Hallo zusammen, habe gestern eine AlphaEss BlackBee2000 Powerstation bekommen. Es hieß: Geht nicht, guck mal nach. Also erstmal 230V dran mit nem Energiemessgerät, da tut sich nichts. Keinerlei Leistungsaufnahme. Das Display bleibt dunkel, lässt sich auch mit längerem Drücken auf den Einschaltknopf nicht einschalten. Also die Kiste mal aufgeschraubt. Es gibt zwei Platinen im Gerät. Die Displayplatine, mit allem ohne größere Leistung und Ansteuerung. D.h. Laderegler für USB, Ansteuerung des Displays, Spannungsversorgung für die Zigarettenanzünderbuchse etc. Leistungselektronik mit dem Inverter auf 230V und der Ladeschaltung für den Akku. Nicht weiter Analysiert, außer die Netzsicherung zu prüfen. Diese ist i.O. Auf der Displayplatine sind mir zwei Shunts aufegfallen, bei denen das Coating verdächtig braun ist. Aber sowohl die Shunts, als auch die Sicherung daneben (und auch die daneben) sind alle in Ordnung. Oberhalb dieser Shunts kommt ein Stecker mit 7 Adern, welche direkt an den Akku gehen. Dort messe ich noch zwischen grau und lila 2,7V. Ansonsten 0V. Kurzschlüsse am Mosfet sind keine vorhanden. Zudem habe ich auf der Platine noch einen komplett verbrannten Shunt gefunden. Es handelt sich dabei um den Shunt eines SW3517S. Der für die Versorgung der USB Ports zuständig ist. Da die Schaltung auch zweimal aufgebaut ist, lässt sich diese gut gegen messen und auch vergleichen. Der Shunt hängt direkt vor der Drossel. Ein Datenblatt von einem SW3517S habe ich nicht gefunden, aber von einem SW3518S. Ich gehe mal davon aus, dass sich diese sehr ähnlich sind. Aufälligkeiten beim Messen haben sich keine ergeben. https://jlcpcb.com/partdetail/ISMARTWARE-SW3518S/C406811 Zu dem Akku. Leider bin ich in der akkuthematik nicht tief drin. An den Polen des Akkus messen ich 0V. Ein Typenschild habe ich auch nicht gefunden. Lediglich ein Aufkleber auf dem steht: L248PS007CSR4234U006R Evtl lässt sich aus dieser Bezeichnung eine Spannung von 24V oder 48V abschätzen. Die Spannungen zwischen lila und grau sind noch da. Das wars. Ob oben auf dem Akku noch ein BMS drin sitzt, welches evtl wieder aufwacht, wenn man Spannung anlegt, weiß ich nicht. Was wäre euer rat, wie man vorgeht? Erstmal den defekten USB Controller ablöten? Viele Grüße Chris
Christian S. schrieb: > Oberhalb > dieser Shunts kommt ein Stecker mit 7 Adern, welche direkt an den Akku > gehen. Dort messe ich noch zwischen grau und lila 2,7V. Ansonsten 0V. > Kurzschlüsse am Mosfet sind keine vorhanden. Ich bin hier keine Experte, aber ich würde daraus denken, dass die Batterien vielleicht einen Schutz haben was die Batterien getrennt hat. Alternative ist die Batterien sind tot. Ich würde versuchen die Batterien zu trennen, und dann zu messen. Kann man dann Spannung messen? Oder bleiben die immer noch auf 0.
Christian S. schrieb: > Was wäre euer rat, wie man vorgeht? Erstmal den defekten USB Controller > ablöten? Da du ja ein Teil aus dem letzten Jahrtausend reanimieren willst mein Tip: Nutze eine KI deines Vertrauens: Copilot: 🔋 Was der Code tatsächlich bedeutet Der Thread zeigt klar: Der Akku stammt aus einer AlphaESS BlackBee2000 Powerstation, und der Code ist ein reiner Produktions-/Batchcode, der: nicht öffentlich dokumentiert ist keine Spannung oder Kapazität codiert keinen Zellhersteller verrät nur intern für Fertigung, Tracking und Qualitätssicherung genutzt wird Solche Codes bestehen typischerweise aus: Produktionslinie Zellpaket‑ID Fertigungscharge Prüflos interner Seriennummer Sie sind nicht rückverfolgbar, außer man hat Zugriff auf AlphaESS‑interne Datenbanken. 🧱 Was man über den Akku selbst sagen kann Die BlackBee2000 (und verwandte Modelle) verwenden: LiFePO₄‑Zellen Nennspannung ca. 25,6 V (8s‑Pack) Kapazität je nach Modell 40–60 Ah integriertes BMS, das bei Tiefentladung komplett abschaltet Das deckt sich mit der Beobachtung im Thread: Zwischen zwei Leitungen (grau/lila) liegen noch 2,7 V → das ist typischerweise die BMS‑Versorgung Am Hauptanschluss liegen 0 V → BMS hat den Pack getrennt Der Akku ist tiefentladen oder BMS ist gelockt 🧨 Warum der Akku „tot“ wirkt LiFePO₄‑Packs mit BMS schalten bei Tiefentladung vollständig ab. Typische Ursachen: Pack unter ca. 2,0 V/Zelle → BMS trennt BMS‑Schutzschaltung hat ausgelöst und bleibt „gelockt“ Einzelzellen sind so tief, dass das BMS nicht mehr startet Balancer‑IC oder Schutz‑MOSFET defekt Wenn am Hauptanschluss 0 V anliegen, ist das normal für ein „hart abgeschaltetes“ BMS. 🛠️ Was man realistisch tun kann 1) Pack öffnen und Zellspannungen direkt messen Nur so erfährt man, ob: das BMS blockiert oder die Zellen wirklich tiefentladen/tot sind Bei LiFePO₄ gilt: Unter 1,5 V/Zelle → kritisch Unter 1,0 V/Zelle → praktisch irreparabel 2) BMS‑Reset versuchen Viele BMS starten wieder, wenn man: kurz eine Ladespannung anlegt (z. B. 29–30 V) oder die Zellen direkt leicht vorlädt (nur wenn man weiß, was man tut) 3) BMS tauschen Falls die Zellen OK sind, aber das BMS defekt ist. 4) Pack komplett ersetzen Wenn mehrere Zellen tiefentladen sind → wirtschaftlich tot. 🧩 Warum der Code dir nicht weiterhilft Der Thread bestätigt: Der Code ist kein Hinweis auf Spannung, Kapazität oder Zelltyp. Er ist nur ein interner AlphaESS‑Sticker. Damit ist deine Vermutung absolut richtig: Das ist ein alter, nicht dokumentierter U2000‑Pack, und der Code ist wertlos für Identifikation. Versuche es mal auf den vorgezeichneten Weg.
Das Gerät ist sicherlich nicht aus dem letzten Jahr Tausend und ich muss sagen recht gut aufgebaut (Im Vergleich zu meiner Allpowers S2000pro). Habe das Gerät nun soweit zerlegt, dass ich auf das BMS schauen kann. An den Batteriekontakten, vor dem BMS, liegen auch nur noch 2,7V an. Anhand der vielen Senseleitungen, die vom Akku kommen, würde ich nicht auf U2000 schließen, sonder einen einzelnen Zellenaufbau. Mein Kumpel hat noch so ein tolles Gerät, da könnte ich zur Not auch die Spannung messen. Die Frage ist, bringt es noch überhaupt was? Macht ein Versuch Sinn, die Zellen nochmal extern zu laden (für den Eigenbedarf)?
Christian S. schrieb: > Die Frage ist, bringt es noch überhaupt was? Macht ein Versuch Sinn, die > Zellen nochmal extern zu laden (für den Eigenbedarf)? Wenn über die 12s (?) Zellen nur noch 2,7 V anliegen würde ich nichts mehr daran machen - bei der geringen Spannung können Zersetzungsprozesse in den Zellen wirken, die im schlimmsten Fall verzögert zum internen Kurzschluss führen (Stichwort Copper Plating/Dissolution). Wäre mir persönlich das Risiko nicht wert, neue LiFePO4-Zellen sind heute so erschwinglich wie nie zuvor.
Ok, danke. Dann ist das Teil ein Fall fürs Recyling. Zuden defekten Zellen kommt auch noch die Ursache für die Tiefenentladung. Also Haken dran, auch wenn es sehr schade ist.
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