Hallo liebe Leute! Ich löte ja wirklich gerne Lochrasterplatinen und verdrahte alles händisch mit Silberdrähten, das entspannt mich und mir gefällt dieses Handwerk. Doch ich habe immer wieder Probleme, die von der Bestückungsseite durchgesteckten Bauteile zu fixieren, damit sie mir beim Umdrehen (um sie zu Löten) nicht durchfallen. Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert. Wie macht ihr das? Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode". Mit Klebeband fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen Bauteilen wie Widerstände). Ich bin gespannt! Grüße
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> Wie macht ihr das?
Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig?
Deine Probleme moechte ich haben. Ich mache ja meist 0603 oder kleiner.
Da faellt das GANZE Bauteil durch die Platine und ich muss es wieder
finden. DAS ist Stress! :-D
Vanye
Johannes K. schrieb: > Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode". Genau so mache ich das, wenn ich nicht gerade mit einem Finger das Bauteil hochdrücke. Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen, die das Bauteil festhält (das Produktfoto ist so natürlich Schwachsinn). Man muss dann nur die Reihenfolge von niedrig nach hoch beachten.
>Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig? Ja klar, tut auch kaum weh. >Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen Ok, besser als mit dem Finger...
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Hans W. schrieb: > Johannes K. schrieb: >> Wie macht ihr das? > > Mit Knete Interessant. Einfach so billige Kinderknete? Klebt die ausreichend oder muss man trotzdem "von unten" löten?
Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es weitergeht. An Kreuzungspunkten kommt dünner Textilschlauch drüber.
Ulf P. schrieb: > Interessant. Einfach so billige Kinderknete? Den Vorschlag hat mal Stefan Frings gemacht, als universellen (Platinen-) Halter. Habe mir dann gleich ein paar Töpfchen beim Tedi geholt. Praktisch.
Entweder nehm ich den Finger, lege die Platine so hin, dass das zu verlötenden Bauteil irgendwo aufliegt oder manchmal nehme ich auch eine Lötpinzette: https://heikowild.de/de/loetpinzetten/loetpinzette-160-gebogen
Johannes K. schrieb: > Ja klar, tut auch kaum weh. Wie wäre es mit solchen Handschuhen? https://www.arbeitsschutz-arbeitskleidung.de/tempex-aramid-fausthandschuhe-390-bis-3500c.html Das ist echt irre was man damit anfassen kann, wenn man rausgefunden hat wie sie funktionieren und was man ihnen zutrauen kann. Ich hab solche. Und auch leichtere: https://www.youtube.com/watch?v=XWMm0i_aBEA Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten. Ich nenn das "Learning by Beule"
Ulf P. schrieb: > Einfach so billige Kinderknete? ja > Klebt die ausreichend Ich benutze sie als Unterlage zwischen Platine und Tischplatte.
Klopapier oder ein Baumwollampen funktionieren super, Cley geht auch super, gobt es nichtaushärtend
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Ich denke, der Vorschlag mit der Knete kam zuerst von einem Jens: Beitrag "Re: Lochrasterlöten - verbrannte Finger"
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Taschentuch drunter, Bauteil einstecken, Platine umdrehen auf den Tisch legen nachjustieren und dann erst löten Bauteil durch stecken, Draht um einen der Anschlußdrähte wickeln zwei Bauteile in ein Loch rein, z.B. bei TO92-Transistoren und Widerstand von hinten fest halten mit dem freien Finger Draht umbiegen in Richtung zum nächsten Bauteil, das angelötet werden soll. Je nach Konstellation eine dieser Varianten. Und Zeit hat man mehr als genug, wenn man ein Einzelstück auf Lochraster aufbaut. mfg
> Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn > man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten. Noch besser ist es wenn man sich wundert warum dieser schoen glaenzende Loetdraht unter dem Mikroskop nicht schmilzt. :) Das passiert mit bestimmt einmal im Jahr. Vanye
Lochraster mit Lötaugen nehmen, da kann man fix anlöten. https://cdn-reichelt.de/bilder/web/artikel_ws/C900%2FH25PR075.jpg?type=Product& > Mit Klebeband > fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen > Bauteilen wie Widerstände). Soll ja auch hitzebeständiges Klebeband geben (Handelsname: Kapton).
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Johannes K. schrieb: > Wie macht ihr das? Bauteile gleicher Höhe in Platine stecken, Schaumstoffplatte draufdrücken, umdrehen, löten. Mit den flachsten Bauteilen anfangen. Funktioniert unabhängig von der Art der Platine. Hohe und schmale Bauteile wie z.B. stehende Keramikkondensatoren o.ä. löte ich zunächst mit nur einem Pin ein, kontrolliere dann die Lage, richte sie gegebenenfalls aus und löte dann erst die restlichen Pins an.
Silberdraht durch beide Löcher stecken, aber eine Schlaufe lassen. Die Seite am Bauteil Richtung Bauteil umbiegen und löten. Zange nehmen und das lose Ende rausziehen (Schlaufe ist weg). Löten und abzwicken. Keine Ahnung was daran so komplex ist, um da nicht selbst draufzukommen. Das geht auch mit Widerständen ganz ähnlich. Transistoren halten von alleine oder sie sind groß genug, dass man sie - auch als Grobmotoriker - ohne Verletzungsgefahr halten kann.
Gerald B. schrieb: > Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es > weitergeht. Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil ausgewechselt werden muß. Mein Ziel ist, die Beinchen gerade, 90° zur Platine, zu halten. Geht nicht immer perfekt, wenige Grad auf Spannung, wie sie sich z.B. beim Transistor von selbst ergeben. Harald K. schrieb: > Mit den flachsten Bauteilen anfangen. Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich nicht tue.
Manfred P. schrieb: > Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil > ausgewechselt werden muß. Gibts sogar im Baumarkt! https://www.hornbach.de/p/ausheber-wiha-268p-pico-finish/10010424/
Ich verwende eine Kreuzpinzette so wie diese hier: https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/kreuzpinzette_gerade_schmal_160_mm-204817 Gibt es in verschiedenen Formen, Größen und Preisklassen bei unterschiedlichsten Versendern. Besonders große Bauteile (Relais, Steckverbinder...) lassen sich hiermit nicht oder nur schlecht fixieren, aber für Widerstände, Dioden, LEDs, Drahtbrücken... funktioniert die Pinzette sehr gut. Bauteil einsetzen, mit Pinzette festklemmen, Platine umdrehen und Lötpunkte setzen.
Manfred P. schrieb: > Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich > nicht tue. Dann musst Du halt weicheren Schaumstoff nehmen oder leiden.
Manfred P. schrieb: > Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil > ausgewechselt werden muß. Quatsch. Manfred P. schrieb: > Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich > nicht tue. Selber schuld. rhf
Johannes K. schrieb: > Wie macht ihr das? Mit einem teuren Bestückungsrahmen PCSS (PCSA, Astrofix...). Gibt es in verschiedenen Größen: https://astonshop.de/de/Bauteilvorbereitung---Leiterplattenbearbeitung---KERN---Bestueckung---Handling/Handbestueckung/Bestueckungsrahmen-1506/ https://www.ideal-tek.com/public/doc/PCSA-N_leaflet_Ideal-tek.pdf Platinen zwischen die verschiebbaren, gefederten und genuteten Leisten einhängen. Bauteile bestücken, erster Durchgang alles bis so 5mm Höhe. Abdeckung mit Schaumstoff einhängen und Anpressdruck justieren. Alles im Drehgelenk wenden. WICHTIG: dabei unbedingt aufpassen, dass sich der Anpressdeckel keinesfalls aus der Schnapphalterung löst, denn dann falle die Bauteile raus!!! Jetzt der erste Lötdurchgang. Dann Wenden, Deckel ab, die hohen Bauteile bestücken, Deckel darauf und Anpressdruck korrigieren, wenden, löten, zu lange Bauteilebeinchen abschneiden. Hält viele Jahrzehnte, muss man gebraucht günstig kaufen, ggf den Schaumstoff erneuern. (Vor 50 Jahren waren die Modelle schwarz lackiert) Beitrag "Bestückungsrahmen PCSS / 4" Zur Vorbereitung gegurteter Bauteile ist eine manuelle Schneid/Biegemaschine nützlich. https://www.cutbend.ch/cutbend/
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Johannes K. schrieb: > damit sie mir beim Umdrehen (um sie zu Löten) nicht durchfallen. Nicht die Platine drehen, sondern von unten loeten. D.h. nicht die Platine nach oben drehen, sondern die Loetkoelbenperson nach unten drehen. So wird das morgen geloest.
Schutzbrille nicht vergessen. Heisses Loetzinn im Auge ist ganz grosser Mist.
Harald K. schrieb: > Dann musst Du halt weicheren Schaumstoff nehmen oder leiden. Weder noch! Ich habe hinreichend Lochrasteraufbauten gemacht, ohne im Internet zu kaspern.
Hallo Johannes K. Johannes K. schrieb: > Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe > Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert. Spezielle Bestückungsrahmen für THT Technik haben Kissen aus Silikonschaumstoff, die mit einem Deckel auf die komplette Platine gepresst werden, und die Bauteile niederhalten. Die Kissen können auch etwas Temperatur aushalten. Ok, ein kleiner Widerstand direkt neben einem dicken Elko ist dann trozdem problematisch. Und das zeigt, dass man schon beim Entwickeln einer Platine das geplante Fertigungsverfahren berücksichtigen muss. > Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode". Das ist der Übergang zur "selbsttragenden Freiluftverdrahtung", die dann irgendwann ganz ohne Platine auskommt. > Mit Klebeband fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei > kleinen Bauteilen wie Widerstände). Hast Du schon mal mit Kaptonband probiert? Das ist relativ hitzebeständig. Mit freundlichem Gruß Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
Halo Manfred P. Manfred P. schrieb: > Gerald B. schrieb: >> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es >> weitergeht. > > Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil > ausgewechselt werden muß. Abknipsen und neu am Rest anlöten. Lochraster ist nur was für Akrobaten. ;O) > Harald K. schrieb: >> Mit den flachsten Bauteilen anfangen. > > Geht nur, wenn man zuvor die komplette Bestückung gemalt hat, was ich > nicht tue. Du musst das ja nicht konsequent über die komplette Schaltung machen. Zumindest nicht zu Anfang. Ich hoffe, Du hast aber eine grobe Idee über die jeweils nächsten drei bis vier Bauteile, die Du verlöten willst. Und für die paar Bauteile wendest Du die Regel an. Dann siehst Du zumindest schon einmal, ob sie überhaupt funktioniert. ;O) Mit freundlichem Gruß Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
Ich hab mir mal vor paar Jahren so einen Bestückungsrahmen gekauft. Ich kann damit nix anfangen. Der steht jetzt in der Firma und sammelt Staub. Als ich THT machte hatte ich nie das Verlangen nach sowas. Ich hab alle Teile sauber bestücken können. In der Firma in der ich damals arbeitete wurde so ein Ding nie benutzt. Die 3 Bestücker haben es aber dennoch hinbekommen, ohne ständig mit verbundenen Händen krank zu feiern. Widerstände umknicken, von mir aus mit Lehre (für die Pedanten), aber dann wieder etwas aufbiegen. Dann fallen sie nämlich nicht mehr raus. Ich hab aber nie einen Grundkurs Löten genossen
> Widerstände umknicken, von mir aus mit Lehre (für die Pedanten), aber > dann wieder etwas aufbiegen. Dann fallen sie nämlich nicht mehr raus. So die Benutzung einer Biegelehre braucht keine Zeit und ist super praktisch. Da muss man kein Pedant sein um deren Nutzen zu erkennen. Da wohl immer mehr in Vergessenheit geräten, da mal ein Fote: https://www.dm-toys.de/files/produktfotos/Schoenwitz/2018/Schoenwitz_06001.jpg Extra aufbiegen ist IMHO unnötig, die Anschlussdrähte habe schon so etwas mechanische Spannung nach aussen.
Da kenne ich auch noch eine Zange mit die die Beinchen noch eine Welligkeit bekamen um nicht aus der Platine herausfallen zu koennen.
Hallo Dieter. Dieter D. schrieb: > Da kenne ich auch noch eine Zange mit die die Beinchen noch eine > Welligkeit bekamen um nicht aus der Platine herausfallen zu koennen. Es gibt auch so Handkurbelmaschienen zum Anschrauben per Schraubzwinge an einen Tisch, die THT Bauteile direkt vom Gurt einziehen, die Anschlussdrähte sicken und dann auch ablängen. Mit freundlichem Gruß Bernd Wiebus alias dl1eic www.dl0dg.de
Bernd W. schrieb: > Es gibt auch so Handkurbelmaschienen Das wird dem TO wenig helfen wenn er Einzelstücke im Experimentierstadium auf Lochraster baut. Die Maschine hilft bei Serienbestückung.
Manfred P. schrieb: > Gerald B. schrieb: >> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es >> weitergeht. > > Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil > ausgewechselt werden muß. Klar, die Beine komplett auf die Platine zu legen, also 90° abwinkeln - und dann noch das Bein als Verbindungsdraht zum nächsten zu nehem - ist sparsam, aber ungünstig für Austausch. Wer keine Fehler macht, kann es ja trotzdem tun. Ich hatte zuletzt immer die Beinchen nur vorsichtig etwas abgebogen, dass die Teile gerade in der gewünschten Höhe über dem Board stehen bleiben. Dann löte ich eins an und biege das andere wieder gerade. So lassen sie sich leichter wieder tauschen.
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Gerald B. schrieb: > Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es > weitergeht Furchtbar! Wenn man ein Bauteil tauschen muß, ist das ein extremer Aufwand! Ich stecke Bauteile mit langen Anschlußdrähten durch die Löcher, biege sie leicht um und schneide den Draht innerhalb des Lötpunktradius ab. Dann wird min. ein Pin angeheftet. IC-Fassungen und andere kurzpinnige Bauteile werden festgehalten und mit 1-3 Pins angeheftet. Wenn dann die meisten Bauteile an ihren Platz sitzen, wird richtig gelötet.
Johannes K. schrieb: >>Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig? > Ja klar, tut auch kaum weh. Passt doch. Wer gerne mit Lochraster rummacht steht auf Schmerzen. Ich bekomme davon auch eine hohe Durchfall Quote 💩
Johannes K. schrieb: > Wie macht ihr das? > Kontakte umbiegen Das betrifft doch nicht nur Lochraster, sondern jede handgelötete THT Platine (weil sich kopfüber blöd lötet). Man fängt mit den flachsten Bauteilen an, biegt die Anschlüsse nach dem durchstecken leicht, schneidet ab und lotet. Funktioniert seit 100 Jahren ohne dass sich jemand beschwert. Bei Lochraster kommt die Verlegung der Leiterbahn hinzu. Niemals durch die Bauteildrahte realisieren, das Bauteil muss man garantiert noch mal ausloten. Auch nicht durch extra Draht bei kurzen Stücken. Sondern durch Lötzinn, von Pad zu Pad verschleppen, das klappt seit bleifreiem Lot auch besonders gut. Die mehere Quasdratmillimeter dicke Lotzinnbrücke leitet mindestens so gut wie eine Kupferleiterbahn. Nur bei längeren Strecken kann man einen Blankdraht behmen um Lötzinn und Arbeit zu sparen.
Johannes K. schrieb: > Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe > Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert. Erst die niedrigen Bestücken. Ich drücke die bestückte Platine auf Schaumstoff, löte dann.
Johannes K. schrieb: > Doch ich habe immer wieder Probleme, die von der Bestückungsseite > durchgesteckten Bauteile zu fixieren, damit sie mir beim Umdrehen (um > sie zu Löten) nicht durchfallen. > Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe > Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert. > > Wie macht ihr das? Als ich noch viel mit THT gearbeitet habe fand ich den Bestückungsrahmen mit Schnellwendevorrichtung und Abdeckplatte von Berstein immer recht praktisch - https://www.bernstein-werkzeuge.de/produkte/produktdetails/9-270-esd-esd-platinenhalterung-kugelgelenk-kombination-vario Ist halt nicht ganz günstig. Gruß Rainer
Gunnar F. schrieb: >>> Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es >>> weitergeht. >> >> Niemals nicht, das bedeutet den maximalen Ärger, wenn ein solches Teil >> ausgewechselt werden muß. > > Klar, die Beine komplett auf die Platine zu legen, also 90° abwinkeln - > und dann noch das Bein als Verbindungsdraht zum nächsten zu nehem - ist > sparsam, aber ungünstig für Austausch. Wer keine Fehler macht, kann es > ja trotzdem tun. > Ich hatte zuletzt immer die Beinchen nur vorsichtig etwas abgebogen, > dass die Teile gerade in der gewünschten Höhe über dem Board stehen > bleiben. Dann löte ich eins an und biege das andere wieder gerade. So > lassen sie sich leichter wieder tauschen. Danke, dass Du meine Betrachtung teilst.
>> Es gibt auch so Handkurbelmaschienen > > Das wird dem TO wenig helfen wenn er Einzelstücke im > Experimentierstadium auf Lochraster baut. > Die Maschine hilft bei Serienbestückung. Statt Maschiene kann man auch eine Rundzange nehmen. Aber diese Bögen in den Anschlussdrähten sind eigentlich "ausgestorben". Eventuell waren die eh nur furs schwall-löten hilfreich, Literatur Achtziger und davor kennt sie noch.
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Michael B. schrieb: > Sondern durch > Lötzinn, von Pad zu Pad verschleppen, das klappt seit bleifreiem Lot > auch besonders gut. Die mehere Quasdratmillimeter dicke Lotzinnbrücke > leitet mindestens so gut wie eine Kupferleiterbahn. Das wurde mir schon vor 50 Jahren untersagt und wurde so auch bei Gesellenprüfungen negativ bewertet. Alleine die thermische Belastung beim Einbau (wurde damals so genannt) sei nicht so wirklich tolle. Natürlich macht das fast jeder (ich auch)!
Hallo Bradward B. Bradward B. schrieb: >> Das wird dem TO wenig helfen wenn er Einzelstücke im >> Experimentierstadium auf Lochraster baut. >> Die Maschine hilft bei Serienbestückung. > > Statt Maschiene kann man auch eine Rundzange nehmen. Aber diese Bögen in > den Anschlussdrähten sind eigentlich "ausgestorben". Eventuell waren die > eh nur furs schwall-löten hilfreich, Literatur Achtziger und davor kennt > sie noch. Die Bögen konnten unterschiedlich ausfallen, je nach verwendeter Matritze. Beim Schwall löten brauchst Du sie eher weniger, weil die Platine dafür ja nicht auf den Kopf gestellt werden muss, und die Bauteile darum nicht so leicht herausfallen. Trotzdem wurden/Werden sie gelegentlich auch beim THT Schwall Löten verwendet, aber für den gegenteiligen Zweck. Sie sollen nicht die Bauteile am herausfallen hindern, sondern dafür sorgen, dass die Bauteile nicht zu tief durchrutschen. z.B. bei Lastwiderständen, die warm werden und die Platine anbrennen könnten, oder wenn unter einem Bauteil eine Leiterbahn durchgeführt wird, wo Du ein erhebliches Isolationsproblem bekommst, wenn z.B. ein Widerstand dort nur mit seiner Lackschicht und dem Lötstopplack isoliert ist. Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
Ralph S. schrieb: > Das wurde mir schon vor 50 Jahren untersagt und wurde so auch bei > Gesellenprüfungen negativ bewertet. Alleine die thermische Belastung > beim Einbau (wurde damals so genannt) sei nicht so wirklich tolle. Wie so vieles in der Lehre ein theoretischen Konstrukt ohne Praxisrelevanz. Die thermische Belastung ist in beiden Fällen nahezu identisch. Sauber gelegt sieht eben schöner aus und wenn es schön aussieht assoziiert man damit auch technische Korrektheit. Was oft genug nicht stimmt, aber so ist der Mensch. Nicht bis drei zählen können aber sich mokieren das im Space Shuttle drei Bohrungen nicht exakt auf einer Ebene sind. In der Lehre wurde mir auch beigebracht ich dürfe Lötzinn nur mit dem Seitenschneider abschneiden, nicht mit dem Lötkolben trennen. Denn sonst würde dabei Flussmittel verdampfen das dann der Lötung nicht mehr zur Verfügung steht. Meine Frage ob das bedeuten würde nach jeder Lötung das Zinn abzuschneiden oder worin der Unterschied läge zwischen trennen und verdampfen und löten und verdampfen, konnte nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Lochraster ist Basteln für Einzelstücke oder Funktionsprototypen. Finde ich nicht relevant wie das aussieht. Es muss Erkenntnisse bringen. Aber jeder definiert das anders. Für mich ist es einfacher, billiger, besser eine PCB zu Layouten und fertigen zu lassen. Lochraster nehme ich nur noch äußerst selten zur Hilfe. Selbst Layout + Fräsen geht oft schneller als Lochraster, zumal ich das dann auch ändern und vervielfältigen kann. Lochraster wird sehr schnell unglaublich verbastelt und nach drei mal Löten lösen sich die Kupferkaschierungen.
> Lochraster ist Basteln für Einzelstücke oder Funktionsprototypen. > Finde ich nicht relevant wie das aussieht. Die Wahrheit ist noch viel besser! Auf Lochraster gibt es bei mir Faedeldraht und der geht maximal kreuz und quer weil es ideal kurz ist und weniger Uebersprechen hat weil eben nichts parallel laeuft. Chaos fuehrt hier also zu besserer Funktion! Dieses Loetzinngeschlabber hab ich zwar auch schon mal gemacht, ist aber eher doof weil es zuviele Loecher braucht an/in denen man andere Bauteile anloeten kann. Kostet einfach zuviel Platz. Ich halbiere oder drittel die Loetaugen ja schon oft fuer meine Bauteile. Vanye
Lochraster ist blöd - wegen der vielen Löcher. Löcher, Löcher, Löcher... Überall Löcher. Dabei braucht man eigentlich viel weniger Löcher. https://www.mikrocontroller.net/attachment/617782/DIY_PCB_prototype.jpg
Ralph S. schrieb: > Das wurde mir schon vor 50 Jahren untersagt und wurde so auch bei > Gesellenprüfungen negativ bewertet. 2 nebeneinander liegende Punkte dann mit Draht verbinden? Ich "lötziehe" bis 4 Punkte, dann nehme ich Draht. Je nach Faulheit auch mehr. Digitalschaltungen, die nicht vernünftig mit Leiterbahnen verdrahtet werden können, werden mit Fädeldraht "Spaghettiverdrahtet".
> Dabei braucht man eigentlich viel weniger Löcher.
Yep, so mache ich das auch schonmal bei manchen Designs (Schaltregler
z.B). Aber das reinschnitzen ist doch etwas Arbeit.
Ich glaube das optimum waere wohl ein Platine mit kleinen Quadraten im
Abstand von 1.27mm, 0.8mm dick und Unterseite mit 100% Kupfer.
Vanye
Ich mache das seit 60+ Jahren ganz einfach so: 1- Ich stecke das Bauteil rein und schmiere einen einzigen der Pins mit dem Lötkolben und ganz wenig(!) Lötzinn provisorisch fest. Kann ruhig eine "kalte" Lötstelle sein - egal. 2 - Nun habe ich die zweite Hand frei (muss kein Lötzinn mehr halten), erhitze die Schmierstelle nochmal etwas und drücke dabei von der Bestückungsseite aus auf das Bauteil, das rutscht dann in die Solltiefe und sitzt dort nach dem Erkalten gleich wieder fest. 3 - Nun kann ich in Ruhe alle anderen Pins normal löten, das Bauteil sitzt ja unbeweglich. 4 - Den allerersten, nur provisorisch festgeschmierten Pin löte ich ganz am Schluss richtig nach.
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Rolf schrieb: > Ich mache das seit 60+ Jahren ganz einfach so: Ja, natürlich. > 2 - Nun habe ich die zweite Hand frei (muss kein Lötzinn mehr halten), > erhitze die Schmierstelle nochmal etwas Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig. Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren (bzw. hast seit dem nicht mehr gebastelt).
Vanye R. schrieb: > Ich glaube das optimum waere wohl ein Platine mit kleinen Quadraten im > Abstand von 1.27mm, 0.8mm dick und Unterseite mit 100% Kupfer. Warum hat das noch keiner gemacht?
Hallo Michael B. Michael B. schrieb: >> 2 - Nun habe ich die zweite Hand frei (muss kein Lötzinn mehr halten), >> erhitze die Schmierstelle nochmal etwas > > Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es > Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig. Dann mach halt einen extra Tropfen Flussmittel daran. ;O) > Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren (bzw. > hast seit dem nicht mehr gebastelt). Wenn man richtig damit umgeht, ist Bleifrei bei weitem nicht so schlimm, wie ein paar (blaue?) Hysteriker einem erzählen wollen. ;O) Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
Bernd W. schrieb: >> Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es >> Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig. >> Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren Lass mich raten: Du wolltest nur schnell mal kritisieren, egal was. Es spielt ja tatsächlich gar keine Rolle, wie sich das zum provisorischen "Anheften" benutzte Lötzinn verhält, weil es massemäßig nur einen winzigen Teil der endgültigen Lötverbindung ausmacht.
Auch wenn oben geschrieben wurde, dass "normales" Klebeband nicht funktioniert habe ich das früher ohne echte Probleme verwendet. Das war ganz normales transparentes Klebeband für Bürozwecke und ich habe es recht flächig verklebt. Bei höheren Bauteilen ist normalerweise nichts passiert und bei axial bedrahteten Bauteilen ist das Klebeband zwar etwas angeschmolzen, es lies sich aber immer problemlos abziehen und hat auch keine nennenswerten Rückstände hinterlassen. Damals war allerdings noch bleihaltiges Lot üblich und die Temperaturen waren daher etwas geringer. Man musste natürlich schon halbwegs zügig löten. Wenn man endlos draufrumbruzelt ist die Methode eher nicht geeignet. Inzwischen verwende ich für kleine Sachen aber eher doppelseitig durchkontaktierte Lochrasterplatten und wo es geht SMD-Bauteile die man zwischen die Lötpunkte setzen kann. THT-Bauteile kann man natürlich auch verwenden. Wenn die Beinchen von oben zugänglich sind könnte man die sogar einfach von oben verlöten, da die Lötpunkte ja durchkontaktiert sind.
Hallo Rolf. Rolf schrieb: Bernd W. schrieb: >>> Das geht mit bleihaltigem Lötzinn ganz gut, mit bleifreiem macht es >>> Probleme, viele Lötzinnsorten werden beim wiederaufschmelzen teigig. > >>> Lass uns raten: Du verwendest noch das Lötzinn von vor 60 Jahren > > Lass mich raten: Du wolltest nur schnell mal kritisieren, egal was. Lass mich raten: Du hast mich schnell mal falsch zitiert, weil Dir ein Unterton meines Posts nicht gefiel. ;O) > > Es spielt ja tatsächlich gar keine Rolle, wie sich das zum > provisorischen "Anheften" benutzte Lötzinn verhält, weil es massemäßig > nur einen winzigen Teil der endgültigen Lötverbindung ausmacht. Egal, tatsächlich, überwiegend.....trotzdem kann man mit etwas Know-How und Übung auch gut bleifrei Löten. ;O) Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic http://www.dl0dg.de
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Hallo, sorry dass ich langsam reagiere - wollte gestern aus dem Zug schreiben, kam aber nicht mehr dazu. Kaufe dir einen Nipper. Das ist so eine Cut and Clinch-Zange. Wenn du mir ein Email schickst, sende ich dir ein Foto von meiner. Tam
Tam H. schrieb: > Cut and Clinch-Zange Setzt die Bauteile auf Abstand, löst aber nicht das Problem sie zu halten. Die Lösung dafür ist so alt wie THT Bestückung: Umbiegen löten, oder Bestückungsrahmen mit Schaumstoff. Von klein nach groß arbeiten. Bernd W. schrieb: > gut bleifrei Löten Hängt wie gesagt stark vom Zinn ab. Es gibt sehr gute und es gibt sehr übles Zeug. Mit dem Schrott kommt trotz 30J Übung und gutem Werkzeug keine Freude auf.
Bernd W. schrieb: > Dieter D. schrieb: >> [...] > > Es gibt auch so Handkurbelmaschienen Erzähl der Handschwurbelmaschine von Handkurbelmaschinen...
Michael K. schrieb: > Für mich ist es einfacher, billiger, besser eine PCB zu Layouten und > fertigen zu lassen. Jeder hat so seine eigenen Verfahren. „fertigen zu lassen“ ist mir zu teuer. Bei mir sind kleine Testschaltungen frei verdrahtet. Wenn es um das „End“-Produkt geht, wird eine Leiterplatte entworfen, auf Pergamentpapier mittels Laserdrucker gedruckt und nach UV-belichtung eine Leiterplatte nach dem FeIIICl3-Verfahren geätzt. fertig
Bei DIL-ICs stehen die Pins ab Werk leicht schräg nach außen. Belässt man sie in diesem Zustand, halten sie in einer Lochrasterplatine dank Federkraft von selber. Auch axial bedrahtete Bauteile halten in der Platine, wenn man die Drähte vor dem Bestücken so abwinkelt, dass sie in einem ähnlichen Winkel wie die DIL-IC-Pins stehen. Bauteile, wo dies nicht geht (bspw. IC-Sockel und Steckverbinder) löte ich vor allen anderen Bauteilen und sortiert nach Höhe (niedrige zuerst) ein. Das Herausfallen verhindere ich ganz einfach dadurch, dass ich die Platine mit dem jeweils eingesteckten Bauteil und der Lötseite nach oben auf den Tisch lege.
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