Hallo, wir haben 5 Garagen (die großteils vermietet sind) und perspektivisch möchte ich die alle mit Wallboxen ausstatten. Bestehende Systeme mit Lastmanagement scheinen mir recht teuer. Insgesamt sollen die Garagen mit 22kW angebunden werden. Jede Wallbox sollte bis zu 22kW unterstützen. Meiner Meinung nach müsste es doch möglich sein, mit einer kleinen Steuerung via OCPP (oder anderen Protokolle) zu ermitteln, ob an einer Wallbox gerade ein Auto geladen wird oder nicht und entsprechend die Ladeleistung auf alle ladende Wallboxen zu verteilen. schöne Grüße Torsten
Geht nicht gibt’s nicht. Da aber am Ende der Netzbetreiber die Lösung abnicken muß, frag den doch, was der davon hält. Oliver
Torsten R. schrieb: > Meiner Meinung nach müsste es doch möglich sein, mit einer kleinen > Steuerung via OCPP (oder anderen Protokolle) zu ermitteln, ob an einer > Wallbox gerade ein Auto geladen wird oder nicht und entsprechend die > Ladeleistung auf alle ladende Wallboxen zu verteilen Natürlich, was meinst du, wie Lastmanagement Systeme funktionieren. ABER: Wenn ein Auto in der Garage steht, sind das 8-16 Stunden pro Arbeitstag, das wären 88-176kWh von ganz leer bis ganz voll und jeder müsste so pro Tag 500km pendeln damit der Akku so leer wird. Das ist komplett unrealistisch, oversized. 3.6kW reichen zum nachladen über Nacht damit man am nächsten Tag zur Arbeit kommt, 12*3.6=40kWh=200km Minimum. Wenn man wirklich gerade heute aus dem Urlaub kommt und morgen zur Oma durch die Republik muss, dann kann man auch 1 x am Schnelllader laden.
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Die Ladesteuerung (Art.-Nr 13200114) von der Ladesystemtechnik hat, neben der stufenlosen Ladestromeinstellung mit Poti, auch noch einen 0-10 Volt Eingang (gelb). Man könnte mit einer Konstantstromquelle (0,5 mA), die maximal 10 Volt liefert, über den Optokopplerausgang (blau) die 10 Volt Eingänge von 5 Ladesteuerungen jeweils parallel schalten. Der Optokopplereingang (gelb) hat eine Eingangsimpedanz von 20k Ohm. Ein einziges Fahrzeug lädt mit 32A. Immer dann, wenn ein weitetes Fahrzeug geladen wird, teilt sich der Strom auf die Anzahl der Fahrzeuge auf. Bei 2 Fahrzeugen ca. 2×16 A, bei 5 Fahrzeugen wären es dann automatisch ca. 6 A pro Fahrzeug. Die Mimik mit der Konstantstromquelle müsste man sich dann natürlich selbst dazubasteln. Aber ich gebe Michael B. Recht, normalerweise genügt es fünf einzelne Wallboxen mit je 3,6 kW einzusetzen, dann fällt auch die Querverbindung der einzelnen Wallboxen und die Kabeldurchführungen zwischen den Betonwänden der einzelnen Garagen weg. Das ist einfacher und man muss nichts basteln.
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Torsten R. schrieb: > Bestehende Systeme mit > Lastmanagement scheinen mir recht teuer. Was ist bei dir "recht teuer"? Zum Beispiel die CFOS PowerBrain gibts für einen halben Tausender, und die kommt mit verdammt vielen Features für diese Preisklasse (MID-geeichter Zähler, Modbus, OCPP, MQTT, automatischer Phasenumschaltung (falls wirklich mal 5 AUtos gleichzeitig laden wollen) und ich meine auch integriertes Lastmanagement).
wir haben mit so was in der Firma auch rumgemacht Das Ganze ist leider sehr kompliziert, da das ganze Ladezeug undurchdacht ist Fängt damit an - kann das Hybrid-Fzg jetzt 1, 2 oder 3phasig laden? Lösungen wie Heidelberg sehen nur den Strom pro Phase - kann das Fzg nur 1phasig - die beiden anderen Phasen werden trotzdem mit abgeregelt größere Lösungen wie Keba - es braucht dann externe Umschalter 1/3 phasig Das Auto will auch einen Mindestrom, meist ca. 6A - egal ob auf einer oder allen 3 Phasen...
Die Spannweite der Möglichkeiten ist extrem bei dem Thema. Einfachster Fall: In jeder Box sitzt ein Arduino, der die PWM für den CP erzeugt, die Spannung am CP zurück liest, das Schütz ansteuert, und zwei LEDs zur Statusanzeige. Alle Arduinos bekommen zB über RS485 die gemeinsame Vorgabe 6 bis 32 A. Die kommt von einem Raspberry, der über einen optischen Koppler die Leistung am Zähler misst. Insgesamt ziemlich überschaubar. Nun kommen aber ein paar Randbedingungen hinzu (nur ausgedacht, aber nicht abwegig) - Es nicht einen Zähler, sondern jede Partei hat einen eigenen. - Der Versorger will steuern können. - Der Versorger akzeptiert keine Bastellösungen. - Die Mieter brauchen eine Prio-Taste, wenn's mal schnell gehen muss. - Die Mischung aus ein- und dreiphasigen Autos macht's unübersichtlich. - Bei Ausfall (Blitzschaden) kann man eine Bastellösung nicht schnell nachkaufen. - Einzelerfassung der Ladevorgänge und Abrechnung für Dienstwagenfahrer - VDE könnte als wichtiger eingestuft werden als Funktionalität und Preis. In Summe, wenn man's "richtig" machen muss, sind dann schnell mal 15kEuro verbaut. Die Schwierigkeit ist, sich zu entscheiden, wieviel Schnickschnack es braucht. Ein Ansatz, oben schon genannt, wäre: 3,6kW reicht für Zuhause immer.
Uwe schrieb: > In Summe, wenn man's "richtig" machen muss, sind dann schnell mal > 15kEuro verbaut. was ist denn überhaupt "richtig"? Wir haben in der Firma 8 Wallboxen verbaut - keine Möglichkeit gefunden die zur Verfügung stehenden 40kW immer optimal aufzuteilen
Vor allem muss der ganze Bums dimmbar sein, da es sich einen/mehrere Verbraucher nach EnWG §14 handelt.
Le X. schrieb: > Torsten R. schrieb: > Zum Beispiel die CFOS PowerBrain gibts für einen halben Tausender, und > die kommt mit verdammt vielen Features für diese Preisklasse > (MID-geeichter Zähler, Modbus, OCPP, MQTT, automatischer > Phasenumschaltung (falls wirklich mal 5 AUtos gleichzeitig laden wollen) > und ich meine auch integriertes Lastmanagement). Danke, guck ich mir an!
Hi Uwe, Uwe schrieb: > Die Spannweite der Möglichkeiten ist extrem bei dem Thema. nur um Missverständnisse vorzubeugen: ich wollte keine Wallboxen bauen, ich wollte handelsübliche Wallboxen verbauen. Alle gemeinsam, parallel an die 22kW Leitung anschließen und die Leistungsaufnahme der Wallboxen drosseln, damit der Leitungsschutzschalter nicht auslöst, falls wirklich 5 Autos gleichzeitig laden wollen. Beispiel: Initial, wird jede WB auf 22kW / 5 gedrosselt. Wird irgendwo tatsächlich geladen, wird die maximale Leistung anders verteilt. schönen Dank auch an alle anderen, die sich die Zeit genommen haben, hier zu antworten. Torsten
Le X. schrieb: > Zum Beispiel die CFOS PowerBrain gibts für einen halben Tausender, und > die kommt mit verdammt vielen Features für diese Preisklasse > (MID-geeichter Zähler, Modbus, OCPP, MQTT, automatischer > Phasenumschaltung (falls wirklich mal 5 AUtos gleichzeitig laden wollen) > und ich meine auch integriertes Lastmanagement). Das sieht ziemlich nach dem aus, was ich suche. Preis scheint mir auch total fair zu sein! Danke
Heinz R. schrieb: > Wir haben in der Firma 8 Wallboxen verbaut - keine Möglichkeit gefunden > die zur Verfügung stehenden 40kW immer optimal aufzuteilen Wir haben 3. Ich weiß den Typ aber nicht (Wenn gewünscht kann ich das aber herausfinden). Was ich weiß ist: es gibt eine Masterbox und 2 Slaveboxen (jede hat 2 Anschlüsse a 11kW) Ergo können insgesamt 6 Autos gleichzeitig geladen werden. Wenn alle benutzt werden wird automatisch die Ladeleistung auf 7,2kW reduziert. Kam bisher aber nur 2 mal vor, ist aber ebenfalls kein Problem, da man lange genug da ist. Das Lastmanagement macht die Masterbox.
Ratio 37631 kann das inzwischen auch: https://www.ladesystemtechnik.de/ratio-welt/wandladestation-ratio-37631-smart-typ-2/32a/400v/22kw-210?c=19
Torsten R. schrieb: > nur um Missverständnisse vorzubeugen: ich wollte keine Wallboxen bauen, > ich wollte handelsübliche Wallboxen verbauen. Das "DIY" in der Überschrift hat etwas anderes suggeriert. Torsten R. schrieb: > Alle gemeinsam, parallel > an die 22kW Leitung anschließen und die Leistungsaufnahme der Wallboxen > drosseln, damit der Leitungsschutzschalter nicht auslöst, falls wirklich > 5 Autos gleichzeitig laden wollen. Das heisst du brauchst für die 5 keine separate Abrechnung, bzw hast getrennte (Unter)Zähler für unterschiedliche Parteien? Christian B. schrieb: > Wir haben 3. Ich weiß den Typ aber nicht (Wenn gewünscht kann ich das > aber herausfinden). Was ich weiß ist: es gibt eine Masterbox und 2 > Slaveboxen (jede hat 2 Anschlüsse a 11kW) Das wäre nett, Christian. Wie ist das bei euch mit getrennten Zählern bzw. Abrechnung. Denn normalerweise hat man ja das Problem, das das Fahrzeuge unterschiedlicher Mieter/Wohnungsbesitzer etc. in einem Mehrfamilienhaus sind.
Bernd H. schrieb: > evcc.io kann das inzwischen auch: > https://docs.evcc.io/docs/features/loadmanagement EVCC nutze ich auch, allerdings nur für eine Wallbox. Das geht aber richtig prima, da kannst du auch gleich für alle Nutzer die Abrechnung erstellen und und und.
Le X. schrieb: > Torsten R. schrieb: >> Bestehende Systeme mit >> Lastmanagement scheinen mir recht teuer. > > Was ist bei dir "recht teuer"? > Zum Beispiel die CFOS PowerBrain gibts für einen halben Tausender, und > die kommt mit verdammt vielen Features für diese Preisklasse > (MID-geeichter Zähler, Modbus, OCPP, MQTT, automatischer > Phasenumschaltung (falls wirklich mal 5 AUtos gleichzeitig laden wollen) > und ich meine auch integriertes Lastmanagement). Einen RFID-Reader hat das Ding auch, so dass im Prinzip verschiedene Nutzer and allen Stationen laden können. Das will ich bei mir demnächst auch nutzen, um den Verbrauch von privatem Fahrzeug und Firmenwagen getrennt erfassen zu können. Mit freundlichen Grüßen Thorsten Ostermann
Thorsten O. schrieb: > Einen RFID-Reader hat das Ding auch, [...] Ja, das Ding hat wirklich alles mögliche integriert, inklusive ein evcc für Arme. Man kann auch allerhand externe Zähler, Wechselrichter usw. einbinden und dann Regeln anlegen wann wieviel geladen werden soll. Ich hab mich damit aber kaum beschäftigt. Ich hab die ganze Intelligenz abgeschaltet und steuere das Teil über Mobus aus dem ioBroker heraus an.
Bei uns in der Firma haben wir 3x go-e Wallbox 22 kW, an einer 3x32A Versorgung (also auch 22 kW). Die bringen ein Lastmanagement mit. Das testen wir freitags regelmäßig, wenn alle vor dem Wochenende laden wollen ;-) → Funktioniert prächtig, ohne Gebastel. Die Wallboxen müssen dafür aber Netz haben.
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