Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Stelltrafo reo Anschluss


von T.M .. (max)


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Hallo,
ich habe diesen Stelltrafo erhalten. Kann mir jemand erklären wie die 
Anschlüsse zu lesen sind. Warum sind dort 5 Klemmen?
Danke

von Rainer W. (rawi)


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T.M .. schrieb:
> Warum sind dort 5 Klemmen?

Weil jede Wicklung zwei Enden hat und es zusätzlich noch den 
verstellbaren Abgriff gibt.

von T.M .. (max)


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Warum jede Wicklung? Ist das kein Spartrafo mit einer Wicklung primär 
und einem Abgriff?

von Marcel V. (mavin)


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T.M .. schrieb:
> Warum jede Wicklung?

3 Wicklungen haben rechnerisch betrachtet 4 Anschlüsse plus den 
Schleifkontakt!

T.M .. schrieb:
> Ist das kein Spartrafo?

Doch, es ist ein einstellbarer Spartransformator! An den beiden roten 
Eingangsanschlüssen werden die 230 Volt eingespeist und an den beiden 
gelben Ausgangsanschlüssen kannst du eine stufenlose Spannung zwischen 0 
Volt und 245 Volt abgreifen.

von T.M .. (max)


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> Weil jede Wicklung zwei Enden hat und es zusätzlich noch den
> verstellbaren Abgriff gibt.

Das würde bedeuten 2 Wicklungen a 2 Enden plus abgriff



> 3 Wicklungen haben rechnerisch betrachtet 4 Anschlüsse plus den
> Schleifkontakt!

Mh jetzt bin ich verwirrt.

von Marcel V. (mavin)


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T.M .. schrieb:
> Mh jetzt bin ich verwirrt.

Wenn du in ein Werkstück 3 Bohrungen reinbohrst, dann hast du doch auch 
insgesamt 4 Abstände!

von T.M .. (max)


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Ja das schon, aber ich stehe gerade sehr auf dem Schlauch was den Trafo 
betrifft. Meinst du könntest ein kurzes ersatzschaltbild aufmalen wie du 
das mit dem Trafo meinst?  Das wäre toll. Danke

von Rainer W. (rawi)


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T.M .. schrieb:
> Warum jede Wicklung? Ist das kein Spartrafo mit einer Wicklung primär
> und einem Abgriff?

Warum nimmst du nicht ein Widerstandsmessgerät und misst die Widerstände 
zwischen den Anschlüssen bei verschiedenen Einstellungen des Abgriffs?

von T.M .. (max)


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Weil ich es gerade nur ausgepackt habe und gerade nicht in die Werkstatt 
kann, mich aber über den abgedruckten Plan wundere

von Rainer W. (rawi)


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T.M .. schrieb:
> Weil ich es gerade nur ausgepackt habe und gerade nicht in die Werkstatt
> kann, mich aber über den abgedruckten Plan wundere

Dann warte doch solange, bis du an dein Widerstandsmessgerät ran kommst. 
Die Messung kannst du auch dem Schreibtisch machen.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Mit der Typbezeichnung RRTW findet sich eine Firma in Berlin REO:

https://www.electrical.com/Products/Transformers-Reo-Inductive/RRTW-M3
https://reo.de/produkte/transformatoren/

Einen Katalog finde ich nur in italienisch:
https://reoitalia.com/wp-content/uploads/2023/02/Catalogo_Sistemi-per-prove-elettriche-di-potenza_IT.pdf
auf S.12 von 56 steht auch RRTW

https://reoitalia.com/wp-content/uploads/2022/12/Variable-ratio-transformers.pdf
auch RRTW

Die USA-Reo haben einen ausführlicheren Katalog
https://reo-usa.com/wp-content/uploads/2023/04/REO_Classics.pdf
Auf Seite 4 ist der RRTW mit Schaltzeichen abgebildet.

: Bearbeitet durch User
von T.M .. (max)


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Hallo christoph
Danke, du hast recht da steht was, aber leider nur 4 Anschlüsse

: Bearbeitet durch User
von Johannes F. (jofe)


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T.M .. schrieb:
> Ja das schon, aber ich stehe gerade sehr auf dem Schlauch was den Trafo
> betrifft. Meinst du könntest ein kurzes ersatzschaltbild aufmalen wie du
> das mit dem Trafo meinst?  Das wäre toll. Danke

Das Schaltbild steht doch schon auf dem Aufkleber im Foto. Wo genau ist 
denn das Problem?

Es handelt sich für meine Begriffe um eine(!) Wicklung (zwischen 1.1 und 
1.2) mit zwei Anzapfungen (1.3 und 1.4) und dem verstellbaren Abgriff 
2.1.

Ich lese die Daten so, dass man 230 V Netzspannung zwischen den 
Anzapfungen 1.3 und 1.4 anlegt, dann sollte sich zwischen dem Abgriff 
und einem der Wicklungsenden (1.1 oder 1.2) die Ausgangsspannung 0..260 
V bewegen.

von Johannes F. (jofe)


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Marcel V. schrieb:
> 20260321_121338.jpg

Oder eben so, wenn man nur bis zu (circa) 245 V braucht (je nach 
Abweichung der Netzspannung innerhalb der erlaubten +/-10 %).

von Achim H. (anymouse)


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Mir reicht für eine erste Einschätzung das Bild des Typenschilds im 
ersten Beitrag, und vor allem die schematische Darstellung im oberen 
Teil; allerdings würde ich mich nicht blind darauf verlassen, dass die 
Reihenfolge der Klemmen auch mit der Reihenfolge der Anzapfungen im Bild 
übereinstimmt.

Wenn ich das richtig verstehe, ist dies EINE Wicklung mit VIER festen
Anzapfungen und EINER variablen Anzapfung. Eine Anzapfung trennt doch 
keine Wicklung.

Mit Anschluss an den äußeren beiden Anzapfungen kann dann eine Spannung 
abgegriffen werden, die über den Eingangsspannungsbereich hinausreicht 
(bzw. sogar etwas gegenphasig dazu liegt).

Vorgesehen ist vermutlich ein Anschluss über 1.1 und 1.2 (V_aus,max = 
V_ein) oder 1.4 (V_aus,max > V_ein) -- oder alternativ über 1.2 und 1.3 
(je nach gewünschter Drehrichtung des Trafos).

von T.M .. (max)



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Hallo,
so ich habe das jetzt mal mit dem DE-5000 gemessen wie im Anhang. Werte 
in Ohm

Ich hätte es auch so gesehen, dass der Trafo nur eine Wicklung hat die 
an  1.3 und 1.4 beginnt und endet jeweils 1.1 und 1.2 Anzapfungen sind 
jeweils nicht weit von den Enden entfernt.
1.1 und 1.2 sind dann für den 1:1 Betrieb

Habe mein Bild mal claude gezeigt und die Antwort ebenfalls im 
Anhang...hat es ein bisschen verdreht.

Habe es jetzt mal ans Netz genommen und so kommt am Eingang und Ausgang 
max die Eingangsspannung und das reicht mir:
1
Netz 230V:
2
  L (Phase) ──→ Klemme 1.1
3
  N (Null)  ──→ Klemme 1.2
4
5
Ausgang variabel 0–230V:
6
  (+) ──→ Klemme 2.1  (Schleifer)
7
  (–) ──→ Klemme 1.2  (= N)

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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T.M .. schrieb:
> claude

das ist alles nur geclaude

https://de.wikipedia.org/wiki/Claude_(Sprachmodell)
ein neues Buzzword nach ChatGPT?

von T.M .. (max)


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Warum buzzword? Wie meinst du das?

von Rainer W. (rawi)


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T.M .. schrieb:
> so ich habe das jetzt mal mit dem DE-5000 gemessen wie im Anhang.

Was hast du da gemessen?
Die Werte in Screenshot_2026-03-21_173913.png suggerieren:
1
20 Ω + 340 Ω + 20 Ω = 600 Ω
2
20 Ω + 460 Ω = 600 Ω

Nach dem DC-Widerstand sieht das nicht aus.

von Marcel V. (mavin)


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Rainer W. schrieb:
> Nach dem DC-Widerstand sieht das nicht aus.

Das kommt schon rein rechnerisch nicht hin. 600 Ohm minus 2x20 Ohm 
können niemals 340 Ohm sein!

von T.M .. (max)


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> Nach dem DC-Widerstand sieht das nicht aus.

Guter Hinweis, ich habe mir mal das manual vom Messgerät nochmal 
durchgelesen. Hatte es bisher nur für Kondensatoren. Offenbar hat es den 
Wechselstrom Widerstand gemessen. Hätte ich auf dcr umschalten müssen 
wie ich jetzt weiß.
Hatte leider kein vernünftiges DMM zur Hand. Das billige Teil hat immer 
nur 0 angezeigt

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Hier hats Philips schon auf seinem Aufkleber verraten.
Beitrag "[V] Stelltrafo, Regeltrafo, Philips 0-240V, 0.7A"

Man kommt damit (altes Gerät) von 220 auf 240V Maximalspannung. Weil man 
typischerweise auch Überspannung testen will. Und selbst wenn man nur 
genau 230V testen will, aber gerade bloß 225 V bekommt, will man nicht 
warten bis das Eloxalwerk nebenan Feierabend hat.

It goes to eleven. :)

Da hats auch einen Philips mit zusätzlicher Anzapfung am unteren Ende 
und wie man ihn beschaltet:
https://www.circuitsonline.net/forum/view/157358/1
Vermutlich wird dort in fremder Zunge genau dasselbe Problem wie hier 
diskutiert.

Der Anschluß L für die niedere Anzapfung wird aber auf dem Aufkleber 
nicht erklärt. Vielleicht als Hilfsspannung für irgendwelche Lämpchen 
oder andere Zusatzbeschaltung. Ich habe auch mal einen Trafo mit 
Mittelanzapfung gesehen. Das schien mir sehr sicher für 110V-Sachen. 
Entweder 110V fest bereitstellen, oder in einem 110V-Netz trotzdem 
220/230/260V erzeugen zu können.

Für die Philips-Tortenschachteln gibt es ausführlich Dokumente und ganze 
Kataloge im Netz und auch hier im Forum. Vielleicht ist da mal aus 
Herstellersicht erklärt, was es alles gibt und wofür das gedacht ist.

: Bearbeitet durch User
von Uwe (neuexxer)


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So deutliche Typenschilder wie bei dem Ding ganz oben
hat man leider nicht oft; nach VDE ist es auch noch!

Ich würde einfach (die 5 Sicherheitsregeln einhaltend!) Netzspannung
an die äusseren Klemmen anlegen und dann alle Spannungen messen,
danach das Gerät verstellen und nochmals messen.
Spätestens jetzt sollte man erkennen, ob das Typenschild zutrifft...

von Johannes F. (jofe)


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T.M .. schrieb:
> Ausgang variabel 0–230V:
>   (+) ──→ Klemme 2.1  (Schleifer)
>   (–) ──→ Klemme 1.2  (= N)

Allein dass "die KI" bei Wechselspannung von (+) und (-) redet, sollte 
einem schon zu denken geben. Und nein, hier geht es nicht um 
Momentanwerte.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)



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Wollvieh W. schrieb:
> in fremder Zunge

Hier eine automatische Übersetzung ins Deutsche.

von Armin X. (werweiswas)


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Uwe schrieb:
> So deutliche Typenschilder wie bei dem Ding ganz oben
> hat man leider nicht oft; nach VDE ist es auch noch!

Genau

Uwe schrieb:
> Ich würde einfach (die 5 Sicherheitsregeln einhaltend!) Netzspannung
> an die äusseren Klemmen anlegen und dann alle Spannungen messen,
> danach das Gerät verstellen und nochmals messen.

Genau das würde ich, wenn ich das Typenschild "lese" und die angegebenen 
Spannungen in Kontext setze NICHT tun weil das den Typenschildangaben 
widerspricht.

Johannes F. schrieb:
> Das Schaltbild steht doch schon auf dem Aufkleber im Foto. Wo genau ist
> denn das Problem?
>
> Es handelt sich für meine Begriffe um eine(!) Wicklung (zwischen 1.1 und
> 1.2) mit zwei Anzapfungen (1.3 und 1.4) und dem verstellbaren Abgriff
> 2.1.
>
> Ich lese die Daten so, dass man 230 V Netzspannung zwischen den
> Anzapfungen 1.3 und 1.4 anlegt, dann sollte sich zwischen dem Abgriff
> und einem der Wicklungsenden (1.1 oder 1.2) die Ausgangsspannung 0..260
> V bewegen.

Johannes hat den richtigen Anschluss am  21.03.2026 14:13 schon korrekt 
und ohne falsche Deutung richtig beschrieben.
Dazu gäbe es eigentlich nichts mehr zu ergänzen außer man möchte die 
Ausgangsspannung unbedingt auf 230V begrenzen.

von Rainer W. (rawi)


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Marcel V. schrieb:
> Das kommt schon rein rechnerisch nicht hin.

Ernsthaft?

Was meinst da, warum ich nach der Messmethode gefragt habe.

T.M .. schrieb:
> Offenbar hat es den Wechselstrom Widerstand gemessen.

Es gibt nicht DEN Wechselstromwiderstand. Ohne Angabe der Frequenz und 
den Imaginärteil bzw. die Phasenlage sind die Werte eine Hausnummer.

Du brauchst eine DC-Messung des Drahtwiderstandes.

Armin X. schrieb:
> Johannes hat den richtigen Anschluss am  21.03.2026 14:13 schon korrekt
> und ohne falsche Deutung richtig beschrieben.

Warum verlinkst du den Beitrag nicht (Taste "Markierten Text zitieren"? 
So ist das eine üble Sucherei.

Johannes F. schrieb:
> Es handelt sich ...

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von Andrew T. (marsufant)


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Rainer W. schrieb:
> Armin X. schrieb:
>> Johannes hat den richtigen Anschluss am  21.03.2026 14:13 schon korrekt
>> und ohne falsche Deutung richtig beschrieben.
>
> Warum verlinkst du den Beitrag nicht (Taste "Markierten Text zitieren"?

Du habe Problem? Ist doch mit der Angabe 21.03.2026 14:13 für 
intelligente Menschen schnell zu finden.

WTF.

von Armin X. (werweiswas)


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Rainer W. schrieb:
> Warum verlinkst du den Beitrag nicht (Taste "Markierten Text zitieren"?
> So ist das eine üble Sucherei.

Der wesentliche Teil ist doch in meinem Beitrag mit drin.
Hast Du den übersehen?
Das Datum war lediglich für Suchende der Vollständigkeit halber ergänzt.

von Rainer W. (rawi)


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Andrew T. schrieb:
> Du habe Problem? Ist doch mit der Angabe 21.03.2026 14:13 für
> intelligente Menschen schnell zu finden.

Mit einem Link müsste man gar nicht erst suchen ;-)

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