Forum: Haus & Smart Home Solar: Im Süden heute 25% mehr Einstrahlung?


von Hans H. (wen_h)


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Hallo,

habe seit Herbst letzten Jahres eine kleine Solaranlage in Betrieb und 
schaue aus reinem Interesse jeden Mittag bei 90° Einstrahlung in den 
Himmel und auf auf das Wattmeter. Kann mittlerweile also gut 
einschätzen, was wann kommt.

Heute bei 4/8 Bewölkung und schwachem Wind sehe ich um die Mittagszeit 
in den wolkenfreien Fenstern durchgängig ca. 25% mehr Leistung als 
jemals gesehen. Messfehler ausgeschlossen.

Kann das jemand bestätigen?
Hat jemand eine Erklärung?

Hans

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von Jens M. (schuchkleisser)


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Kalt und Hell ist gut.

von Heinz R. (heijz)


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Gerade geschaut -hier ist es nicht so

Der Maximalwert ist nur geringfügig höher als die letzten Sonnentage

Das liegt daran das die Sonne höher steht und es heute rel. kalt ist

von Bauform B. (bauformb)


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Es ist relativ windig und evt. passt die Windrichtung besonders gut. Und 
die Sonne steht höher als im Winter.

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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In den letzten Jahren hat die Anzahl der Sonnenstunden stark zugenommen. 
Ursache ist zum Teil die geringere Staubbelastung der Luft.

von Rüdiger B. (rbruns)


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von S. M. (lichtmensch)


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Ich hatte heute auch etwas mehr als Peak der Module sein sollte. Es war 
Windig Kühl und ein Sonne Wolken wechsel. Dadurch konnten die Module 
immer schön wieder abkühlen und nach verschwinden der Wolke richtig 
Leistung bringen. Ich hatte heute Teilsweise "Sprünge" von unter 10kWp 
und sekunden Später über 30kWp. Der Akku musste gut "Leiden"

von Thomas R. (thomasr)


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Wie schon gesagt: die Konbination aus guter EInstrahlung bei 
gleichzeitig niedrigen Temperaturen hilft. Lies dir mal die Einträge zu 
Photovoltaik bei Wikipedia durch. Das können leicht 10% mehr sein.

Zitat aus Wikipedia:

"Der Ertrag von Solarmodulen ist zudem auch temperaturabhängig. So 
ändert sich die Leistung eines monokristallinen Siliziummoduls um −0,4 % 
pro °C, bei einer Temperaturerhöhung von 25 °C nimmt die Leistung somit 
um ca. 10 % ab."

Oder eben umgekehrt: bei niedriger Temperatur nimmt die Leistung weiter 
zu.

von Rainer W. (rawi)


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Hans H. schrieb:
> Hat jemand eine Erklärung?

Rückseitenwetter? (k.A. wo deine Anlage steht)
Bei 4/8 Bewölkung bekommst du in den Wolkenlücken durch helle Wolken 
zusätzliches diffuses Licht.

: Bearbeitet durch User
von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Hier am Niederrhein auch sehr seltsam hoch. Weder besonders klar noch 
besonders kalt, ab 15Uhr war hier bedeckt. Angeblich trotzdem der beste 
Tag des Monats/Jahres. Kann eigentlich nicht sein.

von Heinz R. (heijz)


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mein Jahrersverlauf - nichts außergewöhnliches heute:

von Mani W. (e-doc)


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Themperaturkoeffizient der Solarzellen macht Leistungssteigerung
bei kühlem Wetter (und mit Wind) möglich...

Ca. -0,4 % pro Grad Erhöhung, ausgehend von Nenntemperatur 25 Grad, also
je niedriger die Zellentemperatur, desto höher die Leistung...

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Hans H. schrieb:
> Heute bei 4/8 Bewölkung

Sagt das Dein Auge?

von Heinz R. (heijz)


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Mani W. schrieb:
> Sagt das Dein Auge?

warum 4/8?

warum nicht 1/2?

oder 128/256?

von Kay-Uwe R. (dfias)


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Ja, die Bewölkung wird in der Meteorologie und Luftfahrt tatsächlich in 
Achteln quantisiert, auch Okta (englisch oktas oder octas) genannt. 
Hierbei wird der Grad der Himmelsbedeckung auf einer Skala von 0 bis 8 
angegeben:

    0/8 (SKC - Sky Clear): Wolkenlos bzw. klarer Himmel.
    1/8 bis 2/8 (FEW - Few): Wenig bewölkt.
    3/8 bis 4/8 (SCT - Scattered): Vereinzelte Bewölkung / heiter.
    5/8 bis 7/8 (BKN - Broken): Bewölkt (durchbrochen).
    8/8 (OVC - Overcast): Bedeckter Himmel.

Sagt die Ki.

von Mani W. (e-doc)


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Mit den menschlichen Augen ist es unmöglich, die Strahlungsintensität
zu ermitteln, die auf Solarzellen wirkt...

von H. H. (hhinz)


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Mani W. schrieb:
> Mit den menschlichen Augen ist es unmöglich, die
> Strahlungsintensität
> zu ermitteln, die auf Solarzellen wirkt...

Wie liest du das Photometer ab?

von (prx) A. K. (prx)


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Sprachausgabe. Zeigerinstrumente waren gestern. :)

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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(prx) A. K. schrieb:
> Sprachausgabe. Zeigerinstrumente waren gestern. :)

"Beim nächsten Piepton sind es einhundert tausend Lux..."

von Rüdiger B. (rbruns)


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Ungewöhnlich kühl für die Jahreszeit/Sonnenstand.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Hat jemand eine Erklärung?

UV, das ballert.

> warum 4/8?
>
> warum nicht 1/2?
>
> oder 128/256?

Keinen Blauen Dunst von der Wissenschaft des Dunstes im Blauen? ;-)

Die Angabe in Achteln ist halt normierter (ISO 15469:2004(E)) Standard.
* https://de.wikipedia.org/wiki/Bew%C3%B6lkung#Einteilung

Und manche schreiben "halbe Doktorarbeiten" zum Thema: 
https://yadda.icm.edu.pl/baztech/element/bwmeta1.element.baztech-article-LOD6-0009-0004/c/Darula.pdf

: Bearbeitet durch User
von Bruno V. (bruno_v)


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Wenn der TO die Anlage erst seit Herbst hat, dann ist doch jetzt 
absoluter Sonnenhöchststand.

Und wenn die Anlage nicht grade auf einem 60 grad Satteldach hängt, wird 
es nur besser

von Götz R. (darfnurdiefolgendenz)


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"Kann eigentlich nicht sein." (crazyhorse)
Doch, kann. Operation Samson angelaufen*. Darf man aber nicht sagen, an 
der Pressemitteilung wird noch gefeilt ...


* Das.Ist.Nicht.Witzig!

von Rainer W. (rawi)


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Heinz R. schrieb:
> warum 4/8?
>
> warum nicht 1/2?
>
> oder 128/256?

Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird. 
Das hättest du auch selber rauskriegen können
https://de.wikipedia.org/wiki/Bew%C3%B6lkung#Einteilung

Eine höhere Auflösung ist für einen Schätzung unangemessen und mit der 
Festlegung auf Achte muss man nur die Zähler vergleichen und nicht auch 
noch auf den Nenner gucken.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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UV war absolut im normalen Bereich, keine Auffälligkeiten.
Anbei der Tagesverlauf, wie schon gesagt - ab 15Uhr deutliche Schwächen.

von Kay-Uwe R. (dfias)


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Rainer W. schrieb:
> Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird.
> Das hättest du auch selber rauskriegen können

Einfach mal alle Beiträge überfliegen, das wurde hier schon mehrfach 
erklärt!

von Mani W. (e-doc)


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Rainer W. schrieb:
> Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird.

Bleibt dann immer noch die Trübung oder Klarheit der Luft...

von Hans H. (wen_h)


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H.Joachim S. schrieb:
> Hier am Niederrhein auch sehr seltsam hoch.

Dann bin ich immerhin nicht der Einzige, der das beobachtet hat.

Rainer W. schrieb:
> Rückseitenwetter? (k.A. wo deine Anlage steht)
> Bei 4/8 Bewölkung bekommst du in den Wolkenlücken durch helle Wolken
> zusätzliches diffuses Licht.

Könnte hinhauen, denn die Wolken waren tatsächlich auffällig hell. Dann 
hat sich eine hohe diffuse Einstrahlung zum Sonnenlicht hinzu addiert. 
Dazu noch das Rückseitenwetter mit seiner sauberen Luft plus der kalte 
Wind, der die Module gut kühlte.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Weil in der Meteorologie der Bewölkungsgrad in Achteln geschätzt wird.
>> Das hättest du auch selber rauskriegen können
>
> Einfach mal alle Beiträge überfliegen, das wurde hier schon mehrfach
> erklärt!

Beschrieben, weniger erklärt.
Warum sich das so entwickelt hat? Wetterberichte/-karte und 
Stationsreporte wurden halt graphisch erstellt. Bspw. eine Kompassrose 
(Kreis mit Sektorenteilung) auf der die Windrichtung durch einen Pfeil 
eingetragen wird.

Kreiseinteilung in acht gleiche Teile durch vier Striche ist einfacher 
als Zehn-Teilung, begnügt man sich mit einer Vierteilung (zwei Striche).
OK, heute würde man eine Prozentzahl eintragen, aber damals, als 
richtige Männer über die Meere fuhren, waren auch etliche Analphabeten 
dabei. Dazu ist Wetter international, als sprachüberschreitend. Ergo 
nimmt man Symbole, die auch der einfache Decksjunge im 19 Jh. verstandt 
und zeichnen konnte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wetterkarte#Genauere_Wetterkarten_und_Wetterkartensymbole

BTW:
Heutzutage arbeitet man ja gleich an der Abschaffung der Brüche, also 
steigt die Bedeutung der "Bilderschrift" ;-)

https://www.welt.de/vermischtes/article694a5e00832c476d0f359c1b/niedersachsen-besonders-komplex-und-fehleranfaellig-schriftliches-dividieren-fliegt-aus-grundschul-lehrplan.html

: Bearbeitet durch User
von Rainer W. (rawi)


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Bradward B. schrieb:
> Kreiseinteilung in acht gleiche Teile durch vier Striche ist einfacher
> als Zehn-Teilung, ...

Auch 1/10 Einteilung für den Bedeckungsgrad wurde zumindest früher im 
Klimadienst verwendet (Leitfaden Wetterbeobachtung DWD, 1967. Kap. 
1.4.5.3. Der Bedeckungsgrad, S.16 (PDF S.18)).
https://www.dwd.de/DE/leistungen/pbfb_verlag_leitfaeden/pdf_einzelbaende/leitfaden4_pdf.pdf

So einfach und klar ist das also nicht.

Mani W. schrieb:
> Bleibt dann immer noch die Trübung oder Klarheit der Luft...

Deshalb die Frage nach der Wetterlage, die ja inzwischen auch 
beantwortet wurde - liest du auch?

Hans H. schrieb:
> Könnte hinhauen, ...

: Bearbeitet durch User
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