Forum: HF, Funk und Felder RF433 Funktaster auf Mauerwerk


von Udo P. (udopi)


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Hallo,

ich habe eine bestehende Wechselschaltung auf Funkbetrieb umgerüstet.
Hierzu wurden auf allen 3 Etagen die Schalter ausgebaut und auf das 
Schalterloch ein 3-fach Taster mit 433MHz Signal montiert.
Auf einer Etage zeigt sich das Phänomen, dass der Funktaster nur dann 
eine unzuverlässige Funktion hat, wenn er exakt auf dem Unterputzloch 
sitzt. Sobald er sich nicht über dem Loch befindet, arbeitet er 
einwandfrei.
Hier enden die freigeschalteten Enden der Ursprungsverdrahtung in einer 
Plastikdose.
Meine erste Idee war, eine bessere externe Antenne zu verwenden, was 
optisch blöd wäre.
Jetzt kam mir die Idee, dass es irgendwas mit Resonanz durch das 
Mauerloch sein könnte?
Bevor ich weitere Massnahmen ergreife (Loch schliessen/Antenne anfügen) 
wollte ich erst einmal hier nach einer Einschätzung fragen?

Gruß Udo

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Udo P. schrieb:
> Jetzt kam mir die Idee, dass es irgendwas mit Resonanz durch das
> Mauerloch sein könnte?

Das gibts eigenlich nur, wenn da eine Metallfläche hinter ist. Die 
Wellenlänge ist ja bei etwa 70cm, das wäre schon eine ziemlich weite 
Entfernung.

Ich würde die externe Antenne nehmen (etwa 16-17cm) und die in die UP 
Dose reinlegen. Versuch macht kluch.

von Thomas R. (thomasr)


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"Wer Funk kennt nimmt Draht"

Genau solche Effekte haben mich schon vor Jahren veranlaßt auf jedwede 
Funkanwendung in der Hausautomation zu verzichten. Bei den damals 
eingesetzten FS20 Modulen auf 433MHz waren schon 5cm Abweichung vom 
optimalen Ort ein Problem. Ein Killer bei Aktoren in Rolladenkästen wo 
man keine Bewegungsfreiheit hatte. Vermutlich waren die Bewehrungen in 
den Stürzen über den Rolläden der Grund.

Letztlich half nur die Verlegung der Antenne (die Aktoren selbst mußten 
an Ort und Stelle bleiben).

Ich würde die Antenne in das Loch verlängern (Lambda beachten)

von Rainer W. (rawi)


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Matthias S. schrieb:
> Das gibts eigenlich nur, wenn da eine Metallfläche hinter ist. Die
> Wellenlänge ist ja bei etwa 70cm, das wäre schon eine ziemlich weite
> Entfernung.

Damit es zu Auslöschung kommt, muss die Phasenverschiebung 180° sein, 
d.h. die reflektierende Fläche müsste λ/4, also 17,3 cm entfernt sein. 
Dafür braucht man keine Burgmauer.

von Stefan M. (derwisch)


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Wie weit entfernt ist der Empfänger?
Ist die Frequenz evtl. von anderen Anwendungen belegt (verseucht)?

Alle metallischen Teile, auch alte Stromleitungen verbiegen die 
Abstrahlungsrichtung bei 433MHz schon ordentlich.

Man darf sich bei der Frequenz keine kugelförmige (isotrope) Abstrahlung 
vorstellen.
Wahrscheinlich würde alles gut funktionieren, wenn der Empfänger an 
anderer Stelle wäre.
Dann kann es theoretisch aber Probleme mit den anderen Tastern geben.

Vorhersagbar ist das aber nicht.
Selbst wenn ein in der Nähe befindlicher Kühlschrank später um 1m 
verschoben wird, kann sich alles ändern.
Das ist das gleiche Thema wie mit der Feldausbreitung von WLAN Routern 
in Innenräumen. Das ist hier ja immer wieder einen Thread wert.

: Bearbeitet durch User
von Udo K. (udok)


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Udo P. schrieb:
> Auf einer Etage zeigt sich das Phänomen, dass der Funktaster nur dann
> eine unzuverlässige Funktion hat, wenn er exakt auf dem Unterputzloch
> sitzt. Sobald er sich nicht über dem Loch befindet, arbeitet er
> einwandfrei.

Eventuell übersteuert der Empfänger.  Weniger Sendeleistung oder eine 
schlechtere Antenne würde da helfen.

von Stefan M. (derwisch)


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Udo K. schrieb:
> Eventuell übersteuert der Empfänger.  Weniger Sendeleistung oder eine
> schlechtere Antenne würde da helfen.

Ich vermute nicht, dass der Empfänger so nah dran ist.
Bei derart geringen Sendeleistungen wäre es schon ein Kunststück, den 
Empfänger zu übersteuern.

von Jens G. (jensig)


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Das Mauerwerk bedämpft ganz einfach die Antenne, und verstimmt diese, 
falls die rel. schmalbandig ist.

von Stefan M. (derwisch)


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Udo P. schrieb:
> Sobald er sich nicht über dem Loch befindet, arbeitet er
> einwandfrei.

Laut dem TO ist es aber genau umgekehrt.
Auf Mauerwerk geht alles prima.

Trotzdem ist mir noch nicht klar, wo genau der Empfänger für diese 
Funktaster ist.
Kam leider auch nichts mehr vom TO.

: Bearbeitet durch User
von Udo P. (udopi)


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Sorry für die späte Antwort.

Praktisch sieht es so aus, dass in einem 3-etagigen Treppenhaus zwei 
Empfänger in die ehemaligen Schalterdosen der mittleren Etage eingebaut 
sind.
Auf allen 3 Etagen hängen mit den Empfängern gekoppelte Sendetaster. die 
beiden oberen Etagen funktionieren tadellos, nur in der unteren Etage 
tritt dieser Effekt auf und das betrifft auch noch beide in dieser Etage 
befindliche Taster.
Auf dem ehemaligen Schalterloch montiert-> Fehlschaltungen
Ein Stück versetzt auf derselben Wand->Einwandfreie Funktion

von Joachim B. (jar)


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Udo P. schrieb:
> Auf dem ehemaligen Schalterloch montiert-> Fehlschaltungen

füllt das Loch mit irgendwas Gips, Mineralwolle oder Irgendwas auf

> Ein Stück versetzt auf derselben Wand->Einwandfreie Funktion

oder versetzt den Funktaster eben.

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