NAC3MPXXB mit 24VDC

OP #8028457
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Sebastian R. schrieb:

Hast du mal die Typenbezeichnung?

Typ ist GST160A24

Sebastian R. schrieb:

Und wenn du keinen expliziten Grund hast, ein Netzteil ohne entsprechende Trennung zu nutzen, dann solltest du davon lieber absehen und dir ein anderes Netzteil suchen.

Warum? solange ich mein Gehäuse auch auf Erde lege ist es doch sicher, oder nicht? Es handelt sich nunmal um ein Metallgehäuse.

#8028465
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Martin schrieb:

Typ ist GST160A24

Und wie genau kommst du darauf, dass dieses Netzteil Schutzklasse 1 hat und dass GND und PE miteinander verbunden sind?

Das ist ein stinknormales Schutzklasse-II-Netzteil mit Funktionserdung.

Martin schrieb:

Es handelt sich nunmal um ein Metallgehäuse.

Weder Metallgehäuse noch PE-Anschluss machen ein Gerät automatisch zu SK1.

Martin schrieb:

Warum? solange ich mein Gehäuse auch auf Erde lege ist es doch sicher, oder nicht?

Da du in deinem Gerät die Schutzkleinspannung deines Netzteiles nutzt, gibt es erst einmal keinen Anlass, diese galvanische Trennung und den damit verbundenen Schutz aufzuheben. Es sei denn, du hast halt gute technische Gründe dafür.

: Bearbeitet durch User
#8028474
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Martin schrieb:

Weil das im Datenblatt steht und auf dem Gerät auch nochmal explizit bei der Pinbelegung.

Es tut mir leid, ich hatte das "AC FG" tatsächlich nicht entdecken können, aber ja, GND ist tatsächlich mit der Funktionserde verbunden. Spannend!

Da es allerdings als Funktionserde und nicht als Schutzerde gilt, kannst du nicht einfach dein Gehäuse auf GND legen, sondern du musst dir extra von der Primärseite die Schutzerde holen und das Gehäuse damit erden.

Funktionserden dienen allein der Entstörung und sind nicht zum Personenschutz gedacht.

Angehängte Dateien:
OP #8028500
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Vielmehr ist meine Frage ob ich das Gehäuse bei dem Netzteil dann noch auf Masse legen darf. Ich habe mal geschaut und es gibt keine 245V Netzteile, die Schutzklasse 1 haben und wo GND auf PE verbunden wird. Schutzklasse 2 fällt wohl raus bei mir, da Metallgehäuse und innerhalb des Gehäuse sind auch mehr als 120VDC vorhanden.

OP #8028557
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Ich habe mich natürlich verschrieben. Ich meine es gibt keine 24VDC Netzteile, die PE wirklich an GND verbinden, sondern immer FG schreiben.

Ich habe mal aus interesse mein Laptop Neztzeil genommen. Da misst man von einem beliebigen USB Port nahe 1Ohm vom Schirm gegen den Schutzleiter. Dieses Netzteil ist aber auch kein Schutzklasse 2 Netzteil. Es fehlt das entsprechende Symbol.

Natürlich ist ein Laptop eingehaust aber ich kann beim Anschluss eines USB Kabels kann ich dann direkt ein Metallteil berühren.

Letztendlich sehe ich nur die Möglichkeit ein Kaltgerätestecker am Gehäuse zu nutzen und das Metallgehäuse damit zu erden und intern dann ein Netzteil für die 24V zu benutzen wo ich GND und PE wirklich verbinde.

#8028936
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Martin schrieb:

Schutzklasse 2 fällt wohl raus bei mir, da Metallgehäuse und innerhalb des Gehäuse sind auch mehr als 120VDC vorhanden.

Entscheidend für Schutzklasse 2 ist nicht das Gehäusematerial, sondern die doppelte bzw. verstärkte Isolation vom Netz zu berührbaren leitfähigen Teilen. Mit einem Plastikgehäuse ist das natürlich recht einfach umzusetzen, dennoch ist es auch in Ordnung die Isolation im Gehäuse so auszulegen, dass bei einem Einzelfehler das Metallgehäuse nicht leitfähig wird.

So ziemlich jedes Hifi-Gerät macht das so.

Martin schrieb:

Ich meine es gibt keine 24VDC Netzteile, die PE wirklich an GND verbinden, sondern immer FG schreiben.

Es gibt keinen Grund die Isolation als Basis + PE auszulegen, wenn man relativ einfach verstärkte Isolation erreichen kann.

#8029052
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Martin schrieb:

Schutzklasse 2 fällt wohl raus bei mir, da Metallgehäuse und innerhalb des Gehäuse sind auch mehr als 120VDC vorhanden.

Mir fallen als Beispiel immer DVD-Player und Sat-Receiver ein. Metallgehäuse, aber Schutzklasse 2 mit Eurostecker.

Deshalb von mir auch noch einmal das, was Luca schon geschrieben hat: Durch ein Metallgehäuse ist nicht automatisch Schutzklasse 1 notwendig. Durch entsprechende Maßnahmen (verstärke Isolierung, doppelte Isolierung, erhöhte Isolationsabstände,...) kann auch ein Metallgehäuse die Anforderungen an SK2 erfüllen. In den von mir genannten Geräten sind (meiner Erinnerung nach) unter den Schaltnetzteilleiterplatten immer zusätzliche Isolationspappen oder -folien eingebaut und die Leitungen vom Netzkabel mit Schrumpfschlauch doppelt isoliert.

Ich bleib dabei: Wenn du keine technischen Gründe für SK1 und/oder ein geerdetes Netzteil hast, wäre SK2 deutlich einfacher umzusetzen.

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