Guten Morgen, ich habe ein, seit Jahren immer widerkehrendes Problem mit summenden Ladern in meinem Pelletofen. Dieser steht im Wohnbereich läuft im Winter 24h7t... und deshalb stören diese Geräusche. Bisher habe ich beim Tausch immer darauf gedachtet namhafte Hersteller zu verwenden (SKF, NMB) aber nach einer Heizperiode kann ich sicher wieder wechseln. Seltsamerweise summen die Lager der beiden Warmluftventilatoren öfter, fast jährlich wie die Lager des Abgasventilators, der auch viel mehr Hitze abbekommt. Diese habe ich gefühlt alle 5 Jahre ersetzt. Die Motorachsen der Warmluft stehen horizontal, die des Abgaslüfters vertikal. Hat jemand einen Tip? Keramiklager, ganz anderer Hersteller?
:
Bearbeitet durch User
Moin! Mach einfach vorsichtig die Deckscheiben der neuen Lager ab und wasche das Fett aus. Befülle die Lager mit Hochtemperaturfett.
Wenn die Temperatur wirklich das Problem ist, dann gibt es dafür schon lange Lösungen: https://www.skf.com/de/products/rolling-bearings/engineered-products/high-temperature-bearings-and-bearing-units Teilweise ist die Maximaldrehzahl begrenzt, also genau hinschauen.
Sind wirklich die Lager schuld, oder eine Unwucht des Lüfterrads, die die Lager schnell verschleißen lässt.
:
Bearbeitet durch User
Mittels Wellfederscheibe axiale Vorspannung auf die Kugellager aufbringen.
Thomas E. schrieb: > Mittels Wellfederscheibe axiale Vorspannung auf die Kugellager > aufbringen. Wenn das Axiallüfter sind, wirkt im Betrieb eine Kraft entgegengesetzt zum Luftstrom auf das Lüfterrad. Dadurch wird das Lager in axialer Richtung angedrückt.
Christian M. schrieb: > Hat jemand einen Tip? Keramiklager, ganz anderer Hersteller? Sitzt der/die Ventilator(en) auf Gummifüßen? Töne kommen häufig durch Resonanzen. Dagegen hilft nur mechanische Entkopplung. Dass Lager anfänglich sehr stramm laufen (und damit leiser sind) und im Betrieb etwas lockerer werden, ist durchaus normal und noch kein Grund für einen Tausch. Fühlst Du denn defekte in der Lauffläche beim Drehen? Wie lange läuft der Rotor nach beim Anschubsen? Wie klingt der Rotor dabei? Hat er auffällige Laufgeräusche?
Udo S. schrieb: > Thomas E. schrieb: >> Mittels Wellfederscheibe axiale Vorspannung auf die Kugellager >> aufbringen. > > Wenn das Axiallüfter sind, wirkt im Betrieb eine Kraft entgegengesetzt > zum Luftstrom auf das Lüfterrad. Dadurch wird das Lager in axialer > Richtung angedrückt. Für viele Standard-Rillenkugellager gibt es auch Schrägkugellager in gleicher Grösse
Es sind Radiallüfter von Papst, theoretisch laufen die fast ohne Belastung.
:
Bearbeitet durch User
Christian M. schrieb: > Es sind Radiallüfter von Papst, theoretisch laufen die fast ohne > Belastung. Was sagt denn das Datenblatt zu den relevanten Grössen, also auch db und Lebensdauer?
Solange das Kugellager keine Refrains von verbotenen Liedern summt (von Liebe in Franzoesisch), ist es unkritisch. ;) Ab einem gewissen Spiel durch Abnutzung kommt sowas. Nach zwei Jahren Dauerbetrieb waren bei mir diese Luefter am Vibrieren und Quietschen: https://agelektronik.de/raspberry-pi-4-5/10773-magnetgehause-fur-raspberry-pi-4-inkl-lufter.html
Kommt denn an die Lager Aschestaub? Das Problem der Pelletsasche sind Verglasungen. Ziemlich guter Schmirgel ist das. Dem Problem kann man nur mit konstruktiven Maßnahmen beikommen. Einer Schleuderscheibe. Zusatzfrage: Sind da Lager mit dem Zusatz RS oder Z drinnen (2RS, 2Z)? Falls Asche dort hinkommt, dann gilt: Eigentlich gehören da Lager mit dem Zusatz Z rein, das sind Dichtscheiben die nicht schleifen. Und wenn da schon die guten Paps-Lüfter drinnen sind, dann würde ich ganz einfach bei Papst anfragen, was sie empfehlen. Und zusätzlich würde ich mal eine tatsächliche Messung der Temperatur machen.
Dieter D. schrieb: > Solange das Kugellager keine Refrains von verbotenen Liedern summt (von > Liebe in Franzoesisch), ist es unkritisch. ;) Dir gehört der Marsch geblasen!
Nick schrieb: > ommt denn an die Lager Aschestaub? > Das Problem der Pelletsasche sind Verglasungen. Ziemlich guter Schmirgel > ist das. Der Abgasventilator läuft gefühlt 3-5 mal so länger bis Geräusche auftreten. Was versagt sind immer wieder einer der beiden Umluftventilatoren. Die werden im Betrieb vielleicht Handwarm. Liegt es daran das die Welle exakt horizontal liegt und die Schmiere dann aus den Rillen verschwindet? Die Achse ist leicht verspannt, weil oben einer Fragte. Idee, Keramiklager mit Metallring und Keramikkugeln?
Martin S. schrieb: > Töne kommen häufig durch Resonanzen. Dagegen hilft nur mechanische > Entkopplung. Mindestens genauso hilft es, die Resonanz nicht anzuregen, d.h. eine Drehzahl zu wählen, die außerhalb des kritischen Bereichs liegt. Gummifüße oder andere Schwingungsdämpfer helfen gegen die Übertragung der Schwingung, verhindern aber nicht die dadurch zusätzlich auftretende Lagerbelastung.
:
Bearbeitet durch User
Christian M. schrieb: > Die werden im Betrieb vielleicht Handwarm. Liegt es > daran das die Welle exakt horizontal liegt und die Schmiere dann aus den > Rillen verschwindet? Handwarm ist garantiert nicht zu heiß. Und horizontal ... dann würden Zillionen Wälzlager nicht funktionieren. Keramiklager nimmt man, wenn man die Reibung minimieren will oder mit extrem hohen Drehzahlen arbeitet. Man kann die Lebensdauer (im Sinne von Halbwertszeit) eines Wälzlagers berechnen. Die ist abhängig von der Last, der Drehzahl, der Temperatur und der Betriebsart (Stoßlast etc.). Ich hab die Unterlagen dazu schon ewig nicht mehr. Das lässt sich aber finden. Wurde denn beim ersten Wechsel exakt auf die Nachsetzkennzeichen (2RS, C3) des Lagers geachtet? Hat das erste (Auslieferungszustand) Lager länger gehalten? Ich würde mich echt an Papst wenden. Ist ja nicht das erste Mal, dass das Lager kaputt geht.
Nick schrieb: > Wurde denn beim ersten Wechsel exakt auf die Nachsetzkennzeichen (2RS, > C3) des Lagers geachtet? Hat das erste (Auslieferungszustand) Lager > länger gehalten? Nein leider habe ich da nicht drauf geachtet. 2RS waren es nicht aber Lagerluft "C3".... weis ich nicht mehr. Dachte unwichtig, da eh keine Last und wenns Spiel hat, egal. Werd mal bei den neuen Lagern nach "C3" suchen.
:
Bearbeitet durch User
Christian M. schrieb: > Der Abgasventilator läuft gefühlt 3-5 mal so länger bis Geräusche > auftreten. Ist da tatsächlich ein Lüfter im Abgas? Ich kenne das eigentlich nur als Gebläseofen. Sprich der Abgasstrang hat Überdruck und kein Unterdruck und das Gebläse sitzt in der Verbrennungszuluft. Es wäre ja mal interessant ob die Lager wirklich verschlissen sind, oder nur etwas leichter laufen als neu und deshalb irgendwelche Schwingungen nicht mehr so stark bedämpfen. Laufen die Lüfter auf Nenndrehzahl oder langsamer? Ist das eine Drehzahl, die Papst für diese Lüfter spezifiziert oder eine Drehzahl, bei der der Lüfterkäfig evt. in eine Eigenresonanz kommt?
Christian M. schrieb: > Es sind Radiallüfter von Papst, Zum Glück stellen die nur ein einziges Modell her...
Christian M. schrieb: > Werd mal bei den neuen Lagern nach "C3" > suchen. NeinNein! Das C3 war einfach nur ein Beispiel, keine Empfehlung! C3 nimmt man, wenn man zwei Festlager mit Abstand dazwischen hat und sich die Welle ausdehnt. Üblich ist C2. Das gibt man auch nicht an und steht auch nicht drauf.
Nick schrieb: > Falls Asche dort hinkommt, dann gilt: Eigentlich gehören da Lager mit > dem Zusatz Z rein, das sind Dichtscheiben die nicht schleifen. es ist grad anders herum. Die Z sind mit Deckscheiben mit Ringspalt am Innenring. Die RS mit Dichtscheiben.
Armin X. schrieb: > Nick schrieb: >> Falls Asche dort hinkommt, dann gilt: Eigentlich gehören da Lager mit >> dem Zusatz Z rein, das sind Dichtscheiben die nicht schleifen. > > es ist grad anders herum. > Die Z sind mit Deckscheiben mit Ringspalt am Innenring. > Die RS mit Dichtscheiben. Da kommt aber keine Asche rein. Christian hat doch geschrieben es sind die Warmluftventilatoren. Die dienen dazu den Konvektionsanteil des Ofens zu erhöhen. Aber Christian hat eh keine Lust mehr auf den Thread. Er hat mehrere Rückfragen unbeantwortet gelassen und sich schon geraume Zeit nicht mehr gemeldet.
Bei größeren Motoren gibt es den Effekt der "Lagerströme", die das Lager kaputt machen. https://www.topmotors.ch/sites/default/files/2021-09/D_MB_31_Lagerstroeme.pdf Eher bei Umrichterbetrieb und bei Unsymmetrien. Die Standardlösung ist meist ein Lager zu isolieren. Kann ich mir in der genannten Anwendung nicht richtig vorstellen. Q: Werden die Motoren von einem kleinen Umrichter (variable Drehzahl) gespeist, oder fixe Drehzahl mit Kondensator?
Giovanni schrieb: > > Q: Werden die Motoren von einem kleinen Umrichter (variable Drehzahl) > gespeist, oder fixe Drehzahl mit Kondensator? In solchen Anwendungen sind das üblicherweise EC Motoren. Da können Streuströme eigentlich nicht auftreten.
Christian M. schrieb: > Guten Morgen, ich habe ein, seit Jahren immer widerkehrendes Problem mit > summenden Ladern in meinem Pelletofen. Wie hoch sind denn die Summen? duck und weg
:
Bearbeitet durch User
Udo S. schrieb: > Da kommt aber keine Asche rein. Christian hat doch geschrieben es sind > die Warmluftventilatoren. Das bedeutet nicht, dass da keine Asche hinkommt. 100%ig dicht ist so ein Ofen nie. Aber man kann es an den Lagern und dem Lüfter sehen, was da tatsächlich umgewälzt wird und unerwünscht ablagert.
Der beste Marker für einen Kommentar, den man nicht hätte schreiben sollen, ist > duck und weg und kommt direkt nach > SCNR
Nick schrieb: > Das bedeutet nicht, dass da keine Asche hinkommt. 100%ig dicht ist so > ein Ofen nie. Es ist ein Pelletsofen mit Zuluftgebläse. Wenn der undicht wäre, würde deutlich mehr Rauchgase als Asche in den Wohnraum kommen. Etwas Asche gibts da nur wenn die Asche geleert wird. Durch die Umluftlüfter, um die es geht, kommt deutlich mehr Hausstaub als Asche.
Udo S. schrieb: > Wenn der undicht wäre, würde > deutlich mehr Rauchgase als Asche in den Wohnraum kommen. Du scheinst ja genau zu wissen, wo der Ofen undicht ist und welcher Ofen es ist. Da muss ich leider passen, allwissend bin ich nicht.
Nick schrieb: > Du scheinst ja genau zu wissen, wo der Ofen undicht ist und welcher Ofen > es ist. Nein, ich habe seit über 30 Jahren Erfahrung mit Holzöfen. Und bin in der Lage verstehend zu lesen. Steht eigentlich alles im ersten Beitrag.
Bekannter hat auch einen Pelletofen. Nur steht dieser im Keller und daher stört das mit dem Lautwerden der Ventillatoren nicht. Daher geht nach ein paar Jahren der Ventillator defekt und er sitzt im Kalten. Weil nach Murphy passiert das nicht in der Übergangszeit (April/Mai), wo es wieder wärmer wird oder im Sommer.
Unsere Lüftungsanlage enthält zwei EBM Papst G3G160 die jetzt seit 12 Jahren ununterbrochen laufen (gleitend geregelt in Abhängigkeit vom CO2 Gehalt der Abluft). Da muß doch etwas anderes im System "faul" sein?
Beitrag #8035250 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #8036180 wurde von einem Moderator gelöscht.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.