Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mikrowelle reparieren?


von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Hi

Ich habe gerade eine "Männer-Mikrowelle" (nur je ein Knopf für Leistung 
und Zeit :)) bekommen.

Oberwärme und Licht soll funktionieren, µW nicht.
Ich will mir mal Kondensator und Gleichrichter ansehen.
Mit welcher Flußspannung habe ich beim Gleichrichter so zu rechnen?

von Christian M. (likeme)


Lesenswert?

> Mit welcher Flußspannung habe ich beim Gleichrichter so zu rechnen?
5...10V würde ich mal sagen

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Ich habe gerade eine "Männer-Mikrowelle" (nur je ein Knopf für Leistung
> und Zeit :)) bekommen.

https://youtu.be/E4ed8SJfOzA?t=198


> Oberwärme und Licht soll funktionieren, µW nicht.
> Ich will mir mal Kondensator und Gleichrichter ansehen.
> Mit welcher Flußspannung habe ich beim Gleichrichter so zu rechnen?

Durchaus über 10V.

von Michael M. (Gast)


Lesenswert?

Schau Dir die HV Sicherung zwischen HV Trafo und Magnetron an.
Vorausgesetzt HV-Trafo und Magnetron sind noch heil, löst die manchmal 
aus wenn man etwas nicht MW geeignetes reinstellt.

Der Spannungsverdopplungskondensator ist annähernd unkaputtbar und auch 
defekte HV Dioden habe ich bei MW nie gesehen.
Eher ist es die HV Wicklung des Trafos, aber das dann oft mit 
Rauchzeichen.

von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

Christian M. schrieb:
>> Mit welcher Flußspannung habe ich beim Gleichrichter so zu rechnen?
> 5...10V würde ich mal sagen

Dazu müßtest du wissen, welcher Typ verbaut wurde. ich habe mal bei TME 
geguckt, was so zwischen 10-20 kV gängig ist. Die DDxxx Typen von Diotec 
werden im DB lapidar mit Vf kleiner 40V angegeben.
https://www.tme.eu/de/katalog/dioden_112141/?onlyInStock=1&params=10:1436576;224:1635875,1497032,1548915,1635878,2097814

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Michael K. schrieb:
> Der Spannungsverdopplungskondensator ist annähernd unkaputtbar

In einer früheren Firma schwächelten einige Küchen-µW oder gingen gar 
nicht mehr. Dort war es jedesmal der Kondensator.
Deshalb meine Vermutung hier.

von Dergute W. (derguteweka)


Lesenswert?

Moin,

An meiner war's mal ein schlecht gecrimpter Steckverbinder fuer die 
Heizung/Kathode. Konnte man schoen (aus der Distanz) sehen, dass die 
Anodenspannung da war, aber in der Hoehe konstant blieb. Ist alles OK, 
sinkt die Anodenspannung nach ein paar Sekunden etwas ab, wenn die 
Kathode auf Temperatur ist.

Gruss
WK

von Michael M. (Gast)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Dort war es jedesmal der Kondensator.

Das sind selbstheilende PP oder Papier Folienkondensatoren in Isolieröl.
Robuster kann man Kondensatoren fast nicht mehr bauen.

Aber nur weil ich sowas nie in Gastro MW gesehen habe, mag es bei stark 
frequentiertem Consumer Krams so minderwertige Modelle geben.

Versuch dein Glück.
Die Kapazität ist ja schnell gemessen.
Viel ist ja nicht dran an so einer MW.

Ach ja, ich habe Magnetrone gesehen deren Heizwicklung defekt war.
Sollte im 1-2 stelligen Ohm Bereich liegen, wenn die okay sind.
HV geht dann böse nach oben, weil das Streufeldtrafos sind die zugleich 
die Leistungsbegrenzung machen.

von Keks F. (keksliebhaber)


Lesenswert?

Meine ist über 20 Jahre alt und brummt ohne zu heizen. Ich gehe auch von 
einem kaputten Kondensator aus. Liegt jetzt seit ein paar Jahren im 
Keller, finde die zum Wegschmeißen zu schade, weil neue Geräte wohl 
bescheiden sein sollen. Ob das stimmt.

von 🍅🍅 🍅. (tomate)


Lesenswert?

Folienkondensator brennt dir wegen Überschlag nach und nach die 
Metallisierung weg, bis Kondensator null Kapazität hat

von Michael M. (Gast)


Lesenswert?

🍅🍅 🍅. schrieb:
> brennt dir wegen Überschlag nach und nach die
> Metallisierung weg

Die Theorie wie ein Folienkondensator seine Kapazität verliert ist mir 
wohlbekannt.
Ich habe sowas in Motoranlaufkondensatoren gesehen, aber noch nie in 
einer MW.
Dafür habe ich etliche kaputte Magnetrone, Trafo HV Wicklungen und in 
Consumer MW def HV Sicherungen gesehen.
Nie eine def. HV Diode oder einen Kondensator mit dramatisch gesunkener 
Kapazität.
Glaube ich auch erst wenn ich es sehe.

Die Betriebszeit eines MW Kondensators ist verschwindend gering 
gegenüber einem Motor der fast 24/7 läuft.
Ich denke da wird oft reflexartig auf den Kondensator geschlossen, ohne 
je den Beweis durch Messung und Reparatur erbracht zu haben.

Ein sterbender MW Kondensator würde zu einem schleichenden 
Leistungsverlust führen, nicht zu einem abrupten Ende.
Wenn man seine Funktion versteht ist das offensichtlich.

von Oliver S. (oliverso)


Lesenswert?

Keks F. schrieb:
> Liegt jetzt seit ein paar Jahren im
> Keller, finde die zum Wegschmeißen zu schade, weil neue Geräte wohl
> bescheiden sein sollen. Ob das stimmt.

Ob eine neue besser ist als eine kaputte alte im Keller, ist dann doch 
nicht nur Ansichtssache.

Oliver

von Harald A. (embedded)


Lesenswert?

Windungsschluss im Trafo hatte ich auch schon, Sicherung hatte 
ausgelöst.

Bei über 3000 Beiträgen wirst Du es vermutlich wissen, aber nur zur 
Vorsicht oder für spätere Leser:
Abgesehen von den normalen 230V Risiken hat der Kondensator auch nach 
dem Ziehen des Netzsteckers noch eine potentiell tödliche Restladung 
parat. Also stets sicher entladen und messen!

Schönes Messgerät für derlei Analysen:
https://de.aliexpress.com/item/1005007590442812.html

- schonende Entladung Kondensator
- Diode Test Durchlassrichtung
- Diode Test Sperrrichtung
- Kondensator Test Durchschlag/Isolation
Die Spannung beim Test darf natürlich nicht höher sein als die 
Nennspannung der Diode/des Kondensators

: Bearbeitet durch User
von Vanye R. (vanye_rijan)


Lesenswert?

> An meiner war's mal ein schlecht gecrimpter Steckverbinder fuer die
> Heizung/Kathode.

Bei Panasonic hatte ich es nach 10Jahren problemlosen Betrieb das der 
6.3mm Steckverbinder zwar noch richtig gecrimpt war, aber die 
eigentlichen Halteoesen den den Steckverbinder auf dem Gegenstecker 
halten hatten sich gelockert. ETwas nachbiegen und weitere 10Jahre 
Betrieb waren machbar.

Vanye

von Michael M. (Gast)


Lesenswert?

Harald A. schrieb:
> hat der Kondensator auch nach
> dem Ziehen des Netzsteckers noch eine potentiell tödliche Restladung

Die haben intern verbaute Entladewiderstände.
Einfach ein paar Minuten warten, wenn man ganz sicher sein will.

Ansonsten aber: Das sind bei Betrieb (Magnetron geheizt und Volllast) 
ca. 2,5KV in der Spitze. Im leerlauf werden das auch gerne 6KV.
Das Magnetron wirkt wie eine riesige Z-Diode, wenn es erst warm ist.
Der Streufeldtrafo begrenzt die Leistung. Der Kondensator wird in der 
einen Halbwelle geladen, in der zweiten wird seine Spannung aufaddiert 
und ans Magnetron gegeben.
Das macht mach u.A. weil HV Trafos schon bei halber Magnetron Spannung 
nicht ganz einfach zu bauen sind.

Alles daran ist absolut tödlich.
Glück wäre, nur schwerste Verbrennungen mit bleibenden Nervenschäden zu 
haben.

Ich rate davon ab das man da planlos drin rumstochert, aber ich rate 
auch davon ab beim Fensterputzen im 6ten Stock auf dem Fensterbrett zu 
balancieren um die letzte Ecke zu erwischen.
Manchen Menschen möchten eben beim Darwin Award auf die vorderen Plätze, 
da mag ich nicht im Wege stehen.

von Thomas (mercury3)


Lesenswert?

In 90% aller Fälle im RC waren das defekte Schutzschaltungen, meist 
einer der Türschalter.

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Die Hochspannung ist gefährlich, ok.
Aber was noch nicht erwähnt wurde: Was ist mit der µW-Strahlung?
Ist die sicher auf den Garraum beschränkt, oder sollte man es tunlichst 
vermeiden, die µW bei offenem Gehäuse einzuschalten?

von Thomas (mercury3)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Die Hochspannung ist gefährlich, ok.
> Aber was noch nicht erwähnt wurde: Was ist mit der µW-Strahlung?
> Ist die sicher auf den Garraum beschränkt, oder sollte man es tunlichst
> vermeiden, die µW bei offenem Gehäuse einzuschalten?

Die ist sicher auf den Garraum beschränkt. Wenn der offen sein sollte 
(mit überbrückten Sicherheitsschaltungen): Nicht reingucken ist oberste 
Devise! Alles andere wird auch gern übertrieben dargestellt. BTDT

Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille 
aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW 
Antenne arbeiten müssen.

: Bearbeitet durch User
von Michael M. (Gast)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Was ist mit der µW-Strahlung?

Im Wesentlichen auf den Garraum beschränkt.
Da Metall nur HF reflektiert und der Deckel fette Lüftungsschlitze hat, 
ist der Deckel eh keine wirksame Abschirmung für HF

Thomas schrieb:
> Alles andere wird auch gern übertrieben dargestellt
Wenns plötzlich unscharf und dunkel wird, hat man  gerade festgestellt 
das die Linse im Auge keinen Blutkreislauf hat und daher schnell und 
massiv überhitzt.
Aber was solls, man kann sich ja auch durch Leben tasten.

Bei 600+X Watt reicht es ein paar Prozent davon zu erhaschen.
Also: Thomas darf oder sollte seine Tipps gerne ausprobieren, die, die 
Sehkraft eigentlich ganz hilfreich finden, sollte das lieber lassen.

von Thomas (mercury3)


Lesenswert?

Michael K. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Was ist mit der µW-Strahlung?
>
> Im Wesentlichen auf den Garraum beschränkt.
> Da Metall nur HF reflektiert und der Deckel fette Lüftungsschlitze hat,
> ist der Deckel eh keine wirksame Abschirmung für HF
>
> Thomas schrieb:
>> Alles andere wird auch gern übertrieben dargestellt
> Wenns plötzlich unscharf und dunkel wird, hat man  gerade festgestellt
> das die Linse im Auge keinen Blutkreislauf hat und daher schnell und
> massiv überhitzt.
> Aber was solls, man kann sich ja auch durch Leben tasten.
>
> Bei 600+X Watt reicht es ein paar Prozent davon zu erhaschen.
> Also: Thomas darf oder sollte seine Tipps gerne ausprobieren, die, die
> Sehkraft eigentlich ganz hilfreich finden, sollte das lieber lassen.

Erstens habe ich das selbst des öfteren machen müssen (mit der Brille).
Zweitens erfreue ich mich bester Sehkraft.
Drittens habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen.
Viertens ist diese Wellenlänge von Natur aus gerichtet. Wer hinter dem 
Gerät steht hat selbst bei offener Tür nichts zu befürchten.

Aber bitte gern immer wieder Schauermärchen erzählen. Jeder wie er mag.

von Peter N. (alv)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Gestern hatte ich Gelegenheit, einen Blick in die µW zu werfen.

Freundlicherweise klebt ein Schaltplan drin. :)

Aber zuerst:
Grill - 1min auf niedrigster Stufe - wurde warm.
µW - 5 5min auf höchster Leistung - das Glas Wasser im Garraum zeigte 
sich unbeeindruckt.
Also stimmt die Fehlerbeschreibung.

Das Innenleben der µW überraschte mich etwas:
Der Trafo war nur halb so groß, wie gewohnt, dafür war der Kondensator 
doppelt so groß...

Die HV-Sicherung (5kV/0,7A) ist ok.
Magnetron-Heizung, Primärseite und Magnetron-Heizung des Trafos hat 
Durchgang. Sekundärseite des Trafos hat ca. 150 Ohm.

Die HV-Diode beginnt bei ca. 8,5V zu leiten.

Nur mit dem Kondensator komme ich nicht klar:
Er hat laut Aufschrift 1µF/2100V AC, parallel 10M Ohm.

Gemessen mit Multimeter:
2G Ohm Messbereich - Überlauf
1 nF Messbereich - 0 nF

Das deutet doch auf eine interne Unterbrechung hin?


Thomas schrieb:
> Erstens habe ich das selbst des öfteren machen müssen (mit der Brille).

Dazu mal eine Frage:
Wenn ich durch das Lochblech der Tür einer arbeitenden µW sehe, verspüre 
ich einen leichten brennenden Druck in den Augen. Desgleichen bei 
UV-Licht (Epromlöscher).
Ist das echt, oder nur Einbildung?

von Dergute W. (derguteweka)


Lesenswert?

Moin,

Vielleicht solltest du einfach keine Mikrowellenoefen versuchen zu 
reparieren.
Und weder in laufende Mikrowellenoefen noch Epromloescher reinglotzen.

scnr,
WK

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Nur mit dem Kondensator komme ich nicht klar:
> Er hat laut Aufschrift 1µF/2100V AC, parallel 10M Ohm.
>
> Gemessen mit Multimeter:
> 2G Ohm Messbereich - Überlauf
> 1 nF Messbereich - 0 nF
>
> Das deutet doch auf eine interne Unterbrechung hin?

Ja.

von Harald K. (kirnbichler)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Wenn ich durch das Lochblech der Tür einer arbeitenden µW sehe, verspüre
> ich einen leichten brennenden Druck in den Augen. Desgleichen bei
> UV-Licht (Epromlöscher).

Beides könnte der dezente Hinweis darauf sein, daß spätestens jetzt der 
Moment gekommen ist, damit aufzuhören.

Beitrag #8033672 wurde vom Autor gelöscht.
von Andre M. (andre1597)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Michael K. schrieb:
> Der Spannungsverdopplungskondensator ist annähernd unkaputtbar und auch
> defekte HV Dioden habe ich bei MW nie gesehen.
> Eher ist es die HV Wicklung des Trafos, aber das dann oft mit
> Rauchzeichen.

Bei meiner wars zuletzt (defekt letztes Jahr) der Kondensator kompletter 
Durchgang. Die Dioden, die HVR war mit der Gehäusemasse verbunden habse 
mit 12 V / 1,2 A getestet, geht noch. Die 2X062H, bei der passiert 
nichts, die war parallel mit dem Kondensator verbunden (an beiden 
Anschlüssen), ne Spannungs - Schutzdiode vielleicht? Das Schaltzeichen 
sagt mir nichts.. MW war schon BJ 1997, Reparatur lohnt da ehr nicht, 
Neukauf.. hat aber sehr lang gehalten, die neue von LG mit "Smart 
Inverter" wird wohl keine 20 Jahre schaffen. Das schwerste war der MW 
Trafo, ca. 5 KG. Der war wohl auch noch ok.

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Andre M. schrieb:
> Die 2X062H, bei der passiert
> nichts, die war parallel mit dem Kondensator verbunden (an beiden
> Anschlüssen), ne Spannungs - Schutzdiode vielleicht?

Ja, Z-Diode und normale Diode antiseriell.

von Andre M. (andre1597)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Ja, Z-Diode und normale Diode antiseriell.

aha, danke für die Info :)

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Ja, Z-Diode und normale Diode antiseriell.

Wobei das Schaltzeichen für Z-Diode nicht korrekt ist.

Laut dem Aufdruck ist es nur eine große und eine kleine Diode 
antiseriell.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Ja, Z-Diode und normale Diode antiseriell.
>
> Wobei das Schaltzeichen für Z-Diode nicht korrekt ist.
>
> Laut dem Aufdruck ist es nur eine große und eine kleine Diode
> antiseriell.

Wirst du Sanken dafür bestrafen?

von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Thomas schrieb:
> Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille
> aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW
> Antenne arbeiten müssen.

Mit einem ungeerdeten Drahtgeflecht wie ein Teesieb!

Ausführung BH...

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Thomas schrieb:
>> Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille
>> aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW
>> Antenne arbeiten müssen.
>
> Mit einem ungeerdeten Drahtgeflecht wie ein Teesieb!
>
> Ausführung BH...

Ja, so sieht die Schutzkleidung für den Bereich eben aus.

Ich hab noch meine für das Betreten von Umrichterhallen im laufenden 
Betrieb. Die unfasst weit mehr als die Augen.

von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Interessant, kannte ich nicht...

von Gerald B. (gerald_b)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
>> Mit einem ungeerdeten Drahtgeflecht wie ein Teesieb!
>>
>> Ausführung BH...
>
> Ja, so sieht die Schutzkleidung für den Bereich eben aus.
>
> Ich hab noch meine für das Betreten von Umrichterhallen im laufenden
> Betrieb. Die unfasst weit mehr als die Augen.

 Ich hätte, wie beim Fechten, so einen Drahtkorb für den Kopf, erwartet. 
Nicht nur die Augen, auch die grauen Zellen könnten Schaden nehmen :P

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Gerald B. schrieb:
> Ich hätte, wie beim Fechten, so einen Drahtkorb für den Kopf, erwartet.
> Nicht nur die Augen, auch die grauen Zellen könnten Schaden nehmen :P

Haare nicht in der Mikrowelle trocknen!

Es ist schon das Auge, das am gefährdetsten ist.

von Gunnar F. (gufi36)


Lesenswert?

Michael K. schrieb:
> Die haben intern verbaute Entladewiderstände.
> Einfach ein paar Minuten warten, wenn man ganz sicher sein will.

Solche Ratschläge mag ich besonders. Absolut sicher, dass da 
höchstwahrscheinlich kaum etwas passieren kann!

von Manfred P. (pruckelfred)


Lesenswert?

Gunnar F. schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> Die haben intern verbaute Entladewiderstände.
>> Einfach ein paar Minuten warten, wenn man ganz sicher sein will.

Auf dem Typenschild (08.04.2026 16:36) 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/694501/20260408_161053.jpg 
sehe ich keinen.

> Solche Ratschläge mag ich besonders. Absolut sicher, dass da
> höchstwahrscheinlich kaum etwas passieren kann!

Als ich meine mal aufmachen musste, hatte ich ein Voltmeter zur Hand und 
habe die Entladung kontrolliert.

von Mobile (mobileteser)


Lesenswert?

Nur soviel zum Thema Mikrowellenstrahlung & Körper:
https://www.fisaude.de/mikrowelle-radarmed-2500-cp-radartherapie-mit-radararm-und-rundantenne-ausgestattet-mit-radern-prestige-linie-p-10355.html
Das Auge ist durch seinen sehr feuchten Aufbau in der Lage, HF Strahlung 
in Wärme umzusetzten. Wieweit es schadet weiß ich nicht.

von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Gunnar F. schrieb:
> Michael K. schrieb:
>> Die haben intern verbaute Entladewiderstände.
>> Einfach ein paar Minuten warten, wenn man ganz sicher sein will.
>
> Solche Ratschläge mag ich besonders. Absolut sicher, dass da
> höchstwahrscheinlich kaum etwas passieren kann!


Ich kann aus der Praxis der letzten 30 Jahre sagen, dass 80-90 %
aller Entladewiderstände defekt (abgeheizt) waren, vor allem
bei Kompensationskondensatoren in der Industrie...

Da kann man nach vielen Stunden oder Tagen noch eine tödliche Dosis
erhalten...

von Wollvieh W. (wollvieh)


Angehängte Dateien:

Lesenswert?

Thomas schrieb:

> Wenn du unbedingt reinschauen möchtest unbedingt eine Schutzbrille
> aufsetzen! Das machen die Profis wenn sie an einer strahlenden µW
> Antenne arbeiten müssen.

H. H. schrieb:

> Ja, so sieht die Schutzkleidung für den Bereich eben aus.
>
> Ich hab noch meine für das Betreten von Umrichterhallen im laufenden
> Betrieb. Die unfasst weit mehr als die Augen.


Hier sieht man einen Hausgeräteelektriker mit ordnungsgemäßer 
Schutzausrüstung: Abschirmkleidung, Mikrowellenbrille und 
Hochspannungssonde.

Den Schaltplan haben eigentlich alle meiner Mikrowellen im Deckel. 
Vermutlich weil sie > 20 Jahre alt und oft von Panasonic sind. Aber auch 
für die meisten anderen gibts Schaltpläne im Netz.

Typischerweise kann man mit Durchgangsmessung bei ausgeschaltetem Gerät 
und dann Probebetrieb am Energiemeßgerät, wenn man ängstlich ist vom 
Nachbarzimmer aus, schon ziemlich viel an der Mikrowelle feststellen. 
Plumpe Elektrotechnik.

Bei einer Miele war es mal eine kalte Lötstelle auf der Entstörplatine. 
Die Drossel hatte sich losgerüttelt und dann nach und nach das Lötzinn 
verdampft, wodurch schon gar kein Strom mehr im Gerät ankam.

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Wollvieh W. schrieb:
> Hier sieht man einen Hausgeräteelektriker mit ordnungsgemäßer
> Schutzausrüstung: Abschirmkleidung, Mikrowellenbrille und
> Hochspannungssonde.

Zorroverschnitt!

Hat mit Mikrowelle gar nichts zu tun!

: Bearbeitet durch User
von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Wollvieh W. schrieb:
> Typischerweise kann man mit Durchgangsmessung bei ausgeschaltetem Gerät
> und dann Probebetrieb am Energiemeßgerät, wenn man ängstlich ist vom
> Nachbarzimmer aus, schon ziemlich viel an der Mikrowelle feststellen.
> Plumpe Elektrotechnik.

Du vielleicht, ich und viele Andere nicht!

> Plumpe Elektrotechnik.

So plump wie Dein Beitrag!


Nur geschrieben zum Dabei sein...

Wollvieh W. schrieb:
> Bei einer Miele war es mal eine kalte Lötstelle auf der Entstörplatine.
> Die Drossel hatte sich losgerüttelt und dann nach und nach das Lötzinn
> verdampft, wodurch schon gar kein Strom mehr im Gerät ankam.

Das nennt man plumpe E-Technik...

: Bearbeitet durch User
von Wollvieh W. (wollvieh)


Lesenswert?

Mani W. schrieb:
> Wollvieh W. schrieb:
>> Hier sieht man einen Hausgeräteelektriker mit ordnungsgemäßer
>> Schutzausrüstung: Abschirmkleidung, Mikrowellenbrille und
>> Hochspannungssonde.
>
> Zorroverschnitt!
>
> Hat mit Mikrowelle gar nichts zu tun!

Doch, ich bin absolut sicher daß das ein Mikrowellenreparateur ist!

(Was sind hier eigentlich mittlerweile für geistige Zombies im Forum 
unterwegs?)

Mani W. schrieb:
>
> Du vielleicht, ich und viele Andere nicht!
>
Wenn Du nur dumm wärst, könntest du von mir lernen. Da Du aber dumm und 
arrogant bist, kannst du leider von niemandem was lernen.

von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Wollvieh W. schrieb:
> (Was sind hier eigentlich mittlerweile für geistige Zombies im Forum
> unterwegs?)

Das frage ich mich auch!

Wollvieh W. schrieb:
> Wenn Du nur dumm wärst, könntest du von mir lernen. Da Du aber dumm und
> arrogant bist, kannst du leider von niemandem was lernen.

Ja, Du bist stark und gescheit!

Gratuliere!

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Weiter gehts.

Neuen Kondensator eingebaut - µW waved immer noch nicht.
(Beim Kondensator sollte man auf die Breite der Flachstecker achten...)

Eingangsspannung des Trafos (ohne Trafo) gemessen: Nur 12V~ pulsierend.

Der Widerstand parallel zum Kontakt auf der Baugruppe "Slow Acting 
Relay" ist hochohmig. Welchen Wert müßte der so haben (Zementwiderstand, 
geschätzt 10W-Klasse)?

Aber wieso 12V~ am Trafo ankommen, ist mir unklar: Wenn der Kontakt 
schließt, sollten 230V~ ankommen, ansonsten 0V~?

Spricht etwas dagegen, mal direkt 230V~ auf den Trafo zu geben, um den 
µW-Teil auszuprobieren?

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Spricht etwas dagegen, mal direkt 230V~ auf den Trafo zu geben, um den
> µW-Teil auszuprobieren?

Der Einschaltstromstoß kann den Leitungsschutzschalter auslösen.

Peter N. schrieb:
> Der Widerstand parallel zum Kontakt auf der Baugruppe "Slow Acting
> Relay" ist hochohmig. Welchen Wert müßte der so haben (Zementwiderstand,
> geschätzt 10W-Klasse)?

5-10 Ohm.

: Bearbeitet durch User
von Wollvieh W. (wollvieh)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:

> Eingangsspannung des Trafos (ohne Trafo) gemessen: Nur 12V~ pulsierend.
>
> Der Widerstand parallel zum Kontakt auf der Baugruppe "Slow Acting
> Relay" ist hochohmig. Welchen Wert müßte der so haben (Zementwiderstand,
> geschätzt 10W-Klasse)?

Das was draufsteht. Nach Murphy natürlich auf der Unterseite.

Es brennen gerne durch: Der Widerstand selbst, der Thermoschalter in 
Reihe dazu, so vorhanden, und der Relaiskontakt, der den Widerstand 
überbrücken soll. Meist in umgekehrter Reihenfolge.

Wie schon gesagt, mit Durchgangsmessung kommt man sehr weit. Natürlich 
kann man stattdessen erstmal unbeschädigte Teile austauschen.

> Aber wieso 12V~ am Trafo ankommen, ist mir unklar: Wenn der Kontakt
> schließt, sollten 230V~ ankommen, ansonsten 0V~?

Das hängt von der Messung ab. Die mit einem Multimeter nicht unbedingt 
sinnvolle Zahlen wiedergibt.

: Bearbeitet durch User
von Dergute W. (derguteweka)


Lesenswert?

Moin,

Peter N. schrieb:
> Spricht etwas dagegen, mal direkt 230V~ auf den Trafo zu geben, um den
> µW-Teil auszuprobieren?

Ja.
(Deine offensichtliche Ahnungslosigkeit gepaart mit gesundem 
Selbsterhaltungstrieb sollte da sehr laut dagegensprechen, unbedingt 
Mikrowellenherde reparieren zu wollen.)

scnr,
WK

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Wollvieh W. schrieb:
> Das was draufsteht. Nach Murphy natürlich auf der Unterseite.

Murphy hat noch mehr drauf:
Vielleicht stand mal was auf dem Widerstand, zu erkennen ist nichts mehr 
:(
In Gegensatz zu zu dem anderen Widerstand. Da steht deutlich 3k3 drauf, 
aber der ist auch ok.

Das Relais (24V) klickt noch, aber egal wie geschaltet, der Kontakt hat 
keinen Durchgang. Trotzdem seltsam, daß ich am Ausgang dieser Schaltung 
jetzt 33V messe (anderes DMM)...

Zum Direktbetrieb des µW-Teils:
Magnettrons werden gepulst betrieben.
(Wie lange) darf man die im Dauerbetrieb betreiben?

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Zum Direktbetrieb des µW-Teils:
> Magnettrons werden gepulst betrieben.

Damit ist gemeint, dass die in den üblichen Öfen nur in jeder zweiten 
Netzhalbwelle laufen.


> (Wie lange) darf man die im Dauerbetrieb betreiben?

Solange die Kühlung gewährleistet ist, und im Garraum etwas die Leistung 
abnimmt, gibt es da üblicherweise kein Limit.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Man kann den Trafo extern mit 230V beaufschlagen.
Sprich eine "Pionier-Leitung"
in die Welle an den Trafo und die Welle natürlich wieder zuschrauben.
Glas Wasser auf den Teller, dann Strom für den Trafo ran geben.

Wird das Wasser warm, ist der ganze HV-Zweig OK.

Der Magnetron wird bei einem kurzen 10sek-Test nicht so heiss,
dass man zwingend auch den Lüfter anschliessen muss.
Und drehen muss der Teller dabei auch nicht.
Lampe is' auch egal :-]

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

H. H. schrieb:
> Peter N. schrieb:
>> Zum Direktbetrieb des µW-Teils:
>> Magnettrons werden gepulst betrieben.
>
> Damit ist gemeint, dass die in den üblichen Öfen nur in jeder zweiten
> Netzhalbwelle laufen.

Ich meine, das ganze HV-Teil incl. Trafo wird jeweils für einige 
Sekunden Ein- und ausgeschaltet. Vermutlich vom Leistungsschalter.

.● Des|ntegrator ●. schrieb:
> Der Magnetron wird bei einem kurzen 10sek-Test nicht so heiss,

Bei 10sek wird man vermutlich noch keine nennenswerte Erwärmung des 
Wassers feststellen können...

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Ich meine, das ganze HV-Teil incl. Trafo wird jeweils für einige
> Sekunden Ein- und ausgeschaltet. Vermutlich vom Leistungsschalter.

Das ist nur im Teillastbereich so, also wenn du die Welle auf weniger 
als Nennleistung einstellst.

von Cyblord -. (cyblord)


Lesenswert?

Thomas schrieb:
> Erstens habe ich das selbst des öfteren machen müssen (mit der Brille).
> Zweitens erfreue ich mich bester Sehkraft.
> Drittens habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen.
> Viertens ist diese Wellenlänge von Natur aus gerichtet. Wer hinter dem
> Gerät steht hat selbst bei offener Tür nichts zu befürchten.
>
> Aber bitte gern immer wieder Schauermärchen erzählen. Jeder wie er mag.

Selbst wenn, der TE ist ein Foren-Boomer ohne Ahnung von dem was er da 
macht. Da wäre eine Warnung deutlich besser als das die Gefahr 
herunterzuspielen.

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Cyblord -. schrieb:
> Foren-Boomer ohne Ahnung

Und du bist offensichtlich ein Foren-Irrer mit heftigen 
Wahnvorstellungen.

von .● Des|ntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


Lesenswert?

Peter N. schrieb:

> .● Des|ntegrator ●. schrieb:
>> Der Magnetron wird bei einem kurzen 10sek-Test nicht so heiss,
>
> Bei 10sek wird man vermutlich noch keine nennenswerte Erwärmung des
> Wassers feststellen können...

Doch. Wenn Du nicht gerade 5l Wasser erwärmen willst.
bei 50ml allerdings...

von Wollvieh W. (wollvieh)


Lesenswert?

Ich verstehs ja nicht, wie man sich bei so einem simplen Problem so 
anstellen kann. Es geht um Durchgang an einem Widerstand und an einem 
Relais.

Daß hochohmige Multimeter an Netzspannung merkwürdige Dinge anzeigen 
können, sollte bekannt sein.

Der "langsam schauspielernde Fernschalter" ist ohnehin defekt, Kontakte 
abgebrannt (natürlich könnte es auch die Verzögerungsmimik sein, mit 
etwa derselben Wahrscheinlichkeit wie eine geworfene Münze auf dem Rand 
stehenbleibt). Kann man also bedenkenlos reinschauen (Vorher Stecker 
ziehen, ich habe mittlerweile das Gefühl daß solche Hinweise hier nötig 
sind.)

Bei meiner letzten Panasonic mit genau diesem Fehlerbild habe ich das 
Relais zur Probe mit feinstem Schmirgel wieder hinbekommen, aber die 
Kontaktpillen waren zu einer Kraterlandschaft runtergebrannt gegen die 
die Mondrückseite langweilig aussieht. Bei mir war der Klixon auf dem 
Widerstand abgebrannt, die meisten Hersteller lassen den aber weg und 
mißbrauchen den Widerstand als Thermosicherung, wenn das Relais versagt.

So ein Zementwiderstand sollte sich forensisch mit Aufklopfen und 
Vermessen der vorhandenen Reste ziemlich genau bestimmen lassen. Aber 
der Wertebereich wurd eh schon genannt.

Alternativ geht auch Aktenstudium: Mit ziemlicher Sicherheit gibts von 
genau dieser Mikrowelle und besonders ihren Innereien Dutzende Bilder im 
Netz, und mit etwas Glück kann man da den Widerstand mit lesbarer 
Aufschrift sehen.

von Mani W. (e-doc)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Ich meine, das ganze HV-Teil incl. Trafo wird jeweils für einige
> Sekunden Ein- und ausgeschaltet. Vermutlich vom Leistungsschalter.

Falls Du schon mal einen Mikrowellenherd beobachtet hast, dann
würdest Du wissen, dass der Leistungsschalter auf Vollbetrieb und
auch einigen Zwischenstufen gestellt werden kann...

Zwischen den Stufen sind nur Pausen...

von Peter N. (alv)


Lesenswert?

Bei der Leistung des defekten Widerstands habe ich mich wohl verschätzt.

10W-Widerstände haben die Maße 9x9x47mm.

Der defekte hat die Maße 12x12x61. Welche Leistung wäre das?

von H. H. (hhinz)


Lesenswert?

Peter N. schrieb:
> Bei der Leistung des defekten Widerstands habe ich mich wohl
> verschätzt.
>
> 10W-Widerstände haben die Maße 9x9x47mm.
>
> Der defekte hat die Maße 12x12x61. Welche Leistung wäre das?

Dürfte 20W vertragen.

von Thomas S. (Firma: Chipwerkstatt) (tom_63)


Lesenswert?

@Peter N(alv)

Du musst unbedinngt ganz nah an der Mikrowelle hantieren, wenn diese 
dann in Betrieb geht, und womöglich ohne äußere Abdeckung betrieben 
wird.

Schon mal was von Mikrowellen-Strahlung gehört?

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.