Hallo, ich habe eine bestehende Wechselschaltung auf Funkbetrieb umgerüstet. Hierzu wurden auf allen 3 Etagen die Schalter ausgebaut und auf das Schalterloch ein 3-fach Taster mit 433MHz Signal montiert. Auf einer Etage zeigt sich das Phänomen, dass der Funktaster nur dann eine unzuverlässige Funktion hat, wenn er exakt auf dem Unterputzloch sitzt. Sobald er sich nicht über dem Loch befindet, arbeitet er einwandfrei. Hier enden die freigeschalteten Enden der Ursprungsverdrahtung in einer Plastikdose. Meine erste Idee war, eine bessere externe Antenne zu verwenden, was optisch blöd wäre. Jetzt kam mir die Idee, dass es irgendwas mit Resonanz durch das Mauerloch sein könnte? Bevor ich weitere Massnahmen ergreife (Loch schliessen/Antenne anfügen) wollte ich erst einmal hier nach einer Einschätzung fragen? Gruß Udo
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Udo P. schrieb: > Jetzt kam mir die Idee, dass es irgendwas mit Resonanz durch das > Mauerloch sein könnte? Das gibts eigenlich nur, wenn da eine Metallfläche hinter ist. Die Wellenlänge ist ja bei etwa 70cm, das wäre schon eine ziemlich weite Entfernung. Ich würde die externe Antenne nehmen (etwa 16-17cm) und die in die UP Dose reinlegen. Versuch macht kluch.
"Wer Funk kennt nimmt Draht" Genau solche Effekte haben mich schon vor Jahren veranlaßt auf jedwede Funkanwendung in der Hausautomation zu verzichten. Bei den damals eingesetzten FS20 Modulen auf 433MHz waren schon 5cm Abweichung vom optimalen Ort ein Problem. Ein Killer bei Aktoren in Rolladenkästen wo man keine Bewegungsfreiheit hatte. Vermutlich waren die Bewehrungen in den Stürzen über den Rolläden der Grund. Letztlich half nur die Verlegung der Antenne (die Aktoren selbst mußten an Ort und Stelle bleiben). Ich würde die Antenne in das Loch verlängern (Lambda beachten)
Matthias S. schrieb: > Das gibts eigenlich nur, wenn da eine Metallfläche hinter ist. Die > Wellenlänge ist ja bei etwa 70cm, das wäre schon eine ziemlich weite > Entfernung. Damit es zu Auslöschung kommt, muss die Phasenverschiebung 180° sein, d.h. die reflektierende Fläche müsste λ/4, also 17,3 cm entfernt sein. Dafür braucht man keine Burgmauer.
Wie weit entfernt ist der Empfänger? Ist die Frequenz evtl. von anderen Anwendungen belegt (verseucht)? Alle metallischen Teile, auch alte Stromleitungen verbiegen die Abstrahlungsrichtung bei 433MHz schon ordentlich. Man darf sich bei der Frequenz keine kugelförmige (isotrope) Abstrahlung vorstellen. Wahrscheinlich würde alles gut funktionieren, wenn der Empfänger an anderer Stelle wäre. Dann kann es theoretisch aber Probleme mit den anderen Tastern geben. Vorhersagbar ist das aber nicht. Selbst wenn ein in der Nähe befindlicher Kühlschrank später um 1m verschoben wird, kann sich alles ändern. Das ist das gleiche Thema wie mit der Feldausbreitung von WLAN Routern in Innenräumen. Das ist hier ja immer wieder einen Thread wert.
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Udo P. schrieb: > Auf einer Etage zeigt sich das Phänomen, dass der Funktaster nur dann > eine unzuverlässige Funktion hat, wenn er exakt auf dem Unterputzloch > sitzt. Sobald er sich nicht über dem Loch befindet, arbeitet er > einwandfrei. Eventuell übersteuert der Empfänger. Weniger Sendeleistung oder eine schlechtere Antenne würde da helfen.
Udo K. schrieb: > Eventuell übersteuert der Empfänger. Weniger Sendeleistung oder eine > schlechtere Antenne würde da helfen. Ich vermute nicht, dass der Empfänger so nah dran ist. Bei derart geringen Sendeleistungen wäre es schon ein Kunststück, den Empfänger zu übersteuern.
Das Mauerwerk bedämpft ganz einfach die Antenne, und verstimmt diese, falls die rel. schmalbandig ist.
Udo P. schrieb: > Sobald er sich nicht über dem Loch befindet, arbeitet er > einwandfrei. Laut dem TO ist es aber genau umgekehrt. Auf Mauerwerk geht alles prima. Trotzdem ist mir noch nicht klar, wo genau der Empfänger für diese Funktaster ist. Kam leider auch nichts mehr vom TO.
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Sorry für die späte Antwort. Praktisch sieht es so aus, dass in einem 3-etagigen Treppenhaus zwei Empfänger in die ehemaligen Schalterdosen der mittleren Etage eingebaut sind. Auf allen 3 Etagen hängen mit den Empfängern gekoppelte Sendetaster. die beiden oberen Etagen funktionieren tadellos, nur in der unteren Etage tritt dieser Effekt auf und das betrifft auch noch beide in dieser Etage befindliche Taster. Auf dem ehemaligen Schalterloch montiert-> Fehlschaltungen Ein Stück versetzt auf derselben Wand->Einwandfreie Funktion
Udo P. schrieb: > Auf dem ehemaligen Schalterloch montiert-> Fehlschaltungen füllt das Loch mit irgendwas Gips, Mineralwolle oder Irgendwas auf > Ein Stück versetzt auf derselben Wand->Einwandfreie Funktion oder versetzt den Funktaster eben.
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