Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Darlington Transistoren mit internen Widerständen


von Roland H. (rolandh)


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Habe festgestellt das einige Bastler Schwierigkeiten mit Darlington 
Transistoren haben. Das Problem dabei sind die internen Widerstände. 
Widerstandsmeßgeräte zeigen bei diesen sehr niedige hfe-Werte an, obwohl 
sie in die Tausende gehen. Als kleiner Hinweis dient der Ube-Wert von 
ca. 1,2V.
Das eigentliche Problem ist:
Beim Messen muß der Basisstrom über die integrierten Widerstände die 
1,2V erreichen damit überhaupt ein Basisstrom fließen kann. Das bedeutet 
bei einem integrierten 15KOhm Widerstand sind ca. 100µA erforderlich um 
den Transistor durchzusteuern. Einige µA weniger passiert nichts, einige 
µA mehr steuern schnell 300 mA oder mehr Kollektorstrom, der den 
Transistor schnell aufheizt, was die B-E Spannung wiederum senkt und 
damit den C-Strom weiter erhöht.
Ein kleiner Transistor ist bei 10-15V Meßspannung schnell zerstört, wenn 
der maximale Strom nicht begrenzt wird.
Täuschend ist dabei die anfängliche Annahme das überhaupt kein Stromfluß 
zustande kommt. Erst das geringe Überschreiten des minimalen 
Stromflusses steuert den Transistor durch, der jetzt schnell durch die 
Eigenerwärmung lawinenartig zunehmende Strom läßt dabei an einfacher 
Logik zweifeln...

: Bearbeitet durch User
von Klaus R. (klara)


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Roland H. schrieb:
> Habe festgestellt das Einige Bastler Schwierigkeiten mit Darlington
> Transistoren haben. Das Problem dabei sind die internen Widerstände.

Deswegen sollte man sich das Datenblatt ansehen. Und dann müßte die 
Sache eigentlich klar sein.
mfg KLaus

von Falk B. (falk)


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Roland H. schrieb:
> Habe festgestellt das einige Bastler Schwierigkeiten mit Darlington
> Transistoren haben.

Das liegt am Arbeitswiderstand von 75k KILOOHM!

https://youtu.be/nBtcoTIyiWY?si=l-8tvP2CzdEWPKSo

;-)

von Maximilian (maxclaus)


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Ein Darlington-Transistor ist ein komplexes Bauelement, wie ein 
Operationsverstärker, und kann nicht sinnvoll mit einem gewöhnlichen 
Transistortester gemessen werden.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Roland H. schrieb:
> Ein kleiner Transistor ist bei 10-15V Meßspannung schnell zerstört, wenn
> der maximale Strom nicht begrenzt wird.

Jeder Transistor ist schnell zerstört, wenn der maximale Strom nicht 
begrenzt wird. Das ist nichts neues oder erstaunliches. Und wenn man 
schon mit BC879 o.ä. arbeitet, weiss man auch, wie man mit sowas umgeht.

von Jörg R. (solar77)


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Maximilian schrieb:
> Ein Darlington-Transistor ist ein komplexes Bauelement, wie ein
> Operationsverstärker, und kann nicht sinnvoll mit einem gewöhnlichen
> Transistortester gemessen werden.

Ein Darlington-Transistor und ein Operationsverstärker sind in ihrer 
Komplexität überhaupt nicht miteinander vergleichbar.

von Teo D. (teoderix)


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Jörg R. schrieb:
> Maximilian schrieb:
>> Ein Darlington-Transistor ist ein komplexes Bauelement, wie ein
>> Operationsverstärker, und kann nicht sinnvoll mit einem gewöhnlichen
>> Transistortester gemessen werden.
>
> Ein Darlington-Transistor und ein Operationsverstärker sind in ihrer
> Komplexität überhaupt nicht miteinander vergleichbar.

"Komplex" bedeutet Technisch/Mathematisch, das es aus mehr als nur einer 
Komponente besteht.

Beitrag #8021947 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8021952 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Roland H. (rolandh)


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Dieser Beitrag war nicht für die superschlauen Nörgler gedacht. 
Schließlich gibt es auch Anfänger oder Bastler die sich ab und an mal in 
diesem Bereich versuchen wollen und - wie ich in einigen Beiträgen 
feststellte - dabei auch auf Probleme stoßen mit denen sie nicht 
gerechnet haben. Da zählt auch das immer beliebtere Transistormeßgerät 
dazu, das in diesem Fall einen Hfe von 45 statt 3000...10000 und eine 
interne Schutzdiode anzeigt, die auch nicht real ist. Grund dafür sind 
die internen Widerstände, die einen größeren Meßstrom erfordern als es 
diese Geräte ermöglichen.
Bei dem diskreten Aufbau einer Meßschaltung ist ein Ausmessen aus den 
genannten Gründen schwierig und ein Hfe-Wert auch nur schätzbar - zumal 
die Leistungsgrenze des Transistors schnell erreicht ist - auch weil der 
hohe Schwellstrom durch die hohe Stromverstärkung nur minimal 
überschritten werden muß um den Maximalstrom des Transistors zu 
erreichen. So fließt z.B.bei einem kleinen 40Watt-TO126 Transistor unter 
100µA Basisstrom noch kein Kollektorstrom, bei 200µA jedoch bereits 1A, 
was ihn ohne Kühlung bereits zum Eier braten erhitzt. Diese Wärme setzt 
wiederum die 1,2V Schwellspannung herab was den Stromanstieg weiter 
steigert und so ist der Maximalstrom oder die Max.Temperatur schnell 
erreicht. Dieser Lawineneffekt erschwert auch die Hfe Ermittlung, zumal 
auch der durch die Widerstände fließende "Startstrom" abgezogen werden 
muß. Da hier also 100µA mehr Basisstrom für 1A Kollektorstrom sorgen, 
wäre dies ein Hfe von 10000 (meistens sind es 3...8 Tausend).
Ich nutze einen alten großen 1MOhm Potischleifring aus einem alten 
Zeilentrafo vom Röhren-TV + 10KOhm Schutzwiderstand + 200µA(1mA) 
Meßgerät um den Basisstrom einzustellen sowie eine 10(20)W Halogen-Lampe 
+ 1(3)A Meßgerät um den Kollektorstrom zu begrenzen / messen + 12V 
Netzteil.

von Mani W. (e-doc)


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Von Absätzen hältst Du nichts!

Beitrag #8027749 wurde vom Autor gelöscht.
von Rainer W. (rawi)


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Roland H. schrieb:
> Das Problem dabei sind die internen Widerstände.
> Widerstandsmeßgeräte zeigen bei diesen sehr niedige hfe-Werte an, obwohl
> sie in die Tausende gehen.

Du kannst nicht erwarten, durch unbedarfte externe Messung an einer 
integrierten Schaltung, die Parameter darin enthalten Einzelbauelemente 
zu erfassen.

von Roland H. (rolandh)


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Mani W. schrieb:
> Von Absätzen hältst Du nichts!

Im Scriftfenster waren die Absätze vorhanden - jetzt sind sie weg...
kein Mensch ist perfekt...

von Roland H. (rolandh)


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Rainer W. schrieb:
> Roland H. schrieb:
>> Das Problem dabei sind die internen Widerstände.
>> Widerstandsmeßgeräte zeigen bei diesen sehr niedige hfe-Werte an, obwohl
>> sie in die Tausende gehen.
>
> Du kannst nicht erwarten, durch unbedarfte externe Messung an einer
> integrierten Schaltung, die Parameter darin enthalten Einzelbauelemente
> zu erfassen.

Das ist ein 3 beiniger Transistor und keine integrierte Schaltung im 
eigentlichen Sinne. Da diese Transistoren heutzutage einfach in ein 
gängiges und erschwinglichen Meßgerät gesteckt und ausgemessen werden 
können, und dort auch Werte ausgegeben werden, sollte ein - auch 
Anfänger - Nutzer die Eigenarten erfahren und weshalb es so ist.

von Soul E. (soul_eye)


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Roland H. schrieb:
> Das ist ein 3 beiniger Transistor und keine integrierte Schaltung im
> eigentlichen Sinne.

Ein Darlington besteht aus 2-3 Transistoren und ggf 1-2 Widerständen. 
Die sind monolithisch auf einen Die integriert. Hier kannst Du sehen wie 
sowas in der Praxis ausschaut: https://www.richis-lab.de/BipolarA49.htm

Das ist eindeutig eine integrierte Schaltung. Kein Hybridaufbau aus 
diskreten Transistoren.

von Axel R. (axlr)


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Die gibts aber auch schon mal mit vier Chips, separaten Dioden über der 
BE Strecke usw. Sind dann aber sicher die Ausnahmen aus eben jender 
Zeit.
Ich hatte mal mit SU508-SU250 aus Stahnsdorf zu tun ( in der Entwicklung 
und Produktion). Daher weis ich das. Aber beim normalen Darlington ist 
das alles auf einem Chip.

von J. T. (chaoskind)


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Mani W. schrieb:
> Von Absätzen hältst Du nichts!

Evtl fängt er an, Absätze zu nutzen, wenn du mal anfängst hilfreiche 
Sätze zu schreiben.

von Soul E. (soul_eye)


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Axel R. schrieb:
> Die gibts aber auch schon mal mit vier Chips, separaten Dioden über der
> BE Strecke usw. Sind dann aber sicher die Ausnahmen aus eben jender
> Zeit.

Hybrid-Lösungen hat Richard auch dokumentiert. Hier eins aus Stahnsdorf: 
https://www.richis-lab.de/Bipolar24.htm


Edit: die Darlingtons sind da trotzdem monolithisch. Nur die 
Freilaufdioden wurden auf getrennten Dies realisiert.

: Bearbeitet durch User
von Uwe (neuexxer)


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Nach meiner Kenntnis ergeben sich die Freilaufdioden automatisch
bei der "Integration".
(Die sind auch relativ langsam.)

von J. T. (chaoskind)


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Evtl verwechselst du das mit FETs? Bei denen ensteht durch den Aufbau 
eine Diode, die man auch nicht immer als Freilaufdiode nutzen kann.

von Soul E. (soul_eye)


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Uwe schrieb:
> Nach meiner Kenntnis ergeben sich die Freilaufdioden automatisch
> bei der "Integration".
> (Die sind auch relativ langsam.)

Das ist richtig. Und weil die relativ langsam ist, schaltet man hin und 
wieder eine "richtige" Diode parallel.

Beim ersten Beispiel ist die Diode nur implizit vorhanden: 
https://www.richis-lab.de/BipolarA49.htm
beim zweiten ist sie als separates Bauteil "D2" vorhanden: 
https://www.richis-lab.de/Bipolar24.htm

von Rainer W. (rawi)


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Roland H. schrieb:
> Das ist ein 3 beiniger Transistor und keine integrierte Schaltung im
> eigentlichen Sinne.

Offensichtlich enthält die Schaltung jeweils zwei Transistoren, zwei 
Widerstände und eine Diode. Schon ein einfacher "Darlington-Transistor" 
ist eine Zusammenschaltung mehrerer Bauelemente, bei dem du extern einen 
Summenparameter misst, der nichts mehr mit den Einzelbauteilen zu tun 
hat.
Ob das auf einem Chip integriert ist oder nach Art einer Hybridschaltung 
aufgebaut ist, ändert nichts daran, dass man über die externen 
Anschlüsse etwas anderes als die Eigenschaften der Einzelbauteile misst.

: Bearbeitet durch User
von Götz R. (darfnurdiefolgendenz)


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Danke an rolandh für den Beitrag und etwas mehr Klarheit. Als ich 
neulich versuchte, npn-pnp- und pnp-pnp Darlingtons paarweise 
festzulegen, haben meine Transistortester irritierende Sachen gezeigt. 
Warm wurde aber nichts. Ich kriegte nur Werte, die sich im Sekundentakt 
unterschieden und auch von einem Gerät zum anderen und wieder zurück 
nicht plausibel waren.
Zum Schluss habe ich auf die Maßnahme insgesamt verzichtet.
Was vorgefertigte Darlingtons in der Praxis besser machen, ist wohl mehr 
nice-to-have.

von Gerald B. (gerald_b)


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Götz R. schrieb:
> Was vorgefertigte Darlingtons in der Praxis besser machen, ist wohl mehr
> nice-to-have.

Weniger Platz, billiger, höhere Ausfallsicherheit, da ein einziges 
Bauelement. Dem steht eine Position mehr in der Lagerhaltung gegenüber. 
Letzters relativiert sich aber in der Serienfertigung, da du dann mehr 
Einzelbauelemente brauchst, was im Amateurbereich keine Rolle spielt.

von Alexander S. (alesi)


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Roland H. schrieb:
> Da zählt auch das immer beliebtere Transistormeßgerät
> dazu, das in diesem Fall einen Hfe von 45 statt 3000...10000 und eine
> interne Schutzdiode anzeigt, die auch nicht real ist. Grund dafür sind
> die internen Widerstände, die einen größeren Meßstrom erfordern als es
> diese Geräte ermöglichen.

Das ist in der Dokumentation zum Transistortester 
https://raw.githubusercontent.com/Mikrocontroller-net/transistortester/master/Doku/trunk/pdftex/german/ttester.pdf 
unter 3.5 Problemfälle bereits beschrieben:
"Probleme bei der Erkennung machen auch Halbleiter mit integrierten 
Widerständen. So wird die Basis-Emitter-Diode eines BU508D-Transistors 
wegen eines parallel geschalteten internen 42Ω Widerstandes nicht 
erkannt. Folglich kann auch die Transistorfunktion nicht geprüft werden. 
Probleme bei der Erkennung machen oft auch Darlington-Transistoren 
höherer Leistung. Hier sind auch oft Basis-Emitter-Widerstände verbaut, 
welche die Erkennung wegen der hier verwendeten kleinen Messströme 
erschweren."

von Manfred P. (pruckelfred)


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Alexander S. schrieb:
> " .. welche die Erkennung wegen der hier verwendeten
> kleinen Messströme erschweren."

Sind diese auch irgendwo definiert? Ich sehe nur, dass dieser Tester 
irgendwelche Werte aus unbekannten Testbedingungen anzeigt, 
zweifelhaftes Spielzeug.

von Alexander S. (alesi)


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Manfred P. schrieb:
> Sind diese auch irgendwo definiert?

Das Messverfahren ist unter "Kapitel 5 Beschreibung des Messverfahrens" 
beschrieben und der Quelltext ist offen. ... und es ist ein Tester und 
kein Messgerät. Weiterhin gibt es den Tester nicht, sondern zig Kopien 
aus Fernost.

von Michael B. (laberkopp)


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Roland H. schrieb:
> Habe festgestellt das einige Bastler Schwierigkeiten mit Darlington
> Transistoren haben.

Na ja, ein Transistortester könnte ermitteln, wie hoch die 
Widerstandswerte sind, in dem er die B-E-Strecke vorwärts und rückwärts 
misst. Dann kann er auch berechnen wie viel Strom durch die internen 
Widerstände abgeleitet wird und nichts zur Stromverstärkung beiträgt.

von Arno H. (arno_h)


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Michael B. schrieb:
> Na ja, ein Transistortester könnte ermitteln, wie hoch die
> Widerstandswerte sind, in dem er die B-E-Strecke vorwärts und rückwärts
> misst. Dann kann er auch berechnen wie viel Strom durch die internen
> Widerstände abgeleitet wird und nichts zur Stromverstärkung beiträgt.

Da der Knotenpunkt der Widerstände nicht von außen zugänglich ist, 
scheint mir das auch sehr unzuverlässig zu sein.
Arno

von Alexander S. (alesi)


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Michael B. schrieb:
> Na ja, ein Transistortester könnte ermitteln, wie hoch die
> Widerstandswerte sind, in dem er die B-E-Strecke vorwärts und rückwärts
> misst. Dann kann er auch berechnen wie viel Strom durch die internen
> Widerstände abgeleitet wird und nichts zur Stromverstärkung beiträgt.

Artikel Transistortester
https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_Transistortester

Dokumentation zum Transistortester
https://raw.githubusercontent.com/Mikrocontroller-net/transistortester/master/Doku/trunk/pdftex/german/ttester.pdf

Quellcode
https://github.com/Mikrocontroller-net/transistortester/tree/master/Software/trunk

Magst Du Deine Idee implementieren, damit wir sehen was genau Du Dir 
vorstellst und ob es funktioniert?

von Rainer W. (rawi)


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Michael B. schrieb:
> Na ja, ein Transistortester könnte ermitteln, wie hoch die
> Widerstandswerte sind, in dem er die B-E-Strecke vorwärts und rückwärts
> misst.

Das könnte etwas mühselig werden. Die Vorwärtsrichtung nützt IMHO wenig, 
weil die BE-Strecke parallel liegen. Außerdem kommt man von außen nicht 
an den Knotenpunkt mit der Basis des zweiten Transistors ran.

Wie hast du dir die Bestimmung der beiden Widerstandswerte konkret 
vorgestellt?

von Michael B. (laberkopp)


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Rainer W. schrieb:
> Wie hast du dir die Bestimmung der beiden Widerstandswerte konkret
> vorgestellt?

Es ist irrelevant, ob man die Einzelwerte kennt, der Widerstand am 
ersten Transistors ist sowieso viel höher.

Man bekommt durch Rückwärtsmessung den Widerstandssummenwert, wenn man 
genug Strom fliessen lassen kann dass Leckströme egal werden.

z.B. 5V und 8.12k macht 615uA, da fallen 3uA IBEreverse nicht auf.

Dann misst man vorwärts und unter 100uA macht 0.81V fliessen die ganzen 
100uA durch die Widerstände ab, dann beginnen die BE-Strecken Strom zu 
übernehmen, 200uA macht nicht 1.62V sondern vielleicht 1.2V weil 148uA 
durch die Widerstände abfliessen und nur 52uA stromverstärkend durch den 
Transistor gehen. Was bei beta 1000 zu 52mA IC führen würde.

Schon ist man realistisch genauer als die 260 die sich ohne Betrachtung 
der Widerstände ergeben würde.

von Roland H. (rolandh)



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Alexander S. schrieb:
> Dokumentation zum Transistortester

Die meisten haben doch nur für 12...15€ eine chin.Leiterplatte mit 
Zif-Sockel und einer LCD-Anzeige als Transistortester und kein 
luxeriöses Gerät mit einer Dokumentation dazu...

Hier auch mal ein Beispiel eines Transistormodules aus einem 20KW 
Frequenzumrichters um zum verdeutlichen das auch die Dioden als seperate 
Chips auf dem beschichteten Keramikträger aufgelötet sind. Rechts sind 
die 6 Dioden zur Gleichrichtung des Drehstromes aufgebracht und links 
die 6 N-Channal Mosfets zur Generierung des neuen Drehstromes mit je 
einer Leistungsdiode im Anhang. Mittig ist der verbrannte Mosfet zur 
Abbremsung des Motors und unten links ein 1KOhm Thermistor zur 
Temperaturmessung.

Da die Transistoren im ca.1kHz Takt vollständig ein und ausgeschaltet 
werden und nur durch verschiedene ein/aus Zeiten den neuen Drehstrom 
lastmäßig nachbilden, ist die Verlustleistung auf die reine Schaltzeit 
begrenzt und so gering, das dieses kleine Modul für diese Leistung 
ausreichend ist. Im eingeschalteten Zustand sind es nur Milliohm, also 
sogut wie keinen Widerstand und damit auch kaum Verlustleistung die sich 
in Wärme auswirkt. Original wird das Modul von oben mit Bronzefedern die 
in einer beigen Plastikhaube sitzen kontaktiert (zum Teil verbrannte 
Spuren -die Lötpunkte hab ich zum Basteln aufgebracht)

Jetzt brauch ich nur noch jemand der mir verrät wie ich das 
original-Riesenbild löschen kann - die 2 verkleinerten Bilder sind hier 
bestimmt ausreichend, das große hat leider keine höhere Auflösung...

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Roland H. schrieb:
> Jetzt brauch ich nur noch jemand der mir verrät wie ich das
> original-Riesenbild löschen kann

Durch Meldung an einen Moderator.

von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)


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Ich bin neu in dieses Forum eingestiegen und ging nicht davon aus, schon 
einen Beitrag senden zu müssen. Aber nun habe ich diesen Thread 
"Darlington Transistoren mit internen Widerständen" gefunden und mir 
eure Kommentare zu diesem Thread angesehen.

Also, da möchte ich doch noch meine eigenen Erfahrungen mit Darlington 
Transistoren, ob nun als einzelnes Bauelement oder in diskretem Aufbau, 
darlegen wollen.

Ich hatte mir mal einen einfachen Transistortester zugelegt, weil ich 
auf einen Blick alle wichtigen Kenndaten eines Bauelements sofort 
angezeigt bekomme. Bei einem Darlington-Transistor hingegen werden in 
der Tat recht irreführende Kenndaten herausgegeben. Auch ein Datenblatt 
hilft mir da beim Kleinsignalverhalten eines Darlington nicht wirklich 
weiter.

Das größte Problem bei einem Darlington-Transistor ist bei mir 
tatsächlich der Kollektorstrom des Endleistungstransistors, der schon 
bei geringen Basisströmen am Eingang eine Erwärmung der K-E-Strecke des 
Endleistungstransistors verursacht, die diesen Kollektorstrom 
unkontrolliert immer mehr anwachsen lässt.

Darum kam ich bei mir nicht umhin, das Verhalten eines 
Darlington-Transistors in einer real aufgebauten Schaltung zu 
beobachten. Erst bei dieser realen Schaltung kann ich Maßnahmen zur 
Stabilisierung des Kollektorstroms ergreifen.

von Rainer W. (rawi)


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Michael H. schrieb:
> Das größte Problem bei einem Darlington-Transistor ist bei mir
> tatsächlich der Kollektorstrom des Endleistungstransistors, der schon
> bei geringen Basisströmen am Eingang eine Erwärmung der K-E-Strecke des
> Endleistungstransistors verursacht, die diesen Kollektorstrom
> unkontrolliert immer mehr anwachsen lässt.

Um dieses Problem zu umgehen, muss der Transistortester dafür sorgen, 
dass die Verlustleistung nur über kurze Zeit ansteht. Die Messdauer für 
so eine Messung kann unterhalb einer Millisekunde liegen. Durch eine 
langsame Messfolge lässt sich die mittlere thermische Belastung dann 
ganz kräftig reduzieren.

von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)



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Also, mein Multifunktionstester von Joy-It kann die wirklichen Kenndaten 
eines Darlington-Transistors nicht wiedegeben. Er zeigt mir irgendwas 
an, nur nicht den tatsächlichen Befund eines Darlington-Transistors. 
Auch im Datenblatt des Beispieltransistors, hier ein NTE2349 npn, finde 
ich nur rudimentäre Angaben zu den tatsächlich vorhandenen Daten dieses 
Beispiel-Transistors wieder.

Ich habe mal einen von mir fertig entwickelten Schaltungsauszug von 
meinem Tongenerator, der hier nur mit einer Signalfrequenz von 440 Hz ( 
entspricht dem Kammerton a) arbeitet, in diesen Thread hochgeladen. Hier 
sind die Endleistungstransistoren BD239C und BD240C zwar keine 
Darlington-Transistoren, aber das Prinzip des unkontrollierten 
Ic-Zuwachses konnte ich auch bei dieser Gegentaktschaltung im B-Betrieb 
nur auf der Eingangsseite des Transistors lösen. Hier bediente ich mich 
einem Heißleiter, dessen anfänglicher Widerstandswert dem 
Widerstandswert des parallelgeschalteten Festwiderstands etwa gleichgroß 
sein sollte. Das wäre eine von vielen Maßnahmen zur Stabilisierung des 
Kollektorstroms. Es gibt auch andere.

Aber letztendlich komme hier um den Aufbau einer reellen Schaltung nicht 
herum.

von H. H. (hhinz)


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Michael H. schrieb:
> Auch im Datenblatt des Beispieltransistors, hier ein NTE2349 npn, finde
> ich nur rudimentäre Angaben zu den tatsächlich vorhandenen Daten dieses
> Beispiel-Transistors wieder.

Siehe MJ11032G.

von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)


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H. H. schrieb:
> Siehe MJ11032G.

Recht herzlichen Dank H. H. für das ausführliche Datenblatt des 
Vergleichstyps MJ11032 von ON Semiconductor. Hier sind wirklich all die 
relevanten Daten dieses Transistortyps zumindest einsehbar.

Jetzt muß nur noch Roland H. einen praktikablen Transistortester für ein 
Darlington-Transistor, der auch aus einem FET oder MOSFET bestehen kann, 
konstruieren, dann kann auch ein Darlington praxisgerecht schnell mal 
getestet werden, wenn man ihn braucht.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Michael H. schrieb:
> Recht herzlichen Dank H. H. für das ausführliche Datenblatt des
> Vergleichstyps MJ11032 von ON Semiconductor.

Andersrum!

von Alexander S. (alesi)


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Michael H. schrieb:
> Also, mein Multifunktionstester von Joy-It kann die wirklichen Kenndaten
> eines Darlington-Transistors nicht wiedegeben.

Der Transistortester 
https://www.mikrocontroller.net/articles/AVR_Transistortester basiert 
auf einem ATmega-Mikrocontroller der mit 5 V betrieben wird und 
typischerweise Ströme im Bereich von mA steuert. Auch wenn während der 
Entwicklung die Grenzen, von dem was er messen kann, immer weiter 
verschoben wurden, ist er nicht für Leistungstransistoren mit V_CE0 = 
120 V und I_C = 50 A gedacht. In der Basisvariante kann er nur 
Spannungen bis 5 V an die Pins anlegen und Spannungen an den externen 
Widerständen bis 5 V messen und daraus den Strom ableiten.

von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)


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Danke Alexander S. für deinen Einwand auf diesen Multifunktionstester 
von Joy-It. Da ich die Elektronik ja nur im Hobby-Bereich betreibe, habe 
ich mich für eine kostengünstige Testgerätsvariante der wichtigsten 
Komponenten im Bereiche der herkömmlichen Bauelemente entschieden. Die 
Firma Joy-It sagt ja selber zu sich, dass das LCR-T7 kein 
professionelles Messgerät sei und aufgrund der
Vielzahl von verschiedenen Bauteilen auf dem Markt, nicht garantiert 
werden kann, dass alle Bauteile korrekt erkannt werden.

Doch für meine amateurhaften, hausgebräuchlichen Anwendungen war es 
bisher allemal völlig ausreichend. Für Kapazitäten und Induktivitäten 
nutze ich eh das LCR Meter LCR 200 von der Firma Extech. Es lag vor 
einigen Jahren mit 250€ zwischen den recht billigen 20€-Geräten und den 
LCR-Metern im Werte von 5000€ so dazwischen. Vor allem legte ich Wert 
darauf, dass die Messfrequenz variabel an das Meßobjekt mehr oder 
weniger angepasst werden kann und dieses Meßgerät kann es, zumindest bis 
100kHz.

von Roland H. (rolandh)


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Hier noch ein paar Antworten für die nicht so versierten Bastler.

Da günstige "Transistormeßgeräte" für normale Klein-Transistoren völlig 
ausreichende Ergebnisse liefern jedoch bei Leistungs- und 
Darlington-Transistoren mit integrierten Widerständen rätselhafte Werte 
ausgeben, ist eine kleine Meßschaltung sinnvoll.

Wenn das "Gerät" bereits die wichtigsten Werte anzeigt, wie 1=E 2=C 3=B 
ist schon viel gewonnen. Wichtig ist auch Ube=1,28V was auf 2 
Basis-Emitter Strecken hinweist und den Darlington-Transistor entlarvt. 
Ein Hfe Wert unter 200 ist bei einem Darlington unrealistisch und verrät 
die integrierten Widerstände.

Der integrierte Gesamtwiderstand ist leicht mit einen DVM zu ermitteln, 
da die Meßspannungen weit unter der Flußspannung liegt 
(Sicherheitshalber die Polarität wechseln).

Bei diesen Meß-(Prüf-) Schaltungen sind analoge Meßwerke vorteilhaft, da 
die Wertänderungen viel einfacher wahrgenommen werden können. Günstige 
10€ Meßgeräte aus Fernost sind für diese Zwecke auch völlig ausreichend.

Der einfache Aufbau besteht nur aus den 2 Meßwerken, einem 
Schutzwiderstend (hier Glühbirne 12V, 10W), den Potentiometer 
(ca.200kOhm) + 10kOhm Widerstand um das Poti und die Basis zu schützen 
(die Widerstandswerte bei Leistungstransistoren verringern bis die 
nötigen Ströme erreicht werden). Bei einem Mosfet das Poti als 
Spannungsteiler zwischen + und - schalten um den Schwellwert des 
Transistors zu ermitteln + die Spannung am Gate messen. Da die meisten 
Mosfets am Gate +,- 20V verkraften ist bei 12V kein Schaden zu erwarten.

Nach dem einsetzen des Transistors und dem anbringen eines 
Kühlkörpers!!!  dreht man am Poti langsam und beobachtet die steigenden 
Ströme. Hier ist bei etwa 120µA eine Schwelle wo der Kollektorstrom 
schlagartig zunimmt und bereits bei 150µA leuchtet die 10W Glühlampe mit 
voller Helligkeit. Also sind aufgrund der internen Widerstände 120µA 
notwendig um die 1,28V Flußspannung der 2 Basis-Emitter-Strecken zu 
erreichen.

Bei PNP-Transistoren einfach die Speisespannung und die Meßwerke 
umpolen.

Wer dieses System genauer untersuchen möchte kann dazu auch eine 
Schaltung aus einzelnen Transistoren mit und ohne Widerstände aufbauen.

: Bearbeitet durch User
von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)


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Apropos Kühlkörper!

Ich habe mir für meine experimentellen Aufbauten mit Leistungshalbleiter 
dafür extra Kühlkörper mit einem Wärmewiderstand von 2 bis 3 K/W auf 2mm 
starke Aluminiumplatten angefertigt. So kann ich wahlweise ein TO-220- 
oder TO-3-Gehäuse provisorisch daran befestigen.

Diese Experimentier-Kühlkörper habe ich mir paarweise angefertigt. 
Einmal für einen NPN, bzw. N-Kanal und auch für einen PNP, bzw. 
P-Kanal-Leistungshalbleiter.

Nur so als Tipp...

von Roland H. (rolandh)


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Da dieser Beitrag offensichtlich auch Einsteiger anspricht hier ein paar 
Tips.

Wie bereits erwähnt habe ich einem Zeilentrafo aus einen alten 
DDR-Röhren-TV diesen 30mm großen 1MOhm Widerstand enttnommen und nutze 
ihn gern für Meßzwecke.

Diese ZIF-Sockel sind ideal für viele Testverdrahtungen. Dazu ist eine 
kleine Leiterplatte mit Lötösen vorteilhaft. Die Leiterzüge sind nur 
mittels eines Hartmetallsplitters vom Dreher (an einen alten 
Schraubenzieher mit Messinglot befestigt) eingekratzt. Die 2,2mm Ösen 
werden mit 2x3mm Hohlnieten und einem Dorn festgekloppt und verlötet. So 
wiederstehen sie jahrzehnte jeglicher Belastung.

Als Universalkühlkörper großer Leistung eignet sich dieser hier sehr 
gut. Durch die 4mm Schraube und M6 Flügelmutter kann er viele Teile 
schnell einklemmen - auch Leiterplatten zum entlöten...

: Bearbeitet durch User
von Roland H. (rolandh)


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Da der gezeigte Kühlkörper aus einer deff. Kransteuerung kaum verfügbar 
ist, hier ein bezahlbarer Halbleiterrelais-Kühlkörper ähnlicher Größe.

von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)


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Roland H. Schrieb:
> Als Universalkühlkörper großer Leistung eignet sich dieser hier sehr
gut.

Das ist für mich alles sehr interessant und wirklich einige Anregungen 
wert. Allerdings fand ich leider nirgendswo eine Angabe des 
Wärmewiderstandes zu deinem dargestellten Strangkühlkörper. Lediglich 
die Firma Fischer elektronik zeigt in ihrem Datenblatt seiner ähnlichen, 
aber teureren, Strangkühlkörper einen Rth von 1,3 K/W beginnend bis 0,6 
K/W.

Ich werde mir auf jeden Fall deinen dargestellten Kühlkörper für dieses 
kleine Geld zulegen. Doch muss ich dir ganz ehrlich gestehen, ein 
Einsteiger sollte nicht am Anfang seiner Basteleien mit so großen 
Strömen einfach mal so rumhantieren. Selbst ein Praktiker sollte schon 
wissen, was er da tut. Die herkömmlichen Steckbretter sind ja eh nur bis 
max. 2A belastbar und schon ab 3A oder 4A kann es bei falscher Polung 
schon mal ordentlich rumsen und sogar einen Brand verursachen. Also, man 
muss schon wissen, was man da tut.

von Alex (mediafox_f)


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Früher hat zum Messen ein Multimeter gereicht. Einfach die positive 
Strippe an den Emmiter und die negative an Basis legen und schazen, 
wieviel Kiloohm angezeigt werden. Die nächst kleineren oder besser den 
halben Wert nimmst du als Basiswiderstand und fertig. Manchmal muss es 
heute immer alles komplizierter sein als einfach.

von H. H. (hhinz)


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Alex schrieb:
> Früher hat zum Messen ein Multimeter gereicht. Einfach die positive
> Strippe an den Emmiter und die negative an Basis legen und schazen,
> wieviel Kiloohm angezeigt werden. Die nächst kleineren oder besser den
> halben Wert nimmst du als Basiswiderstand und fertig.

Was für ein Schwachsinn.


> Manchmal muss es
> heute immer alles komplizierter sein als einfach.

Nimm einen Faustkeil.

von J. T. (chaoskind)


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Alex schrieb:
> schazen,
> wieviel Kiloohm angezeigt werden. Die nächst kleineren oder besse

Wozu denn überhaupt noch messen, wenn ich am Ende eh schätzen soll, was 
das Messgerät anzeigt?

von Roland H. (rolandh)


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Michael H. schrieb:
> ein
> Einsteiger sollte nicht am Anfang seiner Basteleien mit so großen
> Strömen einfach mal so rumhantieren

Ich freue mich rießig hier so ein reges Interesse vorzufinden. Jedoch 
irritiert es mich immer wieder was man alles nicht machen sollte.

Als ich Ende der 60ger in unseren Schuppen die ersten Lichtleitungen 
verlegte um den Schraubstock in einer dunklen Niesche zu beleuchten war 
ich gerade mal 10 und hab die Energie des Netzes einige male zu spüren 
bekommen. Da ich immer noch lebe hat es mir nicht geschadet und ich 
wurde Elektromonteur. Als Lehrling wickelte ich diesen 
Leuchtreklametrafo in einen Basteltrafo um. Damit ich alle gewünschten 
Spannungen nutzen kann hab ich getrennte Wicklungen mit 0,5V + 1V + 2V + 
4V + 8V + 16V + 32V + 64V + 128V + 256V, die an Bananenbuchsen endeten, 
aufgebracht. Diese konnte ich mit kurzen Verbindungen nach Bedarf 
zusammenstöpseln und hatte so alle Spannungen bis 512V verfügbar. Später 
mußte ich jedoch schmerzlich feststellen das man sorgsam mit seinen 
Spielzeug umgehen sollte. So ärgerte mich ein Einstellwiderstand wegen 
seines Wackelkontaktes derart, das ich ihn mit 512V killte und vergaß 
danach das zurückstöpseln auf 12V. Aufgrund der damals üblichen 
Selengleichrichter schob ich also den ersten Bananenstecker auf seinen 
Wechselstromanschluß und beim 2.Stecker packte mich jemand im Genick und 
riß mich zu Boden. Als mir bewußt wurde das ich am Strom hing versuchte 
ich mit den Füßen die Stecker aus der Buchsenleiste herauszutreten. Der 
2.Tritt gelang und ich war ein paar Sekunden Ohnmächtig. Minuten später 
schlich ich zu meinen Eltern in die Küche - Mutti hatte zuvor zum 
Kaffeetrinken gerufen. "Junge, was hast du gemacht" war ihr erster 
Kommentar "du bist ja ganz weiß im Gesicht". Am nächsten Tag fuhr ich 
30km mit dem Moped zur SPM-Prüfung und ging anschließend zum Doc, der 
mich 1 Woche beurlaubte. Danach war ich vorsichtiger und hab seitdem nur 
noch 1 Schlag bekommen - Der Mensch lernt nicht durch Verbote sondern 
durch Erlebnisse...
Später machte ich den Meister für Elektronik und hab noch viele Jahre 
Turmdrehkrane repariert.

: Bearbeitet durch User
von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)


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Roland H. schrieb:
> ich gerade mal 10 und hab die Energie des Netzes einige male zu spüren
> bekommen. Da ich immer noch lebe hat es mir nicht geschadet und ich
> wurde Elektromonteur.

Ja, so hatte wohl jeder früher oder später seine Erfahrungen mit dem 
elektrischen Strom machen müssen. Ich habe auch in meiner frühen 
Jugendzeit und im späteren Berufsleben meine Erfahrungen mit 
elektrischen Spannungen und Strömen machen müssen. Das fing mit einem 
9V-Block an, den man mit seiner Zunge auf genügend Spannung hin 
überprüfte, bis hin zu einem langen Schraubendreherschaft, der sich mit 
einem lauten Knall irgendwo im Nirwana verflüchtigte, weil ich im 
früheren Wählersaal, wo ich als Fernmeldetechniker für die Telefonwähler 
(noch alte Relaistechnik) tätig war, mit einem großen Schraubendreher 
einen Kurzschluß, genau zwischen den beiden großen, rechteckigen 
Spannungsanschlüssen zum Wählersaal hin, bildete. Und gerade in diesem 
Bereich gibt es aber noch keine Sicherung. In der großen 
60V-Bleibatterie im Keller des Hauses sind wohl nur lediglich einige 
Schwefelsäureblasen nach oben gestiegen, denn aus dieser Batterie hätte 
eine unzählig grosse Strommenge nachgeliefert werden können, ohne dass 
die Batterie davon hätte Schaden nehem können. Naja, usw.

Aber wie erfahre ich nun den Wärmewiderstand deines preiswerten 
Kühlkörpers?

von Roland H. (rolandh)


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Michael H. schrieb:
> Aber wie erfahre ich nun den Wärmewiderstand deines preiswerten
> Kühlkörpers?

Einen vergleichbaren Kühlkörper findet man mit Daten in Google Bilder:
https://de.asenergi.com/products/heatsink-stud/o231.html

von Uwe (neuexxer)


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> Einfach die positive Strippe an den Emmiter und die negative
> an Basis legen und schazen, wieviel Kiloohm angezeigt werden.
> Die nächst kleineren oder besser den
> halben Wert nimmst du als Basiswiderstand und fertig.
> Manchmal muss es heute immer alles komplizierter sein als einfach.

Damit ist wieder einmal belegt :
"Wir" brauchen jede Menge Fachkräfte/Innen etc.!
Egal woher, und ziemlich egal, wofür.                    SCNR


(Geschrieben von jemandem, der vor x-Jahren Transistorendstufen
für 1000 A baute...)

: Bearbeitet durch User
von Michael H. (Firma: ehemals Fernmeldetechniker) (emha)


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Danke Roland H., perfekt. Ein wirklich sehr interessantes Teil...

von Rainer W. (rawi)


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J. T. schrieb:
> Wozu denn überhaupt noch messen, wenn ich am Ende eh schätzen soll, was
> das Messgerät anzeigt?

Aus Sicht eines Statistikers ist jede Messung eine Schätzung des wahren 
Wertes.

Alex schrieb:
> Früher hat zum Messen ein Multimeter gereicht. Einfach die positive
> Strippe an den Emmiter und die negative an Basis legen und schazen,
> wieviel Kiloohm angezeigt werden.

Früher (tm) hat man auch noch gelernt, so einen doch eher 
übersichtlichen Satz halbwegs unfallfrei zu verewigen ;-)

von J. T. (chaoskind)


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Rainer W. schrieb:
> Aus Sicht eines Statistikers ist jede Messung eine Schätzung des wahren
> Wertes.

Aber der nimmt ja die Schätzung des Meßgerätes statt einer eigenen, 
gerade damit er jegliche Schuld von sich weisen, ER hätte falsch 
geschätzt

von Martin L. (makersting)


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Roland H. schrieb:
> Damit ich alle gewünschten Spannungen nutzen kann hab ich getrennte
> Wicklungen mit 0,5V + 1V + 2V + 4V + 8V + 16V + 32V + 64V + 128V + 256V,
> die an Bananenbuchsen endeten, aufgebracht.
> [...] und hatte so alle Spannungen
> bis 512V verfügbar

Michael H. schrieb:
> mit einem großen Schraubendreher einen Kurzschluß,[...]
> In der großen 60V-Bleibatterie [...] sind wohl nur
> lediglich einige Schwefelsäureblasen nach oben gestiegen, denn aus
> dieser Batterie hätte eine unzählig grosse Strommenge nachgeliefert
> werden können

Bei "Alaskian Bush People" machten die so ähnliche Sachen.

: Bearbeitet durch User
von Roland H. (rolandh)


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Martin L. schrieb:
> Bei "Alaskian Bush People" machten die so ähnliche Sachen.

Das gabs damals noch nicht, zudem versteh ich kein Wort - gibts das auch 
in deutsch?

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