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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik kuriose Atmel Strategie


Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Auszug aus dem Datenblatt eines ATMEGA 64:

• Operating Voltages
– 2.7 - 5.5V for ATmega64L
– 4.5 - 5.5V for ATmega64
• Speed Grades
– 0 - 8 MHz for ATmega64L
– 0 - 16 MHz for ATmega64

soweit so gut, aber wenn ich den internen BOD benutzen will, kann ich 
ihm entweder auf 2,7 oder auf 4 Volt setzen. Das heisst, der Bereich von 
4 bis 4,5 Volt ist nicht definiert. Da ich oft mit 16MHz arbeite 
(DMX-Datenverarbeitung), erscheint mir das ganze suspekt.

Hat einer von euch eine Lösung ohne externen Spannungsmonitor?

MW

Autor: Michael (Gast)
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Für 16MHz solltest Du schon min. 4,5V verwenden, sodaß BOD mit 4 V 
ausreicht. Oder Du stellst BOD auf 2,7 V und nimmst eine lange 
Einschwingzeit für den Quarz, die deutlich länger ist als der Anstieg 
der Versorgungsspannung.
Eine weitere Möglichkeit wäre der Watchdogtimer, der schon beim 
Einschalten aktiv ist (fuses).

Autor: Sonic (Gast)
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Die Brown-Out-Funktion ist nur bei den 'L'-Typen von Bedeutung, da der 
µC ohne 'L' <4.5V nicht mehr sicher läuft, falls überhaupt. Die Fuses 
können trotzdem gesetzt und gelöscht werden, die Funktion ist auch in 
Betrieb, nur sollte man niemals in den Bereich von 4V kommen, da das 
Programm sonst Mist machen könnte (internes SRAM). Um sämtlich Aus- und 
Eingänge <4V hochohmig zu schalten und den Prozessortakt zu stoppen ist 
die Funktion jedoch sinnvoll um weitere Schäden zu vermeiden, falls bis 
dahin noch nichts passiert ist.

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Eben das ist doch der Haken,

ich benutze keine L-Typen. Alle bekommen 5V Futter. Aber zwischen 4 und 
4,5 Volt ist ein undefinierter Bereich.

MW

Autor: Sonic (Gast)
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Überwach' das doch mit dem Analog-Comparator.

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Sehr gute Idee Sonic, werde beim nächsten Layout daran denken.

MW

Autor: TravelRec. (Gast)
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Probiere doch empirisch aus, wie weit herunter die Controller sicher 
laufen. Bei meinen 5V-Controllern nutze ich immer den 4V Brownout und 
hatte auch bei Batterie-Geräten noch nie Probleme. Solange Du nicht für 
die Industrie oder andere sicherheitsrelevante Applikationen baust...

Autor: Markus (Gast)
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Wenn man im Datenblatt bei den Stromverbrauchskurven schaut, dann findet 
man dort, dass 16MHz bei 4V ok sind.

Autor: Hauke Radtki (lafkaschar) Benutzerseite
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Man kann auch die nicht L typen bei weniger als 4,5V betreiben ... es 
ist nur nicht garantiert, dass sie dann noch laufen. Die L Typen sind 
einfach nur anders getestet, prinzipiell aber die gleichen Bauteile. 
Mein mega 8 hier läuft bis 2,3V problemlos (hab ich einfach mal aus 
spass getestet).

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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@ TravelRec.,
doch ich baue industrielle Steuerungen. Ich habe in der Richtung auch 
noch keine Aüsfälle gehabt (und wenn, hab ich es nicht bemerkt, da ein 
solches Phänomen nur in der Werkstatt nachvollziehbar wäre, evtl). beim 
Studium der Datenblätter bin ich darauf gestoßen.

Atmel hätte den internen Spannungsmonitor auch auf 4,5 Volt trimmen 
können.

Und so Aussagen, wie ...hat bei mir auch mit den und den Parametern 
funktioniert... gelten einfach nicht, da ja auch ein weiter 
Temperaturbereich abgedeckt werden muss. Was in der guten (Bastel)stube 
bei 25°C funktioniert, mus nicht zwangsläufig (Langzeit)stabil bei +85°C 
funktionieren.

Aber da keiner von euch jemals Probleme mit dem BOD hatte, werfe ich die 
Geschichte in die gleiche Tonne, wo die ganzen TBDs gelandet sind.

Dank an alle.

MW

Autor: guru (Gast)
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Mega162 16Mhz @3,3V läuft auch ohne Probleme

Autor: johnny.m (Gast)
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@guru:
Der ATMega162 ist ja auch von 2,7-5,5 V und bis 16 MHz spezifiziert!

Ich kann Michaels Problem gut nachvollziehen. Es geht ihm ja auch nicht 
primär um eine Ersatzlösung (da gibts natürlich ne ganze Reihe, von 
denen die mit Komparator sicher die einfachste wäre) sondern darum, dass 
die BOD bei bestimmten µCs ziemlich "idiotisch" implementiert ist. Und 
das ist eine Sache, die ich selber auch nicht nachvollziehen kann. Eine 
BOD soll in der Lage sein, einen Zustand, der lt. Spezifikationen gerade 
eben noch nicht kritisch ist, zu erkennen und entsprechende Aktionen 
einzuleiten. Im genannten Fall jedoch tut sie das nicht, da der Zustand, 
bei dem sie anspricht, bereits außerhalb der Spezifikationen liegt. Und 
nur das zählt! In den meisten Fällen kann man zwar sicher den genannten 
µC auch mit 4 V @ 16 MHz noch stabil betreiben, aber im Datenblatt steht 
als garantierter Funktionsbereich eben 4,5-5,5 V.

Autor: Michael Wilhelm (Gast)
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Vorher bei den AT90S... habe ich immer einen Spannungsmonitor von Dallas 
eingesetzt (DS1813-10). Ich hoffte mir, den sparen zu können.

MW

Autor: A.K. (Gast)
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Habt ihr schon mal nachgesehen, wie gross der Toleranzbereich des 
internen Referenzspannung ist? Irgenwoher müsste der Sollwert "4,5V" ja 
kommen. Rechnet den ARef-Bereich mal auf ~4,5V hoch und es wird rasch 
klar, dass euer Ziel schlichtweg nicht erreichbar ist.

Wenn ein AVR bei 4,5V zuverlässig funktionieren soll, dann muss der 
Brownout zuverlässig darunter liegen oder er ist sinnlos. Folglich liegt 
er im Regelfall ziemlich deutlich darunter und es bleibt zwangsläufig 
eine Lücke.

Autor: Stefan Wimmer (wswbln)
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...ich setze auch AVRs in industriellen Anwendungen ein. Um solchen 
Problemen aus dem Weg zu gehen, verwende ich IMMER einen externen 
Reset-Baustein (LM809 oder so'n Pfennigteil - gibt's in mehreren 
Spannungsabstufungen). Damit sind solche Probleme vergessen.

Ebenso ist selbst der billigste (und damit ungenaeste) LM4040 noch um 
Klassen genauer als die interne Referenz der AVRs. Wenn man messen und 
nicht nur schätzen will, ist es eine gute Designmassnahme, den im Layout 
mit vorzusehen.

Selbst bei meinem kleinen Proto-Board (µBrain88) habe ich die mit drauf.

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