Forum: Offtopic Knopfzelle "aktivieren" oder Folklore?


von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


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Hab neulig irgendwo gehört wie man so eine Knopfzelle vor dem ersten 
Einsatz zum Leben erwecken kann.
Man soll das Dingens für 1-2 Sekunden kurzschließen und dann erst 
einsetzen. Hab ich nun bei eim Zigbee-Buton gemacht und muss sagen, der 
funktioniert! Fragt sich nur, wie lange.

Meint ihr so eine Verfahrung bringt irgendwas oder ist das Kokolores aus 
dem Bereich Battrie-Folklore?

von H. H. (hhinz)


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Bei LiSOCl2 Zellen gibt es das.

von Benedikt L. (Firma: Dem Ben seine Leiche) (dembenseineleiche) Flattr this


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Ich mein so normale CR2032, 2016 usw.
Nichts spezialiertes.

von Tim 🔆 (solarlicht)


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Damit soll wohl die Passivierungsschicht abgebaut werden. Ist bei 
manchen Simatic-Baugruppen beschrieben.

Ich würde sie aber mit einem Widerstand belasten.

von H. H. (hhinz)


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Benedikt L. schrieb:
> Ich mein so normale CR2032, 2016 usw.

Da gibt es diesen Effekt nicht.

von H. H. (hhinz)


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Tim 🔆 schrieb:
> Ist bei
> manchen Simatic-Baugruppen beschrieben.

Eben weil dort LiSOCl2 Zellen verwendet werden.

von Jörg R. (solar77)


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Benedikt L. schrieb:
> Ich mein so normale CR2032, 2016 usw.
> Nichts spezialiertes.

Dann ist es Quatsch.


H. H. schrieb:
> Bei LiSOCl2 Zellen gibt es das.

Nach längerer Lagerung aufgrund der Passivierung, Stichwort 
Spannungssack.

von Manfred P. (pruckelfred)


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H. H. schrieb:
> Benedikt L. schrieb:
>> Ich mein so normale CR2032, 2016 usw.
> Da gibt es diesen Effekt nicht.

Er ist nicht dokumentiert und sehr gering, m.E. aber dennoch vorhanden. 
Meine IR-Fernbedienung eines Radios funktioniert nicht, die 2016 raus 
und kurz den Strom messen, geht sie ein paar Tage.

Jörg R. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Bei LiSOCl2 Zellen gibt es das.
> Nach längerer Lagerung aufgrund der Passivierung, Stichwort
> Spannungssack.

Streiche "länger", der ist schon nach einem Tag Ruhe deutlich 
nachweisbar. Der hat mal meinen Kollegen in den selbigen gekniffen: 
Schaltung funktioniert, am nächsten Vormittag nicht und dann nach 
mehreren Versuchen doch.

Die Beschreibung "Spannungssack" kannte ich damals noch nicht, das 
Verhalten wurde meßtechnisch eingefangen und der Aufbau mittels Elko und 
Diode 'gerettet'.

von H. H. (hhinz)


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Manfred P. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Benedikt L. schrieb:
>>> Ich mein so normale CR2032, 2016 usw.
>> Da gibt es diesen Effekt nicht.
>
> Er ist nicht dokumentiert und sehr gering, m.E. aber dennoch vorhanden.
> Meine IR-Fernbedienung eines Radios funktioniert nicht, die 2016 raus
> und kurz den Strom messen, geht sie ein paar Tage.

Du bist ein ganz großer Wissenschaftler.

von Cartman E. (cartmaneric)


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Das "ADAC"-Männchen, hat die CR2032 des Autoschlüssels, mit den
unverdünnten 12 V des Kfz-Akkus aktiviert.
Die war davor aber gar nicht leer. ☺
Die Zelle hat es jedenfalls überstanden, und tat noch viele Jahre
ihren Dienst.

Frohe Ostern!

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Ich bin der Meinung, daß das im Endeffekt so viel bringt, wie wenn man 
einen westapalachischen Regentanz um die Knopfzelle aufführt.

Und ich würde auch dringend davon abraten, eine 12V-Autobatterie 
ungebremst an eine Knopfzelle anzuschließen. Außer man möchte die 
Metallsplitter davon gerne möglichst tief im Auge zu stecken haben - 
dann ist das eine durchaus erfolgversprechende Strategie.

von Tim 🔆 (solarlicht)


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Ben B. schrieb:
> Und ich würde auch dringend davon abraten, eine 12V-Autobatterie
> ungebremst an eine Knopfzelle anzuschließen. Außer man möchte die
> Metallsplitter davon gerne möglichst tief im Auge zu stecken haben -
> dann ist das eine durchaus erfolgversprechende Strategie.

Kann ich aus Erfahrung bestätigen. Als Jugendlicher kam ich auf die Idee 
eine Knopfzelle an einem Labornetzteil zu laden. Erst habe ich auf 5 
oder 6 Volt hochgedreht, dann dachte ich das geht auch mit 12 Volt 
(selbstverständlich ohne Strombegrenzung). Kurz darauf klingelten meine 
Ohren und in mein ganzen Zimmer war so ein watteartiges Zeug verteilt, 
wo ich mich wunderte wie das vorher in die Zelle passte. Ich hatte noch 
Glück. Die Spannung lag übrigens keine 2 Sekunden an, bis die Knopfzelle 
explodierte.

von Harald K. (kirnbichler)


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Die älteren unter uns werden Knopfzellen kennen, die man "aktivieren" 
muss - aber das ist ungefährlich, da muss nur ein Aufkleber entfernt 
werden.

von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> Die älteren unter uns werden Knopfzellen kennen, die man
> "aktivieren"
> muss - aber das ist ungefährlich, da muss nur ein Aufkleber entfernt
> werden.

Dazu muss man nicht alt sein. Zn-Luft Zellen sind handelsüblich, werden 
hauptsächlich in Hörgeräten eingesetzt.

von Harald K. (kirnbichler)


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H. H. schrieb:
> Dazu muss man nicht alt sein.

Gewiss, nur ist der Altersquerschnitt der Nutzer von Hörgeräten doch 
eher etwas angehoben. Und viele lassen sich auch Hörgeräte mit Akkus 
aufschwatzen, da ist dann die Zuzahlung dann deutlich höher, und wenn 
der Akku dann mal tagsüber schlappmacht, ist der Betroffene solange ex 
communicado bis er wieder aufgeladen ist, also, der Akku, nicht der 
Betroffene.

Aber der sehr nette Berater von der Hörgeräteakustikerkette hat einen 
guten Schnitt gemacht.

Deswegen schickt die Kette ja auch unaufgefordert Briefe einer 
"Initiative Hörgesundheit" an Menschen, die über 60 sind.

https://www.szene-ahrensburg.de/2025/03/weil-men-bei-der-firma-amplifon-nicht-hoeren-kann-macht-man-eine-bundesweite-initiative-hoergesundheit-2025/

von H. H. (hhinz)


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Harald K. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Dazu muss man nicht alt sein.
>
> Gewiss, nur ist der Altersquerschnitt der Nutzer von Hörgeräten doch
> eher etwas angehoben.

Und deshalb bitten die häufig ihre Enkel mit den Adleraugen die Batterie 
zu wechseln...

von Jörg R. (solar77)


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H. H. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> Die älteren unter uns werden Knopfzellen kennen, die man
>> "aktivieren"
>> muss - aber das ist ungefährlich, da muss nur ein Aufkleber entfernt
>> werden.
>
> Dazu muss man nicht alt sein. Zn-Luft Zellen sind handelsüblich, werden
> hauptsächlich in Hörgeräten eingesetzt.

Und für Weidezaungeräte und Warnleuchten.

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/blockbatterie_zink-luft_6_v_50_ah-266316?

Die passen aber nicht in Hörgeräte..😀

von H. H. (hhinz)


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Jörg R. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Dazu muss man nicht alt sein. Zn-Luft Zellen sind handelsüblich, werden
>> hauptsächlich in Hörgeräten eingesetzt.
>
> Und für Weidezaungeräte und Warnleuchten.
>
> 
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/blockbatterie_zink-luft_6_v_50_ah-266316?
>
> Die passen aber nicht in Hörgeräte..😀

Fürn Elefant schon.

von Thomas B. (thombde)


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H. H. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> H. H. schrieb:
>>> Dazu muss man nicht alt sein. Zn-Luft Zellen sind handelsüblich, werden
>>> hauptsächlich in Hörgeräten eingesetzt.
>>
>> Und für Weidezaungeräte und Warnleuchten.
>>
>>
> 
https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/blockbatterie_zink-luft_6_v_50_ah-266316?
>>
>> Die passen aber nicht in Hörgeräte..😀
>
> Fürn Elefant schon.

Mal so kurz reingefragt.
Welche maximalen Endladeströme kann so eine Batterie verkraften.
Das Datenblatt gibt wenig her.

Zink-Luft Alkaline erinnert mich an Hörgerätebatterien.
Da geht ja nicht so viel Strom.
Von der Kapazität und dem Preis, trotzdem sehr interessant.

PS:
Und wie ist das mit Reihen- oder Parallelschaltung.
Geht das so einfach.



https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D600/ANS_1500-0047_DB_DE.pdf

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Thomas B. schrieb:
> H. H. schrieb:
>> Jörg R. schrieb:
>>> H. H. schrieb:
>>>> Dazu muss man nicht alt sein. Zn-Luft Zellen sind handelsüblich, werden
>>>> hauptsächlich in Hörgeräten eingesetzt.

>>> Und für Weidezaungeräte und Warnleuchten.

https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/blockbatterie_zink-luft_6_v_50_ah-266316?

>>> Die passen aber nicht in Hörgeräte..😀

>> Fürn Elefant schon.

> Mal so kurz reingefragt.
> Welche maximalen Endladeströme kann so eine Batterie verkraften.
> Das Datenblatt gibt wenig her.

Man findet auch nichts weiter dazu.


> Zink-Luft Alkaline erinnert mich an Hörgerätebatterien.

Ja, aber das steht doch auch in dem Text den du hier zitiert hast.


> Und wie ist das mit Reihen- oder Parallelschaltung.
> Geht das so einfach.
>
> https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/D600/ANS_1500-0047_DB_DE.pdf

Wenn du mehr Kapazität benötigst, und es kein Akku sein soll, sieh dir 
Batterien für Weidezaungeräte an, Technologie Alkaline..nicht Zink 
Kohle.

https://www.weidezaun.info/voss-farming-alkaline-120ah-9v-weidezaunbatterie-klein.html


Zink-Luft Batterien sind schon etwas speziell.

: Bearbeitet durch User
von Jörg R. (solar77)


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Manfred P. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> H. H. schrieb:
>>> Bei LiSOCl2 Zellen gibt es das.
>> Nach längerer Lagerung aufgrund der Passivierung, Stichwort
>> Spannungssack.
>
> Streiche "länger",

Tadiran (Hersteller solcher Batterien) schreibt „Wenn eine Batterie zum 
ersten Mal nach längerer Lagerung belastet wird“..

Damit ist vermutlich nicht ein Tag gemeint.

> ..der ist schon nach einem Tag Ruhe deutlich
> nachweisbar. Der hat mal meinen Kollegen in den selbigen gekniffen:
> Schaltung funktioniert, am nächsten Vormittag nicht und dann nach
> mehreren Versuchen doch.

Kann sein, aber dazu müsste man nähere Informationen haben. So ist es 
nur ein Einzelfall den man nicht nachvollziehen bzw. überprüfen kann.


> Die Beschreibung "Spannungssack" kannte ich damals noch nicht,

Der Begriff ist hier im Forum nun schon öfter erwähnt worden.

von Hans W. (hanswieland)


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Wenn das Kurzschließen zur Aktivierung allgemein sinnvoll wäre, dann 
stände das auf der Verpackung: "Vor Gebrauch kurzschließen". Ich meine 
mich zu erinnern, dass üblicherweise genau das Gegenteil drauf steh: 
"Nicht kurzschließen!".

von Harald K. (kirnbichler)


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Hans W. schrieb:
> Ich meine mich zu erinnern, dass üblicherweise genau das
> Gegenteil drauf steh: "Nicht kurzschließen!".

Verschwörungstheoretiker könnten sich hieraus ganz neue Sichtweisen 
ableiten. Natürlich schreiben die Hersteller das da drauf, damit die 
Batterien nicht so lange halten. Weil ist doch klar!

Daß man die Batterien nicht ins Feuer werfen soll, ist ganz sicher auch 
nur eine böse Vorgabe der Hersteller ... da muss man mal jemanden 
fragen, der sich auskennt, oder auf den richtigen Seiten im Internet 
selbst recherchieren.

von Walta S. (walta)


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Hörgeräte sind inzwischen fast alle mit Akku. Ausser bei Kindern - die 
sind mit Batterie, weil die Geräte viel öfter gewechselt werden als bei 
Erwachsenen.
Akkus in Hörgeräten halten 5-8 Jahre und der Akku kann getauscht werden.

Walta

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ich hab das mal mit alten Rauchmelderbatterien probiert. Diese violetten 
in ca. AA, evtl. "Tadiran" oder so.

Der Innenwiderstand hat sich dabei tatsächlich etwas verbessert, aber 
mehr als 60mA kamen in der Kurzschlußschleife mit dem Multimeter 
trotzdem nicht raus. Also nix für den Akkuschlagschrauber. :)

von Jörg R. (solar77)


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von Harald K. (kirnbichler)


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Walta S. schrieb:
> Hörgeräte sind inzwischen fast alle mit Akku.

Nur bei den Hörgeräteketten, die gut daran verdienen, einem sowas 
aufzuschwatzen. Sowas wie "Amplifon" oder den anderen mit den 
freundlichen Anzeigen in der Bäckerblume.

Diese Leute verkaufen auch gerne Hörgeräte mit 
Bluetooth-Freisprecheinrichtung an 85-jährige, die als einziges Telephon 
einen Fetap 611 haben.

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