungs“-Dioden ab, wenn: a.) die eingestellte Ausgangsspannung erreicht ist oder b.) der eingestellte max. Laststrom überschritten wird. Somit wird die Halbbrücke dann für eine gewisse Zeit gesperrt, bis Spannung und/oder Strom wieder unterhalb der Schaltschwellen der OPs liegen. Hans-Joachim S. schrieb: > Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ??? Ich streiche also mit Wohlwollen das"Fenster" ! ;-)) H. H. schrieb: > Ist doch eine ganz übliche Labornetzteilschaltung. Ich würde H.H. bitten auch das "Labor" zu streichen - ich meine nicht "anpinseln" ! ;-)) Viele Sonntagsgrüße Hans
konkreter regeln die beiden OPV den Phasenwinkel der Thyristor Ansteuerung. D.h da wird nicht einfach nur gesperrt, sondern nach geregelt. die Ausgangsspannung bleibt daher in Grenzen konstant. bis dann den maximale Strom der entnommen wird erreicht ist- dann regelt der zweite OPV die Ansteuerung ab, so dass das Netzteil geschützt wird
Ja, ich habe den R13 übersehen -da soll wohl zwischen pin 5 (minus 15 V) und pin 17 (Ground) eine Brücke sein ? ?, der dem oberen OP eine gewisse Verstärkung verpasst - der untere OP arbeitet aber im open loop - wenn ich da nichts übersehen habe - und somit schaltet der bei Überstrom hart ab.
Ganz ganz herzlichen Dank an Hans-Joachim S., dass Sie trotz meiner schlechten Zuarbeiten, ich habe aber leider keine besseren, nicht aufgegeben haben und sich so eine Mühe gemacht haben. Diese Funktionsbeschreibung ist für mich Gold wert !!!! Bei der Suche nach dem Fehler habe ich folgende Messungen gemacht. Mein Problem ist, ich weiß nicht ob die aktuell gemessenen Spannungen für die korrekte Funktion des Gleichrichters richtig sind oder fehlerhaft. Wenn ich den Gleichrichter einschalte, fährt er auf die gewünschten 52V hoch, fährt aber dann langsam, über einige Minuten, auf bis 38V runter und bleibt da stehen. Mit dem Poti P1 sollte ich die Spannung und mit dem Poti P2 den Strom einstellen können. Die Veränderung der Poti`s haben aber fast keinen Einfluss. Ich habe daher die Spannungen am Trafo gemessen: An der Hauptwicklung (II1-II2) liegen 79V an. An der Wicklung (II3-II4) vor der Brückenschaltung liegen 122V an. An den Anschlüssen 10 (+) und 11 (-) der Leiterplatte PSA liegen 13,4V an. An der Wicklung (II5-II6) liegen 16V an, an der Wicklung (II6-II7) liegen 15,3V an und an der Wicklung (II5-II7) liegen 32V vor der Brückenschaltung an. Zwischen den PINs 3(+) und 1 (-) der Leiterplatte PSA liegen 28V. Der Gleichrichter gehört zu einer historischen Telefon-Nebenstellenanlage von der es nur noch sehr sehr wenige gibt, die wir den Besuchern unseres Museums aber gern in Funktion zeigen wollen. D.h.,wenn ich einen größeren Schaden mit dem Gleichrichter durch Unachtsamkeit verursache, hätten wir die Chance etwas Historisches für unsere Besucher zu bewahren vertan. Diese Erklärung nur zur Einordnung meiner bisherigen Zuarbeiten und Statements. Hans-Joachim, sehen Sie eine Chance über diesen Weg den Fehler zu finden oder was würden Sie mir empfehlen? Danke nochmals und einen schönen Sonntag.
Hallo Jörg, in diesem Forum dürfen wir uns ruhig Duzen - bleibt ja Alles geheim :-)). (-ich bin vermutlich mit 72 eh der Ältere ?) Jörg M. schrieb: > gehört zu einer historischen > Telefon-Nebenstellenanlage Das habe ich doch schon fast geahnt. Die gemessenen Wechsel- und Gleichspannungen sind so plausibel. Aaaaber: Jörg M. schrieb: > An den Anschlüssen 10 (+) und 11 (-) der Leiterplatte PSA liegen 13,4V an. Jetzt müssen wir uns (leider) mit Impulsspannungen beschäftigen und das erfordert einige Messungen mit dem Oszilloscope. Falls vorhanden: Da Anschluss 11 hoffentlich keine Verbindung zum Schutzleiter hat, ist das zunächst unsere (Mess)-Masse. Dann sollte an 10/PSA bzw. an 23/BR eine Trapez- oder nahezu Rechteckförmige Spannung mit 15 V Spitze/Spitze (Vss) zu messen sein. Das Ganze während des Einschaltvorgangs und ruhig längere Zeit beobachten. Am Fußpunkt (-also unten) der Primärwicklung des Impulsübertragers sollten dann sehr kurzzeitige Nadelimpulse mit ca. 15 Vss und 10 Millisekunden (ms) Impulsabstand zu messen sein. Am oberen Anschluss der Ausgangswicklung sollten ähnliche Impulse mit etwa 3 bis 5 Vss (-das ist jetzt nur geschätzt !) auftreten. Dann geht es weiter über die Relaiskontakte 7 sowie 3 am unteren Rand der kleinen Zusatzplatte "SPS" ? oder so ? Von nun an wird es "spannend", denn ich mag nicht beurteilen, wie es bei Dir mit dem Umgang mit Spannungen ab 24 bzw. 42 V so aussieht. Wenn ich hier jetzt noch weitere Tipps gebe, komme ich in eine Art "Garantenstellung", falls es mit einem Elektrounfall endet ! Es ist dann besser, einen Energieanlagen-Elektroniker an das Gerät zu lassen -wenn Du nicht selber eine entsprechende Ausbildung hast ? In Deinem Postleitzahlgebiet findet sich evtl. auch ein Forist der das übernimmt ? Schönen Sonntag noch... Hans
Hallo Hans, ich bin 5 Jahre jünger und da passt das Du. :-) Prima, ich werde in der nächsten Woche, entsprechend deiner fachlichen Unterstützung, die Messungen durchführen, die entsprechende Qualifikation habe ich. Die Messtechnik ist etwas älter, aber damit kenne ich mich besser aus. Ich gebe dir dann ein entsprechendes Feedback. Bis dahin eine schöne Zeit und nochmals vielen Dank, Jörg
Wennn der Fehler nach einiger Zeit passiert, könnte es auch ein thermisches Problem sein? Kältespray und Föhn sind gute Freude. Den 741 würde ich mal etwas abkühlen zum Test.
Lu schrieb: > Leider hat nicht jeder 741 hat dieselben Daten. Selbst wenn der TO > einen von dort bekommt, könnte sich eine andere Verstärkung auf die > Schaltung auswirken. Ahnungsloses Gelaber. Die Beschaltung des OP sorgt dafür, dass typische Exemplarstreuungen keine Auswirkung haben. Rainer W. schrieb: > Dass es den auch im 14-pin DIL gab, hat Hans-Joachim ja schon > geschrieben. Unbenutzte Pins sollen im Platinenlayout erkennbar sein. Wozu? In dem von haenschen2 gezeigten Bild ist die Belegung eindeutig erkennbar. Wer etwas genauer schaut, erkennt selbst, dass als Ersatz ein 8-poliger 741 passt. Das kann DIL-8 sein, aber auch ein TO-99 hat die gleiche Anschlußfolge. Lu schrieb: > Wennn der Fehler nach einiger Zeit passiert, könnte es auch ein > thermisches Problem sein? Kältespray und Föhn sind gute Freude. Kluge Allgemeinplätze, die nicht wirklich helfen. Wenn man den 741 verdächtigt, dann eben raus damit, das ist billiger Standardkram.
Beitrag #8017341 wurde vom Autor gelöscht.
Hallo Manfred. Manfred P. schrieb: >> Leider hat nicht jeder 741 hat dieselben Daten. Selbst wenn der TO >> einen von dort bekommt, könnte sich eine andere Verstärkung auf die >> Schaltung auswirken. > > Ahnungsloses Gelaber. Die Beschaltung des OP sorgt dafür, dass typische > Exemplarstreuungen keine Auswirkung haben. Das stimmt so platt nur für die Verstärkung. >> Wennn der Fehler nach einiger Zeit passiert, könnte es auch ein >> thermisches Problem sein? Kältespray und Föhn sind gute Freude. > > Kluge Allgemeinplätze, die nicht wirklich helfen. Richtig, ein kluger Allgemeinplatz, den man nie vergessen sollte! > Wenn man den 741 > verdächtigt, dann eben raus damit, das ist billiger Standardkram. Jain. Wenn man eine uralte Exotenvariante von 741 hat, kann der Austausch gegen "Standardkram" durchaus problematisch werden. Allerdings bin ich relativ stark überzeugt, dass man aktuelle Typen und Vergleichstypen dort zum laufen bekommt, wenn die Eckdaten passen. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.l02.de
Manfred P. schrieb: > Kluge Allgemeinplätze, die nicht wirklich helfen. Wenn man den 741 > verdächtigt, dann eben raus damit, das ist billiger Standardkram. Bevor man sinnlos Zeug auslötet, sucht man besser vorher nach dem Fehler. Kältespray ist in jeder besseren Werkstatt verfügbar.
Bernd W. schrieb: > Jain. Wenn man eine uralte Exotenvariante von 741 hat, kann der > Austausch gegen "Standardkram" durchaus problematisch werden. Allerdings > bin ich relativ stark überzeugt, dass man aktuelle Typen und > Vergleichstypen dort zum laufen bekommt, wenn die Eckdaten passen. Zum 741 gibt es wirklich Horrorgeschichten. Ich hatte schon Leiterplatten in der Hand, da wurde ein 741 mit nur 12V single supply versorgt (Datenblatt: +-10V) und zu allem Überfluss auch noch der NI Eingang direkt mit -VCC verbunden. Das pdf, aus dem der Ausschnitt stammt, ist leider so mies. Mit alten 741 von TI funktionierte das sogar, aber bei anderen Herstellern und ab ca. 1980 auch bei TI ging das in die Hose.
Hallo Hans-Joachim S., ich habe heute die von dir vorgeschlagenen Messungen mit dem Oszi durchgeführt und wie du geschrieben hast, waren an den entsprechenden Messpunkten die Rechteck- bzw. Nadelimpulse vorhanden. Ich habe die Nadelimpulse dann auch noch am Punkt P1-G (der Punkt wo die Leitung von der Platine SPS (3) und die beiden Gatewiderstände zusammenkommen) sehen können. Wie von dir vorgeschlagen, werde ich nunmehr zu einem Industrie-Elektroniker mit entsprechender Werkstatt und Messausrüstung gehen und den Gleichrichter zum laufen bringen. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an dich für die außerordentlich gute Unterstützung sowie die anderen Foristen für ihre Beiträge. Macht weiter so, Jörg
Dieter W. schrieb: > Das pdf, aus dem der Ausschnitt stammt, ist leider so mies. Vielleicht ist ja auch nur der Schaltplan in diesem PDF so mies, und stimmt gar nicht wirklich mit der realen Schaltung überein. > Mit alten 741 von TI funktionierte das sogar, aber bei anderen Wie soll das denn bei den TI-Teilen funktionieren. Negative Signalanteile unter Massepotential sind da jedenfalls nicht drin. Ich kann mir aber vorstellen, das Signalanteile über den R17 zum Ausgang durchtröpfeln können, und so den Eindruck erwecken kann, dass es doch irgendwie funktioniert.
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Hallo Jörg, zunächst vielen Dank für die Rückmeldung. Jörg M. schrieb: > Ich habe die > Nadelimpulse dann auch noch am Punkt P1-G (der Punkt wo die Leitung von > der Platine SPS (3) und die beiden Gatewiderstände zusammenkommen) sehen > können. Aber vielleicht kannst Du oder der evtl. befreundete Elektroniker noch einmal kurz den Einsteller R4 am Ausgang überprüfen. ! Aber nicht verstellen, sondern durchmessen ! Der sollte eigentlich eine Grundlast bilden, damit die Thyristor-Halbbrücke nicht völlig unbelastet ist. Dann würden -nach dem Zünden der Thyristoren- diese gleich wieder gelöscht weil der Haltestrom unterschritten wird. Dieser einstellbare Widerstand ist mit ständig ca. 20 Watt belastet, muss also schon etwas größer sein und vielleicht einfach nur unterbrochen. Dann weiterhin viel Erfolg. Gruß Hans
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