Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Suche nach Messmethode für exakte Hall-Sensor-Positionierung


von Chantalle (Gast)


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Hallo zusammen,

ich arbeite gerade an meiner Masterarbeit im Bereich Magnetfeldsensorik 
und stehe vor einer kleinen Herausforderung: Ich möchte den Messpunkt 
einer Hall-Sonde möglichst genau bestimmen, idealerweise im µm-Bereich.

Mir ist im Kopf noch, dass es etwas mit einem rotierenden Magnetring 
oder mehreren Polen zu tun hat, aber ich erinnere mich nicht genau an 
die Details oder ob das überhaupt praktikabel ist. Gibt es vielleicht 
Verfahren, bei denen man durch Rotationen oder bestimmte Feldanalysen 
den Sensorpunkt so präzise lokalisieren kann?

Ich freue mich über Hinweise auf Literatur, Ideen oder ähnliche 
Methoden, die ihr kennt – es muss nichts super ausgeklügelt sein, 
Hauptsache, es hilft mir, einen Ansatz für meine Arbeit zu finden.

Danke schon mal!

von Michael B. (laberkopp)


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Ein Hallsensor hat keinen Messpunkt.

Er reagiert auf Feldlinien die durch ihn hindurch gehen, zumindest sein 
sensitives Areal.

Das ist stark temperaturabhängig, weswegen normalerweise für die 
Magnetfeldstärke noch eine Temperaturkompensation nötig ist.

Nur wenn man Magnetfeld um 0 messen will, kann man auf die verzichten.

Schaltende Hallsensoren haben eine Hysterese. Schon von daher wird 
Mikrometer bei hin-Bewegung anders sein als Mikrometer bei weg-Bewegung. 
Und natürlich wegen allem möglichen anderen, wie Temperatur, Hysterese 
durch Metalle wie Nickel auf der Platine und seiner Hysteresekurve, 
Magnetfeldbeeinflussung durch para und diamagnetische Umgebung.

: Bearbeitet durch User
von Chantalle (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Ein Hallsensor hat keinen Messpunkt.
>
> Er reagiert auf Feldlinien die durch ihn hindurch gehen, zumindest sein
> sensitives Areal.
>
> Das ist stark temperaturabhängig, weswegen normalerweise für die
> Magnetfeldstärke noch eine Temperaturkompensation nötig ist.
>
> Nur wenn man Magnetfeld um 0 messen will, kann man auf die verzichten.
>
> Schaltende Hallsensoren haben eine Hysterese. Schon von daher wird
> Mikrometer bei hin-Bewegung anders sein als Mikrometer bei weg-Bewegung.
> Und natürlich wegen allem möglichen anderen, wie Temperatur, Hysterese
> durch Metalle wie Nickel auf der Platine und seiner Hysteresekurve,
> Magnetfeldbeeinflussung durch para und diamagnetische Umgebung.

Ich wollte nur kurz anmerken: Ein Hall-Sensor hat sehr wohl einen 
Messpunkt, auch wenn das real kein mathematischer Punkt ist, weil das 
aktive Areal ja eine Ausdehnung hat. Man kann ihn aber als virtuellen 
Punkt betrachten, an dem das Ausgangssignal des Sensors maximal reagiert 
– z. B. wenn er über ein Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiters 
bewegt wird.

Offset und temperaturabhängige Drifts sorgen dafür, dass der Sensor auch 
ohne Magnetfeld ein Signal liefert. Ich frage mich deshalb, wie der 
Ansatz zu verstehen ist, dass man bei Magnetfeldern nahe 0 auf 
Temperatur- und Offsetkompensation verzichten kann. Aktuell nutze ich 
einen stromdurchflossenen Leiter, die Kompensation erfolgt im Rechner, 
indem ich den Wert bei abgeschaltetem Strom als 0 speichere. Das 
Erdmagnetfeld habe ich bei meiner 1D-Messung erst einmal so 
berücksichtigt, dass die Apparatur parallel zum „Kalibrierfeld“ 
ausgerichtet ist, sodass es nicht stört – was aber auch eine korrekte 
Ausrichtung der Hallzelle erfordert.

Hier geht es im nächsten Schritt aber speziell um winkelmessende 
Sensoren (3D), weshalb das mit dem Erdmagnetfeld noch anders gelöst 
werden muss. Dabei ist es besonders wichtig zu wissen, an welcher 
Position im Sensor welcher Winkel gemessen wird.

Schaltende Hall-Sensoren und Hysterese sind für meine Masterarbeit 
derzeit nicht relevant, da ich mich auf analoge Sensoren zur exakten 
Positionsbestimmung im Magnetfeld konzentriere und im zweiten Schritt 
auf exakte Magnetwinkelmessung.

von Lu (oszi45)


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Chantalle schrieb:
> da ich mich auf analoge Sensoren zur exakten
> Hall-Sonde möglichst genau bestimmen, idealerweise im µm-Bereich

Dass es um analoge Sensoren geht, hätte schon im Betreff stehen 
müssen.
Normalerweise würde ich eine Mikrometermessschraube mißbrauchen um z.B. 
die Hysterese zu testen. https://de.wikipedia.org/wiki/Messschraube

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Eine feine spitze Nadel aus hochmagnetischen seltenen Erden wäre für 
eines der möglichen Meßverfahren notwendig.

von Michael B. (laberkopp)


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Chantalle schrieb:
> Ich wollte nur kurz anmerken: Ein Hall-Sensor hat sehr wohl einen
> Messpunkt, auch wenn das real kein mathematischer Punkt ist, weil das
> aktive Areal ja eine Ausdehnung hat. Man kann ihn aber als virtuellen
> Punkt betrachten, an dem das Ausgangssignal des Sensors maximal reagiert
> – z. B. wenn er über ein Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiters
> bewegt wird

Nein.

Nur wenn du homogene Magnetfelder postulierst.

Und die gibt es real nicht.

Es ist grob ein Integral über die Fläche, und die auch noch abhängig von 
der Vektorrichtung der jeweiligen Magnetfeldlinien. Es gibt viele 
verschiedene Magnetfelder die zu demselben Messergebnis führen. Und die 
Magnetfelder werden eben durch die Umgegend und deren para und 
diamagnetische Eigenschaften beeinflusst.

Selbst mit festgenageltem Sensor und Magneten kannst du durch Änderung 
des Umfelds das gemessene Signal beeinflussen.

von Lu (oszi45)


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Michael B. schrieb:
> Selbst mit festgenageltem Sensor und Magneten kannst du durch Änderung
> des Umfelds das gemessene Signal beeinflussen.

Das hatte ich vor vielen Jahren an einer Kompassnadel beobachtet. Sie 
bewegte ich bei jeder Straßenbahn, die anfuhr und vorbeikam. Ohne 
geeignete Abschirmung kann der Messfehler sehr verschieden sein?

von Paul B. (paule201)


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https://www.youtube.com/watch?v=MgQbPdiuUTw

Der Kollege ist einen Schritt weiter als du, er positioniert schon im µm 
Bereich ;)

von Chantalle (Gast)


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Michael B. schrieb:
> Chantalle schrieb:
>> Ich wollte nur kurz anmerken: Ein Hall-Sensor hat sehr wohl einen
>> Messpunkt, auch wenn das real kein mathematischer Punkt ist, weil das
>> aktive Areal ja eine Ausdehnung hat. Man kann ihn aber als virtuellen
>> Punkt betrachten, an dem das Ausgangssignal des Sensors maximal reagiert
>> – z. B. wenn er über ein Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiters
>> bewegt wird
>
> Nein.
>
> Nur wenn du homogene Magnetfelder postulierst.
>
> Und die gibt es real nicht.
>
> Es ist grob ein Integral über die Fläche, und die auch noch abhängig von
> der Vektorrichtung der jeweiligen Magnetfeldlinien. Es gibt viele
> verschiedene Magnetfelder die zu demselben Messergebnis führen. Und die
> Magnetfelder werden eben durch die Umgegend und deren para und
> diamagnetische Eigenschaften beeinflusst.
>
> Selbst mit festgenageltem Sensor und Magneten kannst du durch Änderung
> des Umfelds das gemessene Signal beeinflussen.

Klar, physikalisch ist es ein Flächenintegral über das aktive Areal.
In der Praxis definiert man aber trotzdem einen effektiven magnetischen 
Mittelpunkt, weil bei ausreichend glatten Feldverläufen die Integration 
gut durch einen Punkt angenähert werden kann.
Genau dieser Punkt ist ja für Positions- oder Winkelmessungen relevant, 
weil man wissen muss, an welcher geometrischen Stelle der Sensor das 
Feld repräsentiert.

von Chantalle (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Eine feine spitze Nadel aus hochmagnetischen seltenen Erden wäre für
> eines der möglichen Meßverfahren notwendig.

Hier liegt das Problem vor allem in der Genauigkeit der Nadel selbst, 
die sich ohne zusätzliche Messtechnik kaum überprüfen lässt. Das 
magnetische Gefüge in der Nadel führt dazu, dass die Feldlinien nicht 
zwingend so austreten, wie man es rein geometrisch erwarten würde – 
insbesondere bei einer Geometrie, die für eine sehr feine Spitze 
erforderlich wäre.

Die Messtechnik dafür gibt es aber nicht, das ist ja der Punkt an dem 
ich arbeite.

Eine mögliche Idee wäre, die Nadel während der Messung rotieren zu 
lassen, um gewisse Asymmetrien zu mitteln.

Ein weiteres Problem ist jedoch, dass die erzielbaren Flussdichten bei 
einer so dünnen Nadel sehr gering sind. In der Fehlerrechnung führt das 
dazu, dass die kleinen Feldstärken eine entsprechend hohe 
Messunsicherheit verursachen.

Ein solches Verfahren wurde auch vom Fraunhofer-Institut in Erlangen 
untersucht. Die erreichbare Genauigkeit liegt dort allerdings 
typischerweise nicht deutlich besser als etwa 100 µm.

von Chantalle (Gast)


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Paul B. schrieb:
> https://www.youtube.com/watch?v=MgQbPdiuUTw
>
> Der Kollege ist einen Schritt weiter als du, er positioniert schon im µm
> Bereich ;)

Magnetische Encoderstreifen sind nichts Neues. Davon gibt es viele 
Varianten, auch als „Meterware“, z. B. gummigebunden mit magnetischen 
Partikeln auf einem Metallträger. Solche Bänder werden entweder 
aufgeklebt oder als noch nicht vulkanisierte Mischung auf den Träger 
aufgebracht und anschließend gemeinsam vulkanisiert.
In dem Video wird im Grunde der mechanische Tisch kalibriert, und die 
Sensoren messen dann relativ die Bewegung. Damit lassen sich durchaus 
µm-Genauigkeiten erreichen – allerdings eben für relative 
Positionsänderungen.

Danke für den Link, das ist auf jeden Fall interessant. Der Kollege 
zeigt im Grunde, dass sich Messverfahren, die früher nur mit aufwendigen 
industriellen Maschinen hergestellt werden konnten, heute mit etwas 
Geschick und einem 3-D-Drucker realisieren lassen.

Faszinierend ist das auf jeden Fall – aber es ist eine andere 
Aufgabenstellung als die, über die wir hier gerade sprechen.

von Chantalle (Gast)


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Lu schrieb:
> Chantalle schrieb:
>> da ich mich auf analoge Sensoren zur exakten
>> Hall-Sonde möglichst genau bestimmen, idealerweise im µm-Bereich
>
> Dass es um analoge Sensoren geht, hätte schon im Betreff stehen
> müssen.
> Normalerweise würde ich eine Mikrometermessschraube mißbrauchen um z.B.
> die Hysterese zu testen. https://de.wikipedia.org/wiki/Messschraube

Die Einschränkung hätte man erwähnen können. Ändert aber nicht die 
Aufgabenstellung.

Ich verstehe deinen Ansatz mit der Mikrometerschraube glaube ich. Du 
hättest den Schaltpunkt Sensorgehäuse zu Magnetposition ermittelt. Das 
ist auch für viele Anwendungen ausreichend. Aber der Magnetfehler lässt 
keine Aussage zu, zu der Position des Hallelements. Und der Fehler des 
Hallelements lässt keine Aussage zu über den Magnetfehler.

Wenn man den einen Fehler bekannt machen kann, kann man auch den anderen 
Fehler bestimmen.

Ich benötige den Positionsfehler des Hallelementes

von Rainer W. (rawi)


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Michael B. schrieb:
> Schaltende Hallsensoren haben eine Hysterese.

Das ist aber keine Hysterese des eigentlichen Sensorelements, wie sie 
z.B. durch hysteresebehaftetes Metall in der Nähe entsteht, sondern ein 
Schmitt-Trigger in der Signalaufbereitung.
Signalverarbeitung und Sensoreigenschaften muss man sauber trennen.

Chantalle schrieb:
> Gibt es vielleicht Verfahren, bei denen man durch Rotationen oder
> bestimmte Feldanalysen den Sensorpunkt so präzise lokalisieren kann?

Neben dem Sensor mit seinen auf Grund der Temperatur variierenden 
Schwellen entscheidet die Feldgeometrie über die Stabilität der 
geometrischen Lage des Schaltpunktes. Je steiler der Gradient des 
Feldes, um so einfacher hat man es mit dem Sensor. Und dann ist dem 
eigentlich zu detektierenden Feld auch noch das Erdmagnetfeld und 
Umgebungsfelder überlagert, d.h. dessen Größe (relativ zum detektieren 
den Feld) und Stabilität im Koordinatensystem der Messeinrichtung muss 
man auch bedenken.
Bei aufwändiger Auswertung (Umgebungsfeldkompensation, 
Temperaturkompensation, Filterung) spielt die Änderungsgeschwindigkeit 
des Signals bezogen auf die Verzögerung durch die Auswertung auch eine 
Rolle.

Die Genauigkeit, mit der man die relative Position eines Hall-Sensors 
bestimmen kann, hängt von viel mehr als von der eigentlichen Hall-Sonde 
ab. Die genaue Lage des Sensorpunktes bekommt man, indem man Symmetrien 
ausnutzt, d.h. z.B. den Sensor einmal in 0°-Orientierung und einmal in 
180°-Orientierung durch den Feldgradienten schiebt.

: Bearbeitet durch User
von Lu (oszi45)


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Warum soll das Feld eigentlich von einem Dauer-Magneten erzeugt werden? 
Eine winzige Spule könnte auch ein regelbares Feld erzeugen? Je kleiner 
der Strom ist, desto genauer sollt der Sensor ausgerichtet werden.

von Gerd E. (robberknight)


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Chantalle schrieb:
> Aber der Magnetfehler lässt
> keine Aussage zu, zu der Position des Hallelements. Und der Fehler des
> Hallelements lässt keine Aussage zu über den Magnetfehler.
>
> Wenn man den einen Fehler bekannt machen kann, kann man auch den anderen
> Fehler bestimmen.
>
> Ich benötige den Positionsfehler des Hallelementes

Magnetfelder lassen sich leider nicht so leicht auf eine kleine Fläche 
begrenzen.

Kannst Du Dir daher vielleicht eigentliche unerwünschte Reaktionen 
Deines Hall-Sensors auf andere physikalische Effekte zunutze machen?

Also z.B. Du nimmst einen Laser + Galvo. Dessen Strahl kann man ja sehr 
gut auf einen ausreichend kleinen Punkt fokussieren und ihn auch in Dein 
Koordinatensystem einmessen. Den Laser jetzt das Koordinatensystem in x 
und y langsam abtasten lassen und dabei den Hallsensor messen und die 
Magnetfelder sonst unverändert lassen. Dort wo der Laser den Hallsensor 
trifft wird er erwärmt und das wird vermutlich dass Messergebnis 
verändern.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Platziere Deinen Sensor auf einem "Tisch" auf dem Du die Position des 
Sensors in X- und Y-Richtung verändern kannst. Das magnetische Feld 
verläuft in Z-Richtung. Der Tisch muss (um Z) in Rotation versetzt 
werden können, das magnetische Feld muss tangential bis zur 
Rotationsachse gefahren werden können.

Dann muss während der Rotation das Ausgangssignal des Sensors synchron 
zum Rotationswinkel ausgewertet werden. Dabei das Magnetfeld immer 
weiter in die Mitte bringen (Maximum Amplitude einstellen) sowie X- und 
Y-Position stetig korrigieren (Minimum Amplitude einstellen) - immer im 
Wechsel.

Der Mittelpunkt befindet sich genau auf der Rotationsachse, wenn sich 
trotz Rotation keine drehzahlabhängigen Frequenzen mehr im 
Ausgangssignal des Hall-Sensors befinden, während das Magnetfeld rein 
und raus gefahren wird.

Klar soweit? ;-)
(Sonst muss ich eine Skizze machen)

Abgesehen vom mechanischen Aufwand, muss außerdem das Signal des Sensors 
und der beiden Aktuatoren (X und Y) drahtlos übertragen werden. 
Alternativ findet die Auswertung auf der rotierenden Seite statt.

Gruß
Jobst

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Schantalle, das Piep-Ei!
Beitrag "Re: Piep-Ei: Batterie wechseln?"
von 2013

von Chantalle (Gast)


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Jobst M. schrieb:
> Platziere Deinen Sensor auf einem "Tisch" auf dem Du die Position des
> Sensors in X- und Y-Richtung verändern kannst. Das magnetische Feld
> verläuft in Z-Richtung. Der Tisch muss (um Z) in Rotation versetzt
> werden können, das magnetische Feld muss tangential bis zur
> Rotationsachse gefahren werden können.
>
> Dann muss während der Rotation das Ausgangssignal des Sensors synchron
> zum Rotationswinkel ausgewertet werden. Dabei das Magnetfeld immer
> weiter in die Mitte bringen (Maximum Amplitude einstellen) sowie X- und
> Y-Position stetig korrigieren (Minimum Amplitude einstellen) - immer im
> Wechsel.
>
> Der Mittelpunkt befindet sich genau auf der Rotationsachse, wenn sich
> trotz Rotation keine drehzahlabhängigen Frequenzen mehr im
> Ausgangssignal des Hall-Sensors befinden, während das Magnetfeld rein
> und raus gefahren wird.
>
> Klar soweit? ;-)
> (Sonst muss ich eine Skizze machen)
>
> Abgesehen vom mechanischen Aufwand, muss außerdem das Signal des Sensors
> und der beiden Aktuatoren (X und Y) drahtlos übertragen werden.
> Alternativ findet die Auswertung auf der rotierenden Seite statt.
>
> Gruß
> Jobst

Danke,

in dem Fall befindet sich der Sensor genau im Mittelpunkt/Maximum des 
Magnetfeldes.
Dann muss ich aber auch den Magneten drehen, weil der Magnet ja auch 
eine Toleranz hat und das Magnetfeldmaximum ja nicht gepmetrisch in der 
Mitte Magneten ist.
Aber der Ansatz ist gut.
Aber ähnlichen Ansätzen hatte ich bisher immer in den 
Simlationsergebnissen als Nachteil den geringen Gradienten des 
Magnfeldes gesehen. Das heißt die Empfindlichkeit gegen geringen 
Abweichungen aus der Mitte ist sehr gering.

Aber simlieren und rechnen werde ich den Ansatz in den nächsten tagen 
mal.

von Chantalle (Gast)


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Chantalle schrieb:
> Jobst M. schrieb:
>> Platziere Deinen Sensor auf einem "Tisch" auf dem Du die Position des
>> Sensors in X- und Y-Richtung verändern kannst. Das magnetische Feld
>> verläuft in Z-Richtung. Der Tisch muss (um Z) in Rotation versetzt
>> werden können, das magnetische Feld muss tangential bis zur
>> Rotationsachse gefahren werden können.
>>
>> Dann muss während der Rotation das Ausgangssignal des Sensors synchron
>> zum Rotationswinkel ausgewertet werden. Dabei das Magnetfeld immer
>> weiter in die Mitte bringen (Maximum Amplitude einstellen) sowie X- und
>> Y-Position stetig korrigieren (Minimum Amplitude einstellen) - immer im
>> Wechsel.
>>
>> Der Mittelpunkt befindet sich genau auf der Rotationsachse, wenn sich
>> trotz Rotation keine drehzahlabhängigen Frequenzen mehr im
>> Ausgangssignal des Hall-Sensors befinden, während das Magnetfeld rein
>> und raus gefahren wird.
>>
>> Klar soweit? ;-)
>> (Sonst muss ich eine Skizze machen)
>>
>> Abgesehen vom mechanischen Aufwand, muss außerdem das Signal des Sensors
>> und der beiden Aktuatoren (X und Y) drahtlos übertragen werden.
>> Alternativ findet die Auswertung auf der rotierenden Seite statt.
>>
>> Gruß
>> Jobst
>
> Danke,
>
> in dem Fall befindet sich der Sensor genau im Mittelpunkt/Maximum des
> Magnetfeldes.
> Dann muss ich aber auch den Magneten drehen, weil der Magnet ja auch
> eine Toleranz hat und das Magnetfeldmaximum ja nicht gepmetrisch in der
> Mitte Magneten ist.
> Aber der Ansatz ist gut.
> Aber ähnlichen Ansätzen hatte ich bisher immer in den
> Simlationsergebnissen als Nachteil den geringen Gradienten des
> Magnfeldes gesehen. Das heißt die Empfindlichkeit gegen geringen
> Abweichungen aus der Mitte ist sehr gering.
>
> Aber simlieren und rechnen werde ich den Ansatz in den nächsten tagen
> mal.

ich habe das jetzt mal auf skizziert, im zweiten Absatz schreibst du, 
dass das Magnetfeld in die Mitte gebracht werden muss. Das hatte ich 
zuerst so interpretiert den Magnet zu bewegen.
Aber im ersten Ansatz steht ja, das der Sensor auf einen X Y Tisch 
montiert sein soll. Also bewege ich den Sensor, richtig? Wenn sich das 
Sensor Signal nicht mehr ändert über eine Drehung, dann ist das 
sensitive Element genau über der Rotationsachse.

Wenn das sensitive Element genau in der Achse liegt Magnet, ist das 
Magnetfeld dann egal und damit vorher dann eigentlich auch.
Kern der Aussage ist damit, ich muss dass Hallelement solange in seiner 
Positionen verändern bis es kein Rotationswinkel abhängige 
Signaländerung gibt.
Das klingt vielversprechend. Wird aber auch eine Herausforderung sein, 
den passenden X-Y Tisch auf eine präzise Drehachse zu platzieren.
Was ist mit Winkelfehler der Hallzelle, die liegt ja auch nicht parallel 
zum Gehäuse und wie wirken sich Winkelfehler bei der Montage des X-Y 
Tisch auf der Drehachse aus.

wenn ich jetzt auch noch den Magneten in X-Y bewegen kann, wäre es 
vielleicht eine Idee, Xs Ys zu ändern bis ich minimale Signalauslenkung 
habe, dann Xm Ym um Signalauslenkung nocht weiter zu minimieren und das 
iterative solange wiederhole bis das Signal konstant null ist.

Ich werde das mal untersuchen

von Chantalle (Gast)


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Lu schrieb:
> Warum soll das Feld eigentlich von einem Dauer-Magneten erzeugt werden?
> Eine winzige Spule könnte auch ein regelbares Feld erzeugen? Je kleiner
> der Strom ist, desto genauer sollt der Sensor ausgerichtet werden.

Die Idee mit der Spule wird tatsächlich auch genutzt. Deine 
Schlussfolgerung, je kleiner der Strom je genauer die Ausrichtung ist 
aber nicht richtig, im Gegenteil, mit größerem Strom hat man größere 
Gradienten
der Vorteil ist aber, das man Offset in der Hallzelle jederzeit während 
der Ausrichtung kompensieren kann wenn man den Strom ausschaltet oder 
umpolt.

von Henrik V. (henrik_v)


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Das Magnetfeld um einen einzelnen Leiter nimmt mit 1/r ab.
AC Strom durch den Leiter , AC Amplituden schmalbandig (Sinusfit) 
auswerten , dann sind AC Störfelder bei anderen Frequenzen egal (Wenn 
der Sensor linear ist, sonst mehr Mathe, DC ist f= 0 ;) )
Bekannter Vektorpfad durch das Feld. Die vielen Messpunkte in ein LGS , 
fitten ..
Im Vorfeld schon mal betrachten, welche Größen mit welcher Unsicherheit 
bestimmt werden müssen, um die gewünschte Ungenauigkeit zu erreichen.

EDIT: Vielleicht noch eine ausreichend große Helmholzspule dazu, um bei 
einer weiteren Frequenz ein bekanntes homogenes Feld zu überlagern.
Der einzelne Leiter sollte dabei aber nicht ins Schwingen kommen, 1µ ist 
nicht viel ... also ggf alternierend Anregen ;)

: Bearbeitet durch User
von Henrik V. (henrik_v)


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Weiterer Ansatz:

Eine große Spule mit zwei Windungen, der Hallsensor wird zwischen die 
beiden Windungen plaziert, Messrichtung in die Spulenmitte.
Wenn der Sensor genau zwischen den beiden Windungen ist, heben sich die 
Felder auf. Wieder AC Anregung und die Nullstelle über Lock-In im 
Rauschen suchen.

Wenn man viele Hallsensoren hat, kann man auch eine bekannte Position 
zwischen den beiden Leitern wählen, und den Strom in einem Leiter ändern 
um im Sensor-Null zu finden. Aus dem Stromverhältnis ist ergibt sich 
dann die tatsächliche Nulllinie. (Ist dann natürlich nicht mehr eine 
Spule , sondern zwei mit je einer Windung)

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Henrik V. schrieb:
> Weiterer Ansatz:

Vergiss das alles.

Er will auf Mikrometer genau messen.

Er weiss nicht mal, wie gross und in welcher Höhe die magnetempfindliche 
Fläche ist.

Dein Magnetfeld bildet nicht eine auf besser als 1um definierte Zone in 
der sich die Magnetfelder aufheben, sei froh wenn es 1mm wäre.

Und rotieren klappt nicht ohne vorab das Zentrum auf besser als 1um zu 
kennen.

Hin- und herschieben funktioniert nicht wenn das Magnetfeld nicht linear 
sondern exponentiell nachlässt.

All diese Ansätze sind nicht im mindesten geeignet für solche Präzision. 
Schon wenn der Chip um 1um gekippt ist wird alles falsch.

Das sind halt die 'einfachen' Aufgaben die man so bekommt, wenn der 
Lehrherr will dass man hinterher gelernt hat, was WIRKLICH dazu gehört, 
um so genaue Messungen zu machen. Quasi alles was er im Studium hätte 
lernen sollen im Schnelldurchgang (oder eben scheitern).

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Michael B. schrieb:
> Das sind halt die 'einfachen' Aufgaben die man so bekommt,

"Hol mal im Lager eine Packung Amper fürs Messgerät."

von Henrik V. (henrik_v)


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Nehmen wir mal einen Spulendraht von Mit D= 2 mm (Kupfer) D im µ Bereich 
gleich (nicht einfach aber machbar, muss ja nur im Umfeld des Sensors so 
genau sein , welchen Einfluß das hat kann man auch schön ausrechnen)
Spulendurchmesser 1,5 m oder mehr, soll ja noch auf den Labortisch 
passen ;)

Abstand zwischen den Leitern (um den Sensor) mit Zerodur Endmaß 8mm
Empfindlichkeit normaler Hallelemente(HE) 1,5 mV/mT
Spitzenstrom im Leiter 10 A (AC)
Dann liefert das HE um den Mittel/ Nullpunkt ~250 nV/µm Signal, nix was 
einen guten Lock-In Verstärker jetzt schrecken würde.

Das ist jetzt ohne Flächeneinfluß gerechnet. Also welche Winkelfehler 
der Sensorfläche welchen Einfluss haben. Chantalle soll ja auch noch was 
zu tun haben ;)

Interessant wird auch der Einfluß der Position der Sensorleitungen, die 
bilden auch eine Schleife im AC Magnetfeld :)

: Bearbeitet durch User
von Carypt C. (carypt)


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Die Tonköpfe von Cassettenlaufwerken haben einen Luftspalt, den man 
eigentlich nicht sehen kann, so dünn ist der. Mehr weiss ich gar nicht.

von Henrik V. (henrik_v)


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Dann schon eher Perpendicular Recording Festplattenköpfe nehmen, die 
Spurdichten sind da schon sub µm ... und die erzeugen am (sehr kleinen) 
Kopf so 1,5T (in wenigen nm Abstand)  Wenn der mitten auf der 
Hallsensorfläche (100µm² ??) bei 500-1000 µm Abstand (Gehäuse) steht 
bleibt da nicht mehr viel. aber ggf kann man die Randgeometrien 
rekonstuieren ;)
und die Feldverteilung ist auch nicht unbedingt bekannt...
Die FP Hersteller haben da sicher schöne Feldverteilungen berechnet, und 
haben wohl auch ziemlich genaue Modelle, werden die aber nicht 
rausrücken ...

von Chantalle (Gast)


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Henrik V. schrieb:
> Dann schon eher Perpendicular Recording Festplattenköpfe nehmen, die
> Spurdichten sind da schon sub µm ... und die erzeugen am (sehr kleinen)
> Kopf so 1,5T (in wenigen nm Abstand)  Wenn der mitten auf der
> Hallsensorfläche (100µm² ??) bei 500-1000 µm Abstand (Gehäuse) steht
> bleibt da nicht mehr viel. aber ggf kann man die Randgeometrien
> rekonstuieren ;)
> und die Feldverteilung ist auch nicht unbedingt bekannt...
> Die FP Hersteller haben da sicher schöne Feldverteilungen berechnet, und
> haben wohl auch ziemlich genaue Modelle, werden die aber nicht
> rausrücken ...

Der Abstand zwischen dem Schreib-/Lesekopf und der Magnetscheibe einer 
modernen Festplatte ist extrem gering und liegt typischerweise im 
Bereich von 3 bis 100 Nanometern (nm).
Die Wandstärke beim TO92s ist so mit 500 um anzunehmen

Bei einem Faktor 5000 bis 166.000 ist das wahrscheinlich nicht geeignet 
:-)

Aber Danke trotzdem

Noch als Nachtrag. Ich will den Punkt zerstörungsfrei bestimmen, also 
ohne das Gehäuse abzuschleifen.

von Michael (michaelp)


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Ich würde einen Magneten nicht zentrisch auf eine drehbare Platte 
montieren. Die Drehachse sollte auf den µm [Mikrometer] genau zu 
bestimmen sein. Dann den Sensor so verschieben, dass er, egal wie die 
Platte gedreht ist, den gleichen Wert anzeigt. Die Drehachse geht dann 
durch die Mitte des Sensors.

von Henrik V. (henrik_v)


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Ich favorisiere die Zweidrahtlösung, zwischen den Leitern einer großen 
Spule mit zwei Windungen hat man ein (fast) lineares und symmetrisches 
Magnetfeld mit einer schönen Null(fläche) genau in der Mitte. Da drin 
den Sensor verschieben und die Null suchen.
Durch den Trick mit der AC Messung und schmalbandiger Auswertung sind 
die Störungen bei anderen Frequnzen zu vernachlässigen.  Wenn man noch 
einem Verstärker für den Sensor spendiert, plus Verstärker (V in -> I 
out) müsste ein Software Lock-In mit Soundkarte (synchrones Erzeugen und 
Messen)   schon reichen um die Null mit u~1µm zu finden ... da ist die 
Mechanik für die Reproduzierbarkeit anspruchsvoller.

Bei den billig HALLs im TO-Gehäuse sind wahrscheinlich schon die 
Anschlußbeine magnetisch (halt mal einen Magneten dran) .. da wird es 
dann schwer mit 1µm.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Chantalle schrieb:
> Dann muss ich aber auch den Magneten drehen, weil der Magnet ja auch
> eine Toleranz hat und das Magnetfeldmaximum ja nicht gepmetrisch in der
> Mitte Magneten ist.

Es ist egal, an welcher Position genau und welche Form Dein Magnetfeld 
hat.

Bei einer Drehmaschine bekommst Du auch immer eine Kreisform, egal wie 
Dein Werkzeug aussieht. Und in der Mitte der Kreisform ist die 
Drehachse.

Chantalle schrieb:
> ich habe das jetzt mal auf skizziert, im zweiten Absatz schreibst du,
> dass das Magnetfeld in die Mitte gebracht werden muss. Das hatte ich
> zuerst so interpretiert den Magnet zu bewegen.

Korrekt.

> Aber im ersten Ansatz steht ja, das der Sensor auf einen X Y Tisch
> montiert sein soll. Also bewege ich den Sensor, richtig?

Du bewegst den Sensor auf der sich rotierenden Platte/Tisch und den 
Magneten linear mit einer Achse welche durch die Rotationsachse geht.
Alles bewegt sich. :-)

> Wenn sich das
> Sensor Signal nicht mehr ändert über eine Drehung, dann ist das
> sensitive Element genau über der Rotationsachse.

Im schlimmsten Fall. Interessant für die Positionierung ist aber der 
Randbereich des Sensors.
Die Mitte einer Fläche kannst Du nur durch die Außenseiten bestimmen.

> Wenn das sensitive Element genau in der Achse liegt Magnet, ist das
> Magnetfeld dann egal und damit vorher dann eigentlich auch.

???

> Kern der Aussage ist damit, ich muss dass Hallelement solange in seiner
> Positionen verändern bis es kein Rotationswinkel abhängige
> Signaländerung gibt.

Ja.

> Das klingt vielversprechend. Wird aber auch eine Herausforderung sein,
> den passenden X-Y Tisch auf eine präzise Drehachse zu platzieren.

Ja!

> Was ist mit Winkelfehler der Hallzelle, die liegt ja auch nicht parallel
> zum Gehäuse und wie wirken sich Winkelfehler bei der Montage des X-Y
> Tisch auf der Drehachse aus.

Danach hast Du bisher nicht gefragt.
Dann musst Du eben zuvor sicherstellen, dass sich diese parallel zur 
Oberfläche befindet, indem Du ebenfalls in Rotation mit einem Magnetfeld 
welches parallel zur Oberfläche verläuft eine möglichst geringe 
Amplitude einstellst.

> wenn ich jetzt auch noch den Magneten in X-Y bewegen kann, wäre es
> vielleicht eine Idee, Xs Ys zu ändern bis ich minimale Signalauslenkung
> habe, dann Xm Ym um Signalauslenkung nocht weiter zu minimieren und das
> iterative solange wiederhole bis das Signal konstant null ist.

Ich denke, dass Du dadurch keinen Vorteil erhältst. Durch die Rotation 
ist es ja egal, aus welcher Richtung sich das Magnetfeld nähert. Die 
Bahn des Magnetfeldes muss auch nicht zwingend exakt durch die Mitte der 
Rotationsachse führen. Es muss dort lediglich vom Hallsensor aufgenommen 
werden können.
Es ist auch gar keine lineare Führung des Magnetfeldes notwendig. Mit 
einem schwenkenden Arm wie bei einem Plattenspieler würde auch schon 
ausreichen.

> Ich werde das mal untersuchen

Ich denke um es besser zu verstehen, ist tatsächlich ein alter 
Plattenspieler hilfreich:

Lege irgendwo auf den Plattenteller eine Münze. Starte den 
Plattenspieler.
Schaue von oben(!) auf den Plattenteller.
Hebe den Tonarm und führe ihn immer näher an die Kreisbahn der Münze 
heran.
Wenn die Münze -auch nur Teilweise- an irgendeiner Stelle unter 
irgendeinem Teil des Tonkopfs verschwindet, hast Du ein Signal. Das 
bekommst Du nun jede Umdrehung. Verändere die Position der Münze so, 
dass sie im Moment in dem Du das Signal bekommst in die Richtung bewegt 
wird, die parallel zur Richtung Tonkopf->Plattenmitte führt.
Nun fährst Du mit dem Tonkopf wieder weiter rein, bis die Münze wieder 
drunter entlang kommt. Dann wieder Münze - Tonarm - Münze. Irgendwann 
kommt die Münze in der Mitte zum Liegen (Die störende Mittelachse denken 
wir uns mal weg). Du kannst den Tonarm nun weiter in die Mitte bewegen, 
bekommst aber kein drehzahlabhängiges Signal mehr, da die Münze ruhig 
rotierend in der Mitte liegt. Dabei ist es egal, wo genau der Tonkopf 
steht. Und es ist auch egal, welche Form der Tonkopf hat, da nur die 
Rotation entscheidend ist.

Sollte es tatsächlich eine quadratisch empfindliche Sensorfläche sein, 
so bekommst Du ein Signal mit 4-facher Frequenz - welches Du aber gerne 
wegfiltern darfst. Wichtig ist die Grundfrequenz.

Dein einziger Nachteil ist nun, dass DEIN Arm ja oben UND unten 
verlaufen muss um das Magnetfeld hier zu bündeln.
Daher kann der rotierende Teil keine Mittelachse besitzen. Du könnest 
ein großes Kugellager verwenden, bei dem in der inneren Öffnung dein 
Sensor mit seinen Aktuatoren platziert wird. (magnetisch ist doof - 
reicht Piezo?)
Die Antriebe könnten aber auch außerhalb des Kugellagers mit rotieren.
Den Arm im Idealfall auch von unten direkt bis an den Hallsensor. (Also 
Loch unter dem Sensor in der Platine.)


Carypt C. schrieb:
> Tonköpfe

Henrik V. schrieb:
> Festplattenköpfe

Erzeugen ein Magnetfeld in die falsche Richtung.
Der Hallsensor muss dann in den Spalt.


Gruß
Jobst

von Chantalle (Gast)


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Jobst M. schrieb:
>> Was ist mit Winkelfehler der Hallzelle, die liegt ja auch nicht parallel
>> zum Gehäuse und wie wirken sich Winkelfehler bei der Montage des X-Y
>> Tisch auf der Drehachse aus.
>
> Danach hast Du bisher nicht gefragt.

Hatte ich als bei der Aufgabenstellung den Mittelpunkt zu bestimmen als 
slebstverständlich angenommen. Es geht nicht um eine Theoretische 
Betrachtung sondern um reale pracktische Durchführung.

von Chantalle (Gast)


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Jobst M. schrieb:
>> wenn ich jetzt auch noch den Magneten in X-Y bewegen kann, wäre es
>> vielleicht eine Idee, Xs Ys zu ändern bis ich minimale Signalauslenkung
>> habe, dann Xm Ym um Signalauslenkung nocht weiter zu minimieren und das
>> iterative solange wiederhole bis das Signal konstant null ist.
>
> Ich denke, dass Du dadurch keinen Vorteil erhältst. Durch die Rotation
> ist es ja egal, aus welcher Richtung sich das Magnetfeld nähert. Die
> Bahn des Magnetfeldes muss auch nicht zwingend exakt durch die Mitte der
> Rotationsachse führen. Es muss dort lediglich vom Hallsensor aufgenommen
> werden können.

Ichh denke den Vorteil erhalte ich, wenn ich von einer realen Hallzelle 
ausgehe, die aufgrund der Schiefstellung wenn sich der Winkel ändert 
aufgrund der Rotation, damit auch der wirksame Teil sich ändert, das 
Signal variiert.

Wenn das Feld in der Mitte in einer Linie mit der Roationsachse ist, 
dürft das zu keiner Signal änderung führen.

Bzgl. der Idee mit dem Plattenspieler, ich denke es ist genauer und 
leichter auszuwerten wenn man das Simuliert, aber danke.

von Rainer W. (rawi)


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Chantalle schrieb:
> Ichh denke den Vorteil erhalte ich, wenn ich von einer realen Hallzelle
> ausgehe, die aufgrund der Schiefstellung wenn sich der Winkel ändert
> aufgrund der Rotation, damit auch der wirksame Teil sich ändert, das
> Signal variiert.

Den Satz muss man jetzt nicht verstehen, oder?
In einem homogenen Magnetfeld erzeugt nur die nicht parallel zur 
Rotationsachse verlaufende Komponente des Magnetfeldes bei Rotation eine 
Signaländerung, am empfindlichsten wird die Messung mit einem Magnetfeld 
senkrecht zur Achse.

von Chantalle (Gast)


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Rainer W. schrieb:
> Chantalle schrieb:
>> Ichh denke den Vorteil erhalte ich, wenn ich von einer realen Hallzelle
>> ausgehe, die aufgrund der Schiefstellung wenn sich der Winkel ändert
>> aufgrund der Rotation, damit auch der wirksame Teil sich ändert, das
>> Signal variiert.
>
> Den Satz muss man jetzt nicht verstehen, oder?
> In einem homogenen Magnetfeld erzeugt nur die nicht parallel zur
> Rotationsachse verlaufende Komponente des Magnetfeldes bei Rotation eine
> Signaländerung, am empfindlichsten wird die Messung mit einem Magnetfeld
> senkrecht zur Achse.

Der Vorteil ist bei realen Hallzellen vorhanden. Reale Hallzellen haben 
Toleranzen, damit auch eine Schiefstellung der Hallplatte.
Wenn die Hallplatte schief steht und die Feldlinie nicht in einer Linie 
mit der Rotationsachse ist, dann ändert sich der Winkel zur Fläche der 
Hallzelle.
Damit ändert sich der wirksame Teil der ein Signal bewirkt bei der 
Rotation.

Insofern sehe ich gerade schon einen Vorteil wenn ich sowohl Hallzelle 
wie auch Magnet ausrichten kann.

von Pandur S. (jetztnicht)


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>Chantalle schrieb :
>Ich benötige den Positionsfehler des Hallelementes

Den Positionsfehler misst man am beste mit einem extreme nichthmogenen 
Magnetfeld, beim Nulldurchgang. Ein extrem inhomogenes Magnetfeld 
erzeugt man mit einer Anordnung mit Eisen.

Allenfalls waeren ein paa Zahlen interessant gewesen. Was bedeutet 
Positionsfehler  ? wieviele Mikrometer ?

von Veit D. (devil-elec)


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Hallo,

beim besten Willen, ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit einem 
Hallsensor, egal welcher, ein Magnetfeld so präzise messen, dass man im 
µm Bereich positionieren kann. Die Wiederholgenauigkeit dürfte nicht 
gegeben sein. Wenn die Wiederholgenauigkeit nicht passt, dann passt 
nichts.

Schauen wir uns woanders um. Halbleiterproduktion, Messsystem, 
Inspektionssystem. Hier erfolgt alles rein mit Optik und entsprechender 
Software. In der Software wird das Geheimnis stecken. Da wird eine 
ungefähre Position hinterlegt, den Rest findet das System selbstständig 
an Hand von Strukturen auf dem Wafer und findet damit seinen 
Referenzpunkt selbstständig.
Im Grunde basiert alles auf optischer Erkennung. Egal ob Wafer nach 
Notch ausrichten oder sonstwas.

Anderes Bsp. Festplatten. Hier werden Spuren gelesen damit der Kopf weiß 
wo er ist. Das sind auch schon Spurbreiten fast jenseits der 
Vorstellungskraft.

von Pandur S. (jetztnicht)


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Naja, Bei Festplatten erreicht man die Aufloesung durch den sehr kleinen 
Kopfabstad zur Platte und die schmale Spurbreite. Bedeutet auch extrem 
nichthomogenes Feld, im Mikrometer Bereich.
Aus der Naehkiste .. extrem hohe Ortsaufloesungen erreicht man mit einer 
Kombination von Magnetischen Sensoren und Optik.
Aktuell.. Ein Stickstoffatom auf einer Diamantflaeche. Das Eine 
Stickstoffatom kann als Magnetfeldsensor dienen, bei 
Mikrowellenfrequenzen, um die 28GHz pro Tesla. Dessen Eigenschaften 
veraendern sich unter Licht. Dh mit einem Laser kann man den Ort 
definieren, auf Wellenlaengen Viertel runter. Wenn man nun kontrolliert 
wie viele Stickstoffatome pro flaeche, geht's noch weiter runter, auf 
Atomgroesse quasi. Aber das ist hot-shit

von Jobst M. (jobstens-de)


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Chantalle schrieb:
> Jobst M. schrieb:
>>> Was ist mit Winkelfehler der Hallzelle, die liegt ja auch nicht parallel
>>> zum Gehäuse und wie wirken sich Winkelfehler bei der Montage des X-Y
>>> Tisch auf der Drehachse aus.
>>
>> Danach hast Du bisher nicht gefragt.
>
> Hatte ich als bei der Aufgabenstellung den Mittelpunkt zu bestimmen als
> slebstverständlich angenommen. Es geht nicht um eine Theoretische
> Betrachtung sondern um reale pracktische Durchführung.

Ich hatte es als selbstverständlich angenommen, dass Du dieses Problem 
schon selbst gelöst hast.
Abgesehen davon, habe ich auch direkt nach dem Satz die Lösung dazu 
präsentiert.

Chantalle schrieb:
> Wenn das Feld in der Mitte in einer Linie mit der Roationsachse ist,
> dürft das zu keiner Signal änderung führen.

Edit:
Ich habe ja auch schon geschrieben, dass der Rand des Sensors 
interessant ist. Nicht der Mittelpunkt.

Gruß
Jobst

: Bearbeitet durch User
von Chantalle (Gast)


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Veit D. schrieb:
> In der Software wird das Geheimnis stecken.

ja richtig, aber die Softwaer implementiert den Algorithmus den man sich 
ausdenken muss, daran arbeite ich gerade.
Das heißt Geoemtrien untersuche die magnetfelder erzeugen und 
Messalgorithmen dazu untersuchen.
Aber ich fange gerade an und beschäftige mich mit den Grundlagen. Ich 
hatte es glaube ich schon erwähnr, das es später auch um 3 D Messzellen 
geht.
Das ist die Zielanwendung, den "Messpunkt" einer 3D Messzelle an einen 
Punkt zu platzieren den man geoemtrisch kennt, weil die Position des 
"Messpunktes" bekannt ist und dort den Magnetwinkel zu messen.

Dazu eine Fehlerrechnung wie der Gradient des Feldes Einfluss auf die 
Genauigkeit hat um im idealfall den Gradienten zu messen und den Fehler 
berücksichtigen zu können. Ich kann heute noch nicht sagen wei weit das 
amöglich ist, das ist Teil der Aufgabe.

Und dann ist entscheidend, das es verschiedene 3D Messverfahren gibt, 
wie unterschieden die sich bei der kalibrierung, wie sind die 
Einflssfaktoren.

Aber was im ersten Anlauf untesucht wird, haben die "Zellen" für X X und 
Z unterschiedliche "Zentren" und ja, mir ist bewusst, das da nicht 3 
hallzellen rechtwinlig zueinder stehen, da gibt es die 
unterschiedlichsten Techniken.
Aber genau die Unterschiede zu ermitteln, den EInfluss auf die 
Genauigkeit, das ist einer der Punkte.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Technik von vor zehn Jahren: For an active area of the sensor of 200 × 
200 nm, the room temperature magnetic flux resolution is phi_min = 2 × 
10^{-5} phi_0 in the thermal noise frequency range, i.e. above 100 kHz.

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