Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Summende Kugellager in Ventilatoren.


von Christian M. (likeme)


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Guten Morgen, ich habe ein, seit Jahren immer widerkehrendes Problem mit 
summenden Ladern in meinem Pelletofen. Dieser steht im Wohnbereich läuft 
im Winter 24h7t... und deshalb stören diese Geräusche. Bisher habe ich 
beim Tausch immer darauf gedachtet namhafte Hersteller zu verwenden 
(SKF, NMB) aber nach einer Heizperiode kann ich sicher wieder wechseln. 
Seltsamerweise summen die Lager der beiden Warmluftventilatoren öfter, 
fast jährlich wie die Lager des Abgasventilators, der auch viel mehr 
Hitze abbekommt. Diese habe ich gefühlt alle 5 Jahre ersetzt. Die 
Motorachsen der Warmluft stehen horizontal, die des Abgaslüfters 
vertikal. Hat jemand einen Tip? Keramiklager, ganz anderer Hersteller?

: Bearbeitet durch User
von Gustav (ne-555)


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Moin!
Mach einfach vorsichtig die Deckscheiben der neuen Lager ab und wasche 
das Fett aus. Befülle die Lager mit Hochtemperaturfett.

von Nick (b620ys)


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Wenn die Temperatur wirklich das Problem ist, dann gibt es dafür schon 
lange Lösungen:
https://www.skf.com/de/products/rolling-bearings/engineered-products/high-temperature-bearings-and-bearing-units

Teilweise ist die Maximaldrehzahl begrenzt, also genau hinschauen.

von Udo S. (urschmitt)


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Sind wirklich die Lager schuld, oder eine Unwucht des Lüfterrads, die 
die Lager schnell verschleißen lässt.

: Bearbeitet durch User
von Thomas E. (tmomas)


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Mittels Wellfederscheibe axiale Vorspannung auf die Kugellager 
aufbringen.

von Udo S. (urschmitt)


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Thomas E. schrieb:
> Mittels Wellfederscheibe axiale Vorspannung auf die Kugellager
> aufbringen.

Wenn das Axiallüfter sind, wirkt im Betrieb eine Kraft entgegengesetzt 
zum Luftstrom auf das Lüfterrad. Dadurch wird das Lager in axialer 
Richtung angedrückt.

von Martin S. (sirnails)


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Christian M. schrieb:
> Hat jemand einen Tip? Keramiklager, ganz anderer Hersteller?

Sitzt der/die Ventilator(en) auf Gummifüßen? Töne kommen häufig durch 
Resonanzen. Dagegen hilft nur mechanische Entkopplung. Dass Lager 
anfänglich sehr stramm laufen (und damit leiser sind) und im Betrieb 
etwas lockerer werden, ist durchaus normal und noch kein Grund für einen 
Tausch. Fühlst Du denn defekte in der Lauffläche beim Drehen? Wie lange 
läuft der Rotor nach beim Anschubsen? Wie klingt der Rotor dabei? Hat er 
auffällige Laufgeräusche?

von Stephan S. (uxdx)


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Udo S. schrieb:
> Thomas E. schrieb:
>> Mittels Wellfederscheibe axiale Vorspannung auf die Kugellager
>> aufbringen.
>
> Wenn das Axiallüfter sind, wirkt im Betrieb eine Kraft entgegengesetzt
> zum Luftstrom auf das Lüfterrad. Dadurch wird das Lager in axialer
> Richtung angedrückt.

Für viele Standard-Rillenkugellager gibt es auch Schrägkugellager in 
gleicher Grösse

von Christian M. (likeme)


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Es sind Radiallüfter von Papst, theoretisch laufen die fast ohne 
Belastung.

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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Christian M. schrieb:
> Es sind Radiallüfter von Papst, theoretisch laufen die fast ohne
> Belastung.

Was sagt denn das Datenblatt zu den relevanten Grössen, also auch db und 
Lebensdauer?

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Solange das Kugellager keine Refrains von verbotenen Liedern summt (von 
Liebe in Franzoesisch), ist es unkritisch. ;)

Ab einem gewissen Spiel durch Abnutzung kommt sowas. Nach zwei Jahren 
Dauerbetrieb waren bei mir diese Luefter am Vibrieren und Quietschen:
https://agelektronik.de/raspberry-pi-4-5/10773-magnetgehause-fur-raspberry-pi-4-inkl-lufter.html

von Nick (b620ys)


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Kommt denn an die Lager Aschestaub?
Das Problem der Pelletsasche sind Verglasungen. Ziemlich guter Schmirgel 
ist das.
Dem Problem kann man nur mit konstruktiven Maßnahmen beikommen. Einer 
Schleuderscheibe.

Zusatzfrage: Sind da Lager mit dem Zusatz RS oder Z drinnen (2RS, 2Z)? 
Falls Asche dort hinkommt, dann gilt: Eigentlich gehören da Lager mit 
dem Zusatz Z rein, das sind Dichtscheiben die nicht schleifen.

Und wenn da schon die guten Paps-Lüfter drinnen sind, dann würde ich 
ganz einfach bei Papst anfragen, was sie empfehlen.

Und zusätzlich würde ich mal eine tatsächliche Messung der Temperatur 
machen.

von Mani W. (e-doc)


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Dieter D. schrieb:
> Solange das Kugellager keine Refrains von verbotenen Liedern summt (von
> Liebe in Franzoesisch), ist es unkritisch. ;)

Dir gehört der Marsch geblasen!

von Christian M. (likeme)


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Nick schrieb:
> ommt denn an die Lager Aschestaub?
> Das Problem der Pelletsasche sind Verglasungen. Ziemlich guter Schmirgel
> ist das.

Der Abgasventilator läuft gefühlt 3-5 mal so länger bis Geräusche 
auftreten. Was versagt sind immer wieder einer der beiden 
Umluftventilatoren. Die werden im Betrieb vielleicht Handwarm. Liegt es 
daran das die Welle exakt horizontal liegt und die Schmiere dann aus den 
Rillen verschwindet? Die Achse ist leicht verspannt, weil oben einer 
Fragte.

Idee, Keramiklager mit Metallring und Keramikkugeln?

von Rainer W. (rawi)


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Martin S. schrieb:
> Töne kommen häufig durch Resonanzen. Dagegen hilft nur mechanische
> Entkopplung.

Mindestens genauso hilft es, die Resonanz nicht anzuregen, d.h. eine 
Drehzahl zu wählen, die außerhalb des kritischen Bereichs liegt.

Gummifüße oder andere Schwingungsdämpfer helfen gegen die Übertragung 
der Schwingung, verhindern aber nicht die dadurch zusätzlich auftretende 
Lagerbelastung.

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Christian M. schrieb:
> Die werden im Betrieb vielleicht Handwarm. Liegt es
> daran das die Welle exakt horizontal liegt und die Schmiere dann aus den
> Rillen verschwindet?

Handwarm ist garantiert nicht zu heiß. Und horizontal ... dann würden 
Zillionen Wälzlager nicht funktionieren.

Keramiklager nimmt man, wenn man die Reibung minimieren will oder mit 
extrem hohen Drehzahlen arbeitet.

Man kann die Lebensdauer (im Sinne von Halbwertszeit) eines Wälzlagers 
berechnen. Die ist abhängig von der Last, der Drehzahl, der Temperatur 
und der Betriebsart (Stoßlast etc.). Ich hab die Unterlagen dazu schon 
ewig nicht mehr. Das lässt sich aber finden.

Wurde denn beim ersten Wechsel exakt auf die Nachsetzkennzeichen (2RS, 
C3) des Lagers geachtet? Hat das erste (Auslieferungszustand) Lager 
länger gehalten?

Ich würde mich echt an Papst wenden. Ist ja nicht das erste Mal, dass 
das Lager kaputt geht.

von Christian M. (likeme)


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Nick schrieb:
> Wurde denn beim ersten Wechsel exakt auf die Nachsetzkennzeichen (2RS,
> C3) des Lagers geachtet? Hat das erste (Auslieferungszustand) Lager
> länger gehalten?

Nein leider habe ich da nicht drauf geachtet. 2RS waren es nicht aber 
Lagerluft "C3".... weis ich nicht mehr. Dachte unwichtig, da eh keine 
Last und wenns Spiel hat, egal. Werd mal bei den neuen Lagern nach "C3" 
suchen.

: Bearbeitet durch User
von Udo S. (urschmitt)


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Christian M. schrieb:
> Der Abgasventilator läuft gefühlt 3-5 mal so länger bis Geräusche
> auftreten.

Ist da tatsächlich ein Lüfter im Abgas? Ich kenne das eigentlich nur als 
Gebläseofen. Sprich der Abgasstrang hat Überdruck und kein Unterdruck 
und das Gebläse sitzt in der Verbrennungszuluft.

Es wäre ja mal interessant ob die Lager wirklich verschlissen sind, oder 
nur etwas leichter laufen als neu und deshalb irgendwelche Schwingungen 
nicht mehr so stark bedämpfen.
Laufen die Lüfter auf Nenndrehzahl oder langsamer? Ist das eine 
Drehzahl, die Papst für diese Lüfter spezifiziert oder eine Drehzahl, 
bei der der Lüfterkäfig evt. in eine Eigenresonanz kommt?

von H. H. (hhinz)


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Christian M. schrieb:
> Es sind Radiallüfter von Papst,

Zum Glück stellen die nur ein einziges Modell her...

von Nick (b620ys)


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Christian M. schrieb:
> Werd mal bei den neuen Lagern nach "C3"
> suchen.

NeinNein! Das C3 war einfach nur ein Beispiel, keine Empfehlung!
C3 nimmt man, wenn man zwei Festlager mit Abstand dazwischen hat und 
sich die Welle ausdehnt. Üblich ist C2. Das gibt man auch nicht an und 
steht auch nicht drauf.

von Armin X. (werweiswas)


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Nick schrieb:
> Falls Asche dort hinkommt, dann gilt: Eigentlich gehören da Lager mit
> dem Zusatz Z rein, das sind Dichtscheiben die nicht schleifen.

es ist grad anders herum.
Die Z sind mit Deckscheiben mit Ringspalt am Innenring.
Die RS mit Dichtscheiben.

von Nick (b620ys)


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Armin X. schrieb:
> Die RS mit Dichtscheiben.

Das sind schleifende Dichtungen.

von Udo S. (urschmitt)


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Armin X. schrieb:
> Nick schrieb:
>> Falls Asche dort hinkommt, dann gilt: Eigentlich gehören da Lager mit
>> dem Zusatz Z rein, das sind Dichtscheiben die nicht schleifen.
>
> es ist grad anders herum.
> Die Z sind mit Deckscheiben mit Ringspalt am Innenring.
> Die RS mit Dichtscheiben.

Da kommt aber keine Asche rein. Christian hat doch geschrieben es sind 
die Warmluftventilatoren. Die dienen dazu den Konvektionsanteil des 
Ofens zu erhöhen.

Aber Christian hat eh keine Lust mehr auf den Thread. Er hat mehrere 
Rückfragen unbeantwortet gelassen und sich schon geraume Zeit nicht mehr 
gemeldet.

von Giovanni (sqrt_minus_eins)


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Bei größeren Motoren gibt es den Effekt der "Lagerströme", die das Lager 
kaputt machen.
https://www.topmotors.ch/sites/default/files/2021-09/D_MB_31_Lagerstroeme.pdf

Eher bei Umrichterbetrieb und bei Unsymmetrien. Die Standardlösung ist 
meist ein Lager zu isolieren.
Kann ich mir in der genannten Anwendung nicht richtig vorstellen.

Q: Werden die Motoren von einem kleinen Umrichter (variable Drehzahl) 
gespeist, oder fixe Drehzahl mit Kondensator?

von Thomas (mercury3)


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Giovanni schrieb:
>
> Q: Werden die Motoren von einem kleinen Umrichter (variable Drehzahl)
> gespeist, oder fixe Drehzahl mit Kondensator?

In solchen Anwendungen sind das üblicherweise EC Motoren. Da können 
Streuströme eigentlich nicht auftreten.

von Gerald B. (gerald_b)


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Christian M. schrieb:
> Guten Morgen, ich habe ein, seit Jahren immer widerkehrendes Problem mit
> summenden Ladern in meinem Pelletofen.

Wie hoch sind denn die Summen?

duck und weg

: Bearbeitet durch User
von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Da kommt aber keine Asche rein. Christian hat doch geschrieben es sind
> die Warmluftventilatoren.

Das bedeutet nicht, dass da keine Asche hinkommt. 100%ig dicht ist so 
ein Ofen nie. Aber man kann es an den Lagern und dem Lüfter sehen, was 
da tatsächlich umgewälzt wird und unerwünscht ablagert.

von Martin S. (sirnails)


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Der beste Marker für einen Kommentar, den man nicht hätte schreiben 
sollen, ist

> duck und weg

und kommt direkt nach

> SCNR

von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Das bedeutet nicht, dass da keine Asche hinkommt. 100%ig dicht ist so
> ein Ofen nie.

Es ist ein Pelletsofen mit Zuluftgebläse. Wenn der undicht wäre, würde 
deutlich mehr Rauchgase als Asche in den Wohnraum kommen.
Etwas Asche gibts da nur wenn die Asche geleert wird.
Durch die Umluftlüfter, um die es geht, kommt deutlich mehr Hausstaub 
als Asche.

von Nick (b620ys)


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Udo S. schrieb:
> Wenn der undicht wäre, würde
> deutlich mehr Rauchgase als Asche in den Wohnraum kommen.

Du scheinst ja genau zu wissen, wo der Ofen undicht ist und welcher Ofen 
es ist.
Da muss ich leider passen, allwissend bin ich nicht.

von Udo S. (urschmitt)


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Nick schrieb:
> Du scheinst ja genau zu wissen, wo der Ofen undicht ist und welcher Ofen
> es ist.

Nein, ich habe seit über 30 Jahren Erfahrung mit Holzöfen.
Und bin in der Lage verstehend zu lesen. Steht eigentlich alles im 
ersten Beitrag.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Bekannter hat auch einen Pelletofen. Nur steht dieser im Keller und 
daher stört das mit dem Lautwerden der Ventillatoren nicht. Daher geht 
nach ein paar Jahren der Ventillator defekt und er sitzt im Kalten. Weil 
nach Murphy passiert das nicht in der Übergangszeit (April/Mai), wo es 
wieder wärmer wird oder im Sommer.

von Thomas (mercury3)


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Unsere Lüftungsanlage enthält zwei EBM Papst G3G160 die jetzt seit 12 
Jahren ununterbrochen laufen (gleitend geregelt in Abhängigkeit vom CO2 
Gehalt der Abluft). Da muß doch etwas anderes im System "faul" sein?

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