Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Datenblatt und Funktionsbeschreibung für Operationsverstärker ßA 741 gesucht


von Jörg M. (storyman)


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Hallo zusammen,
ich bin bei der Reparatur eines Gleichrichters (52V 4A) aus dem Jahr 
1978 auf eine Leiterplatte gestoßen, die als Spannungsverstärker 
arbeitet und dafür offensichtlich 2 Operationsverstärker vom Typ ßA 741 
verwendet. Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins. Kann mir 
jemand mit einem Datenblatt und einer Funktionsbeschreibung 
weiterhelfen?
Vielen Dank, Jörg

von Hannes J. (pnuebergang)


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Den 741 gab es mal in DIL14. Keine Ahnung ob noch jemand den in DIL14 
her stellt. Jedenfalls war nicht viel drin.

von Jörg R. (solar77)


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Jörg M. schrieb:
> ich bin bei der Reparatur eines Gleichrichters (52V 4A) aus dem Jahr
> 1978 auf eine Leiterplatte gestoßen, die als Spannungsverstärker
> arbeitet und dafür offensichtlich 2 Operationsverstärker vom Typ ßA 741
> verwendet.

Heißt der wirklich so? Mir ist noch kein Chip untergekommen mit einem 
"ß" in der Bezeichnung.

Foto?

> Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins.

Vielleicht sind ja 2 OPV drin.

: Bearbeitet durch User
von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Von Texas gab´s den.
2 waren im 747.
Aber der 8pin kann ja mittig in den 14pin eingesetzt werden !
Gruß
Hans

: Bearbeitet durch User
von Jörg M. (storyman)


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Vielen Dank für das schnelle und kompetente Feedback.
Beiligend die gewünschte Schaltung.
Vielleicht kann mir jemand noch die Funktionsbeschreibung mitgeben, da 
wir hier mit 2 Operationsverstärken arbeiten?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Der Schaltplan ist kaum zu entziffern. Man kann so halbwegs ahnen dass 
die Pinnummern der beiden OpAmps mit den Pins des 741 in DIL14 
übereinstimmen.

Wie Hans-Joachim schon schrieb, ein 741 in DIL8 passt an Stelle eines 
741 in DIL14 wenn man Pin 1 um zwei Positionen verschiebt, dahin wo Pin 
3 auf der Platine ist.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Ein Bild zum weiterrätseln.
Scheint eine Über/Unterspannungssicherung zu sein.

von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ???
Die Schaltung bitte einmal vollständig zeigen - zur Not in 4 einzelnen 
Fotos - sonst wird das hier nichts.
Gruß
Hans

von H. H. (hhinz)


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Hans-Joachim S. schrieb:
> Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ???

Da braucht man aber ziemlich viel Wohlwollen...

Ist doch eine ganz übliche Labornetzteilschaltung.

von Jörg M. (storyman)


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Wie gewünscht der gesamte Schaltplan in 4 Bildern, ich bitte die 
Qualität zu entschuldigen. Besser ging es gerade nicht.
Gruß Jörg

von Jörg M. (storyman)


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Bild 2

von H. H. (hhinz)


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Matthias S. schrieb:
> Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741.

Der hieß BA10741, oder so ähnlich.

von Jörg R. (solar77)


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Jörg M. schrieb:
> Wie gewünscht der gesamte Schaltplan in 4 Bildern, ich bitte die
> Qualität zu entschuldigen. Besser ging es gerade nicht.

Mehr kann man bei 8,3MB auch nicht erwarten😀

Tipp: Man kann in einem Kommentar mehrere Anhänge hinzufügen.

von Jörg M. (storyman)



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Sorry, ich musste 30 Minuten warten um die nächsten Bilder starten zu 
dürfen , Bild 3 und 4

von F. S. (frank_s861)


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Der Hersteller war IPRS (Întreprinderea de Piese Radio și 
Semiconductori) Băneasa, România.

https://ro.wikipedia.org/wiki/IPRS

von Christoph Z. (rayelec)


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Der Hersteller ist/war Baneasa aus Rumänien.

von Lu (oszi45)


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Hannes J. schrieb:
> Den 741 gab es mal in DIL14.
Das sollte doch schon reichen um mal messen zu können?

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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von Hannes J. (pnuebergang)


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Lu schrieb:
> Hannes J. schrieb:
>> Den 741 gab es mal in DIL14.
> Das sollte doch schon reichen um mal messen zu können?

Ja, sollte. Sogar sein Schaltplan mit den Pinnummern solle. Scheint den 
Fragesteller aber nicht zu interessieren.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Hannes J. schrieb:
> Ja, sollte. Sogar sein Schaltplan mit den Pinnummern solle. Scheint den
> Fragesteller aber nicht zu interessieren.

Der hat sich darauf spezialisiert, Teile des "Schaltplans" maximal groß 
und in maximal beschissener Qualität zu posten. Mein Scanner hat 
Einstellmöglichkeiten (Farbtiefe, Kontrast, Helligkeit, Gamma ..) und 
manchmal brauche ich drei Versuche, bevor das Ergebnis anständig 
aussieht - so ein riesengroß unscharfes Geschmiere bekomme ich nicht 
hin.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Matthias.

Matthias S. schrieb:
> Vllt. gabs den auch mal von Rohm und hiess BA741.

Nee, ßA741 gabs tatsächlich auch, aus Rumänien. Siehe
https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf

Leider kann ich davon selber nichts lesen.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Bernhard (bernhard_123)


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Den 741 haben sehr viele Firmen hergestellt, die Innenschaltung kann 
jeweils etwas unterschiedlich sein.

Der originale µA741 wurde von Dave Fullagar bei Fairchild entwickelt und 
kam 1967, also vor 59 Jahren, auf den Markt. (µA = Micro Analog)

Im zweiten Post hat Hannes J. (pnuebergang) das Datenblatt des 
Originalherstellers verlinkt. Darin ist auch die prinzipielle 
Innenschaltung dargestellt.

Bernhard

von Emil (Gast)


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Bernhard schrieb:
> Im zweiten Post hat Hannes J. (pnuebergang) das Datenblatt des
> Originalherstellers verlinkt.

Hat er nicht. Das war zwar der Ersthersteller eines 741, aber nur IPRS 
stellte mit Westunterstützung (TI u.a.) den ßA741 und hat dessen 
Originaldatenblatt publiziert. Es gab ja nicht nur einen 741 und die 
waren manchmal von Firma zu Firma auch bei gleichlautendem Präfix derart 
inkompatibel in einigen Anwendungen, daß ganze Bestellserien 
rückabgewickelt werden mußten.

Ein Korinthenkacker ders besser weiß.

von Jörg M. (storyman)


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Hallo zusammen,
vielen Dank für die zumeist zielführenden Feedbacks.
Besonderen Dank an Bernd Wiebus und Hannes J.. Hiermit kann ich jetzt 
sehr gut weiterarbeiten.
Gruß, Jörg

von Julian L. (rommudoh)


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Ist aber eher ein Beta β und kein ß.

von Rainer W. (rawi)


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Jörg M. schrieb:
> 10_Stromlaufplan_RP308961_01.tiff

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!
Bitte das JPG-Format (nur) für Fotos und Scans verwenden!

von Emil (Gast)


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Bernd W. schrieb:
> Leider kann ich davon selber nichts lesen.

habs kurz überflogen: interessant - die Firma wurde mit westlicher 
Technologie aufgebaut, Wafertech von TI u.a., die Franzosen lieferten 
auch ein komplettes Lizenzpacket und IPRS exportierte auch günstig in 
den Westen. Das war ja auch eine Westgeldbeschaffungsmaschine. Die 
Abwicklung nach der Wende war korrupt und skandalös ähnlich wie die 
Selbstbereicherung ehemaliger Parteikader der DDR und sogar ein 
syrischer Terrorist Omar Hayssam war da mitverwickelt.

Wers genau wissen will, kann ja ein Site-Translator bemühen.

Beitrag #8016155 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Emil.

Emil schrieb:

> habs kurz überflogen: interessant - die Firma wurde mit westlicher
> Technologie aufgebaut, Wafertech von TI u.a., die Franzosen lieferten
> auch ein komplettes Lizenzpacket und IPRS exportierte auch günstig in
> den Westen. Das war ja auch eine Westgeldbeschaffungsmaschine. Die
> Abwicklung nach der Wende war korrupt und skandalös ähnlich wie die
> Selbstbereicherung ehemaliger Parteikader der DDR und sogar ein
> syrischer Terrorist Omar Hayssam war da mitverwickelt.

> Wers genau wissen will, kann ja ein Site-Translator bemühen.

Wie man sich Täuschen kann. Ich habe das für eine Datenblattsammlung/ 
Katalog von 1983 gehalten. Das da soviel von Wende Firmengeschichte 
enthalten ist, habe ich nicht geahnt.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Emil hat wohl auch die Wikipedia-Seiten gelesen, darin steht einiges zur 
Firmengeschichte.
In dem Datenbuch findet man am Schluss Vergleichstabellen zu westlichen 
Bauteilen. Leider sind hier alle Texte nur als Bild enthalten.
Ich habe mal die sechs Seiten zum BA741 mit gimagereader und 
Google-translate übersetzt, hier die deutschen Texte.

: Bearbeitet durch User
von Jens G. (jensig)


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F. S. schrieb:
> Der Hersteller war IPRS (Întreprinderea de Piese Radio și
> Semiconductori) Băneasa, România.
>
> https://ro.wikipedia.org/wiki/IPRS

Das Beta ist aber nicht Teil der Bezeichnung, sondern ist das 
Hersteller-Logo.

von Bernhard (bernhard_123)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> ..
> In dem Datenbuch findet man am Schluss Vergleichstabellen zu westlichen
> Bauteilen...

In welchem Datenbuch?

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Bernhard schrieb:
> In welchem Datenbuch?

Das von berndwiebus verlinkte von 1983:
https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf

Leider nicht durchsuchbar. Es gab mal eine Software unter Linux, die so 
ein PDF automatisch mittels Schrifterkennung in ein vollwertiges PDF 
umgewandelt hat, ich komm nur nicht auf den Namen.

von Emil (Gast)


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Bernd W. schrieb:
> Wie man sich Täuschen kann. Ich habe das für eine Datenblattsammlung/
> Katalog von 1983 gehalten.

ups, hast recht, habe Beiträge und Verlinkung verwechselt. Bezog mich 
auf den Link von marina-noastra von DB1UQ.

Christoph db1uq K. schrieb:
> Software unter Linux

vlt. cuneiform o. tesseract?

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ja, tesseract und vuescan (verwendet tesseract) sind hier installiert, 
cuneiform wird zur Installation angeboten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tesseract_(Software)
https://de.wikipedia.org/wiki/VueScan
https://de.wikipedia.org/wiki/CuneiForm

von Lu (oszi45)


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1. Vielen Dank für die Quellen.
2. Je beschissener die Fotos sind, desto schlechter wird leider 
erfahrungsgemäß der daraus erkannte OCR-Text und erfordert 
Nachbearbeitung.
3. Leider hat nicht jeder 741 hat dieselben Daten. Selbst wenn der TO 
einen von dort bekommt, könnte sich eine andere Verstärkung auf die 
Schaltung auswirken.
4. Bei den vermatschten Schaltungsbildern des TO hat auch keiner Lust 
was nachzusehen.

von Bernhard (bernhard_123)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> ...
>> In welchem Datenbuch?
>
> Das von berndwiebus verlinkte von 1983:
> 
https://eprofu.ro/docs/tehnic/documente/cataloage-electronica/catalog-circuite-analogice.pdf
> Leider nicht durchsuchbar...

Kannte ich noch nicht, Danke!

Unter Windows habe ich OCR mit PDF24 ausgeführt. Das läuft mehrere 
Minuten. Die Erkennung auf Rumänisch ist nicht besonders gut, aber die 
meisten Zahlen hat es richtig erkannt.

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Jörg M. schrieb:
> Kann mir jemand mit ... einer Funktionsbeschreibung weiterhelfen?

Funktionieren wird er vom Grundprinzip wahrscheinlich wie jeder andere 
OpAmp mit der 741 im Namen auch. Die Zahl sieht nicht nach Zufall aus.

> Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins.
Dass es den auch im 14-pin DIL gab, hat Hans-Joachim ja schon 
geschrieben. Unbenutzte Pins sollen im Platinenlayout erkennbar sein.

: Bearbeitet durch User
von Andrew T. (marsufant)


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Rainer W. schrieb:
>> Anders als der UA 741 hat dieser aber 2x7=14 Pins.
> Dass es den auch im 14-pin DIL gab, hat Hans-Joachim ja schon
> geschrieben. Unbenutzte Pins sollen im Platinenlayout erkennbar sein.

Wenn/falls nicht klar erkennbar: Der hier im Forum hinterlegete 
Netzteilplan des Funkschau Netzteil FS 12/73 hat auf der oriignal 
Platine die exakt gleiche Info zum Thema 741 im DIL14 versus DIL8 
Gehäuse -- dort ist es in sehr guter Auflösung erkennbar.
Einfach
http://www.mikrocontroller.net/attachment/51151/Labornetzgeraet_FS1973_12.zip

von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Nun ja, ich habe mir die Sache selbst „eingebrockt“ und den TO nach 
einem Schaltplan in 4 Teilen gefragt. Nun habe ich das einmal 
ausgedruckt, zusammengeklebt ! ! und etwas durchgesehen.
Für diejenigen, die die Funktion etwas näher interessiert:
Die Halbbrücke hinter der Hauptwicklung des Trafos wird von der 
Schaltung um den Unijunktion-Transistor (UJT) angesteuert. Dazu wird mit 
Hilfe der Hilfswicklung, den vor der Gleichrichterbrücke liegenden 
Widerständen und den 2 Z-Dioden zunächst eine Trapezspannung erzeugt. 
Damit wird der UJT sowohl versorgt als auch mit den 100 
Hz-Netzhalbwellen synchronisiert. Das RC-Glied am Emitter des UJT sorgt 
für einen Phasenversatz der so erzeugten Nadelimpulse um die Thyristoren 
in dem jeweiligen Quadranten vollständig zu zünden. Nach der 
Nachverstärkung und der Anpassung durch den Zündübertrager gelangen die 
Zündimpulse über einen Relaiskontakt (-ganz rechts in der 
Zusatzschaltung) und über die Auftrennwiderstände 33 Ohm an die Gates 
der Thyristoren. Das hinter dem Gleichrichter angeordnete  Hochlastpoti 
dient als Grundlast, damit die Thyristoren einen gewissen Haltestrom 
erhalten (-falls einmal kein Laststrom fließt).
Die bereits gründlich diskutierten OPs 741 schalten jeweils den 
Nadelimpulsgenerator über die 2 „VerODERungs“-Dioden ab, wenn:
a.)  die eingestellte Ausgangsspannung erreicht ist oder
b.)  der eingestellte max. Laststrom überschritten wird.
Somit wird die Halbbrücke dann für eine gewisse Zeit gesperrt, bis 
Spannung und/oder Strom wieder unterhalb der Schaltschwellen der OPs 
liegen.

Hans-Joachim S. schrieb:
> Ich erkenne da mit viel Wohlwollen einen Fensterkomperator ???
Ich streiche also mit Wohlwollen das"Fenster" ! ;-))

H. H. schrieb:
> Ist doch eine ganz übliche Labornetzteilschaltung.
Ich würde H.H. bitten auch das "Labor" zu streichen - ich meine nicht 
"anpinseln" ! ;-))

Viele Sonntagsgrüße
Hans

von Andrew T. (marsufant)


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konkreter regeln die beiden OPV den Phasenwinkel der Thyristor 
Ansteuerung. D.h da wird nicht einfach nur gesperrt, sondern nach 
geregelt. die Ausgangsspannung bleibt daher in Grenzen konstant. bis 
dann den maximale Strom der entnommen wird erreicht ist- dann regelt der 
zweite OPV die Ansteuerung ab, so dass das Netzteil geschützt wird

von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Ja, ich habe den R13 übersehen -da soll wohl zwischen pin 5 (minus 15 V) 
und pin 17 (Ground) eine Brücke sein ? ?,  der dem oberen OP eine 
gewisse Verstärkung verpasst - der untere OP arbeitet aber im open loop 
- wenn ich da nichts übersehen habe - und somit schaltet der bei 
Überstrom hart ab.

von Jörg M. (storyman)


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Ganz ganz herzlichen Dank an Hans-Joachim S., dass Sie trotz meiner 
schlechten Zuarbeiten, ich habe aber leider keine besseren, nicht 
aufgegeben haben und sich so eine Mühe gemacht haben.
Diese Funktionsbeschreibung ist für mich Gold wert !!!!
Bei der Suche nach dem Fehler habe ich folgende Messungen gemacht. Mein 
Problem ist, ich weiß nicht ob die aktuell gemessenen Spannungen für die 
korrekte Funktion des Gleichrichters richtig sind oder fehlerhaft.
Wenn ich den Gleichrichter einschalte, fährt er auf die gewünschten 52V 
hoch, fährt aber dann langsam, über einige Minuten, auf bis 38V runter 
und bleibt da stehen. Mit dem Poti P1 sollte ich die Spannung und mit 
dem Poti P2 den Strom einstellen können. Die Veränderung der Poti`s 
haben aber fast keinen Einfluss.
Ich habe daher die Spannungen am Trafo gemessen:
An der Hauptwicklung (II1-II2) liegen 79V an.
An der Wicklung (II3-II4) vor der Brückenschaltung liegen 122V an. An 
den Anschlüssen 10 (+) und 11 (-) der Leiterplatte PSA liegen 13,4V an.
An der Wicklung (II5-II6) liegen 16V an, an der Wicklung (II6-II7) 
liegen 15,3V an und an der Wicklung (II5-II7) liegen 32V vor der 
Brückenschaltung an. Zwischen den PINs 3(+) und 1 (-) der Leiterplatte 
PSA liegen 28V.

Der Gleichrichter gehört zu einer historischen 
Telefon-Nebenstellenanlage von der es nur noch sehr sehr wenige gibt, 
die wir den Besuchern unseres Museums aber gern in Funktion zeigen 
wollen. D.h.,wenn ich einen größeren Schaden mit dem Gleichrichter durch 
Unachtsamkeit verursache, hätten wir die Chance etwas Historisches für 
unsere Besucher zu bewahren vertan.
Diese Erklärung nur zur Einordnung meiner bisherigen Zuarbeiten und 
Statements.
Hans-Joachim, sehen Sie eine Chance über diesen Weg den Fehler zu finden 
oder was würden Sie mir empfehlen?
Danke nochmals und einen schönen Sonntag.

von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Hallo Jörg,
in diesem Forum dürfen wir uns ruhig Duzen - bleibt ja Alles geheim 
:-)).
(-ich bin vermutlich mit 72 eh der Ältere ?)

Jörg M. schrieb:
> gehört zu einer historischen
> Telefon-Nebenstellenanlage
Das habe ich doch schon fast geahnt.
Die gemessenen Wechsel- und Gleichspannungen sind so plausibel.
Aaaaber:
Jörg M. schrieb:
> An den Anschlüssen 10 (+) und 11 (-) der Leiterplatte PSA liegen 13,4V an.
Jetzt müssen wir uns (leider) mit Impulsspannungen beschäftigen und das
erfordert einige Messungen mit dem Oszilloscope.
Falls vorhanden: Da Anschluss 11 hoffentlich keine Verbindung zum 
Schutzleiter hat, ist das zunächst unsere (Mess)-Masse. Dann sollte an 
10/PSA bzw. an 23/BR eine Trapez- oder nahezu Rechteckförmige Spannung 
mit 15 V Spitze/Spitze (Vss) zu messen sein. Das Ganze während des 
Einschaltvorgangs und ruhig längere Zeit beobachten.
Am Fußpunkt (-also unten) der Primärwicklung des Impulsübertragers 
sollten dann sehr kurzzeitige Nadelimpulse mit ca. 15 Vss und 10 
Millisekunden (ms) Impulsabstand zu messen sein. Am oberen Anschluss der 
Ausgangswicklung sollten ähnliche Impulse mit etwa 3 bis 5 Vss (-das ist 
jetzt nur geschätzt !) auftreten. Dann geht es weiter über die 
Relaiskontakte 7 sowie 3 am unteren Rand der kleinen Zusatzplatte "SPS" 
? oder so ?
Von nun an wird es "spannend", denn ich mag nicht beurteilen, wie es bei 
Dir mit dem Umgang mit Spannungen ab 24 bzw. 42 V so aussieht. Wenn ich 
hier jetzt noch weitere Tipps gebe, komme ich in eine Art 
"Garantenstellung", falls es mit einem Elektrounfall endet !
Es ist dann besser, einen Energieanlagen-Elektroniker an das Gerät zu 
lassen -wenn Du nicht selber eine entsprechende Ausbildung hast ?
In Deinem Postleitzahlgebiet findet sich evtl. auch ein Forist der das 
übernimmt ?
Schönen Sonntag noch...
Hans

von Jörg M. (storyman)


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Hallo Hans, ich bin 5 Jahre jünger und da passt das Du. :-)

Prima, ich werde in der nächsten Woche, entsprechend deiner fachlichen 
Unterstützung, die Messungen durchführen, die entsprechende 
Qualifikation habe ich. Die Messtechnik ist etwas älter, aber damit 
kenne ich mich besser aus. Ich gebe dir dann ein entsprechendes 
Feedback.
Bis dahin eine schöne Zeit und nochmals vielen Dank, Jörg

von Lu (oszi45)


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Wennn der Fehler nach einiger Zeit passiert, könnte es auch ein 
thermisches Problem sein? Kältespray und Föhn sind gute Freude. Den 
741 würde ich mal etwas abkühlen zum Test.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Lu schrieb:
> Leider hat nicht jeder 741 hat dieselben Daten. Selbst wenn der TO
> einen von dort bekommt, könnte sich eine andere Verstärkung auf die
> Schaltung auswirken.

Ahnungsloses Gelaber. Die Beschaltung des OP sorgt dafür, dass typische 
Exemplarstreuungen keine Auswirkung haben.

Rainer W. schrieb:
> Dass es den auch im 14-pin DIL gab, hat Hans-Joachim ja schon
> geschrieben. Unbenutzte Pins sollen im Platinenlayout erkennbar sein.

Wozu? In dem von haenschen2 gezeigten Bild ist die Belegung eindeutig 
erkennbar. Wer etwas genauer schaut, erkennt selbst, dass als Ersatz ein 
8-poliger 741 passt. Das kann DIL-8 sein, aber auch ein TO-99 hat die 
gleiche Anschlußfolge.

Lu schrieb:
> Wennn der Fehler nach einiger Zeit passiert, könnte es auch ein
> thermisches Problem sein? Kältespray und Föhn sind gute Freude.

Kluge Allgemeinplätze, die nicht wirklich helfen. Wenn man den 741 
verdächtigt, dann eben raus damit, das ist billiger Standardkram.

Beitrag #8017341 wurde vom Autor gelöscht.
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Manfred.

Manfred P. schrieb:

>> Leider hat nicht jeder 741 hat dieselben Daten. Selbst wenn der TO
>> einen von dort bekommt, könnte sich eine andere Verstärkung auf die
>> Schaltung auswirken.
>
> Ahnungsloses Gelaber. Die Beschaltung des OP sorgt dafür, dass typische
> Exemplarstreuungen keine Auswirkung haben.

Das stimmt so platt nur für die Verstärkung.

>> Wennn der Fehler nach einiger Zeit passiert, könnte es auch ein
>> thermisches Problem sein? Kältespray und Föhn sind gute Freude.
>
> Kluge Allgemeinplätze, die nicht wirklich helfen.

Richtig, ein kluger Allgemeinplatz, den man nie vergessen sollte!

> Wenn man den 741
> verdächtigt, dann eben raus damit, das ist billiger Standardkram.

Jain. Wenn man eine uralte Exotenvariante von 741 hat, kann der 
Austausch gegen "Standardkram" durchaus problematisch werden. Allerdings 
bin ich relativ stark überzeugt, dass man aktuelle Typen und 
Vergleichstypen dort zum laufen bekommt, wenn die Eckdaten passen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

von Lu (oszi45)


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Manfred P. schrieb:
> Kluge Allgemeinplätze, die nicht wirklich helfen. Wenn man den 741
> verdächtigt, dann eben raus damit, das ist billiger Standardkram.

Bevor man sinnlos Zeug auslötet, sucht man besser vorher nach dem 
Fehler. Kältespray ist in jeder besseren Werkstatt verfügbar.

von Dieter W. (dds5)


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Bernd W. schrieb:
> Jain. Wenn man eine uralte Exotenvariante von 741 hat, kann der
> Austausch gegen "Standardkram" durchaus problematisch werden. Allerdings
> bin ich relativ stark überzeugt, dass man aktuelle Typen und
> Vergleichstypen dort zum laufen bekommt, wenn die Eckdaten passen.

Zum 741 gibt es wirklich Horrorgeschichten.
Ich hatte schon Leiterplatten in der Hand, da wurde ein 741 mit nur 12V 
single supply versorgt (Datenblatt: +-10V) und zu allem Überfluss auch 
noch der NI Eingang direkt mit -VCC verbunden.

Das pdf, aus dem der Ausschnitt stammt, ist leider so mies.
Mit alten 741 von TI funktionierte das sogar, aber bei anderen 
Herstellern und ab ca. 1980 auch bei TI ging das in die Hose.

von Jörg M. (storyman)


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Hallo Hans-Joachim S.,
ich habe heute die von dir vorgeschlagenen Messungen mit dem Oszi 
durchgeführt und wie du geschrieben hast, waren an den entsprechenden 
Messpunkten die Rechteck- bzw. Nadelimpulse vorhanden. Ich habe die 
Nadelimpulse dann auch noch am Punkt P1-G (der Punkt wo die Leitung von 
der Platine SPS (3) und die beiden Gatewiderstände zusammenkommen) sehen 
können.
Wie von dir vorgeschlagen, werde ich nunmehr zu einem 
Industrie-Elektroniker mit entsprechender Werkstatt und Messausrüstung 
gehen und den Gleichrichter zum laufen bringen.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an dich für die 
außerordentlich gute Unterstützung sowie die anderen Foristen für ihre 
Beiträge.

Macht weiter so, Jörg

von Jens G. (jensig)


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Dieter W. schrieb:
> Das pdf, aus dem der Ausschnitt stammt, ist leider so mies.

Vielleicht ist ja auch nur der Schaltplan in diesem PDF so mies, und 
stimmt gar nicht wirklich mit der realen Schaltung überein.

> Mit alten 741 von TI funktionierte das sogar, aber bei anderen

Wie soll das denn bei den TI-Teilen funktionieren. Negative 
Signalanteile unter Massepotential sind da jedenfalls nicht drin. Ich 
kann mir aber vorstellen, das Signalanteile über den R17 zum Ausgang 
durchtröpfeln können, und so den Eindruck erwecken kann, dass es doch 
irgendwie funktioniert.

: Bearbeitet durch User
von Hans-Joachim S. (haenschen2)


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Hallo Jörg,
zunächst vielen Dank für die Rückmeldung.

Jörg M. schrieb:
> Ich habe die
> Nadelimpulse dann auch noch am Punkt P1-G (der Punkt wo die Leitung von
> der Platine SPS (3) und die beiden Gatewiderstände zusammenkommen) sehen
> können.

Aber vielleicht kannst Du oder der evtl. befreundete Elektroniker noch 
einmal kurz den Einsteller R4 am Ausgang überprüfen. ! Aber nicht 
verstellen, sondern durchmessen ! Der sollte eigentlich eine Grundlast 
bilden, damit die Thyristor-Halbbrücke nicht völlig unbelastet ist. Dann 
würden -nach dem Zünden der Thyristoren- diese gleich wieder gelöscht 
weil der Haltestrom unterschritten wird.
Dieser einstellbare Widerstand ist mit ständig ca. 20 Watt belastet, 
muss also schon etwas größer sein und vielleicht einfach nur 
unterbrochen.

Dann weiterhin viel Erfolg.
Gruß
Hans

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