Hallo Allerseits, ich lese hier schon eine Weile mit und hoffe sehr auf eure Einschätzung. Wir sind vor einigen Monaten in ein neues Haus eingezogen (mit Wärmepumpe). Direkt in der ersten Nacht habe ich ein dauerhaftes Surren kombiniert mit einem tiefen Brummen (definitiv unter 100 Hz) wahrgenommen. Zunächst dachte ich, das Surren komme von der Wärmepumpe und das Brummen vielleicht von einer Baustelle. Ein Bauakustiker hat damals mit Mikrofonen und Beschleunigungssensoren gemessen, allerdings hauptsächlich im Wärmepumpenbetrieb, weil wir zu dem Zeitpunkt noch sicher waren, dass alles von der Anlage kommt. Dabei wurden tatsächlich Peaks bei etwa 300 und 600 Hz gemessen, die exakt den Frequenzen der Umwälzpumpen entsprachen. An den jetzigen warmen Tagen konnten wir die Wärmepumpe komplett ausschalten. Beide Geräusche blieben jedoch unverändert bestehen. Ich bin bisher die Einzige, die das dauerhaft hört. Allerdings hatte das, was ich früher wahrgenommen habe, immer eine reale Ursache. Unsere alte Wohnung haben wir noch nicht gekündigt, damit ich dort zur „akustischen Erholung“ immer wieder ein paar Tage wohnen kann. Das Geräusch tritt dort überhaupt nicht auf. Es ist nur in diesem Haus vorhanden; draußen um das Haus rum hört man nichts. Auch mein HNO-Arzt tendiert daher eher gegen eine Tinnitus-Diagnose, obwohl mir diese inzwischen fast lieber wäre - sozusagen das kleinere Übel. Was wir bereits versucht haben: • Strom im Haus komplett ausgeschaltet • Wasser abgestellt (Rohre sind auch ruhig) • das ganze Haus mit Stethoskop abgehört • Umgebung abgefahren Bisher ohne Ergebnis. Zur Umgebung: • ruhige EFH-Wohngegend • Trafostation etwa 100 m entfernt (von außen unauffällig) • Nachbargrundstücke akustisch unauffällig, wobei natürlich z. B. Erdwärmepumpen oder Grundwasserpumpen im Keller denkbar wären • Abwasserpumpwerk etwa 1 km entfernt • Windräder, Kläranlage, Autobahn, Landstraße und Bahnstrecke jeweils ca. 5 km entfernt Natürlich würde ich am liebsten einmal systematisch prüfen, ob eine Anlage in der Nachbarschaft die Ursache sein könnte (z. B. Heizungen/Pumpen kurz abschalten). Als Neuling hier fällt es mir allerdings noch etwas schwer, die Nachbarn damit direkt zu behelligen. Ich taste mich da vorsichtig heran. Gestern habe ich außerdem bei ne…an.de nach Hinweisen aus der Umgebung gefragt. Zu meiner Überraschung meldeten sich zwei Familien aus der Nähe, eine sogar aus unserer Straße. Eine davon beschreibt fast exakt meine Wahrnehmung: „Bei uns ist es genau dasselbe – neu hergezogen und es brummt. Wir haben auch alles ausgemacht, sogar das Wasser, aber der Brummton bleibt. Es ist ein bei normaler Lautstärke kaum wahrnehmbares Dröhnen mit Druck auf den Ohren. Draußen hören wir es ebenfalls, allerdings deutlich schwächer.“ Meine Bitte an euch: Könntet ihr einen Blick auf die angehängten Spektrogramme/FFTs werfen und einschätzen, ob da etwas nach realem „Brummen“ aussieht? • Das Spectrum-Bild mit der 627-Hz-Spitze stammt vom Bauakustiker. • Die SpectrumView-Bilder sind von mir (Spectrum läuft auf unseren iPhones leider nicht). Dezibelmesser zeigt nur ca 26 db in den Räumen an. Messbedingungen: Neubau, alle Fenster zu, kein Verkehr in der Nähe, Strom komplett aus. Messbilder so täglich reproduzierbar. • Das vorletzte Bild mit der 63 Hz-Spitze zeigt einen Spectrum-Screenshot des Brummens der erwähnten Nachbarn. • Das letzte Bild (lila-orange) ist mit "Humfinder" gemessen ebenfalls aus unserem Haus Das Brummen belastet uns sehr. Umso dankbarer bin ich für jeden konstruktiven Hinweis/Rat. Vielen Dank euch im Voraus!
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Natalie E. schrieb: > Das vorletzte Bild mit der 63 Hz-Spitze zeigt einen > Spectrum-Screenshot des Brummens der erwähnten Nachbarn. Minus 97 dB, gemessen mit einem Smartphone? Da sage ich zweimal "hm?".
Also irgendwie zeigen alle Spektrogramme andere Frequenzen. Und hier getippt hast Du den Beitrag auch nicht, sondern rauskopiert. Ich gehe mal davon aus, dass das kein Trollversuch ist: Du wirst den Ton nur draußen finden können. Stehende Wellen leiten in die Irre. Am ehesten hast Du eine Chance mit einem Richtmikrofon, und viel Zeit beim Suchen.
Natalie E. schrieb: > Ich bin bisher die Einzige, die das dauerhaft hört. Finde den Fehler. Immer wieder gerne genommen hier. Weiblicher Nick, neuer User, Geräuschproblem. Wird das nicht langweilig?
Martin S. schrieb: > Also irgendwie zeigen alle Spektrogramme andere Frequenzen. Smartphone ... Wenn der Ton so leise ist, dass ihn nur sehr wenige Menschen hören, braucht man Messgeräte, keine Spielzeuge der Generation Y oder Z. > Du wirst den Ton nur draußen finden können. Stehende Wellen leiten in die > Irre. Am ehesten hast Du eine Chance mit einem Richtmikrofon, und viel Zeit > beim Suchen. Vorausgesetzt, der Schall kommt über die Luft ins Gebäude. Das muss aber nicht so sein, er könnte auch über das Erdreich oder darin liegende Teile wie z. B. Wasser-/Abwasser-Rohre ins Gebäude gelangen.
Wie schafft man es bei allen Screenshots eine falsche Zeit abzulichten?
Vielen Dank, Rolf. Verstehe ich es richtig, dass mit dem Handy gemessene FFTs grundsätzlich nicht sehr verlässlich sind? Allerdings hat auch der Bauakustiker zunächst so gemessen (erstes Bild mit ca. 600 Hz als Spitze) und anschließend mit einem empfindlicheren Mikrofon die Aufnahme in der Spectrum-App im Wesentlichen bestätigt. Unten hänge ich noch die Messungen aus seinem Bericht an, die er anschließend an die Spektrum-Messung mit einem guten Mikrofon gemacht hat (das waren NICHT die Beschleunigungsmessungen). Kann man aus dieser SpectrumApp-Aufnahme rauslesen, dass ein tiefer Ton vorhanden ist? Im Grunde wäre es für mich hilfreich, wenn jemand diese Aufnahmen - abseits von Überlegungen zur Qualität der iPhone-Mikrofone in Bezug auf Tieftöne einschätzen könnte. Als Laie habe ich natürlich keine mehrere tausend Euro teuren Mikrofone im Haus, war aber dennoch schon etwas kreativ. Ich habe bei einem Hersteller für akustische Messtechnik die von ihm empfohlenen Beschleunigungssensoren sowie ein Mikrofon ausgeliehen, dazu noch einen passenden Verstärker. Die Geräte sind derzeit noch unterwegs. Geschlossene Studio-Kopfhörer habe ich ebenfalls besorgt. Damit möchte ich versuchen, mich selbst etwas systematischer auf die Suche nach dem Ton zu machen. Und ja, im Moment läuft alles darauf hinaus, dass es sich möglicherweise um eingespeisten Körperschall handelt.
Vielen Dank, schon versucht damit. Da "mein" Ton stark pulsierend ist, kann ich den mit diesem reinen Sinus-Generator nicht wirklich identifizieren. Auf jeden Fall aber etwas unter 100 Hz.
Gerade Metallrohre sind ziemlich gute Übertragungswege für Schall. Mit was für einer Art Rohr sind Wasser und evtl. Gas ans Haus angeschlossen? Früher waren das normalerweise Metallrohre, heutzutage nehmen die Stadtwerke normalerweise für beides Kunststoff-Verbundrohre. Am Hausanschluss müsste man sehen was aus der Wand rauskommt. Auch mal probieren direkt mit dem Ohr bzw. dem Mikrofon auf diese Rohre am Hausanschluss draufzugehen. Abwasser wäre genauso eine Möglichkeit. Vermutlich gibt es irgendwo im oder ums Haus rum eine Dohle die man aufmachen kann und damit näher rankommt um das besser zu messen.
Von einer bekannten deutschlandweiten Hörgeräteakustikerkette kannst du dir Ohrstöpsel anfertigen lassen. Die werden direkt an deinen Gehörgang angepasst. Damit hörst du nichts mehr. Ist allerdings nicht immer gut. Preis pro Paar < 100 Euro.
Gerd E. schrieb: > Auch mal probieren direkt mit dem Ohr bzw. dem Mikrofon auf diese Rohre > am Hausanschluss draufzugehen. Die erstmal einfachste und erstaunlich gut funktionierende Möglichkeit: ein Schraubendreher, Griff passend zur eigenen Hörmuschel, Klinge auf das zu testende Rohr.
Noch ne andere Idee: Mal bei der Stadt im Katasteramt nachfragen was um das Grundstück herum, z.B. unter der Straße, alles an Leitungen verlaufen. Evtl. läuft da eine dicke Hauptwasserleitung lang und das sind Strömungsgeräusche davon. Oder ein Bach oder Entwässerungskanal. Oder ein unterirdisches Regenwasser-Rückhaltebecken oder ähnliches.
Gerd E. schrieb: > Noch ne andere Idee: Mal bei der Stadt im Katasteramt nachfragen was um > das Grundstück herum, z.B. unter der Straße, alles an Leitungen > verlaufen. > > Evtl. läuft da eine dicke Hauptwasserleitung lang und das sind > Strömungsgeräusche davon. Oder ein Bach oder Entwässerungskanal. Oder > ein unterirdisches Regenwasser-Rückhaltebecken oder ähnliches. Herzlichen Dank für die Idee. Das Katasteramt werden wir auf jeden Fall kontaktieren. Ist eine ältere Bestandsgegend an Berlin sprich schon Brandenburg, wer weiß, was da alles drunter ist. Eine „normale“ Wasserleitung verläuft tatsächlich in unserer Straße. Mit „Hauptwasserleitung“ meinst Du vermutlich jedoch etwas Größeres als die übliche Leitung in einer EFH-Wohngegend? Die Wasseranschlussrohre bei uns im Haus sind tatsächlich alle aus Kunststoff, Gas haben wir nicht. Diese haben wir inzwischen alle mit einem Mechaniker-Stethoskop abgehört, das wir uns in unserer Not extra angeschafft haben. Gemeint sind die Leitungen im Haus; draußen sind sie nicht zugänglich, da sie unter der Bodenplatte in die Mehrspartenhauseinführung führen. Leider war dabei nichts Auffälliges zu hören. Vorne im Garten haben wir noch einen etwa zwei Meter tiefen Beton-Revisionsschacht. Leider ist uns bei der bauakustischen Messung nicht eingefallen, auch dort zu messen. Ich bin gestern einmal hineingeklettert, mit geschlossenem Betondeckel. Dort hört man tatsächlich ein regelmäßiges Dröhnen, jedoch nicht so durchgängig und pulsierend, wie im Haus, tendenziell sogar leiser. Es klingt ein wenig wie ein fernes Echo, vielleicht von den weiter entfernten Autos die über Gullydeckel fahren, nur dass zu diesem Zeitpunkt auf unserer Straße gar kein Verkehr war. Da gehe ich jedenfalls noch ran mit Kopfhörern und der Technik, auf die wir jetzt warten. Es könnte natürlich auch eine Resonanz von dem etwa einen Kilometer Luftlinie entfernten Abwasserpumpwerk sein. Wenn man direkt daneben steht, hört man die Pumpen deutlich arbeiten. Aber vermutlich ist diese Entfernung zu groß dafür, dass deren Pumpen tatsächlich noch so stark sind, dass sie über diese Distanz unser Haus zum Mitschwingen bringen?..
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Natalie E. schrieb: > Eine „normale“ > Wasserleitung verläuft tatsächlich in unserer Straße. Mit > „Hauptwasserleitung“ meinst Du vermutlich jedoch etwas Größeres als die > übliche Leitung in einer EFH-Wohngegend? Ja, ich meinte eine dicke Hauptwasserleitung über die der ganze Stadtteil versorgt wird oder über die z.B. das Wasser von einer Tiefquelle zum Wasserwerk zur Aufbereitung gepumpt wird. Eben eine Leitung durch die ständig viel Wasser gepumpt wird und dadurch Strömungsgeräusche entstehen. > Die Wasseranschlussrohre bei uns im Haus sind tatsächlich alle aus > Kunststoff, Gas haben wir nicht. Diese haben wir inzwischen alle mit > einem Mechaniker-Stethoskop abgehört, das wir uns in unserer Not extra > angeschafft haben. Gemeint sind die Leitungen im Haus; draußen sind sie > nicht zugänglich, da sie unter der Bodenplatte in die > Mehrspartenhauseinführung führen. Leider war dabei nichts Auffälliges zu > hören. Das klingt für mich nicht so als ob es direkt über diese Wasserleitung ins Haus kommt. Mit dem Stethoskop an der Leitung würde man das hören. > Vorne im Garten haben wir noch einen etwa zwei Meter tiefen > Beton-Revisionsschacht. Leider ist uns bei der bauakustischen Messung > nicht eingefallen, auch dort zu messen. Ich bin gestern einmal > hineingeklettert, mit geschlossenem Betondeckel. Dort hört man > tatsächlich ein regelmäßiges Dröhnen, jedoch nicht so durchgängig und > pulsierend, wie im Haus, tendenziell sogar leiser. Bei tiefen Frequenzen ist das gar nicht so einfach, der Raum als Resonanzkörper um Dich rum macht da viel aus und kann Teile des Tons filtern und andere verstärken. Könnte also schon sein dass Du in dem Schacht und im Haus die selbe Quelle hörst. > Es könnte natürlich auch eine Resonanz von dem etwa einen Kilometer > Luftlinie entfernten Abwasserpumpwerk sein. Wenn man direkt daneben > steht, hört man die Pumpen deutlich arbeiten. Aber vermutlich ist diese > Entfernung zu groß dafür, dass deren Pumpen tatsächlich noch so stark > sind, dass sie über diese Distanz unser Haus zum Mitschwingen bringen?.. Erscheint mir eher etwas weit weg zu sein dafür. Vielleicht verursachen die aber irgendwelche Luftströmungen in den Abwasserrohren unter der Straße die dann unbeabsichtigt irgendwo diesen Ton erzeugen? So wie bei ner riesigen Flöte.
Hi, wie hhinz geschrieben hat Beitrag "Re: Sieht Ihr einen Brummton auf meinen Spektogrammen/FFTs?" würde ich auch mal mit einem Tongenerator an einer Stereoanlage testen, welchen Ton du hörst, damit du weißt nach welcher Frequenz du suchst. Ich kann jedenfalls sagen, dass es mir manchmal auch so geht, dass ich ein brummen höre bei dem andere nur die Schulter zucken. Es kommt mir also nicht unbekannt vor. Bei uns hört man in einem Raum die Heizung (die ist direkt drunter), aber auch nur wenn alles ruhig ist, also abends/nachts wenn man schlafen will. Ich kann mir das nur schlecht erklären, warum andere das nicht hören. Jedenfalls ist das ein großer Scheiß, weil man nicht ernst genommen wird. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche. Hast du dich mal mit der Familie aus der Strasse zusammen getan, die das Geräusch auch hört? Ist es die gleiche Frequenz?
Es ist schon Jahrzehnte her, da wurde im Haus meiner Eltern von Ölheizung auf Gasheizung umgestellt. Irgendwann fiel mir auf, dass im Garten ein tieffrequentes Wummern zu hören war. Ich bin der Sache nachgegangen und hab die Heizung als Quelle festgestellt. Der Heizungsfachbetrieb hat zunächst mal nichts gehört (klar), konnte sich aber dann doch nicht weiter verweigern. Irgendwann ist dann ein Techniker des Herstellers gekommen und konnte das Geräusch durch irgendwelche (keine Ahnung!) Parameteränderungen beseitigen. Zugegebenerweise haben diese Schallgeschichten haben ein gewisses Geschmäckle, sind aber real. Und nicht jeder hört das oder stört sich dran. Ich könnte mir schon vorstellen, dass das Geräusch über paar zig Meter übetragen wird und dann, wenn es auf einen geeigneten Resonanzkörper (Zimmer) trifft, wieder in Erscheinung tritt. In unserem Fall hatte ich die **Vermutung**, dass der Kamin in Resonanz lief. Da wurde in den ursprünglichen Kamin ein Edelstahlrohr eingezogen (Brennwert), und sowas kann gut ein Resonanzkörper werden. Edit: Das Geräusch war wohl eine Schwebung, an und abschwellende Lautstärke. Die Erregerfrequenz war wohl nah an der Resonanzfrequenz.
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Natalie E. schrieb: > Überlegungen zur Qualität der iPhone-Mikrofone Es geht ja nicht nur um die Mikrofone selbst. Es geht auch um das Drumherum, also um den Rest des Smartphones. Wenn man ein Smartphone in der Hand hält oder auf einen Tisch legt, überträgt man u. U. Körperschall. Oder denk z. B. mal an das Meeresrauschen, das man aus Muschelschalen hört. Und die Elektronik des Smartphones erzeugt natürlich selbst eine ganze Palette elektrischer Störungen, die auf den Mikrofonverstärker wirken. Dazu kommt dann noch die Spektrum-App, die läuft wie jede App ja nur so nebenher und nicht auf Mikrosekunden genau.
Nick schrieb: > Zugegebenerweise haben diese Schallgeschichten haben ein gewisses > Geschmäckle, sind aber real. Ja, das ist ähnlich wie bei den Elektrosensitiven. Einige von denen können da nachweislich etwas fühlen, andere beschweren sich wegen Kopfschmerzen durch neue Handymasten, obwohl die noch gar nicht angeschlossen sind.
Zum Beispiel: Die Einbauküche hat den Kühlschrank direkt an der Wand montiert. Die schwingt dann wie eine Violinsaite. Und die "Inverterkühlschränke" laufen heute 24/7 durch. Meistens mit Frequenz/Drehzahlwechsel. Hat lange gedauert, bis ich darauf gekommen bin. Und die Wama vom Nachbarn dröhnt auch. ciao gustav
Karl B. schrieb: > Hat lange gedauert, bis ich darauf gekommen bin. Und oftmals reicht auch genau das schon aus, damit es kein Problem mehr ist. Lustigerweise sind wir Menschen genial gut darin, konstanten, niederschwelligen Reiz zu ignorieren. Aber wehe, man steigert sich rein; dann wird der leiseste Ton plötzlich körperlich manifest. Ich hatte einen Kumpel, der hat sich in das Läuten der Kirchenglocken hineingesteigert und konnte schlussendlich nachts nicht mehr schlafen, außer es war komplett dunkel und er hatte Ohrstöpsel in den Ohren.
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Rolf schrieb: > andere beschweren sich wegen > Kopfschmerzen durch neue Handymasten, obwohl die noch gar nicht > angeschlossen sind. War klar, dass sowas dabei rauskommt. Handymasten! Wasserenthärtung durch umwickeln mit informierter Schafswolle nach dem Scheuberger-Prinzip (Vollmond etc.). Das Problem ist, dass das Thema von vielen Scharlatanen bedient wird. Und die auch genug Spinner finden. Dass solche Sachen wie Infraschall oder Schlagschatten von Windrädern existieren ist aber Fakt. Und ja, dem Einen ist es egal, der Andere dreht dabei durch. Dass ich nachts die Kühe im Stall höre stört mich nicht. Es hat mich auch nicht gestört, als ich 10 m von einem Kirchturm entfernt gewohnt habe. Da hatte ich schon vorm Läuten den Motor vom Glockenwerk anlaufen hören. Da spielt die Psyche eine große Rolle. Für den Einen ist die Stimme seiner Frau ein Engelsgesang, für den Anderen eine schepperne Blechdose. OK, um die 100 Hz gibt es einen Peak. Dazu müsste man aber eine Vergleichsmessung von einer nicht betroffenen Wohnung sehen. Mir fehlt da die Bewertungskurve (A, B, C?) und irnkwie ist der Pegel nicht richtig angegeben. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Zimmerlautst%C3%A4rke
Natalie E. schrieb: > Verstehe ich es richtig, dass mit dem Handy gemessene > FFTs grundsätzlich nicht sehr verlässlich sind? Nein... ganz anders. 1.) Die FFT (das "Spektrum") wird nicht gemessen, sondern berechnet. Diese Berechnung ist bewährt und recht zuverlässig. 2.) Als Datenquelle für das Berechnen der FFT dient ein Mikrofon im Handy. Das m.o.w. preiswerte Mikrofon verfälscht die HÖHE der Töne (=die Frequenz) NICHT, möglicherweise aber deren LAUTSTÄRKE (=die Amplitude). 3.) Das Messen sehr niedriger Frequenzen (unter 100Hz) ist ein Spezialgebiet, für das die Handies nicht optimiert sind. Die dort ermittelten Lautstärken KÖNNEN ungefähr hinkommen, sie KÖNNEN aber auch grob falsch sein. 4.) Wenn man sicher sein kann, dass das Handy "den richtigen Ton" analysiert, sind die ermittelten Tonhöhen recht zuverlässig. (Es gibt "Stimmgeräte"-Apps, die Laien das Stimmen der Gitarre oder Geige erleichtern sollen. Das funktioniert ganz brauchbar.) > Kann man aus dieser SpectrumApp-Aufnahme rauslesen, > dass ein tiefer Ton vorhanden ist? Es geht weniger um die Spektrum-App als vielmehr um das Mikrofon im Handy. > Im Grunde wäre es für mich hilfreich, wenn jemand diese > Aufnahmen - abseits von Überlegungen zur Qualität der > iPhone-Mikrofone in Bezug auf Tieftöne einschätzen könnte. Nein -- genau das geht halt nicht. Wenn das Mikro den Ton nicht aufnimmt oder die Verstärkerelektronik den tiefen Ton ausfiltert, hat die Spektrum-App keinerlei Chance mehr. > Als Laie habe ich natürlich keine mehrere tausend Euro > teuren Mikrofone im Haus, [...] Ist für den Anfang auch nicht notwendig. Kennst Du jemanden, der Klavier oder Kontrabass spielt und den Du um einen Gefallen bitten könntest? > Und ja, im Moment läuft alles darauf hinaus, dass es sich > möglicherweise um eingespeisten Körperschall handelt. Das steht zu befürchten, ja.
Martin S. schrieb: > Lustigerweise sind wir Menschen genial gut darin, konstanten, > niederschwelligen Reiz zu ignorieren. Ja... aber nicht alle können das gleich gut; es gibt Menschen, die darin von Geburt an ziemlich schlecht sind. (Habe den Namen dieser Abweichung vergessen...) Dazu kommt: Eine sehr langsame Schwebung ist leider KEIN konstanter Reiz... > Aber wehe, man steigert sich rein; dann wird der leiseste > Ton plötzlich körperlich manifest. Dazu muss ich mich nicht "reinsteigern"; bei leisem, extrem tieffrequentem Schall (Hubschrauber, Waschmaschine beim Schleudern, modifizierter Auspuff am PKW) bekomme ich SOFORT Zustände... > Ich hatte einen Kumpel, der hat sich in das Läuten der > Kirchenglocken hineingesteigert und konnte schlussendlich > nachts nicht mehr schlafen, außer es war komplett dunkel > und er hatte Ohrstöpsel in den Ohren. Klar gibt es das -- aber nicht ALLE Fälle sind so gelagert. Ich habe keinerlei Probleme mit Leuten, die ein Blasinstrument spielen -- ich setze allenfalls einen Gehörschutz auf, weil mir die Lautstärke sonst auf den Keks geht. Bei sehr tieffrequentem Schall bekomme ich sofort Zustände -- auch wenn der Ton recht leise ist...
Hallo, das einzige Bild, das überhaupt etwas zu sehr niederfrequenten Tönen etwas her gibt, ist das hier, wo die größte Spitze bei etwa -58 dB liegt: Bildschirmfoto_2026-03-09_um_19.19.04.png 150 KB Über den Frequenzgang der Smartphone-Geräte wissen wir nichts. Es bleibt abzuwarten, was die geliehene Messapparatur neues her geben könnte. Tiefe Töne nahe Null sind per FFT nur schwierig heraus zu arbeiten. Dazu müßte ein NF-Spektralanalysator sehr langsam durch laufen oder man verwendet besser gleich ein manuell abstimmbares Filter für den unteren NF-Bereich. mfg
Christian S. schrieb: > Über den Frequenzgang der Smartphone-Geräte wissen > wir nichts. Richtig. Deshalb der Vorschlag mit Klavier oder Kontrabass... Der Verweis auf die "Tongenerator"-Webseite oben ist übrigens kindisch. Niemand weiss, welche Brüllwürfel am Computer hängen... > Tiefe Töne nahe Null sind per FFT nur schwierig heraus > zu arbeiten. Weniger ein Problem der FFT als der Mikros und der sonstigen Analog-Elektronik. Naja, und ausreichend Geduld braucht man natürlich auch noch; ein paar Sekunden Aufzeichnungsdauer dürfen es schon sein. Die Physik lässt sich nicht überlisten... > Dazu müßte ein NF-Spektralanalysator sehr langsam durch > laufen oder man verwendet besser gleich ein manuell > abstimmbares Filter für den unteren NF-Bereich. Mein Vorschlag wäre ein kleiner Digitalrecorder (ich besitze z.B. einen Tascam DR-07x) zum Aufzeichnen und einen PC für die FFT. Mein Recorder ist für Musikaufzeichnung geeignet, hat eingebaute Mikros, einen definierten Frequenzgang und abschaltbare (!!) Rumpelfilter.
Hippelhaxe schrieb: > Mein Vorschlag wäre ein kleiner Digitalrecorder (ich > besitze z.B. einen Tascam DR-07x) zum Aufzeichnen und > einen PC für die FFT. > Mein Recorder ist für Musikaufzeichnung geeignet, hat > eingebaute Mikros, einen definierten Frequenzgang und > abschaltbare (!!) Rumpelfilter. Ja, solche Recorder sind echt nicht schlecht für sowas. Vielleicht keine geeichten Ergebnisse für einen Gerichtsprozess wie es der Bauakustiker liefern kann, aber das braucht es am Anfang ja auch gar nicht. Ich kenne Deinen Tascam jetzt nicht, ich hab selber einen Zoom H5. Der Tascam dürfte aber ähnlich sein. Wichtig ist die Halterung des Recorders für diese tiefen Frequenzen. Die integrierten Absorber sind nicht auf sowas optimiert. Wenn der jetzt z.B. auf einem Tisch liegt, können Resonanzen des Tisches als Körperschall auf den Recorder übertragen werden. Ich würde hier eine sehr weiche & dämpfende Unterlage suchen und den Körper des Recorders (oder des extern angeschlossenen Mikros) darauflegen, den eigentlichen Mikro-Kopf aber frei schwebend über den Rand der Unterlage ragen lassen. Dann mit höchster verfügbarer Auflösung (z.B. 24 oder 32 Bit) das Geräusch für nen paar Minuten aufnehmen. Das dann auf den PC übertragen und dort eine FFT-Analyse machen.
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Gerd E. schrieb: > Ich würde hier eine > sehr weiche & dämpfende Unterlage suchen und den Körper des Recorders > (oder des extern angeschlossenen Mikros) darauflegen, den eigentlichen > Mikro-Kopf aber frei schwebend über den Rand der Unterlage ragen lassen. Da ich vermute dass es um Körperschall geht würde ich dies genau nicht tun sondern den Recorder auf einen Tisch oder Mauerwerk direkt koppeln.
Mark S. schrieb: > Gerd E. schrieb: >> Ich würde hier eine >> sehr weiche & dämpfende Unterlage suchen und den Körper des Recorders >> (oder des extern angeschlossenen Mikros) darauflegen, den eigentlichen >> Mikro-Kopf aber frei schwebend über den Rand der Unterlage ragen lassen. > > Da ich vermute dass es um Körperschall geht würde ich dies genau nicht > tun sondern den Recorder auf einen Tisch oder Mauerwerk direkt koppeln. Natalie hört aber den störenden Brummton, der dürfte also an der Stelle schon wieder von irgendeinem Resonanzkörper an die Luft übergeben worden sein und folglich von dort auch aufnehmbar sein. Es wäre schon möglich dass der Ton, z.B. wenn sie im Bett liegt und ihn dort hört, als Körperschall direkt über das Bett auf ihre Knochen übertragen wird. Dann wäre der Ton aber weg, oder zumindest deutlich verändert, sobald sie aus dem Bett aufsteht. Davon hat sie nichts geschrieben. Daher mein Vorschlag den Ton erst mal in der Luft zu "fangen". Natürlich kann man auch probieren den Recorder direkt auf den Tisch, Boden oder Wand zu legen und ihn dort als Körperschall aufzunehmen. Ich vermute aber dass er sich dort etwas anders anhört und daher nicht so leicht wiederzuerkennen ist.
Natalie E. schrieb: > Das Brummen belastet uns sehr. Ich denke du bist die Einzige, die das hört? Wenn also Wasser und Strom abgestellt waren, Nachbarn das auch hören und es unter 100Hz ist, dann kommt es ganz sicher von draußen. Ist es auch nachts 3-4 Uhr da? Wenn ja, dann musst du ganz anders da ran gehen, denn dann kommt es (was anzunehmen ist) aus der Erde und dann musst du den Körperschall messen und als erste Maßnahme den leisesten Raum mit Schallsperren voll stellen.
Bei einigen Smartphones ware die Mikros unter 150...100 Hz relativ schlecht gewesen. Erfahrungsgemäß geht das zu testen mit der tiefen E-Saite (6. Saite) einer Gitarre mit einer Grundfrequenz von 82,41 Hz (E2).
Vielleicht ist im Pavillion ein Poltergeist eingemauert? Das erinnert mich an einen Film mit Luis de Funes. Da vibrierte immer der Pavillion bis dieser Brach und die vermeintlich erfolgreich beseitigte Leiche auftauchte (der Arm heraushing).
Damit sich bei 63Hz eine Resonanzschwingung aufbauen kann, reicht für die Halbwelle schon 2,7m oder 5,4m für die Vollwelle. Bei Erdboden/Mauerwerk/Beton liegen diese Werte bei 20...25 oder 40...50m. Außer Wärmepumpen oder Transformatoren gibt es auch noch andere Quellen. Vereinzelt gibt es auch Pumpen im Untergrund für das Leitungswasser, wenn der Ort einige Höhenunterschiede aufweist. Auch für das Abwasser gibt es Gebiete mit Niveauausgleichspumpen. Das Münchner Kanalnetz (über 2400 km) nutzt größtenteils das natürliche Gefälle, da der Süden etwa 100 Meter höher liegt als der Norden. Abwässer fließen daher meist ohne Pumpen zu den Klärwerken Gut Großlappen und Marienhof. Niveuausgleichspumpen sind nur in spezifischen Tiefpunkten erforderlich.
Dieter D. schrieb: > Vielleicht ist im Pavillion ein Poltergeist eingemauert? Im S-Bahnzimmer wohnt jedenfalls so etwas ähnliches.
Ich danke Euch allen herzlich für die wirklich wertvollen und kompetenten Hinweise. Man merkt, dass ich hier unter Profis gelandet bin :-) Ein großer Dank gilt auch dem Verständnis und dem Ernstnehmen des Themas. Mir ist völlig klar, dass so etwas schnell einen etwas esoterischen Beigeschmack bekommen kann. Ich bin naturwissenschaftlich ausgebildet und versuche einfach, das Ganze möglichst strukturiert für mich zu klären. Erst wenn ich alle akustischen Möglichkeiten ausgeschöpft habe, kann ich mich auf Ideen wie Poltergeister oder einen seltsamen ortsgebundenen Tinnitus einlassen 😃 . Letzteres erscheint mir auch deshalb schwer vorstellbar, weil das Brummen in unserer alten Wohnung absolut nicht auftritt. Eine kurze Anmerkung zum Körperschall im Bett: tatsächlich ist das Brummen im Bett nicht stärker wahrnehmbar als wenn ich aufstehe. Zum an der Wand montierten Einbaukühlschrank: ein ähnliches Phänomen haben wir hier auch. Die Wand dahinter brummt deutlich mit. Ist auch nicht sonderlich angenehm, ist jedoch nicht die Quelle des eigentlichen Brummens, da dieses auch dann anhält, wenn wir im Haus den Strom komplett abschalten. Mittlerweile sind das ausgeliehene Mikrofon sowie die Beschleunigungssensoren samt Verstärker angekommen. Damit habe ich jetzt systematisch zu unterschiedlichen Uhrzeiten alle Zimmer mit Kopfhörern abgehört. Eindeutig kann ich dabei leider nichts identifizieren, äch, schade. Am Montag werde ich den Versender fragen, welches Messgerät sich zusätzlich eignen würde, um die Daten objektiv erfassen zu lassen und nicht nur auf meine mittlerweile recht strapazierten Ohren zu vertrauen. Vermutlich braucht man dafür auch ein entsprechendes Auswertungsprogramm?.. oder kann man da meist auch Spectroid-Apps nutzen?.. Vielen Dank auch für die ausführlichen Erklärungen zu den Handy-Mikrofonen. Ich nutze ein iPhone Pro von 2023, falls das für die Einschätzung relevant ist. Hippelhaxe schrieb: > Mein Vorschlag wäre ein kleiner Digitalrecorder (ich > besitze z.B. einen Tascam DR-07x) zum Aufzeichnen und > einen PC für die FFT. Ich werde jetzt einen Tascam DR-07X bestellen, vielen Dank für die Empfehlung. Könntet Ihr mir noch sagen, ob ich anschließend ein spezielles Programm benötige, um FFT-Spektren zu erstellen bzw. auszuwerten? Wenn ja, gerne auch eine Empfehlung für Mac.. Meine Fragen müssen für Euch vermutlich wie typische Anfängerfragen wirken :-) . Danke für Eure Geduld. Ich komme nicht aus dem Bereich und arbeite mich erst seit kurzem, leider aus dieser Leidsituation heraus, in das Thema ein..
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Hast du elektrische Rolladen ? Ist evtl. das Leerrohr nicht richtig abgedichtet ? Alle Leerrohre von innen nach außen können Resonanzkörper sein die die Luftströmung als Ton von außen nach innen übertragen. Hatte auch ein Pfeifen durch ein Leerrohr zum Rolladenmotor (Windstärkeabhängig), durch Silikonabdichtung im Verteilerkasten konnte keine Luft mehr Strömen dann war auch nichts mehr zu hören.
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Natalie E. schrieb: > ob ich anschließend ein > spezielles Programm benötige, um FFT-Spektren zu erstellen bzw. > auszuwerten? Wenn ja, gerne auch eine Empfehlung für Mac.. Sofort fällt mir Audacity ein. Kann aber nur die Wasserfall-Darstellung. Das ist die untere Hälfte deines 1. Bildes. Ohne sie zu kennen gibt es noch: Friture, Spek, APU Spectrum Analyzer. Laufen alle auf dem Mac.
Natalie E. schrieb: > Ich werde jetzt einen Tascam DR-07X bestellen, vielen Dank für die > Empfehlung. Der hat halt keine XLR-Eingänge. Viele professioneller Mikrofone werden aber mit XLR angeschlossen, also vielleicht auch die von Dir ausgeliehenen. Das würde ich nochmal recherchieren. Mein Zoom H5 hat das, also sowohl XLR mit schaltbarer Phantomspannung in verschiedenen Höhen, als auch Klinke mit schaltbarem "Plugin-Power". Und natürlich die vorne aufsteckbaren Mikrofone. Ist also sehr flexibel was das angeht. > Könntet Ihr mir noch sagen, ob ich anschließend ein > spezielles Programm benötige, um FFT-Spektren zu erstellen bzw. > auszuwerten? Wenn ja, gerne auch eine Empfehlung für Mac.. Klar brauchst Du da spezielle Programme. Mit Mac kann ich aber nicht dienen.
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Hippelhaxe schrieb: > 2.) > Als Datenquelle für das Berechnen der FFT dient ein > Mikrofon im Handy. > Das m.o.w. preiswerte Mikrofon verfälscht die HÖHE der > Töne (=die Frequenz) NICHT, möglicherweise aber deren > LAUTSTÄRKE (=die Amplitude). Vor allen Dingen vollbringen das Mikrophon und der nachfolgende Verstärker keine Wunderwerke an Dynamik. Wo liegt der Störuntergrund der Messdatenerfassung im Vergleich zu den gezeigten Pegeln? Gerd E. schrieb: > Es wäre schon möglich dass der Ton, z.B. wenn sie im Bett liegt und ihn > dort hört, als Körperschall direkt über das Bett auf ihre Knochen > übertragen wird. Dagegen würde eine Matratze helfen, um direkten Kontakt zwischen Bettgestell und Knochen zu verhindern. Bei Auflegen des Kopfes auf das Bettgestell sollte der Ton dann deutlich besser wahrnehmbar sein.
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Nein, ich siehe keinen Brummton, erkennen kann ich auch keinen!
Natalie E. schrieb: > Hallo Allerseits, ich lese hier schon eine Weile mit und hoffe > sehr auf > eure Einschätzung. > > Wir sind vor einigen Monaten in ein neues Haus eingezogen (mit > Wärmepumpe). Direkt in der ersten Nacht habe ich ein dauerhaftes Surren > kombiniert mit einem tiefen Brummen (definitiv unter 100 Hz) > wahrgenommen. Zunächst dachte ich, das Surren komme von der Wärmepumpe > und das Brummen vielleicht von einer Baustelle. > ... > Vielen Dank euch im Voraus! Ja, ganz eindeutig.
Harald K. schrieb: > Im S-Bahnzimmer wohnt jedenfalls so etwas ähnliches. Erzähle uns mehr von Deinen S-Bahnzimmer! Das scheint besonders viele Features zu haben. 😃 (Aber nicht hier sondern einem neuen Thread.)
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Dieter D. schrieb: > Harald K. schrieb: >> Im S-Bahnzimmer wohnt jedenfalls so etwas ähnliches. > > Erzähle uns mehr von Deinen S-Bahnzimmer! Du verwechselst ihn mit deinem Klinikchef. > Das scheint besonders viele Features zu haben. 😃 Nicht die Medikamente mit den Mitpatienten tauschen!
Natalie E. schrieb: > FFT-Spektren Für die FFT-Spektren wirst Du deutlich mehr als 8-Bit Auflösung des AD-Wandlers benötigen. Zum Messen niederfrequenter Schwingungen der Wand eignen sich Piezoaufnehmer mit einem Gegengewicht auf der anderen Seite. Dabei ist darauf zu achten, dass die Resonanzfrequenz der Gegenmasse und "Federkraft" des Piezos unterhalb der Brummfrequenz liegt. Ein anderes Messverfahren ist mit Laser. Da wird eine kleine Spiegelfläche an die Wand geklebt und ein Laser strahlt schräg auf die Fläche und die Reflektion trifft auf einen Sensor.
auf dem Bild von 13.11.36 ist jedenfalls ein tiefer Ton von 42 Hz und ein weiterer von 61 Hz zu sehen.
Dieter D. schrieb: > Ein anderes Messverfahren ist mit Laser. Da wird eine kleine > Spiegelfläche an die Wand geklebt und ein Laser strahlt schräg auf die > Fläche und die Reflektion trifft auf einen Sensor. Nenn das Ding ruhig beim Namen, auch wenn es den Kostenrahmen sprengen wird. Du meinst wahrscheinlich die Spezialform eines Interferometers, ein Laser-Doppler-Vibrometer. https://de.wikipedia.org/wiki/Vibrometer
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Natalie E. schrieb: > Hippelhaxe schrieb: >> Mein Vorschlag wäre ein kleiner Digitalrecorder (ich >> besitze z.B. einen Tascam DR-07x) zum Aufzeichnen und >> einen PC für die FFT. > > Ich werde jetzt einen Tascam DR-07X bestellen, vielen > Dank für die Empfehlung. Das möchte ich gern richtigstellen: Ich habe ganz allgemein einen tragbaren Digitalrecorder empfohlen, nicht speziell den Tascam DR-07X. Da ich NUR meinen Tascam -- und keine anderen Geräte -- aus eigener Anschauung kenne, fühle ich mich nicht kompetent, eine konkrete Typempfehlung auszusprechen. Gerd hat ja freundlicherweise schon was zu dem Thema gesagt. > Könntet Ihr mir noch sagen, ob ich anschließend ein > spezielles Programm benötige, um FFT-Spektren zu erstellen > bzw. auszuwerten? Ja, klar. Natürlich ist ein spezielles Programm notwendig. > Wenn ja, gerne auch eine Empfehlung für Mac.. Da kann ich nicht helfen; ich nutze einen Linux-PC.
Die FFT (Fast Fourier Transform) in wxMaxima wandelt Zeitsignale in
Frequenzspektren um. Dazu wird das FFT-Paket mit load("fft"); geladen.
Die Hauptfunktion ist fft(liste), die ein Array komplexer Zahlen
zurückgibt, oft gefolgt von polarform(), um Amplituden und Phasen zu
analysieren.
Hier eine Anleitung:
https://faculty.uccs.edu/mwickert/wp-content/uploads/sites/58/2025/08/sp_tools_wxmaxima.pdf
Dort ist die Anleitung um das Programm auf dem Mac zu installieren:
https://maxima.sourceforge.io/download.html#mac
Rainer W. schrieb: > Hippelhaxe schrieb: >> 2.) >> Als Datenquelle für das Berechnen der FFT dient ein >> Mikrofon im Handy. >> Das m.o.w. preiswerte Mikrofon verfälscht die HÖHE der >> Töne (=die Frequenz) NICHT, möglicherweise aber deren >> LAUTSTÄRKE (=die Amplitude). > > Vor allen Dingen vollbringen das Mikrophon und der > nachfolgende Verstärker keine Wunderwerke an Dynamik. > Wo liegt der Störuntergrund der Messdatenerfassung im > Vergleich zu den gezeigten Pegeln? Im Sprachband (klassisch 300Hz - 3400Hz) wird die Dynamik schon ganz brauchbar sein. Ich vermute aber, dass alles unter 300Hz dem Rumpelfilter zum Opfer fällt. Insofern -- ja, da man WEDER Frequenzgang NOCH Bezugspegel NOCH Störabstand kennt, ist das Handy-Spektrum m.E. nur von begrenztem Nutzen.
Rainer W. schrieb: > Nenn das Ding ruhig beim Namen, auch wenn es den Kostenrahmen sprengen > wird. Du meinst wahrscheinlich die Spezialform eines Interferometers, > ein Laser-Doppler-Vibrometer. > https://de.wikipedia.org/wiki/Vibrometer Das lässt sich durchaus mit Bastler-Hausmitteln schon umsetzen: https://m.youtube.com/watch?v=MUdro-6u2Zg Kanal Applied Sciences
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Gunnar F. schrieb: > Das lässt sich durchaus mit Bastler-Hausmitteln schon umsetzen: Wer ist eher mit der Umsetzung fertig? Natalie E. oder Dieter D.?
Hast du denn die ins Haus kommenden/das Haus verlassenden Rohre und Kabel getestet?
Rick schrieb: > Wer ist eher mit der Umsetzung fertig? > Natalie E. oder Dieter D.? Dieter muss sicher noch die richtige Planetenkonstellation abwarten. Sorry Dieter, SCNR!
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Hippelhaxe schrieb: > Insofern -- ja, da man WEDER Frequenzgang NOCH Bezugspegel > NOCH Störabstand kennt, ist das Handy-Spektrum m.E. nur > von begrenztem Nutzen. Kann man so nicht sagen, jedes Werkzeug muß bestimmungsgemäß verwendet werden.
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