Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannung nach Masse schalten


von J. T. (chaoskind)


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Moin,

ich möchte einen analogen Sequenzer (für Synthikrams) bauen. 595 
Schieberegister, gibt 8 Steps.

Dann wollte ich für jeden Step ein Poti nehmen, und es so lange es 
"nicht dran" ist, auf Masse schalten. Analogschalter werden in Massen 
aber ganz schön teuer. Also hab ich ein wenig im Forum gesucht, in nem 
(leider nicht abgespeicherten) uralten Thread hab ich gefunden "Schalte 
einfach 2 Transitoren antiparallel und die Basen zusammen".

In der Simulation klappt das auch prima. Siehe Schaltung:

V12 soll ein Ausgang vom Schieberegister sein. Das hatte ich erstmal 
direkt an (über R29) an die Basen der antiparallelen Transistoren Q12 
und Q13 gelegt. Da hat das aber nur zwischen 0 und 5V geklappt. Daher 
das ganze Geraffel um die 0-5V aus dem Schieberegister auf die 
Betriebsspannung +/-15V zu bringen.

Am Eingang vom Opamp liegt dann siehe Oszi.

Wenn ich das auf dem Steckbrett genauso aufbaue, sieht aus wie auf 
DS1Z_QuickPrint25. Ziehe ich Q12 aus dem Steckbrett, sieht es aus wie 
auf DS1Z_QuickPrint26.

In der Simulation klappt es immer nahezugleich gut, egal ob Q12 und 13, 
nur Q13 oder nur Q12 drin ist.

Woher kommt dieser Unterschied?

Warum leitet Q13 (wenn er alleine drin ist) mit negativer CE-Spannung?

Beitrag #8032234 wurde vom Autor gelöscht.
von J. T. (chaoskind)


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2ter Versuch für QuickPrint25

Warum kann ich das Bild nicht hochladen? Auf dem Rechner lässt es sich 
vor dem hochladen noch öffnen, und es ist ja eigentlich nahezu das 
gleiche wie 26, das ja hochgeladen ist...

mit verwirrten Grüßen
Chaos

P.S.

Bei gezogenem Q12 auf dem Steckbrett ist der positive Teil etwa um 50% 
in der Amplitude reduziert, und es braucht etwa 2-3V, bis es überhaupt 
Ausschläge gibt. Zusätzlich gibt es beim Ein- und Ausschalten noch 
Spikes bis knapp 15V

: Bearbeitet durch User
von Ralf X. (ralf0815)


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J. T. schrieb:
> Warum kann ich das Bild nicht hochladen?

Dateinamen mit zwei Punkten sind etwas ungewöhnlich.

von J. T. (chaoskind)


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als jpg evtl?

von J. T. (chaoskind)


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Ralf X. schrieb:
> Dateinamen mit zwei Punkten sind etwas ungewöhnlich.

Hier zeigt er nur einen Punkt, als jpg hats jetzt ja geklappt, daher 
bitte zum Thema zurück

von Nemopuk (nemopuk)


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Ich kenne das so: man nimmt einen einfachen kleinen NPN Transistor, 
aber C und E vertauscht (also C an GND). So kann er Wechselstrom 
schalten, allerdings mit sehr geringer Stromverstärkung. Der Steuerstrom 
muss entsprechend hoch sein.

: Bearbeitet durch User
von Thorsten S. (whitejack)


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J. T. schrieb:
> Hier zeigt er nur einen Punkt

Wo ist "hier" und wer ist "er"?

J. T. schrieb:
> daher
> bitte zum Thema zurück

Die Frage kam doch von dir selbst...wenn du beim Thema bleiben willst, 
dann stell keine Fragen die nicht zum Thema gehören, wäre mein Tip dazu!

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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zur Diskrepanz zwischen Simulation und echter Schaltung fällt also von 
den Experten niemandem was ein?


Thorsten S. schrieb:
> Wo ist "hier" und wer ist "er"?

Ist egal, hat sich geklärt.

Thorsten S. schrieb:
> Die Frage kam doch von dir selbst...wenn du beim Thema bleiben willst,
> dann stell keine Fragen die nicht zum Thema gehören, wäre mein Tip dazu!

Und wurde nach Ralfs Hinweis auf irgendwelche 2 Punkte dann  als 
erledigt abgehakt.

Ich erklärs dir trotzdem noch kurz:

Ralf sagte "Dateinamen mit 2 Punkten sind ungewöhnlich". Darauf 
antwortete ich "Hier (bei mir auf meinem Bildschirm) zeigt er (der 
Bildschirm) nur einen Punkt an".

ich hoffe damit ist die vorgetäuschte Neugier befriedigt.

Kannst du zur eigentlich Frage noch etwas beitragen?

von J. T. (chaoskind)


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Nemopuk schrieb:
> Ich kenne das so: man nimmt einen einfachen kleinen NPN Transistor,
> aber C und E vertauscht (also C an GND). So kann er Wechselstrom
> schalten, allerdings mit sehr geringer Stromverstärkung. Der Steuerstrom
> muss entsprechend hoch sein.

Oh, dich hatte ich übersehen. Mit einem Transistor mit C an GND sieht es 
genauso aus wie in QuickPrint25, welches mit antiparallelen Transistoren 
aufgenommen wurde. Mit E an GND bei nur einem Transistor klappt es, 
siehe QuickPrint26.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Wenn dasselbe Interface wie beim 74HC595 gewünscht ist, bieten sich 
TPIB(C) Open Drain Versionen von T.I. an. Diese Typen können bis 50V und 
haben die gewünschte Ausgangseigenschaften. Ich habe solche vor kurzem 
in einem Arbeitsprojekt gerade wegen dieser Notwwndigkeit ausgenützt. 
Ein besonderer Typ dieser Familie schaltet bis zu 350mA per Ausgang. 
Auch Ströme im uA Bereich sind kein Problem. Ansteuerung ist gleich mit 
HC595. Es gibt auch 596 Versionen. Bei großen gleichzeitigen 
Last-Strömen empfehlen such die 24-pin Gehäuseversionen mit acht 
zusätzlichen Masse Pins.

https://www.ti.com/lit/ds/symlink/tpic6c595.pdf?ts=1775311062939

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Gerhard O. schrieb:
> Wenn dasselbe Interface wie beim 74HC595 gewünscht ist,

Da bin ich eigentlich flexibel, aber das 74HC595 fliegt halt in der 
Bastelkiste rum. Hauptsache, man kann ein einzelnes High im Kreis herum 
schicken.

Vom Prinzip war es mal wie im Bild angedacht. Poti als Spannungsteiler, 
bei dem Poti, das gerade dran ist, wird die Verbindung nach Ground 
aufgehoben, am Ausgang vom Opamp kann man dann die Sequenz abnehmen.

Gerhard O. schrieb:
> https://www.ti.com/lit/ds/symlink/tpic6c595.pdf?ts=1775311062939

Macht da nicht die Bodydiode Probleme, wenn ich am Poti negative 
Spannungen einstelle, und das andere Ende vom Opendrain auf GND hängt?

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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J. T. schrieb:
> ich möchte einen analogen Sequenzer (für Synthikrams) bauen. 595
> Schieberegister, gibt 8 Steps.

Mit einem Zähler und Speicher (oder gar einem µC) einen DAC zu füttern 
ist keine Option?
Gibt bei Bedarf dann auch mehr Steps.

Denn:
J. T. schrieb:
> Analogschalter werden in Massen aber ganz schön teuer.

Potis auch.

Gruß
Jobst

von Gerhard O. (gerhard_)


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J. T. schrieb:
> Gerhard O. schrieb:
>> Wenn dasselbe Interface wie beim 74HC595 gewünscht ist,
>
> Da bin ich eigentlich flexibel, aber das 74HC595 fliegt halt in der
> Bastelkiste rum. Hauptsache, man kann ein einzelnes High im Kreis herum
> schicken.
>
> Vom Prinzip war es mal wie im Bild angedacht. Poti als Spannungsteiler,
> bei dem Poti, das gerade dran ist, wird die Verbindung nach Ground
> aufgehoben, am Ausgang vom Opamp kann man dann die Sequenz abnehmen.
>
> Gerhard O. schrieb:
>> https://www.ti.com/lit/ds/symlink/tpic6c595.pdf?ts=1775311062939
>
> Macht da nicht die Bodydiode Probleme, wenn ich am Poti negative
> Spannungen einstelle, und das andere Ende vom Opendrain auf GND hängt?

Ja. Darauf achtete ich nicht. Dann bleibt eigentlich nur Analogschalter 
wie CD4066/51-53. die 405x Bausteine haben auch einen Vee negativen 
Eingang. Da kann man bis zu den Datenblatt Grenzwerte gehen. Vielleicht 
erreicht der so erzielbare Spannungsbereich für Dich dann aus. Da Du 
+/-15 möchtest, ist das wahrscheinlich auch keine gute Lösung, es sei 
denn, Dein Vorhaben lässt sich skalieren. Z.B. +/-5V oder 7-8V.

Sonst würde ich einen LM324 OPV nehmen, ihn mit 0/5V ansteuern und 
würdest fast +/-15 Schaltspannungen am Ausgang bekommen. Mit zwei 
solcher vierfach OPVs hättest Du dann zusammen mit dem 595 acht 
Steuerausgänge.

Sonst fallen mir noch optOMOS Schalter ein. Da könntest Du potentialfrei 
schalten, auch Doppel Opto-Isolators bieten sich an. Wenn man die Opto 
Dioden mit Vcc und Vdd schaltet, kriegst Du entweder +15 oder -15 oder 
Null

Letzten Endes fällt auch noch die Komplexität der Schaltung ins Gewicht 
und bei vielen Kanälen zu berücksichtigen. Der LM324 Vorschlag ist noch 
am Einfachsten und am Billigsten.

von Michael B. (laberkopp)


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J. T. schrieb:
> Betriebsspannung +/-15V zu bringen.

Der Transistor-Trick funktioniert nur unterhalb UBEreverse, also 6V.

Dann reicht auch 1 Transistor

https://www.edn.com/muting-transistor-attenuator-circuits-2sc2878/

Dafür gibt es extra Muting-Transistoren die eine höhere UBEO haben als 
5V und ein eigenes Schaltzeichen

https://www.diyaudio.com/community/attachments/muting-transistor-attenuator-circuits-and-the-2sc2878-pdf.1017514/

von J. T. (chaoskind)


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Es funktioniert ja mit nur einem Tranisitor statt den antiparallelen.... 
Ich such eigentlich nur nach ner Erklärung, warum die Simulation so von 
der Realtität abweicht. Bisher war Spice bei solchen relativ unkomplexen 
Schaltungen eigentlich immer ziemlich dicht dran...

Ich hatte auch schon versucht, auf die Aussenanschlüße der Potis die 
Betriebsspannung zu schalten, doch dann gabs Probleme damit, das der 
Teil, den ich jetzt auf Masse ziehe, gefloatet hatte. Also hätte ich den 
doch wieder auf Masse ziehen müssen. Dann ist es ja einfacher, nur den 
Teil auf Masse zu ziehen, als auch noch die Betriebsspannung zu 
schalten.

Jobst M. schrieb:
> Mit einem Zähler und Speicher (oder gar einem µC) einen DAC zu füttern
> ist keine Option?
> Gibt bei Bedarf dann auch mehr Steps.

Das ist zusätzlich geplant, aber einen "rein analogen" hät ich trotzdem 
gern. Wobei man sich über die analogizität eines Schieberegisters 
streiten können mag :D.

Jobst M. schrieb:
> Denn:
> J. T. schrieb:
>> Analogschalter werden in Massen aber ganz schön teuer.
>
> Potis auch.

Aber Potis UND Analogschalter noch viel teurererer.

von Jobst M. (jobstens-de)


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J. T. schrieb:
> Aber Potis UND Analogschalter noch viel teurererer.

Die 30ct für einen 4051 fallen dabei aber kaum auf. Bekommst Du 
überhaupt die 16 Transistoren dafür?

Wie viele Kanäle willst Du denn bauen?

Gruß
Jobst

von J. T. (chaoskind)


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Jobst M. schrieb:
> Die 30ct für einen 4051 fallen dabei aber kaum auf.

Der kann aber nur 0-5V, wimre...

von J. T. (chaoskind)


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Jobst M. schrieb:
> Die 30ct für einen 4051 fallen dabei aber kaum auf.

Der kann aber nur 0-5V, wimre...

Jobst M. schrieb:
> Wie viele Kanäle willst Du denn bauen?

voraussichtlich 8 Kanäle pro Platine, und die Platinen kaskadierbar.

von Jörg R. (solar77)


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J. T. schrieb:
> Jobst M. schrieb:
>> Die 30ct für einen 4051 fallen dabei aber kaum auf.
>
> Der kann aber nur 0-5V, wimre...

Aber nicht wenn es ein CD4051 ist, also aus der 4000er CMOS-Familie.

von Mani W. (e-doc)


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Jörg R. schrieb:
> Aber nicht wenn es ein CD4051 ist, also aus der 4000er CMOS-Familie.

15 Volt z.B. wäre eine gängige Spannung...

von Jobst M. (jobstens-de)


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J. T. schrieb:
> Der kann aber nur 0-5V, wimre...

Standard 4051 (CD4051B, HEF4051B, etc.) +/-8V


J. T. schrieb:
> voraussichtlich 8 Kanäle pro Platine

Also 64 Potis?


Gruß
Jobst

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Jobst M. schrieb:
> Standard 4051 (CD4051B, HEF4051B, etc.) +/-8V

also zu wenig, wenn ich +/-15V schalten möchte.

Jobst M. schrieb:
> Also 64 Potis?

Nein, 2 Potis pro Step/Kanal. Aber die Anzahl ist für die eigentliche 
Frage auch egal, die (erhoffte) Lösung wird dann entsprechend 
vervielfältigt.

von Mani W. (e-doc)


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J. T. schrieb:
> also zu wenig, wenn ich +/-15V schalten möchte.

Wozu?

Sequenzer braucht keine negative Spannung...

: Bearbeitet durch User
von Jobst M. (jobstens-de)


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Mani W. schrieb:
> Sequenzer braucht keine negative Spannung...

Da er um den nachfolgenden OPV kaum herumkommen wird, braucht er gerade 
mal 5V.

Eigentlich benötigt er auch keinen Schalter hinter den Potis, sondern 8 
Schalter für die Versorgung ALLER Potis.

Gruß
Jobst

von J. T. (chaoskind)


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Mani W. schrieb:
> Sequenzer braucht keine negative Spannung...

Schön, dass du so genau weißt, was "mein" Sequenzer braucht. Wenn dir 
keine Anwendungsfälle dafür siehst, ist es ja ok, wenn dein Sequenzer 
keine braucht. Ich habe Anwendungsfälle dafür.

Jobst M. schrieb:
> Eigentlich benötigt er auch keinen Schalter hinter den Potis, sondern 8
> Schalter für die Versorgung ALLER Potis.

Die Variante hatte ich schon, und dort war ein Problem, dass die 
Schleifer dann floateten und massiv 50Hz gefangen haben.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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J. T. schrieb:
> Schön, dass du so genau weißt, was "mein" Sequenzer braucht. Wenn dir
> keine Anwendungsfälle dafür siehst, ist es ja ok, wenn dein Sequenzer
> keine braucht. Ich habe Anwendungsfälle dafür.

Na, das paßt ja wieder wie Arsch auf Eimer. Vollkommen unrealistische 
Anforderungen. Idiotische Schaltung. Und sich dann wundern, warum man 
dafür Bauteile aus Unobtainium braucht und warum das soviel kostet.

>> Eigentlich benötigt er auch keinen Schalter hinter den Potis, sondern 8
>> Schalter für die Versorgung ALLER Potis.
>
> Die Variante hatte ich schon, und dort war ein Problem, dass die
> Schleifer dann floateten und massiv 50Hz gefangen haben.

Wenn man ein Poti einpolig von Spannung abklemmt, floated gar nichts. 
Zumal man das Poti gar nicht abklemmen muß, sondern einfach das Ende des 
Potis von z.B. 5V auf GND schaltet (das andere Ende fest auf GND). Das 
kann der 595 sogar ganz alleine. Von 0..5V auf -15...+15V kommt man 
einfach mit einem OPV. Kein Hexenwerk.

von J. T. (chaoskind)


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Axel S. schrieb:
> Na, das paßt ja wieder wie Arsch auf Eimer. Vollkommen unrealistische
> Anforderungen.

Ja das grenzt schon an Schwarzmagie. Wahnsinnig unrealistisch, +/-15v 
schalten zu wollen.

Axel S. schrieb:
> Idiotische Schaltung.

Janu, ich weiß es halt nicht besser und wende mich in meinem Unwissen 
hoffnungsvoll ans Forum, um mir etwas weniger idiotisches zeigen zu 
lassen. Aber wie so oft kommen nur Beleidigungen, wie dumm man doch sei.

Axel S. schrieb:
> Wenn man ein Poti einpolig von Spannung abklemmt, floated gar nichts.

Wenn man in seiner Unkenntnis aber meint, man müsse 2polig versorgen, 
taucht einpolig abklemmen halt nichtmal als potentielle Option auf.

Axel S. schrieb:
> Zumal man das Poti gar nicht abklemmen muß, sondern einfach das Ende des
> Potis von z.B. 5V auf GND schaltet

Also genau das, was ich gerade versuche. Ich will den Schleifer auf GND 
ziehen.....

Axel S. schrieb:
> Von 0..5V auf -15...+15V kommt man einfach mit einem OPV. Kein
> Hexenwerk.

Ja, so weit reichen meine Elektronikkenntnisse dann gerade noch, 2,5v 
abziehen und mit 6 multiplizieren. Dann landet man aber beim Opampgrab.

Also gibt es wohl keine einfache Lösung für mein Vorhaben, die nicht in 
irgendeiner Art von Bauteilegrab ausartet.

von J. T. (chaoskind)


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Fällt eigentlich noch jemandem was zu dieser Frage ein, wenn mein 
Problem in einfach wohl unlösbar ist?

J. T. schrieb:
> Ich such eigentlich nur nach ner Erklärung, warum die Simulation so von
> der Realtität abweicht. Bisher war Spice bei solchen relativ unkomplexen
> Schaltungen eigentlich immer ziemlich dicht dran...

Vor allem der Punkt,

Nemopuk schrieb:
> Ich kenne das so: man nimmt einen einfachen kleinen NPN Transistor,
> aber C und E vertauscht (also C an GND). So kann er Wechselstrom
> schalten, allerdings mit sehr geringer Stromverstärkung. Der Steuerstrom
> muss entsprechend hoch sein.

da sind sich Stefanus und Spice ja einig. Auf dem Steckbrett gibt es mit 
C an GND aber diese Einbrüche, wenn gerade positive Spannungen am 
Schleifer anliegen.

Also auf dem Steckbrett:
ein T, C an GND, positive Spannungen werden nicht richtig ausgegeben.

antiparallel T, positive Spannungen werden nicht richtig ausgegeben.

ein T, E an GND. funktioniert.

In Spice:
ein T, C an GND, funktioniert.

antiparallel T, funktioniert.

ein T, E an GND, funktioniert.

Sie unterscheiden sich lediglich um wenige mV, wie dicht sie an 0V 
herankommen. Da schnitten die Antiparallelen am besten ab, die kamen auf 
etwa 2mV an 0V heran. C an GND etwa 5mV wimre, E an GND etwa 7mV wimre.

Also ist die einzige Variante, die auf dem Steckbrett funktioniert, die 
die in der Simulation "am schlechtesten" funktioniert.

Warum liegt Spice hier so daneben?

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Naja, wenn man halt so unbedingt Schrauben mit Haemmern in Glasscheiben 
treiben will, weil man's grad da hat, muss man sich ueber schlechten 
Wirkungsgrad nicht direkt wundern.
Wenn's denn unbedingt Schieberegister sein muessen (wo man dann wohl arg 
in die Hoelle des Missklangs kommt, sollte da mal jemals mehr als ein 
Ausgang gleichzeitig high sein), warum dann danach nicht einfach direkt 
jeweils ein Poti von jedem Ausgang des Schieberegisters nach GND, alle 
Schleifer aller Potis jeweils via Entkopplungswiderstaende auf einen 
(invertierenden, als Summierverstaerker geschalteten) OpAmp. Mit 
weiterem inv. OpAmp dann wieder "richtigrum" machen, ggf. verstaerken 
und verschieben, wie man's gerne haette.
Und schon hab' ich eine Augsgangsspannung, die ich fuer jeden Takt mit 
einem eigenen Poti einstellen kann und brauch keine wilden 
Analogschalter oder Transistoren mit verwechselten C-E-Beinchen oder 
sonst komisches Zeugs.

scnr,
WK

von J. T. (chaoskind)


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Dergute W. schrieb:
> warum dann danach nicht einfach direkt
> jeweils ein Poti von jedem Ausgang des Schieberegisters

kann ich dir ehrlich gesagt, nicht mehr sagen. Genau so hatte ich es 
schon, war aber aus momentan verscholzten Gründen unzufrieden damit....

Dergute W. schrieb:
> Wenn's denn unbedingt Schieberegister sein muessen (wo man dann wohl arg
> in die Hoelle des Missklangs kommt, sollte da mal jemals mehr als ein
> Ausgang gleichzeitig high sein)

Ja ein Schieberegister soll es schon sein. Genau solche Ausflüge in die 
Missklanghölle sind unter anderem geplant. Ausgabe mehrere Kanäle 
gleichzeitig, gesteuert vom Schieberegister als LFSR PRNG. In der DAW 
hab ich solche Spielereien schon gemacht und ich wills auch "in echt" 
haben. Es dient ansonsten keinem weiteren Zweck, ausser der Befriedigung 
des Spieltriebs.

Dergute W. schrieb:
> jeweils ein Poti von jedem Ausgang des Schieberegisters nach GND, alle
> Schleifer aller Potis jeweils via Entkopplungswiderstaende auf einen
> (invertierenden, als Summierverstaerker geschalteten) OpAmp. Mit
> weiterem inv. OpAmp dann wieder "richtigrum" machen, ggf. verstaerken
> und verschieben,

ist die Sprache des Elektronikers nicht der Schaltplan?

SCNR :D

von J. T. (chaoskind)


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J. T. schrieb:
> Warum liegt Spice hier so daneben?

von Rick (rick)


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J. T. schrieb:
> Analogschalter werden in Massen
> aber ganz schön teuer.
In der Tat. Bei Reichelt geht es mit DG441 für 2,75€ (=69ct pro 
Schalter) los. Für einen ADG411 wollen sie 6,90€ haben :(
War mir gar nicht so bewusst.

J. T. schrieb:
> Wahnsinnig unrealistisch, +/-15v
> schalten zu wollen.
Falls man seine Schaltung mit +/-15V versorgt, nutzt man doch eher nur 
+/-10V als Signalspannung.

J. T. schrieb:
> Warum liegt Spice hier so daneben?
Nach meiner Erfahrung sind die Simulationsergebnisse dann sehr 
brauchbar, wenn alle relevanten Effekte berücksichtigt werden.
Beispiele, wo das nicht der Fall ist kennen wir alle:
- OpAmps, wo am Ausgang mehr Strom rauskommt, als an der Versorgung 
reingeht,
- Dioden ohne Sperrerholzeit,
- Transistoren ohne Emitter−Basis-Durchbruch oder
- Widerstände die nicht rauschen

Wenn man anfängt die 'Dreckeffekte' mit zu modellieren, passen Messung 
und Simulation wieder zueinander...

von Jobst M. (jobstens-de)


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Dergute W. schrieb:
> Mit weiterem inv. OpAmp dann wieder "richtigrum" machen

Warum die Lösung für dieses Problem nicht auf die Seite legen, wo es 
nicht für jeden Kanal einzeln gelöst werden muss?
Die Potis können auch mit negativer Spannung angesteuert werden.

J. T. schrieb:
> Ja das grenzt schon an Schwarzmagie. Wahnsinnig unrealistisch, +/-15v
> schalten zu wollen.

Und ich dachte, es sei ein Kostenproblem ...

Gruß
Jobst

von J. T. (chaoskind)


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Rick schrieb:
> In der Tat. Bei Reichelt geht es mit DG441 für 2,75€ (=69ct pro
> Schalter) los. Für einen ADG411 wollen sie 6,90€ haben :(
> War mir gar nicht so bewusst.

Während ein NPN bei dingensPCB für unter nen Cent zu bekommen ist. 
Während mir Reichelt bei meiner Suche gar nicht angezeigt wurde, den 
DG441 hab nicht für unter 3€ gesehen.

Rick schrieb:
> Falls man seine Schaltung mit +/-15V versorgt, nutzt man doch eher nur
> +/-10V als Signalspannung.

Da hast du recht, für Signale nutze ich tatsächlich +/-12V, das bekommen 
die meisten Standardopamps bei +/-15V Versorgung wohl recht entspannt 
ausgegeben. Ist irgendwie untergegangen....

Rick schrieb:
> - OpAmps, wo am Ausgang mehr Strom rauskommt, als an der Versorgung
> reingeht,

Ich hab tatsächlich (in der Simulation) noch nie nachgeschaut, was der 
Opamp sich so aus der Versorgung gönnt!

Rick schrieb:
> Wenn man anfängt die 'Dreckeffekte' mit zu modellieren, passen Messung
> und Simulation wieder zueinander...

Mich wundert nur immer noch, das es bei mir mit C an GND nicht 
funktioniert, entgegen der vorhin zitierten Aussage....

Jobst M. schrieb:
> Und ich dachte, es sei ein Kostenproblem ...

Ich hab doch ne funktionierende Lösung, ich versteh nur nicht, warum sie 
funktioniert.

von Hans W. (hanswieland)


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J. T. schrieb:
> Mich wundert nur immer noch, das es bei mir mit C an GND nicht
> funktioniert, entgegen der vorhin zitierten Aussage....

Mich wundert, dass du nicht von selbst auf die Idee kommst, einen 
Schaltplan zu erstellen (incl. Ansteuerung der Transistoren). Je länger 
du das hinaus zögerst, um so mehr potentielle Helfer klinken sich aus.

> Ich hab doch ne funktionierende Lösung, ich
> versteh nur nicht, warum sie funktioniert.

Ist diese auch geheim?

: Bearbeitet durch User
von J. T. (chaoskind)


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Hans W. schrieb:
> Ist diese auch geheim?

Nicht mal den Eröffnungspost angesehen? Dort findest ein Bild namens 
"Schaltung". Dort denkst du dir Q12 weg. Dann hast du die auf dem 
Steckbrett funktionierende Variante.

von Mani W. (e-doc)


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Ich habe den Eindruck, dass der TO mit Sequenzern und analoger
Klangerzeugung sehr wenig zu tun hatte und die Erfahrung mit
stabilen Osszillatoren, angesteuert vom Sequenzer noch nicht hat...

von J. T. (chaoskind)


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Mani W. schrieb:
> Ich habe den Eindruck, dass der TO mit Sequenzern und analoger
> Klangerzeugung sehr wenig zu tun hatte und die Erfahrung mit
> stabilen Osszillatoren, angesteuert vom Sequenzer noch nicht hat...

und welchen Mehrwert erzeugt dein durchaus nicht richtiger Eindruck für 
diesen Thread?

von Mani W. (e-doc)


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J. T. schrieb:
> und welchen Mehrwert erzeugt dein durchaus nicht richtiger Eindruck für
> diesen Thread?

Dass es nicht der richtige Eindruck ist, das behauptest Du!

von J. T. (chaoskind)


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Mani W. schrieb:
> Dass es nicht der richtige Eindruck ist, das behauptest Du!

Geh doch deine Galle bitte in anderen Threads verbreiten. Oder, als 
bessere Alternative, glänze doch mit deinen Erfahrungen, statt andere in 
den Dreck ziehen zu wollen =)

von Mani W. (e-doc)


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War nicht meine Absicht!

Entschuldige mich!

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