Hallo Allerseits, ich lese hier schon eine Weile mit und hoffe sehr auf eure Einschätzung. Wir sind vor einigen Monaten in ein neues Haus eingezogen (mit Wärmepumpe). Direkt in der ersten Nacht habe ich ein dauerhaftes Surren kombiniert mit einem tiefen Brummen (definitiv unter 100 Hz) wahrgenommen. Zunächst dachte ich, das Surren komme von der Wärmepumpe und das Brummen vielleicht von einer Baustelle. Ein Bauakustiker hat damals mit Mikrofonen und Beschleunigungssensoren gemessen, allerdings hauptsächlich im Wärmepumpenbetrieb, weil wir zu dem Zeitpunkt noch sicher waren, dass alles von der Anlage kommt. Dabei wurden tatsächlich Peaks bei etwa 300 und 600 Hz gemessen, die exakt den Frequenzen der Umwälzpumpen entsprachen. An den jetzigen warmen Tagen konnten wir die Wärmepumpe komplett ausschalten. Beide Geräusche blieben jedoch unverändert bestehen. Ich bin bisher die Einzige, die das dauerhaft hört. Allerdings hatte das, was ich früher wahrgenommen habe, immer eine reale Ursache. Unsere alte Wohnung haben wir noch nicht gekündigt, damit ich dort zur „akustischen Erholung“ immer wieder ein paar Tage wohnen kann. Das Geräusch tritt dort überhaupt nicht auf. Es ist nur in diesem Haus vorhanden; draußen um das Haus rum hört man nichts. Auch mein HNO-Arzt tendiert daher eher gegen eine Tinnitus-Diagnose, obwohl mir diese inzwischen fast lieber wäre - sozusagen das kleinere Übel. Was wir bereits versucht haben: • Strom im Haus komplett ausgeschaltet • Wasser abgestellt (Rohre sind auch ruhig) • das ganze Haus mit Stethoskop abgehört • Umgebung abgefahren Bisher ohne Ergebnis. Zur Umgebung: • ruhige EFH-Wohngegend • Trafostation etwa 100 m entfernt (von außen unauffällig) • Nachbargrundstücke akustisch unauffällig, wobei natürlich z. B. Erdwärmepumpen oder Grundwasserpumpen im Keller denkbar wären • Abwasserpumpwerk etwa 1 km entfernt • Windräder, Kläranlage, Autobahn, Landstraße und Bahnstrecke jeweils ca. 5 km entfernt Natürlich würde ich am liebsten einmal systematisch prüfen, ob eine Anlage in der Nachbarschaft die Ursache sein könnte (z. B. Heizungen/Pumpen kurz abschalten). Als Neuling hier fällt es mir allerdings noch etwas schwer, die Nachbarn damit direkt zu behelligen. Ich taste mich da vorsichtig heran. Gestern habe ich außerdem bei ne…an.de nach Hinweisen aus der Umgebung gefragt. Zu meiner Überraschung meldeten sich zwei Familien aus der Nähe, eine sogar aus unserer Straße. Eine davon beschreibt fast exakt meine Wahrnehmung: „Bei uns ist es genau dasselbe – neu hergezogen und es brummt. Wir haben auch alles ausgemacht, sogar das Wasser, aber der Brummton bleibt. Es ist ein bei normaler Lautstärke kaum wahrnehmbares Dröhnen mit Druck auf den Ohren. Draußen hören wir es ebenfalls, allerdings deutlich schwächer.“ Meine Bitte an euch: Könntet ihr einen Blick auf die angehängten Spektrogramme/FFTs werfen und einschätzen, ob da etwas nach realem „Brummen“ aussieht? • Das Spectrum-Bild mit der 627-Hz-Spitze stammt vom Bauakustiker. • Die SpectrumView-Bilder sind von mir (Spectrum läuft auf unseren iPhones leider nicht). Dezibelmesser zeigt nur ca 26 db in den Räumen an. Messbedingungen: Neubau, alle Fenster zu, kein Verkehr in der Nähe, Strom komplett aus. Messbilder so täglich reproduzierbar. • Das vorletzte Bild mit der 63 Hz-Spitze zeigt einen Spectrum-Screenshot des Brummens der erwähnten Nachbarn. • Das letzte Bild (lila-orange) ist mit "Humfinder" gemessen ebenfalls aus unserem Haus Das Brummen belastet uns sehr. Umso dankbarer bin ich für jeden konstruktiven Hinweis/Rat. Vielen Dank euch im Voraus!
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Natalie E. schrieb: > Das vorletzte Bild mit der 63 Hz-Spitze zeigt einen > Spectrum-Screenshot des Brummens der erwähnten Nachbarn. Minus 97 dB, gemessen mit einem Smartphone? Da sage ich zweimal "hm?".
Also irgendwie zeigen alle Spektrogramme andere Frequenzen. Und hier getippt hast Du den Beitrag auch nicht, sondern rauskopiert. Ich gehe mal davon aus, dass das kein Trollversuch ist: Du wirst den Ton nur draußen finden können. Stehende Wellen leiten in die Irre. Am ehesten hast Du eine Chance mit einem Richtmikrofon, und viel Zeit beim Suchen.
Natalie E. schrieb: > Ich bin bisher die Einzige, die das dauerhaft hört. Finde den Fehler. Immer wieder gerne genommen hier. Weiblicher Nick, neuer User, Geräuschproblem. Wird das nicht langweilig?
Martin S. schrieb: > Also irgendwie zeigen alle Spektrogramme andere Frequenzen. Smartphone ... Wenn der Ton so leise ist, dass ihn nur sehr wenige Menschen hören, braucht man Messgeräte, keine Spielzeuge der Generation Y oder Z. > Du wirst den Ton nur draußen finden können. Stehende Wellen leiten in die > Irre. Am ehesten hast Du eine Chance mit einem Richtmikrofon, und viel Zeit > beim Suchen. Vorausgesetzt, der Schall kommt über die Luft ins Gebäude. Das muss aber nicht so sein, er könnte auch über das Erdreich oder darin liegende Teile wie z. B. Wasser-/Abwasser-Rohre ins Gebäude gelangen.
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