Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Richtiger Drehstromschalter gesucht für eine Drehmaschine


von Kai S. (kaiman37)



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Hallo,

ich habe eine alte (1930er Jahre) Drehmaschine "geerbt". Es ist der alte 
selbst gebastelte Schalter dabei, aber ich möchte gerne einen modernen 
(Nocken-) Schalter installieren. Nur habe ich leider überhaupt keine 
Ahnung, was für einen Schalter ich nehmen soll, weil ich von 
Elektrotechnik nicht (mehr) so viel Ahnung habe. Elektrotechnik in 
meinem Luft- ud Raumfahrttechnik liegt nun schon dreißig Jahre zurück.

Könnt ihr mir erklären, was für ein Schalter der richtige wäre, also:

0-1, 1-0-2, L-0-R, 0-Stern-Dreieck u.s.w.

und was die Unterschiede sind? Ich weiß leider nicht, was der alte 
Schalter bewirkt har.

Anbei ein paar Bilder.

Gruß und Dank

: Bearbeitet durch User
von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Kai S. schrieb:
> Ich weiß leider nicht, was der alte
> Schalter bewirkt har.

Das wirst du vorher herausfinden müssen, indem du die Leitungen vom 
jetzigen Schalter bis zum Motor verfolgst. Und du dabei vielleicht auch 
noch den vorhandenen Schalter ausmisst und mit in die aufgezeichnete 
Schaltung bringst.

Dazu muss man eigentlich keine große Ahnung haben, ein 
Durchgangstester/Multimeter und 1,2 bis 2,0 gesunde Augen sollten 
ausreichen.

Gibt es eine mechanische Umschaltung zwischen Rechts- und Linkslauf?
Wenn nein, könnte ein L-0-R-Schalter denkbar sein, um zwischen Rechts- 
und Linkslauf umzuschalten.

Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in 
Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung 
umzuschalten, um Netz und Motor zu schonen. Dafür gibt es aber 
mittlerweile automatisierte Umschaltungen.

Wenn du es richtig bequem haben möchtest, könntest du auch den Schalter 
durch einen Frequenzumrichter ersetzen, der sich um das alles inkl. 
Motorschutz kümmert.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Kai S. schrieb:
> was für ein Schalter der richtige wäre,

Dutzende Bilder, aber das einzig wichtige, der Schalter von vorne mit 
seinen Stellungen, NATÜRLICH nicht dabei.

Kauf einen Drehstrom (3-Phasen) MASCHINENSCHALTER (Hauptschalter) mit 
Not Aus, die schalten von alleine ab wenn der Strom ausfällt, und Not 
Aus ist heute Vorschrift.

https://www.elektroshopwagner.de/de/p/203384

Ob der nun 2 Stufen (eher nicht) oder Links/Rechtslauf (vielleicht) hat 
oder nur 0-1 ist, wissen wir NATÜRLICH nicht weil du es ja geheim 
hältst.

Es dürfte sogar ein Motorschutzschalter sein, der bei Überlastung und 
einzeln ausfallenden Phasen zur Sicherheit abschaltet, aber nötig ist 
das nicht.

Nit nur 200W Wellenleistung tut es der kleinste.


Du willst eher so kleine

https://www.ebay.de/itm/285267624964

Die haben keine Not Aus und keine Stromausfallfunktion und sind daher 
heute als Maschinenschalter nicht mehr zulässig, höchstens als 
Zweitschalter für die Drehrichtung.

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Michael B. schrieb:
> der Schalter von vorne mit
> seinen Stellungen, NATÜRLICH nicht dabei.

Doch. 20260330_181332.jpg (das letzte Bild) zeigt den Schalter von vorn. 
Es gibt nur keinen Griff/Knebel/Knauf.

von Kai S. (kaiman37)


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Hallo,

vielen Dank schon mal an euch.

Die Kabel bis zum Motor verfolgen kann ich leider nicht, weil sie schon 
gekappt waren, also wirklich durchgeschnitten.

In dem letzten Bild sieht man den Schalter. Die kleine Welle mit den 
beiden Zapfen dran. Eine Beschriftung gibt es nicht. Ist ein damals 
selbst gebauter Schalter.

Sowohl der Motor als auch das Drehfutter haben verschiedene 
Riemenscheiben, über die man die Geschwindigkeiten einstellen kann. 
Daher denke ich mal, dass mir ein einfacher Schalter mit nur einer 
Geschwindigkeit reicht. Vor- und Rücklauf wäre vielleicht schon ganz 
gut.

Was für einen FU würdet ihr empfehlen?

Gruß
Kai

von Oliver S. (oliverso)


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Kai S. schrieb:
> Ich weiß leider nicht, was der alte
> Schalter bewirkt har.

Offensichtlich mehr als nur Ein/Aus. Und da wirst du nicht drum herum 
kommen, zu ergründen, was der alte Schalter tut.

Obs dann ein fertig kaufbares Produkt gibt, das den ersetzen kann, ist 
auch nicht garantiert.

Oliver

von Vanye R. (vanye_rijan)


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Ich bin auch der Meinung das du den Schalter durch einen 
Frequenzumrichter ersetzen solltest. Damit macht das drehen dann gleich 
viel mehr Spass.

Vanye

von Kai S. (kaiman37)


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Und welchen FU könnt ihr mir empfehlen?

von Kai S. (kaiman37)


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Wenn ich für den Anfang einfach den von oben, also

https://www.ebay.de/itm/285267624964

nehme. Dann wäre das doch schon mal was, oder?

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Kai S. schrieb:
> Die Kabel bis zum Motor verfolgen kann ich leider nicht, weil sie schon
> gekappt waren, also wirklich durchgeschnitten.

Die Adern sind nummeriert, das lässt sich also einigermaßen 
rekonstruieren.

Ich hab schon ein paar von Sourcetronic verbaut:
https://www.sourcetronic.com/shop/de/frequenzumrichter-st150-022-400v.html

Für den Preis sind die echt nicht schlecht.

Je nach Bedarf brauchst du dazu dann noch einen Netzfilter und einen 
Bremswiderstand.

Und einen Notaus-Schalter sollte es auch geben (unabhängig vom FU).

von Maik .. (basteling)


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Warum denn unbedingt einen modernen Schalter? Ich hab an meiner Mayford 
Kleindrehbank auch wieder auf den schönen originalen zurückgerüstet. 
Zuvor hatte ich da das Bedienteil meines Siemens Micromaster Umrichters 
hineingefriemelt.Sa gut aus, war aber fummelig mit den kleinen Tasten.

Du kannst ja z.B. so ein Aufputzkästli mit Hauptschalter/ 
Motorschutzschalter/Notaus Kombination dazusetzen. Da gibt schöne von 
Möller/Eaton. Ob nun als per Schloss sicherbarenDreh Hauptschalter oder 
mit Notaus Pilz auf dem Abschaltknopf des darin liegenden 
Motorschutzschalter.

Mit dem Frequenzumrichter muss man schauen, ob der Motor das von seiner 
Isolationsklasse und zusätzlich der dann schlechteren Kühlung auf Dauer 
mitmacht,mein uralter Drehbankmotor mit unbekannter Vorgeschichte mochte 
das nicht ;(

von Michael B. (laberkopp)


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Sebastian R. schrieb:
> zeigt den Schalter von vorn

Aber nicht mit seinen Stellungen aka Skalenschild

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Michael B. schrieb:
> Sebastian R. schrieb:
>> zeigt den Schalter von vorn
>
> Aber nicht mit seinen Stellungen aka Skalenschild

Weil dieses nicht existiert.

Kai S. schrieb:
> Eine Beschriftung gibt es nicht. Ist ein damals
> selbst gebauter Schalter.

von Michael B. (laberkopp)


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Kai S. schrieb:
> Wenn ich für den Anfang einfach den von oben, also

Ich wusste, den kleinsten billigsten ohne NotAus und ohne 
Stromausfallschutz.

Warum greifen alle (deutschen) zielgenau zum selben Schrott, genetische 
Geizigkeit um hinterher doppelt zu zahlen ?

Kai S. schrieb:
> Und welchen FU könnt ihr mir empfehlen?

Ein FU reduziert nicht nur die Drehzahl, sondern auch die Leistung. 1/10 
der Drehzahl macht auch 1/10 der Leistung (mehr bei fremdgekühlt, 
weniger bei eigengekühlt).

Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann 
höchstens per FU aus Wechselstrom Drehstrom machen (nutzlich und gei 
200W kein Problem), den Motorschutz erreichen und zwischen den 
Getriebestufen (z.B. 1:2) von 50 bis 100% regeln, muss aber das Getriebe 
weiternutzen.

Ersetzt man den 200W Motor und Getriebe durch einen mit FU, sollte man 
auf einen 1.4kW Motor umstellen, und der passt selten rein.

von Kai S. (kaiman37)



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Hallo,

hier noch ein paar weitere Bilder.
Vergesst den derzeitigen Anschluss. Ein Bekannter hat ihn jetzt einfach 
an den normalen Wechselstrom angeschlossen. Aber da hat der Motor kaum 
Kraft. Verständlich.

Aber Drehstrom ist vorhanden. Da kann ich ihn anschließen. So wie ich 
das sehe, ist der momentan auf Dreieicksschaltung mit den drei Laschen 
in der Vertikalen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann

Davon hast bisher auch nur du geredet. Man kann aber beides nutzen und 
so die Drehzahl feiner einstellen. Eigentlich wuerde sogar niemand auf 
das Getriebe verzichten wollen weil ja noch die Leit/Zugspindel dran 
haengt.
Oh..und dann wollen wir mal nicht vergessen das im Privatbereich 
meistens nur Alu, Kunstoff, Messung verarbeitet wird. Sowas macht also 
schon Sinn.

Olaf

von Michael B. (laberkopp)


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Kai S. schrieb:
> Ein Bekannter hat ihn jetzt einfach an den normalen Wechselstrom
> angeschlossen.

Oh je, setz ihn vor die Tür.

Hat der alte Schalter 2 oder 3 Stellungen, und macht es Sinn wenn die 
Drehbank nicht nur vorwärts sondern auch rückwärts laufen kann ?

von Kai S. (kaiman37)


Angehängte Dateien:

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Der Schalter lässt sich immer um 90 Grad drehen bis er einrastet.

Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank.

von Kai S. (kaiman37)


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Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu 
Gewindeschneiden. Ergibt für mich auch einen gewissen Sinn.

Daher die Frage, ob ein L-0-R Schalter nicht ausreicht in der 
Dreiecksschaltung.

von Soul E. (soul_eye)


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Kai S. schrieb:
> Der Schalter lässt sich immer um 90 Grad drehen bis er einrastet.

Also eine Schaltstellung. An und aus.

> Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank.

Ein sehr minimalistisches Setup :-)


Kai S. schrieb:
> Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu
> Gewindeschneiden. Ergibt für mich auch einen gewissen Sinn.
>
> Daher die Frage, ob ein L-0-R Schalter nicht ausreicht in der
> Dreiecksschaltung.

Der kleine Motor sollte nicht mehr Anlaufstrom ziehen als ein 
Staubsauger. Damit reicht der Polwendeschalter (L-0-R) aus. Einen 
Notaus, den Du mit der Hüfte bedienen kannst wenn die Finger im Werkzeug 
hängen, solltest Du trotzdem vorsehen.

von Kai S. (kaiman37)


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:-)

Ja, es ist minimalistisch. Aber ich habe noch Kistenweise Werkzeug zum 
Drehen, Bohren, Holz-Drechseln u.s.w.
Bei vielen Dingen, muss ich wohl mal die KI bemühen, um zu verstehen was 
das alles so ist. ;-)
Bitte verzeiht mir meine Unwissenheit bzw. Ignoranz.

Na Prima, dann kaufe ich so einen L-0-R-Schalter und einen 
Not-Aus-Schalter. Das ist ganz klar notwendig.

Bei dem Riemen habe ich jetzt zwei offene Riemen bestellt, einen zum 
Verschweißen der Enden und einen mit einer Klemmplatte, da ich nicht 
weiß wie ich einen neuen Endlosriemen installieren soll, ohne alles am 
Lagerbock auseinander zu nehmen.

Ich halte euch auf dem Laufenden, wenn alles da ist und läuft.

Vielen Dank und Grüße
Kai

von H. H. (hhinz)


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Kai S. schrieb:
> Not-Aus-Schalter

3-polig!


Drehstrom hast du in deiner Bastelecke?

von Dieter W. (dds5)


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Da es sich um eine Mechaniker Drehmaschine ohne Leit- und Zugspindel 
handelt, ist ein Linkslauf vermutlich verzichtbar.

von Kai S. (kaiman37)


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Ja, Drehstrom kann ich vom Raum nebenan hinverlegen.

von H. H. (hhinz)


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Kai S. schrieb:
> Ja, Drehstrom kann ich vom Raum nebenan hinverlegen.

Denk dran den Motor wieder auf Y umzuklemmen!

von Kai S. (kaiman37)


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Ich hatte ja gar nichts umgeklemmt, also die "goldenen" Laschen. Wieso 
soll ich auf Y umklemmen? Soll ich den Motor nicht in Dreieck betreiben 
für die volle Leistung?

von Nick (b620ys)


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Ich will dir nicht die Freude an Deiner ersten Drehmaschine trüben. Ich 
hatte auch mal sowas, nur kleiner. Da war ich aber auch kleiner. :-))

Keine Leitspindel,
keine Zugspindel,
keine Schaltwelle,
keine Skalen am Längs- und Planschlitten
keine Skala am Reitstock

-> Eher ein Deko-Stück oder zum Anfertigen von Abstandsröllchen.
Abfällig als "Rundmache" bezeichnet.

Drehrichtungsumkehr ist nur dann sinnvoll, wenn du darauf Gewinde mit 
Gewindebohrer oder Schneideisen machen willst. Eine andere Möglichkeit 
bietet die Maschine nicht.

Mach einen Ein/Ausschalter dran, einen zweiten zur Drehrichtungsumkehr 
(den wirst du kaum benutzen) und ein Notaus.

von Kai S. (kaiman37)


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Alles klar,

klingt logisch. Dann kann ich doch aber auch einen Links-Rechts- und 
einen Notschalter verbauen. Oder?

Was ist jetzt mit Stern- und Dreiecksschaltung?

von H. H. (hhinz)


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Kai S. schrieb:
> Ich hatte ja gar nichts umgeklemmt, also die "goldenen" Laschen.
> Wieso
> soll ich auf Y umklemmen? Soll ich den Motor nicht in Dreieck betreiben
> für die volle Leistung?

Im Dreieck nur am 230V Drehstromnetz! Du wirst aber 400V Drehstrom 
haben.

von Kai S. (kaiman37)


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Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd bzw. für 
einen Durchlauferhitzer verwendet wird. Und da dann Sternschaltung? 
Vergebe ich nicht Spannung und Strom?

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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von H. H. (hhinz)


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Kai S. schrieb:
> Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd
> bzw. für
> einen Durchlauferhitzer verwendet wird. Und da dann Sternschaltung?

Ja.


> Vergebe ich nicht Spannung und Strom?

Wenn du ihn in Dreieckschaltung ans 400V Netz nimmst, dann entweicht 
ratzfatz der magische Rauch.

von Ralf X. (ralf0815)


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Kai S. schrieb:
> Ja, ich habe 400V Drehstrom. Der auch für einen Induktionsherd bzw. für
> einen Durchlauferhitzer verwendet wird.

Dein Induktionsherd verwendet ausschliesslich die Spannungen der Phasen 
gegen N, also 230 Volt, bei 400 V würde alles durchknallen.

> Und da dann Sternschaltung?
> Vergebe ich nicht Spannung und Strom?

Die einzelnen Wicklungen Deines Motors sind für 220 V ausgelegt, 230 V 
halten sie aber auch aus.
In Dreieckschaltung wprden sie aber 400 V bekommen, also kannst Du den 
Motor nur in Sternschaltung betreiben.

von Michael B. (laberkopp)


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Kai S. schrieb:
> Der Schalter lässt sich immer um 90 Grad drehen bis er einrastet.

Also nur ein/aus.

> Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank.

Oje, ohne Zugspindel Leitspindel und Quervorschub -> unnütz

Kai S. schrieb:
> Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu
> Gewindeschneiden.

Die Drehbank ist vollig ungeeignet zum Gewindeschneiden.

Investiere besser keinen cent mehr.

Motor an/aus, und als Drechselbank missbrauchen, dafur wohl schnelleren 
Motor besorgen.

von Nick (b620ys)


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Michael B. schrieb:
> und Quervorschub -> unnütz

Quervorschub? Wasndas?

**Relativ** unnütz. Für Distanzhülsen sicherlich nutzvoll/verwendbar. 
Auch noch für Abstandshalter.
Sobald man gezielt einen Durchmesser drehen will, wirds spannend, da die 
(verschlissenen?) Schlitten keine Skalen haben.

Eher lustig ist der Knebel am Reitstock.

Aber ich weiß ja nicht, was der TO damit vorhat. Nachdem Werkzeug und 
Zubehör dabei ist, sind die Folgeinvestitionen wohl überschaubar 
(hoffentlich). Mir persönlich wäre der FU schon zu viel, ausser ich 
hätte was passendes rumliegen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Michael B. schrieb:
> Oje, ohne Zugspindel Leitspindel und Quervorschub -> unnütz
> [..]
> Investiere besser keinen cent mehr.

Einfach nur ein nur unnütz überheblicher Kommentar. Die Maschine steht 
dort und sollte schon aus rein nostalgischen Gründen wieder in Bewegung 
kommen.

von Dieter W. (dds5)


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Manfred P. schrieb:
> Die Maschine steht
> dort und sollte schon aus rein nostalgischen Gründen wieder in Bewegung
> kommen.

Ich bin auch dieser Meinung, aber man kann es natürlich auch anders 
sehen.
Es ist letztzlich die Entscheidung des Eigentümers was er damit machen 
will.

von Mani W. (e-doc)


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Sebastian R. schrieb:
> Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in
> Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung
> umzuschalten,

Der gezeigte Motor hat 0,2 KW, da ist eine Stern/Dreieckschaltung
wohl nicht von Nöten!

von Uwe B. (uwebre)


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Kai S. schrieb:
> Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank.

Ein schönes Stück Geschichte. Der Elektromotor gehört eigentlich nicht 
dazu, original wurde die Maschine per Fußwippe angetrieben. Wie Omas 
Nähmaschine.
Hier ein Bild wie das ursprünglich ausgesehen haben wird:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/dc/2016_09_30_Drehbank_mit_Fu%C3%9Fantrieb_IMG_1858_paint.JPG

Ohne Skalen ist die Drehe eigentlich (bei heutigen Ansprüchen) kaum 
sinnvoll nutzbar, für einfachste Teile oder als Drechselbank.
Überlegungen bez. Rechts / Linkslauf sind overkill, Gewinde kannst du 
mangels Leitspindel eh nur mit Gewindeboherer oder Schneideisen 
fertigen. Dann setzt du das Gewinde auf der Maschine nur grade an und 
machst den Rest am Schraubstock auf der Werkbank.

Investieren würde ich nicht viel, als Schalter so einen Kombischalter 
wie sie typisch an Hobbykreissägen verbaut sind. z.B. den DZ08-3 aus dem 
Bücherhaus. Ist natürlich ein nicht artgerechter Fremdkörper, aber das 
ist ja schon der Motor.

Besser aufgehoben wäre die schön erhaltene Maschine in einem Museum oder 
einer Ausstellung.

Uwe

von Bernd F. (metallfunk)


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Nun macht mal die "Rundmachmaschine" nicht zu madig.

Auch hier kann man Teile mit 1/100 mm herstellen.
Man muss halt öfter mal nachmessen, aber irgendwann hat man
den "Dreh" raus.

Eine einfache Lösung, um die fehlenden Skalen an den Handrädern
zu kompensieren: Magnetstativ + Messuhr (Gibt es für kleines Geld).

Magnetstativ ans Bett, Messuhr an den Schlitten, und schon hat
es eine Anzeige.

Um zu sehen, wie sowas "Früher" gemacht wurde, empfehle ich die
Videos von "clickspring".

https://www.youtube.com/watch?v=0WNUwtD3zmY&list=PLZioPDnFPNsHnyxfygxA0to4RXv4_jDU2&index=16

Grüße Bernd

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Kai S. schrieb:
> Ja, es ist minimalistisch. Aber ich habe noch Kistenweise Werkzeug zum
> Drehen, Bohren, Holz-Drechseln u.s.w.

Von mir aus kannst du ruhig hier fragen. Mit Holz drechseln kenn ich 
mich aber nicht aus, zumindest nicht in der Praxis.

von Uwe B. (uwebre)


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Bernd F. schrieb:
> Auch hier kann man Teile mit 1/100 mm herstellen.
> Man muss halt öfter mal nachmessen, aber irgendwann hat man
> den "Dreh" raus.

Hundertstel ist eher übertrieben aber geht im Prinzip. Man kann - je 
nach Material des Werkstückes - nicht einen beliebig dünnen Span 
abnehmen weil sich die Schneide dann wegdrücken wird.

> Magnetstativ ans Bett, Messuhr an den Schlitten, und schon hat
> es eine Anzeige.

Alternativ gibt es Messschieber zum andübeln für überschaubares Geld.

Nach den Richtlinien des Forums sei noch die Option "Schrittmotor statt 
Kurbel + LinuxCNC" erwähnt, Herr Whitworth würde staunen.
Wäre irgrendwie schade, andererseits fehlt ja der Tretwippenantrieb eh 
schon.

Uwe

von Nick (b620ys)


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Uwe B. schrieb:
> Nach den Richtlinien des Forums sei noch die Option "Schrittmotor statt
> Kurbel + LinuxCNC" erwähnt, Herr Whitworth würde staunen.

Noch mehr wird der ernüchterte Anwender staunen wie viel Spiel die 
Trapezspindel hat.

Uwe B. schrieb:
> nicht einen beliebig dünnen Span
> abnehmen weil sich die Schneide dann wegdrücken wird.

Es geht in der Praxis darum, einen reproduzierbaren Span abzunehmen. 
Dazu gehört eine steife Maschine.

Alte Dreher-Sprüche:
Mit dem Schmirgel in der Tasche, ist der Dreher eine Flasche.
Ich bin der Dreher Eilig, was ich nicht kann das feil ich.

von Uwe B. (uwebre)


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Nick schrieb:
> Noch mehr wird der ernüchterte Anwender staunen wie viel Spiel die
> Trapezspindel hat.

Natürlich. Für einfache Dreharbeiten funktioniert das trotzdem. Der 
Dreher an einer konventionellen Maschine kommt damit ja auch klar. Bei 
einer (CNC-) Fräse würde ich das anders bewerten.
Umrüstung auf Kugelumlaufspindeln - ggf. im zweiten Schritt - sollte 
aber auch kein Thema für den ambitionierten Heimmechaniker sein.

Uwe

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Uwe B. schrieb:
> Für einfache Dreharbeiten funktioniert das trotzdem.

Du fantasierst dir da mächtig was zusammen.
Eine 100 Jahre alte Einfachst-Drehmaschine mit einem 200 W Motor umbauen 
auf CNC.

von Uwe B. (uwebre)


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Nick schrieb:
> Du fantasierst dir da mächtig was zusammen.

Weil genau?

Uwe

von Oliver S. (oliverso)


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Uwe B. schrieb:
> Der
> Dreher an einer konventionellen Maschine kommt damit ja auch klar.

Nur hat jede echte Drehmaschine, an der ein gelernter Dreher werkelt, 
mit dem oben gezeigten Museumschätzchen aber überhaupt nichts gemeinsam.

Oliver

von Michael B. (laberkopp)


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Uwe B. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Noch mehr wird der ernüchterte Anwender staunen wie viel Spiel die
>> Trapezspindel hat.
>
> Natürlich. Für einfache Dreharbeiten funktioniert das trotzdem

An einer Maschine die Trapezspindeln hat.

Diese hat keine.

Und bekommt auch keine, weil der Support FESTGESCHRAUBT wird an der 
Arbeitsposition, sonst wäre er nämlich locker.

Das Ding ist heute für jede Anwendung einfach unbrauchbar.

von Dieter W. (dds5)


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Eine Umrüstung auf angetriebenen Bettschlitten ist illusorisch, da 
dessen Geometrie nur Betrieb im geklemmten Zustand erlaubt.
Auch die Gleitflächen des Betts und auch des Schlittens sind sicher 
nicht für häufige Bewegung unter Last geeignet.

von Uwe B. (uwebre)


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Dieter W. schrieb:
> Eine Umrüstung auf angetriebenen Bettschlitten ist illusorisch, da
> dessen Geometrie nur Betrieb im geklemmten Zustand erlaubt.

Michael, Dieter, Oliver,

ihr seid natürlich Spezialisten. Andererseits solltet ihr unsere (Ur-) 
Großväter nicht für doof halten. Feinmechanik und Werkzeugmaschinenbau 
waren Anfang des letzten Jahrhunderts bereits weit fortgeschritten, so 
richtig viel Grundlegendes ist seit dem nicht mehr passiert. (Was 
Mechanik betrifft)
Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie 
sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine 
finden.
Im Gegensatz zu Michael weiß ich nicht ob Trapezspindeln verbaut sind, 
vermute aber stark schon. Warum auch nicht?

Ja, der Support wird auf dem Bett geklemmt, in Z-Richtung verfahren wird 
hier mit dem Obersupport. Was die Bearbeitung etwas einschränkt.

Uwe

von Michael B. (laberkopp)


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Uwe B. schrieb:
> ihr seid natürlich Spezialisten.

Wit haben wenigstens eine Drehmaschine und arbeiten damit, du offenbar 
nicht.

Der TO soll sich eine kaufen wie
https://www.kaufland.de/product/531547869/ (es gibt auch Angebote mit 
inkludiertem Vierbackenfutter, die wären vorzuziehen)

alleine der 38mm Durchlass ist so wertvoll dass ich meine RC6123B-500 
dafür verkaufen würde, wenn ich sie nicht mit einer ELS umgebaut hätte

(und laut Werbung ist es sogar eine CNC Drehbank, ob man das nachfordern 
kann ?)

: Bearbeitet durch User
von Oliver S. (oliverso)


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Uwe B. schrieb:
> Dieter W. schrieb:
> Michael, Dieter, Oliver,
> ihr seid natürlich Spezialisten. Andererseits solltet ihr unsere (Ur-)
> Großväter nicht für doof halten.

Tut auch niemand. Die Maschine dort oben ist und war niemals eine 
„Werkzeugmaschine“. Die hat mit ernsthaften Drehmaschinen nichts zu tun, 
weder mit welchen von 1800 noch von 1900. Die war niemals „gut“ oder 
„Stand der Technik“.

Jetzt verstanden?

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Walter T. (nicolas)


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Bitte keinen Linkslauf bei einer Maschine mit aufgeschraubtem 
Spindelflansch!

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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Michael B. schrieb:
> Das Ding ist heute für jede Anwendung einfach unbrauchbar.
Welch ein Quatsch. Mal wieder ein typischer Sabbelkopp.
Hängt doch wohl eher von den Ansprüchen ab, die man an sein Werkzeug 
stellt.

von Stephan S. (uxdx)


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Das ist von der Grösse und dem Aufbau her eine typische 
Feinmechaniker-Drehbank, auch der ehemalige Fussantrieb und die 
Motorleistung von 200 Watt sprechen dafür. Drehstrom ist dafür natürlich 
Overkill.

Was mich am Motor stört ist die Drehzahl von knapp 1000 U min, die 
Keilriemenscheiben lassen eine maximale Drehzahl von 1500 U min an der 
Spindel vermuten. Um auf höhere Schnittgeschwindigkeiten für kleine 
Durchmesser (Feinmechaniker!) zu kommen wäre ein Motor mit höherer 
Drehzahl interessant, notfalls kann man dann mit den vorhandenen 
Scheiben runterregeln.

Da würde ich aber keinen Drehstromer mit FU verwenden, sondern einen 
sog. "Nähmaschinenmotor", z.B. https://www.ebay.de/itm/366299341985, die 
550 Watt sind zwar etwas viel, aber die Motoren lassen sich gut regeln 
und man hat auch bei niedrigen Drehzahlen noch Durchzug. In der 
Zerspanungsbude finden sich zahlreche positive Berichte darüber z.B. 
https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=43&t=61494

: Bearbeitet durch User
von Rainer D. (rainer4x4)


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Michael B. schrieb:
> alleine der 38mm Durchlass ist so wertvoll dass ich meine RC6123B-500
> dafür verkaufen würde,
Auch das ist wieder ein typischer Sabbelkopp. Musst wohl deinen 
Schüppensteil auf der Drehbank anspitzen können?
Je gößer der Durchlass an so einer kleinen Maschine, um so weniger 
Material bleibt am Spindellager und dem Lagersitz im Spindelstock übrig, 
sodass die Maschine weniger Steifigkeit vorweist. Ausserdem ist der 
Drehfutterdurchlass eh kleiner sodass der große Spindelduchlass kaum 
Sinn macht.

von Stephan S. (uxdx)


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Michael B. schrieb:
> Der TO soll sich eine kaufen wie
> https://www.kaufland.de/product/531547869/ (es gibt auch Angebote mit
> inkludiertem Vierbackenfutter, die wären vorzuziehen)

Eine "SucceBuy"-Drehmaschine bei Kaufland kaufen - nie im Leben!!!

von Michael B. (laberkopp)


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Rainer D. schrieb:
> Auch das ist wieder

Schreib doch einfach dass du weder so ein Ding hast noch je gesehen 
hast, das kostet weniger Worte als dein Geschwurbel voller 
Ahnungslosigkeit.

von Stephan S. (uxdx)


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Michael B. schrieb:
> Rainer D. schrieb:
>> Auch das ist wieder
>
> Schreib doch einfach dass du weder so ein Ding hast noch je gesehen
> hast, das kostet weniger Worte als dein Geschwurbel voller
> Ahnungslosigkeit.

Na Laberkopp, wieder mal zu viel in den Spiegel geschaut?

Von der Zerspanungsbude her weiss ich, dass rainer4x4 eine Drehmaschine 
hat.

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Uwe B. schrieb:
> Weil genau?

Da fehlen einfach komplett die Grundlagen der Maschine. Und die dann 
Stück für Stück nachzurüsten ist wirtschaftlich einfach kompletter 
Unsinn. Die Drehmaschine ist wie sie ist, und das hat der TO wohl selbst 
verstanden. Ich will ihm die Maschine nicht madig machen, ich hätte auch 
nichts davon.

Aber möglicherweise bist du ja derjenige, den ich letztens auf der 
Autobahn aufm Pannenstreifen dahinschleichen sah.
Ein Trabbi in toller Gulf-Lackierung (hellblau/orange) mit einem 
Spoiler-Nachbau eines Ferraris. Sturzhelm, feuerfesten SPARCO-Overall 
und aufgeblasenen Backen. Ausm Auspuff der typisch bläuliche 
2-Takt-Qualm, wohl mit Rizinus-Öl-Zusatz (Castrol - Castor-Oil).

von Nick (b620ys)


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Uwe B. schrieb:
> Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie
> sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine
> finden.

Dann schau lieber nochmal genauer. Die haben "alle" Linearführungen.

von Martin L. (martin_l)


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Mani W. schrieb:
> Sebastian R. schrieb:
>> Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in
>> Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung
>> umzuschalten,
>
> Der gezeigte Motor hat 0,2 KW, da ist eine Stern/Dreieckschaltung
> wohl nicht von Nöten!

Nach den Angaben auf dem Typenschild ist der Motor für das 
Stern-Dreieck-Anlassverfahren NICHT geeignet.

Zumindest nicht am normalen 400V Drehstromnetz!

Bei zwei Spannungsangaben auf dem Typenschild gibt die kleinere Spannung 
die maximale Strangspannung an, für die der Motor gebaut ist!

Die Aufgabe des Elektrikers ist, zu entscheiden, wie dieser Motor - mit 
diesen Typenschildangaben - an das vorhandene Dreiphasen-Spannungsnetz 
anzuklemmen ist.

Hier beträgt die maximale Strangspannung des Motors 230V, d.h. der Motor 
darf NUR im Stern (Y) geschaltet werden!

Viele Grüße
Martin

von Uwe B. (uwebre)


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Nick schrieb:
> Uwe B. schrieb:
>> Ich sehe hundsgemeine, nachstellbare, Schwalbenschwanzführungen wie sie
>> sich auch heute noch an nahezu jeder erwachsenen Dreh- oder Fräsmaschine
>> finden.
>
> Dann schau lieber nochmal genauer. Die haben "alle" Linearführungen.

Meine Weiler CNC Drehmaschine und meine Maho 700 CNC Fräse haben 
nachstellbare Schwalbenschwanzführungen an allen Achsen...

Laufen übrigens gewöhnlich einige Stunden in der Woche als Beitrag zum 
Lebensunterhalt.

Uwe

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Uwe B. schrieb:
> Meine Weiler CNC Drehmaschine und meine Maho 700 CNC Fräse haben
> nachstellbare Schwalbenschwanzführungen

Er sagte HEUTE und nicht 1974 oder 1982.

Und er sagte 'erwachsenen' also keine Hobbymaschinen.

Aber ich stimme auch nicht zu 100% zu. Nur zu 99.

von Nick (b620ys)


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Uwe B. schrieb:
> meine Maho 700 CNC Fräse

Baujahr 1985?
Meine Maho MH 700 C hat nur auf Y (als Vertikale) einen 
Schwalbenschwanz, der Rest sind Flachführungen. Meine Haas TL-2 hat 
Linearführungen, meine 3 CNC-Drehen in der Arbeit haben Linearführungen.

von Uwe B. (uwebre)


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Nick schrieb:
> Uwe B. schrieb:
>> meine Maho 700 CNC Fräse
>
> Baujahr 1985?

> Meine Maho MH 700 C

Meine ist etwas älter, 1980.
Mit (elektrisch) geschaltetem Getriebe noch, Dampf ohne Ende :-)

> hat nur auf Y (als Vertikale) einen
> Schwalbenschwanz, der Rest sind Flachführungen.

Ja, bin ich etwas übers Ziel hinausgeschossen. Ist bei mir genauso.

Die Weiler 120CNC hat natürlich ebenfalls einen Schwalbenschwanz nur an 
der X-Achse.
Linearführungen kommen an meinen (etwas älteren) Maschinen nicht vor.

> Meine Haas TL-2 hat
> Linearführungen, meine 3 CNC-Drehen in der Arbeit haben Linearführungen.

Linearführungen haben Vorteile was die max. Verfahrgeschwindigkeit und 
den fehlenden Slip-Stick Effekt betrifft, Nachteile z.B. wegen 
geringerer Dämpfung und sind teurer. Ich kann mir schon vorstellen daß 
moderne Maschinen mit hohen Geschwindigkeiten bei Bearbeitung und 
Handling die Vorteile der Rollen bzw. Linearführungen nutzen, bin da 
tatsächlich nicht auf dem Laufenden.
Meine Maho geht da eher gemächlich dafür aber kräftig ans Werk ;-)

Nichtsdesdotrotz funktioniert die "gute alte" Schwalbenschwanzführung 
einwandfrei, egal ob manuell oder CNC. Alles mit seinen Vor und 
Nachteilen.

Um den Bogen zu kriegen: Ich habe eine CNC Aufrüstung der alten 
Schätzchens    nur "halb ernst" ins Rennen geworfen und hätte das selber 
auch nicht in  Betracht gezogen. Andererseits macht es mir diebischen 
Spaß alte Technik mit modernen Mitteln zu "pimpen". Die 100 Jahre alte 
Drehe mit Gcode aus dem 3D-Cad zu füttern. Soetwas ;-)

Tatsächlich wäre der Aufwand solcher Spielerei (nichts anderes wäre das) 
sehr überschaubar.
Wie ich dem Bild der Maschine entnehme sind Schwalbenschwanzführunngen 
verbaut.
Zwei Schrittmotoren (evtl mit Getriebe) mit Steuerungen, 4 
Zahnriemenräder und Zahnriemen und etwas Flachstahl. Einen alten PC mit 
Druckerport noch.
Endschalter sind Luxus.
(Nick, ich verstehe daß deine Ansprüche höher liegen, hier geht es um 
Spielerei)

Allerdings gibt es vermutlich das bekannte Henne / Ei - Problem.
Bei mir in der Werkstatt wäre das ein fröhlich vor sich hin pfeifender 
Bastelsonntag ;--)

Uwe

von Nick (b620ys)


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Uwe B. schrieb:
> Nick, ich verstehe daß deine Ansprüche höher liegen, hier geht es um
> Spielerei

**Meine** Ansprüche gelten für **mich**. Die Ansprüche Andere gelten für 
die Anderen. Und das versetehe ich und berücksichtige ich. Ich warne den 
Anderen, wenn Leute mit offensichtlichen Spinnereien (sie nennen es 
"Spielerei") daherkommen.
Lass den TO mal eigene Erfahrungen sammeln und darauf basierend seine 
Anforderungen. Wenn er die hat, dann kann er fragen, ob so ein Umbau an 
seiner Maschine sinnvoll ist. Meine Antwort wäre immer noch die gleiche.
Soll er sich dann von mir aus eine Mini-Lathe kaufen. Ich würde ihn dann 
warnen, dass die Führungen unterirdisch gearbeitet sind und er nicht 
erwarten kann, dass er eine tolle CNC-Drehe hat. Es bleibt dann immer 
noch **seine** Entscheidung.

Kompetenz?
Damit hat es angefangen: https://www.youtube.com/watch?v=uHF7TtHVSWE
So ging es weiter: https://www.youtube.com/watch?v=90KpLbyvlPk

Uwe B. schrieb:
> Einen alten PC mit Druckerport noch.

Ja, genau, Druckerport.

von Gerhard O. (gerhard_)


Angehängte Dateien:

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Moin,

Falls es Euch interessiert, sind hier meine Erfahrungen:

Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich 
um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der 
Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren 
bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W 
Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor 
und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb 
ist in unmittelbarer Nähe etwas beeinträchtigt.

Ich parametrisierte den FU wie gezeigt für Druckknopfbedienung und 
Notschalter Betrieb.

Zur Bedienung entfernte ich die alte Schalter Einrichtung und 
fabrizierte eine neue gewinkelte Frontplatte mit einem Notausschalter 
mit Verrieglung und Druckknopf-Bedienung für Vorwärts- oder 
Rückwärtsbetrieb. Die FU-Steuerung erlaubt sofortige sanfte Umschaltung 
der Drehrichtung. Man muß also nicht warten bis der Motor zum Stillstand 
kommt. (Ist toll zu beobachten) Der große weisse Knopf hinter den 
Bedienungselementen stellt die Drehzahl mit einem Poti ein. Dahinter ist 
der Hauptschalter für den FU und Netz Kontrollampe.

Bis jetzt hat die Anlage vollkommen störungsfrei funktioniert und bin 
sehr zufrieden. Die Motorgröße ist kein Luxus, weil der erzielbare 
Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen doch geringer ausfällt. Notfalls muß 
man die Riemenübersetzung umstellen, wenn man viel Kraft braucht. Da ich 
aber hauptsächlich Alu und Kunststoffe bearbeite, reicht der 
Einstellungsbereich für die meisten Arbeiten aus und der 
Poti-Einstellbereich ist für die meisten Arbeiten ausreichend.

Was die eigentliche Drehmaschine betrifft, erweiterte ich sie durch 
Einbau eines selbst gefertigten Drehrichtungsumschalter and der rechten 
Wand des Räderhauses. Ferner stellte ich die Standard Schraubenschüssel 
Reitstock Arretierung auf Kammm-Aktion Arretierung um. Auch der Sattel 
kann mit einem Hebel arretiert werden. Die übrigen Änderungen sind aus 
den Bildern ersichtlich.

Diese Drehbank ist für meine Ansprüche ausreichend. Allerding muß man 
mit Bedacht arbeiten, wenn man große Kräfte braucht. Ich hoffe es hat 
Euch interessiert.

Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Stephan S. (uxdx)


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Gerhard O. schrieb:
> Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich
> um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der
> Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren
> bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W
> Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor
> und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb

Es geht hier um eine historische Feinmechaniker-Drehbank aus den 30er 
Jahren mit einem nachgerüsteten 200-Watt-Motor. Vergleich: VW Käfer der 
30er Jahre und Porsche Taycan oder so

Und es geht um einen Schalter für diesen Motor. Da der evtl nicht 
geeignet ist, ggf. auch um einen neuen Motor in dieser Leistungsklasse.

: Bearbeitet durch User
von Gerhard O. (gerhard_)


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Stephan S. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Mein Rat wäre auf VFD Drive umzustellen. Vor rund 20 Jahren stellte ich
>> um. Der Wand montierte Frequenzumrichter erlaubt einen 10:1 Bereich der
>> Drehzahl. Der FU wird von 120V 60Hz gespeist und kann Dreiphasen Motoren
>> bis zu 1.5KW betreiben. Der Motor ist ein 240V Drehstrom Typ der 1200W
>> Leistungsklasse. Siehe die Bilder des Anhangs. Das Kabel zwischen Motor
>> und FU ist abgeschirmt um EMV zu verringern. Mittelwellen Radiobetrieb
>
> Es geht hier um eine historische Feinmechaniker-Drehbank aus den 30er
> Jahren mit einem nachgerüsteten 200-Watt-Motor. Vergleich: VW Käfer der
> 30er Jahre und Porsche Taycan oder so
>
> Und es geht um einen Schalter für diesen Motor. Da der evtl nicht
> geeignet ist, ggf. auch um einen neuen Motor in dieser Leistungsklasse.

Oh, Danke für den Hinweis - das übersah ich, da mir nur die ersten 
Schalterbilder in Erinnerung waren und man von FU schon sprach. Obwohl 
auch dort FU-Betrieb angenehm wäre. Ich würde es nicht mehr vermissen 
wollen.

Abgesehen vom historischen Kontext wäre auch dort Drucktastenbedienung 
wie bei mir nützlich.

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


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Walter T. schrieb:
> Bitte keinen Linkslauf bei einer Maschine mit aufgeschraubtem
> Spindelflansch!

Das 3 oder 4 Backenfutter könnte die Maschine fluchtartig verlassen...

von Mani W. (e-doc)


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Mani W. schrieb:
> Das 3 oder 4 Backenfutter könnte die Maschine fluchtartig verlassen...

Am Ende meiner Lehrzeit hatte ein Kollege auf einer grösseren
Drehbank mit Fußbremse und Rechts/Linkslauf einen 5mm Stahl in der
Arbeit bei 2500 U/min - der Amerikaner war normalerweise mit einem
Spannring gesichert...

Jemand hatte vorher darauf gearbeitet und den Sicherungsring nicht
festgezogen, beim Abbremsen mit Fußbremse und Linkslauf fiel der
Amerikaner auf das Drehbankbett und danach auf den Fußboden -

darauf beschleunigte der Amerikaner (ca. 25cm Dm) und raste ca. 20m
durch die Werkstatt, schätze mal mit 100 Km/h oder auch mehr,
und schlug dann in
eine Metallwand vom Büro des Werkstättenleiters ein...

Hat gewaltig gerumst und einen mehrere Zentimeter tiefen Abdruck
hinterlassen - gut, dass die Spannbacken eingefahren waren, sonst
hätte es schon an der Maschine gekracht...

Werde ich nie vergessen!

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Mani W. schrieb:
> darauf beschleunigte der Amerikaner (ca. 25cm Dm) und raste ca. 20m
> durch die Werkstatt,

Kenne ich auch. :-)
Als ich auf der FOS war und bei Siemens die praktische Ausbildung 
genoss*) ist Jemanden das gleiche passiert. Lustig, wie alle auf die 
Tische sprangen.
Zum Glück gab es keinen Personenschaden. Es gab danach nochmal eine 
eindingliche Sicherheitseinweisung für Alle.

*)
Ich hab das wirklich genossen. Siemens hat da wirklich eine gute Arbeit 
geleistet und ich konnte viel lernen.

von Kai S. (kaiman37)


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Hallo,

ich habe jetzt einen L-0-R-Schalter bestellt. Ob ich die 
Wendemöglichkeit brauche werde ich sehen.

Nach einem Gespräch mit einem Kollegen, werde ich die Machine in 
Dreiecksschaltung anschließen. So ist sie auch schon gemäß der "Laschen" 
betrieben worden, und bei einer Leistung von nur 200W sollte das auch 
kein Problem sein.

Was den Drehstrom betrifft, so hat jede Phase 230V, und durch die drei 
Phasen kommt man dann auf die 380 bzw. 400V.

Eine Frage noch: da die Montage eines geschlossenen "Endlos-" 
Keilriemens schwierig würde (siehe Bild von der Lagerung des Futters), 
habe ich sowohl einen offenen PU-Keilriemen und einen offenen 
Lochkeilriemen mit Verbindungsplatten bestellt. Letzterer ist einfach zu 
verbinden.
Könnt ihr mir sagen, was die beste Methode zum Verschweißen oder gar 
Verkleben des PU-Riemens ist?

Viele Grüße
Kai

von H. H. (hhinz)


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Kai S. schrieb:
> Nach einem Gespräch mit einem Kollegen, werde ich die Machine in
> Dreiecksschaltung anschließen.

Der arme Motor.

Der Kollege ist Müllwerker?

von Ralf X. (ralf0815)


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Kai S. schrieb:
> Nach einem Gespräch mit einem Kollegen, werde ich die Machine in
> Dreiecksschaltung anschließen.

Bezahlt der Kollege auch den dann wohl über kurz oder lang fälligen 
neuen Motor?

von Martin L. (martin_l)


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Guten Morgen Kai,

Wenn du ihn wirklich in Dreieck an das normale 400 V Netz anschließen 
willst, dann brauchst du den Schalter nicht kaufen. Das Geld ist 
rausgeschmissen.

Ich habe eine Ausbildung zum Elektromaschinenbauer (Motorwickler) 
gemacht und unterrichte nun, nach meinem Studium der Elektrotechnik und 
einer fast 15jährigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, seit mehr 
als 10 Jahren angehende Elektroniker bzw Elektromeister.
Nach dem Typenschild ist der Motor für eine Dreieckschaltung nicht 
geeignet, warum auch immer die Klemmbrücken so verschaltet sind?

Eine einfache Googlesuche sollte Klarheit bringen!

Zum Beispiel:
https://www.elektro-kahlhorn.de/klemmbrettschaltungen:_:420.html

Viele Grüße
Martin

von H. H. (hhinz)


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Martin L. schrieb:
> Nach dem Typenschild ist der Motor für eine Dreieckschaltung nicht
> geeignet, warum auch immer die Klemmbrücken so verschaltet sind?

Möglicherweise für Steinmetzschaltung. Hatte dann so richtig wenig 
Leistung...


Oder er war zuletzt an einem 230V Drehstromnetz in Betrieb, gabs ja in 
DE noch bis vor einigen Jahren ein paar wenige.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8031665 wurde vom Autor gelöscht.
von Kai S. (kaiman37)


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Hallo,

der Motor und die Drehbank stammen aus den 30ern des letzten 
Jahrhunderts. Ist es nicht möglich, dass es damals und auch später 220V 
Drehstrom gab? Wie gesagt, an dem Klemmbrett habe ich nichts verändert. 
Er muss also so betrieben worden sein.
Der alte Schalter entscheidet ja nicht über Stern- oder 
Dreiecksschaltung, sondern nur das Klemmbrett.

Gruß
Kai

von H. H. (hhinz)


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Kai S. schrieb:
> Ist es nicht möglich, dass es damals und auch später 220V
> Drehstrom gab?

Natürlich gabs das mal.

Ist doch aber völlig egal. Du hast 400V Drehstrom, und da muss der Motor 
unbedingt in Sternschaltung geklemmt werden.

von Kai S. (kaiman37)


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Hallo,

wenn ich das Typenschild (220V/380V) auf dem ersten meiner Bilder 
richtig verstehe, dann zöge der Motor in der Dreiecksschaltung 1,15A und 
in Sternschaltung 0,65A.
Warum kann der Motor nicht mit Dreieck betrieben werden? Ich stehe auf 
dem Schlauch.
Wenn Du von 400V Drehstrom sprichst, einst Du damit die 400V, die sich 
insgesamt durch die drei Phasen ergeben, oder was?

von Kai S. (kaiman37)


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Also, mein Lesart sagt:

220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die 
380V/400V Gesamtspannung.
400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor 
natürlich nicht ausgelegt.

aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro 
Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer.

von H. H. (hhinz)


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Kai S. schrieb:
> Also, mein Lesart sagt:
>
> 220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die
> 380V/400V Gesamtspannung.
> 400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor
> natürlich nicht ausgelegt.
>
> aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro
> Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer.

In Drehstromnetzen gibt man die Spannung zwischen zwei Außenleitern an!

Du hast zu Hause sicherlich 400V Drehstrom, und eben 230V zwischen einem 
Außenleiter und dem Neutralleiter.

von Martin L. (martin_l)


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Hallo Kai,

es gab bestimmt einen Grund den Motor so zu verschalten!
Der ist bisher aber noch nicht genannt worden oder ich habe ihn 
überlesen oder nicht mehr in Erinnerung!

Mein Ausgangspunkt ist: du willst diesen Motor mit dem Typenschild an 
ein normales 400V Drehstromnetz ( L1 - L2 - L3 - N - PE) anklemmen. Ob 
fest oder über eine CEE-Steckverbindung!

Mein Hinweis/Ratschlag: dann lege die Klemmbrücke am Klemmbrett in 
Sternschaltung, ansonsten wird der Motor Schaden leiden oder 
vorgeschaltete Sicherungselemente werden auslösen.

Viele Grüße
Martin

von Martin L. (martin_l)


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H. H. schrieb:
> Kai S. schrieb:
>> Also, mein Lesart sagt:
>>
>> 220V/230V pro Phase und Motorspule multipliziert mit Wurzel 3 ergibt die
>> 380V/400V Gesamtspannung.
>> 400V ergibt entsprechend 690V Gesamtspannung. Dafür ist der Motor
>> natürlich nicht ausgelegt.
>>
>> aber ich habe doch hier im Haus keinen Stark-Drehstrom mit 400V pro
>> Phase, weder für den Induktionsherd, noch für den Durchlauferhitzer.
>
> In Drehstromnetzen gibt man die Spannung zwischen zwei Außenleitern an!
>
> Du hast zu Hause sicherlich 400V Drehstrom, und eben 230V zwischen einem
> Außenleiter und dem Neutralleiter.

Spätestens jetzt kann ich nur noch raten und empfehlen: rufe einen 
ausgebildeten Elektriker deines Vertrauens an und lasse ihn dass machen

Weisheiten: wie Schuster bleib bei deinen Leisten haben heute mehr denn 
je ihre Berechtigung. Jeder glaubt, weil er im Internet etwas gelesen 
hat oder andere Youtuber das empfehlen, dass das die Wahrheit ist.

Der menschliche Körper hat kein Sinnesorgan für elektrischen Strom.
Wir können ihn nicht sehen, riechen, fühlen, hören oder schmecken. Wenn 
wir das tun, dann ist es bereits zu spät ....

von Manfred P. (pruckelfred)


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Kai S. schrieb:
> wenn ich das Typenschild (220V/380V) auf dem ersten meiner Bilder
> richtig verstehe, dann zöge der Motor in der Dreiecksschaltung 1,15A und
> in Sternschaltung 0,65A.

Dir kommt nicht die Idee, dass die drei Angaben jeweils zusammen 
gehören?
(220-Dreieck / 380-Stern)

von Rainer D. (rainer4x4)


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Stephan S. schrieb:
> Von der Zerspanungsbude her weiss ich, dass rainer4x4 eine Drehmaschine
> hat.
Nicht nur die kleine Hobbymaschine, für die größeren Dinge habe ich noch 
eine Maschine mit getrennten Zug- und Leitspindel, 
Hauptspindel-Schaltgetriebe und einem Nortongetriebe. Hier bei der 
Anfertigung von Fahrzeugteilen für die Restauration.

: Bearbeitet durch User
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