Phasensaldierung: PV-Anlagen und Stromzähler

OP #8027192
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Habe eine Verständnisfrage zur Phasensaldierung:

Wenn eine PV Anlage pro Phase 1500W produziert und ich auf Phase 1 einen Verbraucher von 3000W habe - werden dann abrechnungstechnisch 1500W eingespeist und vergütet (nach 1h: Speisung plus 1.5kWh), oder werden 3000W eingespeist und gleichzeitig 1500W bezogen (nach 1h: Bezug +1.5kW und Speisung +3kWh)? Letzteres wäre ja finanziell ungüstig...

#8027203
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Oliver S. schrieb:

In D sind grundsätzlich alle Zähler saldieren, ganz unabhängig von PV.

Das ist völliger Quatsch. Es gibt auch nichtsaldierende Zähler, keine Ahnung wie hoch der Prozentsatz ist.

Ich habe letzten Sommer einen neuen digitalen Zähler bekommen, welcher nicht saldiert.

Der Zähler zählt den einkommenden Strom, auf der Nummer 180 und den ausgehenden Strom auf der Nummer 280.

Was auf 280 raus geht, ist für mich verloren.

Es wird nicht verrechnet mit den eingehenden 180!

#8027383
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Der Zähler zählt den einkommenden Strom, auf der Nummer 180 und den ausgehenden Strom auf der Nummer 280.

Falls die von den Sonnenzellen her kommenden Drähte mit denen von der Restinstallation im Hause hinter dem Zähler (d.h. verbraucherseitig) zusammen verklemmt sind, MUSS der Zähler saldieren...

#8027389
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Schorsch M. schrieb:

Ich habe letzten Sommer einen neuen digitalen Zähler bekommen, welcher nicht saldiert.

Der Zähler zählt den einkommenden Strom, auf der Nummer 180 und den ausgehenden Strom auf der Nummer 280.

Das ist ein Zwei-Richtungszähler. https://www.vattenfall.de/glossar/zweirichtungszaehler

Solange da keine getrennten Anschlüsse für PV und Hausnetz sind, saldiert der auch.

Schorsch M. schrieb:

Was auf 280 raus geht, ist für mich verloren.

Eine Runde Mitleid. Es gibt genügend Möglichkeiten, dass das nicht so sein muss. Es liegt an Dir.

#8027436
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Schorsch M. schrieb:

Der Zähler zählt den einkommenden Strom, auf der Nummer 180 und den ausgehenden Strom auf der Nummer 280.

Unscharfe Formulierungen führen zu unscharfem Denken. Oder umgekehrt.

Kein Zähler zählt Strom, wie sollte das auch funktionieren. Stromzähler zählen (genauer 'messen') trotz ihres Namens Energie, nicht Strom.

Ein saldierender Zähler saldiert aber nicht über die Energiemengen (kWh, also das, was bezahlt wird), sondern über die Momentanleistungen (Watt) der drei Phasen. Siehe auch den Betreff, der über deinem Posting steht.

#8027452
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Rolf schrieb:

Ein saldierender Zähler saldiert aber nicht über die Energiemengen (kWh, also das, was bezahlt wird), sondern über die Momentanleistungen (Watt) der drei Phasen.

Das ist so m.W. nicht ganz korrekt. Sie saldieren den Energieverbrauch über einen gewissen (kurzen) Zeitraum. Wobei es meist nicht ganz klar ist (und auch geräteabhängig) über welches zeitliche Intervall saldiert wird. Eventuell saldieren sie bis zum Erreichen einer gewisse Energiemenge, z.B. 10Wh.

: Bearbeitet durch User
#8027477
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Udo S. schrieb:

Ein saldierender Zähler saldiert aber nicht über die Energiemengen (kWh, also das, was bezahlt wird), sondern über die Momentanleistungen (Watt) der drei Phasen.

Das ist so m.W. nicht ganz korrekt. Sie saldieren den Energieverbrauch über einen gewissen (kurzen) Zeitraum.

Die Werte an den 3 Phasen werden natürlich separat gemessen. Messen kann man aber nur Spannung und Strom, also Leistung. Die drei Leistungswerte saldiert (= addiert) man dann. Ob man sie vorher oder nachher mit der Zeitintervall-Länge multipliziert, ist nur eine Frage des internen Rechenverfahrens und ändert am Prinzip nichts. Man kann intern auch einen beliebigen Faktor drinhaben, wenn das für den Mikroprozessor günstiger ist.

#8027488
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Rolf schrieb:

Die drei Leistungswerte saldiert (= addiert) man dann.

Saldierend ist nicht nur eine Addition von 3 Leistungswerten!

Ein saldierender Zähler verrechnet den Bezug mit Lieferung und erzeugt somit ein Saldo. Wenn Bezug und Lieferung gleich sind, sollte der Zähler Null Verbrauch registrieren. Dieses ist bei meinem Zähler aber nicht gegeben, also saldiert er nicht.

Ist wie mit eurem Bankkonto, Ein- und Ausgang wird saldiert.

Beitrag #8027490 wurde von einem Moderator gelöscht.
#8027497
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Schorsch M. schrieb:

Ein saldierender Zähler verrechnet den Bezug mit Lieferung und erzeugt somit ein Saldo

Bitte, wenn man keine Ahnung hat, einfach die Klappe halten, oder sich informieren.

"Dabei wird berücksichtigt, wie viel Strom in das Netz eingespeist und wie viel aus dem Netz bezogen wird – und das über alle Phasen hinweg. Ohne Saldierung wird jede Phase separat betrachtet"

Saldierung betrifft nur die Phasen.

: Bearbeitet durch User
#8027509
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Schorsch M. schrieb:

Wenn Bezug und Lieferung gleich sind, sollte der Zähler Null Verbrauch registrieren. Dieses ist bei meinem Zähler aber nicht gegeben, also saldiert er nicht.

Wie macht das dein Zähler? Malt deine PV "ihre" Elektronen grün an und die aus dem Netz sind schwarz? Und dein Zähler zählt dann die grünen und schwarzen getrennt?

Im Ernst, schalte doch mal dein Hirn an. Wenn deine PV so viel Strom erzeugt wie du gerade selber verbrauchst, dann fließt kein Strom über den Zähler.

Außer deine PV hat einen eigenen Zähler und ist nicht mit deiner Hausinstallation verbunden.

#8027519
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Schorsch M. schrieb:

Für die ganz Blöden, wie den Hinz: https://senec.com/de/magazin/saldierender-zaehler

Blöd bist zunächst mal du. Der Schreiber des Beitrags, den du da zitiert hast, ist offensichtlich ein Schwurbelkopf, kein professioneller Autor. Das Elaborat ist ein unscharfes Gesabbel, kein brauchbarer Sachtext. Ist Marketing-Blabla von einem Unternehmen, das Verkaufen, nicht Bürger-klüger-machen als Geschäftsziel hat. Muss man als Leser natürlich erkennen können - Stichwort Medienkompetenz.

Trotzdem hier ein Satz aus dem Text, der halbwegs ok ist: "Ein saldierender Zähler gleicht diese Unterschiede aus, indem er die Ströme aller Phasen zusammenführt. Wird auf einer Phase Strom eingespeist und auf einer anderen gleichzeitig verbraucht, wird dies direkt verrechnet"

Beachte die Wörter "gleichzeitig" und "direkt".

Wenn du auf Phase 1 1000 Watt für den Küchenherd verbrauchst und zugleich auf Phase 2 aus der PV 800 Watt einspeist, dann saldiert der Zähler das intern zu 200 Watt Verbrauch.

Wenn du am Montag insgesamt 1 kWh verbrauchst und nichts einspeist und am Dienstag insgesamt 800 Wh einspeist und nichts verbrauchst, dann wird das NICHT von einer normalen zählerinternen Saldierung erfasst, weil das eine völlig andere Sache ist. Ein Zweirichtungszähler wie deiner zeigt das dann separat in 180/280 an. Wieviel dir dein Stromlieferant dafür in Rechnung stellt, ist eine völlig andere Frage.

#8027526
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Schorsch M. schrieb:

Für die ganz Blöden, wie den Hinz: https://senec.com/de/magazin/saldierender-zaehler

Blöd bist zunächst mal du. Der Schreiber des Beitrags, den du da zitiert hast, ist offensichtlich ein Schwurbelkopf, kein professioneller Autor. Das Elaborat ist ein unscharfes Gesabbel, kein brauchbarer Sachtext. Ist Marketing-Blabla von einem Unternehmen, das Verkaufen, nicht Bürger-klüger-machen als Geschäftsziel hat. Muss man als Leser natürlich erkennen können - Stichwort Medienkompetenz.

Trotzdem hier ein Satz aus dem Text, der halbwegs ok ist: "Ein saldierender Zähler gleicht diese Unterschiede aus, indem er die Ströme aller Phasen zusammenführt. Wird auf einer Phase Strom eingespeist und auf einer anderen gleichzeitig verbraucht, wird dies direkt verrechnet"

Beachte die Wörter "gleichzeitig" und "direkt".

Wenn du auf Phase 1 1000 Watt für den Küchenherd verbrauchst und zugleich auf Phase 2 aus der PV 800 Watt einspeist, dann saldiert der Zähler das intern zu 200 Watt Verbrauch.

Wenn du am Montag insgesamt 1 kWh verbrauchst und nichts einspeist und am Dienstag insgesamt 800 Wh einspeist und nichts verbrauchst, dann wird das NICHT von einer normalen zählerinternen Saldierung erfasst, weil das eine völlig andere Sache ist. Ein Zweirichtungszähler wie deiner zeigt das dann separat in 180/280 an. Wieviel dir dein Stromlieferant dafür in Rechnung stellt bzw. wieviel Einspeisevergütung du bekommst, ist aber eine völlig andere Frage.

#8027543
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Udo S. schrieb:

Im Ernst, schalte doch mal dein Hirn an. Wenn deine PV so viel Strom erzeugt wie du gerade selber verbrauchst, dann fließt kein Strom über den Zähler.

Doch, in den allermeisten Fällen schon, und genau da kommt ja erst das Thema „Saldierend“ ins Spiel. Gar kein Strom fliest nur dann nicht über den Zähler, wenn Verbrauch und Erzeugung auf jeder einzelnen Phase gleich groß sind.

Das ist aber so gut wie nie der Fall.

Der saldierende Zähler verrechnet die Leistungen über alle drei Phasen, und zählt dann nur die Differenz.

Oliver

: Bearbeitet durch User
OP #8027546
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Danke erstmal für die (abzüglich der gegenseitigen Beleidigungen) interessanten Infos - wie werden solche Zweirichtungszähler realisiert? Ich stelle mir das so vor, dass da in Intervallen Spannung/Strom gemessen wird (pro Phase) und die Leistung berechnet wird, das saldiert wird und dann je nach Richtung auf die 180/280 "gebucht" wird?

#8027548
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Brax schrieb:

Danke erstmal für die (abzüglich der gegenseitigen Beleidigungen) interessanten Infos - wie werden solche Zweirichtungszähler realisiert? Ich stelle mir das so vor, dass da in Intervallen Spannung/Strom gemessen wird (pro Phase) und die Leistung berechnet wird, das saldiert wird und dann je nach Richtung auf die 180/280 "gebucht" wird?

Genau so.

Oliver

#8027561
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Schorsch M. schrieb:

Der Zähler zählt den einkommenden Strom, auf der Nummer 180 und den ausgehenden Strom auf der Nummer 280.

Was auf 280 raus geht, ist für mich verloren.

Es wird nicht verrechnet mit den eingehenden 180!

180 und 280 wäre Energie und nicht Strom.

Schau mal auf 170 und 270, das wäre Leistungseingang und Leistungsausgang. Da sind alle Phasen zusammen.

#8027567
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Brax schrieb:

Ich stelle mir das so vor, dass da in Intervallen Spannung/Strom gemessen wird (pro Phase) und die Leistung berechnet wird, das saldiert wird und dann je nach Richtung auf die 180/280 "gebucht" wird?

Wobei die Messungen x-mal pro 50-Hz-Schwingung erfolgen müssen: Man braucht ja die Wirkleistung. Und vor dem Buchen auf 180/280 muss man die Leistung auf Energie umrechnen.

Die Spannung ist bei allen Phasen fast gleich, vielleicht genügt es, nur eine davon zu messen. Eine Frage von Aufwand vs. geforderter Genauigkeit.

: Bearbeitet durch User
#8027577
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kleiner OT-Lacher hierzu am Rande:

Bei einem Bekannten fordert der Netzbetreiber für die neue PV-Anlage eine Nulleinspeisung da das Dorfnetz überlastet ist

Ich habe mit dem Netzbetreiber gesprochen, auch wegen saldierenden Zähler usw - man kann jetzt also auf einer Phase 4000W einspeisen - auf den beiden anderen je 2000W ziehen, wirklich Netzdienlich ist das so nicht?

Ja, das ist ihnen bewusst, aber egal, wichtig ist nur das bei 2.8.0 am Jahresende nichts steht

#8027578
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Für jede Phase wird Strom UND Spannung gemessen. Die 3 Produkte davon über die Zeit integriert und zusammengezählt, ergeben die bezogene bzw. eingespeiste Energie. Der Ferraris-Zähler macht das mechanisch, der digitale muss das natürlich "stückeln".

Weiss jemand, mit welcher Taktrate da gearbeitet wird?

Beitrag #8027579 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #8027584
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Michael K. schrieb:

Wie erkennt man beim Wechselstrom, wenn man in einem Leitungsabschnitt nur Spannung und Strom messen kann, auf welcher Seite der Generator und auf welcher Seite der Leitung der Verbraucher angeschlossen ist?

Aus der Phasenlage zwischen Spannung und Strom.

Über Spannungsvergleich an einem dazwischen geschalteten shunt?

Könnte man so machen.

#8027619
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Schorsch M. schrieb:

Selbiger zählt den eingehenden Strom (für die Erbsenzähler Leistung) und zählt auf einem zweiten Zählwerk den ausgehenden Strom. Eine Verrechnung findet nicht statt.

ja, aber nur wenn das 3phasig gleichzeitig passiert

Das wovon Du redest wäre "von 9-12 Uhr 2000Wh rein" - "von 12 bis 15 Uhr 2000Wh raus" - also muss da am Ende die Null stehen

so ist das leider nicht

#8027632
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Heinz R. schrieb:

Das wovon Du redest wäre "von 9-12 Uhr 2000Wh rein" - "von 12 bis 15 Uhr 2000Wh raus" - also muss da am Ende die Null stehen

Wie kommst du auf dieses schmale Brett?

Davon war nie die Rede.

Nochmal: Saldierend bedeutet den Momentanwert zu verrechnen, nicht zeitversetzt.

Das Wesentliche dreht sich aber nicht um diesen Sachverhalt, sondern darum, dass es Zähler gibt, die per se saldieren und welche die es eben nicht tun.

Jetzt bin ich aber endgültig hier raus.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8027646
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Uwe schrieb:

der digitale muss das natürlich "stückeln".

Weiss jemand, mit welcher Taktrate da gearbeitet wird?

Das wird nicht so gerne verraten, weil das folgende These belegen würde:

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/digitale-stromzahler-messen-vollig-falsche-werte-5668864.html

Und die Gegenbehauptungen, dass das nicht stimme, in einigen Punkten widerlegen würde.

Aber Geräte mit PFC, die eine sinusförmige Stromaufnahme haben, werden richtig gemessen. D.h. desto mehr solche Geräte im Netz als Verbraucher hängen, desto geringer werden die Abweichungen. Denke mal damit dürfte klar sein, wie die Fehler so hingebogen werden können, wie man es haben möchte.

#8027685
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Schorsch M. schrieb:

Ich rede jetzt von meinem Zähler, einem Zweirichtungszähler:

Selbiger zählt den eingehenden Strom (für die Erbsenzähler Leistung) und zählt auf einem zweiten Zählwerk den ausgehenden Strom. Eine Verrechnung findet nicht statt.

Ein saldierender Zähler verrechnet den ausgehenden Strom mit dem eingehenden und man kann entweder auf einem eigenen Display, oder über Menüführung das Saldo aufrufen.

Das Saldo ist der Betrag der in Rechnung gestellt wird.

Wer also seinen Ertrag mit dem Bezug verrechnet haben will, braucht einen saldierenden Zähler und selbiger ist nicht obligatorisch, wie anfangs dieses Threads postuliert wurde.

Jetzt ist mir dieser undisqualifizierte Thread, respektive die undisqualifizierten User, aber zu blöd und ich steige aus.

Du hast es halt immer noch nicht verstanden…

Ein saldierender Zähler verrechnet nicht jeden eingespeisten Strom gegen den bezogenen. Der verrechnet nur die momentanen Leistungen auf den drei Phasen. Ist das Ergebnis positiv, wird’s als Einspeisung unter 280 aufsummiert, ist es negativ, als Bezug unter 180.

Oliver

(Firma: Hobbytheoretiker) #8027703
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Das Durcheinander kommt hier von Seiten der Holländer:

In den Niederlanden ist ein saldierender Zähler (Zwei-Wege-Zähler) der Standard für Haushalte mit Photovoltaik, da er phasenübergreifend Stromverbrauch und -einspeisung saldiert. Er verrechnet über alle drei Phasen hinweg, sodass Einspeisung auf einer Phase den Verbrauch auf einer anderen ausgleicht. Dank der Salderingsregeling wird eingespeister Strom oft eins-zu-eins vom Verbrauch abgezogen.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8027721
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So wurde es früher beigebracht:

Richtig saldierend sind nur Ferraris Zähler ohne Rücklaufsperre. Ein saldierender Zähler zeigt oft ein Symbol mit zwei entgegengesetzten Pfeilen.

Ein saldierender Ferraris-Zähler verrechnet den Stromverbrauch und die Einspeisung über alle drei Phasen (L1, L2, L3) hinweg in Echtzeit, bevor der Zählerstand (die rotierende Scheibe) beeinflusst wird.

Ein Ferrariszähler mit Rücklaufsperre ist beschränkt (oder einrichtungs-) saldierend oder phasenübergreifend saldierend.

Framing bezeichnet die bewusste Gestaltung von Nachrichten, um Wahrnehmungen durch Wortwahl oder Kontext zu lenken (z. B. "Rundfunkbeitrag" statt "Gebühr"). Es ist die Einbettung von Inhalten in einen bestimmten Deutungsrahmen, um positive oder negative Assoziationen zu wecken.

Aus dem Grunde des positiven Framings: phasenübergreifend saldierend

: Bearbeitet durch User
(Firma: Hobbytheoretiker) #8027727
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Brax schrieb:

Wenn eine PV Anlage pro Phase 1500W produziert und ich auf Phase 1 einen Verbraucher von 3000W habe - werden dann abrechnungstechnisch 1500W eingespeist und vergütet (nach 1h: Speisung plus 1.5kWh),

Also jeweils eine Stunden lang:

3x1500W kommt aus der Solaranlage und 1x3000W verbraucht, ergibt 1500W Differenz, also 1,5kWh Einspeisevergütung

3x1000W kommt aus der Solaranlage und 1x3000W verbraucht, ergibt 0W, also 0kWh Einspeisevergütung

3x500W kommt aus der Solaranlage und 1x3000W verbraucht, ergibt -1500W, also 1,5kWh Stromverbrauchskosten

Vorausgesetzt Du hast einen phasenübergreifenden saldierenden Dreiphasenstromzähler mit Rücklaufsperre, der beide Stromrichtungen getrennt erfasst, also auch den Strom durch die Rücklaufsperre zählt und als zweiten Wert ausgibt.

#8027753
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Heinz R. schrieb:

Bei einem Bekannten fordert der Netzbetreiber für die neue PV-Anlage eine Nulleinspeisung da das Dorfnetz überlastet ist

Dein Netzbetreiber sagt das wenigstens sehr schnell, meiner erst nach Monaten da er auf Erdanschluss umstellen wollte habe ich aber abgelehnt da der weitere Umbau nicht Möglich ist wegen Teilunterkellerung.

Wenn das Netz überlastet ist wie bei mir kannst du versuchen einzuspeisen was du willst, die Leitung an der du hängst lässt nichts mehr zu und mein WR kann nur 200W einspeisen denn der Stärkere und zum Trafo nähergelegene gewinnt.

Stell dir die Leitung wie eine Wasserleitung vor ... dann wirds klarer. Stromtrassen sind auch nur für eine gewisse Leistung ausgelegt, also ist der dezentrale Ausgleich die einzige Lösung und nicht Stromautobahnen ....

Wer die Kirchhoffsche Gesetze kennt ;-)

#8027755
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Chris K. schrieb:

Heinz R. schrieb:

Bei einem Bekannten fordert der Netzbetreiber für die neue PV-Anlage eine Nulleinspeisung da das Dorfnetz überlastet ist

Dein Netzbetreiber sagt das wenigstens sehr schnell, meiner erst nach Monaten da er auf Erdanschluss umstellen wollte habe ich aber abgelehnt da der weitere Umbau nicht Möglich ist wegen Teilunterkellerung.

Tja, wer seinem Versorger den passenden Anschluss verweigert, muss mit den Konsequenzen leben.

Wenn das Netz überlastet ist wie bei mir kannst du versuchen einzuspeisen was du willst, die Leitung an der du hängst lässt nichts mehr zu und mein WR kann nur 200W einspeisen denn der Stärkere und zum Trafo nähergelegene gewinnt.

Bist Du Dir eigentlich im Klaren, welchen Stuss Du gerade vom Stapel lässt?

Stell dir die Leitung wie eine Wasserleitung vor ... dann wirds klarer. Stromtrassen sind auch nur für eine gewisse Leistung ausgelegt, also ist der dezentrale Ausgleich die einzige Lösung und nicht Stromautobahnen ....

Wer die Kirchhoffsche Gesetze kennt ;-)

Lass die Finger von Drogen..

#8028070
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Rüdiger B. schrieb:

Wie schon gesagt sollte bei PV Anlagen ein Saldiereder Zähler vom Messtellenbetreiber verbaut sein. Das ist leider nicht immer der Fall,

Da seit ziemlich langer Zeit nur noch saldierende Zähler verbaut werden, gibts nur noch im Altbestand nicht saldierende Zähler. Da die aber in nur den allerseltensten Fällen Zweirichtungszähler sind, gibts da beim Einbau einer PV eh einen neuen Zähler.

Oliver

#8028245
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Chris K. schrieb:

Wenn das Netz überlastet ist wie bei mir kannst du versuchen einzuspeisen was du willst, die Leitung an der du hängst lässt nichts mehr zu und mein WR kann nur 200W einspeisen denn der Stärkere und zum Trafo nähergelegene gewinnt.

er kann sicher nicht nur 200W einspeisen, das Stromnetz ist eben keine Wasserleitung

Entweder er speist ein was er will oder gar nichts - weil die Netzspannung zu hoch ist und er abschaltet

Ein Trick wäre hierbei nebenbei einen Transformator vorzuschalten

Chris K. schrieb:

also ist der dezentrale Ausgleich die einzige Lösung

so einfach ist das leider auch nicht - ein Trafo funktioniert eigentlich nur in eine Richtung Bei einem Windungsverhältnis von 10:1 werden aus 230V nicht 23V - sondern 22,irgendwas - Windungsverhältnis ist deshalb 10:1,01xxxxx

Um den PV-Überschuss überregional einspeisen zu können bräuchte es in dem Beispiel ein Verhältnis von 10:0,99xxxx

Man bräuchte also tags ein anderes Verhältnis als nachts

: Bearbeitet durch User
#8028267
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Heinz R. schrieb:

er kann sicher nicht nur 200W einspeisen, das Stromnetz ist eben keine Wasserleitung

Wieviele Elektronen können in der Freileitung bewegt werden und über den Trafo transformiert werden ? Entweder anders anbinden größerer Trafo und stärkere Leitungen.

Hab Stromwandler nach dem Zähler, export limit steht aktuell auf 600 W aber mehr wie 200 W gehen nicht ins Netz.

Entweder er speist ein was er will oder gar nichts - weil die Netzspannung zu hoch ist und er abschaltet

Ja könnte an der weiteren Parametern noch cheaten das will ich aber nicht. Aber an der Spannung liegts aktuell noch nicht (~240V). An meiner Leitung sind vor mir ca. 50 kWp die voll Einspeisen. Ob das cheaten bei Europäischen Wechselrichtern Möglich ist ?

Hab noch nen alten Ferraris und versuch grad das Limit zu finden damit er noch nicht zurückläuft.

Ein Trick wäre hierbei nebenbei einen Transformator vorzuschalten

Warum Trafoverluste in Kauf nehmen wenn Spannung.... usw konfiguriert werden kann wann er abschaltet?

Aber ich kann dir versichern der erste gewinnt. 2 Landwirte auf der gleichen Freileitung zum gleichen Trafo je 30kWp im den ersten Jahren, dann rüstete der näher zum Trafo gelegene um weitere 30 kWp auf, und der hintere konnte nichts mehr einspeisen. Rief den Versorger an und innerhalb eines halben Jahres wurde der Trafo getauscht. Seine garantierte Einspeisevergütung bekam er trotzdem.

Und Überschusseinspeisung mit Umbau ..... würde mich zu viel Kosten. 2 Fußboden aufreisen mit Fußbodenheizung , neuer boden ..... nur um in den schon vollen Keller (Haus Teilunterkellert) zu kommen (leider auf der Straße abgewandten Seite). Kosten wären bei ca. zusätzlich 4-5k die mir mein Versorger nicht übernimmt. Aktueller ROI liegt bei 0 Einspeisung bei 3 Jahren mit dem Umbau bei 7-8 Jahren. Lieber investiere ich in einen Speicher und werd weiter unabhängig. PS: Meine Sole/Wasser Wärmepumpe schafft mein WR ohne Probleme. => muss noch den passenden Zeitpunkt finden um das WW zu triggern bevor zu wenig Energie vorhanden ist.

  1. Jahr ~ 3400 kWh eingespart obwohl meine Frau erst mich ...xxx. war se nach der Rechnung vom Stromversorger wieder glücklich. Und bevor ich im Haus so viel Umbau da ich erst 2005 generalsaniert habe werde ich eher auf anderen Gebäuden einspeisen. ;-)
#8028306
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Chris K. schrieb:

Hab Stromwandler nach dem Zähler, export limit steht aktuell auf 600 W aber mehr wie 200 W gehen nicht ins Netz. … Aber an der Spannung liegts aktuell noch nicht (~240V). An meiner Leitung sind vor mir ca. 50 kWp die voll Einspeisen. Ob das cheaten bei Europäischen Wechselrichtern Möglich ist ?

Es gibt überhaupt nur drei Möglichkeiten, warum ein Wechselrichter seine Einspeisung begrenzt. 1. Spannung im Netz ist zu hoch (>252V), 2. die Netzfrequenz ist zu hoch(>52Hz), und 3. derjenige, der den parametriert hat, weiß nicht, was er tut.

Wenn’s 1.) und 2.) nicht sind, bleibt nur 3.

Es gäbe noch 4.: die PV liefert gar nie mehr als 200W, aber das zähle ich zu 3.

Oliver

: Bearbeitet durch User
#8028322
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Schorsch M. schrieb:

Ich habe letzten Sommer einen neuen digitalen Zähler bekommen, welcher nicht saldiert.

Dann nenne doch bitte mal den hochgeheimen Hersteller und die Typbezeichnung des Zählers.

Bei mir wurde im letzten Jahr ein DWSB20.2H des Herstellers DZG installiert incl. Mobilfunk Smartmeter Gateway.

Ich habe keine Solaranlage.

Habe mal im PDF-Handbuch von DZG für die DVSB/DWSB Zähler nachgeschaut und fand den als Anhang gezeigten Passus:

Alle Varianten dieses Zählers arbeiten phasensaldierend.

Angehängte Dateien:
: Bearbeitet durch User
#8028350
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Dieter D. schrieb:

Alles nur eine Frage der Perspektive. Der eine meint Gesamtsaldierend, der andere gibt sich nur mit phasenuebergreifend saldierend schon zufrieden.

Nein, es ist eine Frage der Beherrschung der Fachsprache. In unserem Kontext bedeutet "saldierend" in der Fachsprache eben "phasensaldierend hinsichtlich der Momentanleistung". Und nebenbei: Schon im Eingangsposting steht im Betreff "Phasensaldierung" - wer also kommentiert und das über seinem eigenen Posting immer noch stehen hat, dem mangelt es unter anderem an Medienkompetenz.

Die Gruene Forderung ist aber Gesamtsaldierend, wie in Niederlande.

Klingt auf den ersten Blick gut unbd "gerecht", ist aber nur kurzdenkerischer Populismus. Es bedeutet ja, dass man die Preise nicht je nach den momentanen Umständen für Bezug und Einspeisung unterschiedlich festlegen kann.

Wollen nicht auch die Grünen, dass man das Netz und die Energie-Ressourcen bestmöglich ausnutzt? Wenn man das will, muss man Anreize über die Preise geben - auf anderes reagiert der Michel praktisch nicht. "Momentan ist sehr viel Strom verfügbar. also speichere bitte deinen PV-Strom nicht ein, sondern lade damit dein E-Auto auf. Damit du das auch wirklich tust, zahlen wir dir momentan nur sehr wenig fürs Einspeisen. Morgen bekommst du wieder mehr."

: Bearbeitet durch User
(Firma: Hobbytheoretiker) #8028601
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Rolf schrieb:

Und nebenbei: Schon im Eingangsposting steht im Betreff "Phasensaldierung"

Das ging vom TO aus, denn er hat von "Phasensaldierung" geschrieben.

Schorsch dagegen hat die Bedeutung des Gesamtsaldierend und allgemeine Wortbedeutung angeführt. Genau damit ergibt sich so häufig eine Vermischung und Verwechslung der Bedeutung. D.h. durchaus nicht falsch das auf die Tapete zu bringen.

#8028605
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Rolf schrieb:

Chris K. schrieb:

und der hintere konnte nichts mehr einspeisen. (...) Seine garantierte Einspeisevergütung bekam er trotzdem.

Was genau war da garantiert? Wenn er nichts eingespeist hat, hat auch kein Zähler etwas Eingespeistes registriert.

Man hat da tatsächlich ein Anrecht darauf, daß einem die entgangene Einspeisevergütung erstattet wird, wenn eine Einspeisung nicht möglich ist. Wie man den Wert ermittelt, muß man halt mit dem Netzbetreiber abstimmen.

Oliver

#8032438
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Dieter D. schrieb:

Roland E. schrieb:

tasten mit bis zu zweistelligen kHz die Werte ab

Solche gibt es natürlich. Aber es muss möglichst billig sein. Wenn das in den Datenblättern des Zählers explizit nicht drin steht, dann ist dem nicht so. Die Zähler messen dann nur genauer, weil der Lastenmix bei der Meßvorschrift entsprechend angepaßt wurde.

Was glaubst denn du Schwurbelkopf, was der Preisunterschied der ICs ist, für eines das mit 20Hz abtastet oder eines dass mit 32kHz abtastet?

Geh' lieber Eis essen und Rad fahren.

#8032531
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Dieter D. schrieb:

Lese die Datenblätter und mach mal welche auf. Vorher sind alles nur Meinungsäußerungen ohne Substanz.

Fakt ist, dass man zum Messen der Wirkleistung grundsätzlich x-mal pro Periode abtasten muss: Das ist einfach eine Frage der Physik/Mathematik.

Das hat aber nichts damit, in welchem Rhythmus der Zähler sein Energieregister (den ablesbaren Zählerstand) weiterschaltet, das tut er natürlich wesentlich langsamer.

#8032568
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Rolf schrieb:

Fakt ist, dass man zum Messen der Wirkleistung grundsätzlich x-mal pro Periode abtasten muss: Das ist einfach eine Frage der Physik/Mathematik.

Ja, nicht jeder hat in der Schule aufgepasst.

Auch du nicht.

Unterabtastung ist moglich und statistisch ausreichend.

Übrigens geht es gar nicht um die Erfassung des Blindstroms und CosPhi, sondern um die Frage in welchen Zeitintervallen die gemessene Leistung gemittelt wird. 1/100 Sekunde wäre das Minimum, man nutzt aber 1/50. Das Maximum liegt gei ca. 0.25s.

#8032573
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Rolf schrieb:

Schorsch M. schrieb:

Der Zähler zählt den einkommenden Strom, auf der Nummer 180 und den ausgehenden Strom auf der Nummer 280.

Unscharfe Formulierungen führen zu unscharfem Denken. Oder umgekehrt.

Kein Zähler zählt Strom, wie sollte das auch funktionieren. Stromzähler zählen (genauer 'messen') trotz ihres Namens Energie, nicht Strom.

Kein Zähler misst Energie, wie soll das auch funktionieren. Die messen entweder Strom per Messwandler/Hallsensor, und dazu die Spannung, oder einmal Spannungabfall über einen Shunt, dazu die Spannung.

Alles andere ist dann schnöde Rechnerei.

Oliver

#8032588
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Oliver S. schrieb:

Alles andere ist dann schnöde Rechnerei.

Vielleicht hilft bei dem einen oder anderen ein wenig Pseudo-Code dem Verständnis auf die Sprünge:

1
int milliWattSekunden[3];
2
unsigned int wattSekunden180;
3
unsigned int wattSekunden280;
4

5
AbtastungMit1Khz() {
6
  for (phase in 0,1,2) {
7
    milliWattSekunden[phase] += Strom(phase) * Spannung(phase);
8
  }
9
}
10

11
// oder z.B. 4Hz, je nach Zähler
12
SaldierungMit1Hz() {
13
   int saldoInWattSekunden = Summe(milliWattSekunden) / 1000; // oder / 250
14
   milliWattSekunden = {0,0,0};
15
   if (saldoInWattSekunden >= 0) 
16
     wattSekunden180 += saldoInWattSekunden;
17
   else
18
     wattSekunden280 -= saldoInWattSekunden;
19
}

"Phasensaldierend" ist in DE für Privatanschlüsse verpflichtend, wenn du deine Blindleistung nicht zahlst. Kondensator zwischen L1 und L2 hinter dem Zähler erzeugt Entnahme auf einer Phase und Einspeisung auf der anderen, ganz ohne Solaranlage. Die Wirkleistungs-Summenwerte 1.8.0 und 2.8.0 bleiben aber unverändert. (bis auf Leitungsverluste und ESR des Kondensators...)

#8032646
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Dieter D. schrieb:

Roland E. schrieb:

Was glaubst denn du...

Lese die Datenblätter und mach mal welche auf. Vorher sind alles nur Meinungsäußerungen ohne Substanz.

Es wird dich vielleicht erstaunen, aber ich habe die Dinger sogar schon eingesetzt. Nicht nur die Datenblätter gelesen...

Michael B. schrieb:

... Unterabtastung ist moglich und statistisch ausreichend. ...

Nein. Denn die Zähler die das (anfangs) gemacht hatten, fielen mit extremen Abweichungen nach oben bei Kleinverbrauchern auf und mussten damals aufwendig getauscht werden.

Übrigens geht es gar nicht um die Erfassung des Blindstroms und CosPhi, sondern um die Frage in welchen Zeitintervallen die gemessene Leistung gemittelt wird. 1/100 Sekunde wäre das Minimum, man nutzt aber 1/50. Das Maximum liegt gei ca. 0.25s.

Das ist bei den Chips konfigurierbar. Vom einzelnen Messwert (aller Phasen) bis über konfigurierbare Takt/Zeitscheiben. Wimre gibt es keine Vorgaben, wann der Chip die gemessene Leistung in die Ausgangsregister summieren muss.

Wir haben mit den Dingern schon lustige Sachen gemacht, was die Erkennung von Verbrauchern hinter einem Schaltnetzeil anging. Weit jenseits dessen, was Orwell sich vorstellen konnte.

#8032661
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Oliver S. schrieb:

Kein Zähler zählt Strom, wie sollte das auch funktionieren. Stromzähler zählen (genauer 'messen') trotz ihres Namens Energie, nicht Strom.

Kein Zähler misst Energie, wie soll das auch funktionieren. Die messen entweder Strom per Messwandler/Hallsensor, und dazu die Spannung, oder einmal Spannungabfall über einen Shunt, dazu die Spannung.

Die Zähler, von denen wir hier reden, messen die Energie(menge), die während eines bestimmten Zeitraums "geflossen" ist.

#8032665
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Michael B. schrieb:

Unterabtastung ist moglich und statistisch ausreichend.

Unterabtastung liefert nur dann brauchbare Ergebnisse, wenn das Spektrum des Signals bestimmte Bedingungen erfüllt. Da man beliebige Verbraucher anschließen kann, kann das Spektrum keine besonderen Bedingungen erfüllen.

Übrigens geht es gar nicht um die Erfassung des Blindstroms und CosPhi, sondern um die Frage in welchen Zeitintervallen die gemessene Leistung gemittelt wird.

Es geht um das Messen der WIRKleistung. Nur die kann man sinnvollerweise übe bestimmte Intervalle mitteln - das hatte ich bereits gesagt. Von Blindstrom hatte ich nichts gesagt.

(Firma: Hobbytheoretiker) #8032743
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Roland E. schrieb:

Denn die Zähler die das (anfangs) gemacht hatten,...

Das hat jeder Betreiber unterschiedlich gehalten. Es gibt noch Zähler zu kaufen, die das machen. Wenn es der Betreiber weiß, dann bräuchte er nur andere kaufen. Einige haben diese Zähler einfach nur umgesetzt und generell nicht bei solchen Verbrauchern mehr eingebaut, sondern bei anderen. Irgendwann ist die Eichgültigkeit mit Verlängerung vorbei, dann sollten die Meisten auch weg sein.

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