Forum: Haus & Smart Home Phase den Erdbezug wegnehmen Trenntrafo Verständnisfrage


von Thorsten S. (whitejack)


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Hallo,

kleine Interessenfrage: was würde/könnte passieren wenn ich bei einem 
vollisolierten Trenntrafo N primär mit N sekundär brücke, abgesehen 
davon dass diese Seite (sekundär N) dann wieder ein Bezug zu primär 
Phase hätte und damit der zumindest der grundlegende Sinn des Trafos 
schon fast ausgehebelt wäre?
Könnte durch eine N-Anhebung primär dennoch der primäre FI (30mA 
standard Haushalt) im Fehlerfall - ohmsche Verbindung N-sekundär zur 
Erde - auslösen?
Damit wäre doch aber vermieden, dass ein Strom von sekundär L zu Erde 
fließt, oder kann man das so nicht absolut sicherstellen?

Danke.

von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Thorsten S. schrieb:
> Hallo,
>
> kleine Interessenfrage: was würde/könnte passieren wenn ich bei einem
> vollisolierten Trenntrafo N primär mit N sekundär brücke, abgesehen
> davon dass diese Seite (sekundär N) dann wieder ein Bezug zu primär
> Phase hätte und damit der zumindest der grundlegende Sinn des Trafos
> schon fast ausgehebelt wäre?
...
> Danke.

Der Sinn ist nicht fast ausgehebelt, sondern völlig! Es ist dann kein 
Trenntrafo mehr und darf dann auch nicht als Trenntrafo benutzt werden!

von Teo D. (teoderix)


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Thorsten S. schrieb:
> wenn ich bei einem
> vollisolierten Trenntrafo N primär mit N sekundär brücke

Sekundär hats weder N noch L. Du legst das erst durch die Verbindung 
fest.

von Sebastian W. (wangnick)


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Thorsten S. schrieb:
> Damit wäre doch aber vermieden, dass ein Strom von sekundär L zu Erde
> fließt, oder kann man das so nicht absolut sicherstellen?

Neun, das ist nicht vermieden. Wenn du N primär mit N sekundär brückst, 
und dann N sekundär ohmsch mit Erde, dann ist halt N primär ohmsch mit 
Erde verbunden. Und dann fließt, je nach ohmschem Widerstand, ein Teil 
des Primärstroms darüber und am FI vorbei zum Mittelspannungstrafo 
zurück.

LG, Sebastian

von Thorsten S. (whitejack)


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Sebastian W. schrieb:
> Wenn du N primär mit N sekundär brückst,
> und dann N sekundär ohmsch mit Erde

Es ging mir generell um den Fehlerfall - auch ohne Trenntrafo: Wenn N 
eine fehlerhafte Verbindung zur Erde hat - durch einen Tropfen Wasser 
als Beispiel - würde im Normalfall ja erstmal kein FI auslösen, erst 
wenn durch einen angeschlossenen Verbrauche der N durch große Last und 
oder zu lange Leistungslängen so angehoben würde dass über den tropfen 
Wasser mehr als 30 mA flössen... das meinte ich.

L----FI/30mA---->L --,
         |           |
         |           R (erst wenn Last)
         |           |
N----FI/30mA---->N --o-tropfen Wasser->Erde

Mit Trafo:
                  T1
L---FI/30mA-->L-,    ,--,
         |      3 || E  |
         |      3 || E  R (?)
         |      3 || E  |
N---FI/30mA-->N-o----o--o-tropfen Wasser->Erde

Könnte hier der FI auslösen?

VG

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Thorsten S. schrieb:
> Könnte durch eine N-Anhebung primär dennoch der primäre FI (30mA
> standard Haushalt) im Fehlerfall - ohmsche Verbindung N-sekundär zur
> Erde - auslösen?

Ja.

Thorsten S. schrieb:
> wenn ich bei einem vollisolierten Trenntrafo N primär mit N sekundär
> brücke,

Prinzip Spartrafo, aber beim Spartrafo spart man Eisen und Kupfer, du 
nicht.

Thorsten S. schrieb:
> Damit wäre doch aber vermieden, dass ein Strom von sekundär L zu Erde
> fließt,

Aber einer von angehobenen N nach Erde und der FI löst auf wenn Strom in 
L nicht Strom in N entspricht.

Wie ware es, sekundär einen Anschluss mit PE zu verbinden statt mit N. 
Dann hättest du einen PELV Trafo. Gut geeignet für 
Hochspannungsexperimente, da dann die Isolationsspannung nicht 
überschritten werden kann.

von Teo D. (teoderix)


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Thorsten S. schrieb:
> würde im Normalfall ja erstmal kein FI auslösen, erst
> wenn durch einen angeschlossenen Verbrauche der N durch große Last und
> oder zu lange Leistungslängen so angehoben würde dass über den tropfen
> Wasser mehr als 30 mA flössen... das meinte ich.

Ja, aber da hats mehr als nur eine Steckdose!

von BirnKichler S. (Firma: Papier & Knalltüten Manufaktur) (max707)


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Thorsten S. schrieb:
> Sebastian W. schrieb:
>> Wenn du N primär mit N sekundär brückst,
>> und dann N sekundär ohmsch mit Erde
>
> Es ging mir generell um den Fehlerfall - auch ohne Trenntrafo: Wenn N
> eine fehlerhafte Verbindung zur Erde hat - durch einen Tropfen Wasser
> als Beispiel - würde im Normalfall ja erstmal kein FI auslösen, erst
> wenn durch einen angeschlossenen Verbrauche der N durch große Last und
> oder zu lange Leistungslängen so angehoben würde dass über den tropfen
> Wasser mehr als 30 mA flössen... das meinte ich.
>
> L----FI/30mA---->L --,
>          |           |
>          |           R (erst wenn Last)
>          |           |
> N----FI/30mA---->N --o-tropfen Wasser->Erde
>
...
> VG

Lasse mal dein ascii gekrickel. nimm ein Blatt Papier und einen 
Bleistift un zeichne einen korrekten Schaltplan damit kannst Du deinen 
Irrweg selber finden.

von Rolf (rolf22)


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Thorsten S. schrieb:
> Damit wäre doch aber vermieden, dass ein Strom von sekundär L zu Erde
> fließt

Nur, wenn kein Verbraucher vorhanden ist. Sonst fließt der Strom von 
sekundär L über den Verbraucher nach sekundär N. Dort teilt er sich auf, 
der erste Teil fließt über N primär zur Quelle, der zweite Teil über 
Erde zur Quelle.

Je nachdem, wie groß der zweite Teil ist, löst der FI aus oder nicht.

von Thorsten S. (whitejack)


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Michael B. schrieb:
> Aber einer von angehobenen N nach Erde und der FI löst auf wenn Strom in
> L nicht Strom in N entspricht.

Jau, schon klar. Leistung liegt unter 100W, aber dennoch kann der Strom 
ja auch aus der primären Seite durch Anhebung kommen...

Michael B. schrieb:
> Wie ware es, sekundär einen Anschluss mit PE zu verbinden statt mit N.

                  T1
L---FI/30mA-->L-,    ,--,-tropfen Wasser->PE!!!
         |      3 || E  |
         |      3 || E  R (?)
         |      3 || E  |
N---FI/30mA-->N-o    o--o-tropfen Wasser->PE
                     |
PE-------------------´

Danke, eine tolle Idee - daran habe ich noch gar nicht gedacht.
Hm, aber dann hätte ich wieder ein Problem mit dem sekundären L im 
Fehlerfall...

von Thorsten S. (whitejack)


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Eigentlich kommt meinem Thema das Thema "Rasiersteckdose" am nächsten:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rasiersteckdose

Und dort ist es auch eine volle Trennung soweit ich das beurteilen kann.

Schutz bei vorübergehend auftretender Feuchtigkeit in sensiblen 
Bereichen, eine Steckdose für ein Gerät.

                  T1
L---FI/30mA-->L-,     ,--o-1-tropfen Wasser->PE
         |      3 ||| E  |
         |      3 ||| E  R
         |      3 ||| E  |
N---FI/30mA-->N-´  |  `--o-2-tropfen Wasser->PE
                   |
PE-----------------´

: Bearbeitet durch User
von Marek N. (db1bmn)


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Denk mal darüber nach, was passiert, wenn der (Schuko?)-Stecker des 
Trenntrafos um 180° gedreht eingesteckt wird.

von Thorsten S. (whitejack)


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Der Trafo ist fest installiert, wie bei einer Rasiersteckdose.

Aber es wäre für das gerade genannte Beispiel auch völlig egal - da du 
keinen Bezug auf irgendein Beispiel hier nimmst, weiß ich nicht was du 
meinst... für das letzte wäre es egal...

: Bearbeitet durch User
von Teo D. (teoderix)


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Wenn du da eine Möglichkeit bereitstellst, das eine zweite 
Erdverbindung, außer deinem Körper hergestellt werden kann und da 
darüber nur der Strom aus der Sekundärseite des Trafos fliesen kann, 
bist du im Fehlerfall, ziemlich GEARSCHT³ :)

Daher VERBOTEN! (o. so ähnlich)

von Thomas R. (thomasr)


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Was soll diese Frage? Hast du den Sinn eines Schutztrenntrafos nicht 
verstanden? Natürlich ist danach ein IT Netz mit allen Vor- und 
Nachteilen.

Wenn man da irgendeine Verbindung zwischen Primär und Sekundärseite 
vornehmen würde könnte man den Trafo auch gleich weglassen.

von Rolf (rolf22)


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Thorsten S. schrieb:
> Eigentlich kommt meinem Thema das Thema "Rasiersteckdose" am nächsten:

Der von dir gewählte Betreff lautet "Phase den Erdbezug wegnehmen". 
Tatsächlich stellt die von dir angegebene Brücke den Erdbezug überhaupt 
erst her. Vorher ist hinter einem Trenntrafo gar kein Erdbezug vorhanden 
(wenn man die Kapazität zwischen den Wicklungen vernachlässigt).

Finger weg von der Installation, wenn man so widersprüchlich denkt.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Thorsten S. schrieb:
> auch ohne Trenntrafo: Wenn N
> eine fehlerhafte Verbindung zur Erde hat - ....... - würde im Normalfall > ja 
erstmal kein FI auslösen,
Wer das glaubt ist fern der Realität! Das stimmt nur in der Theorie.

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