Bei meinem Bosch Gartenhäcksler AXT 25 TC will ich das Turbinenmesser ausbauen. Die 4 Schrauben habe ich entfernt, aber es steckt bombenfest auf der Achse. Ich habe es schon einige Tage mit WD40 "eingeweicht", aber auch mit Hilfe eines Hammers lässt es sich nicht von der Achse bekommen.
Tim 🔆 schrieb: > aber auch mit Hilfe eines Hammers lässt es sich nicht von der Achse > bekommen. Keine Gewalt anwenden, sondern größeren Hammer holen! ;-) Ernsthaft: Du wirst einen Abzieher und Hitze brauchen.
Tim 🔆 schrieb: > Ich habe es schon einige Tage mit WD40 "eingeweicht" WD40 ist auch Schrott. Nimm ein Kriechöl. WD40 ist nur da um Wasser zu verdrängen (WD = Water Displacer, 40ter Versuch den man nur durch massiver Werbung unters Volk brachte). *) Deutlich besser geht ein Gemisch aus ATF (Automatikgetriebeöl) und Aceton. Das auf die Fügestelle geben, mindestens 12 Stunden warten und dann geht es runter. *) Zwei Sachen kann WD40 gut: 1.) Schmiermittel zum Alu-Fräsen. 2.) Lösemittel für WD40-Flecken
Nick schrieb: > Deutlich besser geht ein Gemisch aus ATF (Automatikgetriebeöl) und > Aceton. ATF bestätige ich eine hervorragende Reinigungs- und Lösefähigkeit. Aber ob es kurzfristig hilft so eine Problemstelle zu lockern? Es dringt halt genau so gut oder schlecht in korrodierte Fugen ein wie jedes andere Rostlösemittel. Da braucht es viel Zeit und Geduld. Hitze und Gewalt (Abzieher) helfen da kurzfristig mehr.
Ich stelle mal die ketzerische Frage: Linksgewinde?
Hitze habe ich bereits versucht. Ich kann mir einen Abzieher bauen, habe ich bei meinem Rasenmäher auch getan. Ich weiß nur nicht was dann als erstes nachgibt, das Messer oder die Getriebeachse. Hannes J. schrieb: > Ich stelle mal die ketzerische Frage: Linksgewinde? Ziemlich unwahrscheinlich, wenn es es mit 4 Schrauben befestigt ist, die ich bereits herausgedreht habe.
H. H. schrieb: > Hannes J. schrieb: >> Ich stelle mal die ketzerische Frage: Linksgewinde? > > Nö, gar kein Gewinde. Foto: https://siteassets.ransomspares.co.uk/Products/800-800/5i5sxsic635857188539402767.JPG
Nick schrieb: > Nimm ein Kriechöl. > > Deutlich besser geht ein Gemisch aus ATF (Automatikgetriebeöl) und > Aceton. Das auf die Fügestelle geben, mindestens 12 Stunden warten und > dann geht es runter. Danke, das probiere ich aus.
sind in den 4 Bohrungen Gewinde drin? Wenn ja, dann kann man damit vielleicht das Rad mittels Schrauben abdrücken. Auch könntest du dort einen Abzieher befestigen. Wie geht denn die Kraftübertragung? Erkenne ich gerade gar nicht. 4 Schrauben durch die Löcher? Wenn ja, dann sollte sich das Messer doch auf der Welle drehen lassen. Messer blockieren und mal kurz anlaufen lassen? Schau mal da, https://www.boschtoolservice.com/de/de/boschdiy/spareparts/haecksler-axt-25-tc-3600H03301
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Bearbeitet durch User
Wastl schrieb: > Es dringt halt genau so gut oder schlecht in korrodierte Fugen > ein wie jedes andere Rostlösemittel. Nein, das Aceton verdünnt es. Wenn das Gemisch in den Spalt eindringt, dann blubbert es ein wenig. Ich weiß aber nicht warum. Jedenfalls funktioniert es. Ursprünglich gehört in das Rezept noch eine dritte Zutat die ich aber vergessen hab und wohl nicht so wichtig ist. Jetzt zitier ich auch mal die KI: "ATF und Aceton werden oft als Mischung (50/50) als selbstgemachter Durchdringungsöl-Ersatz empfohlen, insbesondere für verschraubte oder rostige Teile. Die Mischung soll aufgrund der niedrigen Viskosität des Acetons schneller in engen Räume eindringen, während das ATF später als Schmiermittel wirkt. Ein Test aus dem Machinist’s Workshop Mag. zeigte, dass die ATF/Aceton-Mischung im Durchschnitt nur 53 Pfund Drehmoment benötigte, um einen rostigen Bolzen zu lösen – deutlich besser als kommerzielle Produkte wie WD-40 oder PB Blaster. Allerdings gibt es erhebliche Probleme: Die Mischung trennt sich sofort nach dem Schütteln, da Aceton und ATF sich nicht stabil vermischen. Aceton verdampft sehr schnell, wodurch nur noch ATF übrig bleibt, das weniger durchdringend ist. Moderne ATF sind meist synthetisch und mischen sich noch schlechter mit Aceton als alte mineralische ATF. Daher wird empfohlen, konventionelles, mineralisches ATF zu verwenden, falls überhaupt. Kritische Hinweise: Hochentzündbar: Aceton ist extrem brennbar und kann bei unsachgemäßer Handhabung zu Explosionen führen. Beschädigt Lack und Kunststoffe: Aceton löst Lack, Klebstoffe und einige Kunststoffe. Kein Rust-Abbau: Die Mischung „frisst“ keinen Rost, sondern wirkt durch physikalische Durchdringung und Schmierung. Alternativen: Kroil oder PB Blaster sind oft zuverlässiger und sicherer, besonders bei längeren Einwirkzeiten. Zusammenfassend: Obwohl die Mischung in Theorie und einzelnen Erfahrungsberichten wirkt, ist sie unpraktisch und riskant aufgrund der Trennung und der Gefahren. Für zuverlässige Ergebnisse sind kommerzielle Produkte oder andere Methoden (z. B. Wärme, Schläge) oft besser geeignet. "
> Foto: > > https://siteassets.ransomspares.co.uk/Products/800-800/5i5sxsic635857188539402767.JPG Sind die 3 Bolzen zum zusätzlichen Verstiften gedacht? Wenn ja, lassen sich diese hoffentlich irgendwie austreiben/ausziehen. Das Messer exakt 90,0000000000000001⁰ abzuziehen dürfte sehr schwierig sein. VG
Matthias B. schrieb: > Sind die 3 Bolzen zum zusätzlichen Verstiften gedacht? Nein, die gehören zum Planetengetriebe.
Tim 🔆 schrieb: > Ich habe es schon einige Tage mit WD40 "eingeweicht", > aber auch mit Hilfe eines Hammers lässt es sich nicht von der Achse > bekommen. Mit einer Achse zentral auf die Welle schlagen und mit der Hand oder ein paar Haken das Turbinenmesser alleine gegenhalten. Hattest du das so versucht? (das Turbinenmesser muss ja im Press-Sitz auf der Welle sitzen damit es ausreichend passgenau sitzt wegen Auswuchtung)
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Tim 🔆 schrieb: > Turbinenmesser Ernsthaft, die verveuen ein Messer das man nicht schärfen kann ? Geplante Obsoleszent, nach den ersten Strach ein neues Gerät kaufen. Was bin ich froh, dass ich Einhell habe.
So wie es auf dem zweiten Bild aussieht, kannst du das Lagerschild lösen und wirst dann den ganzen oberen Teil, samt Anker, runter nehmen können. Dann das Lagerschild gut unterklotzen und von oben mit einem Messing- oder Aludorn raus schlagen. Etwas warm machen kann nicht schaden,wird aber vermutlich nicht nötig sein. Bei der Aktion kannst du auch gleich den Motorinnenraum reinigen.
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