Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Probleme mit Philips CDM4 Laufwerk, ließt Discs nur sporadisch


von Jan K. (keksstein)


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Hallo zusammen,

auf meinem Tisch steht ein Revox B126 der ein Philips CDM4 Laufwerk 
nutzt.
Der wurde von den Vorbesitzern als Defekt übernommen, da der Player 
keinen einzigen Kratzer hat will ich ihn wiederbeleben.

Nachdem diverse Elkos taub waren habe ich alle davon getauscht, (auch 
auf dem Laufwerk und ja auch den axialen 33uF der oft Probleme macht) 
die Steuerung tut wieder was sie soll. Versorgungsspannungen am Laufwerk 
stimmen.

Grundsätzlich ließt er manche CDs ein, bei den meisten braucht er dafür 
ewig oder bricht irgendwann ab, das Laufwerk ist also nicht gesund.
Man hört das typische quietschen beim einlesen, das sollten der Focus 
sein, der Player tut sich damit sichtlich schwer. Auch das Augendiagramm 
ist nicht scharf sondern stark verjittert, die Amplitude scheint aber ok 
zu sein weshalb ich denke der Laser selbst hat noch gute Emission. 
(oder?)

Mir fehlt die Erfahrung mit solchen Geräten, ich vermute mal man müsste 
den Fokus Offset neu einstellen, wüsste aber nicht warum da etwas 
verstellt sein sollte? Habt ihr mir Tipps welche Signale ich mir ansehen 
sollt um den Fehler einzugrenzen? Ohne Erfahrung an den Potis drehen ist 
sicherlich keine gute Idee. :-)

Vielen Dank!

Gruß,
Jan

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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So ein Laser altert und es kommt mit der Zeit weniger Pegel vom Pickup. 
Entscheidend ist, ob du die richtigen Messpunkte findest. RF hast du ja 
schon, stell aber die Zeitbasis mal auf langsamer, damit du den 
Spurwechsel besser siehst.
Focus Error und Tracking Error mit den passenden Messpunkten 
einzustellen, sollte klappen, braucht aber ein wenig Erfahrung. Dabei 
auf grösseren RF Pegel zielen. Wer noch nie am CD Player gemssen hat, 
könnte Schwierigkeiten haben. Generell sollte man sowohl Focus Error als 
auch Tracking Error auf kleine Pegel bringen.
Alte CD Player haben dazu zwei Trimmer (Gain und Offset) für Focus und 
zwei für Tracking.

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Jan K. schrieb:
> Grundsätzlich ließt er manche CDs ein

liest!

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Jan K. schrieb:
> weshalb ich denke der Laser selbst hat noch gute Emission.

Sieht zumindest auf den ersten Blick aufs Bild so aus.

Jan K. schrieb:
> ich vermute mal man müsste
> den Fokus Offset neu einstellen, wüsste aber nicht warum da etwas
> verstellt sein sollte?

Die Einstellung verstellt sich bei den meisten Geräten über die 35 
Jahre, die dieses Exemplar rund alt ist. Auch in diesem Bereich altern 
Bauteile.
Wenn der Fokus quietscht, ist das schon mal ein sehr gutes Zeichen.

Nächste Baustelle wäre dann das Tracking. Sind insgesamt die Teile des 
Laufwerkes gut beweglich beim Schwenkarm? Folienleiter OK?

Da ich als zeitwertgerechte Reparatur bei den allermeisten CD-Playern 
nach Gefühl und Gehör an den Potis herumgedreht habe, kann ich diese 
Vorgehenweise nur empfehlen, wenn man das für sich selbst macht und 
nicht für Kunden. Ansonsten wird es im Service-manual eine 
Abgleichanleitung geben, die kleine Zusatzschaltungen erfordert, um 
Signale in die Regelungen einzustreuen.  Bis auf den Onkyo DX6550 habe 
ich alle Player wieder zum einwandfreienn Spielen gebracht, auch manche 
durch leichte Erhöhung des Laserstroms. Einige hatten das echt nötig. 
Besagter 6550 spielt durchaus, findet aber vor allem bei den ersten 
Titeln den Anfang lange nicht.

Die Mittenfrequenz der PLL kann man noch mit relativ wenig Aufwand auf 
den Normwert einstellen. Bei mir hat das eine DSO einen Frequezzähler 
integriert. Damit geht das ganz einfach.

Also nur nachmachen, wenn zeitwertgerecht im Vordergrund steht. 
Ansonsten nach den Anweisungen im SM.

mfg

von Jan K. (keksstein)


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Danke für Eure Antworten!

Das ist ja ein Player der zweiten (oder dritten?) Generation, im ganzen 
Gerät gibt es genau 2 Trimmer, Focus-Offset und Laserstrom. (letzteren 
lasse ich in Ruhe)

>Die Einstellung verstellt sich bei den meisten Geräten über die 35
>Jahre, die dieses Exemplar rund alt ist. Auch in diesem Bereich altern
>Bauteile. Wenn der Fokus quietscht, ist das schon mal ein sehr gutes Zeichen.

Ich habe mal angehangen wie Revox möchte das man den Focus-Offset 
abgleicht, bis auf die Philips Test CD Nr.3 kein Problem. Aber ich 
vermute mal da tut es eine gute gekaufte CD auch?

Ich muss mir nachher etwas basteln wie ich an den Trimmer unter dem 
Laufwerk komme, habe aber eine Idee. Mal sehen ob er dann wieder läuft.

>So ein Laser altert und es kommt mit der Zeit weniger Pegel vom Pickup.
>Entscheidend ist, ob du die richtigen Messpunkte findest. RF hast du ja
>schon, stell aber die Zeitbasis mal auf langsamer, damit du den
>Spurwechsel besser siehst.

Teste ich, danke! Ich denke es könnte sich lohnen das Augendiagramm zu 
beobachten wenn ich am Fokus-Offset Trimmer drehe oder?

>Nächste Baustelle wäre dann das Tracking. Sind insgesamt die Teile des
>Laufwerkes gut beweglich beim Schwenkarm? Folienleiter OK?

Schwenkarm ist super leichtgängig wie es sein sollte, Folienleiter hat 
optisch keinerlei Beschädigungen.

Gruß,
Jan

von Jobst M. (jobstens-de)


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Mach ein Foto davon, wie das Poti zuvor stand!

Mehr nachher.

Gruß
Jobst

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Kein Witz übrigens - Focus Gain habe ich grob oft erstmal nach Gehör 
eingestellt, und zwar auf leichtes Rauschen aus dem Pickup. Wenn man 
dabei gleichzeitig die RF beobachtet, bekommt man schnell ein Gefühl für 
die richtige Einstellung.
Die alten Philps Drives mit Schwenkarm fand ich hervorragend. So schnell 
hat kein anderes Laufwerk die Spur gefunden.

von Jan K. (keksstein)


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Also, Focus-Offset ist sehr sehr feinfühlig, ich habe den Abgleich 
gemacht wie oben im Ausschnitt aus der Serviceanleitung beschrieben. An 
einem Testpunkt sollen 400mV zu messen sein, ich habe es mit 2 
unterschiedlichen (gekauften) CDs versucht, die Spannung ist bei beiden 
an dem Punkt praktisch gleich sodass ich mich getraut habe dort leicht 
nachzugleichen.

Der Trimmer stand so das am Testpunkt 550mV zu messen waren, ich habe 
das jetzt auf die 400mV gebracht, geändert hat sich nichts. Am HF 
Testpunkt sehe ich nicht wirklich das sich etwas ändert, "schöner" 
bekomme ich das Eye Pattern nicht hin.

Drehe ich am Trimmer auf einen zu niedrigen Wert, z.B. 200mV, liest er 
beim wieder hochdrehen die CD dann plötzlich ein.

Gruß,
Jan

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Focus Offset ist aber nur einer der Parameter. Da gibts z.B. noch 
Tracking Offset, den man am besten einstellt, indem man den Spurwechsel 
beobachtet. Da darf nichts überschwingen aber auch nicht schwächeln. Der 
Spurwechsel erfolgt bei jeder Umdrehung der CD.

von Jan K. (keksstein)


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>Focus Offset ist aber nur einer der Parameter. Da gibts z.B. noch
>Tracking Offset, den man am besten einstellt, indem man den Spurwechsel
>beobachtet. Da darf nichts überschwingen aber auch nicht schwächeln. Der
>Spurwechsel erfolgt bei jeder Umdrehung der CD.

Das Problem ist das das CDM4 schon so "neu" ist das es nur 2 
Abgleichmöglichkeiten bietet - Laserstom und Focus-Offset. Mehr 
Abgleichen lässt sich da scheinbar nicht.

Gruß,
Jan

von Gerd E. (robberknight)


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Um noch etwas mehr Hintergrundwissen zu der Technik zu bekommen empfehle 
ich das Buch:

Ken Clements
Understanding & Servicing CD-Players
Newnes, 1994

Findet man z.B. auch digital bei archive.org und auf einigen anderen 
Seiten.

von Holger R. (holgerr)


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Ich hab mich schon öffters an CD Laufwerken versucht, meistens waren die 
Gummi Lager defekt oder Kunststoffgehäuse verzogen, also ab in die 
Tonne.
HolgerR

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Holger R. schrieb:
> meistens waren die
> Gummi Lager defekt oder Kunststoffgehäuse verzogen
> also ab in die
> Tonne

Jaja, Gummilager und Kunststoffgehäuse... Lass es lieber.

Das Philips Laufwerk ist völlig anders, das bewegt den Laser wie die 
Festplatte die Köpfe. Ein super Prinzip und normalerweise sehr 
langlebig.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Jan K. schrieb:
> Drehe ich am Trimmer auf einen zu niedrigen Wert, z.B. 200mV, liest er
> beim wieder hochdrehen die CD dann plötzlich ein.

Welche Erkenntnis könnte man daraus ziehen?

Scheinbar bezieht die der im Manual angegebene Wert auf ein neues oder 
nahezu neues Laufwerk und dessen Abmessungen.

Wenn über die 35 Jahre da etwas mechanisch nachgegeben hatte, weil 
jemand vergessen hatte, die Schwerkraft währed der Zeit der Nichtnutzung 
abzustellen, kann es durchaus sein, daß der Wert bei 200 mV der richtige 
ist. Niemand hat zuvor die Mechanik auf µm vermessen, oder?

Vermutung: Focus offset soll eben nur möglichst genau in die Mitte des 
notwendigen Einstellbereiches fallen, damit die Linse nach oben und 
unten weit genug ausfahren kann, wenn es holperig zugeht auf der CD.

Du hast also die optimale Stelle gefunden und von dort aus würde ich 
Dilettant dann den Focus-gain weiter optimieren, aber dafür gibt es ja 
kein Poti in dem Gerät.

Wenn die CD eingelesen wird, weshalb dann nicht so lassen? Da sind kein 
neuer Spindelmotor und keine neuen Bauteile eingebaut außer den paar 
Elkos im Netzteil.

mfg

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Matthias S. schrieb:
> Der Spurwechsel erfolgt bei jeder Umdrehung der CD.

Tatsächlich?

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Jan K. schrieb:
> gibt es genau 2 Trimmer, Focus-Offset und Laserstrom.

Auf der gleichen Seite, die das Poti zum Focus offset zeigt, ist oben 
angegegben, daß man den Laserstrom mal nachmessen kann und etwa 50 mV 
über R3106 betragen soll unter der vorgegebenen Messbedingung.

mfg

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Magnus M. schrieb:
>> Der Spurwechsel erfolgt bei jeder Umdrehung der CD.
>
> Tatsächlich?

Was dachtest du denn? Da ist keine Spirale wie bei einer Schallplatte.

von Harald K. (kirnbichler)


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Matthias S. schrieb:
> Was dachtest du denn? Da ist keine Spirale wie bei einer Schallplatte.

Äh, und ob da eine ist. Bei CDs, DVDs etc. ist genau das der Fall.

Unterschied zur Schallplatte ist die Abspielrichtung und 
Rotationsgeschwindigkeit.
Schallplatten werden mit konstanter Drehzahl von außen nach innen 
abgespielt, CD & Co. werden mit variabler Drehzahl von innen nach außen 
abgespielt.

Und dabei ist es egal, ob das eine Audio- oder Daten-CD ist, es gibt nur 
genau eine Spur in Spiralform.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Meistens genügt es dieses Poti ein wenig weiter zu drehen.
Ist unwissenschaftlich, aber hilft oft.

von Alexander H. (alexander_h732)


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Spindellager (Axiallager, einstellbar) eingelaufen? Das Lager besteht 
eigentlich nur aus einer  Kunststoffschraube, zumindest beim B226. Im 
ReVox-Forum gab es mal Einen, der dafür Ersatzlager aus 
Spezialkunststoff gedreht hat.

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Rainer D. schrieb:
> dieses Poti

Richtig, dieses meine ich auch, das ist das Poti für den Laserstrom. Je 
nach Bauart kann es auch woanders lokalisiert sein, z.B. auf der 
Platine.
Allerdings zeigt das Foto hier kein Schwenkarmlaufwerk.

mfg

von Jobst M. (jobstens-de)


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Zunächst einmal: Ein schönes Gerät! Das sollte man auf jeden Fall wieder 
instand setzen!

Okay, wie sieht die Linse aus?

Jan K. schrieb:
> Mehr Abgleichen lässt sich da scheinbar nicht.

Was noch einstellbar ist, ist die mechanische Einstellung der 
Laserachse. Die hätte auch Auswirkungen auf den Fokus-Offset.
Hat da schon jemand dran herumgeschraubt?

Tatsächlich habe ich bei so einem Arm noch nie einen mechanischen 
Abgleich machen müssen und weiß auch nicht, wie sich dieses auf das 
Augendiagramm auswirkt. Es wäre sicherlich eine gute Idee dies mal zu 
überprüfen, ob der Arm korrekt sitzt. Er könnte sich auch bei einem 
mechanischen Schock verstellt haben. Problem: dafür benötigt man einen 
kleinen Spiegel, welcher genau auf die Optik passt und eine Glasscheibe 
im CD-Format.

Außerdem muss dafür das Laufwerk ausgebaut werden. Eine kleine ESD 
Einweisung wäre dafür ratsam, da der Laser sehr empfindlich auf ESD 
reagiert. Ein hochohmig geerdetes Handgelenkband wäre sinnvoll.

Für einige Geräte sind im Manual Patches vorgesehen. Diese sind von der 
SN abhängig.



Gruß
Jobst

von Jobst M. (jobstens-de)


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Vom Laserstrom würde ich die Finger lassen! Das sieht mir hier auch 
nicht nach zu wenig Leistung aus!

Gruß
Jobst

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Auch das Augendiagramm
> ist nicht scharf sondern stark verjittert, die Amplitude scheint aber ok
> zu sein weshalb ich denke der Laser selbst hat noch gute Emission.

Ich denke auch das das Ausgangsignal okay ist. Aber was hilft es schon 
was wir denken? Besorg die das Servicemanual und schau nach wie die 
Sollwerte sind.
Du koenntest auch mal probieren eine selbstgebrannte anbzuspielen. Die 
haben einen deutlich kleineren Pegel. Wenn der Player die ueberhaubt 
erstmal abspielt, dann kannst du sicher sein das es mit einer gepressten 
erstmal funktionieren muss.

> Mir fehlt die Erfahrung mit solchen Geräten, ich vermute mal man müsste
> den Fokus Offset neu einstellen, wüsste aber nicht warum da etwas
> verstellt sein sollte?

Dann sei auf keinen Fall so doof an irgendwelchen Potis rumzudrehen!

Pruefe mal lieber ob die Mechanik okay ist. Also fett gealtert, 
verharzt? Dreh mal von Hand an den Zahnraeder fuer den Schlitten oder 
lasst den ueber dein Labornetzteil laufen, dabei den Strom auf dem Oszi 
betrachten, ob du krasse Spruenge siehst.
Oder besser, mach gleich alles sauber und fette neu. Pruefe auch mal ob 
der Motor welche die CD dreht keinen Lagerschaden hat. Achter darauf 
Fett zu verwenden welches geeignet ist. Also kein Kunststoff angreift 
und nicht zu zaeh ist. Und nicht alles wie bloed zukleistern!

Vanye

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Vanye R. schrieb:
> Dreh mal von Hand an den Zahnraeder fuer den Schlitten

Hat er nicht. Das ist ein Player mit Voice Coil für den Laser - ähnlich 
wie bei einer Festplatte für die Köpfe.
https://www.ebay.de/itm/317922316692

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Hat er nicht. Das ist ein Player mit Voice Coil

Auch da gibt es irgendeine Lagerung/fuehrung wo es ruckelig werden kann.

Vanye

von Jan K. (keksstein)


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>Scheinbar bezieht die der im Manual angegebene Wert auf ein neues oder
>nahezu neues Laufwerk und dessen Abmessungen.

Habe mich da falsch ausgedrückt. Der Player läuft mit verstelltem Focus 
Offset auch nicht sauber, drehe ich am Poti "fängt" er sich manchmal und 
nimmt die CD dann doch. Allerdings ist das nur temporär.

>Auf der gleichen Seite, die das Poti zum Focus offset zeigt, ist oben
>angegegben, daß man den Laserstrom mal nachmessen kann und etwa 50 mV
>über R3106 betragen soll unter der vorgegebenen Messbedingung.

Kann ich probieren, ich riskiere damit aber den Laser komplett zu 
zerstören. Das Problem ist, die 50mV hängen nur indirekt vom Laserstrom 
ab, es ist ein Strom der durch die Empfängerdiode fließt. Was ich aber 
machen will, den Strom durch den Laser selbst messen. Das wird ja 
geregelt, ich sollte so abschätzen können ob der Laser selbst noch 
genügend Emission hat.

>Spindellager (Axiallager, einstellbar) eingelaufen? Das Lager besteht
>eigentlich nur aus einer  Kunststoffschraube, zumindest beim B226. Im
>ReVox-Forum gab es mal Einen, der dafür Ersatzlager aus
>Spezialkunststoff gedreht hat.

Das gibt es bei CDM4 nicht, das ist eine "krankheit" vom CDM1.

>Was noch einstellbar ist, ist die mechanische Einstellung der
>Laserachse. Die hätte auch Auswirkungen auf den Fokus-Offset.
>Hat da schon jemand dran herumgeschraubt?

Das kann ich mir auf jeden Fall anschauen, habe ich mir auch überlegt 
gehabt aber noch keine Idee woher ich die Glas CD bekomme. Früher lag 
eine Kunststoffscheibe bei Rohlingen bei, habe aber (natürlich) keine 
Aufgehoben.
Grundsätzlich habe ich keinerlei Spuren gefunden das schonmal jemand an 
dem Player vor mir gebastelt hat, allerdings, wer weiß wie oft er 
transportiert wurde ohne Transportsicherung etc. Ist also Denkbar.

>Außerdem muss dafür das Laufwerk ausgebaut werden. Eine kleine ESD
>Einweisung wäre dafür ratsam, da der Laser sehr empfindlich auf ESD
>reagiert. Ein hochohmig geerdetes Handgelenkband wäre sinnvoll.

Keine Sorge, ich arbeite auf einer ESD Matte und habe ein ESD Armband an 
wenn ich an dem Player arbeiten ausführe. Zum tausch der teilweise 
defekten Elkos auf dem CDM4 CD-Drive Board muss man den Laser 
Steckverbinder ziehen, ich habe die Pins des Flex-Kabels mit einem Stück 
Alufolie und einer Briefklammer kurzgeschlossen um genau davor zu 
schützen. Aber der Hinweis ist natürlich absolut berechtig!

>Du koenntest auch mal probieren eine selbstgebrannte anbzuspielen. Die
>haben einen deutlich kleineren Pegel. Wenn der Player die ueberhaubt
>erstmal abspielt, dann kannst du sicher sein das es mit einer gepressten
>erstmal funktionieren muss.

Er nimmt ja auch gekaufte CDs nur mit sehr viel glück, CD-RW, ich sehe 
da fast keine Chance.

>Pruefe mal lieber ob die Mechanik okay ist. Also fett gealtert,
>verharzt? Dreh mal von Hand an den Zahnraeder fuer den Schlitten oder
>lasst den ueber dein Labornetzteil laufen, dabei den Strom auf dem Oszi
>betrachten, ob du krasse Spruenge siehst.
>Oder besser, mach gleich alles sauber und fette neu. Pruefe auch mal ob
>der Motor welche die CD dreht keinen Lagerschaden hat. Achter darauf
>Fett zu verwenden welches geeignet ist. Also kein Kunststoff angreift
>und nicht zu zaeh ist. Und nicht alles wie bloed zukleistern!

Das CDM4 ist alt, das hat nichts mit den späteren Vollplastik Laufwerken 
zu tun. Es gibt keine Schlitten, der Laser wird per Linearmotor bewegt, 
wenn ich mich richtig erinnere läuft der Laser auf einem Rubinlager. Das 
teil ist leichtgängig, ich kann den Laser anpusten und er dreht sich 
sauber, benötigt also wenig kraft ihn zu bewegen. Da ist auch meines 
Wissens nach nichts zu fetten. Bezüglich dem Motor der die CD Dreht, das 
ist schwer herauszufinden. Was ich sagen kann, die CD läuft sauber und 
"eiert" nicht. Ich höre keinerlei Schleif oder andere Störgeräusche. Aus 
meiner Sicht ist der Motor nicht Schuld.

Ich kann mir in den Nächsten 1-2 Wochen einen Laser Leistungsmesser 
ausleihen, ein Leader LPM-8000. In Verbindung mit dem Laserstrom der 
durch die Diode fließt sollte ich damit abschätzen können ob der Laser 
am Ende ist, ich vermute fast das ist das Problem. Falls sich das 
bestätigt Suche ich einen guten gebrauchten CDM4 Laser. Melde mich.

Gruß,
Jan

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Das CDM4 ist alt, das hat nichts mit den späteren Vollplastik Laufwerken
> zu tun.

Umso schlimmer fuer den Zustand des Fetts oder auch des Motorlagers.

Vanye

von Alexander H. (alexander_h732)


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Auch das CDM4 ist in einer Form gelagert und es kommt irgendwann zu 
Verschleiß. Das Lager ist das schwarze Teil mit Torx (Fokus).

Hier ein Link zum CDM1:
https://nanocamp.de/?cdm1-laser-service

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Jan K. schrieb:
> Er nimmt ja auch gekaufte CDs nur mit sehr viel glück, CD-RW,

Uffbasse!

CD-RW ist nicht gleich CD-R und nicht gleich CD-gepresst-gekauft.

CD-R lesen in der Regel ALLE CD-Player, auch die ältesten, bei mir z.B. 
die Denon DCD1500 und DCD1500-MK2 ebenso wie die billigeren Modelle.

CD-RW lesen nur die späteren Modelle, meist so ab MP3-Fähigkeit etwa.

Mit CD-RW könen nur meine Computerlaufwerke etwas anfangen und von denen 
die älteren auch nicht, sofern sie überhaupt noch funktionieren.

mfg

von Alexander H. (alexander_h732)


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Mal den Arbeitsabstand (Distanz Drehteller/Chassis) gemessen? Der sollte 
etwa 1mm betragen.

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