Ich plane gerade eine neue Uhr. Sekundenpendel (0,5 Hz) , Antrieb über E-Magnet. Der Magnet ist etwa eine Sekunde bestromt, eine Sekunde nicht. Die Auslösung erfolgt über Lichtschranken + elektronisches Relais. Alternativ: Magnet zieht an und fällt in eine Sperrklinke. Ein zweiter Magnet löst die Klinke. Unabhängig davon: Was passiert bei Netzausfall? Wäre blöd. Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es? DC, 6, 12 oder 24 V. Ist alles noch völlig offen. Grüße Bernd
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Bernd F. schrieb: > Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es? Was hast du denn selbst dazu heraus gefunden? Betrieb an Akku mit Ladegerät wäre eine offensichtliche Möglichkeit.
Das wäre eine Möglichkeit. Optimal wäre eine Geschichte mit 15-20 Jahren Lebensdauer. Grüße Bernd
Bernd F. schrieb: > Optimal wäre eine Geschichte mit > 15-20 Jahren Lebensdauer. Na und? Was hast du denn selbst dazu heraus gefunden?
Klassisch mit mechanischem Energiespeicher? Also Uhrgewichte/Uhrfeder? Wenn der Strom ausfällt, läuft die Uhr einfach (ungenauer) weiter.
Bernd F. schrieb: > Das wäre eine Möglichkeit. Optimal wäre eine Geschichte mit > 15-20 Jahren Lebensdauer. Da das Teil für Magneten etc. Leistung brauchen wird, ist ne Batterie die 15-20 Jahre ohne mehrere Male Austauschen hält unrealistisch. Also auch Akkus die ständig nachgeladen oder gehalten werden. Nur nen Beispiel von Blei-Säure-Akkus aus USVs für Server: die Akkus halten etwa 4 bis max. 5 Jahre und müssen dann getauscht werden. Daher mein Vorschlag: DCF77 oder GPS und wenn der Strom wiederkommt die Uhr damit nachstellen.
Bernd F. schrieb: > Optimal wäre eine Geschichte mit 15-20 Jahren Lebensdauer. Perpetuum Mobile. Zum Beispiel von David E. H. Jones - besser bekannt unter seinem Künstlernamen "Daedalus" als Mitarbeiter der fiktiven Firma "Dreadco".
Bernd F. schrieb: > Unabhängig davon: Was passiert bei Netzausfall? Wäre blöd. > Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es? > > DC, 6, 12 oder 24 V. Ist alles noch völlig offen. Die Auswahl der Notversorgung hängt von mehreren Faktoren ab, wesentlich von der benötigten Leistung. Du bist gefordert, Deine gewünschte Spannung zu definieren, mit "völig offen" drehst Du Dich im Kreis. Nemopuk schrieb: > Was hast du denn selbst dazu heraus gefunden? Nemopuk schrieb: > Was hast du denn selbst dazu heraus gefunden? Hast Du einen klugen Papagei gefressen? Du weißt, wem Du antwortest?
BirnKichler S. schrieb: > Wie ist dieses Projekt ausgegangen: > Beitrag "Datenlogger Pendeluhr" Ohne Erfolg. Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen? Kann ich mir leider nicht leisten. So bleibt mir nur Zettel und Stift. Täglich Gangabweichung zur Referenzuhr ermitteln, Temperatur und Luftdruck aufschreiben und Kurven auf Millimeterpapier zeichnen. Blöd. Grüße Bernd
Die "Notversorgung" könnte ja nur selten nötig sein. Stinknormale Batterien mit einer blinkenden Led, die Wechsel anzeigt? Aber wie baut man das in die Netzversorgung ein? Die ganze Sache ist ja erst in grober Vorplanung, eine Fest- legung auf eine Systemspannung ist noch nicht erfolgt. 12 V DC scheint für mögliche Komponenten: Netzteil, Lichtschranken, Relais usw. sinnvoll zu sein. Magnetspulen evtl.selbst wickeln. Die Leistung kann ich jetzt nicht mal annähernd bestimmen. Grüße Bernd
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Bernd F. schrieb: > Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es? Wie viele Sekunden willst du denn überbrücken?
Bernd F. schrieb: > Aber wie baut man das in die Netzversorgung ein? Wenn Du die benutzte Spannung kennst, kannst Du die Batterie im einfachsten Fall mit einer Gleichrichterdiode vom Netzteil trennen, wenn die Batterie eine etwas niedrigere Spannung hat. Frage ist, wie lange die Stützbatterie Deine Uhr betreiben soll und ob die niedrigere Spannung für Deine Uhr ausreicht. In den Kalender schreibst Du wann die Batterie erneuert werden muß.
Nick schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Welche kostengünstige Überbrückungsmöglichkeiten gibt es? > > Wie viele Sekunden willst du denn überbrücken? Eine Stunde? Wie lange dauert ein Stromausfall? Vor einem Jahr ist der Trafo, 100m weg, explodiert. Das hat 6 Stunden gedauert. Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden Gang bis zum nächsten Aufzug. Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz vor Einschalten des Aufzuges eintritt. Eine halbe Stunde sollte reichen. Stromausfälle sind selten und meist kurz. Das ist ja nichts lebenswichtiges, sondern nur ärgerlich. Ich wollte ja nur wissen, wie man Stützbatterien da integrieren kann. Grüße Bernd
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Bernd F. schrieb: > Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz > vor Einschalten des Aufzugus eintritt. Stimmt, weil da steckt man mit dem Aufzug bereits fest. ;)
Bernd F. schrieb: > Eine halbe Stunde sollte reichen z.B. Laternenbatterie 6V 8,5 Ah VARTA 4R25XM ca. 5€ bei Reichelt? Eine Akkuschrauber-Batterie wäre auch eine Idee, wenn man öfter laden möchte.
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Bernd F. schrieb: > Vor einem Jahr ist der Trafo, 100m weg, explodiert. Das hat > 6 Stunden gedauert. In dem Fall wird der durchschnittliche Stromverbrauch Deiner Uhrenkonstruktion benötigt. > Die Auslösung erfolgt über Lichtschranken + elektronisches Relais. Lichtschranke: 5mA Relais: 10-20mA (DIP05-1A72-12D, 5V, 500Ω) 50% Einschaltzeit E-Magnet: 20mA 50% Einschaltzeit Schätzung 25mA durchschnittliche Stromaufnahme. Um 24h zu überbrücken, wird ein Pufferung von mindestens 600mAh benötigt.
Bernd F. schrieb: > Magnetspulen evtl.selbst wickeln. Die Leistung kann ich jetzt nicht > mal annähernd bestimmen. Dann fange genau an dieser Stelle an, wieviel Strom und welche Leistung im zeitlichen Durchschnitt. Wie erreichst Du die nowendige Magnetenergie, mit viel Strom bei wenig Spannung oder wenig Strom bei hoher Spannung? Lu schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Aber wie baut man das in die Netzversorgung ein? > Wenn Du die benutzte Spannung kennst, kannst Du die Batterie im > einfachsten Fall mit einer Gleichrichterdiode vom Netzteil trennen, wenn > die Batterie eine etwas niedrigere Spannung hat. Eine mögliche Variante ist ein 12V-Blei (VRLA) mit 13,8V Ladeerhaltung, wo bei Netzausfall einfach die Erhaltung entfällt. In einem älteren Gerät habe ich das mit einem LM317 gemacht, der bei Netzausfall per Relais abgetrennt wird, Rückstrom vermeiden. An anderer Stelle erhalte ich den Akku über einen Pb137, nicht ganz kindersicher. Bernd F. schrieb: >> Wie viele Sekunden willst du denn überbrücken? > > Eine Stunde? Wie lange dauert ein Stromausfall? > > Vor einem Jahr ist der Trafo, 100m weg, explodiert. Das hat > 6 Stunden gedauert. > > Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden > Gang bis zum nächsten Aufzug. > Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz > vor Einschalten des Aufzugus eintritt. Da gibt es einen großen Unterschied zu Deiner aktuellen Frage: Im günstigsten Fall brauchst Du garkeinen Strom. Wenn während des Netzausfalls aufgezogen werden muß, kennst Du die dafür notwendigen elektrischen Werte.
Fast fertig: Planetenmodell. (ca.50 Zahnräder). Ich habe keine Ahnung von Elektronik. So ein Motörchen mit Drehzahlregelung kriege ich gerade noch hin. Jahreszählwerk aus geschlachtetem Stromzähler. Grüße Bernd
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Bernd F. schrieb: > Ich wollte ja nur wissen, wie man Stützbatterien da integrieren > kann. Im einfachsten Fall (und wenn du von der Spannungslage etwas Reserve hast, also die 12 V nicht ganz so genau sein müssen) nimmst du zwei (Schottky-)Dioden. Solange die Versorgung aus dem Netz (etwas) mehr Spannung hat als die Batterie, übernimmt deren Diode. Für nur gelegentliche seltene Ausfälle würde ich mir an deiner Stelle keinen Stress mit Akkus machen. 8 x LR6 liefern 12 V (ganz frisch ein wenig mehr), und halten, wenn sie nicht belastet werden, einige Jahre. Es gibt auch vergleichbare elegantere Lösungen (mit geringerem Spannungsabfall als bei den Dioden) mit FETs, aber die sind dann etwas aufwändiger.
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Bernd F. schrieb: > So bleibt mir nur Zettel und Stift. Täglich Gangabweichung zur > Referenzuhr ermitteln ... Dafür brauchst du wieder aufwändigere Messtechnik. Hast du die? Oder meinst du den Standfehler?
Manfred, die geplante Uhr läuft elektromechanisch. Bereits eine Sekunde Stromausfall würde die Messwerte verfälschen. Das Zählwerk (Zifferblatt) hat zwar keinen mechanischen Kontakt zum Pendel, wird aber mit Lichtschranke und E-Magnet 1/Sekunde weiterbewegt. Grüße Bernd
Rainer W. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> So bleibt mir nur Zettel und Stift. Täglich Gangabweichung zur >> Referenzuhr ermitteln ... > > Dafür brauchst du wieder aufwändigere Messtechnik. Hast du die? > Oder meinst du den Standfehler? Es ist manuell schwierig die Ganggenauigkeit festzustellen. Meine Referenzuhr (Quarz) macht Sekundensprünge. Die Uhr, die ich beobachte macht ebenfalls Sekundensprünge. Allerdings tickt die Referenzuhr recht laut. Mit Auge und Ohr ist auch eine halbe Sekunde feststellbar. Grüße Bernd
Bernd F. schrieb: > Allerdings tickt die Referenzuhr recht laut. Mit Auge und > Ohr ist auch eine halbe Sekunde feststellbar. als Referenz könntest du auch die PTB-Uhr mit Sprachausgabe verwenden. https://uhr.ptb.de/digital
Ich nutze sowas: https://www.amazon.de/Wiederaufladbarer-Lithium-Ionen-Akkupack-Gleichstromausgang-LED-Lichtstreifen-%C3%9Cberwachungskameras/dp/B0DZSWP57B/ref=sr_1_4 Nicht genau den, einen Vorgänger mit NiMH, kann ich ggf. raussuchen. Der puffert die 12V, d.h. wenn ein Netzteil steckt, lädt er sich auf, wenn nicht, liefert er 12V. Seit etwa 8 Jahren im Einsatz.
Bernd F. schrieb: > Allerdings tickt die Referenzuhr recht laut. Mit Auge und > Ohr ist auch eine halbe Sekunde feststellbar. Damit bekommst du grob den Stand deiner Uhr. https://de.wikipedia.org/wiki/Uhrenfehler#:~:text=Als%20Uhrenfehler%20wird%20die%20Abweichung,einem%20Zeitnormal%20vorgegeben%20wird%2C%20bezeichnet. Vergleich deines Lichtschrankensignals gegen das 1PPS-Signal eines GPS-Signals wäre mehrere Größenordnungen genauer, d.h. du könntest den Gang innerhalb weniger Sekunden bis Minuten bestimmen, je nachdem, wie gut dein Lichtschrankensignal ist, nicht innerhalb von Tagen.
Rainer W. schrieb: > Vergleich deines Lichtschrankensignals gegen das 1PPS-Signal eines > GPS-Signals wäre mehrere Größenordnungen genauer, d.h. du könntest den > Gang innerhalb weniger Sekunden bis Minuten bestimmen, je nachdem, wie > gut dein Lichtschrankensignal ist, nicht innerhalb von Tagen. Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen. Oliver
Oliver S. schrieb: > Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen > lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen. Das ist dann aber keine "mechanische" Herausforderung mehr. Klar darf eine weitgehend mechanische Uhr dafür auch nicht um Faktor 2 daneben liegen. Aber 1-5% Gangfehler sind mit Sync auf GPS relativ problemlos durch die Elektronik zu kompensieren. Je nachdem wie lange der hier Magnet im Eingriff liegt. Ist aber soweit ich das sehe nicht Sinn der Sache.
Bernd F. schrieb: > Das Zählwerk (Zifferblatt) hat zwar keinen mechanischen Kontakt zum > Pendel, wird aber mit Lichtschranke und E-Magnet 1/Sekunde weiterbewegt. > (...) > Das Zählwerk (Zifferblatt) hat zwar keinen mechanischen Kontakt zum > Pendel, wird aber mit Lichtschranke und E-Magnet 1/Sekunde weiterbewegt. ??? Bei der normalen Pendeluhr kommt die Energie von Gewicht oder Feder über das Ankerrad zum Pendel. Das Ankerrad treibt also das Pendel an. Wo ist bei deiner Konstruktion das Ankerrad?
Oliver S. schrieb: > Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen > lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen. Warum nicht gleich das Pendel oder die ganze Uhr auf einem Bildschirm darstellen? Der OP möchte aber Präzisionsmechanik basteln ... Wir haben tatsächlich so eine ähnliche Pseudo-Uhr. Hat die Schwiegermutter seinerzeit in Frankreich gekauft, ein Stilexemplar für Liebhaber. Irgendwann ging das Werk nicht mehr. Da hat der Schwiegervater das Werk weggeworfen und durch ein Quarzuhrwerk vom Bastlerversand ersetzt, das Pendel läuft leer mit und die Gewichte hängen unbeweglich an einer Kette. Meine Frau, die die Uhr geerbt hat: "Jedes Mal, wenn ich die Uhr sehe, tut mir das leid. Mein Vater war hochintelligent, aber irgendwo auch ein Banause."
Bernd F. schrieb: > Die "Notversorgung" könnte ja nur selten nötig sein. > Stinknormale Batterien mit einer blinkenden Led, die Wechsel > anzeigt? Das ist zweifellos attraktiv: je weniger Bauteile, umso zuverlässiger. Aber die LED muss anfangen zu blinken, solange die Batterien noch voll sind ;) Na gut, ganz grob halb voll sollte mit Alkali zu schaffen sein. Oder man nimmt LiFeS2-Zellen, verzichtet auf die LED und wechselt nach jedem etwas längeren Stromausfall. Das taugt allerdings nicht bei vielen kurzen Stromausfällen. Ohne Stromausfall haben die LiFeS2 nach 20 Jahren noch 85% der Nennkapazität und im Notfall kann man die durch AA von der Tankstelle ersetzen. Bei beiden Typen müsste die Konstantstromquelle für den Magnet mit z.B. 6 bis 12 Volt funktionieren, oder 12 bis 24 Volt. Konstantstrom, weil der Widerstand der Wicklung temperaturabhängig ist und bei Stromausfall wird es kalt.
Bauform B. schrieb: > ... und bei Stromausfall wird es kalt. Das kommt auf die Jahreszeit an. Und warum Konstantstrom? Die Uhr wird durch den Zeitpunkt des An- und Abschaltes des Magneten gesteuert, die genaue Stärke des Feldes dürfte eher unkritisch sein.
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Rolf schrieb: > Oliver S. schrieb: >> Man könnte natürlich auch die Uhr gleich auf dem GPS-Signal laufen >> lassen, und das Pendel einfach leer vor sich hinpendeln lassen. > > Warum nicht gleich das Pendel oder die ganze Uhr auf einem Bildschirm > darstellen? Der OP möchte aber Präzisionsmechanik basteln ... Nee. Er will eine Mechanik basteln, die per Elektronik auf Präzision getrimmt wird. Die ganzen Anforderungen an das Ding sind wie auch die Forderung nach einer USV mit fast unbegrenzter Kapazität völlig willkürlich. Macht ja nix, es darf jeder, wie er will. Aktuell kosten 32kWh Akkus mit 48V weniger als 3k€. Wie viele er für die fast unbegrenzte Kapazität dann braucht, darf der TO selber entscheiden. Oliver
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Oliver S. schrieb: > Er will eine Mechanik basteln, die per Elektronik auf Präzision > getrimmt wird. Jetzt wo du es sagst, bekomme ich Zweifel, weil Bernd F. schrieb: > die geplante Uhr läuft elektromechanisch. Bereits eine > Sekunde Stromausfall würde die Messwerte verfälschen. > > Das Zählwerk (Zifferblatt) hat zwar keinen mechanischen Kontakt zum > Pendel, wird aber mit Lichtschranke und E-Magnet 1/Sekunde weiterbewegt. Dafür müsste der Magnet nur kräftig genug sein, aber schwächer als der Anschlag ;) Oliver S. schrieb: > Die ganzen Anforderungen an das Ding sind wie auch die > Forderung nach einer USV mit fast unbegrenzter Kapazität völlig > willkürlich. Macht ja nix, es darf jeder, wie er will. > > Aktuell kosten 32kWh Akkus mit 48V weniger als 3k€. Wie viele er für die > fast unbegrenzte Kapazität dann braucht, darf der TO selber entscheiden. Mit 2 Sätzen AA-Zellen in parallel gibt's fast unbegrenzte Kapazität ;)
Bernd F. schrieb: > Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden > Gang bis zum nächsten Aufzug. > Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz > vor Einschalten des Aufzuges eintritt. Und wie wäre es, wenn der Aufzug schon vor "Ende der Fahnenstange", also z.B. nach 5 Stunden eingeschaltet wird? Dann hättest du noch eine Stunde Gangreserve.
Dietrich L. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Das Bild zeigt eine Uhr von mir. Elektrischer Aufzug, 6 Stunden >> Gang bis zum nächsten Aufzug. >> Das nützt dir natürlich gar nichts, wenn der Stromausfall kurz >> vor Einschalten des Aufzuges eintritt. > > Und wie wäre es, wenn der Aufzug schon vor "Ende der Fahnenstange", also > z.B. nach 5 Stunden eingeschaltet wird? > Dann hättest du noch eine Stunde Gangreserve. Im Prinzip hast du recht, aber... Im Boden der Gewichte sind kleine Magnete. Unter der Grundplatte (2 mm Alu furniert) Reedschalter. Die schalten 3-4 mm, bevor die Gewichte den Boden berühren. Alles völlig unsichtbar. Stärkere Magnete haben in einer mechanischen Uhr nichts verloren. Zur geplanten Uhr: Elektromechanische Pendeluhren wurden von 1820 bis 1950 gebaut, also eigentlich nichts neues. Der große Vorteil für mich ist, dass ich keine Präzisionszahnräder brauche. Die könnte ich auch gar nicht herstellen. Anbei eine Funktionsskizze. Ohne Zählwerk/Zifferblatt. Pendeluhren sind ja ganz einfach: https://www.mikomma.de/mech/zyklopendel_htm/zyklolagrange.html Grüße Bernd
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Warum nicht ein einfacher Permanentmagnet im Pendel? In der Ruhelage des Pendels wird ein fester Elektromagnet montiert. Im Elektromagnet wird beim Vorbeiflug des Pendels eine Spannung induziert, die dem Regler mitteilt ob das Pendel zu früh oder zu spät daherkommt. Der Regler kann dann das Pendel durch einen Strom im Elektromagneten mehr oder weniger stark abstoßen. Da brauchst du keinen Lichtschranken oder komplizierte Mechanik. Hier ein Link dazu: http://www.heiko-kuenzel.de/pendel.html PS: Ich warte noch immer auf ein mehrere Stunden langes Wave File mit den Ticks deiner Uhr damit ich mein Matlab Skript testen kann...
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https://clockdoc.org/gs/handler/getmedia.ashx?moid=57393&dt=3&g=1 Etwas Lesestoff zu elektrischen Uhren. Grüße Bernd
Die Zeit und Interesse 200+ Seiten durchzuackern habe ich nicht. Was ist der Vorteil deiner komplizierten Konstruktion?
Udo K. schrieb: > Die Zeit und Interesse 200+ Seiten durchzuackern habe ich nicht. > Was ist der Vorteil deiner komplizierten Konstruktion? Kompliziert ist die doch nicht. Vorteil: Pendelantrieb mit konstanter Kraft, minimaler Kontakt zum Pendel. Wie gut die wirklich läuft, merke ich dann irgendwann. Grüße Bernd
Kompliziert liegt im Auge des Betrachters :-) Das schöne an meinem Vorschlag ist dass du gar keinen mechanischen Kontakt zum Pendel brauchst. Du brauchst auch keine unterbrechungsfreie Stromversorgung. Eine einfache Batterie sollte bei reibungsfreiem Aufbau für ein Jahr reichen. Die Batterie muss nur die Reibungsverluste (Luft) nachliefern.
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Udo, warum hat man ein Hobby? Einfach kann jeder. Schau mal hier: https://www.tribbensee.de/produkt-kategorie/tischuhren/ Dagegen sind meine Uhren Einzelstücke und stehen weltweit nur bei mir. Wenn das Teil dann noch super genau läuft, grinse ich bei jedem Blick. Grüße Bernd
Dann freue ich mich schon drauf, wenn du hier Bilder von der neuen Uhr zeigst ;-)
Bernd F. schrieb: > Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen? > Kann ich mir leider nicht leisten. So teuer sind LiIo Akkus mit Ladegerät nicht. Wenn du sie nur bis 4V lädst, halten sie schön lange. Und wenn du sie großzügig über-dimensionierst, kann ich mir 15 Jahre durchaus vorstellen. Ohne großartige Tricks. Ich habe hier wenig genutzte Powerbanken, (Bluetooth-)Lautsprecher und ein Handy herum liegen, die über 10 Jahre alt sind und noch gut funktionieren.
Bernd F. schrieb: > und stehen weltweit nur > bei mir. Hm... Wenn du die nach Papua-Neuguinea verkaufen würdest oder zur Navigation im Papyroskanu benötigen wäre Aufwand sinnvoll. Aber so? Die stehen bei dir zur Zierde rum, das ist auch völlig ok. Das können auch mehrere oder viele sein, auch in Ordnung, jedem Tierchen sein Pläsierchen. Du wirst genug Uhren haben um im seltenen Stromausfallsereignis noch ausreichend genau die Zeit zur Verfügung zu haben. Danach einfach neu stellen. Bau was für kurze Unterbrechungen ein (Akku für 1h), ich habe noch nie mehr als 10min Stromausfall erlebt. Dauert es länger ist die Liebhaberuhr eh ein Randproblem. Und bringt im Fall des weiterlaufens keinerlei Nutzen.
Nemopuk schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen? >> Kann ich mir leider nicht leisten. > > So teuer sind LiIo Akkus mit Ladegerät nicht. Wenn du sie nur bis 4V > lädst, halten sie schön lange. Und wenn du sie großzügig > über-dimensionierst, kann ich mir 15 Jahre durchaus vorstellen. Ohne > großartige Tricks. > > Ich habe hier wenig genutzte Powerbanken, (Bluetooth-)Lautsprecher und > ein Handy herum liegen, die über 10 Jahre alt sind und noch gut > funktionieren. Der Preis bezog sich nicht auf die Stromversorgung, sondern auf ein Datenlogger, der den sekundengenauen Gang der Uhr (GPS), Temperatur und Luftdruck über mind. 1 Jahr aufzeichnet. Evtl. noch mit seismischen Schwingungsaufnehmer. Grüße Bernd
Nemopuk schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Doch eine fertige Lösung für 1000,-€ kaufen? >> Kann ich mir leider nicht leisten. > So teuer sind LiIo Akkus mit Ladegerät nicht. Den Thread vollständig zu lesen überfordert Dich? Die 1000 € beziehen sich auf die Messung der Genauigkeit einer bereits vorhandenen Uhr. Diese ist natürlich nicht Thema dieses Threads, der wurde damit mal wieder sachfremd überschwemmt, wie das auf µC-net sein muß.
H.Joachim S. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> und stehen weltweit nur >> bei mir. > > Hm... > Wenn du die nach Papua-Neuguinea verkaufen würdest oder zur Navigation > im Papyroskanu benötigen wäre Aufwand sinnvoll. > Aber so? Die stehen bei dir zur Zierde rum, das ist auch völlig ok. Das > können auch mehrere oder viele sein, auch in Ordnung, jedem Tierchen > sein Pläsierchen. > Du wirst genug Uhren haben um im seltenen Stromausfallsereignis noch > ausreichend genau die Zeit zur Verfügung zu haben. Danach einfach neu > stellen. > Bau was für kurze Unterbrechungen ein (Akku für 1h), ich habe noch nie > mehr als 10min Stromausfall erlebt. Dauert es länger ist die > Liebhaberuhr eh ein Randproblem. Und bringt im Fall des weiterlaufens > keinerlei Nutzen. Da geht es ums Prinzip. Wenn man im Bereich der Präzisionspendeluhren rumkratzen will, geht es um Sekundenbruchteile. So bedeutet eine Sekunde im Jahr eine Längen- änderung am Pendel von einem Millionstel Millimeter. Da sollte man sich doch nicht alle Messungen von einem blöden Stromausfall versauen lassen, egal wie wahrscheinlich der wäre, oder ob der nur 2 Sekunden dauert. Grüße Bernd
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Bernd F. schrieb: > Sekundenpendel (0,5 Hz) , Antrieb über E-Magnet. > Der Magnet ist etwa eine Sekunde bestromt, eine Sekunde nicht. > Die Auslösung erfolgt über Lichtschranken + elektronisches Relais. > > Alternativ: Magnet zieht an und fällt in eine Sperrklinke. Ein > zweiter Magnet löst die Klinke. Bernd F. schrieb: > Magnetspulen evtl.selbst wickeln. Man könnte ein mittelgroßes Relais umfunktionieren. Man bekommt nicht nur eine Spule mit vielen Hundert Windungen, sondern auch einen geschlossenen magnetischen Kreis. So eine Mechanik braucht nur für z.B. 0.05s viel Strom. Für den Rest der Sekunde könnte man den Strom reduzieren. Ich könnte ein Relais spenden, das kurzzeitig 1.7 Watt braucht und danach nur ein Zehntel davon. Eigentlich sollte das schon zu groß sein, vielleicht fängt man mit so einem an (speziell dieses hatte ich wegen der Bilder ausgesucht, aber 1xUM ist auch wichtig, weil kräftiger als 1xEIN) https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/printrelais_1x_um_250v_10a_12v_rm_3_5mm-28314
Wenn die Mechanik steht, werde ich einzelne Relaisspulen aus dem Fundus testen. (Ich muß mir mal so eine elektronische Fein- waage besorgen). Bisher habe ich null Ahnung, was da nötig sein wird. Dann schaun wir mal (Zitat: Beckenbauer). Grüße Bernd
Bernd F. schrieb: > Da sollte man sich doch nicht alle Messungen von einem blöden > Stromausfall versauen lassen, egal wie wahrscheinlich der wäre, oder > ob der nur 2 Sekunden dauert. Deswegen schrieb ich ja: puffere 1 oder 2h ab. Für längere Ausfälle kümmere dich lieber um andere Sachen. Bernd F. schrieb: > Längen- > änderung am Pendel von einem Millionstel Millimeter. Ab hier wirds albern, Nanometer bei ner Pendellänge...Wie stellst du das denn ein? Das ist dann in erster Linie Thermostatproblem von wenigen Hundertstel Grad.
H.Joachim S. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> und stehen weltweit nur bei mir. > Hm... > Wenn du die nach Papua-Neuguinea verkaufen würdest oder zur Navigation > im Papyroskanu benötigen wäre Aufwand sinnvoll. > Aber so? Die stehen bei dir zur Zierde rum, das ist auch völlig ok. H.Joachim S. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Da sollte man sich doch nicht alle Messungen von einem blöden >> Stromausfall versauen lassen, egal wie wahrscheinlich der wäre, oder >> ob der nur 2 Sekunden dauert. > Deswegen schrieb ich ja: puffere 1 oder 2h ab. Für längere Ausfälle > kümmere dich lieber um andere Sachen. Es gibt Kommentare, die niemand braucht! Akzeptiere Bernds Vogel, Präzisionsmechanik zu bauen: Bernd F. schrieb: > Da geht es ums Prinzip. Ich bewundere oder gar beneide ihn um seine Fähigkeiten, so tolle Mechaniken anfertigen zu können.
Natürlich habe ich eine Macke. Aber damit kann ich leben. Eine Uhr ist ein Messinstrument. Im Vergleich zu elektronischen Frequenzählern. Warum wird es bei bestimmten Herstellern so teuer? Genauigkeit bedeutet Aufwand. Ist halt so. Eine Stunde Überbrückung sollte wirklich ausreichen. Größere Ausfälle sind doch sehr selten. 1 mal in 40 Jahren erlebt. Grüße Bernd
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Bernd F. schrieb: > Natürlich habe ich eine Macke. Aber damit kann ich leben. Ich hoffe, dass Du meinen "Vogel" nicht als unfreundlich empfunden hast.
Ich würde mal behaupten, 99 % aller Unterbrechungen sind im Bereich unter einer Sekunde (Umschaltvorgänge). Manchmal schmiert der PC halt ab. Das könnte man doch schon mit ausreichenden Superkondensatoren wegpuffern? Grüße Bernd
Manfred P. schrieb: > Bernd F. schrieb: >> Natürlich habe ich eine Macke. Aber damit kann ich leben. > > Ich hoffe, dass Du meinen "Vogel" nicht als unfreundlich empfunden hast. Ach was. Grüße Bernd
Ich kümmere mich nicht nur um Uhren. So ein Teil zerlegen, reinigen und funktionstüchtig wieder zusammenbauen hat ein Reiz. Gleichzeitig muss man die Funktion verstehen. https://blog.hnf.de/die-rechenmaschine-mit-der-kurbel/ Die Odhner 200 war das letzte Teil auf dem Werktisch. Grüße Bernd
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