Hallo, habe seit Herbst letzten Jahres eine kleine Solaranlage in Betrieb und schaue aus reinem Interesse jeden Mittag bei 90° Einstrahlung in den Himmel und auf auf das Wattmeter. Kann mittlerweile also gut einschätzen, was wann kommt. Heute bei 4/8 Bewölkung und schwachem Wind sehe ich um die Mittagszeit in den wolkenfreien Fenstern durchgängig ca. 25% mehr Leistung als jemals gesehen. Messfehler ausgeschlossen. Kann das jemand bestätigen? Hat jemand eine Erklärung? Hans
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Gerade geschaut -hier ist es nicht so Der Maximalwert ist nur geringfügig höher als die letzten Sonnentage Das liegt daran das die Sonne höher steht und es heute rel. kalt ist
Es ist relativ windig und evt. passt die Windrichtung besonders gut. Und die Sonne steht höher als im Winter.
In den letzten Jahren hat die Anzahl der Sonnenstunden stark zugenommen. Ursache ist zum Teil die geringere Staubbelastung der Luft.
Ich hatte heute auch etwas mehr als Peak der Module sein sollte. Es war Windig Kühl und ein Sonne Wolken wechsel. Dadurch konnten die Module immer schön wieder abkühlen und nach verschwinden der Wolke richtig Leistung bringen. Ich hatte heute Teilsweise "Sprünge" von unter 10kWp und sekunden Später über 30kWp. Der Akku musste gut "Leiden"
Wie schon gesagt: die Konbination aus guter EInstrahlung bei gleichzeitig niedrigen Temperaturen hilft. Lies dir mal die Einträge zu Photovoltaik bei Wikipedia durch. Das können leicht 10% mehr sein. Zitat aus Wikipedia: "Der Ertrag von Solarmodulen ist zudem auch temperaturabhängig. So ändert sich die Leistung eines monokristallinen Siliziummoduls um −0,4 % pro °C, bei einer Temperaturerhöhung von 25 °C nimmt die Leistung somit um ca. 10 % ab." Oder eben umgekehrt: bei niedriger Temperatur nimmt die Leistung weiter zu.
Hans H. schrieb: > Hat jemand eine Erklärung? Rückseitenwetter? (k.A. wo deine Anlage steht) Bei 4/8 Bewölkung bekommst du in den Wolkenlücken durch helle Wolken zusätzliches diffuses Licht.
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Hier am Niederrhein auch sehr seltsam hoch. Weder besonders klar noch besonders kalt, ab 15Uhr war hier bedeckt. Angeblich trotzdem der beste Tag des Monats/Jahres. Kann eigentlich nicht sein.
mein Jahrersverlauf - nichts außergewöhnliches heute:
Themperaturkoeffizient der Solarzellen macht Leistungssteigerung bei kühlem Wetter (und mit Wind) möglich... Ca. -0,4 % pro Grad Erhöhung, ausgehend von Nenntemperatur 25 Grad, also je niedriger die Zellentemperatur, desto höher die Leistung...
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Ja, die Bewölkung wird in der Meteorologie und Luftfahrt tatsächlich in
Achteln quantisiert, auch Okta (englisch oktas oder octas) genannt.
Hierbei wird der Grad der Himmelsbedeckung auf einer Skala von 0 bis 8
angegeben:
0/8 (SKC - Sky Clear): Wolkenlos bzw. klarer Himmel.
1/8 bis 2/8 (FEW - Few): Wenig bewölkt.
3/8 bis 4/8 (SCT - Scattered): Vereinzelte Bewölkung / heiter.
5/8 bis 7/8 (BKN - Broken): Bewölkt (durchbrochen).
8/8 (OVC - Overcast): Bedeckter Himmel.
Sagt die Ki.
Mit den menschlichen Augen ist es unmöglich, die Strahlungsintensität zu ermitteln, die auf Solarzellen wirkt...
Mani W. schrieb: > Mit den menschlichen Augen ist es unmöglich, die > Strahlungsintensität > zu ermitteln, die auf Solarzellen wirkt... Wie liest du das Photometer ab?
Sprachausgabe. Zeigerinstrumente waren gestern. :)
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(prx) A. K. schrieb: > Sprachausgabe. Zeigerinstrumente waren gestern. :) "Beim nächsten Piepton sind es einhundert tausend Lux..."
> Hat jemand eine Erklärung? UV, das ballert. > warum 4/8? > > warum nicht 1/2? > > oder 128/256? Keinen Blauen Dunst von der Wissenschaft des Dunstes im Blauen? ;-) Die Angabe in Achteln ist halt normierter (ISO 15469:2004(E)) Standard. * https://de.wikipedia.org/wiki/Bew%C3%B6lkung#Einteilung Und manche schreiben "halbe Doktorarbeiten" zum Thema: https://yadda.icm.edu.pl/baztech/element/bwmeta1.element.baztech-article-LOD6-0009-0004/c/Darula.pdf
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Wenn der TO die Anlage erst seit Herbst hat, dann ist doch jetzt absoluter Sonnenhöchststand. Und wenn die Anlage nicht grade auf einem 60 grad Satteldach hängt, wird es nur besser
"Kann eigentlich nicht sein." (crazyhorse) Doch, kann. Operation Samson angelaufen*. Darf man aber nicht sagen, an der Pressemitteilung wird noch gefeilt ... * Das.Ist.Nicht.Witzig!
Heinz R. schrieb: > warum 4/8? > > warum nicht 1/2? > > oder 128/256? Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird. Das hättest du auch selber rauskriegen können https://de.wikipedia.org/wiki/Bew%C3%B6lkung#Einteilung Eine höhere Auflösung ist für einen Schätzung unangemessen und mit der Festlegung auf Achte muss man nur die Zähler vergleichen und nicht auch noch auf den Nenner gucken.
UV war absolut im normalen Bereich, keine Auffälligkeiten. Anbei der Tagesverlauf, wie schon gesagt - ab 15Uhr deutliche Schwächen.
Rainer W. schrieb: > Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird. > Das hättest du auch selber rauskriegen können Einfach mal alle Beiträge überfliegen, das wurde hier schon mehrfach erklärt!
Rainer W. schrieb: > Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird. Bleibt dann immer noch die Trübung oder Klarheit der Luft...
H.Joachim S. schrieb: > Hier am Niederrhein auch sehr seltsam hoch. Dann bin ich immerhin nicht der Einzige, der das beobachtet hat. Rainer W. schrieb: > Rückseitenwetter? (k.A. wo deine Anlage steht) > Bei 4/8 Bewölkung bekommst du in den Wolkenlücken durch helle Wolken > zusätzliches diffuses Licht. Könnte hinhauen, denn die Wolken waren tatsächlich auffällig hell. Dann hat sich eine hohe diffuse Einstrahlung zum Sonnenlicht hinzu addiert. Dazu noch das Rückseitenwetter mit seiner sauberen Luft plus der kalte Wind, der die Module gut kühlte.
>> Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird. >> Das hättest du auch selber rauskriegen können > > Einfach mal alle Beiträge überfliegen, das wurde hier schon mehrfach > erklärt! Beschrieben, weniger erklärt. Warum sich das so entwickelt hat? Wetterberichte/-karte und Stationsreporte wurden halt graphisch erstellt. Bspw. eine Kompassrose (Kreis mit Sektorenteilung) auf der die Windrichtung durch einen Pfeil eingetragen wird. Kreiseinteilung in acht gleiche Teile durch vier Striche ist einfacher als Zehn-Teilung, begnügt man sich mit einer Vierteilung (zwei Striche). OK, heute würde man eine Prozentzahl eintragen, aber damals, als richtige Männer über die Meere fuhren, waren auch etliche Analphabeten dabei. Dazu ist Wetter international, als sprachüberschreitend. Ergo nimmt man Symbole, die auch der einfache Decksjunge im 19 Jh. verstandt und zeichnen konnte. https://de.wikipedia.org/wiki/Wetterkarte#Genauere_Wetterkarten_und_Wetterkartensymbole BTW: Heutzutage arbeitet man ja gleich an der Abschaffung der Brüche, also steigt die Bedeutung der "Bilderschrift" ;-) https://www.welt.de/vermischtes/article694a5e00832c476d0f359c1b/niedersachsen-besonders-komplex-und-fehleranfaellig-schriftliches-dividieren-fliegt-aus-grundschul-lehrplan.html
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Bradward B. schrieb: > Kreiseinteilung in acht gleiche Teile durch vier Striche ist einfacher > als Zehn-Teilung, ... Auch 1/10 Einteilung für den Bedeckungsgrad wurde zumindest früher im Klimadienst verwendet (Leitfaden Wetterbeobachtung DWD, 1967. Kap. 1.4.5.3. Der Bedeckungsgrad, S.16 (PDF S.18)). https://www.dwd.de/DE/leistungen/pbfb_verlag_leitfaeden/pdf_einzelbaende/leitfaden4_pdf.pdf So einfach und klar ist das also nicht. Mani W. schrieb: > Bleibt dann immer noch die Trübung oder Klarheit der Luft... Deshalb die Frage nach der Wetterlage, die ja inzwischen auch beantwortet wurde - liest du auch? Hans H. schrieb: > Könnte hinhauen, ...
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