auf den meisten LSS für DC ist die Stromrichtung für das sichere Löschen des Lichtbogens vorgegeben. Nur was mache ich bei der Verbindung von Akku und Wechselrichter, dort ist der Strom in beiden Richtungen unterwegs. Nimmt man dann 2polige LSS wie im Bild oder noch besser gleich 4polige zum gemeinsamen Abschalten?
Oder wie löst ihr das Problem?
Hardy
PS: der Hersteller der LSS spielt hier keine Rolle, das war das erste Bild mit der Stromrichtungskennzeichnung.
Überleg wie groß der Kurzschlusstrom in die jeweilige Richtung sein kann.
In Gegenrichtung kann er natürlich keine 6kA trennen, aber die werden als Ladestrom wohl kaum auftreten.
Um es nicht noch komplizierter werden zu lassen, sind hier noch ein paar Zusatzinfos:
Der WR ist doppelt und kann durchaus 200A Ladestrom liefern.
Der Akkuteil ist insgesamt 4x vorhanden und alles über eine schöne dicke Sammelschiene verbunden werden.
Die Akkus sollen 200A gesichert werden, die WR kommen an externe Sicherungen von 250A, die interne hat sich durch eine schlechte Kabelverbindung im WR in Rauch aufgelöst.
Die Akkus sollen 200A gesichert werden, die WR kommen an externe
Sicherungen von 250A, die interne hat sich durch eine schlechte
Kabelverbindung im WR in Rauch aufgelöst.
Man sichert keine Akkus oder Wechselrichter ab, sondern Kabel.
Und auch DC Strom immer im Kreis fließt, reicht es, den an einer Stelle zu unterbrechen.
So eine Sicherung ist für den Notfall. Eine einzelne Schmelzsicherung direkt nach dem Pluspol vom Akku reicht.
Das im Bild gezeigte einschleifen von vier Schalt- und acht Schraubkontakten halte ich für unpraktisch. Auch schafft das unnötige Fehlerquellen.
Ich würde da einfach NH-Sicherungen rein machen - dann ist es egal
Ich werde es vermutlich so lösen. Die Idee mit den Sicherungen den Strom unter Last zu trennen wird hoffentlich nicht gebraucht. Solange das BMS der Akkus läuft sollte dort eine Abschaltung möglich sein. Und die PV-Zuleitungen haben schon gute Lasttrennschalter.
Hardy
Als Anlage habe ich mal die internen Verbinder des WR, nach einer Weile hätte ich den schönsten Test von den Battersicherungen ...
Es gibt HV und NV Akkus/Wechselrichter. Die Frage wird sich aber auf NV beziehen denn die HV Akkus haben eigentlich alle proprietäre Steckverbindungen die nicht von außen zugänglich sind und intern gesichert.
Bei jeder Absicherung in diesem Zweig sollte das Kurzschlußschaltvermögen bei reichlich über 2,5kA liegen (50V/0,02Ohm), je nach Akkugröße und Leitungsquerschnitten.
Die NV Anwender nehmen daher meist NH Sicherungen, oft gleich als NH Trenner weil die schöne Gehäuse mit Griff haben. Allerdings muß man bei den Strömen schon die NH 1 Größe nehmen. Da kann man auch mehrere 100A DC ohne Probleme unter Last ziehen, die Luftstrecke ist bei gerade 50Volt groß genug. Ungeübte werden sich möglicherweise erschrecken ;-))
Ich weiß allerdings nicht was die Leute da absichern wollen? Die Akkus haben ein BMS das rechtzeitig abschaltet, neuere/bessere zusätzlich eingebaute Angstrelais (falls im BMS ein FET durchlegiert).
Seltsamerweise wird immer auf den Nennauslösestrom der Sicherung geachtet obwohl das im Kurzschlußfall völlig wumpe ist. Speziell für diese Anwendung gibt es die Littlefuse 878 Serie mit 450A Nennstrom und 5kA Kurzschlußschaltvermögen. Allerdings NUR als Sicherung nicht zum Trennen.
@Thomas Mit der Sicherung sollen, wie Oliver schon geschrieben hat, vor allen die Kabelverbindungen geschützt werden. Mit dem Ausfall einer Komponente (z.B. BMS) muß gerechnet werden. Meine Akkus haben kein Schütz. Wenn also das BMS nicht mehr schalten kann und die Kabel wie auf meinem Bild die Isolation aufgegeben haben, wer verhindert dann die Brände? Und in diese kleinen Minisicherungen habe ich wirklich kein Vertrauen. Ich kenne jetzt leider die Länge des Lichtbogens bei 50V nicht. Aber der Kontaktabstand bei den Mini-Sicherungen ist doch sehr klein.
Bei maximalen Strom (250A) die Sicherung trennen kann ich leider noch nicht testen. Ich bin noch beim Testen aller Akkus und Geräte und habe gerade mal 55A auf den Leitungen.
ein NH-Trenner ist halt auch praktisch wenn man für irgendwelche Umbauten einfach den Stromkreis trennen kann - oder man z.B. im Urlaub komplett abschalten will
Nh Trennschalter für DC. So ein Quatsch, wie lang willst den Lichtbogen dann bitte ziehen?! Sogar Akkuhersteller aus China nehmen 4fach lss verbunden, also jeden pol antiseriel und dann alle mechanisch gekoppelt. Ein nahmenhafter Schutzschalter kostet 200€, sollte es einen Wert sein. Für 20€ gibt die China Variante. Ist die fragen ob der schaden im Haus Bau Abbrennen der dc Leitung durch Feuer und Rauch geringer ist als die gesparte Differenz-ich denke nicht.
Nh Trennschalter für DC. So ein Quatsch, wie lang willst den Lichtbogen
dann bitte ziehen?! Sogar Akkuhersteller aus China nehmen 4fach lss
verbunden, also jeden pol antiseriel und dann alle mechanisch gekoppelt.
Ein nahmenhafter Schutzschalter kostet 200€, sollte es einen Wert sein.
Für 20€ gibt die China Variante. Ist die fragen ob der schaden im Haus
Bau Abbrennen der dc Leitung durch Feuer und Rauch geringer ist als die
gesparte Differenz-ich denke nicht.
Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung von der Materie. Schon mal (alte) Straßenbahn gefahren? Die laufen mit 500Volt DC und einigen 100A. Da fackelt gar nichts ab, selbst bei nur 1 bis 2 cm Kontaktabstand.
Und NEIN, der Fragesteller hat schon Recht: da der Strom in beide Richtungen fließen kann ist so ein "Schutzschalter" nur in eine Richtung sinnvoll. Ein NH Trenner löst das Problem elegant.
@Thomas Mit der Sicherung sollen, wie Oliver schon geschrieben hat, vor
allen die Kabelverbindungen geschützt werden. Mit dem Ausfall einer
Komponente (z.B. BMS) muß gerechnet werden. Meine Akkus haben kein
Schütz. Wenn also das BMS nicht mehr schalten kann und die Kabel wie auf
meinem Bild die Isolation aufgegeben haben, wer verhindert dann die
Brände? Und in diese kleinen Minisicherungen habe ich wirklich kein
Vertrauen. Ich kenne jetzt leider die Länge des Lichtbogens bei 50V
nicht. Aber der Kontaktabstand bei den Mini-Sicherungen ist doch sehr
klein.
Bei maximalen Strom (250A) die Sicherung trennen kann ich leider noch
nicht testen. Ich bin noch beim Testen aller Akkus und Geräte und habe
gerade mal 55A auf den Leitungen.
Hardy
Bitte belest euch doch mal zur Ansprechcharakteristik von Sicherungen. Selbst ein üblicher Leitungsschutzschalter für diesen Strom muß erst NACH 2 STUNDEN beim 1,43 fachem Nennstrom auslösen. Da ist jede Diskussion über den genauen Ansprechstrom in dieser Anwendung ein Witz.
Und wie soll es zu diesem Überstrom kommen? Zieht der WR etwa statt 200A nun 300A? Wie soll das gehen? Dann werden seine eingebauten Sicherungen anspringen (Geräteschutz), nicht die Leitungssicherungen. Wer in so einer Anwendung den Querschnitt "auf Kante" auslegt dem ist nicht zu helfen. Im Klartext: die Leitung sollte auch 300A länger aushalten (mindestens 2 Stunden, siehe oben)
Wenn etwas passiert dann KURZSCHLUSS und da fließen bei LFP Akkus gleich kA. Und genau dafür hat Littlefuse (und andere) diese speziellen Sicherungen entwickelt. Und deshalb werden die auch nicht in verschiedenen Stromstärken angeboten: die sind ausschließlich für den Kurzschlußschutz gedacht. Diese Sicherungen gibt es NICHT vom Chinamann um die Ecke. Das sind Spezialausführungen und auch nicht billig (aber klein).
.. und dementsprechend zwei Antiseriell geschaltet.
Ja, natürlich zur Löschung des Lichtbogens (in beide Richtungen) macht ein doppelter DC-Schalter Sinn. Der Schaltplan dazu im Anfangstread ist allerdings falsch: Antiseriell kommt von "Anti"!
.. und dementsprechend zwei Antiseriell geschaltet.
Ja, natürlich zur Löschung des Lichtbogens (in beide Richtungen) macht
ein doppelter DC-Schalter Sinn. Der Schaltplan dazu im Anfangstread ist
allerdings falsch: Antiseriell kommt von "Anti"!
Der ist nicht falsch! Schau mal auf den Aufdruck auf den LSS. Links ist + oben und rechts ist -
und wie ist jetzt bei dieser antiseriellen Schaltung sichergestellt das
die für die Stromrichtung optimierte Sicherung zuerst auslöst?
Wenn der Strom zu groß wird, lösen beide Sicherungen mehr oder weniger zu gleich aus - die nicht optimierte mit Lichtbogen, die optimierte schaltet korrekt ab und der Lichtbogen erlöscht wegen der seriellen Verbindung danach ebenfalls. Bei Kurzschluss kein Problem. Bei Nenn-Auslösestrom, wenn die beiden Sicherungen nacheinander im Abstand von Sekunden...Minuten auslösen, dann gibt es tatsächlich ein Problem, es sei denn beide Sicherungen sind mechanisch verbunden - und das ist hier der Fall!
und wie ist jetzt bei dieser antiseriellen Schaltung sichergestellt das
die für die Stromrichtung optimierte Sicherung zuerst auslöst?
Wenn der Strom zu groß wird, lösen beide Sicherungen mehr oder weniger
zu gleich aus - die nicht optimierte mit Lichtbogen, die optimierte
schaltet korrekt ab und der Lichtbogen erlöscht wegen der seriellen
Verbindung danach ebenfalls. Bei Kurzschluss kein Problem. Bei
Nenn-Auslösestrom, wenn die beiden Sicherungen nacheinander im Abstand
von Sekunden...Minuten auslösen, dann gibt es tatsächlich ein Problem,
es sei denn beide Sicherungen sind mechanisch verbunden - und das ist
hier der Fall!
Die beiden LS sollen hier doch in Reihe geschaltet sein? Also hört der Strom durch den zweiten LS sofort auf wenn der erste ausgelöst hat. Und wenn der erste der ohne Löschkammer/falsche Richtung ist KANN es einen heftigen Funken geben.
Selbst bei magnetischer Schnellauslösung (Kurzschluß) wäre die Reihenfolge eher zufällig.
Und GENAU deshalb nimmt man für diese spezielle Anwendung eben Schmelzsicherungen. Denen ist die Stromrichtung völlig egal.
Zeig einen nh trenner der für beide Stromrichtungen im dc zum trennen durch öffnen geeignet ist oder deine Geschichte ist urban Legend. Du hast einfach keine Ahnung.
aus Interesse - was sind das denn für Sicherungen die gegenseitig
mechanisch verriegelt sind - aber umgekehrten Stromfluss haben?
Das sind die meisten 2poligen für DC, an der einen Seite kommt der Strom mit + und - an und auf der anderen Seite geht er so wieder raus, damit hast Du an der einen Seite ein Gerät was den Strom liefert und an der andern Seite den Verbraucher. Das ist auch ganz sinnvoll, damit Lieferant und Verbraucher nicht über Kreuz angeschlossen werden müssen. Das ist wie im ersten Beitrag geschrieben alles gut, solange der Stromfluss bekannt ist.
Zeig einen nh trenner der für beide Stromrichtungen im dc zum trennen
durch öffnen geeignet ist oder deine Geschichte ist urban Legend. Du
hast einfach keine Ahnung.
Witzig ;-)
Schon mal die Datenblätter von NH Sicherungen gelesen?
Das installieren wir seit gefühlten 100 Jahren und JA: Ich trenne die nach der Installation wenigstens einmal unter voller Last. Sonst kann ich dem Kunden die Anlage ja wohl kaum übergeben?
Lastschaltvermögen (160A) bis 440V DC gegeben, darüber Hinweis "nicht unter Last schalten" nötig.
Man sollte trotzdem zügig schalten :-)
Ein NH00-Einsatz macht bei 250V DC immer noch ein Kurzschlußausschaltvermögen von 25kA. Bei einem 16s-LiFePO-Akku mit 50V müsste die Kurzschlussbahn hierfür einen Widerstand von 50V/25kA=2mOhm haben -Einschließlich Akku.
Zeig einen nh trenner der für beide Stromrichtungen im dc zum trennen
durch öffnen geeignet ist oder deine Geschichte ist urban Legend. Du
hast einfach keine Ahnung.
hattest Du zu viel getrunken als Du das getippt hast?