Hallo, ich habe eine alte (1930er Jahre) Drehmaschine "geerbt". Es ist der alte selbst gebastelte Schalter dabei, aber ich möchte gerne einen modernen (Nocken-) Schalter installieren. Nur habe ich leider überhaupt keine Ahnung, was für einen Schalter ich nehmen soll, weil ich von Elektrotechnik nicht (mehr) so viel Ahnung habe. Elektrotechnik in meinem Luft- ud Raumfahrttechnik liegt nun schon dreißig Jahre zurück. Könnt ihr mir erklären, was für ein Schalter der richtige wäre, also: 0-1, 1-0-2, L-0-R, 0-Stern-Dreieck u.s.w. und was die Unterschiede sind? Ich weiß leider nicht, was der alte Schalter bewirkt har. Anbei ein paar Bilder. Gruß und Dank
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Kai S. schrieb: > Ich weiß leider nicht, was der alte > Schalter bewirkt har. Das wirst du vorher herausfinden müssen, indem du die Leitungen vom jetzigen Schalter bis zum Motor verfolgst. Und du dabei vielleicht auch noch den vorhandenen Schalter ausmisst und mit in die aufgezeichnete Schaltung bringst. Dazu muss man eigentlich keine große Ahnung haben, ein Durchgangstester/Multimeter und 1,2 bis 2,0 gesunde Augen sollten ausreichen. Gibt es eine mechanische Umschaltung zwischen Rechts- und Linkslauf? Wenn nein, könnte ein L-0-R-Schalter denkbar sein, um zwischen Rechts- und Linkslauf umzuschalten. Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung umzuschalten, um Netz und Motor zu schonen. Dafür gibt es aber mittlerweile automatisierte Umschaltungen. Wenn du es richtig bequem haben möchtest, könntest du auch den Schalter durch einen Frequenzumrichter ersetzen, der sich um das alles inkl. Motorschutz kümmert.
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Kai S. schrieb: > was für ein Schalter der richtige wäre, Dutzende Bilder, aber das einzig wichtige, der Schalter von vorne mit seinen Stellungen, NATÜRLICH nicht dabei. Kauf einen Drehstrom (3-Phasen) MASCHINENSCHALTER (Hauptschalter) mit Not Aus, die schalten von alleine ab wenn der Strom ausfällt, und Not Aus ist heute Vorschrift. https://www.elektroshopwagner.de/de/p/203384 Ob der nun 2 Stufen (eher nicht) oder Links/Rechtslauf (vielleicht) hat oder nur 0-1 ist, wissen wir NATÜRLICH nicht weil du es ja geheim hältst. Es dürfte sogar ein Motorschutzschalter sein, der bei Überlastung und einzeln ausfallenden Phasen zur Sicherheit abschaltet, aber nötig ist das nicht. Nit nur 200W Wellenleistung tut es der kleinste. Du willst eher so kleine https://www.ebay.de/itm/285267624964 Die haben keine Not Aus und keine Stromausfallfunktion und sind daher heute als Maschinenschalter nicht mehr zulässig, höchstens als Zweitschalter für die Drehrichtung.
Michael B. schrieb: > der Schalter von vorne mit > seinen Stellungen, NATÜRLICH nicht dabei. Doch. 20260330_181332.jpg (das letzte Bild) zeigt den Schalter von vorn. Es gibt nur keinen Griff/Knebel/Knauf.
Hallo, vielen Dank schon mal an euch. Die Kabel bis zum Motor verfolgen kann ich leider nicht, weil sie schon gekappt waren, also wirklich durchgeschnitten. In dem letzten Bild sieht man den Schalter. Die kleine Welle mit den beiden Zapfen dran. Eine Beschriftung gibt es nicht. Ist ein damals selbst gebauter Schalter. Sowohl der Motor als auch das Drehfutter haben verschiedene Riemenscheiben, über die man die Geschwindigkeiten einstellen kann. Daher denke ich mal, dass mir ein einfacher Schalter mit nur einer Geschwindigkeit reicht. Vor- und Rücklauf wäre vielleicht schon ganz gut. Was für einen FU würdet ihr empfehlen? Gruß Kai
Kai S. schrieb: > Ich weiß leider nicht, was der alte > Schalter bewirkt har. Offensichtlich mehr als nur Ein/Aus. Und da wirst du nicht drum herum kommen, zu ergründen, was der alte Schalter tut. Obs dann ein fertig kaufbares Produkt gibt, das den ersetzen kann, ist auch nicht garantiert. Oliver
Ich bin auch der Meinung das du den Schalter durch einen Frequenzumrichter ersetzen solltest. Damit macht das drehen dann gleich viel mehr Spass. Vanye
Und welchen FU könnt ihr mir empfehlen?
Wenn ich für den Anfang einfach den von oben, also https://www.ebay.de/itm/285267624964 nehme. Dann wäre das doch schon mal was, oder?
Kai S. schrieb: > Die Kabel bis zum Motor verfolgen kann ich leider nicht, weil sie schon > gekappt waren, also wirklich durchgeschnitten. Die Adern sind nummeriert, das lässt sich also einigermaßen rekonstruieren. Ich hab schon ein paar von Sourcetronic verbaut: https://www.sourcetronic.com/shop/de/frequenzumrichter-st150-022-400v.html Für den Preis sind die echt nicht schlecht. Je nach Bedarf brauchst du dazu dann noch einen Netzfilter und einen Bremswiderstand. Und einen Notaus-Schalter sollte es auch geben (unabhängig vom FU).
Warum denn unbedingt einen modernen Schalter? Ich hab an meiner Mayford Kleindrehbank auch wieder auf den schönen originalen zurückgerüstet. Zuvor hatte ich da das Bedienteil meines Siemens Micromaster Umrichters hineingefriemelt.Sa gut aus, war aber fummelig mit den kleinen Tasten. Du kannst ja z.B. so ein Aufputzkästli mit Hauptschalter/ Motorschutzschalter/Notaus Kombination dazusetzen. Da gibt schöne von Möller/Eaton. Ob nun als per Schloss sicherbarenDreh Hauptschalter oder mit Notaus Pilz auf dem Abschaltknopf des darin liegenden Motorschutzschalter. Mit dem Frequenzumrichter muss man schauen, ob der Motor das von seiner Isolationsklasse und zusätzlich der dann schlechteren Kühlung auf Dauer mitmacht,mein uralter Drehbankmotor mit unbekannter Vorgeschichte mochte das nicht ;(
Sebastian R. schrieb: > zeigt den Schalter von vorn Aber nicht mit seinen Stellungen aka Skalenschild
Michael B. schrieb: > Sebastian R. schrieb: >> zeigt den Schalter von vorn > > Aber nicht mit seinen Stellungen aka Skalenschild Weil dieses nicht existiert. Kai S. schrieb: > Eine Beschriftung gibt es nicht. Ist ein damals > selbst gebauter Schalter.
Kai S. schrieb: > Wenn ich für den Anfang einfach den von oben, also Ich wusste, den kleinsten billigsten ohne NotAus und ohne Stromausfallschutz. Warum greifen alle (deutschen) zielgenau zum selben Schrott, genetische Geizigkeit um hinterher doppelt zu zahlen ? Kai S. schrieb: > Und welchen FU könnt ihr mir empfehlen? Ein FU reduziert nicht nur die Drehzahl, sondern auch die Leistung. 1/10 der Drehzahl macht auch 1/10 der Leistung (mehr bei fremdgekühlt, weniger bei eigengekühlt). Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann höchstens per FU aus Wechselstrom Drehstrom machen (nutzlich und gei 200W kein Problem), den Motorschutz erreichen und zwischen den Getriebestufen (z.B. 1:2) von 50 bis 100% regeln, muss aber das Getriebe weiternutzen. Ersetzt man den 200W Motor und Getriebe durch einen mit FU, sollte man auf einen 1.4kW Motor umstellen, und der passt selten rein.
Hallo, hier noch ein paar weitere Bilder. Vergesst den derzeitigen Anschluss. Ein Bekannter hat ihn jetzt einfach an den normalen Wechselstrom angeschlossen. Aber da hat der Motor kaum Kraft. Verständlich. Aber Drehstrom ist vorhanden. Da kann ich ihn anschließen. So wie ich das sehe, ist der momentan auf Dreieicksschaltung mit den drei Laschen in der Vertikalen.
> Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann
Davon hast bisher auch nur du geredet. Man kann aber beides nutzen und
so die Drehzahl feiner einstellen. Eigentlich wuerde sogar niemand auf
das Getriebe verzichten wollen weil ja noch die Leit/Zugspindel dran
haengt.
Oh..und dann wollen wir mal nicht vergessen das im Privatbereich
meistens nur Alu, Kunstoff, Messung verarbeitet wird. Sowas macht also
schon Sinn.
Olaf
Kai S. schrieb: > Ein Bekannter hat ihn jetzt einfach an den normalen Wechselstrom > angeschlossen. Oh je, setz ihn vor die Tür. Hat der alte Schalter 2 oder 3 Stellungen, und macht es Sinn wenn die Drehbank nicht nur vorwärts sondern auch rückwärts laufen kann ?
Der Schalter lässt sich immer um 90 Grad drehen bis er einrastet. Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank.
Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu Gewindeschneiden. Ergibt für mich auch einen gewissen Sinn. Daher die Frage, ob ein L-0-R Schalter nicht ausreicht in der Dreiecksschaltung.
Kai S. schrieb: > Der Schalter lässt sich immer um 90 Grad drehen bis er einrastet. Also eine Schaltstellung. An und aus. > Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank. Ein sehr minimalistisches Setup :-) Kai S. schrieb: > Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu > Gewindeschneiden. Ergibt für mich auch einen gewissen Sinn. > > Daher die Frage, ob ein L-0-R Schalter nicht ausreicht in der > Dreiecksschaltung. Der kleine Motor sollte nicht mehr Anlaufstrom ziehen als ein Staubsauger. Damit reicht der Polwendeschalter (L-0-R) aus. Einen Notaus, den Du mit der Hüfte bedienen kannst wenn die Finger im Werkzeug hängen, solltest Du trotzdem vorsehen.
:-) Ja, es ist minimalistisch. Aber ich habe noch Kistenweise Werkzeug zum Drehen, Bohren, Holz-Drechseln u.s.w. Bei vielen Dingen, muss ich wohl mal die KI bemühen, um zu verstehen was das alles so ist. ;-) Bitte verzeiht mir meine Unwissenheit bzw. Ignoranz. Na Prima, dann kaufe ich so einen L-0-R-Schalter und einen Not-Aus-Schalter. Das ist ganz klar notwendig. Bei dem Riemen habe ich jetzt zwei offene Riemen bestellt, einen zum Verschweißen der Enden und einen mit einer Klemmplatte, da ich nicht weiß wie ich einen neuen Endlosriemen installieren soll, ohne alles am Lagerbock auseinander zu nehmen. Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn alles da ist und läuft. Vielen Dank und Grüße Kai
Da es sich um eine Mechaniker Drehmaschine ohne Leit- und Zugspindel handelt, ist ein Linkslauf vermutlich verzichtbar.
Ja, Drehstrom kann ich vom Raum nebenan hinverlegen.
Kai S. schrieb: > Ja, Drehstrom kann ich vom Raum nebenan hinverlegen. Denk dran den Motor wieder auf Y umzuklemmen!
Ich hatte ja gar nichts umgeklemmt, also die "goldenen" Laschen. Wieso soll ich auf Y umklemmen? Soll ich den Motor nicht in Dreieck betreiben für die volle Leistung?
Ich will dir nicht die Freude an Deiner ersten Drehmaschine trüben. Ich hatte auch mal sowas, nur kleiner. Da war ich aber auch kleiner. :-)) Keine Leitspindel, keine Zugspindel, keine Schaltwelle, keine Skalen am Längs- und Planschlitten keine Skala am Reitstock -> Eher ein Deko-Stück oder zum Anfertigen von Abstandsröllchen. Abfällig als "Rundmache" bezeichnet. Drehrichtungsumkehr ist nur dann sinnvoll, wenn du darauf Gewinde mit Gewindebohrer oder Schneideisen machen willst. Eine andere Möglichkeit bietet die Maschine nicht. Mach einen Ein/Ausschalter dran, einen zweiten zur Drehrichtungsumkehr (den wirst du kaum benutzen) und ein Notaus.
Alles klar, klingt logisch. Dann kann ich doch aber auch einen Links-Rechts- und einen Notschalter verbauen. Oder? Was ist jetzt mit Stern- und Dreiecksschaltung?
Kai S. schrieb: > Ich hatte ja gar nichts umgeklemmt, also die "goldenen" Laschen. > Wieso > soll ich auf Y umklemmen? Soll ich den Motor nicht in Dreieck betreiben > für die volle Leistung? Im Dreieck nur am 230V Drehstromnetz! Du wirst aber 400V Drehstrom haben.
Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd bzw. für einen Durchlauferhitzer verwendet wird. Und da dann Sternschaltung? Vergebe ich nicht Spannung und Strom?
https://www.industrietec-automation.com/siemens-SCHUCKERT-005-kw-1400-min-elektromotor-drehstrommotor-PR69-4 ein sehr ähnliches Typenschild
Kai S. schrieb: > Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd > bzw. für > einen Durchlauferhitzer verwendet wird. Und da dann Sternschaltung? Ja. > Vergebe ich nicht Spannung und Strom? Wenn du ihn in Dreieckschaltung ans 400V Netz nimmst, dann entweicht ratzfatz der magische Rauch.
Kai S. schrieb: > Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd bzw. für > einen Durchlauferhitzer verwendet wird. Dein Induktionsherd verwendet ausschliesslich die Spannungen der Phasen gegen N, also 230 Volt, bei 400 V würde alles durchknallen. > Und da dann Sternschaltung? > Vergebe ich nicht Spannung und Strom? Die einzelnen Wicklungen Deines Motors sind für 220 V ausgelegt, 230 V halten sie aber auch aus. In Dreieckschaltung wprden sie aber 400 V bekommen, also kannst Du den Motor nur in Sternschaltung betreiben.
Kai S. schrieb: > Der Schalter lässt sich immer um 90 Grad drehen bis er einrastet. Also nur ein/aus. > Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank. Oje, ohne Zugspindel Leitspindel und Quervorschub -> unnütz Kai S. schrieb: > Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu > Gewindeschneiden. Die Drehbank ist vollig ungeeignet zum Gewindeschneiden. Investiere besser keinen cent mehr. Motor an/aus, und als Drechselbank missbrauchen, dafur wohl schnelleren Motor besorgen.
Michael B. schrieb: > und Quervorschub -> unnütz Quervorschub? Wasndas? **Relativ** unnütz. Für Distanzhülsen sicherlich nutzvoll/verwendbar. Auch noch für Abstandshalter. Sobald man gezielt einen Durchmesser drehen will, wirds spannend, da die (verschlissenen?) Schlitten keine Skalen haben. Eher lustig ist der Knebel am Reitstock. Aber ich weiß ja nicht, was der TO damit vorhat. Nachdem Werkzeug und Zubehör dabei ist, sind die Folgeinvestitionen wohl überschaubar (hoffentlich). Mir persönlich wäre der FU schon zu viel, ausser ich hätte was passendes rumliegen.
Michael B. schrieb: > Oje, ohne Zugspindel Leitspindel und Quervorschub -> unnütz > [..] > Investiere besser keinen cent mehr. Einfach nur ein nur unnütz überheblicher Kommentar. Die Maschine steht dort und sollte schon aus rein nostalgischen Gründen wieder in Bewegung kommen.
Manfred P. schrieb: > Die Maschine steht > dort und sollte schon aus rein nostalgischen Gründen wieder in Bewegung > kommen. Ich bin auch dieser Meinung, aber man kann es natürlich auch anders sehen. Es ist letztzlich die Entscheidung des Eigentümers was er damit machen will.
Sebastian R. schrieb: > Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in > Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung > umzuschalten, Der gezeigte Motor hat 0,2 KW, da ist eine Stern/Dreieckschaltung wohl nicht von Nöten!
Kai S. schrieb: > Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank. Ein schönes Stück Geschichte. Der Elektromotor gehört eigentlich nicht dazu, original wurde die Maschine per Fußwippe angetrieben. Wie Omas Nähmaschine. Hier ein Bild wie das ursprünglich ausgesehen haben wird: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/2016_09_30_Drehbank_mit_Fu%C3%9Fantrieb_IMG_1858_paint.JPG Ohne Skalen ist die Drehe eigentlich (bei heutigen Ansprüchen) kaum sinnvoll nutzbar, für einfachste Teile oder als Drechselbank. Überlegungen bez. Rechts / Linkslauf sind overkill, Gewinde kannst du mangels Leitspindel eh nur mit Gewindeboherer oder Schneideisen fertigen. Dann setzt du das Gewinde auf der Maschine nur grade an und machst den Rest am Schraubstock auf der Werkbank. Investieren würde ich nicht viel, als Schalter so einen Kombischalter wie sie typisch an Hobbykreissägen verbaut sind. z.B. den DZ08-3 aus dem Bücherhaus. Ist natürlich ein nicht artgerechter Fremdkörper, aber das ist ja schon der Motor. Besser aufgehoben wäre die schön erhaltene Maschine in einem Museum oder einer Ausstellung. Uwe
Nun macht mal die "Rundmachmaschine" nicht zu madig. Auch hier kann man Teile mit 1/100 mm herstellen. Man muss halt öfter mal nachmessen, aber irgendwann hat man den "Dreh" raus. Eine einfache Lösung, um die fehlenden Skalen an den Handrädern zu kompensieren: Magnetstativ + Messuhr (Gibt es für kleines Geld). Magnetstativ ans Bett, Messuhr an den Schlitten, und schon hat es eine Anzeige. Um zu sehen, wie sowas "Früher" gemacht wurde, empfehle ich die Videos von "clickspring". https://www.youtube.com/watch?v=0WNUwtD3zmY&list=PLZioPDnFPNsHnyxfygxA0to4RXv4_jDU2&index=16 Grüße Bernd
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Kai S. schrieb: > Ja, es ist minimalistisch. Aber ich habe noch Kistenweise Werkzeug zum > Drehen, Bohren, Holz-Drechseln u.s.w. Von mir aus kannst du ruhig hier fragen. Mit Holz drechseln kenn ich mich aber nicht aus, zumindest nicht in der Praxis.
Bernd F. schrieb: > Auch hier kann man Teile mit 1/100 mm herstellen. > Man muss halt öfter mal nachmessen, aber irgendwann hat man > den "Dreh" raus. Hundertstel ist eher übertrieben aber geht im Prinzip. Man kann - je nach Material des Werkstückes - nicht einen beliebig dünnen Span abnehmen weil sich die Schneide dann wegdrücken wird. > Magnetstativ ans Bett, Messuhr an den Schlitten, und schon hat > es eine Anzeige. Alternativ gibt es Messschieber zum andübeln für überschaubares Geld. Nach den Richtlinien des Forums sei noch die Option "Schrittmotor statt Kurbel + LinuxCNC" erwähnt, Herr Whitworth würde staunen. Wäre irgrendwie schade, andererseits fehlt ja der Tretwippenantrieb eh schon. Uwe
Uwe B. schrieb: > Nach den Richtlinien des Forums sei noch die Option "Schrittmotor statt > Kurbel + LinuxCNC" erwähnt, Herr Whitworth würde staunen. Noch mehr wird der ernüchterte Anwender staunen wie viel Spiel die Trapezspindel hat. Uwe B. schrieb: > nicht einen beliebig dünnen Span > abnehmen weil sich die Schneide dann wegdrücken wird. Es geht in der Praxis darum, einen reproduzierbaren Span abzunehmen. Dazu gehört eine steife Maschine. Alte Dreher-Sprüche: Mit dem Schmirgel in der Tasche, ist der Dreher eine Flasche. Ich bin der Dreher Eilig, was ich nicht kann das feil ich.
Nick schrieb: > Noch mehr wird der ernüchterte Anwender staunen wie viel Spiel die > Trapezspindel hat. Natürlich. Für einfache Dreharbeiten funktioniert das trotzdem. Der Dreher an einer konventionellen Maschine kommt damit ja auch klar. Bei einer (CNC-) Fräse würde ich das anders bewerten. Umrüstung auf Kugelumlaufspindeln - ggf. im zweiten Schritt - sollte aber auch kein Thema für den ambitionierten Heimmechaniker sein. Uwe
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Uwe B. schrieb: > Für einfache Dreharbeiten funktioniert das trotzdem. Du fantasierst dir da mächtig was zusammen. Eine 100 Jahre alte Einfachst-Drehmaschine mit einem 200 W Motor umbauen auf CNC.
Uwe B. schrieb: > Der > Dreher an einer konventionellen Maschine kommt damit ja auch klar. Nur hat jede echte Drehmaschine, an der ein gelernter Dreher werkelt, mit dem oben gezeigten Museumschätzchen aber überhaupt nichts gemeinsam. Oliver
Uwe B. schrieb: > Nick schrieb: >> Noch mehr wird der ernüchterte Anwender staunen wie viel Spiel die >> Trapezspindel hat. > > Natürlich. Für einfache Dreharbeiten funktioniert das trotzdem An einer Maschine die Trapezspindeln hat. Diese hat keine. Und bekommt auch keine, weil der Support FESTGESCHRAUBT wird an der Arbeitsposition, sonst wäre er nämlich locker. Das Ding ist heute für jede Anwendung einfach unbrauchbar.
Eine Umrüstung auf angetriebenen Bettschlitten ist illusorisch, da dessen Geometrie nur Betrieb im geklemmten Zustand erlaubt. Auch die Gleitflächen des Betts und auch des Schlittens sind sicher nicht für häufige Bewegung unter Last geeignet.
Dieter W. schrieb: > Eine Umrüstung auf angetriebenen Bettschlitten ist illusorisch, da > dessen Geometrie nur Betrieb im geklemmten Zustand erlaubt. Michael, Dieter, Oliver, ihr seid natürlich Spezialisten. Andererseits solltet ihr unsere (Ur-) Großväter nicht für doof halten. Feinmechanik und Werkzeugmaschinenbau waren Anfang des letzten Jahrhunderts bereits weit fortgeschritten, so richtig viel Grundlegendes ist seit dem nicht mehr passiert. (Was Mechanik betrifft) Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine finden. Im Gegensatz zu Michael weiß ich nicht ob Trapezspindeln verbaut sind, vermute aber stark schon. Warum auch nicht? Ja, der Support wird auf dem Bett geklemmt, in Z-Richtung verfahren wird hier mit dem Obersupport. Was die Bearbeitung etwas einschränkt. Uwe
Uwe B. schrieb: > ihr seid natürlich Spezialisten. Wit haben wenigstens eine Drehmaschine und arbeiten damit, du offenbar nicht. Der TO soll sich eine kaufen wie https://www.kaufland.de/product/531547869/ (es gibt auch Angebote mit inkludiertem Vierbackenfutter, die wären vorzuziehen) alleine der 38mm Durchlass ist so wertvoll dass ich meine RC6123B-500 dafür verkaufen würde, wenn ich sie nicht mit einer ELS umgebaut hätte (und laut Werbung ist es sogar eine CNC Drehbank, ob man das nachfordern kann ?)
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Uwe B. schrieb: > Dieter W. schrieb: > Michael, Dieter, Oliver, > ihr seid natürlich Spezialisten. Andererseits solltet ihr unsere (Ur-) > Großväter nicht für doof halten. Tut auch niemand. Die Maschine dort oben ist und war niemals eine „Werkzeugmaschine“. Die hat mit ernsthaften Drehmaschinen nichts zu tun, weder mit welchen von 1800 noch von 1900. Die war niemals „gut“ oder „Stand der Technik“. Jetzt verstanden? Oliver
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Bitte keinen Linkslauf bei einer Maschine mit aufgeschraubtem Spindelflansch!
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Michael B. schrieb: > Das Ding ist heute für jede Anwendung einfach unbrauchbar. Welch ein Quatsch. Mal wieder ein typischer Sabbelkopp. Hängt doch wohl eher von den Ansprüchen ab, die man an sein Werkzeug stellt.
Das ist von der Grösse und dem Aufbau her eine typische Feinmechaniker-Drehbank, auch der ehemalige Fussantrieb und die Motorleistung von 200 Watt sprechen dafür. Drehstrom ist dafür natürlich Overkill. Was mich am Motor stört ist die Drehzahl von knapp 1000 U min, die Keilriemenscheiben lassen eine maximale Drehzahl von 1500 U min an der Spindel vermuten. Um auf höhere Schnittgeschwindigkeiten für kleine Durchmesser (Feinmechaniker!) zu kommen wäre ein Motor mit höherer Drehzahl interessant, notfalls kann man dann mit den vorhandenen Scheiben runterregeln. Da würde ich aber keinen Drehstromer mit FU verwenden, sondern einen sog. "Nähmaschinenmotor", z.B. https://www.ebay.de/itm/366299341985, die 550 Watt sind zwar etwas viel, aber die Motoren lassen sich gut regeln und man hat auch bei niedrigen Drehzahlen noch Durchzug. In der Zerspanungsbude finden sich zahlreche positive Berichte darüber z.B. https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=43&t=61494
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Michael B. schrieb: > alleine der 38mm Durchlass ist so wertvoll dass ich meine RC6123B-500 > dafür verkaufen würde, Auch das ist wieder ein typischer Sabbelkopp. Musst wohl deinen Schüppensteil auf der Drehbank anspitzen können? Je gößer der Durchlass an so einer kleinen Maschine, um so weniger Material bleibt am Spindellager und dem Lagersitz im Spindelstock übrig, sodass die Maschine weniger Steifigkeit vorweist. Ausserdem ist der Drehfutterdurchlass eh kleiner sodass der große Spindelduchlass kaum Sinn macht.
Michael B. schrieb: > Der TO soll sich eine kaufen wie > https://www.kaufland.de/product/531547869/ (es gibt auch Angebote mit > inkludiertem Vierbackenfutter, die wären vorzuziehen) Eine "SucceBuy"-Drehmaschine bei Kaufland kaufen - nie im Leben!!!
Rainer D. schrieb: > Auch das ist wieder Schreib doch einfach dass du weder so ein Ding hast noch je gesehen hast, das kostet weniger Worte als dein Geschwurbel voller Ahnungslosigkeit.
Michael B. schrieb: > Rainer D. schrieb: >> Auch das ist wieder > > Schreib doch einfach dass du weder so ein Ding hast noch je gesehen > hast, das kostet weniger Worte als dein Geschwurbel voller > Ahnungslosigkeit. Na Laberkopp, wieder mal zu viel in den Spiegel geschaut? Von der Zerspanungsbude her weiss ich, dass rainer4x4 eine Drehmaschine hat.
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Uwe B. schrieb: > Weil genau? Da fehlen einfach komplett die Grundlagen der Maschine. Und die dann Stück für Stück nachzurüsten ist wirtschaftlich einfach kompletter Unsinn. Die Drehmaschine ist wie sie ist, und das hat der TO wohl selbst verstanden. Ich will ihm die Maschine nicht madig machen, ich hätte auch nichts davon. Aber möglicherweise bist du ja derjenige, den ich letztens auf der Autobahn aufm Pannenstreifen dahinschleichen sah. Ein Trabbi in toller Gulf-Lackierung (hellblau/orange) mit einem Spoiler-Nachbau eines Ferraris. Sturzhelm, feuerfesten SPARCO-Overall und aufgeblasenen Backen. Ausm Auspuff der typisch bläuliche 2-Takt-Qualm, wohl mit Rizinus-Öl-Zusatz (Castrol - Castor-Oil).
Uwe B. schrieb: > Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie > sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine > finden. Dann schau lieber nochmal genauer. Die haben "alle" Linearführungen.
Mani W. schrieb: > Sebastian R. schrieb: >> Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in >> Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung >> umzuschalten, > > Der gezeigte Motor hat 0,2 KW, da ist eine Stern/Dreieckschaltung > wohl nicht von Nöten! Nach den Angaben auf dem Typenschild ist der Motor für das Stern-Dreieck-Anlassverfahren NICHT geeignet. Zumindest nicht am normalen 400V Drehstromnetz! Bei zwei Spannungsangaben auf dem Typenschild gibt die kleinere Spannung die maximale Strangspannung an, für die der Motor gebaut ist! Die Aufgabe des Elektrikers ist, zu entscheiden, wie dieser Motor - mit diesen Typenschildangaben - an das vorhandene Dreiphasen-Spannungsnetz anzuklemmen ist. Hier beträgt die maximale Strangspannung des Motors 230V, d.h. der Motor darf NUR im Stern (Y) geschaltet werden! Viele Grüße Martin
Nick schrieb: > Uwe B. schrieb: >> Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie >> sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine >> finden. > > Dann schau lieber nochmal genauer. Die haben "alle" Linearführungen. Meine Weiler CNC Drehmaschine und meine Maho 700 CNC Fräse haben nachstellbare Schwalbenschwanzführungen an allen Achsen... Laufen übrigens gewöhnlich einige Stunden in der Woche als Beitrag zum Lebensunterhalt. Uwe
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Uwe B. schrieb: > Meine Weiler CNC Drehmaschine und meine Maho 700 CNC Fräse haben > nachstellbare Schwalbenschwanzführungen Er sagte HEUTE und nicht 1974 oder 1982. Und er sagte 'erwachsenen' also keine Hobbymaschinen. Aber ich stimme auch nicht zu 100% zu. Nur zu 99.
Uwe B. schrieb: > meine Maho 700 CNC Fräse Baujahr 1985? Meine Maho MH 700 C hat nur auf Y (als Vertikale) einen Schwalbenschwanz, der Rest sind Flachführungen. Meine Haas TL-2 hat Linearführungen, meine 3 CNC-Drehen in der Arbeit haben Linearführungen.
Nick schrieb: > Uwe B. schrieb: >> meine Maho 700 CNC Fräse > > Baujahr 1985? > Meine Maho MH 700 C Meine ist etwas älter, 1980. Mit (elektrisch) geschaltetem Getriebe noch, Dampf ohne Ende :-) > hat nur auf Y (als Vertikale) einen > Schwalbenschwanz, der Rest sind Flachführungen. Ja, bin ich etwas übers Ziel hinausgeschossen. Ist bei mir genauso. Die Weiler 120CNC hat natürlich ebenfalls einen Schwalbenschwanz nur an der X-Achse. Linearführungen kommen an meinen (etwas älteren) Maschinen nicht vor. > Meine Haas TL-2 hat > Linearführungen, meine 3 CNC-Drehen in der Arbeit haben Linearführungen. Linearführungen haben Vorteile was die max. Verfahrgeschwindigkeit und den fehlenden Slip-Stick Effekt betrifft, Nachteile z.B. wegen geringerer Dämpfung und sind teurer. Ich kann mir schon vorstellen daß moderne Maschinen mit hohen Geschwindigkeiten bei Bearbeitung und Handling die Vorteile der Rollen bzw. Linearführungen nutzen, bin da tatsächlich nicht auf dem Laufenden. Meine Maho geht da eher gemächlich dafür aber kräftig ans Werk ;-) Nichtsdesdotrotz funktioniert die "gute alte" Schwalbenschwanzführung einwandfrei, egal ob manuell oder CNC. Alles mit seinen Vor und Nachteilen. Um den Bogen zu kriegen: Ich habe eine CNC Aufrüstung der alten Schätzchens nur "halb ernst" ins Rennen geworfen und hätte das selber auch nicht in Betracht gezogen. Andererseits macht es mir diebischen Spaß alte Technik mit modernen Mitteln zu "pimpen". Die 100 Jahre alte Drehe mit Gcode aus dem 3D-Cad zu füttern. Soetwas ;-) Tatsächlich wäre der Aufwand solcher Spielerei (nichts anderes wäre das) sehr überschaubar. Wie ich dem Bild der Maschine entnehme sind Schwalbenschwanzführunngen verbaut. Zwei Schrittmotoren (evtl mit Getriebe) mit Steuerungen, 4 Zahnriemenräder und Zahnriemen und etwas Flachstahl. Einen alten PC mit Druckerport noch. Endschalter sind Luxus. (Nick, ich verstehe daß deine Ansprüche höher liegen, hier geht es um Spielerei) Allerdings gibt es vermutlich das bekannte Henne / Ei - Problem. Bei mir in der Werkstatt wäre das ein fröhlich vor sich hin pfeifender Bastelsonntag ;--) Uwe
Uwe B. schrieb: > Nick, ich verstehe daß deine Ansprüche höher liegen, hier geht es um > Spielerei **Meine** Ansprüche gelten für **mich**. Die Ansprüche Andere gelten für die Anderen. Und das versetehe ich und berücksichtige ich. Ich warne den Anderen, wenn Leute mit offensichtlichen Spinnereien (sie nennen es "Spielerei") daherkommen. Lass den TO mal eigene Erfahrungen sammeln und darauf basierend seine Anforderungen. Wenn er die hat, dann kann er fragen, ob so ein Umbau an seiner Maschine sinnvoll ist. Meine Antwort wäre immer noch die gleiche. Soll er sich dann von mir aus eine Mini-Lathe kaufen. Ich würde ihn dann warnen, dass die Führungen unterirdisch gearbeitet sind und er nicht erwarten kann, dass er eine tolle CNC-Drehe hat. Es bleibt dann immer noch **seine** Entscheidung. Kompetenz? Damit hat es angefangen: https://www.youtube.com/watch?v=uHF7TtHVSWE So ging es weiter: https://www.youtube.com/watch?v=90KpLbyvlPk Uwe B. schrieb: > Einen alten PC mit Druckerport noch. Ja, genau, Druckerport.
Moin, Falls es Euch interessiert, sind hier meine Erfahrungen: Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb ist in unmittelbarer Nähe etwas beeinträchtigt. Ich parametrisierte den FU wie gezeigt für Druckknopfbedienung und Notschalter Betrieb. Zur Bedienung entfernte ich die alte Schalter Einrichtung und fabrizierte eine neue gewinkelte Frontplatte mit einem Notausschalter mit Verrieglung und Druckknopf-Bedienung für Vorwärts- oder Rückwärtsbetrieb. Die FU-Steuerung erlaubt sofortige sanfte Umschaltung der Drehrichtung. Man muß also nicht warten bis der Motor zum Stillstand kommt. (Ist toll zu beobachten) Der große weisse Knopf hinter den Bedienungselementen stellt die Drehzahl mit einem Poti ein. Dahinter ist der Hauptschalter für den FU und Netz Kontrollampe. Bis jetzt hat die Anlage vollkommen störungsfrei funktioniert und bin sehr zufrieden. Die Motorgröße ist kein Luxus, weil der erzielbare Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen doch geringer ausfällt. Notfalls muß man die Riemenübersetzung umstellen, wenn man viel Kraft braucht. Da ich aber hauptsächlich Alu und Kunststoffe bearbeite, reicht der Einstellungsbereich für die meisten Arbeiten aus und der Poti-Einstellbereich ist für die meisten Arbeiten ausreichend. Was die eigentliche Drehmaschine betrifft, erweiterte ich sie durch Einbau eines selbst gefertigten Drehrichtungsumschalter and der rechten Wand des Räderhauses. Ferner stellte ich die Standard Schraubenschüssel Reitstock Arretierung auf Kammm-Aktion Arretierung um. Auch der Sattel kann mit einem Hebel arretiert werden. Die übrigen Änderungen sind aus den Bildern ersichtlich. Diese Drehbank ist für meine Ansprüche ausreichend. Allerding muß man mit Bedacht arbeiten, wenn man große Kräfte braucht. Ich hoffe es hat Euch interessiert. Gruß, Gerhard
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Gerhard O. schrieb: > Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich > um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der > Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren > bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W > Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor > und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb Es geht hier um eine historische Feinmechaniker-Drehbank aus den 30er Jahren mit einem nachgerüsteten 200-Watt-Motor. Vergleich: VW Käfer der 30er Jahre und Porsche Taycan oder so Und es geht um einen Schalter für diesen Motor. Da der evtl nicht geeignet ist, ggf. auch um einen neuen Motor in dieser Leistungsklasse.
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Stephan S. schrieb: > Gerhard O. schrieb: >> Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich >> um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der >> Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren >> bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W >> Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor >> und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb > > Es geht hier um eine historische Feinmechaniker-Drehbank aus den 30er > Jahren mit einem nachgerüsteten 200-Watt-Motor. Vergleich: VW Käfer der > 30er Jahre und Porsche Taycan oder so > > Und es geht um einen Schalter für diesen Motor. Da der evtl nicht > geeignet ist, ggf. auch um einen neuen Motor in dieser Leistungsklasse. Oh, Danke für den Hinweis - das übersah ich, da mir nur die ersten Schalterbilder in Erinnerung waren und man von FU schon sprach. Obwohl auch dort FU-Betrieb angenehm wäre. Ich würde es nicht mehr vermissen wollen. Abgesehen vom historischen Kontext wäre auch dort Drucktastenbedienung wie bei mir nützlich.
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Walter T. schrieb: > Bitte keinen Linkslauf bei einer Maschine mit aufgeschraubtem > Spindelflansch! Das 3 oder 4 Backenfutter könnte die Maschine fluchtartig verlassen...
Mani W. schrieb: > Das 3 oder 4 Backenfutter könnte die Maschine fluchtartig verlassen... Am Ende meiner Lehrzeit hatte ein Kollege auf einer grösseren Drehbank mit Fußbremse und Rechts/Linkslauf einen 5mm Stahl in der Arbeit bei 2500 U/min - der Amerikaner war normalerweise mit einem Spannring gesichert... Jemand hatte vorher darauf gearbeitet und den Sicherungsring nicht festgezogen, beim Abbremsen mit Fußbremse und Linkslauf fiel der Amerikaner auf das Drehbankbett und danach auf den Fußboden - darauf beschleunigte der Amerikaner (ca. 25cm Dm) und raste ca. 20m durch die Werkstatt, schätze mal mit 100 Km/h oder auch mehr, und schlug dann in eine Metallwand vom Büro des Werkstättenleiters ein... Hat gewaltig gerumst und einen mehrere Zentimeter tiefen Abdruck hinterlassen - gut, dass die Spannbacken eingefahren waren, sonst hätte es schon an der Maschine gekracht... Werde ich nie vergessen!
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Mani W. schrieb: > darauf beschleunigte der Amerikaner (ca. 25cm Dm) und raste ca. 20m > durch die Werkstatt, Kenne ich auch. :-) Als ich auf der FOS war und bei Siemens die praktische Ausbildung genoss*) ist Jemanden das gleiche passiert. Lustig, wie alle auf die Tische sprangen. Zum Glück gab es keinen Personenschaden. Es gab danach nochmal eine eindingliche Sicherheitseinweisung für Alle. *) Ich hab das wirklich genossen. Siemens hat da wirklich eine gute Arbeit geleistet und ich konnte viel lernen.
Hallo, ich habe jetzt einen L-0-R-Schalter bestellt. Ob ich die Wendemöglichkeit brauche werde ich sehen. Nach einem Gespräch mit einem Kollegen, werde ich die Machine in Dreiecksschaltung anschließen. So ist sie auch schon gemäß der "Laschen" betrieben worden, und bei einer Leistung von nur 200W sollte das auch kein Problem sein. Was den Drehstrom betrifft, so hat jede Phase 230V, und durch die drei Phasen kommt man dann auf die 380 bzw. 400V. Eine Frage noch: da die Montage eines geschlossenen "Endlos-" Keilriemens schwierig würde (siehe Bild von der Lagerung des Futters), habe ich sowohl einen offenen PU-Keilriemen und einen offenen Lochkeilriemen mit Verbindungsplatten bestellt. Letzterer ist einfach zu verbinden. Könnt ihr mir sagen, was die beste Methode zum Verschweißen oder gar Verkleben des PU-Riemens ist? Viele Grüße Kai
Kai S. schrieb: > Nach einem Gespräch mit einem Kollegen, werde ich die Machine in > Dreiecksschaltung anschließen. Der arme Motor. Der Kollege ist Müllwerker?
Kai S. schrieb: > Nach einem Gespräch mit einem Kollegen, werde ich die Machine in > Dreiecksschaltung anschließen. Bezahlt der Kollege auch den dann wohl über kurz oder lang fälligen neuen Motor?
Guten Morgen Kai, Wenn du ihn wirklich in Dreieck an das normale 400 V Netz anschließen willst, dann brauchst du den Schalter nicht kaufen. Das Geld ist rausgeschmissen. Ich habe eine Ausbildung zum Elektromaschinenbauer (Motorwickler) gemacht und unterrichte nun, nach meinem Studium der Elektrotechnik und einer fast 15jährigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, seit mehr als 10 Jahren angehende Elektroniker bzw Elektromeister. Nach dem Typenschild ist der Motor für eine Dreieckschaltung nicht geeignet, warum auch immer die Klemmbrücken so verschaltet sind? Eine einfache Googlesuche sollte Klarheit bringen! Zum Beispiel: https://www.elektro-kahlhorn.de/klemmbrettschaltungen:_:420.html Viele Grüße Martin
Martin L. schrieb: > Nach dem Typenschild ist der Motor für eine Dreieckschaltung nicht > geeignet, warum auch immer die Klemmbrücken so verschaltet sind? Möglicherweise für Steinmetzschaltung. Hatte dann so richtig wenig Leistung... Oder er war zuletzt an einem 230V Drehstromnetz in Betrieb, gabs ja in DE noch bis vor einigen Jahren ein paar wenige.
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Beitrag #8031665 wurde vom Autor gelöscht.
Hallo, der Motor und die Drehbank stammen aus den 30ern des letzten Jahrhunderts. Ist es nicht möglich, dass es damals und auch später 220V Drehstrom gab? Wie gesagt, an dem Klemmbrett habe ich nichts verändert. Er muss also so betrieben worden sein. Der alte Schalter entscheidet ja nicht über Stern- oder Dreiecksschaltung, sondern nur das Klemmbrett. Gruß Kai
Kai S. schrieb: > Ist es nicht möglich, dass es damals und auch später 220V > Drehstrom gab? Natürlich gabs das mal. Ist doch aber völlig egal. Du hast 400V Drehstrom, und da muss der Motor unbedingt in Sternschaltung geklemmt werden.
Hallo, wenn ich das Typenschild (220V/380V) auf dem ersten meiner Bilder richtig verstehe, dann zöge der Motor in der Dreiecksschaltung 1,15A und in Sternschaltung 0,65A. Warum kann der Motor nicht mit Dreieck betrieben werden? Ich stehe auf dem Schlauch. Wenn Du von 400V Drehstrom sprichst, einst Du damit die 400V, die sich insgesamt durch die drei Phasen ergeben, oder was?
Also, mein Lesart sagt: 220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die 380V/400V Gesamtspannung. 400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor natürlich nicht ausgelegt. aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer.
Kai S. schrieb: > Also, mein Lesart sagt: > > 220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die > 380V/400V Gesamtspannung. > 400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor > natürlich nicht ausgelegt. > > aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro > Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer. In Drehstromnetzen gibt man die Spannung zwischen zwei Außenleitern an! Du hast zu Hause sicherlich 400V Drehstrom, und eben 230V zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter.
Hallo Kai, es gab bestimmt einen Grund den Motor so zu verschalten! Der ist bisher aber noch nicht genannt worden oder ich habe ihn überlesen oder nicht mehr in Erinnerung! Mein Ausgangspunkt ist: du willst diesen Motor mit dem Typenschild an ein normales 400V Drehstromnetz ( L1 - L2 - L3 - N - PE) anklemmen. Ob fest oder über eine CEE-Steckverbindung! Mein Hinweis/Ratschlag: dann lege die Klemmbrücke am Klemmbrett in Sternschaltung, ansonsten wird der Motor Schaden leiden oder vorgeschaltete Sicherungselemente werden auslösen. Viele Grüße Martin
H. H. schrieb: > Kai S. schrieb: >> Also, mein Lesart sagt: >> >> 220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die >> 380V/400V Gesamtspannung. >> 400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor >> natürlich nicht ausgelegt. >> >> aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro >> Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer. > > In Drehstromnetzen gibt man die Spannung zwischen zwei Außenleitern an! > > Du hast zu Hause sicherlich 400V Drehstrom, und eben 230V zwischen einem > Außenleiter und dem Neutralleiter. Spätestens jetzt kann ich nur noch raten und empfehlen: rufe einen ausgebildeten Elektriker deines Vertrauens an und lasse ihn dass machen Weisheiten: wie Schuster bleib bei deinen Leisten haben heute mehr denn je ihre Berechtigung. Jeder glaubt, weil er im Internet etwas gelesen hat oder andere Youtuber das empfehlen, dass das die Wahrheit ist. Der menschliche Körper hat kein Sinnesorgan für elektrischen Strom. Wir können ihn nicht sehen, riechen, fühlen, hören oder schmecken. Wenn wir das tun, dann ist es bereits zu spät ....
Kai S. schrieb: > wenn ich das Typenschild (220V/380V) auf dem ersten meiner Bilder > richtig verstehe, dann zöge der Motor in der Dreiecksschaltung 1,15A und > in Sternschaltung 0,65A. Dir kommt nicht die Idee, dass die drei Angaben jeweils zusammen gehören? (220-Dreieck / 380-Stern)
Stephan S. schrieb: > Von der Zerspanungsbude her weiss ich, dass rainer4x4 eine Drehmaschine > hat. Nicht nur die kleine Hobbymaschine, für die größeren Dinge habe ich noch eine Maschine mit getrennten Zug- und Leitspindel, Hauptspindel-Schaltgetriebe und einem Nortongetriebe. Hier bei der Anfertigung von Fahrzeugteilen für die Restauration.
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