Forum: Projekte & Code EFR-Receiver mit Raspberry Pico aus Funkamateur - alternativer Vorverstärker


von Lutz S. (lutzs)


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Hallo,

im aktuellen Funkamateur 4/26 ist auf Seite 282 ein Empfänger für den 
EFR-Funk (Rundsteuersignale auf 129,1 kHz) mit dem Raspberry Pico als 
SDR beschrieben. In der Beispielsoftware wird neben der SDR-Funktion die 
Zeitinformation per Software aus den Daten extrahiert und auf einem 
Display zur Anzeige gebracht.

https://www.efr.de/service-provider-netzsteuerung/langwellen-broadcastsystem/

Die Software ist auf der Webseite des Funkamateur im Quellcode 
herunterzuladen, nach einigen kleineren Anpassungen liess sich das hier 
auch mit Visual Studio Code und dem Pico-SDK compilieren und 
funktionierte sofort.

https://www.funkamateur.de/tl_files/downloads/hefte/2026/osssmann_funkuhr.zip

An der Software lässt sich sicher einiges verbessern (sehr viele globale 
Variablen, Aufteilung in mehrere Dateien), aber dem Autor M. Ossmann 
geht es um die Funktion und den Ablauf der Entwicklung, die in dem 
Artikel im Funkamateur mit Simulation des Generators für das Signal und 
des Empfängers vor der eigentlichen Implementierung gut beschrieben ist.

Für den im Artikel beschriebenen Vorverstärker habe ich mit gerade 
verfügbaren Teilen eine einfachere Alternative getestet, Details im 
anhängenden Bild.

Mit einem Ferritstab von 6 cm Länge ergab sich hier (ca. 500 km bis zum 
Sender) ein Signal von 40 mV SS am Eingang des A/D Wandlers vom 
Raspberry Pico, was von der Software mit einem Signalpegel von -38dB 
angezeigt wird.

Der Ferritstab hat ca. 80 Windungen, die Induktivität habe ich mit einem 
der bekannten 'Transistortester' gemessen und die 6,8 nF parallel dazu 
passend dimensioniert.

Durch verschieben auf dem Stab liess sich ein scharfes Maximum des 
Signals finden. Der Abgleich wird vereinfacht, wenn man am PWM-Ausgang 
(Pin5) einen Kopfhörer oder NF-Verstärker anschliesst und so das 
Nutzsignal von 200 Hz hörbar macht.

: Bearbeitet durch User
von Christoph M. (mchris)


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Lutz S. schrieb:
> Durch verschieben auf dem Stab liess sich ein scharfes Maximum des
> Signals finden. Der Abgleich wird vereinfacht, wenn man am PWM-Ausgang
> (Pin5) einen Kopfhörer oder NF-Verstärker anschliesst und so das
> Nutzsignal von 200 Hz hörbar macht.

Cool :-)
Könnte man den mit dem Oszi am Ausgang des Verstärkers das Signal sehen, 
oder versteckt es sich im Rauschen?

von Lutz S. (lutzs)


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Das ist ein PWM-Ausgang, dort liegt ein 250khz Rechteck an. Da wird 
nicht viel von der modulierenden NF zu sehen sein ...

Im Lautsprecher hört man den niederfrequenten 'Träger' und die 
Datentelegramme deutlich.

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