Hallo,
ich habe mal folgende Schaltung (siehe Bild) entworfen das ganze ist ein
Dual OPAMP der eine OPV gibt meiner Strommessung ein Offset sodass ich
Positive und Negative Ströme erfassen kann.
Der erste Teil der Schaltung ist ein Verstärker mit Offset -- ob so dimensioniert, wie du es haben willst, kann ich nicht sagen.
Für den Linearregler würde ich gegen die Angst noch eine Diode (1N4148) in Flussrichtung vom Ausgang zum Eingang spendieren und eine Verpolschutzdiode . Wenn die Schaltung genauer sein soll, nutze statt des Linearreglers evtl. eine Spannungsreferenz.
In der zweiten OPV-Schaltung hast du den NICHTINVERTIERENDEN (+)-Eingang mit dem Ausgang verbunden. Dann bekommst du Mitkopplung statt Gegenkopplung. Sprich: Eine positive Spannung am Eingang führt zu einer positiven Spannung am Ausgang, und diese wiederum zu einer noch größeren positiven Spannung am Eingang; bei negativen Spannungen am Eingang ist es analog. Mit diesem Prinzip kannst du Oszillatoren oder Komparatoren bauen. Das ist aber sicher nichts, das du hier haben willst.
Welche Funktion soll die zweite Schaltung erfüllen? Die Dioden D4 und D5 sind klar (Angstdioden). An sich sieht die Schaltung nach einem invertierenden Verstärker mit verkehrt herum eingebautem OPAMP aus. Aber was macht D2? Schottkydiode - wohl wegen der kleinen Flussspannung. Willst du nur positive Spannungen ausgeben? Wenn dich die Flussspannung stört, schau dir den Präzisionsgleichrichter (oder den von Falk geposteten Korrekturvorschlag) an. Bei Falks Vorschlag sind auch die Angstdioden sinnvoller verdrahtet.
In deinem Fall schützen sie vor Spannungen unter -15,7V und über +15,7V. Was aber (was ich im Detail nicht weiß), wenn die Opamps am Eingang schon derartige Schutzdioden integriert haben, evtl. sogar als Schottkydiode? :-)
Jetzt weiß ich es; Ergänzung aus dem Datenblatt, Absolute Maximum Ratings:
(3) Input pins are diode-clamped to the power-supply rails. Input signals that may swing more than 0.5 V beyond the supply rails must be
current limited to 10 mA or less.
Sieht so aus, als wären deine Angstdioden sicher. Der OPAMP-Eingang schützt sie! ;-)
Jetzt bin ich gerade am testen auf dem Breadboard und die
Schaltung tut nicht was sie soll der Output 2 liegt egal bei welchem
Input auf 15 V.
Falsche Polung am OPV, siehe oben.
Wichtige Info noch der obere teil der Schaltung ist
nicht aufgebaut und alle seine Eingänge sind Floated, macht das dem 2ten
OPV auch Probleme? Bzw. ist die Schaltung schon Falsch?
Wer sind den "seine" Eingänge? Die des OPV?
Floting Inputs können beim OPAMP ein Problem sein. Wenn die Inputs wegen ein paar paar Ladungen mehr oder weniger unregelmäßig schwingen, wird dieses Schwingen verstärkt an den Ausgang weitergeleitet.Das erzeugt hässliche Störungen auf dem Board und sollte im fertigen Aufbau vermieden werden. Ungenutzte OPAMPS kann man beispielsweise als nichtinvertierenden OPAMP verdrahten (Verstärkung 1, falls der OPV unity gain stable ist) und dann an den Eingang GND legen. Das unterdrückt die störenden Schwingungen sicher. Bei speziellen Anforderungen, insbesondere zum Energieverbrauch, sind ggf. andere (aber ebenfalls definierte) Verdrahtungen sinnvoller; beispielsweise Input auf +VCC oder -VCC. Dazu muss man allerdings mehr über den OPV und sein Inneres wissen.
Das ist aber momentan noch dein geringstes Problem mit der Schaltung. Bring erstmal die Grundfunktion in Ordnung.
Viele Grüße
Rook