Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Powerstaion ohne Funktion - Akkus tiefenentladen?


von Christian S. (chris02)



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Hallo zusammen,

habe gestern eine AlphaEss BlackBee2000 Powerstation bekommen. Es hieß: 
Geht nicht, guck mal nach.

Also erstmal 230V dran mit nem Energiemessgerät, da tut sich nichts. 
Keinerlei Leistungsaufnahme. Das Display bleibt dunkel, lässt sich auch 
mit längerem Drücken auf den Einschaltknopf nicht einschalten.

Also die Kiste mal aufgeschraubt.

Es gibt zwei Platinen im Gerät.
Die Displayplatine, mit allem ohne größere Leistung und Ansteuerung. 
D.h. Laderegler für USB, Ansteuerung des Displays, Spannungsversorgung 
für die Zigarettenanzünderbuchse etc.

Leistungselektronik mit dem Inverter auf 230V und der Ladeschaltung für 
den Akku. Nicht weiter Analysiert, außer die Netzsicherung zu prüfen. 
Diese ist i.O.

Auf der Displayplatine sind mir zwei Shunts aufegfallen, bei denen das 
Coating verdächtig braun ist. Aber sowohl die Shunts, als auch die 
Sicherung daneben (und auch die daneben) sind alle in Ordnung. Oberhalb 
dieser Shunts kommt ein Stecker mit 7 Adern, welche direkt an den Akku 
gehen. Dort messe ich noch zwischen grau und lila 2,7V. Ansonsten 0V.
Kurzschlüsse am Mosfet sind keine vorhanden.

Zudem habe ich auf der Platine noch einen komplett verbrannten Shunt 
gefunden. Es handelt sich dabei um den Shunt eines SW3517S. Der für die 
Versorgung der USB Ports zuständig ist. Da die Schaltung auch zweimal 
aufgebaut ist, lässt sich diese gut gegen messen und auch vergleichen. 
Der Shunt hängt direkt vor der Drossel.
Ein Datenblatt von einem SW3517S habe ich nicht gefunden, aber von einem 
SW3518S. Ich gehe mal davon aus, dass sich diese sehr ähnlich sind. 
Aufälligkeiten beim Messen haben sich keine ergeben.

https://jlcpcb.com/partdetail/ISMARTWARE-SW3518S/C406811

Zu dem Akku.
Leider bin ich in der akkuthematik nicht tief drin. An den Polen des 
Akkus messen ich 0V. Ein Typenschild habe ich auch nicht gefunden. 
Lediglich ein Aufkleber auf dem steht:
L248PS007CSR4234U006R
Evtl lässt sich aus dieser Bezeichnung eine Spannung von 24V oder 48V 
abschätzen.

Die Spannungen zwischen lila und grau sind noch da. Das wars. Ob oben 
auf dem Akku noch ein BMS drin sitzt, welches evtl wieder aufwacht, wenn 
man Spannung anlegt, weiß ich nicht.

Was wäre euer rat, wie man vorgeht? Erstmal den defekten USB Controller 
ablöten?

Viele Grüße
Chris

von Andras H. (andras_h)


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Christian S. schrieb:
> Oberhalb
> dieser Shunts kommt ein Stecker mit 7 Adern, welche direkt an den Akku
> gehen. Dort messe ich noch zwischen grau und lila 2,7V. Ansonsten 0V.
> Kurzschlüsse am Mosfet sind keine vorhanden.

Ich bin hier keine Experte, aber ich würde daraus denken, dass die 
Batterien vielleicht einen Schutz haben was die Batterien getrennt hat. 
Alternative ist die Batterien sind tot.

Ich würde versuchen die Batterien zu trennen, und dann zu messen. Kann 
man dann Spannung messen? Oder bleiben die immer noch auf 0.

von Thomas R. (thomasr)


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Bilder vom Akku?

von Cha-woma M. (Firma: --------------) (cha-ar-196)


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Christian S. schrieb:
> Was wäre euer rat, wie man vorgeht? Erstmal den defekten USB Controller
> ablöten?

Da du ja ein Teil aus dem letzten Jahrtausend reanimieren willst mein 
Tip:
Nutze eine KI deines Vertrauens:

Copilot:

🔋 Was der Code tatsächlich bedeutet

Der Thread zeigt klar:
Der Akku stammt aus einer AlphaESS BlackBee2000 Powerstation, und der 
Code ist ein reiner Produktions-/Batchcode, der:

    nicht öffentlich dokumentiert ist

    keine Spannung oder Kapazität codiert

    keinen Zellhersteller verrät

    nur intern für Fertigung, Tracking und Qualitätssicherung genutzt 
wird

Solche Codes bestehen typischerweise aus:

    Produktionslinie

    Zellpaket‑ID

    Fertigungscharge

    Prüflos

    interner Seriennummer

Sie sind nicht rückverfolgbar, außer man hat Zugriff auf 
AlphaESS‑interne Datenbanken.
🧱 Was man über den Akku selbst sagen kann

Die BlackBee2000 (und verwandte Modelle) verwenden:

    LiFePO₄‑Zellen

    Nennspannung ca. 25,6 V (8s‑Pack)

    Kapazität je nach Modell 40–60 Ah

    integriertes BMS, das bei Tiefentladung komplett abschaltet

Das deckt sich mit der Beobachtung im Thread:

    Zwischen zwei Leitungen (grau/lila) liegen noch 2,7 V → das ist 
typischerweise die BMS‑Versorgung

    Am Hauptanschluss liegen 0 V → BMS hat den Pack getrennt

    Der Akku ist tiefentladen oder BMS ist gelockt

🧨 Warum der Akku „tot“ wirkt

LiFePO₄‑Packs mit BMS schalten bei Tiefentladung vollständig ab.
Typische Ursachen:

    Pack unter ca. 2,0 V/Zelle → BMS trennt

    BMS‑Schutzschaltung hat ausgelöst und bleibt „gelockt“

    Einzelzellen sind so tief, dass das BMS nicht mehr startet

    Balancer‑IC oder Schutz‑MOSFET defekt

Wenn am Hauptanschluss 0 V anliegen, ist das normal für ein „hart 
abgeschaltetes“ BMS.
🛠️ Was man realistisch tun kann
1) Pack öffnen und Zellspannungen direkt messen

Nur so erfährt man, ob:

    das BMS blockiert

    oder die Zellen wirklich tiefentladen/tot sind

Bei LiFePO₄ gilt:
Unter 1,5 V/Zelle → kritisch
Unter 1,0 V/Zelle → praktisch irreparabel
2) BMS‑Reset versuchen

Viele BMS starten wieder, wenn man:

    kurz eine Ladespannung anlegt (z. B. 29–30 V)

    oder die Zellen direkt leicht vorlädt (nur wenn man weiß, was man 
tut)

3) BMS tauschen

Falls die Zellen OK sind, aber das BMS defekt ist.
4) Pack komplett ersetzen

Wenn mehrere Zellen tiefentladen sind → wirtschaftlich tot.
🧩 Warum der Code dir nicht weiterhilft

Der Thread bestätigt:
Der Code ist kein Hinweis auf Spannung, Kapazität oder Zelltyp.
Er ist nur ein interner AlphaESS‑Sticker.

Damit ist deine Vermutung absolut richtig:
Das ist ein alter, nicht dokumentierter U2000‑Pack, und der Code ist 
wertlos für Identifikation.

Versuche es mal auf den vorgezeichneten Weg.

von Christian S. (chris02)


Angehängte Dateien:

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Das Gerät ist sicherlich nicht aus dem letzten Jahr Tausend und ich muss 
sagen recht gut aufgebaut (Im Vergleich zu meiner Allpowers S2000pro).

Habe das Gerät nun soweit zerlegt, dass ich auf das BMS schauen kann. 
An den Batteriekontakten, vor dem BMS, liegen auch nur noch 2,7V an.

Anhand der vielen Senseleitungen, die vom Akku kommen, würde ich nicht 
auf U2000 schließen, sonder einen einzelnen Zellenaufbau.

Mein Kumpel hat noch so ein tolles Gerät, da könnte ich zur Not auch die 
Spannung messen.

Die Frage ist, bringt es noch überhaupt was? Macht ein Versuch Sinn, die 
Zellen nochmal extern zu laden (für den Eigenbedarf)?

von P. S. (sandl)


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Christian S. schrieb:
> Die Frage ist, bringt es noch überhaupt was? Macht ein Versuch Sinn, die
> Zellen nochmal extern zu laden (für den Eigenbedarf)?

Wenn über die 12s (?) Zellen nur noch 2,7 V anliegen würde ich nichts 
mehr daran machen - bei der geringen Spannung können Zersetzungsprozesse 
in den Zellen wirken, die im schlimmsten Fall verzögert zum internen 
Kurzschluss führen (Stichwort Copper Plating/Dissolution). Wäre mir 
persönlich das Risiko nicht wert, neue LiFePO4-Zellen sind heute so 
erschwinglich wie nie zuvor.

von Christian S. (chris02)


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Ok, danke. Dann ist das Teil ein Fall fürs Recyling. Zuden defekten 
Zellen kommt auch noch die Ursache für die Tiefenentladung. Also Haken 
dran, auch wenn es sehr schade ist.

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