Hallo, wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 4 Stockwerken und Baujahr 1970. Heute Abend (vor kurzem) war plötzlich der Strom in der ganzen Wohnung aus. Unsere Sicherungen in der Wohnung waren aber alle noch eingeschalten, haben also nicht ausgelöst. Auch der FI-Schalter war in Ordnung. Im Keller habe ich dann gesehen, dass die 63A Sicherung vor und nach dem Zähler ausgelöst hat, also ausgeschalten ist. Nach Beratung mit einem Nachbarn, haben alle Wohnungssicherungen ausgeschalten und dann die Hauptsicherung wieder eingeschalten. Sie bliebt auch drinnen. Dann haben wir jede einzelne Sicherung in unserer Wohnung wieder eingeschalten und jede blieb drinnen und wir haben jetzt auch wieder überall Strom. Jetzt raten wir gerade warum die Hauptsicherung ausgelöst hat? Es waren eigentlich nicht viele Geräte an. Ein paar LED Leuchten, mein PC mit Monitor, zwei Handys wurden geladen und Kühlschrank und Gefriertruhe waren an. Mein PC braucht zwar viel Leistung, aber sicher weniger als 1kW. Zusammen mit den anderen Verbrauchern komme ich nicht ansatzweise auf 63A. Außerdem hätte dann doch auch eine Sicherung in der Wohnung auslösen müssen, oder nicht? Meine Frage an die Experten: Da jetzt alles wieder geht, wie sollen wir damit umgehen? Sollen wir warten bis es nochmal passiert? Sollten wir sofort einen Elektriker anrufen? Sollen wir auf etwas bestimmtes achten? Viele Grüße Sebi (Ich war zwar in der Berufsfachschule Elektrotechnik und interessiere mich privat für Elektronik, weiß also ein bisschen was. Aber wenn die Sicherungen fliegen, vor allem die Hauptsicherung, dann überlasse ich das lieber den Experten)
Den Grund für das Auslösen wirst du nicht finden. Ein Grund könnte sein dass sich mehrere Verbraucher wie Kühlschränke etc. gleichzeitig eingeschaltet haben. Dafür einen Thread zu eröffnen, ohne dass hier niemand auch nur im geringsten die örtlichen Gegebenheiten kennt, ist eigentlich sinnlos. Sollte der Effekt in Zukunft öfter auftreten ist es ein Fall für einen Elektriker. Hatte die ausgelöste Sicherung tatsächlich 63A? Dein 2ter Absatz ist grausam geschrieben;-)
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Sebastian H. schrieb: > Im Keller habe ich dann gesehen, dass die 63A Sicherung vor und nach dem > Zähler ausgelöst hat, also ausgeschalten ist. Also einphasig 63A? Oder mehrere? Also 2 Sicherungen, eine vor und eine dahinter? Wenn es wirklich einphasig ist, sind 63A schnell zusammen, z.B. alle Herde auf voller Stufe. 4 Stockwerke = 4 Wohnungen? Was war mit den anderen 2 Nachbarn?
Sebastian H. schrieb: > Baujahr 1970. Die Sicherung ist im Laufe der Zeit oxidiert, deshalb hat sie aufgegeben...
Könnte ein kurzzeitiger Stromausfall gewesen sein. Den Effekt habe ich durch ein paar Standby-Schaltnetzteile bei mir auch, wenn kurz der Strom weg ist fliegt bei Netzwiederkehr der 16A LSS für den Steckdosenkreis des Zimmers wegen des Einschaltstromes. Kann auch sein, daß die Sicherungen schon recht stark belastet waren und dann noch irgendwo ein Kurzschluss aufgetreten ist. Dann fliegen auch gerne mehrere Sicherungen gleichzeitig bzw. die Selektivität klappt dann nicht mehr so gut.
Eine Schmelzsicherung altert auch, gerade wenn sie in der Nähe des Grenzwertes belastet wird. Auch viele schnelle Wechsel im Stromdurchfluss trägt deutlich dazu bei. Also, solange die neue Sicherung heile bleibt, ist vermutlich alles im grünen Bereich. Und Anlaufströme etc. wurden ja hier schon genannt.
Bitte entschuldigt für die schlechte Beschreibung meinerseits. Die Hauptsicherungen sind dreiphasig mit einem Schalter, einmal mit großen Kasten vor dem Zähler und dann nochmal in kleiner direkt hinter dem Zähler. Die dreiphasige Sicherung hinter dem Zähler (also zwischen Zähler und Wohnung) hat auch drei runde "Dinger", die aussehen als wären diese reingedreht oder -gesteckt - vielleicht sind das zusätzlich Schmelzsicherungen? Wegen den 63A: Es können auch 64A gewesen sein. Aber es war auf jeden Fall eine 6 davor mit drei Phasen. In der Wohnung haben wir dann 17 Sicherungen, davon ein FI, drei für den Herd, drei für den Backofen, und dann nochmal für jedes Zimmer mind. Eine. Ich bin mir recht sicher, dass das alles 16A sind, aber ich müsste nochmal nachschauen. Das Haus hat Erdgeschoss bis zum dritten Stock und jedes Stockwerk hat 3 Wohnungen. Zusätzlich gibt es einen Fahrstuhl. Eigentlich hat das ganze Gebäude drei Eingänge und somit auch drei Hausnummer. Die drei Teile sind getrennt, man kommt von einem Teil nicht in die anderen Zwei - auch nicht durch den Keller. Unser Teil hat die 3 Wohnungen pro Stockwerk. Die anderen Teile haben 2 pro Stock. Wichtig war mir zu hören, dass wir schauen sollen, ob das nochmal passiert. Ein befreundeter E-Techniker meinte auch, dass das durchaus mal passieren kann und erst wenn es in den nächsten Tagen nochmal passiert ein Problem wäre. Ich weiß natürlich dass ein Forum hier keine genaue Diagnose stellen kann. Ich hatte nur Angst, dass das kritisch ist und mir jetzt die Wohnung abbrennt oder so. Deswegen habe ich hier geschrieben, ob man sofort den Elektriker braucht, etc. Vielen Dank für die Antworten. :-)
1. ist die Anlage auch von 1970? Gab es da schon schaltbare Hauptsicherungen? 2. Ein Nachbar kann es nicht gewesen sein? Oft ist eine Stromunterbrechnung gut um die Lautstärke in der Wohnung zu reduzieren..
Sebastian H. schrieb: > Ich weiß natürlich dass ein Forum hier keine genaue Diagnose stellen > kann. Ich hatte nur Angst, dass das kritisch ist und mir jetzt die > Wohnung abbrennt oder so. Deswegen habe ich hier geschrieben, ob man > sofort den Elektriker braucht, etc. Sorry, aber bei den Bedenken hätte ich einen Elektriker gerufen anstatt einen Thread aufzumachen. Vor allem geht es hier um uC und Elektronik. Für deinen Fall gibt es sicherlich geeignetere Foren. Wenn dir ein Bein weh tut..machst du dann auch einen Thread auf, anstatt zum Arzt zu gehen?
Jörg R. schrieb: > Dein 2ter Absatz ist grausam geschrieben;-) Die ganzen "ausgeschalten" und "eingeschalten" auch.
Um 2000 rum wollten einige TAB SLS vor die Zähler bei Neubau und entsprechender Modernisierung haben. Aber direkt hinter dem Zähler waren da auch noch Schmelzsicherungen pro Phase üblich, abseits vom FI. Schade, dass so Kästen keine Selfies machen können.
Luftfeuchte, Kondensationsnäße durch den Stromstoß verdampft und damit erstmal Ruhe. Kleingetier löst auch schon mal Kurzschluss, beispielsweise der berüchtigte Automarder. Also mal nach verbrannten Häufchen Ausschau halten.
Gab es Bauarbeiten im Haus? Evtl hat ja jemand die Leitung leicht angebohrt. Genau für den Fall ist die von dir genannte Sicherung da. Falls Mietwohnung würde ich den Vorfall dem Vermieter berichten dann kann/darf/soll er entscheiden ob sich das ein Elektriker anschaut.
Es gab sicher keinen Kurzschluss, sondern nur eine uralte Sicherung...
Ich hatte so einen Fall zuletzt voriges Jahr mit einer 35 A Sicherung, die Korrosion gab ihr den Rest bei Betrieb von nur Beleuchtung und Fernseher...
Bruno V. schrieb: > Was war mit den anderen 2 Nachbarn? Der eine ganz unscheinbare von den beiden hatte turnusmäßig wieder seinen selbstgebauten Teslatrafo eingeschaltet und leider vergessen, das lange Verlängerungskabel davor zu schalten, das Einschaltstromstöße abfedert. Dumm gelaufen halt. Klar, daß der sich erst mal still verhält mit Taschenlampe im Mund, wenn es dunkel wird. Bradward B. schrieb: > Kondensationsnäße Wozu zwei s verschwenden, wenn man noch genügend der scharfen S übrig hat? mfg
Sebastian H. schrieb: > Die dreiphasige Sicherung hinter dem Zähler (also zwischen Zähler und > Wohnung) hat auch drei runde "Dinger", die aussehen als wären diese > reingedreht oder -gesteckt - vielleicht sind das zusätzlich > Schmelzsicherungen? Ein Bild kann mehr als tausend Vermutungen sagen ..
Rainer W. schrieb: > Ein Bild kann mehr als tausend Vermutungen sagen .. Stimmt, weil dann bekannt ist, was für Sicherungen das waren. Das Bild muss aber so sein, dass die Typ-Bezeichnung lesbar ist. Die NH-Sicherungen scheinen nicht ausgelöst zu haben. Es gibt auch Häuser, da sind zwei Sicherungsautomaten drin. Einer ist vor der Stromzähler und einer ist nach dem Stromzähler. Wie der Zufall so spielt, sind beide zufälligerweise Kombileistungsschutzschalter, die zugleich auch FI sind.
Noch ein mögliches Ausfallszenario: Sebastian H. schrieb: > Ein paar LED Leuchten, mein PC mit Monitor Das hört sich nach Schaltnetzteilen an. Wenn das bei den Nachbarn so ähnlich aussieht und "ein paar" auch schon mal etwas großzügiger ausgelegt ist, ergibt das nach einer Netzunterbrechung einen dicken Einschaltstrom (Inrush Current), zumal wenn dann noch gleichzeitig Kompressoren von Kühlschränken und Kühltruhen anspringen. Weil alle Wohnungen gleichzeitig grenzwertige Ströme ziehen, zumindest in dem Fall, dass die Schaltnetzteile ohne Einschaltstrombegrenzung am Netz hängen, summiert sich das. Je nach dem, was bei der Auslegung als Gleichzeitigkeitsfaktor zu Grunde gelegt wurde, kann es dann passieren, dass die Wohnungssicherungen noch nicht auslösen, aber die Hauptsicherung. Das hängt dann auch an der Impulsform.
Das einzig sinnvolle wäre, Vorkehrungen zu treffen, das ein folgendes Ereignis gleicher Art keine oder geringere Schäden hinterlässt. Also Taschenlampe bereit halten, Zugang zum Sicherung auch im stromlosen Fall gewährleisten. Ansonsten Zeitpunkt ausfschreiben, dann kann man eventuell später eine Statistik machen. Manche nutzen die Gelgenheit für eine optische Inspektion der gesamten Hausverkablung. Also auch mal Sofa vorziehen und eventuell dahinter verborgene Steckdosen etc. auf Schmauch/Brand-spuren anschauen. Kabel mit Knickstellen (Türblatt) könnten auch kritisch sein.
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