Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Rundstecker (DIN und GX12): Standardbelegung?


von Walter T. (nicolas)


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Hallo zusammen,

vielleicht mache ich mir da zu viele Gedanken, aber ich habe nur sehr 
selten mit nicht-koaxialen Rundsteckverbindern zu tun. Und 
normalerweise, wenn ich einen neuen Steckverbinder im Haushalt einsetze, 
bestimmt die erste Verwendung den künftigen Haus-Standard.

Ich plane für einen optischen Drehgeber eine GX12-Steckverbindung (5 
polig, um Verwechselungen auszuschließen).

Früher™ hatte ich für den gleichen Zweck einen DIN-Verbinder, aber der 
ist mir jetzt zu klobig. Damals war der Gedankengang: Mach das so, dass 
nichts Schlimmes passiert, wenn der Stecker spiegelverkehrt belegt wird. 
Also Masse in die Mitte und VCC so, dass auf der Gegenseite nichts ist. 
Aber bei DIN sind die Pin-Reihenfolgen ja historisch, und die 
Pin-Nummern im Stecker unerkennbar, so dass man ziemlich genau darauf 
achten muss ob man jetzt Blick in den Stecker, Blick in die Buchse oder 
Blick in den Stecker von hinten im Belegungsplan sieht. (Die Geometrie 
ist ja so kompliziert, dass man das am Bild für gewöhnlich nicht 
erkennt.)

Bei GX12 ist Fehlbelegung/Verwechslung nicht so das Problem, weil alle 
Pins sichtbare Nummern haben. Deshalb kommen jetzt andere Überlegungen 
ins Spiel.

Gibt es für Rundsteckverbindungen für digitale Signale irgendwelche 
Quasi-Standards?

: Bearbeitet durch User
von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Walter T. schrieb:
> Gibt es für Rundsteckverbindungen für digitale Signale irgendwelche
> Quasi-Standards?
Ich kenne das nur bei M12-Stckverbindern:
1=Vcc, 2=Eingang, 3=GND, 4=Ausgang/IO-Link

Aber auch dort ist die Chance sehr groß, einen Sensor bzw. Aktor zu 
finden, der völlig anders belegt ist. Der eigentliche Quasi-Standard ist 
also "irgendwie belegt".

von Walter T. (nicolas)


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Danke, das bringt mich auf eine brauchbare Idee. Ich denke, ich 
orientiere mich an CanOpen für 5pol M12.

1: Shield,
2: VDD
3: GND
4: A
5: B

Das ist willkürlich wie alles andere, aber befreit mich aus der 
Analyse-Paralyse.

von Joachim B. (jar)


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Walter T. schrieb:
> Gibt es für Rundsteckverbindungen für digitale Signale irgendwelche
> Quasi-Standards?

Midi?

https://www.atarimuseum.de/robin.htm

von Harald K. (kirnbichler)


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Walter T. schrieb:
> Gibt es für Rundsteckverbindungen für digitale Signale irgendwelche
> Quasi-Standards?

PC-Tastaturstecker. PC und AT auf fünfpolig DIN, neuere auf sechspolig 
Mini-DIN.

von Walter T. (nicolas)


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Sieh an, die alten AT-Rechner hatten tatsächlich schon eine Tastatur und 
keine Wählscheibe mehr.

Die Entscheidung für die Steckerbelegung ist gefallen (siehe oben). Das 
passt so. Das bleibt so.

von Harald K. (kirnbichler)


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Walter T. schrieb:
> Sieh an, die alten AT-Rechner hatten tatsächlich schon eine Tastatur und
> keine Wählscheibe mehr.

Verschluck' Dich besser nicht, so sehr, wie Du offensichtlich meine 
Anmerkung in einen völlig falschen Hals bekommen hast.

von Walter T. (nicolas)


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Die Belegung von AT sieht für mich so aus, als hätte jemand folgende 
Vorgehensweise genutzt:

"Pass uff Kalle: Mir mache jetzt das naheliegende: 5V, Masse, Reset, 
Daten und Takt. Ei hoppala. Da habe ich jetzt beim Löten falschherum 
inde Stecka geschaut, und in drei Minute is Mittachspause."

von Harald K. (kirnbichler)


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Walter T. schrieb:
> Die Belegung von AT sieht für mich so aus, als hätte jemand folgende
> Vorgehensweise genutzt:

Das ist sehr gut möglich. Nur ist das eine seit 1981 etablierte 
Steckerbelegung (eingeführt mit dem IBM PC) - wie idiotisch sie auch 
sein mag.

(Daß beim Hardwaredesign des IBM PC etliche deftige Fehler gemacht 
wurden, lässt mich annehmen, daß das ursprünglich ein Studentenulk 
gewesen sein muss, nach dem Motto: "Wie können wir möglichst viele 
Designfehler unterbringen, und der Scheiß läuft trotzdem?")

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