Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik OPV Schaltung mit OVP durch Dioden


von Maximilian S. (maximilian_s653)


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Hey
ich habe mal folgende Schaltung (siehe Bild) entworfen das ganze ist ein 
Dual OPAMP der eine OPV gibt meiner Strommessung ein Offset sodass ich 
Positive und Negative Ströme erfassen kann. Der untere teil ist ein 
Inverter der ist dafür das ich an meiner LOGO! auch negative Spannungen 
messen kann. Da bis zu +70 V anliegen können sind die Dioden als OVP 
gedacht. Jetzt bin ich gerade am testen auf dem Breadboard und die 
Schaltung tut nicht was sie soll der Output 2 liegt egal bei welchem 
Input auf 15 V. Wichtige Info noch der obere teil der Schaltung ist 
nicht aufgebaut und alle seine Eingänge sind Floated, macht das dem 2ten 
OPV auch Probleme? Bzw. ist die Schaltung schon Falsch?

Grüße

: Verschoben durch Moderator
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Maximilian S. schrieb:
> Wichtige Info noch
Wie versorgst du den TL082?

Was mir auffällt: man fummelt mit irgendwelchen Dioden samt ihren 
Lecksttrömen niemals direkt an den Eingängen des OPamp herum.

BTW: dir ist schon klar, dass der Spannungsregler nicht unbedingt 5V 
ausgibt, sondern locker 5% Toleranz hat?

: Bearbeitet durch Moderator
von Falk B. (falk)


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Die untere Schaltung ist ein Komparator, kein OPV. Was willst du denn 
wirklich erreichen? Ein Inverter nutzt den negativen Eingang, du hast 
den positiven angeschlossen. Und mit einem Inverter kannst du NUR 
negative Spannungen messen, wenn deine LOGO nur positive kann. Wenn da 
einer eine positive Spannung anlegt, geht der OPV ins negative bis -15V. 
Das willst du vermutlich nicht. Also braucht es noch eine normale Diode 
(1N4148) parallel zu R6, Kathode zum Ausgang. D2 ist Unsinn, weg damit.

: Bearbeitet durch User
von Lothar (Firma: HZB) (analog_art)


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Hallo und Mann oh Mann,

wie wäre es denn damit selber im Internet mal vernünftig zu suchen? Zu 
träge dafür? Oder unfähig? Oder einfach zu faul?

Selbst Wiki kennt den Präzisionsgleichrichter....

Und hier fertig dimensioniert:
http://www.jens-wesemann.de/agleichrichter1.htm

Echt, komm mal selbst auf die Hufe und in die Gänge!! Du bist ein 
typischer Fall hier - der dieses Forum im Level immer niedriger sinken 
lässt. Blablafragen, die man auf eintausend Seiten beantwortet kriegt, 
wenn man mal SELBER sucht. Oh Mann.

von Peter M. (rook)


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Hallo,

> ich habe mal folgende Schaltung (siehe Bild) entworfen das ganze ist ein
> Dual OPAMP der eine OPV gibt meiner Strommessung ein Offset sodass ich
> Positive und Negative Ströme erfassen kann.
Der erste Teil der Schaltung ist ein Verstärker mit Offset -- ob so 
dimensioniert, wie du es haben willst, kann ich nicht sagen.
Für den Linearregler würde ich gegen die Angst noch eine Diode (1N4148) 
in Flussrichtung vom Ausgang zum Eingang spendieren und eine 
Verpolschutzdiode . Wenn die Schaltung genauer sein soll, nutze statt 
des Linearreglers evtl. eine Spannungsreferenz.

In der zweiten OPV-Schaltung hast du den NICHTINVERTIERENDEN (+)-Eingang 
mit dem Ausgang verbunden. Dann bekommst du Mitkopplung statt 
Gegenkopplung. Sprich: Eine positive Spannung am Eingang führt zu einer 
positiven Spannung am Ausgang, und diese wiederum zu einer noch größeren 
positiven Spannung am Eingang; bei negativen Spannungen am Eingang ist 
es analog. Mit diesem Prinzip kannst du Oszillatoren oder Komparatoren 
bauen. Das ist aber sicher nichts, das du hier haben willst.

Welche Funktion soll die zweite Schaltung erfüllen? Die Dioden D4 und D5 
sind klar (Angstdioden). An sich sieht die Schaltung nach einem 
invertierenden Verstärker mit verkehrt herum eingebautem OPAMP aus. Aber 
was macht D2? Schottkydiode - wohl wegen der kleinen Flussspannung. 
Willst du nur positive Spannungen ausgeben? Wenn dich die Flussspannung 
stört, schau dir den Präzisionsgleichrichter (oder den von Falk 
geposteten Korrekturvorschlag) an. Bei Falks Vorschlag sind auch die 
Angstdioden sinnvoller verdrahtet.

In deinem Fall schützen sie vor Spannungen unter -15,7V und über +15,7V. 
Was aber (was ich im Detail nicht weiß), wenn die Opamps am Eingang 
schon derartige Schutzdioden integriert haben, evtl. sogar als 
Schottkydiode? :-)

Jetzt weiß ich es; Ergänzung aus dem Datenblatt, Absolute Maximum 
Ratings:
(3) Input pins are diode-clamped to the power-supply rails. Input 
signals that may swing more than 0.5 V beyond the supply rails must be
current limited to 10 mA or less.

Sieht so aus, als wären deine Angstdioden sicher. Der OPAMP-Eingang 
schützt sie! ;-)


> Jetzt bin ich gerade am testen auf dem Breadboard und die
> Schaltung tut nicht was sie soll der Output 2 liegt egal bei welchem
> Input auf 15 V.
Falsche Polung am OPV, siehe oben.

> Wichtige Info noch der obere teil der Schaltung ist
> nicht aufgebaut und alle seine Eingänge sind Floated, macht das dem 2ten
> OPV auch Probleme? Bzw. ist die Schaltung schon Falsch?
Wer sind den "seine" Eingänge? Die des OPV?

Floting Inputs können beim OPAMP ein Problem sein. Wenn die Inputs wegen 
ein paar paar Ladungen mehr oder weniger unregelmäßig schwingen, wird 
dieses Schwingen verstärkt an den Ausgang weitergeleitet.Das erzeugt 
hässliche Störungen auf dem Board und sollte im fertigen Aufbau 
vermieden werden. Ungenutzte OPAMPS kann man beispielsweise als 
nichtinvertierenden OPAMP verdrahten (Verstärkung 1, falls der OPV unity 
gain stable ist) und dann an den Eingang GND legen. Das unterdrückt die 
störenden Schwingungen sicher. Bei speziellen Anforderungen, 
insbesondere zum Energieverbrauch, sind ggf. andere (aber ebenfalls 
definierte) Verdrahtungen sinnvoller; beispielsweise Input auf +VCC oder 
-VCC. Dazu muss man allerdings mehr über den OPV und sein Inneres 
wissen.

Das ist aber momentan noch dein geringstes Problem mit der Schaltung. 
Bring erstmal die Grundfunktion in Ordnung.


Viele Grüße
Rook

: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klara)


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Maximilian S. schrieb:
> ich habe mal folgende Schaltung (siehe Bild) entworfen das ganze ist ein
> Dual OPAMP der eine OPV gibt meiner Strommessung ein Offset sodass ich
> Positive und Negative Ströme erfassen kann.

Du hättest zuvor besser mal Deine Schaltung mit LTspice testen sollen.
mfg Klaus

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Maximilian S. schrieb:
> OVP

Maximilian S. schrieb:
> Breadboard

Maximilian S. schrieb:
> Output 2

Maximilian S. schrieb:
> Floated

Überall diese Verenglischung in der deutschen Sprache. Kommt alles von 
diesem Kauderwelsch, das man in den unendlichen Weiten des Internets zu 
lesen bekommt.

Wenn ich das lese, muß ich mir das erst mal übersetzen und dabei Kommata 
an den passenden Stellen einbauen:
OVP kann auch OriginalVerPackung bedeuten.


Maximilian S. schrieb:
> und die
> Schaltung tut nicht was sie soll der Output 2 liegt egal bei welchem
> Input auf 15 V

Der untere Schaltungsteil hat keine Gegenkopplung, somit kommt die volle 
Verstärkung des OPVs zur Wirkung und läßt den Ausgang an eine der 
Stellgrenzen schnellen.

mfg

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