Hallo Experten, ich programmiere bisher STM32 Controller in der CubeIDE und lasse mir das Gerüst von CubeMX generieren. Damit komme ich ganz gut klar. Ich habe keine Ahnung von Linux und kommandozeilenorientierter Entwicklung (make und desgleichen). Meine Toolchain von ST ist aktuell, also IDE 2.0, MX 6.16. Jetzt habe ich dieses Projekt gefunden: https://github.com/GCY/Pulse-Oximeter-with-MAX3010X das mich interessiert. Ein Breakout-Board mit MAX30102 habe ich gekauft. Würde lieber ein STM32F446RE-Nucleo verwenden, anstatt das vom Autor verwendete STM32F407-Disc1. Ich habe in MX ein leeres neues Projekt angelegt, mit einem I2C und integrierte die MAX3010x.c/.h in mein Projekt. Jetzt schon gibt es natürlich viele Fehlermeldungen, weil der Autor halt andere Pinbezeichnungen verwendete als ich. Wie geht man (ein Experte...) jetzt vor, um das Projekt auf- oder umzusetzen?
Gunnar F. schrieb: > Jetzt schon gibt es > natürlich viele Fehlermeldungen, weil der Autor halt andere > Pinbezeichnungen verwendete als ich. Und was ist die logische Folgerung daraus? Verwende die gleichen Pinbezeichnungen wie im Original-Projekt. Muss man dir das erst vorkauen?
Gunnar F. schrieb: > https://github.com/GCY/Pulse-Oximeter-with-MAX3010X Aus heutiger Sicht ist das ein "Uralt-Projekt" das du mit jetzigen modernen Include-Files (aus CubeMX generiert) nicht mehr verwenden kannst. Das einzige was du noch verwenden kannst ist das main.c aus dem du dann mit eigener Hirn-Arbeit ein mit LL- oder HAL-Library compilierbares und lauffähiges Programm machen kannst. Ansonsten sehe ich da wenig Chance. Eher noch damit dass du eine andere IDE, z.B. Embitz, verwendest die dir das Einbinden der älteren im Projekt mitgelieferten Includes erlaubt. Vermutlich die Version mit deutlich weniger Aufwand.
Wastl schrieb: > Das einzige was du noch verwenden kannst ist das main.c aus dem > du dann mit eigener Hirn-Arbeit ein mit LL- oder HAL-Library > compilierbares und lauffähiges Programm machen kannst. Danke, im Prinzip habe ich das bisher auch ähnlich gemacht. Halt die Hardware .h/.c importiert und mir das Gerüst dann selber gebaut. Aber die Anwendung interessiert mich und ich bin oft in der Situation: Bekannte bauen unter Linux STM-Projekte. Teilweise mit CubeMX, teils ohne, Hardcore Linuxxer, die ausser VIM keine Tools nutzen. JEDESMAL komme ich in ewige Bastelei, deren Projekte zu importieren und weiter zu bearbeiten. Habe schonmal Sourcetrail versucht, das sieht auch klasse aus, aber es ist mir nicht gelungen, das STM-Projekt mit HAL und CMSIS richtig darin zu analysieren.
Wenn du genug Geduld und Fähigkeiten besitzt kanns du ja mal das hier versuchen: https://www.st.com/en/development-tools/spl2ll-converter.html
Wenn es nur ums nachbauen geht nimm die gleichen Pins. Dann geht das hex File im Repo...
N. M. schrieb: > Wenn es nur ums nachbauen geht erstmal wollte ich einfach mit IDE-Unterstützung das Projekt durchsehen. Springen zu Deklaration, alle Referenzen anzeigen lassen, etc. Ohne diese Hilfe fällt es mir schwer, den "Workflow" von fremder Software zu erfassen. Jetzt habe ich stundenlange Updates hinter mir, kann EGit nicht mehr in CubeIDE nutzen und meine Windows-Installation ist korrupt. Faxn dick für heute! Danke!
So ist das: Diese Code Generatoren sind für neue Projekte toll. Aber wenn man alte Projekte pflegt oder gar den Mikrocontroller wechselt, werden sie eher zum Hindernis. Deswegen meiden deine "Hardcore Linuxxer" Cube MX und die HAL.
Gunnar F. schrieb: > Faxn dick für heute! Tja, wenn man den falschen Ansatz wählt .... ..... lieber erst fragen, dann machen. N. M. schrieb: > Wenn es nur ums nachbauen geht nimm die gleichen Pins. Dann geht das hex > File im Repo... Wie soll das gehen wenn die Hardware schon ganz unterschiedlich ist ... Gunnar F. schrieb: > Würde lieber ein STM32F446RE-Nucleo verwenden, anstatt das vom Autor > verwendete STM32F407-Disc1.
Wastl schrieb: > Wie soll das gehen wenn die Hardware schon ganz unterschiedlich ist ... Na dann soll er einfach den gleichen Controller nehmen. Übersetzen ist ja das eine. Es sollte danach ja auch noch funktionieren. Keine Ahnung wie gleich die 2 Controller sind. Das kann auch noch deutlich mehr Arbeit bedeuten.
Hallo zusammen. Ich habe meine Absicht wohl missverständlich ausgedrückt: Ich will das Projekt nicht 1:1 nachbauen und genauso in Betrieb nehmen. Statt dessen möchte ich mein eigenes Projekt selbst umsetzen. Ansonsten hätte ich selbstverständlich dieselbe Hardware verwendet und bräuchte nur zu builden und flashen. Aber bevor ich anfange, suche ich vergleichbare Lösungen und will sehen, wie der Treiber funktioniert, aufgerufen wird und welche Daten zurück gegeben werden. Wie bereitet der Autor die dann auf und zeigt sie an? Daraus entnehme ich Anregungen und falls möglich den kompletten Treiber. In meinem Fall will ich die Daten sowieso nur suf SD-Karte loggen. Aber eben diese Code-Analyse ist in einer IDE m.E. doch viel komfortabler. Aber genau bei dem Schritt bin ich schon oft in dieselben Schwierigkeiten gekommen. Welche IDE und Buildsystem hat der Autor verwendet? Allein das erschließt sich mir meistens nicht (wenn nicht schon in CubeIDE erstellt). Wie gesagt, von diesen "bare metal" Build und Make habe ich leider noch keine Ahnung. Aber ich bin ja im Versuch, dahingehend dazu zu lernen.
Bei mir (privat und beruflich) wurden die IDEs häufiger gewechselt, als andere Build Tools. Deswegen fühle ich mich nicht wohl, wenn der Build Vorgang von einer bestimmten IDE abhängt. Unabhängige Tools wie Make, Maven, meinetwegen auch Shell-Scripte sind mir lieber. Leider führt das häufig zur Notwendigkeit doppelter Konfiguration, damit die IDE alle Definitionen und Libraries findet. Dazu kommt, dass einige IDEs die Nutzung unabhängiger Build Tools nur sehr eingeschränkt unterstützen. Netbeans und IntelliJ sind gut darin, die Maven Konfiguration (pom.xml) zu interpretieren. Etwas ähnliche praktisches für C/C++ (Makefile) ist mir unbekannt.
:
Bearbeitet durch User
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.