Hallo zusammen, Unser Wasserkocher mit Temperaturregelung funktioniert nicht mehr richtig. Problem: sobald man den Wasserkocher auf die Grundplatte stellt, fängt das Gerät an zu heizen. Abschalten tut es von selbst erst verzögert Die Temperatur Einstellung (Wassertemperatur zwischen 50 und 100 °C) hat keine Auswirkungen auf die Endtemperatur beziehungsweise das Abschalten. Im Inneren, keine offensichtlichen Beschädigungen, keine aufgeblähten Kondensatoren, keine verbrannten Stellen. Im eingebauten Zustand habe ich gemessen (Multimeter): Dioden, die Widerstände und zum Teil die Kondensatoren, ohne hier ein offensichtlich defektes Bauteil zu finden. Relais im ausgebauten Zustand gemessen, okay Welche Bauteile Stehen noch im Verdacht? Netzspannung kommt beim Varistor über die beiden Kabel an.
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Krass, wie viel Elektronik da drin ist, bzw. dass da überhaupt Elektronik drin ist! Ich würde sowas nicht kaufen. Schnickschnack geht schnell kaputt. Diese bittere Erfahrung habe ich zu oft gemacht.
Hans W. schrieb: > Diese bittere Erfahrung habe ich zu oft gemacht. Ja, ich auch. Mein erster Wasserkocher mit mechanischem Thermostat und "Schnur" hat fast 40 Jahre gehalten, bis der Kunststoff des Gehäuses zerbröselte. Die heutigen Dinger schaffen es wesentlich schneller, kaputt zu gehen. Echt fortschrittlich, zumindest betriebswirtschaftlich gesehen.... Und sorry @TO, mit der Elektronik kann ich dir auch nicht helfen.
Der kleine, schwarze Würfel ist ein Relais für die Heizung? Würde sagen, das klebt. Die Verzögerte Abschaltung macht dann wahrscheinlich ein Schutzschalter bei Übertemperatur... Meine Idee dazu.
Achim K. schrieb: > Der kleine, schwarze Würfel ist ein Relais für die Heizung? Würde sagen, > das klebt. Max M. schrieb: > Relais im ausgebauten Zustand gemessen, okay
Verdammt. War so begeistert von meiner Idee, dass ich das nicht mehr lesen wollte :-D
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Ja das Relais hatte ich auch im Verdacht. Ausgelötet und gemessen: Spule 700ohm (ok) Schaltkontakt (NO) war O.L also auch ok. Ich versuche dieses noch unter Last zu messen (230V Steuerspannung) das würde zumindest erklären warum das Gerät immer Vollgas gibt. Die beiden Relaiskontakte gehen ans Anfang und Ende des Heizelements.
Achim K. schrieb: > Verdammt. War so begeistert von meiner Idee, dass ich das nicht > mehr > lesen wollte :-D Vielleicht ist das Relais aber nach dem Auslöten und vor Messung zu Boden gefallen, was eine Verklebung gelöst hat? Manchmal hilft Grossvaters Holzhammermethode in abgemildeter Form immer noch. Kleverer kann sich aber auch die Messung der Steuerspannung im Betrieb erweisen. Oder sich zu merken, welchen Kontaktwiderstand man im stromlosen, aber noch eingelöteten Zustand gemessen hatte. Wie man am besten vorgegangen wäre, weiss man leider erst am Ende.
Und der Fehler bleibt? Ntc / kontakte ok? Eigentlich dürfte der doch erst anfangen zu heizen wenn man auf Start drückt oder? Prüf Led parallel zur Spule? Klaus.
Max M. schrieb: > Ja das Relais hatte ich auch im Verdacht. > Ausgelötet und gemessen: > Spule 700ohm (ok) > Schaltkontakt (NO) war O.L also auch ok. > Ich versuche dieses noch unter Last zu messen (230V Steuerspannung) das > würde zumindest erklären warum das Gerät immer Vollgas gibt. > Die beiden Relaiskontakte gehen ans Anfang und Ende des Heizelements. Also das Relais schaltet unauffällig. Werde jetzt alles wieder montieren und schauen ob sich etwas geändert hat.
Klaus R. schrieb: > Und der Fehler bleibt? Ntc / kontakte ok? Eigentlich dürfte der doch > erst anfangen zu heizen wenn man auf Start drückt oder? Prüf Led > parallel zur Spule? > > Klaus. Ja eben, aber er heizt eben so lange wie er auf der Grundplatte steht. Welche LED meinst du?
Max M. schrieb: > Welche LED meinst du? Du sollst eine an die Release Spule mit einem Stück Kabel dran frickeln damit du siehst ob das Reli klebt oder ob es dauernd angesteuert wird. Schreibfehler sind der Spracheingabe an zu schulden. Klaus.
ES GEHT WIEDER!! Ich weiß zwar nicht genau warum und wieso aber Hauptsache es geht wieder. Danke für euren Beistand.
Max M. schrieb: > Ich weiß zwar nicht genau warum und wieso aber Hauptsache es geht > wieder. AEG Prinzip: Ausschalten, einschalten, geht... Ausbauen, einbauen, geht... Der Fehler wird wieder auftreten... Abgebrannte Relaiskontakte können immer wieder hängenbleiben...
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Der X2 des Kondensatornetzteils ist im Sterben begriffen. Das kommt wieder...
Ich trenne meine Geräte bei Nichtgebrauch, um Standby Verschleiß zu unterbinden und es scheint etwas Wahres daran zu sein. Ja, sicher, Ein-und Austecken/Einschalten kann manchmal zu Ausfällen führen. Mein mechanisch überwachter Wasserkocher ist auch schon 20J alt. Soweit es noch möglich ist, vermeide ich Elektronik in Haushaltsgeräten. Nicht, daß ich etwas gegen Elektronik prinzipiell hätte, ich traue wegen genereller Billigkeit der Konstruktionen dem Gerät nur keine lange Lebensdauer zu. Ersatzteile kriegt man nur unter gewissen Umständen und sind meist so teuer, dass es ohnehin eine hauswirtschaftliche Katastrophe ist. Abgesehen davon gibt es meist keine Serviceunterlagen mehr und Reparatur ist halt nicht gewünscht von den Herren der Ökonomie. Da ist einfach oft besser. Meine mechanisch gesteuerte Waschmaschine ohne irgendwelche Elektronik läuft schon über dreissig Jahre ohne irgendwelche Probleme. Mein Nachbar hatte schon nach vier Jahren eine nicht reparierbare WAMA. Ein LG Kühlschränk mit High Tech verursachten einem Bekannten teure Reparaturen. Mein Kühlschrank haltet Jahrzehnte ohne Murren. Allen gemeinsam ist das Fehlen elektronischer Steuerung. Das Problem mit elektronisch gesteuerten Haushaltsgeräten ist generell das Fehlen vernünftiger Reparatur Service Unterlagen und faire Preise und Erhältlichkeit der Ersatzteile. Aber da wird gewaltig Schindluder getrieben. Ich habe noch eine Keurig Kaffeemaschine, die ich aber aus Umweltschutz Gründen kaum noch verwende. Obwohl die innere Konstruktionsqualität nicht schlecht ist, lässt sich das Gehäuse ohne Bohren von Hilfslöchern zum Ausrasten unzugänglicher Haltenasen nicht vernünftig öffnen. Solche Maschinen haben Elektroventile, Pumpen, Teile die in China hergestellt werden und spottbillig sind. Trotzdem ist der typische Eigentümer meist dazu gezwungen das Teil zu entsorgen, weil niemand es ihm reparieren kann oder will. Auch wenn nur ein 5€ Teil schadhaft ist. So sieht unsere moderne Wohlstandswelt aus. Und man regt sich auf wegen Wohlstandsmüll. Man sollte sich an die Nase greifen und darüber nachdenken, ob man nicht doch wieder Reparatur allgemein möglich und zugänglichen machen sollte. Aber hier ist das Problem: die Geräte kosten relativ wenig, aber Arbeitskosten und Bestandteile-Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Neupreis. Der Kunde kauft dann regelmässig Ersatz und am Ende gibt er trotzdem mehr aus, als vielleicht faire Reparaturmöglichkeiten kosten würden. Und der Müllberg wächst weiter und wertvolle Rohstoffe müssen unter großen Kosten und Umweltverschmutzung und Energieverbrauch wieder verwendbar gemacht werden. Vielleicht wären höhere Anschaffungskosten mit Reparaturmöglichkeiten doch eine bessere Alternative. Aber ohne Wille kein Weg. Es sind große Fortschritte gemacht worden es gibt mittlerweile LED Beleuchtung mit sehr hoher Farbwiedergabetreue (CRI) und niedrigen Energieverbrauch. Induktionsherde erlauben effizientes Kochen. Aber gerade hier, wären vernünftige Reperaturmöglichkeiten wichtig, weil die Technik dort doch ziemlich stressig läuft. WAMAs mit ihren zahlreichen Sensoren und Aktuatoren neigen zu sporadischen Ausfällen, weil die SW allen Teilen auf die Finger schaut. Wegen der hohen Systemkomplexität ist die Fehleranfälligkeit wesentlich höher als bei früherer Technik. Natürlich sind heutige WAMAs (solange sie funktionieren) eindrucksvoll mit ihrer dynamischen Auswuchtung. Aber bessere und bezahlbare Reparaturmöglichkeiten sind dann bei moderner Technologie Voraussetzung. Es wird Zeit eine bessere Balance zwischen Herstellerkette und dem Kunden zu schaffen. Wenn die Menschheit wirklich ihren Planeten behüten will, muss auch etwas gemacht werden. Reines Profitdenken und Gier ist folglich einfach nicht mehr länger cool. Aber auf dem Gebiet sind Fortschritte sehr dünn gesäht.
Das rot markierte Teil ist ein X2 Kondensator. Den würde ich mal auslöten und die Kapazität messen. Drr hat vermutlich nur noch 2/3 oder weniger seines aufgestempelten Nennwertes.
René H. schrieb: > Wieder was gelernt. Ungewohnte Bauform. Blödsinn, so sehen Folienkondensatoren seit Jahrzehnten aus. Die Farbe ist variabel, ich habe X2 auch in grau oder blau.
Manfred P. schrieb: > ich habe X2 auch in grau oder blau. Und ich auch schwarz (Panasonic) oder rot (Wima). Dann gab es noch die berüchtigten von RIFA in silber. Thorsten S. schrieb: > Das rot markierte Teil ist ein X2 Kondensator. Den würde ich mal > auslöten und die Kapazität messen. Und dann ggf. durch ein Fabrikat mit mind. 275V(AC) Nennspannung ersetzen, vorzugsweise von einem renommierten Hersteller und bei vertrauenswürdigem Händler kaufen (nicht bei Ali o.ä.).
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Ist dieser Kondensator am Netz nicht nur ein Entstörkondensator? Würde sich ein Defekt so bemerkbar machen?
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Max M. schrieb: > Ist dieser Kondensator am Netz nicht nur ein Entstörkondensator? Nein. > Würde sich ein Defekt so bemerkbar machen? Durchaus.
KÖNNTE sein weil da noch ein 8-Beiner zu sehen ist und eine Induktivität in seiner Nähe => Schaltnetzteil. Andererseits ist der X2 in Reihe mit einer Diode D2 was auf ein Kondensatornetzteil hinweist. Genaueres kann ich auf den Bildern icht sehen... Ich hatte auch schon Geräte mit zwei Netzteilen, eins für 24Volt (Relais) und eins für 5 Volt (Mikro). Warum nicht auch gemischt, ein C und ein SMPS? Kannst du den 8-Beiner mal in groß fotografieren damit man die Beschriftung lesen kann?
Thomas R. schrieb: > Kannst du den 8-Beiner mal in groß fotografieren damit man die > Beschriftung lesen kann? Auf diesem steht OB2223
Max M. schrieb: > Thomas R. schrieb: > >> Kannst du den 8-Beiner mal in groß fotografieren damit man die >> Beschriftung lesen kann? > > Auf diesem steht > > OB2223 Dann ist der Kondensator wohl doch nur zur Funkentstörung. Läuft der OB2223 denn?
Beitrag #8027874 wurde vom Autor gelöscht.
H. H. schrieb: > Max M. schrieb: >> Thomas R. schrieb: >> >>> Kannst du den 8-Beiner mal in groß fotografieren damit man die >>> Beschriftung lesen kann? >> >> Auf diesem steht >> >> OB2223 > > Dann ist der Kondensator wohl doch nur zur Funkentstörung. > > Läuft der OB2223 denn? Er sieht äußerlich zumindest nicht mitgenommen aus. Messen wird schwer, zumindest im Gerät, da ist alles zu eng und kurz. Ich habe ein neues Relais besorgt und hoffe dass damit wirklich das Problem gelöst ist.
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Max M. schrieb: > Ich habe ein neues Relais besorgt und hoffe dass damit wirklich das > Problem gelöst ist. Was ist denn die Spulenspannung? 24Volt? Und was ist an den ganzen Steckverbindern noch so dran? Temperaturfühler? Schalter/Taster? Das Poti für die Temperatureinstellung? Oder ist das die Digitalversion mit der Anzeige/Tasten oben am Griff? Bei den Dingern mit dem seitlichen Poti springt gern der Mitnehmer zwischen Knopf und Poti raus. In der Folge ist die Temperatureinstellung eingefroren (meist auf MAX) und das Ding heizt deshalb sofort los. Auseinandernehmen und Zusammenbauen kann das schon behoben haben.
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Thomas R. schrieb: > Max M. schrieb: > Was ist denn die Spulenspannung? 24Volt? 12 Volt. > Und was ist a den ganzen Steckverbindern noch so dran? Blaue led , Display , Temp.Sensor , Tasten für Temperaturwahl. > Temperaturfühler? Schalter/Taster? Das Poti für die > Temperatureinstellung? Oder ist das die Digitalversion mit der > Anzeige/Tasten oben am Griff? Digital.
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Update für die Community: Nach Auswechseln des Relais läuft alles wieder wie gehabt. Danke für Euren Support! Frohe Ostern
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