Forum: Platinen Lochraster - die Durchfallquote


von Johannes K. (anamollo)


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Hallo liebe Leute!

Ich löte ja wirklich gerne Lochrasterplatinen und verdrahte alles 
händisch mit Silberdrähten, das entspannt mich und mir gefällt dieses 
Handwerk.

Doch ich habe immer wieder Probleme, die von der Bestückungsseite 
durchgesteckten Bauteile zu fixieren, damit sie mir beim Umdrehen (um 
sie zu Löten) nicht durchfallen.
Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe 
Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert.

Wie macht ihr das?
Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode". Mit Klebeband 
fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen 
Bauteilen wie Widerstände).

Ich bin gespannt!

Grüße

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wie macht ihr das?

Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig?

Deine Probleme moechte ich haben. Ich mache ja meist 0603 oder kleiner. 
Da faellt das GANZE Bauteil durch die Platine und ich muss es wieder 
finden. DAS ist Stress! :-D

Vanye

von Hans W. (hanswieland)


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Johannes K. schrieb:
> Wie macht ihr das?

Mit Knete

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Johannes K. schrieb:
> Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode".

Genau so mache ich das, wenn ich nicht gerade mit einem Finger das 
Bauteil hochdrücke.

Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen, die das 
Bauteil festhält (das Produktfoto ist so natürlich Schwachsinn). Man 
muss dann nur die Reihenfolge von niedrig nach hoch beachten.

von Johannes K. (anamollo)


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>Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig?
Ja klar, tut auch kaum weh.

>Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen
Ok, besser als mit dem Finger...

: Bearbeitet durch User
von Ulf P. (bastler2004)


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Hans W. schrieb:
> Johannes K. schrieb:
>> Wie macht ihr das?
>
> Mit Knete

Interessant. Einfach so billige Kinderknete? Klebt die ausreichend oder 
muss man trotzdem "von unten" löten?

von Gerald B. (gerald_b)


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Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es 
weitergeht. An Kreuzungspunkten kommt dünner Textilschlauch drüber.

von Gunnar F. (gufi36)


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Ulf P. schrieb:
> Interessant. Einfach so billige Kinderknete?

Den Vorschlag hat mal Stefan Frings gemacht, als universellen 
(Platinen-) Halter. Habe mir dann gleich ein paar Töpfchen beim Tedi 
geholt. Praktisch.

von Olly T. (twinpeaks)


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Entweder nehm ich den Finger, lege die Platine so hin, dass das zu 
verlötenden Bauteil irgendwo aufliegt oder manchmal nehme ich auch eine 
Lötpinzette:
https://heikowild.de/de/loetpinzetten/loetpinzette-160-gebogen

von Nick (b620ys)


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Johannes K. schrieb:
> Ja klar, tut auch kaum weh.

Wie wäre es mit solchen Handschuhen?
https://www.arbeitsschutz-arbeitskleidung.de/tempex-aramid-fausthandschuhe-390-bis-3500c.html
Das ist echt irre was man damit anfassen kann, wenn man rausgefunden hat 
wie sie funktionieren und was man ihnen zutrauen kann. Ich hab solche.
Und auch leichtere:
https://www.youtube.com/watch?v=XWMm0i_aBEA


Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn 
man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten. Ich nenn das 
"Learning by Beule"

von Hans W. (hanswieland)


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Ulf P. schrieb:
> Einfach so billige Kinderknete?

ja

> Klebt die ausreichend

Ich benutze sie als Unterlage zwischen Platine und Tischplatte.

von Max (maximilian_az)


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Klopapier oder ein Baumwollampen funktionieren super, Cley geht auch 
super, gobt es nichtaushärtend

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (hanswieland)


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Ich denke, der Vorschlag mit der Knete kam zuerst von einem Jens: 
Beitrag "Re: Lochrasterlöten - verbrannte Finger"

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Taschentuch drunter,

Bauteil einstecken, Platine umdrehen auf den Tisch legen nachjustieren 
und dann erst löten

Bauteil durch stecken, Draht um einen der Anschlußdrähte wickeln

zwei Bauteile in ein Loch rein, z.B. bei TO92-Transistoren und 
Widerstand

von hinten fest halten mit dem freien Finger


Draht umbiegen in Richtung zum nächsten Bauteil, das angelötet werden 
soll.


Je nach Konstellation eine dieser Varianten. Und Zeit hat man mehr als 
genug, wenn man ein Einzelstück auf Lochraster aufbaut.

mfg

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn
> man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten.

Noch besser ist es wenn man sich wundert warum dieser schoen glaenzende 
Loetdraht unter dem Mikroskop nicht schmilzt. :) Das passiert mit 
bestimmt einmal im Jahr.

Vanye

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Lochraster mit Lötaugen nehmen, da kann man fix anlöten.

https://cdn-reichelt.de/bilder/web/artikel_ws/C900%2FH25PR075.jpg?type=Product&;

> Mit Klebeband
> fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen
> Bauteilen wie Widerstände).

Soll ja auch hitzebeständiges Klebeband geben (Handelsname: Kapton).

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Johannes K. schrieb:
> Wie macht ihr das?

Bauteile gleicher Höhe in Platine stecken, Schaumstoffplatte 
draufdrücken, umdrehen, löten.

Mit den flachsten Bauteilen anfangen.

Funktioniert unabhängig von der Art der Platine.

Hohe und schmale Bauteile wie z.B. stehende Keramikkondensatoren o.ä. 
löte ich zunächst mit nur einem Pin ein, kontrolliere dann die Lage, 
richte sie gegebenenfalls aus und löte dann erst die restlichen Pins an.

von Nick (b620ys)


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Silberdraht durch beide Löcher stecken, aber eine Schlaufe lassen. Die 
Seite am Bauteil Richtung Bauteil umbiegen und löten. Zange nehmen und 
das lose Ende rausziehen (Schlaufe ist weg). Löten und abzwicken.

Keine Ahnung was daran so komplex ist, um da nicht selbst draufzukommen.

Das geht auch mit Widerständen ganz ähnlich. Transistoren halten von 
alleine oder sie sind groß genug, dass man sie - auch als Grobmotoriker 
- ohne Verletzungsgefahr halten kann.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Gerald B. schrieb:
> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es
> weitergeht.

Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil 
ausgewechselt werden muß.

Mein Ziel ist, die Beinchen gerade, 90° zur Platine, zu halten. Geht 
nicht immer perfekt, wenige Grad auf Spannung, wie sie sich z.B. beim 
Transistor von selbst ergeben.

Harald K. schrieb:
> Mit den flachsten Bauteilen anfangen.

Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich 
nicht tue.

von Nick (b620ys)


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Manfred P. schrieb:
> Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil
> ausgewechselt werden muß.

Gibts sogar im Baumarkt!
https://www.hornbach.de/p/ausheber-wiha-268p-pico-finish/10010424/

von M. B. (bema16)


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Ich verwende eine Kreuzpinzette so wie diese hier:
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/kreuzpinzette_gerade_schmal_160_mm-204817

Gibt es in verschiedenen Formen, Größen und Preisklassen bei 
unterschiedlichsten Versendern.
Besonders große Bauteile (Relais, Steckverbinder...) lassen sich hiermit 
nicht oder nur schlecht fixieren, aber für Widerstände, Dioden, LEDs, 
Drahtbrücken... funktioniert die Pinzette sehr gut.
Bauteil einsetzen, mit Pinzette festklemmen, Platine umdrehen und 
Lötpunkte setzen.

von Harald K. (kirnbichler)


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Manfred P. schrieb:
> Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich
> nicht tue.

Dann musst Du halt weicheren Schaumstoff nehmen oder leiden.

von Roland F. (rhf)


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Manfred P. schrieb:
> Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil
> ausgewechselt werden muß.

Quatsch.

Manfred P. schrieb:
> Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich
> nicht tue.

Selber schuld.

rhf

von Wolf17 (wolf17)


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Johannes K. schrieb:
> Wie macht ihr das?
Mit einem teuren Bestückungsrahmen PCSS (PCSA, Astrofix...).
Gibt es in verschiedenen Größen:
https://astonshop.de/de/Bauteilvorbereitung---Leiterplattenbearbeitung---KERN---Bestueckung---Handling/Handbestueckung/Bestueckungsrahmen-1506/
https://www.ideal-tek.com/public/doc/PCSA-N_leaflet_Ideal-tek.pdf

Platinen zwischen die verschiebbaren, gefederten und genuteten Leisten 
einhängen. Bauteile bestücken, erster Durchgang alles bis so 5mm Höhe.
Abdeckung mit Schaumstoff einhängen und Anpressdruck justieren.
Alles im Drehgelenk wenden. WICHTIG: dabei unbedingt aufpassen, dass 
sich der Anpressdeckel keinesfalls aus der Schnapphalterung löst, denn 
dann falle die Bauteile raus!!! Jetzt der erste Lötdurchgang.
Dann Wenden, Deckel ab, die hohen Bauteile bestücken, Deckel darauf und 
Anpressdruck korrigieren, wenden, löten, zu lange Bauteilebeinchen 
abschneiden.

Hält viele Jahrzehnte, muss man gebraucht günstig kaufen, ggf den 
Schaumstoff erneuern. (Vor 50 Jahren waren die Modelle schwarz lackiert)
Beitrag "Bestückungsrahmen PCSS / 4"

Zur Vorbereitung gegurteter Bauteile ist eine manuelle 
Schneid/Biegemaschine nützlich. https://www.cutbend.ch/cutbend/

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Johannes K. schrieb:
> damit sie mir beim Umdrehen (um sie zu Löten) nicht durchfallen.

Nicht die Platine drehen, sondern von unten loeten. D.h. nicht die 
Platine nach oben drehen, sondern die Loetkoelbenperson nach unten 
drehen. So wird das morgen geloest.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Schutzbrille nicht vergessen. Heisses Loetzinn im Auge ist ganz grosser 
Mist.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Harald K. schrieb:
> Dann musst Du halt weicheren Schaumstoff nehmen oder leiden.

Weder noch! Ich habe hinreichend Lochrasteraufbauten gemacht, ohne im 
Internet zu kaspern.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Johannes K.

Johannes K. schrieb:

> Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe
> Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert.

Spezielle Bestückungsrahmen für THT Technik haben Kissen aus 
Silikonschaumstoff, die mit einem Deckel auf die komplette Platine 
gepresst werden, und die Bauteile niederhalten.
Die Kissen können auch etwas Temperatur aushalten.
Ok, ein kleiner Widerstand direkt neben einem dicken Elko ist dann 
trozdem problematisch. Und das zeigt, dass man schon beim Entwickeln 
einer Platine das geplante Fertigungsverfahren berücksichtigen muss.

> Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode".

Das ist der Übergang zur "selbsttragenden Freiluftverdrahtung", die dann 
irgendwann ganz ohne Platine auskommt.


> Mit Klebeband fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei > 
kleinen  Bauteilen wie Widerstände).

Hast Du schon mal mit Kaptonband probiert? Das ist relativ 
hitzebeständig.


Mit freundlichem Gruß
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Halo Manfred P.

Manfred P. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es
>> weitergeht.
>
> Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil
> ausgewechselt werden muß.

Abknipsen und neu am Rest anlöten.
Lochraster ist nur was für Akrobaten. ;O)

> Harald K. schrieb:
>> Mit den flachsten Bauteilen anfangen.
>
> Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich
> nicht tue.

Du musst das ja nicht konsequent über die komplette Schaltung machen. 
Zumindest nicht zu Anfang. Ich hoffe, Du hast aber eine grobe Idee über 
die jeweils nächsten drei bis vier Bauteile, die Du verlöten willst.
Und für die paar Bauteile wendest Du die Regel an. Dann siehst Du 
zumindest schon einmal, ob sie überhaupt funktioniert. ;O)

Mit freundlichem Gruß
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Nick (b620ys)


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Ich hab mir mal vor paar Jahren so einen Bestückungsrahmen gekauft. Ich 
kann damit nix anfangen. Der steht jetzt in der Firma und sammelt Staub.

Als ich THT machte hatte ich nie das Verlangen nach sowas. Ich hab alle 
Teile sauber bestücken können. In der Firma in der ich damals arbeitete 
wurde so ein Ding nie benutzt. Die 3 Bestücker haben es aber dennoch 
hinbekommen, ohne ständig mit verbundenen Händen krank zu feiern.

Widerstände umknicken, von mir aus mit Lehre (für die Pedanten), aber 
dann wieder etwas aufbiegen. Dann fallen sie nämlich nicht mehr raus.

Ich hab aber nie einen Grundkurs Löten genossen

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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> Widerstände umknicken, von mir aus mit Lehre (für die Pedanten), aber
> dann wieder etwas aufbiegen. Dann fallen sie nämlich nicht mehr raus.

So die Benutzung einer Biegelehre braucht keine Zeit und ist super 
praktisch.
Da muss man kein Pedant sein um deren Nutzen zu erkennen. Da wohl immer 
mehr in Vergessenheit geräten, da mal ein Fote: 
https://www.dm-toys.de/files/produktfotos/Schoenwitz/2018/Schoenwitz_06001.jpg

Extra aufbiegen ist IMHO unnötig, die Anschlussdrähte habe schon so 
etwas mechanische Spannung nach aussen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Da kenne ich auch noch eine Zange mit die die Beinchen noch eine 
Welligkeit bekamen um nicht aus der Platine  herausfallen zu koennen.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Dieter.

Dieter D. schrieb:
> Da kenne ich auch noch eine Zange mit die die Beinchen noch eine
> Welligkeit bekamen um nicht aus der Platine  herausfallen zu koennen.

Es gibt auch so Handkurbelmaschienen zum Anschrauben per Schraubzwinge 
an einen Tisch, die THT Bauteile direkt vom Gurt einziehen, die 
Anschlussdrähte sicken und dann auch ablängen.

Mit freundlichem Gruß
Bernd Wiebus alias dl1eic
www.dl0dg.de

von Nick (b620ys)


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Bernd W. schrieb:
> Es gibt auch so Handkurbelmaschienen

Das wird dem TO wenig helfen wenn er Einzelstücke im 
Experimentierstadium auf Lochraster baut.
Die Maschine hilft bei Serienbestückung.

von Gunnar F. (gufi36)


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Manfred P. schrieb:
> Gerald B. schrieb:
>> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es
>> weitergeht.
>
> Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil
> ausgewechselt werden muß.

Klar, die Beine komplett auf die Platine zu legen, also 90° abwinkeln - 
und dann noch das Bein als Verbindungsdraht zum nächsten zu nehem - ist 
sparsam, aber ungünstig für Austausch. Wer keine Fehler macht, kann es 
ja trotzdem tun.
Ich hatte zuletzt immer die Beinchen nur vorsichtig etwas abgebogen, 
dass die Teile gerade in der gewünschten Höhe über dem Board stehen 
bleiben. Dann löte ich eins an und biege das andere wieder gerade. So 
lassen sie sich leichter wieder tauschen.

Beitrag #8030633 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Peter N. (alv)


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Gerald B. schrieb:
> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es
> weitergeht

Furchtbar!
Wenn man ein Bauteil tauschen muß, ist das ein extremer Aufwand!

Ich stecke Bauteile mit langen Anschlußdrähten durch die Löcher, biege 
sie leicht um und schneide den Draht innerhalb des Lötpunktradius ab.
Dann wird min. ein Pin angeheftet.

IC-Fassungen und andere kurzpinnige Bauteile werden festgehalten und mit 
1-3 Pins angeheftet.

Wenn dann die meisten Bauteile an ihren Platz sitzen, wird richtig 
gelötet.

von Michael M. (Gast)


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Johannes K. schrieb:
>>Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig?
> Ja klar, tut auch kaum weh.

Passt doch.
Wer gerne mit Lochraster rummacht steht auf Schmerzen.
Ich bekomme davon auch eine hohe Durchfall Quote 💩

von Michael B. (laberkopp)


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Johannes K. schrieb:
> Wie macht ihr das?
> Kontakte umbiegen

Das betrifft doch nicht nur Lochraster, sondern jede handgelötete THT 
Platine (weil sich kopfüber blöd lötet).

Man fängt mit den flachsten Bauteilen an, biegt die Anschlüsse nach dem 
durchstecken leicht, schneidet ab und lotet. Funktioniert seit 100 
Jahren ohne dass sich jemand beschwert.

Bei Lochraster kommt die Verlegung der Leiterbahn hinzu. Niemals durch 
die Bauteildrahte realisieren, das Bauteil muss man garantiert noch mal 
ausloten. Auch nicht durch extra Draht bei kurzen Stücken. Sondern durch 
Lötzinn, von Pad zu Pad verschleppen, das klappt seit bleifreiem Lot 
auch besonders gut. Die mehere Quasdratmillimeter dicke Lotzinnbrücke 
leitet mindestens so gut wie eine Kupferleiterbahn. Nur bei längeren 
Strecken kann man einen Blankdraht behmen um Lötzinn und Arbeit zu 
sparen.

von Arduino F. (Firma: Gast) (arduinof)


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Johannes K. schrieb:
> Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe
> Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert.
Erst die niedrigen Bestücken.

Ich drücke die bestückte Platine auf Schaumstoff, löte dann.

von Rainer M. (excogitator)


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Johannes K. schrieb:
> Doch ich habe immer wieder Probleme, die von der Bestückungsseite
> durchgesteckten Bauteile zu fixieren, damit sie mir beim Umdrehen (um
> sie zu Löten) nicht durchfallen.
> Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe
> Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert.
>
> Wie macht ihr das?

Als ich noch viel mit THT gearbeitet habe fand ich den Bestückungsrahmen 
mit Schnellwendevorrichtung und Abdeckplatte von Berstein immer recht 
praktisch - 
https://www.bernstein-werkzeuge.de/produkte/produktdetails/9-270-esd-esd-platinenhalterung-kugelgelenk-kombination-vario

Ist halt nicht ganz günstig.

Gruß
Rainer

von Manfred P. (pruckelfred)


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Gunnar F. schrieb:
>>> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es
>>> weitergeht.
>>
>> Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil
>> ausgewechselt werden muß.
>
> Klar, die Beine komplett auf die Platine zu legen, also 90° abwinkeln -
> und dann noch das Bein als Verbindungsdraht zum nächsten zu nehem - ist
> sparsam, aber ungünstig für Austausch. Wer keine Fehler macht, kann es
> ja trotzdem tun.
> Ich hatte zuletzt immer die Beinchen nur vorsichtig etwas abgebogen,
> dass die Teile gerade in der gewünschten Höhe über dem Board stehen
> bleiben. Dann löte ich eins an und biege das andere wieder gerade. So
> lassen sie sich leichter wieder tauschen.

Danke, dass Du meine Betrachtung teilst.

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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>> Es gibt auch so Handkurbelmaschienen
>
> Das wird dem TO wenig helfen wenn er Einzelstücke im
> Experimentierstadium auf Lochraster baut.
> Die Maschine hilft bei Serienbestückung.

Statt Maschiene kann man auch eine Rundzange nehmen. Aber diese Bögen in 
den Anschlussdrähten sind eigentlich "ausgestorben". Eventuell waren die 
eh nur furs schwall-löten hilfreich, Literatur Achtziger und davor kennt 
sie noch.

: Bearbeitet durch User
von Ralph S. (jjflash)


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Michael B. schrieb:
> Sondern durch
> Lötzinn, von Pad zu Pad verschleppen, das klappt seit bleifreiem Lot
> auch besonders gut. Die mehere Quasdratmillimeter dicke Lotzinnbrücke
> leitet mindestens so gut wie eine Kupferleiterbahn.

Das wurde mir schon vor 50 Jahren untersagt und wurde so auch bei 
Gesellenprüfungen negativ bewertet. Alleine die thermische Belastung 
beim Einbau (wurde damals so genannt) sei nicht so wirklich tolle.

Natürlich macht das fast jeder (ich auch)!

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Bradward B.

Bradward B. schrieb:

>> Das wird dem TO wenig helfen wenn er Einzelstücke im
>> Experimentierstadium auf Lochraster baut.
>> Die Maschine hilft bei Serienbestückung.
>
> Statt Maschiene kann man auch eine Rundzange nehmen. Aber diese Bögen in
> den Anschlussdrähten sind eigentlich "ausgestorben". Eventuell waren die
> eh nur furs schwall-löten hilfreich, Literatur Achtziger und davor kennt
> sie noch.

Die Bögen konnten unterschiedlich ausfallen, je nach verwendeter 
Matritze.

Beim Schwall löten brauchst Du sie eher weniger, weil die Platine dafür 
ja nicht auf den Kopf gestellt werden muss, und die Bauteile darum nicht 
so leicht herausfallen. Trotzdem wurden/Werden sie gelegentlich auch 
beim THT Schwall Löten verwendet, aber für den gegenteiligen Zweck. Sie 
sollen nicht die Bauteile am herausfallen hindern, sondern dafür sorgen, 
dass die Bauteile nicht zu tief durchrutschen. z.B. bei 
Lastwiderständen, die warm werden und die Platine anbrennen könnten, 
oder wenn unter einem Bauteil eine Leiterbahn durchgeführt wird, wo Du 
ein erhebliches Isolationsproblem bekommst, wenn z.B. ein Widerstand 
dort nur mit seiner Lackschicht und dem Lötstopplack isoliert ist.

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Michael M. (Gast)


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Ralph S. schrieb:
> Das wurde mir schon vor 50 Jahren untersagt und wurde so auch bei
> Gesellenprüfungen negativ bewertet. Alleine die thermische Belastung
> beim Einbau (wurde damals so genannt) sei nicht so wirklich tolle.

Wie so vieles in der Lehre ein theoretischen Konstrukt ohne 
Praxisrelevanz.
Die thermische Belastung ist in beiden Fällen nahezu identisch.
Sauber gelegt sieht eben schöner aus und wenn es schön aussieht 
assoziiert man damit auch technische Korrektheit.
Was oft genug nicht stimmt, aber so ist der Mensch.
Nicht bis drei zählen können aber sich mokieren das im Space Shuttle 
drei Bohrungen nicht exakt auf einer Ebene sind.

In der Lehre wurde mir auch beigebracht ich dürfe Lötzinn nur mit dem 
Seitenschneider abschneiden, nicht mit dem Lötkolben trennen.
Denn sonst würde dabei Flussmittel verdampfen das dann der Lötung nicht 
mehr zur Verfügung steht.
Meine Frage ob das bedeuten würde nach jeder Lötung das Zinn 
abzuschneiden oder worin der Unterschied läge zwischen trennen und 
verdampfen und löten und verdampfen, konnte nicht zufriedenstellend 
beantwortet werden.

Lochraster ist Basteln für Einzelstücke oder Funktionsprototypen.
Finde ich nicht relevant wie das aussieht.
Es muss Erkenntnisse bringen.
Aber jeder definiert das anders.
Für mich ist es einfacher, billiger, besser eine PCB zu Layouten und 
fertigen zu lassen.
Lochraster nehme ich nur noch äußerst selten zur Hilfe.
Selbst Layout + Fräsen geht oft schneller als Lochraster, zumal ich das 
dann auch ändern und vervielfältigen kann.
Lochraster wird sehr schnell unglaublich verbastelt und nach drei mal 
Löten lösen sich die Kupferkaschierungen.

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Lochraster ist Basteln für Einzelstücke oder Funktionsprototypen.
> Finde ich nicht relevant wie das aussieht.

Die Wahrheit ist noch viel besser! Auf Lochraster gibt es bei mir 
Faedeldraht und der geht maximal kreuz und quer weil es ideal kurz ist 
und weniger Uebersprechen hat weil eben nichts parallel laeuft. Chaos 
fuehrt hier also zu besserer Funktion!

Dieses Loetzinngeschlabber hab ich zwar auch schon mal gemacht, ist aber 
eher doof weil es zuviele Loecher braucht an/in denen man andere 
Bauteile anloeten kann. Kostet einfach zuviel Platz. Ich halbiere oder 
drittel die Loetaugen ja schon oft fuer meine Bauteile.

Vanye

von Georg M. (g_m)


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Lochraster ist blöd - wegen der vielen Löcher. Löcher, Löcher, Löcher... 
Überall Löcher. Dabei braucht man eigentlich viel weniger Löcher.

https://www.mikrocontroller.net/attachment/617782/DIY_PCB_prototype.jpg

von Peter N. (alv)


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Ralph S. schrieb:
> Das wurde mir schon vor 50 Jahren untersagt und wurde so auch bei
> Gesellenprüfungen negativ bewertet.

2 nebeneinander liegende Punkte dann mit Draht verbinden?

Ich "lötziehe" bis 4 Punkte, dann nehme ich Draht. Je nach Faulheit auch 
mehr.
Digitalschaltungen, die nicht vernünftig mit Leiterbahnen verdrahtet 
werden können, werden mit Fädeldraht "Spaghettiverdrahtet".

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Dabei braucht man eigentlich viel weniger Löcher.

Yep, so mache ich das auch schonmal bei manchen Designs (Schaltregler 
z.B). Aber das reinschnitzen ist doch etwas Arbeit.

Ich glaube das optimum waere wohl ein Platine mit kleinen Quadraten im 
Abstand von 1.27mm, 0.8mm dick und Unterseite mit 100% Kupfer.

Vanye

von Rolf (rolf22)


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Ich mache das seit 60+ Jahren ganz einfach so:

1- Ich stecke das Bauteil rein und schmiere einen einzigen der Pins mit 
dem Lötkolben und ganz wenig(!) Lötzinn provisorisch fest. Kann ruhig 
eine "kalte" Lötstelle sein - egal.

2 - Nun habe ich die zweite Hand frei (muss kein Lötzinn mehr halten), 
erhitze die Schmierstelle nochmal etwas und drücke dabei von der 
Bestückungsseite aus auf das Bauteil, das rutscht dann in die Solltiefe 
und sitzt dort nach dem Erkalten gleich wieder fest.

3 - Nun kann ich in Ruhe alle anderen Pins normal löten, das Bauteil 
sitzt ja unbeweglich.

4 - Den allerersten, nur provisorisch festgeschmierten Pin löte ich ganz 
am Schluss richtig nach.

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Rolf schrieb:
> Ich mache das seit 60+ Jahren ganz einfach so:

Ja, natürlich.

> 2 - Nun habe ich die zweite Hand frei (muss kein Lötzinn mehr halten),
> erhitze die Schmierstelle nochmal etwas

Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es 
Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig.

Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren (bzw. 
hast seit dem nicht mehr gebastelt).

von Peter N. (alv)


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Vanye R. schrieb:
> Ich glaube das optimum waere wohl ein Platine mit kleinen Quadraten im
> Abstand von 1.27mm, 0.8mm dick und Unterseite mit 100% Kupfer.

Warum hat das noch keiner gemacht?

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Michael B.

Michael B. schrieb:

>> 2 - Nun habe ich die zweite Hand frei (muss kein Lötzinn mehr halten),
>> erhitze die Schmierstelle nochmal etwas
>
> Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es
> Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig.

Dann mach halt einen extra Tropfen Flussmittel daran. ;O)

> Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren (bzw.
> hast seit dem nicht mehr gebastelt).

Wenn man richtig damit umgeht, ist Bleifrei bei weitem nicht so schlimm, 
wie ein paar (blaue?) Hysteriker einem erzählen wollen. ;O)


Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Rolf (rolf22)


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Bernd W. schrieb:
>> Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es
>> Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig.

>> Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren

Lass mich raten: Du wolltest nur schnell mal kritisieren, egal was.

Es spielt ja tatsächlich gar keine Rolle, wie sich das zum 
provisorischen "Anheften" benutzte Lötzinn verhält, weil es massemäßig 
nur einen winzigen Teil der endgültigen Lötverbindung ausmacht.

von Frank S. (whugnit)


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Auch wenn oben geschrieben wurde, dass "normales" Klebeband nicht 
funktioniert habe ich das früher ohne echte Probleme verwendet. Das war 
ganz normales transparentes Klebeband für Bürozwecke und ich habe es 
recht flächig verklebt.

Bei höheren Bauteilen ist normalerweise nichts passiert und bei axial 
bedrahteten Bauteilen ist das Klebeband zwar etwas angeschmolzen, es 
lies sich aber immer problemlos abziehen und hat auch keine 
nennenswerten Rückstände hinterlassen. Damals war allerdings noch 
bleihaltiges Lot üblich und die Temperaturen waren daher etwas geringer. 
Man musste natürlich schon halbwegs zügig löten. Wenn man endlos 
draufrumbruzelt ist die Methode eher nicht geeignet.

Inzwischen verwende ich für kleine Sachen aber eher doppelseitig 
durchkontaktierte Lochrasterplatten und wo es geht SMD-Bauteile die man 
zwischen die Lötpunkte setzen kann. THT-Bauteile kann man natürlich auch 
verwenden. Wenn die Beinchen von oben zugänglich sind könnte man die 
sogar einfach von oben verlöten, da die Lötpunkte ja durchkontaktiert 
sind.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Rolf.

Rolf schrieb:

Bernd W. schrieb:
>>> Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es
>>> Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig.
>
>>> Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren
>
> Lass mich raten: Du wolltest nur schnell mal kritisieren, egal was.

Lass mich raten: Du hast mich schnell mal falsch zitiert, weil Dir ein 
Unterton meines Posts nicht gefiel. ;O)

>
> Es spielt ja tatsächlich gar keine Rolle, wie sich das zum
> provisorischen "Anheften" benutzte Lötzinn verhält, weil es massemäßig
> nur einen winzigen Teil der endgültigen Lötverbindung ausmacht.

Egal, tatsächlich, überwiegend.....trotzdem kann man mit etwas Know-How 
und Übung auch gut bleifrei Löten. ;O)

Mit freundlichem Gruß:
Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

: Bearbeitet durch User
von Tam H. (Firma: Tamoggemon Holding k.s.) (tamhanna)


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Hallo,
sorry dass ich langsam reagiere - wollte gestern aus dem Zug schreiben, 
kam aber nicht mehr dazu.

Kaufe dir einen Nipper. Das ist so eine Cut and Clinch-Zange. Wenn du 
mir ein Email schickst, sende ich dir ein Foto von meiner.

Tam

von Michael M. (Gast)


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Tam H. schrieb:
> Cut and Clinch-Zange

Setzt die Bauteile auf Abstand, löst aber nicht das Problem sie zu 
halten.
Die Lösung dafür ist so alt wie THT Bestückung:
Umbiegen löten, oder Bestückungsrahmen mit Schaumstoff.
Von klein nach groß arbeiten.

Bernd W. schrieb:
> gut bleifrei Löten
Hängt wie gesagt stark vom Zinn ab.
Es gibt sehr gute und es gibt sehr übles Zeug.
Mit dem Schrott kommt trotz 30J Übung und gutem Werkzeug keine Freude 
auf.

von Ein T. (ein_typ)


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Bernd W. schrieb:
> Dieter D. schrieb:
>> [...]
>
> Es gibt auch so Handkurbelmaschienen

Erzähl der Handschwurbelmaschine von Handkurbelmaschinen...

von Wolle G. (wolleg)


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Michael K. schrieb:
> Für mich ist es einfacher, billiger, besser eine PCB zu Layouten und
> fertigen zu lassen.
Jeder hat so seine eigenen Verfahren.
„fertigen zu lassen“ ist mir zu teuer.
Bei mir sind kleine Testschaltungen frei verdrahtet.
Wenn es um das „End“-Produkt geht, wird eine Leiterplatte entworfen, auf 
Pergamentpapier mittels Laserdrucker gedruckt und nach UV-belichtung 
eine Leiterplatte nach dem FeIIICl3-Verfahren geätzt.
fertig

von Yalu X. (yalu) (Moderator)


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Bei DIL-ICs stehen die Pins ab Werk leicht schräg nach außen. Belässt
man sie in diesem Zustand, halten sie in einer Lochrasterplatine dank
Federkraft von selber.

Auch axial bedrahtete Bauteile halten in der Platine, wenn man die
Drähte vor dem Bestücken so abwinkelt, dass sie in einem ähnlichen
Winkel wie die DIL-IC-Pins stehen.

Bauteile, wo dies nicht geht (bspw. IC-Sockel und Steckverbinder) löte
ich vor allen anderen Bauteilen und sortiert nach Höhe (niedrige zuerst)
ein. Das Herausfallen verhindere ich ganz einfach dadurch, dass ich die
Platine mit dem jeweils eingesteckten Bauteil und der Lötseite nach oben
auf den Tisch lege.

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