Hallo liebe Leute! Ich löte ja wirklich gerne Lochrasterplatinen und verdrahte alles händisch mit Silberdrähten, das entspannt mich und mir gefällt dieses Handwerk. Doch ich habe immer wieder Probleme, die von der Bestückungsseite durchgesteckten Bauteile zu fixieren, damit sie mir beim Umdrehen (um sie zu Löten) nicht durchfallen. Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert. Wie macht ihr das? Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode". Mit Klebeband fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen Bauteilen wie Widerstände). Ich bin gespannt! Grüße
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> Wie macht ihr das?
Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig?
Deine Probleme moechte ich haben. Ich mache ja meist 0603 oder kleiner.
Da faellt das GANZE Bauteil durch die Platine und ich muss es wieder
finden. DAS ist Stress! :-D
Vanye
Johannes K. schrieb: > Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode". Genau so mache ich das, wenn ich nicht gerade mit einem Finger das Bauteil hochdrücke. Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen, die das Bauteil festhält (das Produktfoto ist so natürlich Schwachsinn). Man muss dann nur die Reihenfolge von niedrig nach hoch beachten.
>Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig? Ja klar, tut auch kaum weh. >Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen Ok, besser als mit dem Finger...
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Hans W. schrieb: > Johannes K. schrieb: >> Wie macht ihr das? > > Mit Knete Interessant. Einfach so billige Kinderknete? Klebt die ausreichend oder muss man trotzdem "von unten" löten?
Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es weitergeht. An Kreuzungspunkten kommt dünner Textilschlauch drüber.
Ulf P. schrieb: > Interessant. Einfach so billige Kinderknete? Den Vorschlag hat mal Stefan Frings gemacht, als universellen (Platinen-) Halter. Habe mir dann gleich ein paar Töpfchen beim Tedi geholt. Praktisch.
Entweder nehm ich den Finger, lege die Platine so hin, dass das zu verlötenden Bauteil irgendwo aufliegt oder manchmal nehme ich auch eine Lötpinzette: https://heikowild.de/de/loetpinzetten/loetpinzette-160-gebogen
Johannes K. schrieb: > Ja klar, tut auch kaum weh. Wie wäre es mit solchen Handschuhen? https://www.arbeitsschutz-arbeitskleidung.de/tempex-aramid-fausthandschuhe-390-bis-3500c.html Das ist echt irre was man damit anfassen kann, wenn man rausgefunden hat wie sie funktionieren und was man ihnen zutrauen kann. Ich hab solche. Und auch leichtere: https://www.youtube.com/watch?v=XWMm0i_aBEA Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten. Ich nenn das "Learning by Beule"
Ulf P. schrieb: > Einfach so billige Kinderknete? ja > Klebt die ausreichend Ich benutze sie als Unterlage zwischen Platine und Tischplatte.
Klopapier oder ein Baumwollampen funktionieren super, Cley geht auch super, gobt es nichtaushärtend
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Ich denke, der Vorschlag mit der Knete kam zuerst von einem Jens: Beitrag "Re: Lochrasterlöten - verbrannte Finger"
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Taschentuch drunter, Bauteil einstecken, Platine umdrehen auf den Tisch legen nachjustieren und dann erst löten Bauteil durch stecken, Draht um einen der Anschlußdrähte wickeln zwei Bauteile in ein Loch rein, z.B. bei TO92-Transistoren und Widerstand von hinten fest halten mit dem freien Finger Draht umbiegen in Richtung zum nächsten Bauteil, das angelötet werden soll. Je nach Konstellation eine dieser Varianten. Und Zeit hat man mehr als genug, wenn man ein Einzelstück auf Lochraster aufbaut. mfg
> Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn > man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten. Noch besser ist es wenn man sich wundert warum dieser schoen glaenzende Loetdraht unter dem Mikroskop nicht schmilzt. :) Das passiert mit bestimmt einmal im Jahr. Vanye
Lochraster mit Lötaugen nehmen, da kann man fix anlöten. https://cdn-reichelt.de/bilder/web/artikel_ws/C900%2FH25PR075.jpg?type=Product& > Mit Klebeband > fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen > Bauteilen wie Widerstände). Soll ja auch hitzebeständiges Klebeband geben (Handelsname: Kapton).
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Johannes K. schrieb: > Wie macht ihr das? Bauteile gleicher Höhe in Platine stecken, Schaumstoffplatte draufdrücken, umdrehen, löten. Mit den flachsten Bauteilen anfangen. Funktioniert unabhängig von der Art der Platine. Hohe und schmale Bauteile wie z.B. stehende Keramikkondensatoren o.ä. löte ich zunächst mit nur einem Pin ein, kontrolliere dann die Lage, richte sie gegebenenfalls aus und löte dann erst die restlichen Pins an.
Silberdraht durch beide Löcher stecken, aber eine Schlaufe lassen. Die Seite am Bauteil Richtung Bauteil umbiegen und löten. Zange nehmen und das lose Ende rausziehen (Schlaufe ist weg). Löten und abzwicken. Keine Ahnung was daran so komplex ist, um da nicht selbst draufzukommen. Das geht auch mit Widerständen ganz ähnlich. Transistoren halten von alleine oder sie sind groß genug, dass man sie - auch als Grobmotoriker - ohne Verletzungsgefahr halten kann.
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