Forum: Offtopic Braten in silbern glänzender Pfanne vs. schwarzer Pfanne


von Hans W. (hanswieland)


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Ich habe gelesen dass blanker Stahl viel weniger Wärme abstrahlt, als 
geschwärzte Flächen.

Dann müssten silbern glänzende Bratpfannen ja zum Anbrennen neigen, da 
das Gargut nur an den Kontaktstellen heiß wird. Trotzdem werden sie 
verkauft. Auch weiße Pfannen.

Ist meine Schlussfolgerung falsch?

von Sebastian R. (sebastian_r569)


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Hans W. schrieb:
> Ist meine Schlussfolgerung falsch?

Auch Karfreitag ist offensichtlich einfach nur ein Freitag...

Ich könnte jetzt natürlich erklären, dass es bei Pfannen ziemlich sicher 
nicht um Strahlungswärme geht, sondern überwiegend die Kontaktwärme zum 
Garen dient, aber die Mühe erspare ich mir.

von Ralf X. (ralf0815)


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Wo bleibt unser Hell-/Dunkel-Wärmespezialist Dieter, wenn er mal 
gebraucht wird?

von H. H. (hhinz)


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Ralf X. schrieb:
> Wo bleibt unser Hell-/Dunkel-Wärmespezialist Dieter, wenn er mal
> gebraucht wird?

Oh ja, die Pfannenalbedo, da kann er bestimmt auch doll phantasieren.

von Nick (b620ys)


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Die silbern-blanken Pfannen immer nur für Fisch verwenden!
In deinem Fall dann also für Silberfische.

von Michael B. (laberkopp)


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Hans W. schrieb:
> Ich habe gelesen dass blanker Stahl viel weniger Wärme abstrahlt, als
> geschwärzte Flächen.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: blanker Stahl nimmt viel wrniger 
Strahlungswärme an als schwarzer Stahl.

Daher wird eine Pfanne mit schwarzem Boden (z.B. Gusseisen) VIEL 
schneller warm und heisser auf einem Xeranfeld als eine Pfanne mit gut 
geputztem blanken Edelstahlboden.

Daher Pfannenböden nicht putzen sondern schwarzes anbrennen lassen. Bei 
Induktionsfeld natürlich egal.

von H. H. (hhinz)


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von Carypt C. (carypt)


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Es ist ja auch so, dass die Wandung aus Edelstahl die Wärme schlecht 
leitet, also eher isoliert, in dem Zusammenhang ist die Reflektion 
nützlich. Und nach den Brechungsgesetzen ist bei starkem Unterschied der 
Brechungsindizees (Metall nach Luft) eher eine Totalreflektion nach 
innen ins Metall zurück zu erwarten. Oxidiertes rauhes Kupfer hat gute 
Abstrahlung wie auch Absorption,  98%.

von Jörg R. (solar77)


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Hans W. schrieb:
> (..)
> Ist meine Schlussfolgerung falsch?

Vor allem ist das Forum falsch, vielleicht kommst du da noch von selbst 
drauf.

von Carypt C. (carypt)


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Wobei mir nicht ganz klar ist, wie (infrarot-)Strahlung im Metall 
auftritt, wie weit reicht, ob umgewandelt in Atomschwingung, 
Elektronenorbitalenergie und wenn, wie wieder austritt, besonders an der 
Grenzfläche, was da den Unterschied einer rauhen gegenüber einer 
spiegelnden Fläche macht, auf atomarer Ebene. Dunkel erinnere ich mich 
an polarisierte Moleküle in der Grenzfläche durch Strahlung, 
Eindringtiefe. Was ist ein Spiegel ?

von Jens G. (jensig)


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Hans W. schrieb:
> Ist meine Schlussfolgerung falsch?

Ja, Du haust Wärmestrahlung und Wärmeleitung in einen Topf (oder Pfanne) 
...

von Andreas M. (amesser)


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Michael B. schrieb:
> Hans W. schrieb:
>> Ich habe gelesen dass blanker Stahl viel weniger Wärme abstrahlt, als
>> geschwärzte Flächen.
>
> Umgekehrt wird ein Schuh draus: blanker Stahl nimmt viel wrniger
> Strahlungswärme an als schwarzer Stahl

Da hätte jemand wohl mal etwas besser in Physik aufpassen sollen, schau 
dir mal das Kirchhoffsche Strahlungsgesetz an.

Und ja, Pfannen, Töpfe aus Alu mit silbrigen Boden funktionieren 
ziemlich Schlecht auf Ceranfeldern. Sieht man wunderbar an der Regelung, 
die selbst bei Maximaler Stufe ständig  abschaltet, tut sie bei einer 
Eisenpfanne nicht. Das Alu reflektiert die Infrarotstrahlung ziemlich 
gut zurück ins Kochfeld.

von Hans W. (hanswieland)


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Mir ging es allerdings eher um die Abstrahlung in Richtung Gargut. Bin 
Gasherd gewohnt.

von Jens G. (jensig)


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Hans W. schrieb:
> Mir ging es allerdings eher um die Abstrahlung in Richtung Gargut.
> Bin
> Gasherd gewohnt.

Bei derselben Pfanne und Pfannentemperatur ist die Abstrahlung dieselbe, 
egal ob Gas oder Strom oder IR. Es ist also eher die Frage, ob Du mit 
Strom dieselbe Temperatur erreichst wie mit Gas, und nebenbei auch, 
inwiefern die Stahlpfanne die Wärme gut verteilt ...

Michael B. schrieb:
> Umgekehrt wird ein Schuh draus: blanker Stahl nimmt viel wrniger
> Strahlungswärme an als schwarzer Stahl.

Blanker Stahl (generell metallisch glänzende Oberflächen - also eher 
egal, ob Stahl oder Alu) gibt aber auch weniger Strahlungsenergie ab. 
Der Energieumsatz durch Strahlung ist also generell niedriger als bei 
anderen Oberflächen ...

von Roland E. (roland0815)


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Das kann nur ein Theoretiker fragen, der noch nie am Herd stand, 
geschweige denn eine Bratpfanne in der Hand hatte.

Es gib praktisch keine Pfannen, die innen silbern sind. Und selbst wenn 
man eine frisch geschmiedete Blankstahlpfanne nimmt, ist die nach 
spätestens einem Durchgang nicht mehr silbern innen.

-> Völlig obsolet, die Frage.

von Jens G. (jensig)


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Roland E. schrieb:
> Das kann nur ein Theoretiker fragen, der noch nie am Herd stand,
> geschweige denn eine Bratpfanne in der Hand hatte.
>
> Es gib praktisch keine Pfannen, die innen silbern sind.

Scheinbar bist Du wohl auch nur Theoretiker. Es gibt mehr als genug von 
den Dingern ...

von Hans W. (hanswieland)


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Roland E. schrieb:
> Das kann nur ein Theoretiker fragen, der noch nie am Herd stand,
> geschweige denn eine Bratpfanne in der Hand hatte.
> Es gib praktisch keine Pfannen, die innen silbern sind.

Ich hatte bis vor kurzem eine. Sie blieb silbern, denn ich habe sie nach 
Gebrauch sauber gemacht.

Schau hier, es gibt ganz viele: 
https://www.bing.com/images/search?q=stahl+pfannen&qs=ds&form=QBIR&first=1

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hans W. schrieb:
> Ist meine Schlussfolgerung falsch?

Im Prinzip wäre das zutreffend, wenn die Pfanne im entsprechenden 
Spektrum auch die gleiche Farbe hätte.

Am Besten kannst Du das überprüfen an einem sonnigen Tag auf dem 
Friedhof. Dort gibt es ganz viele unterschiedlichen Steine mit gleichem 
Grauwert, die aber sich beim Anfassen extrem unterschiedlich kalt oder 
warm anfassen. Der Grund ist der, dass die Steine im Infrarotbereich 
trotz gleicher Grautöne ganz unterschiedlich abstrahlen.

Durch die Verwendung einer falschen schwarzen Farbe, kannst Du auch die 
Heizwirkung Deiner HJeizkörper um die Hälfte verschlechtern im Vergleich 
zur weißen Farbe. Leider fehlen diese Angaben meistens von Seiten der 
Lackhersteller.

von Hans W. (hanswieland)


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Hans W. schrieb:
> Dann müssten silbern glänzende Bratpfannen ja zum Anbrennen neigen, da
> das Gargut nur an den Kontaktstellen heiß wird.

Dieter D. schrieb:
> Im Prinzip wäre das zutreffend, wenn die Pfanne im entsprechenden
> Spektrum auch die gleiche Farbe hätte.

Verstehe ich dich richtig, daß silberne Bratpfannen mehr zu Anbrennen 
neigen, wenn sie im entsprechenden Spektrum die gleiche Farbe haben, wie 
schwarze Pfannen? Jetzt bin ich verwirrt.

Ich gehe davon aus, daß Pfannen das Gargut zum Teil durch 
Strahlungswärme und zum Teil durch Kontaktübertragung erwärmen. Und ich 
gehe davon aus, dass silbern glänzende Pfannen weniger Wärme abstrahlen, 
als schwarz beschichtete.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Wenn Du dort das Spektrum anschaust:

https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:BlackbodySpectrum_loglog_de.svg

Dann wäre Kochen schneller, wenn die Pfanne besonders gut im Bereich von 
2...10µm "schwarz" wäre. Aber auch die Wärmeabstrahlung der anderen 
Seiten nach Außen wäre optimal und Du bräuchtest etwas mehr Leistung um 
die Pfanne auf Temperatur zu halten. Umgekehrt wäre das wieder besser, 
wenn aus dem Material der Bräter für den Backofen wäre.

Dieser Unterschied im Spektrum ist auch Ursache dafür, dass in einem 
Römertopf oder Glasbräter das Kochen besser geht als in einem fast 
gleichen Modell eines anderen Herstellers. Das verrät einem auch 
niemand. Übrigens mit diesem Wissen hast Du bereits mehr Wissen darüber 
als die Profitester von solchen Produkten bei der Stiftung Warentest und 
die Ingenieure von gewerblichen Kochequippment. Wobei bei letzteren das 
eher geleugnet wird, damit andere, also Konkurrenten, nicht auch auf die 
Idee kommen.

von Michael B. (laberkopp)


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Hans W. schrieb:
> Ich gehe davon aus, daß Pfannen das Gargut zum Teil durch
> Strahlungswärme und zum Teil durch Kontaktübertragung erwärmen. Und ich
> gehe davon aus, dass silbern glänzende Pfannen weniger Wärme abstrahlen,
> als schwarz beschichtete.

Ich gehe davon aus dass es fast nur um Kontaktwärme geht, die Pfanne 
glüht ja nicht wie ein Elektrogrill und röstet trotzdem schneller, und 
wozu Öl wenn nicht als Warmeleitmedium.

Ausserdem dreht man so weit auf bis es bruzzelt, egal wie warm man dazu 
die Pfanne machen muss. 'Ausreichend' ist wohl das Zauberwort.

: Bearbeitet durch User
von Roland E. (roland0815)


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Jens G. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> Das kann nur ein Theoretiker fragen, der noch nie am Herd stand,
>> geschweige denn eine Bratpfanne in der Hand hatte.
>>
>> Es gib praktisch keine Pfannen, die innen silbern sind.
>
> Scheinbar bist Du wohl auch nur Theoretiker. Es gibt mehr als genug von
> den Dingern ...

Ok. Es gibt tatsächlich einige Edelstahl-Pfannen, die innen silbern 
sind. Da Edelstahl aber Wärme grundsätzlich schlecht(er) leitet, sind 
die eh' nur zum anschauen, nicht für den praktischen Einsatz zu Hause.

Schmiedestahl wird bei Gebrauch innen dunkel, Guss und Alu ist sowieso 
innen schwarz. Stahl wird es durchs Braten, Alu ist innen Teflon.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hans W. schrieb:
> Jetzt bin ich verwirrt.

Um die Verwirrung noch zu steigern, ist das Spektrum der Fleischarten 
unterschiedlich, wie auch der Gemüsesorten, und ändert sich auch noch 
mal beim Garen. Die ideale Pfanne hätte die IR-Peaks in dem Bereich, wo 
das Fleisch im rohen Zustand absorbiert, aber im garen Zustand 
durchsichtig wird.

Ob ein Fleisch häufiger anbrennt, hat auch mit der Pfannenoberfläche zu 
tun. Wenn das Fett sich gut auf der Oberfläche verteilt und als Film 
stabil bleibt, dann brennt kaum noch etwas an. Das Gusseisen mit pöroser 
Oberfläche hat diese Eigenschaften. Aber die Pfanneninnenseite bekommt 
man nicht wirklich fettfrei, und wenn doch, dann rosten diese.

von Jens G. (jensig)


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Roland E. schrieb:
> sind. Da Edelstahl aber Wärme grundsätzlich schlecht(er) leitet, sind
> die eh' nur zum anschauen, nicht für den praktischen Einsatz zu Hause.

Deswegen haben die idR. eine extra Bodenplatte aus besser wärmeleitendem 
Material ...

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Beim Edelstahl läßt sich das Öl/Fett gut reinigen und bildet keinen 
hartnäckigen Film. Darin begründet ist im Wesentlichen ein Nachteil. 
Umgekehrt, kann darin beliebig gekratzt werden und die Pfanne ist nicht 
hin, wie bei den beschichteten Pfannen. Auch überhitzen macht diesen 
wenig aus. Beschichtete Pfannen haben dann eine Macke und die 
Beschichtung fängt an zu bröseln.

Auch hier gibt es noch nicht die eierlegende Wollmilchsau als Pfanne. 
Trotzdem versucht einem die Werbung das zu suggerieren. Auf jeden Fall 
halten Edelstahlpfannen am längsten. Das ist natürlich nicht so gut für 
die Industrie, die Dir am liebsten jährlich neue Pfannnen verkaufen 
würde.

Nebenbei wohnte ich einmal in der Nähe eines Geschäfts für die 
Großküchen. Da waren die meisten Kochgeschirre aus Edelstahl.

von Hans W. (hanswieland)


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Unsere neueste Pfanne hat eine Keramik Beschichtung (gibts in weiß und 
schwarz). Deren Antihaft-Wirkung hat rasch nachgelassen. Ist wohl auch 
noch nicht der Hit.

: Bearbeitet durch User
Beitrag #8032495 wurde von einem Moderator gelöscht.
von René H. (mumpel)


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Hans W. schrieb:
> Ist wohl auch noch nicht der Hit.

Das wird auch nie einer werden. Jede Beschichtung bricht irgendwann.

: Bearbeitet durch User
von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Hartmut schrieb im Beitrag #8032495:
> Hans W. schrieb:
>> Dann müssten silbern glänzende Bratpfannen ja zum Anbrennen neigen
>
> Japp.

Dieter D. schrieb:
> Beim Edelstahl läßt sich das Öl/Fett gut reinigen und bildet keinen
> hartnäckigen Film. Darin begründet ist im Wesentlichen ein Nachteil.

Da sich eben kein hartnäckiger Ölfilm bildet, brennt es dort häufger an. 
Dagegen hilft nur mehr Öl verwenden und Bratgut ensprechend bewegen, 
damit das Bratgut immer wieder auf der Unterseite schön ölig wird und 
bleibt.

von Carypt C. (carypt)


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Wie wird denn die Wärmestrahlung im Material (Metall) absorbiert, in 
Elektronenbewegung im Valenzband (Spektrallinien?) oder auch im 
Leitungsband ?
Bedeutet die hohe Reflektivität vom Metallen für Wärmestrahlung, daß sie 
gute Wärmeleiter sind, anstatt Abstrahler. ist der hohe Brechungsindex 
von Metall die Ursache der Refektivität. Warum haben die 
Metalle-Festkörper keine Spektrallinien oä in Wärmestrahlungsbereich, 
wie andere Stoffe dort für Funktionelle Gruppen Spektralfenster zeigen ?

von Peter F. (toto)


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Hans W. schrieb:
> Ist meine Schlussfolgerung falsch?

Ja ist sie, wie hier ausführlich erklärt.

Hans W. schrieb:
> Dann müssten silbern glänzende Bratpfannen ja zum Anbrennen neigen, da
> das Gargut nur an den Kontaktstellen heiß wird.

Die Pfannenphysik ist ja eigentlich ganz interessant.Du musst hier aber 
anders Fragen. Du musst Fragen, wie würde eine ideale Pfanne aus 
techn.Sicht aussehen? Was mich auch interessieren würde.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Dieter D. schrieb:
> Ob ein Fleisch häufiger anbrennt, hat auch mit der Pfannenoberfläche zu
> tun. Wenn das Fett sich gut auf der Oberfläche verteilt und als Film
> stabil bleibt, dann brennt kaum noch etwas an. Das Gusseisen mit pöroser
> Oberfläche hat diese Eigenschaften. Aber die Pfanneninnenseite bekommt
> man nicht wirklich fettfrei,

Stimmt, aber meine über 20 Jahre alte Gußpfanne funktioniert bestens, im 
Gegensatz zu Edelstahl und beschichtetem Alu.

Dieter D. schrieb:
> Beim Edelstahl läßt sich das Öl/Fett gut reinigen und bildet keinen
> hartnäckigen Film. Darin begründet ist im Wesentlichen ein Nachteil.
> Umgekehrt, kann darin beliebig gekratzt werden und die Pfanne ist nicht
> hin, wie bei den beschichteten Pfannen. Auch überhitzen macht diesen
> wenig aus.

Gußeisen ist da vermutlich noch toleranter. Ich hatte meine mit einem 
festen Ölfilm versaut, der üblichen Haushaltsreinigern widerstand. Die 
Pfanne habe ich mit dem großen Lötbrenner zum Glühen gebracht und danach 
mit der Drahtbürste ausgefegt - die war wieder wie neu.

Beitrag #8032844 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Roland E. (roland0815)


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Jens G. schrieb:
> Roland E. schrieb:
>> sind. Da Edelstahl aber Wärme grundsätzlich schlecht(er) leitet, sind
>> die eh' nur zum anschauen, nicht für den praktischen Einsatz zu Hause.
>
> Deswegen haben die idR. eine extra Bodenplatte aus besser wärmeleitendem
> Material ...
es geht darum, dass die Wärme nicht gescheit von außen (Herd) nach innen 
(Bratgut) kommt. Da nutzt ein Heatspreader außen gar nix. Zumal man sehr 
selten die Pfanne auf eine zu kleine Herdplatte stellt.

von Roland E. (roland0815)


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Manfred P. schrieb:
> ...
>
> Gußeisen ist da vermutlich noch toleranter. Ich hatte meine mit einem
> festen Ölfilm versaut, der üblichen Haushaltsreinigern widerstand. Die
> Pfanne habe ich mit dem großen Lötbrenner zum Glühen gebracht und danach
> mit der Drahtbürste ausgefegt - die war wieder wie neu.

Autsch!
Das Ziel ist es, auf der Gussoberfläche einen geschlossenen Ölfilm zu 
haben, damit eben nichts anlegt.

Normalerweise legt man den vor Gebrauch in einer neuen Pfanne sogar 
extra an, indem man zB Kartoffelschalen mit Öl und etwas Salz scharf 
anbrät.

Guss hat halt den Nachteil, dass man zwei Pfannen braucht, eine für 
Fisch und eine für den Rest.

Gilt analog auch für Schmiedestahlpfannen.

von Hans W. (hanswieland)


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Viele Webseiten erklären, wie unterschiedliche Pfannen mit dem Gargut 
verkleben. Manche betrachten auch die Wärmeleitung der Böden. Aber die 
Wärmestrahlung wird nirgends betrachtet. In vielen anderen 
Zusammenhängen allerdings schon (Backöfen, Heizkörper, Kühlkörper, 
Gebäude).

Offenbar hat Sebastian wohl Recht mit

Sebastian R. schrieb:
> Ich könnte jetzt natürlich erklären, dass es bei Pfannen ziemlich sicher
> nicht um Strahlungswärme geht, sondern überwiegend die Kontaktwärme zum
> Garen dient

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Hans W. schrieb:
> Viele Webseiten erklären, wie unterschiedliche Pfannen mit dem Gargut
> verkleben. Manche betrachten auch die Wärmeleitung der Böden. Aber die
> Wärmestrahlung wird nirgends betrachtet. In vielen anderen
> Zusammenhängen allerdings schon (Backöfen, Heizkörper, Kühlkörper,
> Gebäude).

Tatsächlich spielen die Wärme-Speicher-Eigenschaften auch eine gewisse 
Rolle. Welche Steine eignen sich diesbezüglich gut für den Backofen, 
damit beim Türaufmachen der Temperaturunterschied nicht so deutlich 
wird? Oder: warum reagieren Kuchen oder Pizzen empfindlich auf 
plötzliche Temperaturunterschiede?
Darüberhinaus braucht es zum Fischstäbchenbraten in der Pfanne auch ein 
wenig Übung, egal mit welcher Pfanne.

von Oliver S. (oliverso)


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Rbx schrieb:
> Darüberhinaus braucht es zum Fischstäbchenbraten in der Pfanne auch ein
> wenig Übung, egal mit welcher Pfanne.

In etwa so viel Übung wie zum Wasserkochen im Wasserkocher…

Oliver

von Hans W. (hanswieland)


Angehängte Dateien:

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Das Bild habe ich gerade in einem anderen Thread entdeckt. Die 
Strahlungswärme ist doch wichtig! :-)

von Norbert (der_norbert)


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Hans W. schrieb:
> Das Bild habe ich gerade in einem anderen Thread entdeckt. Die
> Strahlungswärme ist doch wichtig! :-)

Es zeigt sehr anschaulich wie wichtig eine präzise und nicht einfach nur 
eine halbgar hingeschlönzte Beschreibung ist … um einmal die Kurve in 
dieses Forum zu bekommen.

Sollte vielleicht bei der Eröffnung eines Hilferufes hier im Forum als 
Erstes eingeblendet werden. ;-)

von Hans W. (hanswieland)


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Norbert schrieb:
> Es zeigt sehr anschaulich wie wichtig eine präzise und nicht einfach nur
> eine halbgar hingeschlönzte Beschreibung ist

Ja. Ich habe inzwischen auch bemerkt, dass meine Worte "zum Anbrennen 
neigen" einen anderen Fokus provoziert hat, als ich im Sinn hatte. 
Deutsche Sprache schwere Sprache.

: Bearbeitet durch User
von Norbert (der_norbert)


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Hans W. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> Es zeigt sehr anschaulich wie wichtig eine präzise und nicht einfach nur
>> eine halbgar hingeschlönzte Beschreibung ist
>
> Ja. Ich habe inzwischen auch bemerkt, dass meine Worte "zum Anbrennen
> neigen" einen anderen Fokus provoziert hat, als ich im Sinn hatte.
> Deutsche Sprache schwere Sprache.

Ach Hans, das hätte auch ich präziser formulieren müssen. ;-)

Meine Replik war eher auf die allgemeine Eröffnung von technischen 
›Hilferufen‹ ohne Angabe irgendwelcher sachdienlicher Hinweise gedacht.

von StefanK (stefanka)


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Sind die Pfannenbeschichtungen nicht längst alle im Weltraum getestet? 
Was soll da noch schiefgehen?

von Teo D. (teoderix)


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Roland E. schrieb:
> Gilt analog auch für Schmiedestahlpfannen.

Geht auch mit Emaillierten. Nur da sieht man den "Dreck" nicht.

von Dietrich L. (dietrichl)


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StefanK schrieb:
> Sind die Pfannenbeschichtungen nicht längst alle im Weltraum getestet?
> Was soll da noch schiefgehen?

Das Testen selber ist eine Sache, aber wichtiger ist, was bei dem Test 
herausgekommen ist ;-)

von Ralf X. (ralf0815)


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Dietrich L. schrieb:
> wichtiger ist, was bei dem Test
> herausgekommen ist

Es ist schwierig, im All ein Ei in die Pfanne zu haun.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Ralf X. schrieb:
> Es ist schwierig, im All ein Ei in die Pfanne zu haun.

Ach was, einfach mit der heißen Pfanne und Ei in die Zentrifuge gehen.

KI: "Zentrifugen in der Raumfahrt dienen primär der Erzeugung 
künstlicher Schwerkraft, entweder zur Simulation von Erdschwerkraft für 
biologische Experimente auf der ISS (Centrifuge Accommodations Module) 
oder zur Verhinderung von Muskel- und Knochenschwund bei Astronauten 
durch Training."

: Bearbeitet durch User
von Rbx (rcx)


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Dieter D. schrieb:
> Ach was, einfach mit der heißen Pfanne und Ei in die Zentrifuge gehen.

Und anschließend wird es ziemlich dunkel in den Raumstationen oder in 
den Mondreisekapseln... ;)

von Carypt C. (carypt)


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Hmmm,
ich habe gelesen, hier : 
https://www.ingenieurkurse.de/waermeuebertragung-waermeleitung/waermestrahlung/strahlungsenergiebilanz-und-schwarze-strahlung.html 
, dort steht Anfang untere Hälfte :

"Ist die Schichtdicke des Körpers deutlich kleiner als die für die 
Absorption erforderliche Materialstärke, geht der größte Teil der 
Strahlung durch den Körper hindurch und tritt seiner Natur nach 
unverändert aus ihm aus. Der Absorptionsgrad der nicht reflektierten 
Strahlung ist in hohem Maße von den Eigenschaften des betreffenden 
Stoffes abhängig. Zum Beispiel reflektiert ein hochglänzendes Metall 
alle einfallende Strahlung bis auf einen kleinen Teil, aber die in den 
Körper eingedrungene Strahlung wird schon in sehr kleiner Eindringtiefe 
(1 bis 2 μm) vollständig absorbiert und in innere Energie umgewandelt. 
So hat blank poliertes Metall eine sehr starke Absorptionsfähigkeit, 
obwohl es ein schlechter Absorber ist, da der größte Teil der 
auftreffenden Strahlung reflektiert wird."

Wieso ist ein Metall (vmtl Spiegelpolierbar) ein guter Absorber, das 
muss doch auch an den Eigenschaften hängen, die auch Stromleitung 
ermöglichen ?

Das Nachschlagen bei Wiki fördert entsprechende Fakten zutage. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Leiter_(Physik)#W%C3%A4rmeleiter , 
https://de.wikipedia.org/wiki/Wiedemann-Franzsches_Gesetz , 
https://de.wikipedia.org/wiki/Thermoelektrizit%C3%A4t#Seebeck-Effekt
https://de.wikipedia.org/wiki/Metallische_Bindung

Die gasförmig verteilten Elektronen des Leitungsbandes in Metallen sind 
also auch für die Wärmeleitung zuständig, was auch den 
thermoelektrischen Effekt zeigt. Somit können im Elektronengas breite 
Frequenzbereiche der infrarotstrahlung absorbiert/abgestrahlt werden. 
Was dem Ganzen jetzt engegensteht ist die spiegelnde Oberfläche.

So genau hatte ich da noch nicht draufgeschaut. immer wieder nett

von Carypt C. (carypt)


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Metall hätte einen Brechungsindex von 2,6 bis über 3 , 
https://de.wikipedia.org/wiki/Glanz , die Oberflächenenergie von Metall 
ist eher niedrig, weil Wasser darauf zerfließt.

von Peter F. (toto)


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Welche Energieübertragung findet hauptsächlich in eine Pfanne statt? Ich 
würde jetzt doch mal auf Wärmeleitung tippen.Wenn das Strahlung wäre, 
dann würden wir es Grillen nennen.

Dieter D. schrieb:
> Die ideale Pfanne hätte die IR-Peaks in dem Bereich, wo
> das Fleisch im rohen Zustand absorbiert, aber im garen Zustand
> durchsichtig wird.
Fleisch ist quasi ein schwarzer Strahler, auch wenn es noch nicht 
verbrannt ist, absorbiert also im gesammten Spektrum. Ob das Fleisch 
durchsichtig wird hat nichts mit der Pfanne zu tun.

von Cyblord -. (cyblord)


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Peter F. schrieb:
> Fleisch ist quasi ein schwarzer Strahler

Deshalb ist es ja auch unsichtbar.... oh wait.

: Bearbeitet durch User
von Carypt C. (carypt)


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Diese Seite : 
https://endurancelasers.com/absorption-wavelength-spectrum-for-different-materials/ 
, zeigt eine moderate Absorptionsrate für infrarot bei Eisen, Stahl und 
Nickel auf, es reflektiert also weniger (nur ca 90% und weniger). Wenn 
ich mal vom abgeregelten 300°C (573K) Ofen ausgehe, ist das 
Strahlungsmaximum bei ca 5µm. Für rotglühende Heizwendeln natürlich 
kürzer (ca 3-4µm). Man bräuchte eher kürzere Wellenlängen, wie zum 
Metallschneiden, um die Reflektion zu umgehen.

Titan (Bergsteigergeschirr) hat auch ein sehr schlechtes 
Wärmeleitvermögen, wenn es an Kontaktstellen heiss wird, dann kriegt man 
wohl eher Hotspots, wo es anbrennt, es ist einfach schlecht zu 
regulieren, weil die Wärme sich schlecht verteilt.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Cyblord -. schrieb:
> Deshalb ist es ja auch unsichtbar.... oh wait.

Lange genug bei über 100 Grad wird es unsichtbar. Aller Kohlenstoff ist 
über Gasverbindungen weg gegangen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Peter F. schrieb:
> Fleisch ist quasi ein schwarzer Strahler,

Wenn das Spektrum fein aufgeloest gemessen wird, ist das ein furchtbares 
Gezappel ueber das breite Spektrum. Viele Spitzen und Taeler dazwischen. 
Mittelhochtaeler waeren die Meisten.

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