Hallo, ich habe eine alte (1930er Jahre) Drehmaschine "geerbt". Es ist der alte selbst gebastelte Schalter dabei, aber ich möchte gerne einen modernen (Nocken-) Schalter installieren. Nur habe ich leider überhaupt keine Ahnung, was für einen Schalter ich nehmen soll, weil ich von Elektrotechnik nicht (mehr) so viel Ahnung habe. Elektrotechnik in meinem Luft- ud Raumfahrttechnik liegt nun schon dreißig Jahre zurück. Könnt ihr mir erklären, was für ein Schalter der richtige wäre, also: 0-1, 1-0-2, L-0-R, 0-Stern-Dreieck u.s.w. und was die Unterschiede sind? Ich weiß leider nicht, was der alte Schalter bewirkt har. Anbei ein paar Bilder. Gruß und Dank
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Kai S. schrieb: > Ich weiß leider nicht, was der alte > Schalter bewirkt har. Das wirst du vorher herausfinden müssen, indem du die Leitungen vom jetzigen Schalter bis zum Motor verfolgst. Und du dabei vielleicht auch noch den vorhandenen Schalter ausmisst und mit in die aufgezeichnete Schaltung bringst. Dazu muss man eigentlich keine große Ahnung haben, ein Durchgangstester/Multimeter und 1,2 bis 2,0 gesunde Augen sollten ausreichen. Gibt es eine mechanische Umschaltung zwischen Rechts- und Linkslauf? Wenn nein, könnte ein L-0-R-Schalter denkbar sein, um zwischen Rechts- und Linkslauf umzuschalten. Eine YΔ-Umschaltung nimmt man, um den Motor mit verringerter Leistung in Sternschaltung zu starten und dann auf Dreieck mit mehr Leistung umzuschalten, um Netz und Motor zu schonen. Dafür gibt es aber mittlerweile automatisierte Umschaltungen. Wenn du es richtig bequem haben möchtest, könntest du auch den Schalter durch einen Frequenzumrichter ersetzen, der sich um das alles inkl. Motorschutz kümmert.
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Kai S. schrieb: > was für ein Schalter der richtige wäre, Dutzende Bilder, aber das einzig wichtige, der Schalter von vorne mit seinen Stellungen, NATÜRLICH nicht dabei. Kauf einen Drehstrom (3-Phasen) MASCHINENSCHALTER (Hauptschalter) mit Not Aus, die schalten von alleine ab wenn der Strom ausfällt, und Not Aus ist heute Vorschrift. https://www.elektroshopwagner.de/de/p/203384 Ob der nun 2 Stufen (eher nicht) oder Links/Rechtslauf (vielleicht) hat oder nur 0-1 ist, wissen wir NATÜRLICH nicht weil du es ja geheim hältst. Es dürfte sogar ein Motorschutzschalter sein, der bei Überlastung und einzeln ausfallenden Phasen zur Sicherheit abschaltet, aber nötig ist das nicht. Nit nur 200W Wellenleistung tut es der kleinste. Du willst eher so kleine https://www.ebay.de/itm/285267624964 Die haben keine Not Aus und keine Stromausfallfunktion und sind daher heute als Maschinenschalter nicht mehr zulässig, höchstens als Zweitschalter für die Drehrichtung.
Michael B. schrieb: > der Schalter von vorne mit > seinen Stellungen, NATÜRLICH nicht dabei. Doch. 20260330_181332.jpg (das letzte Bild) zeigt den Schalter von vorn. Es gibt nur keinen Griff/Knebel/Knauf.
Hallo, vielen Dank schon mal an euch. Die Kabel bis zum Motor verfolgen kann ich leider nicht, weil sie schon gekappt waren, also wirklich durchgeschnitten. In dem letzten Bild sieht man den Schalter. Die kleine Welle mit den beiden Zapfen dran. Eine Beschriftung gibt es nicht. Ist ein damals selbst gebauter Schalter. Sowohl der Motor als auch das Drehfutter haben verschiedene Riemenscheiben, über die man die Geschwindigkeiten einstellen kann. Daher denke ich mal, dass mir ein einfacher Schalter mit nur einer Geschwindigkeit reicht. Vor- und Rücklauf wäre vielleicht schon ganz gut. Was für einen FU würdet ihr empfehlen? Gruß Kai
Kai S. schrieb: > Ich weiß leider nicht, was der alte > Schalter bewirkt har. Offensichtlich mehr als nur Ein/Aus. Und da wirst du nicht drum herum kommen, zu ergründen, was der alte Schalter tut. Obs dann ein fertig kaufbares Produkt gibt, das den ersetzen kann, ist auch nicht garantiert. Oliver
Ich bin auch der Meinung das du den Schalter durch einen Frequenzumrichter ersetzen solltest. Damit macht das drehen dann gleich viel mehr Spass. Vanye
Und welchen FU könnt ihr mir empfehlen?
Wenn ich für den Anfang einfach den von oben, also https://www.ebay.de/itm/285267624964 nehme. Dann wäre das doch schon mal was, oder?
Kai S. schrieb: > Die Kabel bis zum Motor verfolgen kann ich leider nicht, weil sie schon > gekappt waren, also wirklich durchgeschnitten. Die Adern sind nummeriert, das lässt sich also einigermaßen rekonstruieren. Ich hab schon ein paar von Sourcetronic verbaut: https://www.sourcetronic.com/shop/de/frequenzumrichter-st150-022-400v.html Für den Preis sind die echt nicht schlecht. Je nach Bedarf brauchst du dazu dann noch einen Netzfilter und einen Bremswiderstand. Und einen Notaus-Schalter sollte es auch geben (unabhängig vom FU).
Warum denn unbedingt einen modernen Schalter? Ich hab an meiner Mayford Kleindrehbank auch wieder auf den schönen originalen zurückgerüstet. Zuvor hatte ich da das Bedienteil meines Siemens Micromaster Umrichters hineingefriemelt.Sa gut aus, war aber fummelig mit den kleinen Tasten. Du kannst ja z.B. so ein Aufputzkästli mit Hauptschalter/ Motorschutzschalter/Notaus Kombination dazusetzen. Da gibt schöne von Möller/Eaton. Ob nun als per Schloss sicherbarenDreh Hauptschalter oder mit Notaus Pilz auf dem Abschaltknopf des darin liegenden Motorschutzschalter. Mit dem Frequenzumrichter muss man schauen, ob der Motor das von seiner Isolationsklasse und zusätzlich der dann schlechteren Kühlung auf Dauer mitmacht,mein uralter Drehbankmotor mit unbekannter Vorgeschichte mochte das nicht ;(
Sebastian R. schrieb: > zeigt den Schalter von vorn Aber nicht mit seinen Stellungen aka Skalenschild
Michael B. schrieb: > Sebastian R. schrieb: >> zeigt den Schalter von vorn > > Aber nicht mit seinen Stellungen aka Skalenschild Weil dieses nicht existiert. Kai S. schrieb: > Eine Beschriftung gibt es nicht. Ist ein damals > selbst gebauter Schalter.
Kai S. schrieb: > Wenn ich für den Anfang einfach den von oben, also Ich wusste, den kleinsten billigsten ohne NotAus und ohne Stromausfallschutz. Warum greifen alle (deutschen) zielgenau zum selben Schrott, genetische Geizigkeit um hinterher doppelt zu zahlen ? Kai S. schrieb: > Und welchen FU könnt ihr mir empfehlen? Ein FU reduziert nicht nur die Drehzahl, sondern auch die Leistung. 1/10 der Drehzahl macht auch 1/10 der Leistung (mehr bei fremdgekühlt, weniger bei eigengekühlt). Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann höchstens per FU aus Wechselstrom Drehstrom machen (nutzlich und gei 200W kein Problem), den Motorschutz erreichen und zwischen den Getriebestufen (z.B. 1:2) von 50 bis 100% regeln, muss aber das Getriebe weiternutzen. Ersetzt man den 200W Motor und Getriebe durch einen mit FU, sollte man auf einen 1.4kW Motor umstellen, und der passt selten rein.
Hallo, hier noch ein paar weitere Bilder. Vergesst den derzeitigen Anschluss. Ein Bekannter hat ihn jetzt einfach an den normalen Wechselstrom angeschlossen. Aber da hat der Motor kaum Kraft. Verständlich. Aber Drehstrom ist vorhanden. Da kann ich ihn anschließen. So wie ich das sehe, ist der momentan auf Dreieicksschaltung mit den drei Laschen in der Vertikalen.
> Es wird also nichts, das Getriebe durch FU zu ersetzen, man kann
Davon hast bisher auch nur du geredet. Man kann aber beides nutzen und
so die Drehzahl feiner einstellen. Eigentlich wuerde sogar niemand auf
das Getriebe verzichten wollen weil ja noch die Leit/Zugspindel dran
haengt.
Oh..und dann wollen wir mal nicht vergessen das im Privatbereich
meistens nur Alu, Kunstoff, Messung verarbeitet wird. Sowas macht also
schon Sinn.
Olaf
Kai S. schrieb: > Ein Bekannter hat ihn jetzt einfach an den normalen Wechselstrom > angeschlossen. Oh je, setz ihn vor die Tür. Hat der alte Schalter 2 oder 3 Stellungen, und macht es Sinn wenn die Drehbank nicht nur vorwärts sondern auch rückwärts laufen kann ?
Der Schalter lässt sich immer um 90 Grad drehen bis er einrastet. Anbei noch ein Bild von der gesamten Drehbank.
Ich hatte gelesen, dass Links- und Rechtslauf sinnvoll wäre, bspw. zu Gewindeschneiden. Ergibt für mich auch einen gewissen Sinn. Daher die Frage, ob ein L-0-R Schalter nicht ausreicht in der Dreiecksschaltung.
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