Forum: Haus & Smart Home Hauptsicherung rausgeflogen - nach einschalten wieder alles okay


von Sebastian H. (sebihepp)


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Hallo,

wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus mit 4 Stockwerken und Baujahr 1970. 
Heute Abend (vor kurzem) war plötzlich der Strom in der ganzen Wohnung 
aus. Unsere Sicherungen in der Wohnung waren aber alle noch 
eingeschalten, haben also nicht ausgelöst. Auch der FI-Schalter war in 
Ordnung.

Im Keller habe ich dann gesehen, dass die 63A Sicherung vor und nach dem 
Zähler ausgelöst hat, also ausgeschalten ist. Nach Beratung mit einem 
Nachbarn, haben alle Wohnungssicherungen ausgeschalten und dann die 
Hauptsicherung wieder eingeschalten. Sie bliebt auch drinnen. Dann haben 
wir jede einzelne Sicherung in unserer Wohnung wieder eingeschalten und 
jede blieb drinnen und wir haben jetzt auch wieder überall Strom.

Jetzt raten wir gerade warum die Hauptsicherung ausgelöst hat? Es waren 
eigentlich nicht viele Geräte an. Ein paar LED Leuchten, mein PC mit 
Monitor, zwei Handys wurden geladen und Kühlschrank und Gefriertruhe 
waren an.

Mein PC braucht zwar viel Leistung, aber sicher weniger als 1kW. 
Zusammen mit den anderen Verbrauchern komme ich nicht ansatzweise auf 
63A. Außerdem hätte dann doch auch eine Sicherung in der Wohnung 
auslösen müssen, oder nicht?

Meine Frage an die Experten: Da jetzt alles wieder geht, wie sollen wir 
damit umgehen? Sollen wir warten bis es nochmal passiert? Sollten wir 
sofort einen Elektriker anrufen? Sollen wir auf etwas bestimmtes achten?

Viele Grüße
Sebi

(Ich war zwar in der Berufsfachschule Elektrotechnik und interessiere 
mich privat für Elektronik, weiß also ein bisschen was. Aber wenn die 
Sicherungen fliegen, vor allem die Hauptsicherung, dann überlasse ich 
das lieber den Experten)

von Jörg R. (solar77)


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Den Grund für das Auslösen wirst du nicht finden. Ein Grund könnte sein 
dass sich mehrere Verbraucher wie Kühlschränke etc. gleichzeitig 
eingeschaltet haben.

Dafür einen Thread zu eröffnen, ohne dass hier niemand auch nur im 
geringsten die örtlichen Gegebenheiten kennt, ist eigentlich sinnlos.

Sollte der Effekt in Zukunft öfter auftreten ist es ein Fall für einen 
Elektriker.

Hatte die ausgelöste Sicherung tatsächlich 63A?

Dein 2ter Absatz ist grausam geschrieben;-)

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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Sebastian H. schrieb:
> Im Keller habe ich dann gesehen, dass die 63A Sicherung vor und nach dem
> Zähler ausgelöst hat, also ausgeschalten ist.

Also einphasig 63A? Oder mehrere?
Also 2 Sicherungen, eine vor und eine dahinter?

Wenn es wirklich einphasig ist, sind 63A schnell zusammen, z.B. alle 
Herde auf voller Stufe.

4 Stockwerke = 4 Wohnungen? Was war mit den anderen 2 Nachbarn?

von Mani W. (e-doc)


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Sebastian H. schrieb:
> Baujahr 1970.

Die Sicherung ist im Laufe der Zeit oxidiert, deshalb hat sie
aufgegeben...

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Könnte ein kurzzeitiger Stromausfall gewesen sein. Den Effekt habe ich 
durch ein paar Standby-Schaltnetzteile bei mir auch, wenn kurz der Strom 
weg ist fliegt bei Netzwiederkehr der 16A LSS für den Steckdosenkreis 
des Zimmers wegen des Einschaltstromes.

Kann auch sein, daß die Sicherungen schon recht stark belastet waren und 
dann noch irgendwo ein Kurzschluss aufgetreten ist. Dann fliegen auch 
gerne mehrere Sicherungen gleichzeitig bzw. die Selektivität klappt dann 
nicht mehr so gut.

von Ove M. (Firma: ;-) gibt es auch) (hasenstall)


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Eine Schmelzsicherung altert auch, gerade wenn sie in der Nähe des 
Grenzwertes belastet wird. Auch viele schnelle Wechsel im 
Stromdurchfluss trägt deutlich dazu bei. Also, solange die neue 
Sicherung heile bleibt, ist vermutlich alles im grünen Bereich. Und 
Anlaufströme etc. wurden ja hier schon genannt.

von Sebastian H. (sebihepp)


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Bitte entschuldigt für die schlechte Beschreibung meinerseits.

Die Hauptsicherungen sind dreiphasig mit einem Schalter, einmal mit 
großen Kasten vor dem Zähler und dann nochmal in kleiner direkt hinter 
dem Zähler. Die dreiphasige Sicherung hinter dem Zähler (also zwischen 
Zähler und Wohnung) hat auch drei runde "Dinger", die aussehen als wären 
diese reingedreht oder -gesteckt - vielleicht sind das zusätzlich 
Schmelzsicherungen?

Wegen den 63A: Es können auch 64A gewesen sein. Aber es war auf jeden 
Fall eine 6 davor mit drei Phasen. In der Wohnung haben wir dann 17 
Sicherungen, davon ein FI, drei für den Herd, drei für den Backofen, und 
dann nochmal für jedes Zimmer mind. Eine. Ich bin mir recht sicher, dass 
das alles 16A sind, aber ich müsste nochmal nachschauen.

Das Haus hat Erdgeschoss bis zum dritten Stock und jedes Stockwerk hat 3 
Wohnungen. Zusätzlich gibt es einen Fahrstuhl. Eigentlich hat das ganze 
Gebäude drei Eingänge und somit auch drei Hausnummer. Die drei Teile 
sind getrennt, man kommt von einem Teil nicht in die anderen Zwei - auch 
nicht durch den Keller. Unser Teil hat die 3 Wohnungen pro Stockwerk. 
Die anderen Teile haben 2 pro Stock.

Wichtig war mir zu hören, dass wir schauen sollen, ob das nochmal 
passiert. Ein befreundeter E-Techniker meinte auch, dass das durchaus 
mal passieren kann und erst wenn es in den nächsten Tagen nochmal 
passiert ein Problem wäre.

Ich weiß natürlich dass ein Forum hier keine genaue Diagnose stellen 
kann. Ich hatte nur Angst, dass das kritisch ist und mir jetzt die 
Wohnung abbrennt oder so. Deswegen habe ich hier geschrieben, ob man 
sofort den Elektriker braucht, etc.

Vielen Dank für die Antworten. :-)

von Hardy F. (hflor)


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1. ist die Anlage auch von 1970? Gab es da schon schaltbare 
Hauptsicherungen?

2. Ein Nachbar kann es nicht gewesen sein? Oft ist eine 
Stromunterbrechnung gut um die Lautstärke in der Wohnung zu reduzieren..

von Jörg R. (solar77)


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Sebastian H. schrieb:
> Ich weiß natürlich dass ein Forum hier keine genaue Diagnose stellen
> kann. Ich hatte nur Angst, dass das kritisch ist und mir jetzt die
> Wohnung abbrennt oder so. Deswegen habe ich hier geschrieben, ob man
> sofort den Elektriker braucht, etc.

Sorry, aber bei den Bedenken hätte ich einen Elektriker gerufen anstatt 
einen Thread aufzumachen. Vor allem geht es hier um uC und Elektronik. 
Für deinen Fall gibt es sicherlich geeignetere Foren.

Wenn dir ein Bein weh tut..machst du dann auch einen Thread auf, anstatt 
zum Arzt zu gehen?

von Matthias S. (dachs)


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Jörg R. schrieb:
> Dein 2ter Absatz ist grausam geschrieben;-)

Die ganzen "ausgeschalten" und "eingeschalten" auch.

von H. H. (hhinz)


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Wo steht denn die Hütte?

von Ralf X. (ralf0815)


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Um 2000 rum wollten einige TAB SLS vor die Zähler bei Neubau und 
entsprechender Modernisierung haben.
Aber direkt hinter dem Zähler waren da auch noch Schmelzsicherungen pro 
Phase üblich, abseits vom FI.
Schade, dass so Kästen keine Selfies machen können.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Luftfeuchte, Kondensationsnäße
durch den Stromstoß verdampft und damit erstmal Ruhe.

Kleingetier löst auch schon mal Kurzschluss, beispielsweise der 
berüchtigte Automarder. Also mal nach verbrannten Häufchen Ausschau 
halten.

von Timo S. (kaffeetas)


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Gab es Bauarbeiten im Haus? Evtl hat ja jemand die Leitung leicht 
angebohrt. Genau für den Fall ist die von dir genannte Sicherung da. 
Falls Mietwohnung würde ich den Vorfall dem Vermieter berichten dann 
kann/darf/soll er entscheiden ob sich das ein Elektriker anschaut.

von Mani W. (e-doc)


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Es gab sicher keinen Kurzschluss, sondern nur eine uralte
Sicherung...

von Mani W. (e-doc)


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Ich hatte so einen Fall zuletzt voriges Jahr mit einer 35 A
Sicherung, die Korrosion gab ihr den Rest bei Betrieb von
nur Beleuchtung und Fernseher...

von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Bruno V. schrieb:
> Was war mit den anderen 2 Nachbarn?

Der eine ganz unscheinbare von den beiden hatte turnusmäßig wieder 
seinen selbstgebauten Teslatrafo eingeschaltet und leider vergessen, das 
lange Verlängerungskabel davor zu schalten, das Einschaltstromstöße 
abfedert. Dumm gelaufen halt. Klar, daß der sich erst mal still verhält 
mit Taschenlampe im Mund, wenn es dunkel wird.

Bradward B. schrieb:
> Kondensationsnäße

Wozu zwei s verschwenden, wenn man noch genügend der scharfen S übrig 
hat?

mfg

von Rainer W. (rawi)


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Sebastian H. schrieb:
> Die dreiphasige Sicherung hinter dem Zähler (also zwischen Zähler und
> Wohnung) hat auch drei runde "Dinger", die aussehen als wären diese
> reingedreht oder -gesteckt - vielleicht sind das zusätzlich
> Schmelzsicherungen?

Ein Bild kann mehr als tausend Vermutungen sagen ..

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Rainer W. schrieb:
> Ein Bild kann mehr als tausend Vermutungen sagen ..

Stimmt, weil dann bekannt ist, was für Sicherungen das waren. Das Bild 
muss aber so sein, dass die Typ-Bezeichnung lesbar ist.

Die NH-Sicherungen scheinen nicht ausgelöst zu haben. Es gibt auch 
Häuser, da sind zwei Sicherungsautomaten drin. Einer ist vor der 
Stromzähler und einer ist nach dem Stromzähler. Wie der Zufall so 
spielt, sind beide zufälligerweise Kombileistungsschutzschalter, die 
zugleich auch FI sind.

von Rainer W. (rawi)


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Noch ein mögliches Ausfallszenario:

Sebastian H. schrieb:
> Ein paar LED Leuchten, mein PC mit Monitor

Das hört sich nach Schaltnetzteilen an. Wenn das bei den Nachbarn so 
ähnlich aussieht und "ein paar" auch schon mal etwas großzügiger 
ausgelegt ist, ergibt das nach einer Netzunterbrechung einen dicken 
Einschaltstrom (Inrush Current), zumal wenn dann noch gleichzeitig 
Kompressoren von Kühlschränken und Kühltruhen anspringen.

Weil alle Wohnungen gleichzeitig grenzwertige Ströme ziehen, zumindest 
in dem Fall, dass die Schaltnetzteile ohne Einschaltstrombegrenzung am 
Netz hängen, summiert sich das. Je nach dem, was bei der Auslegung als 
Gleichzeitigkeitsfaktor zu Grunde gelegt wurde, kann es dann passieren, 
dass die Wohnungssicherungen noch nicht auslösen, aber die 
Hauptsicherung. Das hängt dann auch an der Impulsform.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Das einzig sinnvolle wäre, Vorkehrungen zu treffen, das ein folgendes 
Ereignis gleicher Art keine oder geringere Schäden hinterlässt.

Also Taschenlampe bereit halten, Zugang zum Sicherung auch im stromlosen 
Fall gewährleisten.
Ansonsten Zeitpunkt ausfschreiben, dann kann man eventuell später eine 
Statistik machen.

Manche nutzen die Gelgenheit für eine optische Inspektion der gesamten 
Hausverkablung. Also auch mal Sofa vorziehen und eventuell dahinter 
verborgene Steckdosen etc. auf Schmauch/Brand-spuren anschauen. Kabel 
mit Knickstellen (Türblatt) könnten auch kritisch sein.

: Bearbeitet durch User
von Georg M. (g_m)


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