Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Frage nach Parallelschaltung von 110 VoltWicklungen und Begrifferklärung.


von Bernd B. (bernd_b178)



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Hallo und Hilfe!,

Für eine T&N Allstromuhr wurde in einem Fachforum der Vorschlag gemacht 
die 110 Volt-Wicklungen parallel zu schalten und daran ein 20 Volt 
Netzteil zur Stromversorgung anzuschließen.
Ich finde nirgendwo eine Skizze/ Zeichnung wie die Parallelschaltung an 
diesem Gerät aussehen würde.

Zudem soll die Uhr auch an einer Batterie oder an einem Netzteil mit 
Niedrigstrom betrieben werden können. Die Möglichkeit die ich sehe ist 
ganz rechts "Bv 8.D- 1/1".
Ich weiß mit diesem Kürzel aber nix anzufangen und finde auch keine 
Erläuterungen im Netz!?

Vielen Dank und freundliche Grüße
Bernd

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Etwas mehr Kontext der gesamten Schaltung wäre sicher hilfreich. Ein 
Trafo funktioniert nicht mit Gleichspannung, also muss es da noch 
irgendwas mehr geben …

"Bv." heißt "Bauvorschrift", d.h. der entsprechende Trafo / die Wicklung 
wurde nach Angaben des Anwenders bei einem Hersteller angefertigt. 
Folglich sagt einem der Rest der Angabe dahinter rein gar nichts, sofern 
man nicht gerade in die Auftragsunterlagen des entsprechenden 
Herstellers Einblick hat.

: Bearbeitet durch Moderator
von H. H. (hhinz)


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Jörg W. schrieb:
> Ein Trafo funktioniert nicht mit Gleichspannung,

Ein Zugmagnet schon.

Aber das Foto ist zu unterbelichtet...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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ps: eine ordentlich ausgeleuchtete Ansicht der Spulenanschlüsse könnte 
auch hilfreich sein.

von Joachim B. (jar)


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H. H. schrieb:
> Ein Zugmagnet schon.

mit Unterbrecherkontakt.

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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von Bernd B. schrieb:
> Vorschlag gemacht
>die 110 Volt-Wicklungen parallel zu schalten

Die Pfeile zeigen doch auf die jeweilige Schraube,
da brauchst du doch nur eine Brücke machen.
Die ganz rechte Schraube wird der Pol sein auf dem
sich alles bezieht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Ich vermute mal, dass das alles nur Anzapfungen einer einzigen großen 
Spule sind, da kann man so direkt nichts parallel schalten. Aufschluss 
könnte eine Widerstandsmessung bringen.

Die Reihenfolge der Klemmen würde jedenfalls für diese These sprechen.

Um da irgendwas parallel schalten zu können, müsste man an einer 
Anzapfung die Drahtschleife auftrennen (sofern sie komplett 
herausgeführt ist).

Aber „an ein 20 V Netzteil klemmen“ – das ist kein Motor, den man 
einfach so an eine Stromversorgung anklemmen kann und dann läuft er. Im 
Kontext einer Uhr würde ich jetzt vermuten, dass das Teil zu jeder 
Minute einen Impuls bekommen soll, und der Magnet dann den Zeiger 
bewegt. Aber dafür müsste der TE schon etwas mehr von der Uhr erzählen 
oder zeigen.

von R. L. (roland123)


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der Zugmagnet zieht vermutlich ein mechanisches Uhrwerk auf.

Der eine Anschluss ist oben, der andere ist einer von den unteren. Ganz 
links ist direkt die Spule, die anderen beiden gehen noch über eine 
Widerstandswicklung.
CuL = Kupferdraht mit Lackisolierung
WdSS = Konstantandraht mit 2 Lagen Seideisolierung

: Bearbeitet durch User
von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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R. L. schrieb:
> der Zugmagnet zieht vermutlich ein mechanisches Uhrwerk auf.

OK, dann bezweifle ich aber, ob das mit einem Fünftel der 
Bemessungsspannung noch machbar ist – selbst mit zwei parallel 
geschalteten Teilwicklungen.

von R. L. (roland123)


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Jörg W. schrieb:
> OK, dann bezweifle ich aber, ob das mit einem Fünftel der
> Bemessungsspannung noch machbar ist – selbst mit zwei parallel
> geschalteten Teilwicklungen.

da dürftest du recht haben, zumal es nur 1 Wicklung gibt

von Andrew T. (marsufant)


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R. L. schrieb:
> da dürftest du recht haben, zumal es nur 1 Wicklung gibt

Die Beschriftung 180 und 550 deutet doch schon deutlich darauf hin, das 
es (mindestens) zwei Wicklungen gibt.
Das Thema ist nur noch die Verschaltung, insbesondere wenn man mit einer 
Batterie -- die NICHT 110..130V DC hat -- nutzen will.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Der TE könnte da Licht ins Dunkel bringen mit ein paar 
Widerstandsmessungen …

von Günter L. (Firma: Privat) (guenter_l)


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Wenn man sich das 4.Bild ganz rechts anschaut, könnte
es sein, daß da nur eine einzige Wicklung drauf ist,
die ein Magnetfeld erzeugt.

440 - 7000 - 0,16 CuL

440 Ohm  7000 Windungen  0,16mm Durchmesser Kupferlackdraht

Die anderen zwei Wicklungen sind einfach nur zwei Widerstände,

180 - 0,15 WdSS

180 Ohm 0,15mm Widerstandsdraht

550 - 0,15 WdSS

550 Ohm 0,15mm Widerstandsdraht

Die Widerstandsdrähte sind bifilar gewickelt, damit sie
kein Magnetfeld erzeugen. So etwas findet man öfters
auf Telefonflachrelais.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bifilar

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