Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Unerklärliches Verhalten von Spannungsfolger/Impedanzwandler (LM324)


von Paredros (paredros)


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Hallo zusammen,

ich möchte mit Hilfe eines LM324 einen Impedanzwandler bauen, damit ich 
mit einem Atmega328 Widerstandwerte in der Größenordnung 10MΩ 
zuverlässig messen kann.

Ich habe mir daher zunächst den folgenden einfachen Test aufgebaut:
1
  +5V        __________
2
   |        |          | 
3
   |        |  |\      |
4
  | |       |  | \     |
5
  | |       ---|  \    |
6
  | |        - |   \___|___ U out
7
  | |          |   /
8
  | |<---------|  /
9
  | | Uin    + | /
10
  | |          |/
11
   |   
12
 GND          LM324
13
14
 10MΩ

Mit Hilfe eines Potis simuliere ich die späteren Messwerte.

Ich habe nun mit zwei DMM sowohl die Eingangsspannung als auch die 
Ausgangsspannung gemessen.  Leider funktioniert das Ganze nicht, wie ich 
es aus der Theorie erwartet hätte.  Ich habe immer ein Delta, zwischen 
der Eingangs- und Ausgangsspannung.
Ein paar Messwerte aus meinen Versuchen:
1
  Vin    Vout
2
  0,57V  0,62V
3
  1,55V  1,79V
4
  2,15V  2,51V
5
  2,48V  2,89V
6
  4,17V  4,48V
Die Schaltung ist auf einem Stück Lochstreifenplatine aufgebaut, der 
invertierende Eingang direkt Pin:Pin verlötet. Das Poti ist auch nur 2cm 
entfernt. Vcc und GND sind verlötet, der Mittelabgriff kann mit einem 
kurzen Kabel auf einen Pin direkt am + Eingang gesteckt werden bzw. 
entfernt werden, um die Situation des fehlenden Eingangssignals zu 
simulieren.

Beide Spannungen sind sehr stabil, keine Schwankungen am DMM zu sehen. 
Jedochr ist die Differenz zwischen Ein- und Ausgang für mich 
unbrauchbar.

Weiterhin habe ich das Problem, daß bei offenem positivem Eingang, die 
Ausgangsspannung innerhalb von ca. 1 Minute von 0 auf 5V steigt.
Ich muss jedoch später auch den Fall erkennen können, dass kein 
Eingangswert vorliegt.

Kann mir jemand hier Tips geben, was ich noch verbessern kann, damit 
einerseits die Ausgangsspannung wirklich der Eingangsspannung 
entspricht, andererseits ich die Situation erkennen kann, daß kein 
Meßsignal anliegt.

: Verschoben durch Moderator
von Hans W. (hanswieland)


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Geht es um einen MCP6602 oder LM324?

von Paredros (paredros)


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Hans W. schrieb:
> Geht es um einen MCP6602 oder LM324?

Überschrift geändert, hatte zunächst vor einen MCP zu nehmen, das in 
meinen Notizen auch vermerkt, fand aber keinen und habe es mit dem LM324 
aufgebaut.

Habe dann leider für die Überschrift meinen falschen Notizen vertraut. 
Sorry!

von Jörg R. (solar77)


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Überlege dir mal inwieweit dein Messgerät mit 10M Eingangswiderstand den 
hochohmigen Spannungsteiler belastet.

von Wastl (hartundweichware)


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Paredros schrieb:
> Kann mir jemand hier Tips geben, was ich noch verbessern kann

Erst mal testhalber verifizieren um wieviel sich die Ausgangs-
spannung ändert wenn du das Multimeter am Eingang abklemmst.

von Hans W. (hanswieland)


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Paredros schrieb:
> Ich muss jedoch später auch den Fall erkennen können, dass kein
> Eingangswert vorliegt.

Geht nicht, der Operationsverstärker kann nicht "nichts" verstärken.

> habe es mit dem LM324 aufgebaut.

Dieses IC funktioniert sowohl am Eingang als auch am Ausgang nur mit 
maxinal 1,5V weniger als die Versorgungsspannung V+. Außerdem tun sich 
alle Operationsverstärker schwer damit, Ausgangsspannungen nahe an V- 
auszugeben. Wenn man das wirklich braucht, betreibt man sie mit einer 
negativen Versorgungsspannung (deswegen heisst der Pin V-).

Dazu kommt, daß er keine hochohmigen Mosfet Eingänge hat. Der 
Eingangsstrom belastet deine hochohmige Quelle.

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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Miss Deine Spannungen mal nicht gegen Masse, sondern gegen +5V.

Gruß
Jobst

von Bruno V. (bruno_v)


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Zwischen Out und -In gehören 4-5M

von Robert W. (paulplan)


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These 1:
Wenn aber sowohl das DMM als auch der OP-Eingang die Quelle belasten, 
dann wird das Eingangs-DMM ja trotzdem den aktuellen Wert anzeigen. Der 
mag niedriger als berechnet sein, aber von einer Berechnung ist ja nicht 
die Rede

Und bei V=1 am Ausgang trotzdem die gleiche Spannung anliegen.

These 2:
Im Rail to Rail-Problem würde ich erwarten, dass im unteren und oberen 
Bereich die Ausgangsspannung kleiner ist als die Eingangsspannung und im 
mittleren Bereich übereinstimmt.
Auch das ist nicht der Fall. Die Ausgangsspannung ist stets größer als 
die Eingangsspannung.
(Was bei UE=4.17V schon eine Leistung ist, wenn der OP dann auf UA=4.48V 
hochkommt)

Ich denke, beide Ansätze sind nicht die Fehlerursache

von Jörg R. (solar77)


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Bruno V. schrieb:
> Zwischen Out und -In gehören 4-5M

Aber nicht bei einem Impedanzwandler.

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Paredros schrieb:
> Widerstandwerte in der Größenordnung 10MΩ
> zuverlässig

Hallo,

dafür würde ich sofort an einen OPV mit FET-Eingängen denken oder noch 
besser einen CMOS-OPV. Zudem sollte seine Betriebsspannung hoch genug 
sein. Tatsächlich lassen sich mit ihm noch bei 5 V Sinusgeneratoren 
aufbauen.

Der LM324 ist dafür denkbar ungeeignet.

Die Mesungen zeigen allerdings eine deutlich größere Abweichung als nur 
die Eingangs-Offsetspannung des LM324.

Da ein Potentiometer unbekannten Wertes am Eingang hängt, wird es wohl 
zwischen Werten von 5 kOhm und 1MOhm sein. Was fehlt, ist eben in der 
Rückkopplung ein ebensolcher Widerstandwert, der dem Eingangswiderstand 
entspricht.

Von einem Abblockkondensator war auch keine Rede, vielleicht braucht man 
den heute nicht mehr und nur altmodische Leute wollen den noch haben.

https://www.elektronik-kompendium.de/news/operationsverstaerker-elektronik-minikurse/

mfg

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Paredros schrieb:
> dass kein
> Eingangswert vorliegt.

Bedeutet unendlich hochohmig. Nicht mit LM324 bloss, weil der so billig 
und älter als 40 Jahre ist. Tut in unserer Heizung gute Dienste.

mfg

von Jörg R. (solar77)


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Christian S. schrieb:
> Paredros schrieb:
>> Widerstandwerte in der Größenordnung 10MΩ
>> zuverlässig
> (..)
> Der LM324 ist dafür denkbar ungeeignet.

Unabhängig davon sollten bei einem Mehrfach-OP, der 324 hat 4 Stück in 
einem Gehäuse, die unbenutzten nicht unbeschaltet bleiben.

von Paredros (paredros)


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Christian S. schrieb:
> Da ein Potentiometer unbekannten Wertes am Eingang hängt, wird es wohl
> zwischen Werten von 5 kOhm und 1MOhm sein. Was fehlt, ist eben in der
> Rückkopplung ein ebensolcher Widerstandwert, der dem Eingangswiderstand
> entspricht.

Wie im Schaltplan zu erkennen, hat das Poti 10M, um eben die zu 
erwartende Situation nachzustellen.

Ok, der LM324 mag da nicht geeignet sein. Welchen Op-Amp kann ich für 
einen solchen Zweck einsetzen?

von Jörg R. (solar77)


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@TO
Nur um dir die Problematik mit dem hochohmigen Spannungsteiler 
aufzuzeigen..stelle das Poti mal auf 50% ein, also 5M. Miss dann ohne 
den Chip die Spannung am Schleifer, die sollte rein theoretisch exakt 
Vcc/2 betragen. Das wird bei dir nicht der Fall sein.

von Paredros (paredros)


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Jörg R. schrieb:
> Christian S. schrieb:
>> Paredros schrieb:
>>> Widerstandwerte in der Größenordnung 10MΩ
>>> zuverlässig
>> (..)
>> Der LM324 ist dafür denkbar ungeeignet.
>
> Unabhängig davon sollten bei einem Mehrfach-OP, der 324 hat 4 Stück in
> einem Gehäuse, die unbenutzten nicht unbeschaltet bleiben.

Und wie soll ich die beschalten?  Alle drei Pins auf Masse?

von Robert W. (paulplan)


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Christian S. schrieb:

> Da ein Potentiometer unbekannten Wertes am Eingang hängt, wird es wohl
> zwischen Werten von 5 kOhm und 1MOhm sein. Was fehlt, ist eben in der
> Rückkopplung ein ebensolcher Widerstandwert, der dem Eingangswiderstand
> entspricht.

Nein, das kann der LM324 schon. Da brauchts keine Widerstände. Ist ja 
sogar im Datenblatt eine Beispiel-Application: "Unity-Gain-Amplifier".

von Robert W. (paulplan)


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Jörg R. schrieb:

> Nur um dir die Problematik mit dem hochohmigen Spannungsteiler
> aufzuzeigen..stelle das Poti mal auf 50% ein, also 5M. Miss dann ohne
> den Chip die Spannung am Schleifer, die sollte rein theoretisch exakt
> Vcc/2 betragen. Das wird bei dir nicht der Fall sein.

Da hast du sicher Recht. Aber das ist ja nicht die Frage.
Der TO misst gleichzeitig Ein- und Ausgangsspannung.
Und egal, wie sich die Eingangsspannung durch das DMM verändert, die 
Ausgangsspannung sollte die gleiche sein.

Und erst recht nicht höher

von Hans W. (hanswieland)


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Paredros schrieb:
> Welchen Op-Amp kann ich für einen solchen Zweck einsetzen?

Es gibt keine idealen Operationsverstärker. Schau dir den MCP6002 an, 
der ist nahe dran.

von Stephan S. (uxdx)


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Paredros schrieb:
> Und wie soll ich die beschalten?  Alle drei Pins auf Masse?

V- mit Out verbinden, V+ an Vdd oder GND

von Jörg R. (solar77)


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Robert W. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>
>> Nur um dir die Problematik mit dem hochohmigen Spannungsteiler
>> aufzuzeigen..stelle das Poti mal auf 50% ein, also 5M. Miss dann ohne
>> den Chip die Spannung am Schleifer, die sollte rein theoretisch exakt
>> Vcc/2 betragen. Das wird bei dir nicht der Fall sein.
>
> Da hast du sicher Recht. Aber das ist ja nicht die Frage.
> Der TO misst gleichzeitig Ein- und Ausgangsspannung.
> Und egal, wie sich die Eingangsspannung durch das DMM verändert, die
> Ausgangsspannung sollte die gleiche sein.

Ups..das stimmt natürlich. Das er gleichzeitig mit 2 DMM misst habe ich 
überlesen.

von Jens G. (jensig)


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Jörg R. schrieb:
> Unabhängig davon sollten bei einem Mehrfach-OP, der 324 hat 4 Stück in
> einem Gehäuse, die unbenutzten nicht unbeschaltet bleiben.

Der TO könnte ja einen der anderen OPV mal testen.

Jörg R. schrieb:
> Nur um dir die Problematik mit dem hochohmigen Spannungsteiler
> aufzuzeigen..stelle das Poti mal auf 50% ein, also 5M. Miss dann ohne
> den Chip die Spannung am Schleifer, die sollte rein theoretisch exakt
> Vcc/2 betragen. Das wird bei dir nicht der Fall sein.

Logisch. Die wird deutlich unter U/2 liegen ...


Ansonsten isses egal, ob der OPV oder ein Meßgerät den Spannungsteiler 
belastet, oder in der Rückkopplung ein R eingeschleift ist, oder was für 
ein OPV-Basistyp das ist - der OPV muss (abgesehen von der geringen 
Offsetspannung) in der gezeigten Schaltung an allen drei Pins die 
gleiche Spannung anzeigen.

@TO:
Sicherstellen, dass die Betriebsspannungen abgeblockt sind - vergessen 
die meisten immer gerne ...
Mal die anderen drei OPV testen
Wo ist der OPV überhaupt her?

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Paredros schrieb:
> Wie im Schaltplan zu erkennen, hat das Poti 10M, um eben die zu
> erwartende Situation nachzustellen.

Gut, OK.

mfg

von Re (r42)


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Robert W. schrieb:
> Da brauchts keine Widerstände. Ist ja
> sogar im Datenblatt eine Beispiel-Application: "Unity-Gain-Amplifier".

Es geht dabei nicht um unity-gain-Stabilität, sondern um die um die 
Kompensation des (Common-Mode) Input-Bias-Current.

Der ist beim LM324 je nach Hersteller mit 20-50nA spezifiziert. Gibt 
dann bei 5M-Ohm einen Spannungsfehler von 100-250mV. Bei 10M dann das 
doppelte.



(re)

: Bearbeitet durch User
von Stephan (stephan_h623)


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Der LM324 ist dafür ungeeignet.
Deine Messung mit dem DMM ist ungeeignet.

Bei Mittelstellung deines Potis:
- Innenwiderstand der Quelle: 2.5MOhm
- Input-Bias LM324: Größenordnung 30-100nA, können je nach Hersteller 
und Streuung auch > 200nA sein, aber ich nehme mal 50nA an
- Veränderung der Eingangsspannung durch den Bias-Strom: 75mV (es sind 
unbelastet 2.5V, aber durch den Bias-Strom wird die auf 2.575V geschoben 
und es könnten auch 3V sein bei nem schlechten Exemplar oder 
schlechterem Modell)
- Veränderung der Eingangsspannung durch das DMM: üblicherweise 10MOhm 
Innenwiderstand des DMM, macht gemessene 2.0V statt der realen 2.5V

Du brauchst einen OpAmp mit Bias-Strom unter 1nA. Bei den historischen 
Bauteilen z.B. ein TL07x.

Wenn du die hochohmige Eingangsspannung misst, dann musst du den 
Eingangswiderstand des DMM auch rechnerisch kompensieren. Oder du 
"schätzt" die Eingangsspannung nur mit dem DMM und misst die Differenz 
zwischen Eingang und Ausgang des OpAmp. Da sollte die Spannungsdifferenz 
nur sehr gering sein und der Innenwiderstand des DMM kaum relevant.

Für die endgültige Schaltung wirst vermutlich 1MOhm nach +5V machen und 
den Prüfling dann nach Masse. Dann hättest ohne Prüfling +5V und mit 
Prüfling < 10MOhm maximal 4.545V. Darüber kannst Erkennen, ob ein 
Prüfling anliegt.

von Hans W. (hanswieland)


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Stephan schrieb:
> Bei den historischen Bauteilen z.B. ein TL07x.

Aber der taugt nicht mit einfacher 5V Versorgung. Eher +/- 9V.

von Paredros (paredros)


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Schon mal Danke für die vielen Hinweise.  Werde nun nochmal suchen, in 
irgendeinem Kistchen müsste ein MCP6601/02 sein.

Nun ein paar weitere Tests gemacht:

- Das Poti ist ein Ausfall, mit 10M beschriftet, hat es nur 6,9M. Das 
erklärte, warum ich in Mittelmessung zunächst nur 3,5M gemessen habe. 
Habe jetzt eines verwendet, das wirklich 10M hat. Extern in 
Mittelstellung gemessen: 5,1M. Eingebaut und Spannung gemessen: 2,1V. Da 
haut das DMM tatsächlich ordentlich rein! Das bedeutet im Umkehrschluss, 
dass ich mir auch tatsächlich einen Impedanzwandler für 
Spannungsmessungen an hochohmigen Widerständen für meine DMM bauen muss.

Wenn ich die Messung der Eingangsspannung abklemme, springt die 
Ausgangsspannung gleich etwas in die Höhe. 10%-20%.

Das erklärt mir aber immer noch nicht, warum ich die Differenz sehe, 
wenn zwei Geräte zeitgleich messen.  Der vom Eingangsgerät verursachte 
Einbruch, sollte ja auch 1:1 auf den Ausgang gehen.


Aber nichts desto trotz:  Kann mir jemand einen aktuellen Op-Amp 
empfehlen, den ich für diesen Zweck verwenden kann?

Und die zweite Frage:  Warum steigt die Ausgangsspannung, wenn am 
positiven Eingang keine Spannung anliegt.  Dies entspricht ja eigentlich 
einem extrem hochohmigen Widerstand, also müssten da 0V anliegen.  Wie 
kann man dieses Verhalten verhindern, bzw. verhält sich da ein 
modernerer, geeigneter OpAmp besser?

von Stephan S. (uxdx)


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Der TLC272 hat eine Eingangs-Impedanz von typisch >10^12 Ω und kann 
Rail-2-Rail

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Paredros schrieb:
> Warum steigt die Ausgangsspannung, wenn am
> positiven Eingang keine Spannung anliegt.

Weil der LM324 PNP-Darlington-Eingänge besitzt, die ihn tauglich machen 
sollen für Eingangssignale bis auf 0V herab, gemeint ist die untere 
Grenze seiner Spannungsversorgung.

mfg

von Hans W. (hanswieland)


Angehängte Dateien:

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Paredros schrieb:
> Aber nichts desto trotz:  Kann mir jemand einen aktuellen Op-Amp
> empfehlen, den ich für diesen Zweck verwenden kann?

Hatte ich bereits: MCP6002

> Und die zweite Frage:  Warum steigt die Ausgangsspannung, wenn am
> positiven Eingang keine Spannung anliegt.

Weil du den Eingang nicht auf GND herunter ziehst. Der Ruhepegel ohne 
Stromfluss ist hoch.

von Michael B. (laberkopp)


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Paredros schrieb:
> Kann mir jemand hier Tips geben, w

Also mit einem MCP6002 hätte es nahezu funktioniert, mit dem LM324 geht 
das nicht. Erstens belastet er den 10MegOhm Spannungsteiler zu sehr, 
zudem kann er über 3.5V nicht mehr messen und unter 0.7V nicht mehr 
liefern, genau so wie er über 3.5V Schwierigkeiten hat.
Er ist halt kein Rail-To-Rail (Eingang sowie Ausgang) OpAmp und nicht in 
CMOS gebaut wie der MCP6002 (einen MCP6602 gibt es nicht).

Die gemessene Eingangsspannung weicht daher von der gemessenen 
Ausgangsspannung ab, weil dein Messgerät vermutlich mit 10MegOhm den 
Spannungsteiler belastet. Würdest du mit einem zweiten Messgerät 
simultan den Ausgang messen, werden die Messergebnisse besser 
übereinstimmen.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Paredros schrieb:
> Ich habe nun mit zwei DMM
Messen die beiden die gleiche Spannung gleich, wenn sie beide parallel 
geschaltet sind?

Paredros schrieb:
> Weiterhin habe ich das Problem, daß bei offenem positivem Eingang, die
> Ausgangsspannung innerhalb von ca. 1 Minute von 0 auf 5V steigt.
Leckstrom. Merke: man darf CMOS-Eingänge niemals offen lassen. Weder in 
der Digitaltechnik noch in der Analogtechnik.

von Dieter W. (dds5)


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Michael B. schrieb:
> Die gemessene Eingangsspannung weicht daher von der gemessenen
> Ausgangsspannung ab, weil dein Messgerät vermutlich mit 10MegOhm den
> Spannungsteiler belastet. Würdest du mit einem zweiten Messgerät
> simultan den Ausgang messen, werden die Messergebnisse besser
> übereinstimmen.

Paredros schrieb:
> Ich habe nun mit zwei DMM sowohl die Eingangsspannung als auch die
> Ausgangsspannung gemessen.

Das klingt stark nach gleichzeitiger Messung beider Spannungen.
Der Einwand mit der Belastung wäre dann gegenstandslos.

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