Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik IC identifizieren


von Nerd 8. (nerd81)


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Hallo,

ich habe hier ein Supermicro-Mainboard (X9DRW-3LN4F+).
Das System friert sporadisch alle ~8-12h ein. Die acht RAM-Riegel, beide 
CPUs sind geprüft bzw. bereits getauscht. Ebenfalls habe ich schon alle 
Elkos getauscht.

(Ich weiß, dass sich das nicht mehr lohnt - aber jetzt will ich es erst 
recht wissen..)

BGA-Lötung der Southbridge ist unauffällig.
(Leichtes verwinden des Mainboards und Wärme/Kälte führt zu keinem 
Ausfall.)

Nun habe ich das ganze Board stückchenweise mit Kälte/Wärme gestresst 
und dabei ist reproduzierbar ein Bauteil aufgefallen. Bei nur kurzem 
Abkühlen (1 Sek) mit Kältespray stürzt das System sofort ab. Das 
Mainboard lässt sich auch erst nach ~15 Sek wieder einschalten. Auf 
Wärme reagiert das Bauteil nicht.
Nach dem abkühlen und sofortigem aufwärmen lässt sich das Board 
ebenfalls sofort wieder einschalten.

Was könnte das für ein IC sein?
Abmessungen ca. 2,1 x 1,3mm ohne Pins

von Nerd 8. (nerd81)


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: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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13:23

Nerd 8. schrieb:
> Was könnte das für ein IC sein?

13:33

Nerd 8. schrieb:
> Gefunden

Muss man dafür einen Thread aufmachen?

von Harald K. (kirnbichler)


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Rainer W. schrieb:
> Muss man dafür einen Thread aufmachen?

Kann ich schon verstehen, manchmal gibt einem das vernünftige 
Formulieren einer Frage den Impuls, doch noch mal gründlicher und etwas 
anders selbst zu suchen.

Und anständigerweise hat der Threadstarter seine Erkenntnisse gleich 
veröffentlicht, statt sie für sich zu behalten und andere für ihn 
sinnlos weitersuchen zu lassen (wie das wohl auch manchmal vorkommen 
mag).

von Gerald B. (gerald_b)


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Der Vielschicht-KerKo daneben, könnte es möglicherweise auch sein. Die 
liegen beide so dicht beieinander, das sich das beim Ansprühen schwer 
unterscheiden lässt.

von Lothar (Firma: HZB) (analog_art)


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Löte mal C5 neben dem IC richtig schön lange und heiß nach! (ca. 20 sec)
Keramische C verlieren über die Zeit ihre Kapazität. Nachlöten bringt 
die Keramik über die Rekristallisationstemperatur und die alte Kapazität 
ist wieder da.
Und dann teste noch mal mit Kältespray.

Wäre schon interessant, ob es der C ist.

von Harald K. (kirnbichler)


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Lothar schrieb:
> Keramische C verlieren über die Zeit ihre Kapazität.

Gibt es eine Quelle für diese interessante These?

von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Lothar schrieb:
>> Keramische C verlieren über die Zeit ihre Kapazität.
>
> Gibt es eine Quelle für diese interessante These?

https://www.knowlescapacitors.com/getmedia/0d900fa3-87c5-4b78-aae5-ff6a837f1a3a/an0006

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Lothar schrieb:
> Keramische C verlieren über die Zeit ihre Kapazität.

Keramikkondensatoren verlieren mit der Zeit ebenfalls an Kapazität. 
Murata hat hierzu eine empfehlenswerte Application Note veröffentlicht. 
Im Gegensatz zu Elektrolytkondensatoren erfolgt der Kapazitätsverlust 
jedoch allmählich und nicht abrupt. Ein signifikanter, plötzlicher 
Abfall wie bei Elkos tritt nicht auf.
https://digitalpowersystems.eu/de/lebensdauer-kondensatoren/

von Harald K. (kirnbichler)


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Dank an Hinz und überraschenderweise auch Dieter.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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Dieter D. schrieb:
> Lothar schrieb:
>> Keramische C verlieren über die Zeit ihre Kapazität.
>
> Keramikkondensatoren verlieren mit der Zeit ebenfalls an Kapazität.

ich bin verwirrt: Ist "Keramische C" und "keramikkondensatoren" nicht 
das gleiche?

von Hans W. (hanswieland)


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Wegstaben V. schrieb:
> ich bin verwirrt

Ich auch, wollte gerade die selbe Frage stellen.

von Harald K. (kirnbichler)


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Naja, trotz meines überraschten Danks muss man jede, aber wirklich jede 
Aussage unseres speziellen "Freundes" cum grano salis nehmen, wenns 
nicht doch gleich ein ganzer Sack ist.

von Hans (ths23)


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Rainer W. schrieb:
> Muss man dafür einen Thread aufmachen?
Muß man immer gleich einen völiig überflüssigen Kommentar abgeben?

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