Hallo Forum! Als ich mit dem Motorrad los wollte, erinnerte ich mich, dass das Motorrad letztes Mal schon über eine nur noch habvolle Zelle vom Schlüssel gemeckert hatte. Also habe ich die ausgebaut und gemessen. Sie hatte 2,9V. Jetzt habe ich aus meinen Knopfzellen eine CR2032 (teilweise schon sehr alt) rausgesucht; gemessen hatte ich 3,3V. Als ich das Motorrad anmachen wollte, nur ein Blinken im Display. Irgendwann habe ich den Schlüssel in den Emfpängerring gehalten und konnte die Zündung einschalten. Also ziemlich klar, die Batterie. Mit Bleibatterien kenne ich mich sehr gut aus, leider nicht so sehr mit Lithium. Daher die Frage: Warum war die völlig kaputt, trotz eigentlich guter Spannung?
Frank O. schrieb: > Also habe ich die ausgebaut und gemessen. Sie > hatte 2,9V. Jetzt habe ich aus meinen Knopfzellen eine CR2032 (teilweise > schon sehr alt) rausgesucht; gemessen hatte ich 3,3V. > > ... Daher die Frage: Warum war die völlig kaputt, trotz eigentlich > guter Spannung? Vielleich hast du falsch gemessen und die Batterie war alt (hoher Innenwiderstand). Mit wieviel Strom hast du sie bei der Messung belastet?
Du hast Mist gemessen, nämlich die Leerlaufspannung. Probier es nochmal, diesmal mit einem Widerstand zwischen + und - (ca. 1kΩ sollte reichen).
Frank O. schrieb: > Warum war die völlig kaputt, trotz eigentlich guter Spannung? Sie hat einfach einen hohen Innenwiderstand. Beii 100k misst du immer noch 3.3V, aber sobald 30uA fließen, kommt von drn 3V3 aussen nichts mehr an. Ich teste Knopfzellen immer unter Last. Oder ich messe gleich den Kurzschlussstrom. Mein Erfahrungswert: wenn der unter 200mA ist, taugt die nichts mehr (die Messung sollte naheliegenderweise natürlich sehr, sehr kurz dauern).
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Rainer W. schrieb: > Vielleich hast du falsch gemessen und die Batterie war alt Alt ist sie sicher gewesen und ich hatte keine Lastmessung gemacht. Üblicherweise gehe ich bei solch hoher Spannug davon aus, dass sie ok ist, zumal ich da auch noch neuere Batterien in dem Schächtelchen habe. Sicher, ich hätte sie mit 15kOhm messen sollen, dann wäre das sicher aufgefallen. Aber bei Bleibatterien gibt es so etwas eben nicht, da kann natürlich auch eine Zelle unter Last weg brechen, aber nicht bei einer unbenutzten Batterie.
Lothar M. schrieb: > Ich teste Knopfzellen immer unter Last. Zu dem Schluss bin ich jetzt natürlich auch gekommen. Bei 200µA (15kOhm) sollte die nahezu die Spannung halten, wenn sie ok ist. Das habe ich gerade aus einem Datenblatt gelesen. Aber warum ist das bei Lithium so anders als wie bei Blei?
Frank O. schrieb: > Aber warum ist das bei Lithium so anders als wie bei Blei? Nicht Li vs Pb, sondern Knopfzelle vs Antriebsakku.
H. H. schrieb: > Nicht Li vs Pb, sondern Knopfzelle vs Antriebsakku. Kannst du das bitte etwas erläutern.
Frank O. schrieb: > Üblicherweise gehe ich bei solch hoher Spannug davon aus, dass sie ok > ist ... Die Spannung reicht eben nicht als Kriterium - lerne draus. Was meinst du wohl, warum ein Phasenprüfer mit Glimmlampe unter Elektrikern als "Lügenstift" bezeichnet wird und die nur einer Messung mit einem DUSPOL® oder einem entsprechenden Gerät trauen - gleiches Problem.
Rainer W. schrieb: > Die Spannung reicht eben nicht als Kriterium - lerne draus. Gelernt habe ich das ja schon. Wie gesagt, warum ist das so anders, das ist die Frage. Auch wenn ein Multimeter (hier mein Rigol Tischmultimeter) fast keine Belastung darstellt, dennoch hätte ich zumindest nicht so eine hohe Spannung erwartet, denn bei Belastung verhält sich so eine Lithium Batterie ähnlich zu jeder anderen Batterie.
Frank O. schrieb: > unbenutzten Batterie. Die beziehen sich intern auch gerne mit einer Sperrschicht. Das dauert dann etwas, bis die ausreichend aktiviert sind, dass diese Schicht sich nicht wieder aufbaut.
H. H. schrieb: > Das liegt weitgehend an der Baugröße! Ah! Ok, das leuchtet mir ein. Danke! Aber was ich auch gelernt habe, Batterien nie auf großen Vorrat kaufen.
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CR2032 sind schon leer wenn ich die kaufe.
Vor kurzem hatte ich die eigentlich alle geprüft und alle schwachen raus geworfen. Aber die sind zum Teil bestimmt 10 Jahre alt (oder älter).
* Billigware aus China im 20er Pack. Da sind dann fünf davon ok, halten aber auch nicht lange, der Rest ist schon nach dem Auspacken unbrauchbar. * Gekauft im Ramschläden die Restposten verhökern, d.h. alte Markenware, schon drei Jahre überm Ablaufdatum, ist aber oft noch besser als der Chinaramsch. * Falsche Grösse. Es gibt verschiedene Dicken. wenn da die falsch Dicke verwendet wird gibts Kontaktprobleme. In meinem Carkey passt auch mit Gewalt eine 3,2mm dicke rein, geht dann aber nicht obwohl die Kontakte durch den strammen sitz gut angepresst sein müssten. Mit den 1mm dünnen muss man Papier dazwischenfummeln, dann gehen die auch ansonsten sitzen sie nicht stramm genug.
Frank O. schrieb: > Vor kurzem hatte ich die eigentlich alle geprüft und alle > schwachen raus > geworfen. Aber die sind zum Teil bestimmt 10 Jahre alt (oder älter). Gerade bei den Knopfzellen ist viel Müll unterwegs, auch Fälschungen. Da können so alte Zellen durchaus besser sein...
Frank D. schrieb: > * Falsche Grösse. Es gibt verschiedene Dicken. wenn da die falsch Dicke > verwendet wird gibts Kontaktprobleme. CR2032 gibt es nur mit einer Dicke.
H. H. schrieb: > Rainer W. schrieb: >> CR2032 gibt es nur mit einer Dicke. > > Die Fälscher sehen das anders. Nicht alles, wo "CR2032" drauf steht, ist CR2032 drin.
H. H. schrieb: > Die Fälscher sehen das anders. Fragte mich gleich einer bei BMW (dort traf ich meinen Freund, für die Tour), ob ich Probleme habe. Nach der Schilderung fragte er "Varta?", weil damit hätten sie die letzte Zeit viele Probleme.
EEMB Zellen kaufen, die sind sehr gut, für Fälscher aber uninteressant weil die Marke kaum einer kennt. Varta gibt es des Öfteren gefälscht.
Harald A. schrieb: > EEMB Zellen kaufen, die sind sehr gut, für Fälscher aber uninteressant > weil die Marke kaum einer kennt. Renata ebenso.
Vom Aldi. Wir hatten das Thema bereits. Die vom Aldi kommen beim Kurzschlussstrom nahe ran an sauteure Markenzellen.
Eventuell ist die CR2032 falsch rum eingelegt, Das große Gehäuse ist Plus und die kleine Innenseite ist Minus!
Ich habe vor Kurzem eine CR1616 (also 16mm Durchmesser und 1.6mm Dicke) benötigt und dabei auch eine eingesetzt, deren MHD vor 2 Jahren abgelaufen war. Diese hatte auch noch 3.3V im Leerlauf aber einen ziemlich hohen Innenwiderstand. Das scheint für diese Zellen bei Überalterung normal zu sein.
Lothar M. schrieb: > Sie hat einfach einen hohen Innenwiderstand. Vielleicht sehen wir das nur falsch: It's not a bug, it's a feature. Vielleicht sind das gar keine Fälschungen sondern Sonderanfertigungen für die Fraktion die LED ohne Vorwiderstand zu betreiben. ;o)
Arthur D. schrieb: > Ich habe vor Kurzem eine CR1616 (also 16mm Durchmesser und 1.6mm Dicke) > benötigt und dabei auch eine eingesetzt, deren MHD vor 2 Jahren > abgelaufen war. Ich wollte gestern die CR1616 in der Plastikuhr ersetzen und hatte noch eine in der Schublade, sehr alt. Was ich noch nicht kannte, dass diese vollkommen leer war, 650mV Leerlauf. Lagerzeiten bis 10 Jahre sehe ich aus eigener Erfahrung als vertretbar an, zumindest bei Markenware. Arthur D. schrieb: > Diese hatte auch noch 3.3V im Leerlauf aber einen > ziemlich hohen Innenwiderstand. Das scheint für diese Zellen bei > Überalterung normal zu sein. Das ist vor allem bei Billgware der Fall. Probleme mit Li-Knöpfen im Autoschlüssel sind nicht neu und auf µC-net in mehreren Threads zu finden.
Dieter D. schrieb: > sondern Sonderanfertigungen für die Fraktion die LED ohne Vorwiderstand > zu betreiben. Als Vertreter der „Fraktion LED ohne Vorwiderstand“ mal die Frage: An welchen LED-Typ (rot, grün, blau usw.) hast dabei gedacht, um diese an einer CR2032 Knopfzelle (ca 3V) betreiben zu können? Noch etwas zu meinen Erfahrungen zu möglichen Laufzeiten von CR2032 Kopfzellen. a) Laufzeit im Originalautoschlüssel mit CR2032 Panasonic Batterie: 6 Jahre b) im Reserveoriginalautoschlüssel: 8 Jahre Die danach folgenden CR2032 Knopfzellen (China) kamen auf eine Laufzeit von ca. 2 bis 3 Jahre.
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Dazu kommt, das Knopfzellen auch gerne mit einem Bitterstoff beschichtet sind wg. Kleinkind ..., das erhöht auch noch mal die Kontaktwiderstand..
Wolle G. schrieb: > a) Laufzeit im Originalautoschlüssel mit CR2032 Panasonic Batterie: > 6 Jahre > .. > Die danach folgenden CR2032 Knopfzellen (China) kamen auf eine Laufzeit > von ca. 2 bis 3 JahreN. Glück gehabt, andere Erfahrungen sprechen von wenigen Wochen bis maximal Monaten, bevor wieder Meckerei kommt.
Hallo Henrik, Henrik V. schrieb: > Dazu kommt, das Knopfzellen auch gerne mit einem Bitterstoff beschichtet > sind wg. Kleinkind ..., das erhöht auch noch mal die Kontaktwiderstand.. Testest Du Knopfzellen so, wie ich 9V-Zellen teste, also mit der Zunge? :) Von Bitterstoff auf Knopfzellen habe ich bisher noch nie etwas in einem Datenblatt gelesen. Ist das wieder so eine neue EU-Regelung? Sollte man seine Knopfzellen mit einem Glasfaserradierer oder mit 2000-er Schleifpapier vor der ersten Nutzung behandeln?! Gruß Peter M. P.S.: Mein Decathlon-Schrittzähler überraschte mich bei Knopfdruck mit Reset statt Schrittanzeige. Hinterher stellte ich fest: 3,05 Volt nach nur 3 Stunden ist etwas wenig. Schuld war die Zelle und nicht der Zähler...
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Manfred P. schrieb: > Glück gehabt, andere Erfahrungen sprechen von wenigen Wochen bis maximal > Monaten, bevor wieder Meckerei kommt. Die Monate kann ich auch so bestätigen. Länger als ein Jahr hat noch keine in einem Schlüssel gehalten.
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