Hallo ich habe aktuell ein Projekt Magnetrührer Umbau und weiß nicht genau wie ich die Pid Steuerung machen soll. Ich hatte zum testen einfach 100ml Wasser drauf gestellt Zieltemperatur eingestellt und mit festen pid Werten gearbeitet. Da aber z.b. 500ml Wasser oder Ölbad ganz anders reagiert wollte ich für verschiedene Größen eine pidregelung realisieren. Das Programm funktioniert auch soweit aber ich wollte die Autotune Funktion benutzen pid V1 mit pid Autotune v0 library. Aber da kommen total bescheuerte Werte raus da das system viel zu träge ist. Jetzt bin ich am überlegen wie ich das ganze besser lösen kann und hoffe ihr habt ne Idee
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Verschoben durch Moderator
Also ein Magnetrührer dreht. Nicht jeder hat eine Heizplatte. Die meisten nutzen bloss Zweipunktregelung, ein/aus an Grenztemperatur. PID Regler die sich jedes Mal neu auf die Trägheit des Systems einstellen, eventuell noch durch exotherme Reaktionen oder Beigabe kühler Substanzen verwirrt werden sind ständig im Lernmodus: Kurz heizen und dann auf Reaktion warten, die Sprungantwort liefert die Parameter.
Kann denn die Heizung überhaupt proportional angesteuert werden, oder kennt die nur Ein/Aus? Bei Ein/Aus ist ein PID-Regler unangebracht. Ansonsten I & D zunächst Null setzen, den D-Anteil kann man eigentlich immer weglassen. Mit der oben genannten Sprungantwort kann man ziemlich gut die benötigte Heizzeit vorausberechnen. Unterwegs kann man dann auch leicht korrigieren wenn die Erwartung nicht der Realität entspricht.
Nick schrieb: > den D-Anteil kann man eigentlich > immer weglassen. Wie willst Du ohne D-Anteil ein deutliches Überschwingen verhindern? Bei manchen Prozessen spielen ein paar Grad Überschwingen am Anfang kein Rolle. Bei anderen ist das aber unbedingt zu vermeiden.
Für genauen Einsatz im Labor hängt man ohnehin ein Thermometer in das Medium. Und die moderneren Heizrührer haben selber PID-Regler per Triac statt Zweipunkt über Bimetall. Hängt also alles davon ab und kommt darauf an.
Gerd E. schrieb: > Wie willst Du ohne D-Anteil ein deutliches Überschwingen verhindern? Indem zunächst mal geklärt wird, ob die Heizung tatsächlich analog ist. Wenn sie aber digital ist, kann der P-Anteil schon nicht richtig arbeiten.
Also ich habe etwas weiter gearbeitet und es jetzt so gelöst . Zieltemperatur einstellen Untermenu Phase1 Heizen in % und Offset Zieltemparatur An/aus Button Phase 2 Heizen in % und Offset Zieltemparatur An/aus Button PID An aus Weiteres Menu PID Editor Hier kann ich P I D einzeln einstellen. Im loop schaut er dann die Bedingungen durch Phase 1 erfüllt springt zur Phase 2 erfüllt startet dann erst PID. Jetzt kann ich so aggressiv heißen wie ich mir das wünsche und erst dann übernimmt der PID die letzten paar Grad. Was besseres ist mir nicht eingefallen bis jetzt. Jetzt habe ich die Möglichkeit entweder mit oder ohne Phasen zu regeln. Den P kann ich relativ klein lassen weil kein aggressives heizen mehr nötig ist. Die Heizplatte wird mit einen SSR angesteuert. PT1000 kommt natürlich ins Medium. Das ganze PID Auto habe ich entfernt bringt eh nix. Und die verschiedenen Untermenus für verschiedene Größen auch.
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Sorry habe ich übersehen . Aber hat sich jetzt auch erledigt die Temperatur wird perfekt gehalten. Ohne D nur P und I regeln wunderbar
Sebastian B. schrieb: > Aber hat sich jetzt auch erledigt die > Temperatur wird perfekt gehalten. Das ist prima, dann könntest du dein Projekt ja vorstellen?
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Sebastian B. schrieb: > Ohne D nur P und I regeln wunderbar Und wenn du jetzt den I-Teil auch noch weglässt, geht er immer noch genauso gut. Und zwar nur mit einem PID. Mit dem I-Teil kommt es zu einem sogenannten "roll up", d.h. es werden Abweichungen gesammelt und zum Ausgangssignal addiert. Das ist beim Aufheizen aber nicht das was man haben will. Damit der I-Teil ordentlich arbeiten kann, muss dessen Ergebnis abgeschnitten/begrenzt werden, sonst gibt es Überschwinger. Beim Aufheizen verhindert die roll up-Begrenzung Überschwinger (oder reduziert sie). Der I-Teil ist sinnvoll, wenn kleine Abweichungen vom Sollwert über längere Zeit nicht ausgeglichen werden. Dazu muss der SSR natürlich auch quasi-analog betrieben werden.
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