Forum: Platinen Lochraster - die Durchfallquote


von Johannes K. (anamollo)


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Hallo liebe Leute!

Ich löte ja wirklich gerne Lochrasterplatinen und verdrahte alles 
händisch mit Silberdrähten, das entspannt mich und mir gefällt dieses 
Handwerk.

Doch ich habe immer wieder Probleme, die von der Bestückungsseite 
durchgesteckten Bauteile zu fixieren, damit sie mir beim Umdrehen (um 
sie zu Löten) nicht durchfallen.
Vorallem wird es dann noch schwieriger, wenn man unterschiedlich hohe 
Bauteile hat und niedrigere Bauteile daneben positioniert.

Wie macht ihr das?
Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode". Mit Klebeband 
fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen 
Bauteilen wie Widerstände).

Ich bin gespannt!

Grüße

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Wie macht ihr das?

Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig?

Deine Probleme moechte ich haben. Ich mache ja meist 0603 oder kleiner. 
Da faellt das GANZE Bauteil durch die Platine und ich muss es wieder 
finden. DAS ist Stress! :-D

Vanye

von Hans W. (hanswieland)


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Johannes K. schrieb:
> Wie macht ihr das?

Mit Knete

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Johannes K. schrieb:
> Kontakte umbiegen finde ich ist die "Bauernmethode".

Genau so mache ich das, wenn ich nicht gerade mit einem Finger das 
Bauteil hochdrücke.

Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen, die das 
Bauteil festhält (das Produktfoto ist so natürlich Schwachsinn). Man 
muss dann nur die Reihenfolge von niedrig nach hoch beachten.

von Johannes K. (anamollo)


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>Einfach den Finger von hinten drauf beim anloeten ist zu schwierig?
Ja klar, tut auch kaum weh.

>Die Luxusvariante wäre wohl einer dieser Bestückungsrahmen
Ok, besser als mit dem Finger...

: Bearbeitet durch User
von Ulf P. (bastler2004)


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Hans W. schrieb:
> Johannes K. schrieb:
>> Wie macht ihr das?
>
> Mit Knete

Interessant. Einfach so billige Kinderknete? Klebt die ausreichend oder 
muss man trotzdem "von unten" löten?

von Gerald B. (gerald_b)


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Umbiegen und die Anschlüsse gleich in die Richtung biegen, wo es 
weitergeht. An Kreuzungspunkten kommt dünner Textilschlauch drüber.

von Gunnar F. (gufi36)


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Ulf P. schrieb:
> Interessant. Einfach so billige Kinderknete?

Den Vorschlag hat mal Stefan Frings gemacht, als universellen 
(Platinen-) Halter. Habe mir dann gleich ein paar Töpfchen beim Tedi 
geholt. Praktisch.

von Olly T. (twinpeaks)


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Entweder nehm ich den Finger, lege die Platine so hin, dass das zu 
verlötenden Bauteil irgendwo aufliegt oder manchmal nehme ich auch eine 
Lötpinzette:
https://heikowild.de/de/loetpinzetten/loetpinzette-160-gebogen

von Nick (b620ys)


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Johannes K. schrieb:
> Ja klar, tut auch kaum weh.

Wie wäre es mit solchen Handschuhen?
https://www.arbeitsschutz-arbeitskleidung.de/tempex-aramid-fausthandschuhe-390-bis-3500c.html
Das ist echt irre was man damit anfassen kann, wenn man rausgefunden hat 
wie sie funktionieren und was man ihnen zutrauen kann. Ich hab solche.
Und auch leichtere:
https://www.youtube.com/watch?v=XWMm0i_aBEA


Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn 
man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten. Ich nenn das 
"Learning by Beule"

von Hans W. (hanswieland)


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Ulf P. schrieb:
> Einfach so billige Kinderknete?

ja

> Klebt die ausreichend

Ich benutze sie als Unterlage zwischen Platine und Tischplatte.

von Max (maximilian_az)


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Klopapier oder ein Baumwollampen funktionieren super, Cley geht auch 
super, gobt es nichtaushärtend

: Bearbeitet durch User
von Hans W. (hanswieland)


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Ich denke, der Vorschlag mit der Knete kam zuerst von einem Jens: 
Beitrag "Re: Lochrasterlöten - verbrannte Finger"

: Bearbeitet durch User
von Christian S. (roehrenvorheizer)


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Taschentuch drunter,

Bauteil einstecken, Platine umdrehen auf den Tisch legen nachjustieren 
und dann erst löten

Bauteil durch stecken, Draht um einen der Anschlußdrähte wickeln

zwei Bauteile in ein Loch rein, z.B. bei TO92-Transistoren und 
Widerstand

von hinten fest halten mit dem freien Finger


Draht umbiegen in Richtung zum nächsten Bauteil, das angelötet werden 
soll.


Je nach Konstellation eine dieser Varianten. Und Zeit hat man mehr als 
genug, wenn man ein Einzelstück auf Lochraster aufbaut.

mfg

von Vanye R. (vanye_rijan)


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> Gelegentlich wirds beim löten ohne Handschuhe heiß, insbesondere, wenn
> man versucht den blanken Silberdraht festzuhalten.

Noch besser ist es wenn man sich wundert warum dieser schoen glaenzende 
Loetdraht unter dem Mikroskop nicht schmilzt. :) Das passiert mit 
bestimmt einmal im Jahr.

Vanye

von Bradward B. (Firma: Starfleet) (ltjg_boimler)


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Lochraster mit Lötaugen nehmen, da kann man fix anlöten.

https://cdn-reichelt.de/bilder/web/artikel_ws/C900%2FH25PR075.jpg?type=Product&;

> Mit Klebeband
> fixieren geht auch nicht durch die starke Hitzeentwicklung (bei kleinen
> Bauteilen wie Widerstände).

Soll ja auch hitzebeständiges Klebeband geben (Handelsname: Kapton).

: Bearbeitet durch User
von Harald K. (kirnbichler)


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Johannes K. schrieb:
> Wie macht ihr das?

Bauteile gleicher Höhe in Platine stecken, Schaumstoffplatte 
draufdrücken, umdrehen, löten.

Mit den flachsten Bauteilen anfangen.

Funktioniert unabhängig von der Art der Platine.

Hohe und schmale Bauteile wie z.B. stehende Keramikkondensatoren o.ä. 
löte ich zunächst mit nur einem Pin ein, kontrolliere dann die Lage, 
richte sie gegebenenfalls aus und löte dann erst die restlichen Pins an.

von Nick (b620ys)


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Silberdraht durch beide Löcher stecken, aber eine Schlaufe lassen. Die 
Seite am Bauteil Richtung Bauteil umbiegen und löten. Zange nehmen und 
das lose Ende rausziehen (Schlaufe ist weg). Löten und abzwicken.

Keine Ahnung was daran so komplex ist, um da nicht selbst draufzukommen.

Das geht auch mit Widerständen ganz ähnlich. Transistoren halten von 
alleine oder sie sind groß genug, dass man sie - auch als Grobmotoriker 
- ohne Verletzungsgefahr halten kann.

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