Hallo, ich habe in einem Gerät einen 120er Lüfter mit 38mm Dicke, laut Datenblatt liefert er 160qm/h. Er ist mit 1,5A bei 12V nicht sehr sparsam. Ich wollte ihn durch zwei mit 25mm Dicke ersetzen, in der Dicke sind sie mit weniger Leistung zu bekommen. Ca. 3-5W, schaffen aber nur 90qm/h. Kennt jemand eine Berechnung des Summenluftstrom, wenn beide aufeinander geschraubt sind? Geht das eigentlich so einfach, wie ich mir das denke? Hardy
Die Druckdifferenz halbiert sich. Ohne Kennlinie der Lüfter kann man nur grob schätzen. P.S.: qm = Quadratmeter
Vieles hat in der Technik quadratische oder noch extremere Auswirkungen, je nach Wusch mit negativer Auswirkung. Identische Ventilatoren zu stapeln ist eine nur in der Lagerhaltung sinnvoll, im Betrieb nicht.
Ralf X. schrieb: > Identische Ventilatoren zu stapeln ist eine nur in der Lagerhaltung > sinnvoll, im Betrieb nicht. Ach wo.
Ohne Experte für Strömungsdynamik zu sein, kann man sich bildlich vorstellen, daß der zweite Lüfter nicht mehr so viel bringt. Denn de erste bringt die Luft ja schon etwas in Rotation, die Schaufeln des zweiten können sich nicht mehr genauso in die Luft "fressen", da diese nicht stillsteht bzw. langsam in den Lüfter hineinströmt, sondern schon mit einer gewissen Geschwindigkeit in derselben Richtung wie die Lüfterschaufel rotiert. In Zahlen fassen kann ich das natürlich nicht. Zweitens denke ich, daß die Volumenstrom-Angaben freiblasend sind. Das Argument der halben Druckdifferenz - zunächst einleuchtend - zählt also irgendwie doch nicht. Zumindest nicht, wenn man einfach die Volumenstrom-Angaben vergleicht. Es mag sein, daß der reale Volumenstrom im Einbaufall je nach Druckdifferenz auf niedrigere Werte einbricht - und daß dann der Fall zweier Lüfter etwas besser ist. Aber auch hier sind Zahlen schwierig. Ein bißchen wie das Herumjonglieren mit der Leistung von doppelstöckigen oder einfachen Peltierelementen, mit dem Unterschied, daß man dort den Wärmestrom besser messen kann.
Du musst die Kennlinien von Pumpe und Anlage kennen. https://www.sbz-monteur.de/heizung/parallel-und-reihenschaltung Zudem kommt der Dralleffekt dazu. Tom H. schrieb: > Denn de erste bringt die Luft ja schon etwas in Rotation, die Schaufeln > des zweiten können sich nicht mehr genauso in die Luft "fressen", da > diese nicht stillsteht bzw. langsam in den Lüfter hineinströmt, sondern > schon mit einer gewissen Geschwindigkeit in derselben Richtung wie die > Lüfterschaufel rotiert. Im Optimalfall findest du gegenläufige Lüfter. Da kannst du ca 30% effizienter werden.
Hardy F. schrieb: > Geht das eigentlich so einfach, wie ich mir das denke? Wenn man den Volumenstrom erhöhen will, schaltet man Lüfter parallel, wenn man bei gegebenem Volumenstrom den Druck erhöhen will, schaltet man sie hintereinander.
Tom H. schrieb: > sondern schon mit einer gewissen Geschwindigkeit in derselben Richtung wie die > Lüfterschaufel rotiert. Aus diesem Grunde gibt es dafür ein Rohrstück von rund 15cm Länge, das innen drin große gebogene Lamellen hat um die Rotation wieder heraus zu nehmen. Die andere Variante ist, dass der zweite Lüfter in Gegenrichtung rotiert. Wie Reiner schon schrieb, dient das nur zur Druckerhöhung und nicht zu Volumenvergrößerung. Wenn allerdings Dein Gerät den Luftstrom so bremst, dass von den 160 m³/h tatsächlich nur 50 m³/h durchkommen, dann würde das etwas bringen. Um das herauszufinden müßtest Du mit einem Luftdrucksensor den Druck vor und nach dem Lüfter messen. D.h. ein bis zwei Euro für sowas opfern: BMP180 Digitaler Luftdruck Sensor/Modul I2C für Arduino https://www.christians-shop.de/BMP180-Digitaler-Luftdruck-Sensor-Modul-I2C-fuer-Arduino
Ohne irgendwelche Begriffe zu kennen (Dralleffekt?) hätte ich spontan gesagt das kann nicht funktionieren, Lüfter sollte man immer für sich allein stehen lassen. Auf keinen Fall würde ich welche direkt aufeinander setzen, und selbst mit einigem Abstand in der Röhre wäre ich nicht drauf gekommen dass das irgendwas bringt. Die Idee mit gegenläufiger Rotationsrichtung leuchtet ein, aber auch da würde ich einen Abstand vorsehen.
Man kann sich ersatzweise die Verdichterstufe einer Turbine anschauen. Falls, und nur falls, man dort bei den einzelnen Unterstufen gleiche Durchmesser und Blattsteigungen findet, kann man davon ausgehen, dass zwei identische Lüfter hintereinander sinnvoll sind. https://de.wikipedia.org/wiki/Turbokompressor#/media/Datei:Axialkompressor.jpg Das Thema Leitschaufeln lass ich mal aus, um nicht zu überfordern.
Nick schrieb: > Das Thema Leitschaufeln lass ich mal aus, um nicht zu überfordern. Das wäre dann das bereits erwähnte Lamellenrohrstück?
Nick schrieb: > Das Thema Leitschaufeln lass ich mal aus, um nicht zu überfordern. Alexander schrieb: > Das wäre dann das bereits erwähnte Lamellenrohrstück? Ja, das ich hatte ich damit gemeint und den Fachbegriff ausgelassen: Dieter D. schrieb: > gebogene Lamellen hat um die Rotation wieder heraus zu nehmen.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.