Forum: PC Hard- und Software Firefox Fensterzeile wiederherstellen


von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Wen's interessiert…

Nachdem die GUI-Kinder beim 140.8.0esr (64-Bit) die Fensterzeile 
versauhuddelt und somit eine wichtige Funktionalität** bei Linux kaputt 
gemacht haben, hier die Lösung.
1
about:config
2
browser.tabs.inTitlebar = 0

** Die mittlere Maustaste in der Fensterzeile schaufelt bei Linux ein 
Fenster ganz nach unten (im Sinne von: hinter alle anderen. So kann man 
mit der mittleren Maustaste bequem durch den Stapel von Fenstern 
navigieren.

von Johannes F. (jofe)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> bei Linux

Wohl eher "bei einer bestimmten (von gefühlt dutzenden) 
Desktop-Umgebungen für diverse verschiedene Distributionen von 
Betriebssystemen mit Linux-Kernel".

Würde mich jetzt sehr wundern, wenn das bei allen drölfzigtausend 
existierenden Linux-Variationsarten so funktionieren sollte.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


Lesenswert?

Johannes F. schrieb:
> drölfzigtausend

In meinem Ubuntu heißt die derzeit 144.0.2 (64-Bit), das dürfte etwas 
weiter sein als 140.8.0esr (64-Bit) ?

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Johannes F. schrieb:
> Wohl eher "bei einer bestimmten (von gefühlt dutzenden)
> Desktop-Umgebungen für diverse verschiedene Distributionen von
> Betriebssystemen mit Linux-Kernel".

Ich mag jetzt nicht alle testen, aber bei MATE (alter Gnome2) auf jeden 
Fall. Bei den Neueren wahrscheinlich.

> Würde mich jetzt sehr wundern, wenn das bei allen drölfzigtausend
> existierenden Linux-Variationsarten so funktionieren sollte.

Bei vielen anderen sehr wahrscheinlich konfigurierbar.
Iss aber auch egal. Daher schrieb ich: »Wen's interessiert«

von Ralf X. (ralf0815)


Lesenswert?

Zur Noit kann man ja auch auf Windows umsteigen.

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Christoph db1uq K. schrieb:
> esr

ist eigentlich die gut abgehangene, aber dennoch mit neuesten 
Sicherheitspatches versorgte Enterprise Version für die 
GUI-Konservativen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Beim Raspi ist es die Version 142.0.1 und bei dieser verschwindet immer 
wieder die untere Zeile mit dem Suchfenster. Fenster klein machen und 
wieder groß, dann stimmt es wieder. Das liegt aber nicht am Firefox, 
sondern am Wayland.
Manchmal verschwinden auch die Tabs der geöffneten Programme in der 
oberen Menüleiste. Ausgelöst wird dies durch den Firefox. Das liegt aber 
nicht am Firefox, sondern am Wayland.

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Ralf X. schrieb:
> Zur Noit kann man ja auch auf Windows umsteigen.

No IT schreibt man getrennt!

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> ** Die mittlere Maustaste in der Fensterzeile schaufelt bei Linux ein
> Fenster ganz nach unten (im Sinne von: hinter alle anderen. So kann man
> mit der mittleren Maustaste bequem durch den Stapel von Fenstern
> navigieren.

Das ist nicht alles, was dadurch kaputt gemacht wird. Leider machen das 
immer mehr Programme. Dadurch fügen sie sich blöderweise nicht mehr 
sauber in das Window-Management ein, weil sie den Fensterrahmen und 
dessen Funktionalität selber machen, statt das - wie eigentlich 
vorgesehen - dem Window-Manager zu überlassen. Unter KDE kann man z.B. 
durch Mittelklick auf den Maximieren-Button nur vertikal, durch 
Rechtsklick nur horizontal maximieren. Des funktioniert mit solchen 
Sonderfenstern auch nicht.

Johannes F. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> bei Linux
>
> Wohl eher "bei einer bestimmten (von gefühlt dutzenden)
> Desktop-Umgebungen für diverse verschiedene Distributionen von
> Betriebssystemen mit Linux-Kernel".

Mit dem Kernel hat das nix zu tun, sondern eher mit X11 oder Wayland. 
Unter FreeBSD wird es die Problematik genauso geben.

> Würde mich jetzt sehr wundern, wenn das bei allen drölfzigtausend
> existierenden Linux-Variationsarten so funktionieren sollte.

Zumindest in KDE kann man das einstellen.

Ralf X. schrieb:
> Zur Noit kann man ja auch auf Windows umsteigen.

Damit man ein Feature, das durch diese Firefox-Änderung kaputtgemacht 
wurde, gar nicht erst hat? Toller Plan...

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8026107 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Johannes F. (jofe)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Wohl eher "bei einer bestimmten (von gefühlt dutzenden)
>> Desktop-Umgebungen für diverse verschiedene Distributionen von
>> Betriebssystemen mit Linux-Kernel".
>
> Ich mag jetzt nicht alle testen, aber bei MATE (alter Gnome2) auf jeden
> Fall. Bei den Neueren wahrscheinlich.

Brauchst du auch nicht; ich meine, es wäre eben sinnvoller gewesen, 
"eine wichtige Funktionalität bei MATE bzw. X11" zu schreiben als "bei 
Linux".

Weil dieses GUI-Bedienungs-Detail eben in Desktop-Umgebung bzw. 
Window-Manager implementiert ist und mit dem OS-Kernel gar nichts zu tun 
hat.

Rolf M. schrieb:
> Johannes F. schrieb:
>> Norbert schrieb:
>>> bei Linux
>>
>> Wohl eher "bei einer bestimmten (von gefühlt dutzenden)
>> Desktop-Umgebungen für diverse verschiedene Distributionen von
>> Betriebssystemen mit Linux-Kernel".
>
> Mit dem Kernel hat das nix zu tun, sondern eher mit X11 oder Wayland.
> Unter FreeBSD wird es die Problematik genauso geben.

Genau das war ja der Punkt, auf den ich hinaus wollte.

Beitrag #8026163 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> ** Die mittlere Maustaste in der Fensterzeile schaufelt bei Linux ein
> Fenster ganz nach unten

Magst Du dem unwissenden KDE-User bitte sagen oder vielleicht noch 
besser mit einem Screenshot zeigen, was eine Fensterzeile ist? Eine 
solche Zeile ist mir beim Firefox unbekannt, und die von Dir 
beschriebene Funktion auch. Danke!

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> was eine Fensterzeile ist?

* titlebar
* window titlebar
* Titelleiste

Das Ding an der Unterseite eines Fensters, wenn man Kopfüber vor dem 
Monitor hängt.

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Johannes F. schrieb:
> Brauchst du auch nicht; ich meine, es wäre eben sinnvoller gewesen,
> "eine wichtige Funktionalität bei MATE bzw. X11" zu schreiben als "bei
> Linux".
>
> Weil dieses GUI-Bedienungs-Detail eben in Desktop-Umgebung bzw.
> Window-Manager implementiert ist und mit dem OS-Kernel gar nichts zu tun
> hat.

Ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass die Nennung des Firefox 
Browsers die Benutzung einer GUI impliziert.

von Armin X. (werweiswas)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Zur Noit kann man ja auch auf Windows umsteigen.
>
> No IT schreibt man getrennt!

Der ist Gut! 😜

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> Ein T. schrieb:
>> was eine Fensterzeile ist?
>
> * titlebar
> * window titlebar
> * Titelleiste
>
> Das Ding an der Unterseite eines Fensters, wenn man Kopfüber vor dem
> Monitor hängt.

Aber wenn ich kopfüber vor dem Monitor hänge -- was ich, zugegeben, 
heutzutage nicht mehr so häufig mache -- dann bleibt unten doch unten?

Egal, ich verstehe immer noch nicht, was Du meinst. Meinst Du den 
Rahmen, den üblicherweise der Window Manager zeichnet? :-/

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> Egal, ich verstehe immer noch nicht, was Du meinst

Ich um ehrlich zu sein auch nicht.

"Normale" Fenter haben früher eine Titelzeile gehabt, in der oft der 
Name des Programms und gegebenenfalls ein Dateiname oder ähnliches 
stand.

Firefox aber hat keine Titelzeile, sondern stellt unmittelbar seine 
Tableiste dar, darunter ist dann der ("die"?) Toolbar mit diversen 
Schaltflächen und der Adresszeile zu sehen.

Manchmal sprechen Bilder mehr als Worte ...

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Firefox aber hat keine Titelzeile, sondern stellt unmittelbar seine
> Tableiste dar,

Siehste Harald, genau darum geht es.
Genauer darum, dass man es wieder abschalten kann um die alte 
Funktionalität zurück zu holen.

Edit: Ähnlich dem zweiten Icon von rechts in Fenstern bei Amiga 
Imagination(Workbench). Mit dem konnte man auch ein Fenster in den 
Hintergrund bringen. Wegweisend bereits im letzten Jahrtausend.

: Bearbeitet durch User
von Mario M. (thelonging)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> browser.tabs.inTitlebar = 0

Oder die Klickibunti-Version:
Rechtsklick in Tabzeile -> Symbolleiste anpassen -> Titelleiste (unten 
links) anhaken -> auf Fertig klicken

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> "Normale" Fenter haben früher eine Titelzeile gehabt, in der oft der
> Name des Programms und gegebenenfalls ein Dateiname oder ähnliches
> stand.

Ah, die Titelleiste...

> Firefox aber hat keine Titelzeile,

Das stimmt, die malt der Window Manager, die Applikation kann das 
abschalten (_MOTIF_WM_HINTS oder _NET_WM_WINDOW_TYPE), aber das zu tun, 
um ~30 Pixel an vertikaler Anzeigefläche zu gewinnen, erscheint mir 
ziemlich idiotisch, vor allem, da sich der Firefox mit F11 in den 
Fullscreen-Modus umschalten läßt, wenn man wirklich mal den kompletten 
Screen braucht.

Was mich allerdings auch irritiert hatte, war, daß die mittlere 
Maustaste auf FF-Tabs bei mir anders arbytet, hier wird der Tab dann 
nämlich geschlossen. Ist das unter Gnome tatsächlich so, daß er dann 
nach rechts geschoben wird?

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Ein T. schrieb:
> Was mich allerdings auch irritiert hatte, war, daß die mittlere
> Maustaste auf FF-Tabs bei mir anders arbytet, hier wird der Tab dann
> nämlich geschlossen. Ist das unter Gnome tatsächlich so, daß er dann
> nach rechts geschoben wird?

Nein, die Tabs verhalten sich gleich. Mouse-Links zum Verschieben, 
M-Mitte zum Schließen, M-Rechts für Kontextmenü.

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Mario M. schrieb:
> Oder die Klickibunti-Version:
> Rechtsklick in Tabzeile -> Symbolleiste anpassen -> Titelleiste (unten
> links) anhaken -> auf Fertig klicken

Da kann man übrigens auch die Menüleiste wieder einschalten, die Firefox 
per default ebenfalls unterdrückt.

Norbert schrieb:
> Edit: Ähnlich dem zweiten Icon von rechts in Fenstern bei Amiga
> Imagination(Workbench). Mit dem konnte man auch ein Fenster in den
> Hintergrund bringen. Wegweisend bereits im letzten Jahrtausend.

Es gibt noch viele Kleinigkeiten, die moderne Windowmanager mitbringen, 
die alle sonst nicht funktionieren. Lustig wird's, wenn man 
focus-follows-mouse eingestellt hat und das Fenster, das den Fokus hat, 
nicht unbedingt nach vorne geholt wird. Dann kannst du solche 
kaputtreduzierten Fenster gar nicht mehr nach vorne holen, außer, indem 
man die anderen Fenster nach hinten bringt.

von Mario M. (thelonging)


Lesenswert?

Rolf M. schrieb:
> Da kann man übrigens auch die Menüleiste wieder einschalten, die Firefox
> per default ebenfalls unterdrückt.

Ich brauche beides nicht, ein paar Pixel mehr Anzeigefläche sind mir 
lieber. Man weiß ja, dass man im Browser ist. Die Menüzeile kann man 
temporär mit der Alt-Taste öffnen.

von Johannes F. (jofe)


Lesenswert?

Norbert schrieb:
> Ich hatte fälschlicherweise angenommen, dass die Nennung des Firefox
> Browsers die Benutzung einer GUI impliziert.

Daß irgendeine GUI|WM|Desktop benutzt wird, ist natürlich klar.

Die Frage war, welche. Denn sowohl Window Manager als auch Desktop 
Environments gibt es bekanntlich verschiedene, und diese werden auch von 
dem eigentlichen "Linux" im engeren Sinne bzw. dessen Distributionen 
unabhängig entwickelt.

Hoffentlich habe ich mich nun einigermaßen verständlich ausgedrückt.

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Mario M. schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Da kann man übrigens auch die Menüleiste wieder einschalten, die Firefox
>> per default ebenfalls unterdrückt.
>
> Ich brauche beides nicht, ein paar Pixel mehr Anzeigefläche sind mir
> lieber. Man weiß ja, dass man im Browser ist. Die Menüzeile kann man
> temporär mit der Alt-Taste öffnen.

Das Menü braucht man nicht zwingend, das stimmt. Ich find's aber besser. 
Sämtliche Menüs in so einen Hamburger-Button zu stecken, mag auf dem 
Handy sinnvoll sein, aber auf einem Desktop will ich lieber eine 
reguläre Menüzeile. Ist natürlich Geschmackssache.
Bezüglich der Titelzeile: Wie gesagt hat das ggf. einige Nachteile, weil 
das Fenster den Windowmanager umgeht und sich daher je nach 
Windowmanager und dessen Einstellungen völlig anders verhält als alle 
anderen Fenster. Deshalb brauche ich die richtige Titelzeile unbedingt.

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Rolf M. schrieb:
> Das Menü braucht man nicht zwingend, das stimmt.

Man will es benutzen können, aber warum muss es permanent Platz auf dem 
Bildschirm wegnehmen?

Das gleiche trifft auch auf Taskleisten, "Docks" und ähnliches zu - ja, 
die sind praktisch, die will man verwenden, aber man muss sie doch nicht 
die ganze Zeit auf dem Bildschirm haben. Der Kram soll sich einblenden, 
wenn man ihn braucht, und sonst die Füße still und den eh nie 
ausreichenden Platz auf dem Monitor für wichtigeres freihalten.

Unter Windows blendet Firefox die Menüzeile ein, wenn man die 
"Alt"-Taste drückt. Reicht doch. Diesen Hamburgertatschquatsch braucht 
man dafür nicht.

Sowas wie Taskleisten und Docks blenden sich ein, wenn man mit der zum 
Bedienen der Dinger eh' erforderlichen Maus in die Nähe des jeweiligen* 
Bildschirmrandes kommt. Oder wenn man (bei Windows) Ctrl+Esc oder die 
Microsoft-Reklametaste** auf der Tastatur drückt.


*) laut Heise soll Windows 11 demnächst wieder erlauben, die Taskleiste 
auch anderswo als unten anzuheften

**) ein normgerechtes MF-II-Layout, wie auf dem IBM Model M zu finden, 
hat keine Microsoft-Reklametasten. Man kann auch gut ohne diese Tasten 
leben, mein Model M ist jetzt 30 Jahre alt. Und funktioniert weiterhin 
bestens ...

von Daniel A. (daniel-a)


Lesenswert?

Der Scheiss mit dem fehlenden Fensterrahmen, ist mir schon lange ein 
Dorn im Auge. Dann kann man die fast nirgends mehr zum Fenster 
verschieben anfassen. Und das Theming macht es auch komplett kaputt. 
Statt konsistent aussehende Fenster, wilder Durcheinander. Warum sollte 
man auch dem User überlasse, wie sein System aussieht, nein, da will 
Google seinen Google look, und Gnome seine n Gnome look.
Und zu allem Überfluss darf man dann überall auf dem Bildschirm suchen, 
wo sie welche Buttons versteckt haben.

Das kommt alles von Gnome, mit deren CSD-Initiative: 
https://wiki.gnome.org/Initiatives(2f)CSD.html

Gnome, Freedesktop und Redhat. Die machen wirklich alles kaputt. Damals 
als Gnome 2 noch aktuell war, war die Welt noch in Ordnung, da war das 
alles besser.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> *) laut Heise soll Windows 11 demnächst wieder erlauben, die Taskleiste
> auch anderswo als unten anzuheften

Das soll auch religioese Gruende haben. Es musste daher auf Win10 
geblieben oder auf ein anderes Betriebssystem umgestiegen werden. Wo 
wuerde mich noch interessieren.

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Rolf M. schrieb:
>> Das Menü braucht man nicht zwingend, das stimmt.
>
> Man will es benutzen können, aber warum muss es permanent Platz auf dem
> Bildschirm wegnehmen?

Wie gesagt: Ist Geschmackssache. Ich will das Menü, und auf meinem 
4k-Monitor tut mir das nicht weh. Schlimmer finde ich da diese riesigen 
(und meist unübersichtlichen) "ribbons", die manche Programme haben. Die 
nehmen mir dann doch zu viel Platz weg. Das ist das krasse Gegenteil vom 
Hamburger.

> Sowas wie Taskleisten und Docks blenden sich ein, wenn man mit der zum
> Bedienen der Dinger eh' erforderlichen Maus in die Nähe des jeweiligen*
> Bildschirmrandes kommt. Oder wenn man (bei Windows) Ctrl+Esc oder die
> Microsoft-Reklametaste** auf der Tastatur drückt.

Das würde ich auch als Geschmackssache sehen. Bei mir ist das Panel 
immer eingeblendet, aber das ist auch nicht so riesig, sondern eher 
kompakt.
Generell haben sich auch die Bildschirme ungünstig dafür entwickkelt. 
Erst waren 5/4 oder 4/3 üblich, dann 16/10, dann 16/9. Heute gibt's 
sogar noch 21/9 oder noch krasser. Da hat man dann jede Menge Platz in 
der Breite, aber kaum noch in der Höhe. Die Displays verkommen zu 
Sehschlitzen. Und damit stört natürlich Platzverbrauch oben und unten 
ganz besonders.

> *) laut Heise soll Windows 11 demnächst wieder erlauben, die Taskleiste
> auch anderswo als unten anzuheften

Das kann es aktuell nicht mehr?

> **) ein normgerechtes MF-II-Layout, wie auf dem IBM Model M zu finden,
> hat keine Microsoft-Reklametasten. Man kann auch gut ohne diese Tasten
> leben, mein Model M ist jetzt 30 Jahre alt. Und funktioniert weiterhin
> bestens ...

Klassische UNIX-Tastaturen haben eine Meta-Taste. Die Reklametaste wird 
daher unter Linux als Ersatz für die fehlende Meta-Taste verwendet. 
Deshalb bin ich ganz froh, dass es die gibt.

Daniel A. schrieb:
> Statt konsistent aussehende Fenster, wilder Durcheinander. Warum sollte
> man auch dem User überlasse, wie sein System aussieht, nein, da will
> Google seinen Google look, und Gnome seine n Gnome look.

Das witzige daran ist ja, dass einer der Kritikpunkte, die Windows-User 
an Linux hatten, war, dass das Look&Feel bei der OpenSource-Software 
nicht einheitlich war, wie sie das von proprietärer Software unter 
Windows gewohnt waren. Heute ist der Trend genau umgekehrt. Bei 
Handy-Apps oder bei Web-Anwendungen macht sowieso schon immer jeder, was 
er will, aber inzwischen gilt es offenbar auch auf dem Desktop als 
schick, es unbedingt anders machen zu müssen als die anderen.

von Norbert (der_norbert)


Lesenswert?

Rolf M. schrieb:
> Erst waren 5/4 oder 4/3 üblich, dann 16/10, dann 16/9. Heute gibt's
> sogar noch 21/9 oder noch krasser. Da hat man dann jede Menge Platz in
> der Breite, aber kaum noch in der Höhe.

Hab' hier einen zweiten 16:10 im Hochformat neben dem Hauptmonitor 
stehen. Nahezu ausschließlich um Dokumentationen anzusehen. DIN A4 mit 
150% ist schon angenehm.

Bzgl. 21/9, da würde ab 32" wenigstens ein DIN A4 in Originalgröße drauf 
passen. Dennoch, ich mag die Briefkästenschlitze auch nicht.

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Rolf M. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Rolf M. schrieb:
>>> Das Menü braucht man nicht zwingend, das stimmt.
>>
>> Man will es benutzen können, aber warum muss es permanent Platz auf dem
>> Bildschirm wegnehmen?
>
> Wie gesagt: Ist Geschmackssache. Ich will das Menü, und auf meinem
> 4k-Monitor tut mir das nicht weh.

Oh wohl, natürlich tut es das. Wenn der Harald das doch sagt!

von Holger T. (holgert)


Lesenswert?

Daniel A. schrieb:
> Gnome, Freedesktop und Redhat. Die machen wirklich alles kaputt. Damals
> als Gnome 2 noch aktuell war, war die Welt noch in Ordnung, da war das
> alles besser.

Dann nimm Mate. Ist die Fortführtung von Gnome 2.

von Holger T. (holgert)


Lesenswert?

Daniel A. schrieb:
> Gnome, Freedesktop und Redhat. Die machen wirklich alles kaputt. Damals
> als Gnome 2 noch aktuell war, war die Welt noch in Ordnung, da war das
> alles besser.

Dann nimm Mate. Ist die Fortführung von Gnome 2.

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Holger T. schrieb:
> Daniel A. schrieb:
>> Gnome, Freedesktop und Redhat. Die machen wirklich alles kaputt. Damals
>> als Gnome 2 noch aktuell war, war die Welt noch in Ordnung, da war das
>> alles besser.
>
> Dann nimm Mate. Ist die Fortführtung von Gnome 2.

Diesseits wird die Auffassung vertreten, daß man als Linux-Nutzer lieber 
von allem Abstand hält, an dem Miguel de Icaza oder Redhat mitgewirkt 
haben.

von Daniel A. (daniel-a)


Lesenswert?

Holger T. schrieb:
> Dann nimm Mate. Ist die Fortführung von Gnome 2.

Was soll das denn bringen, eine andere DE zu nehmen, wenn es doch die 
Anwendungen sind, die den CSD Scheiss jetzt nun mal drin haben? Da kann 
auch das beste DE nichts dagegen tun. Gnome & co. haben das für alle 
ruiniert!

von Rolf M. (rmagnus)


Lesenswert?

Daniel A. schrieb:
> Holger T. schrieb:
>> Dann nimm Mate. Ist die Fortführung von Gnome 2.
>
> Was soll das denn bringen, eine andere DE zu nehmen, wenn es doch die
> Anwendungen sind, die den CSD Scheiss jetzt nun mal drin haben? Da kann
> auch das beste DE nichts dagegen tun. Gnome & co. haben das für alle
> ruiniert!

In kwin kann man für beliebige Programme bzw. Programmfenster den 
regulären Fensterrahmen auch erzwingen. Ist natürlich trotzdem nicht 
schön, weil man dann meistens den vom Programm gerenderten 
Titelzeilenersatz zusätzlich zur richtigen Titelzeile hat, aber 
wenigstens hat man dann wieder die normale Funktionalität.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Welches Problem löst eigentlich so eine Fenstertitelzeile, außer, daß 
sie mehr Platz in der Vertikale benötigt? Bei Firefox ist die relevante 
Information eh' in den jeweiligen Tabs enthalten.

von Daniel A. (daniel-a)


Lesenswert?

Harald K. schrieb:
> Welches Problem löst eigentlich so eine Fenstertitelzeile, außer, daß
> sie mehr Platz in der Vertikale benötigt?

Mit der Fenstertitelzeile hat(te) man bei je dem Fenster oben ein UI 
Element, mit dem man Fenster Verschieben, Minimieren, Maximieren, und 
Schliessen kann. Da muss man also nicht suchen, wo ist jetzt da noch ein 
Fleck frei, wo keine Tabs oder Suchfelder oder sonst was davor sind, 
etc. Die sah immer gleich aus, und man konnte die einfach an beliebiger 
Stelle greifen.

Die muss auch nicht viel Platz wegnehmen. Ich hatte früher ein Theme, wo 
das nur ein schmaler Streifen war. Die CSD fake "Titelleisten" sind oft 
mindestens 4-mal so dick!

Und umgekehrt, wenn man eine reine tiling WM hat, wo man die 
Fensterrahmen ganz weg lässt, und durch Tastenkombinationen oder 
Touch-gesten ersetzt, ist das CSD zeug auch ein misst. Dann haben manche 
Fenster diesen fetten fake-rahmen und Schliessen knöpfe, und andere 
nicht. Das bringt die Nutzer dann auch durcheinander, und verschwendet 
erst recht platz...

Ehrlich gesagt bin ich mit der Umsetzung der Tabs durch Anwendungen auch 
etwas unzufrieden. Mir wäre es lieber, wenn die WMs das einheitlich für 
beliebige Fenster behandeln könnten. Aber der Zug ist wohl auch schon 
abgefahren...

von Norbert (der_norbert)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Zusätzlich zu den von Daniel genannten Gründen zeigt sie hier im Forum 
auch gleich mal den aktuellen Thread an.
Nebst dem Eingangs erwähnten Middle-Mouse -> Fenster ganz nach hinten, 
welches zumindest ich wirklich ständig nutze.

Edit: Nicht zu vergessen, Right-Mouse, das Kontext Menü, wo man die 
meisten Einträge zur Fenstermanipulation mit einfachen Tastendrücken 
erreichen kann.

: Bearbeitet durch User
von Le X. (lex_91)


Lesenswert?

Mein innerer Monk bevorzugt außerdem ein einheitliches Look & Feel.

Rolf M. schrieb:
> In kwin kann man für beliebige Programme bzw. Programmfenster den
> regulären Fensterrahmen auch erzwingen. Ist natürlich trotzdem nicht
> schön, weil man dann meistens den vom Programm gerenderten
> Titelzeilenersatz zusätzlich zur richtigen Titelzeile hat, aber
> wenigstens hat man dann wieder die normale Funktionalität.

In KDE Plasma nutze ich mehr oder weniger 2 Tools die aus der Reihe 
tanzen:
firefox und code-oss.
Bei code gibt es tief in den Menüs die Möglichkeit, auf die "klassische" 
Titelleiste umzustellen (die man anschließend widerum per WM ausblenden 
kann).

von Ein T. (ein_typ)


Lesenswert?

Le X. schrieb:
> In KDE Plasma [...]

Wie schön, ein KDE-User... endlich normale Leute! :-)

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.