Forum: Offtopic Defektes Fluke 99 ScopeMeter Series II


von Jörg W. (dl3to)


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Hallo liebe Gemeinde,
Ich habe ein defektes FLUKE 99 ScopeMeter Series II 50Mhz bekommen.
Alles in einem Koffer, die Bedienungsanleitung und die Kabel sind dabei 
aber dann war es auch.
Leider sind keine weiteren Details dafür zubekommen. Das Steckernetzteil 
liefert im Leerlauf etwa 22v, das ist mit 16V 0,6A angegeben. Am 
Hohlstecker außen Plus innen Minus, so steht es auch in der 
Beschreibung.
Das NT ist ein einfaches Trafonetzteil ohne Stabilisierung. Das NT ist 
geöffnet. Auch der Anschluss am Hohlstecker sieht sehr merkwürdig aus, 
ich vermute kein Original mehr.
Das Batteriefach scheint für 4x NC-Akkus C Zellen ausgelegt zu sein. Vom 
Ackufach schienen ursprünglich zwei Kontakte mit den 
Befestigungsschsrauben zu einem der Boards kontaktiert zu sein. Der 
Ladekontakt auf der 12V Seite fehlt.
Aber bei 4x Babyzellen passt die Spannung nicht...... in den Daten steht 
NC Akku 4,8V
Ich würde gerne versuchen das Teil wieder zum Laufen zu bringen. Aber 
wenn die Kosten ausufern gebe ich auf.
Es lässt sich das Gerät nicht einschalten, was davor damit passiert ist, 
kann ich leider nicht in Erfahrung bringen.
Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan 
wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen. Denn zu dem 
Netzteil habe ich nicht viel vertrauen. Wenn nicht sogar durch die ca. 
22v im Leerlauf schon etwas gehimmelt wurde......
Hat jemand zufällig schon einmal so ein Gerät in die Hände bekommen und 
könnte mir etwas weiter helfen?
      VG. Jörg
von Ralf X. (ralf0815)


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Jörg W. schrieb:
> Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan
> wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen. Denn zu dem
> Netzteil habe ich nicht viel vertrauen. Wenn nicht sogar durch die ca.
> 22v im Leerlauf schon etwas gehimmelt wurde......

Wenn das Gerät schon für 4s NiMh Zellen ausgelegt ist, würde ich an 
Deiner Stelle dort ansetzen, also dort mit ~5 V versorgen.
von Johannes F. (jofe)


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Jörg W. schrieb:
> Das NT ist ein einfaches Trafonetzteil ohne Stabilisierung.

Dann ist es völlig normal, dass knapp die 1,5-fache Nennspannung im 
Leerlauf anliegt.

Jörg W. schrieb:
> Es lässt sich das Gerät nicht einschalten,

Wie auch, du hast doch gemäß deiner Ausführungen noch keine 
Betriebsspannung angelegt? Oder hattest du das NT doch schon 
angeschlossen? Ist für mich nicht eindeutig verständlich geschrieben.

Jörg W. schrieb:
> Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan
> wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen.

Was hindert dich daran, ein auf bspw. 15 V eingestelltes Labornetzgerät 
anzuschließen?
von Sinus T. (micha_micha)


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Es gibt Geräte, die benutzen den eingebauten NC-Akku zur Stabilisierung 
der Betriebsspannung, sozusagen als Zenerdioden-Ersatz.
Ich hatte mal ein Fluke Tisch-Multimeter, das hat es so gemacht, etliche 
HP-Rechner, z.B. der HP97 machen es so. Wenn man das ohne Akku mit 
Netzteil betreibt, bekommt dann die Elektronik eine zu hohe Spannung und 
kann durchaus sterben.
NiCd-Akkus waren dafür gut geeignet, denn die sind zimlich unempfindlich 
gegen Überlsadung.
Wenn du anstelle der Akkus 5V aus dem Labornetzteil anschließt und 
nichts funktioniert, dann wird wohl schon was gestorben sein
von Maik .. (basteling)


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Hmm ich hab hier noch so ein Fluke 97 mit durchgebrannter 
Innenlagenleiterbahn im Netzteil liegen. Das hatte ich mal ohne 
originales Steckernetzteil als "ungeprüft" - verdächtig billig auf nem 
Elektronikflohmarkt mitgenommen. Da war - wohl durch Verpolung - eine 
den Eingangsstrom führende Leiterbahn im Schaltnetzteilbereich in der 
Innenlage aufgebrannt. Ich hab es dann versucht zu rekonstruieren, die 
Verkokungen rausgefräst, darüberliegende Bauteile des Spannungsfeedbacks 
des Schaltnetzteils waren auch in Mitleidenschaft gezogen worden und es 
mussten zwei drei SMD -Rs und Cs freiverdrahtet umziehen.. - aber es 
danach auch nur ein einziges Mal sauber einschalten können, danach 
wieder Totenstille. Liegt hier als Mahnmahl des Scheiterns herum - und 
dass ich nicht so viele "Superschnäppchen" mit erhöhtem 
Reparaturaufwandbzw. ungeklärtem Projektstatus mitnehmen werde. Also - 
leider auch an soetwas denken. Die schaltpläne waren ja im Netz..  Dir 
mehr Erfolg..
von Jörg W. (dl3to)


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Maik .. schrieb:
> Hmm ich hab hier noch so ein Fluke 97 mit durchgebrannter
> Innenlagenleiterbahn im Netzteil liegen. Das hatte ich mal ohne
> originales Steckernetzteil als "ungeprüft" - verdächtig billig auf nem
> Elektronikflohmarkt mitgenommen. Da war - wohl durch Verpolung - eine
> den Eingangsstrom führende Leiterbahn im Schaltnetzteilbereich in der
> Innenlage aufgebrannt. Ich hab es dann versucht zu rekonstruieren, die
> Verkokungen rausgefräst, darüberliegende Bauteile des Spannungsfeedbacks
> des Schaltnetzteils waren auch in Mitleidenschaft gezogen worden und es
> mussten zwei drei SMD -Rs und Cs freiverdrahtet umziehen.. - aber es
> danach auch nur ein einziges Mal sauber einschalten können, danach
> wieder Totenstille. Liegt hier als Mahnmahl des Scheiterns herum - und
> dass ich nicht so viele "Superschnäppchen" mit erhöhtem
> Reparaturaufwandbzw. ungeklärtem Projektstatus mitnehmen werde. Also -
> leider auch an soetwas denken. Die schaltpläne waren ja im Netz..  Dir
> mehr Erfolg..

Nach einem Schaltplan habe ich im Netz vergeblich gesucht. Ein Link zu 
Download würde mich freuen.
Auf der Platine sind keine Brandspuren zu entdecken. Das mit dem NC Acku 
zur Spannungsstabilisierung ist ein guter Ansatz. Natürlich auch mal ein 
stabilisiertes Labor-NT zu bemühen. Welche nominale Spannung wäre am 
Eingang angebracht? Der Eingang sieht nach Längsreglern oder 
Schaltreglern für die einzelnen Spannungen aus.
VG.
von Johannes F. (jofe)


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Jörg W. schrieb:
> Welche nominale Spannung wäre am
> Eingang angebracht?

Hast du doch ganz oben schon selbst geschrieben:

Jörg W. schrieb:
> Die Versorgungsspannung ist von 8-20VDC 5W angegeben, der nächste Plan
> wäre, das mit einer passenden Spannung zu versuchen.

Und das nachfolgende sollte beachtet werden:

Sinus T. schrieb:
> Es gibt Geräte, die benutzen den eingebauten NC-Akku zur Stabilisierung
> der Betriebsspannung, sozusagen als Zenerdioden-Ersatz.

Also wäre es vermutlich besser, mangels passender Akkus direkt die 
nominalen 4,8 V per Labornetzgerät an den Batterie-Anschlüssen 
einzuspeisen. Wenn es dann nicht tut, dann ist halt was kaputt.
von Uwe (neuexxer)


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Während meiner aktiven Zeit in der Messgerätewartung fielen reihenweise 
Fluke Scopemeter 9X aus: Ihre 4 Babyzellen-Akkus wurden im Stand-by bei 
7 V noch mit satten 70 mA(!) totgeladen; kurz nach Ablauf der Garantie 
war dann Sense, und das Akkufach voller Salzkristalle...
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