Guten Morgen zusammen,
ich komme zwar eher aus der Softwarefraktion, habe aber "einst" ein
technisches Gymnasium besucht und dort zumindest die Elektronik Basics
beigebogen bekommen
Ich benutze seit vielen Jahren Rasierapparate des Typs Remington PR1350
Normalerweise hielten die Dinger so ca. 4 Jahre (dann waren die Messer
stumpf und der Akku hat aufgegeben - leider sind Ersatzmessersaetze
teurer als eine Neubeschaffung - Dies hat dann zur Entsorgung gefuehrt)
Jetzt hatte ich binnen kurzer Zeit (gerade mal ueber die 2 Jahre) 2
Ausfaelle
(Keine Ladeanzeige und auch keine Ladung des Akkus)
OK, da man den Akku zur Entsorgung entnehmen soll, ist im Handbuch auch
das Zerlegen des Rasierapparates beschrieben - geht weitgehend
zerstoerungsfrei
OK, also zerlegt - oh, da haengt ein Bauteil frei (mit gebrochenem
Anschlussbeinchen) - aha, was soll das?
Die Stelle wird beim Ein-/Ausstecken der Spannungsversorgung (Netzteil)
mechanisch immer etwas belastet
Dies, verbunden mit der Unart, das Bauteil mit Heisskleber am Akku
festzulegen fuehrt schlussendlich zum Bruch des/der Anschlussbeinchen
Die Instandsetzung erwies sich als einfach - Beinchen wieder verloeten -
gut is - (Die Aufladung des Akkus funktioniert wieder - auch die
Lade-LED ist wieder gruen - Ladezeit bis Volladung ist wieder normal -
ca. 4-5h)
Es stellen sich jetzt ein paar Fragen:
i) Was soll das? (geplante Obsoleszenz?)
ii) Was, zum Teufel, ist das fuer ein Bauteil?
Die Markierung auf der Platine zeigt und sagt NTC
Pardon, wenig glaubhaft - ohne Ladespannungsversorgung ist das Ding
hochohmig, bei anliegender Versorgungsspannung (5V) messe ich 0,714V
Also eher eine Diode, oder?
Beschriftet ist das Teil nicht - es ist ein kleiner Glaskoerper
mit schwarzem Strich in der Mitte(sic!) - bei einer Diode haette ich
den
Strich an einem Ende erwartet
Vielleich kann mich ja jemand aufklaeren, damit ich nicht "Dumm
sterbe"
Ansonsten, vielleicht hilft die Beschreibung denjenigen, die solche
Rasierapparate verwenden
Viele Gruesse aus dem Sueden der Republik
Udo
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Udo Edwin F. schrieb: > Die Markierung auf der Platine zeigt und sagt NTC > Pardon, wenig glaubhaft - ohne Ladespannungsversorgung ist das Ding > hochohmig, bei anliegender Versorgungsspannung (5V) messe ich 0,714V > Also eher eine Diode, oder? > Beschriftet ist das Teil nicht - es ist ein kleiner Glaskoerper > mit schwarzem Strich in der Mitte(sic!) - bei einer Diode haette ich > den > Strich an einem Ende erwartet NTCs in DO-35 oder DO-41 sind nichts ungewöhnliches. Und deine "Messung" ist einfach Murks.
Hast Du Dir die Bilder mal angesehen, bevor Du sie hier hochgeladen hast?
Hallo hhinz, hmmm, ich schaetze deine Fachkompetenz - in Sachen Bauteile, duerften nur wenige ueber einen derartigen Wissensschatz verfuegen Sei aber bitte so gut und gestatte Anderen, nur ueber begrenzte Kompetenzen zu verfuegen - Danke Es waere freundlicher gewesen statt einfach "Murks" auszuwerfen, zu sagen, was sinnvoll waere Dass NTCs in diesen Bauformen auftreten, war mir, nur zum Beispiel, nicht bekannt Udo
Hallo Harald, was hast du zu bemaengeln? Ich habe die Bilder sogar "heruntergerechnet" (20% Original) Leider ist das "Corpus delicti" recht klein, etwas erkennen sollte man schon koennen, oder? Danke Udo
zu den Bildern (an den TO): Was ist der Unterschied zwischen "pic2" und "pic3"? Was genau kann man dort mehr oder anders sehen, was bei der Fehlersuche helfen könnte? fachlich: Udo Edwin F. schrieb: > (gerade mal ueber die 2 Jahre) 2 Ausfaelle > i) Was soll das? (geplante Obsoleszenz?) das das irgendwie "geplant" ist, ist eher unwahrscheinlich. Du musst nicht jeden Begriff aufgreifen, den das Internet dir hinwirft. Akkus haben keine unendliche Lade-Zyklen. Obwohl LiFePo deutlich höhere Zyklenanzahl als normale LiIon Zellen haben soll, kann es dennoch sein, dass: a) der Lieferant der Zellen unangekündigt absichtlich oder unabsichtlich Schrott geliefert hat b) Die Lade-Elektronik der Zellen im Gerät selbst schlecht ist und die Zellen zerquält. Ausserdem kann dein Motor, oder die Scherblatt-Mechanik hoffnungslos verschmutzt sein, und nicht mehr geschmeidig gleiten. Fazit: 0. miss die Stromaufnahme des Motors, wenn der über ein Labornezteil gespeist wird, und mach dir einen Reim drauf. 1. Löte die Zellen aus, miss deren Innenwiderstand und Ladekapazität. Vermutlich taugen die nur noch, um eine LED Grableuchte zu betreiben. 2. Besorge dir neue hochstromfähige Zellen, löte diese ein, und nutze deinen Raiserer wieder wie gewohnt.
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Udo Edwin F. schrieb: > was hast du zu bemaengeln? Einerseits: Aus irgendeinem Grund sind die Bilder im Hochformat, aber auf jedem davon liegt das Objekt QUER, d.h. nutzt so wenig Bildfläche wie möglich. Andererseits: Nichts von dem, was Du ausführlich in Prosa beschreibst, ist auf diesen Bildern zu erkennen. Das eine, auf dem man den kompletten Rasierer zeigt, zeigt vor allem 95 % anderer Dinge, und die beiden anderen Bilder zeigen jetzt auch nicht allzu viel, was über die Beschriftung des Akus hinausgeht. Man könnte vermuten, daß der weiße Klecks in der Bildmitte den NTC zeigen soll, aber Details sind nicht erkennbar, weil dazu das Bild rund um diesen NTC etwa 98% anderen, irrelevanten Kram enthält.
Hallo Harald, ich bitte um Vergebung und gelobe Besserung Ich bin, leider, kein geuebter Fotograf OK, PIC2 und PIC3 zeigen die gebrochenen Anschlussbeinchen (pardon, aber bei mir ist es erkennbar) Vermutlich muss ich tatsaechlich mit Vergroesserung deutlich naeher ran Warum die Bild im Hochformat dargestellt werden - hmmm, gerade ausprobiert (wenn ich Querformat will, muss ich auch mit dem Smarty quer fotografieren) Na ja, ich bin ja noch lernfaehig Auf alle Faelle, Danke fuer die Hinweise - ich werde mich daran halten Udo
Udo Edwin F. schrieb: > Die Markierung auf der Platine zeigt und sagt NTC und dieser ist einfach Bestandteil der Ladeelektronik und überwacht die Zelltemperatur
Hallo wegstabenverbuchler, nichts fuer ungut Hmmm, es gibt etwas das heisst Standzeit - Die sehe ich bei derartigen Geraetschaften, einfach durch die mechanische Abnutzung bei ca. 4-5 Jahren Das deckt sich auch mit der Realitaet Ein Ersatz der Scherkoepfe ist wirtschaftlich unsinnig (Messersatz - ca. 36EUR, Neugeraet ca. 40 EUR) Das andere ist eine mechanisch unglueckliche Konstruktion, die den bedrahteten Widerstand mechanisch belastet (Danke hhinz - ich gehe jetzt von einem Widerstand aus) Das fuehrt, wie wir hier beispielhaft sehen, zu zusaetzlicher mechanischer Belastung des Bauteils (die Brueche liegen immer in den 90Grad Winkeln) Pardon, aber das sehe ich als besagte "geplante Obsoleszenz" an, denn das zusaetzliche Festlegen des Widerstandes mittels Heisskleber verhindert das sich das Bauteil mit der anderen Mimik bewegen kann und somit zusaetzliche Kraefte auf die Bauteilanschluesse wirken; Und von alleine hat sich der Widerstand nicht an den Akku geklebt Die Zelle und die Ladeelektronik hat bislang auch immer bis zum Ende der Standzeit gehalten Der Schluss war, dass ein mechanisches Problem ein Elektronisches ausloest - das bei den allermeisten Nutzern zur Entsorgung des Geraetes fuehrt Wenn das Ding nicht mehr funktioniert, werden wohl die wenigsten es zerlegen, sondern direkt entsorgen und Ersatz beschaffen (damit sind wir wieder am Anfang) Viele Gruesse Udo
Udo Edwin F. schrieb: > OK, PIC2 und PIC3 zeigen die gebrochenen Anschlussbeinchen > (pardon, aber bei mir ist es erkennbar) Da haben die Rentner wieder ihre Lesebrille nicht auf. Wenn man sonst nichts zu meckern hat..
Udo Edwin F. schrieb: > Pardon, aber das sehe ich als besagte "geplante Obsoleszenz" an, ich stosse mich etwas an den Begriff "geplant". Sicherlich sind Kostenentscheidungen die treibende Kraft: lieber einen Tups Kleber dran kleckern, anstelle eine teurere mechanische Klammer zu konstruieren. Dass dann die preiswertere Lösung auch gerne mal weniger lang überlebt, ist eine natürliche Folge. Die Kundschaft möchte halt nicht 2 EUR mehr bezahlen, wenn es das Vergleichsmodell vom Mitbewerber für 2 EUR weniger gibt. Naja, ist halt schon irgendie "geplant": Nämlich möglich kostengünstig zu produzieren, und nicht möglichst langlebig.
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Wegstaben V. schrieb: > Besorge dir neue hochstromfähige Zellen, löte diese ein, und nutze > deinen Raiserer wieder wie gewohnt. Das ist, fachlich gesehen, auch Quatsch! Im Bild ist ganz Klar eine mit LIFEPO4 beschriftete Zelle zu sehen. Noch nicht mal im weit verbreiteten 18650-Format. Diese Zellen sollten deutlich länger als nur zwei odrr vier Jahre durchhalten. Ich gehe auch mal davon aus, dass der Rasierer "eigentlich" nicht täglich geladen werden müsste, aber wegen der praktischen Aufbewahrung in der Ladeschale totgekocht bzw -geladen wird.
Wie läuft denn so eine „geplante Obzoleszenz“ ab? Hersteller baut absichtlich einen Fehler ein, Kunde ärgert sich. Kunde kauft trotzdem wieder das gleiche Gerät, weil er keine andere Chance hat?
Es handelt sich um einen Konstruktionsfehler, aber Absicht muss man da nicht unterstellen.
Harald A. schrieb: > Wie läuft denn so eine „geplante Obzoleszenz“ ab? siehe gleichnamige Doku Kaufen für die Müllhalde (2010)
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Harald A. schrieb: > Wie läuft denn so eine „geplante Obzoleszenz“ ab? Na ganz einfach: Bei den vier Jahre haltenden Rasierern haben sie noch drei Klebepunkte angebracht. Dann kam ein Sparmichel auf die Idee dass ein Klebepunkt für den Sensor reichen müsste, hat dabei aber nicht geschnallt, dass daran auch der Akku hängt...🙈
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