Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Festspannungsnetzteil 12V 60W mit USB C Stecker


von Alex Z. (alexander_z49)


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Hallo,

Ich suche für ein Projekt ein Schaltnetzteil 12V Festspannung 60W 5A mit 
USB C Stecker. Ich hab die gängigen Seiten Amazon, Conrad, Reichelt 
schon befragt, aber nichts Passendes gefunden. Die meisten NT sind mit 
5,5/2,5mm Hohlstecker.

Ich kann mir das nur so erklären, 12V Festspannung ist kein 
USB-Standard, also baut auch keiner NT mit USB C, damit sich nicht 
jemand seine Geräte zerschießt.

USB C ist bis 240W spezifiziert (48V x 5A), sollte also zumindest keine 
technische Limitierung sein.

Hab bei der Suche gesehen, es gibt ein paar NT wie beschrieben, 
allerdings mit Ami-Stecker.

Ich möchte eigentlich nur eine Buchse auf der Platine haben, USB C als 
Spannungsversorgung und Programmierschnittstelle.

Ist euch vllt. so ein NT über den Weg gelaufen?

Alex

: Bearbeitet durch User
von Frank K. (fchk)


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Alex Z. schrieb:
> Hallo,
>
> Ich suche für ein Projekt ein Schaltnetzteil 12V Festspannung 60W 5A mit
> USB C Stecker. Ich hab die gängigen Seiten Amazon, Conrad, Reichelt
> schon befragt, aber nichts Passendes gefunden. Die meisten NT sind mit
> 5,5/2,5mm Hohlstecker.

Genau. Das Problem ist, dass es keine USB-C Festspannungsnetzteile mit 
was anderem als 5V geben kann. Ausnahmslos alle USB-C Netzteile fangen 
mit 5V an, und wenn sie und der Verbraucher das Power Delivery Protokoll 
können, dann wird ggf. eine höhere Spannung und ein höherer Strom 
ausgehandelt. Ein 45W-USBC-Netzteil muss also immer 5V@3A, 9V@3A und 
15V@3A unterstützen.

Du brauchst also so einen Controller auf Deinem Board
https://www.ti.com/product/TPS25730
um die passende Spannung und den passenden Strom mit einem USB-C 
Netzteil auszuhandeln. Wobei 60W hier als 20V@3A realisiert werden und 
nicht als 12V@5A.

USB-C ist weit mehr als nur ein Stecker.

fchk

von Alex Z. (alexander_z49)


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Hallo,

hm, das dachte ich mir schon. Dann werden es wohl doch 2 Stecker. Danke 
für die schnelle Antwort.

Alex

von Oliver R. (orb)


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Frank K. schrieb:
> Das Problem ist, dass es keine USB-C Festspannungsnetzteile mit
> was anderem als 5V geben kann

Solche absoluten Aussagen sind immer etwas ungeschickt. Grad als USB-C 
aufkam wurde der Stecker gerne für alles mögliche verwendet, ich hab 
hier einen Lidl-AkkuDremel mit einem 13V Steckernetzteil mit USB-C 
Stecker.
Und ja, das Ding tötet alle Geräte, die nur 5 Volt abkönnen.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Oliver R. schrieb:
> Solche absoluten Aussagen sind immer etwas ungeschickt.

Nö, sie ist absolut korrekt.
Das was dieses Lidl Ding da macht ist nämlich gar nicht USB(-C) konform 
und dürfte damit auch nicht die Bezeichnung USB tragen.
Irgendein Depp hat da einen USB-Stecker dran gepackt wo er nicht 
hingehört. Das ist dann aber noch lange kein USB.

Gruß
Jobst

von Andreas B. (bitverdreher)


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Ein weiterer Grund sind auch die filigranen Kontakte des USB-C. Wenn 
man hier gleich höhere Ströme fließen lassen würde, wären die Kontakte 
recht schnell hin.
Daher ist der USB-C Weg: einstecken, dann 5V mit kleinem Strom, 
Spannung/Strom aushandeln und dann erst full power. Bis dahin ist der 
Stecker sicher kontaktiert.

Jobst M. schrieb:
> Das was dieses Lidl Ding da macht ist nämlich gar nicht USB(-C) konform
> und dürfte damit auch nicht die Bezeichnung USB tragen.

Das hilft demjenigen, dessen Gerät gerade schmurgelt, recht wenig. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Wolf17 (wolf17)


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: Bearbeitet durch User
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Alex Z. schrieb:
> USB C ist bis 240W spezifiziert (48V x 5A), sollte also zumindest keine
> technische Limitierung sein.

USB-C PD Netzteile mit 100W müssten grundsätzlich 5A abgeben können. 12V 
ist aber kein Standard -Profil, also brauchst du ein Netzteil mit 
Unterstützung für PPS. Also nach "USB PD 100W PPS Charger" suchen.

Wie schon erwähnt brauchst du natürlich einen USB-PD IC welcher dieses 
Profil dann anfordert. Manche Mikrocontroller haben das auch integriert, 
z.B. die STM32Gxx. Da kannst du dann ganz flexibel anfordern was du 
brauchst.

von Hans W. (hanswieland)


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Alex Z. schrieb:
> Ich kann mir das nur so erklären, 12V Festspannung ist kein
> USB-Standard, also baut auch keiner NT mit USB C, damit sich nicht
> jemand seine Geräte zerschießt.

So ist es. Du brauchst wohl ein "PD Trigger" Modul dazu.

von Harald K. (kirnbichler)


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Niklas G. schrieb:
> USB-C PD Netzteile mit 100W müssten grundsätzlich 5A abgeben können. 12V
> ist aber kein Standard -Profil, also brauchst du ein Netzteil mit
> Unterstützung für PPS.

12 V wird mittlerweile auch von reinen PD-Netzteilen unterstützt, wie 
z.B. dem 20-Watt-Netzteil aus der "Sjöss"-Reihe von Ikea. Die anderen 
Modelle können PPS, das 20-Watt-Modell aber nicht.

https://www.ikea.com/de/de/p/sjoess-ladegeraet-mit-1-usb-ausgang-20-w-60609740/

Um das Netzteil dazu zu bekomen, 12 V auszugeben, ist ein "PD Trigger" 
oder "PD Decoy" erforderlich. Manche neuere Microcontroller enthalten 
die dafür nötige Hardwareunterstützung, es kann daher lohnen, beim 
Design eines Gerätes, das mit USB PD betrieben werden soll, einen 
derartigen Microcontroller auszuwählen. Ein günstiges Beispiel ist der 
CH32X035 von WCH, für den gibt es auch PD-bezogene Beispielanwendungen:

https://github.com/wagiminator/CH32X035-USB-PD-Tester
https://github.com/wagiminator/CH32X035-USB-PD-Adapter

Das Ding ist eng mit dem CH32V003 verwandt, daher gibt es auch eine 
Arduino-Unterstützung dafür:

https://github.com/pixelEDI/wch-CH230X035-arduino-setup

von Wolf17 (wolf17)


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Niklas G. schrieb:
> USB-C PD Netzteile mit 100W müssten grundsätzlich 5A abgeben können.
Ja, bei 20V. Leider habe ich bisher nur welche gefunden, die bei 12V 3A 
liefern.

: Bearbeitet durch User
von Frank K. (fchk)


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Niklas G. schrieb:
> Alex Z. schrieb:
>> USB C ist bis 240W spezifiziert (48V x 5A), sollte also zumindest keine
>> technische Limitierung sein.
>
> USB-C PD Netzteile mit 100W müssten grundsätzlich 5A abgeben können.

Gemäß USB PD Spec 3.2 Rev 1.1 Abschnitt 10.2.2 Normative Voltages and 
Currents gilt das aber nur für 20V. Niedrigere Spannungen müssen nur mit 
bis zu 3A bereitgestellt werden. 5A erfordern außerdem ein elektronisch 
markiertes 5A Kabel, die normalen können nur 3A.

fchk

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Frank K. schrieb:
> Niedrigere Spannungen müssen nur mit
> bis zu 3A bereitgestellt werden.

Richtig, daher braucht es wie erwähnt Unterstützung für PPS.

Wolf17 schrieb:
> Ja, bei 20V. Leider habe ich bisher nur welche gefunden, die bei 12V 3A
> liefern.

Dann musst du nach welchen mit Unterstützung für PPS suchen. Die genaue 
Kombination 12V / 5A wird nicht dranstehen, aber man müsste sie 
anfordern können.

Frank K. schrieb:
> 5A erfordern außerdem ein elektronisch
> markiertes 5A Kabel, die normalen können nur 3A.

Richtig.

von Wolf17 (wolf17)


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Niklas G. schrieb:
> Dann musst du nach welchen mit Unterstützung für PPS suchen. Die genaue
> Kombination 12V / 5A wird nicht dranstehen, aber man müsste sie
> anfordern können.
Dann bitte einen Link zu einem 100W USB-C, das im PPS Bereich 5A kann.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Andreas B. schrieb:
> Das hilft demjenigen, dessen Gerät gerade schmurgelt, recht wenig. ;-)

Doch! Er lernt dabei, dass man keinen Scheiß kaufen sollte.
Mit Schmerz lernt man am besten. ;-)

Gruß
Jobst

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Wolf17 schrieb:
> Dann bitte einen Link zu einem 100W USB-C, das im PPS Bereich 5A kann.

Die Hersteller schreiben natürlich nie so genau eindeutig dran was genau 
möglich ist, aber ich vermute dass es damit gehen könnte:

https://de.ugreen.com/products/ugreen-100-w-usb-c-gan-ladegerat-mit-4-ports

Da steht:
> PPS: 3.3–21V/5A

von Norbert (der_norbert)


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Niklas G. schrieb:
> aber ich vermute dass es damit gehen könnte:

Tja, das ist so ein Ding mit Vermutungen.

USB-C1/C2 Ausgang 12V/3A
USB-C3 Ausgang     12V/1.88A
USB-A Ausgang     12V/1.5A

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Norbert schrieb:
> USB-C1/C2 Ausgang 12V/3A
> USB-C3 Ausgang     12V/1.88A
> USB-A Ausgang     12V/1.5A

Tja, das sind nur die fixen Profile. Weiter unten steht die von mir 
zitierte Angabe zur PPS-Leistung. Wenn die so stimmt wie sie da steht, 
sollte das Netzteil 12V / 5A liefern können.

von Norbert (der_norbert)


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Niklas G. schrieb:
> Norbert schrieb:
>> USB-C1/C2 Ausgang 12V/3A
>> USB-C3 Ausgang     12V/1.88A
>> USB-A Ausgang     12V/1.5A
>
> Tja, das sind nur die fixen Profile. Weiter unten steht die von mir
> zitierte Angabe zur PPS-Leistung. Wenn die so stimmt wie sie da steht,
> sollte das Netzteil 12V / 5A liefern können.

Würde mich wundern. Hersteller schreiben normalerweise alles Positive in 
die Produktbeschreibungen, stellen die anderen Dinge so dar, dass man 
gerade noch nicht von einer Lüge sprechen kann und lassen den 
unangenehmen Rest komplett weg.
Hier hätten sie zB. schreiben können: 5A im kompletten 3V…20V Bereich.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Norbert schrieb:
> Hier hätten sie zB. schreiben können: 5A im kompletten 3V…20V Bereich.

Das versteht der Normal-Kunde sowieso nicht, daher wird sowas 
weggelassen. Durch PPS ist das sowieso auch impliziert.

von Harald K. (kirnbichler)


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Niklas G. schrieb:
> Richtig, daher braucht es wie erwähnt Unterstützung für PPS.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Ein Beispiel für ein Netzteil, das 5 A ausgeben kann, ist das hier:

https://pip-assets.raspberrypi.com/categories/898-raspberry-pi-27w-usb-c-power-supply/documents/RP-008245-DS-1-27w-usb-c-power-supply-product-brief.pdf

Dieses Netzteil kann kein PPS, und bietet folgende Spannungen:

5.1 V, 5 A
9 V, 3 A
12 V, 2.25 A
15 V, 1.8 A

Daß für 12 V kein PPS erforderlich ist, habe ich weiter oben schon 
anhand der 20-Watt-Ausführung des Ikea "Sjöss" belegt, dieses Netzteil 
hier ist ein weiterer Beleg dafür.

Allerdings scheinen PD-Netzteile, die 5 A auch bei Spannungen unter 20 V 
liefern, recht selten zu sein. Ich habe gerade (mit einigem Gefluche*) 
mal angesehen, was die ach so tolle Firma "Anker" bietet - nein, auch 
deren 160-Watt-"Prime"-Modell kann das nicht.



*) Eine Webseite, die technische Daten versteckt ...

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Du hast Recht, sorry. PPS ist nicht unbedingt erforderlich. Aber ein 
Netzteil mit PPS und 100W Unterstützung kann sehr wahrscheinlich 12V / 
5A, so wie das von mit gezeigte Exemplar. Dass es auch welche gibt, die 
das auch ohne PPS können, ist natürlich praktisch.

von Harald K. (kirnbichler)


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Niklas G. schrieb:
> so wie das von mit gezeigte Exemplar

USB-C1/C2: 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A (100W Max) PPS: 
3.3–21V/5A

Bizarre Konstruktion. 5 A bei Spannungen unter 20 V nur mit PPS.

Interessant: Dafür aber PPS auch mit unter 5 V.

-- Nachtrag

Obacht!

Auf der Webseite 
(https://de.ugreen.com/products/ugreen-100-w-usb-c-gan-ladegerat-mit-4-ports) 
stehen zwei widersprüchliche Spezifikationen:

USB-C1/C2 Ausgang 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 3.3-21V/3A; PPS 
Adaptive Ladung 100W Max.

Da sind's dann nur noch 3 A bei PPS.

(Das findet sich unterhalb der vielen tollen Bilder, ersteres weiter 
unten auf der Seite unter "Spez."

: Bearbeitet durch User
von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> USB-C1/C2 Ausgang 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 3.3-21V/3A; PPS
> Adaptive Ladung 100W Max.
>
> Da sind's dann nur noch 3 A bei PPS.

Das verstehe ich anders: Das erste ist eine Auflistung der normalen 
Profile ohne PPS. Zur PPS-Leistung steht in der Zeile nichts.

Wenn das Netzteil grundsätzlich das PPS-Protokoll beherrscht und somit 
auch einen fein einstellbaren Schaltregler hat, der ja sowieso auch 5A 
können muss, spricht eigentlich nicht viel dagegen dass dieser auch 12V 
/ 5A kann.

von Harald K. (kirnbichler)


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Niklas G. schrieb:
> Zur PPS-Leistung steht in der Zeile nichts.

O doch, und ob es das tut.

3.3-21V/3A; PPS Adaptive Ladung 100W Max.

Ein variabler Spannungsbereich ist das, was PPS ausmacht.

von Loco M. (loco)


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Niklas G. schrieb:
> Harald K. schrieb:
>> USB-C1/C2 Ausgang 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 3.3-21V/3A; PPS
>> Adaptive Ladung 100W Max.
>>
>> Da sind's dann nur noch 3 A bei PPS.
>
> Das verstehe ich anders: Das erste ist eine Auflistung der normalen
> Profile ohne PPS. Zur PPS-Leistung steht in der Zeile nichts.
>
> Wenn das Netzteil grundsätzlich das PPS-Protokoll beherrscht und somit
> auch einen fein einstellbaren Schaltregler hat, der ja sowieso auch 5A
> können muss, spricht eigentlich nicht viel dagegen dass dieser auch 12V
> / 5A kann.

Das sehe ich komplett anders. Im Netzteil gibt es ja keine separate 
Hardware nur für PPS. Wenn das Netzteil bei der fixen 12V Einstellung 
nur 3A kann, dann kann es bei 12V PPS auch nicht mehr. Sonst würden sie 
doch 12V/5A bewerben. Dass die 5A nur bei 20V gezogen werden können 
(sollen) ist vermutlich eine Frage der abzuführenden Verlustleistung aus 
dem geschlossenen Gehäuse. Der Wirkungsgrad eines Schaltreglers ist bei 
variabler Ausgangsspannung bzw. Ausgangsstrom nicht konstant.

Da UGREEN seinen Sitz in Hongkong hat, könnten es eventuell auch nur 
chinesische Ampere sein :-) Ich selbst würde so ein Kompaktnetzteil nie 
bis an seine Spezifikationsgrenzen belasten.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> O doch, und ob es das tut.
>
> 3.3-21V/3A; PPS Adaptive Ladung 100W Max.

Nochmals Entschuldigung, die Formulierung "Leistung" war Quatsch, die 
Leistung steht mit 100W natürlich dran. Aber es steht nichts 
detailliertes zur unterstützten Spannung-Strom Kombination da. Also im 
Endeffekt nur "irgendwie 100W". Der Rest vor dem Semikolon bezieht sich 
meinem Verständnis nach auf klassische Profile (nicht PPS). Könnte man 
also theoretisch auch so interpretieren dass 100V/1A möglich sind. 
Tatsächlich wird es wohl nicht mehr als das von USB-PD zulässige Maximum 
der Spannung sein.

Harald K. schrieb:
> Ein variabler Spannungsbereich ist das, was PPS ausmacht.

Eben.

Loco M. schrieb:
> Wenn das Netzteil bei der fixen 12V Einstellung
> nur 3A kann

Kann es? Die 12V/3A stehen ggf. nur für da für den 
"Wiedererkennungswert".

Loco M. schrieb:
> Sonst würden sie
> doch 12V/5A bewerben.

Jede Menge Produkte können Dinge, die nicht beworben werden...

Loco M. schrieb:
> Dass die 5A nur bei 20V gezogen werden können
> (sollen) ist vermutlich eine Frage der abzuführenden Verlustleistung aus
> dem geschlossenen Gehäuse.

Wäre die absolute (!) Verlustleistung wirklich höher, wenn man 12V / 5A 
(= 60W) zieht statt 20V / 5A (100 W)?

von Hans W. (hanswieland)


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Niklas G. schrieb:
> Wäre die absolute (!) Verlustleistung wirklich höher, wenn man 12V / 5A
> (= 60W) zieht statt 20V / 5A (100 W)?

Das ist durchaus möglich und nicht ungewöhnlich.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Harald K. schrieb:
> Daß für 12 V kein PPS erforderlich ist, habe ich weiter oben schon
> anhand der 20-Watt-Ausführung des Ikea "Sjöss" belegt, dieses Netzteil
> hier ist ein weiterer Beleg dafür.

Ich habe vor ein paar Tagen ein 65W-LogiLink aus der Aldi-Werbung 
gezeigt:
Beitrag "Kauftipp: USB-C-Netzteil bei Aldi Nord"

Dort das Foto 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/694029/Typaufdruck_.jpg

sagt, dass es 12V 3A nach PD, aber PPS nur bis 11 Volt kann.
Für alles unter 20V maximal 3 Ampere!

Loco M. schrieb:
> Da UGREEN seinen Sitz in Hongkong hat, könnten es eventuell auch nur
> chinesische Ampere sein :-)

In der aktuellen c't wird ein USB-Netzteil mit vielen Anschlüssen und 
Aufdruck "800 W" gezeigt. Die 800W ergeben sich aus der Summe aller 
Anschlüsse, die das Gerät aber garnicht gleichzeitig kann.

von Harald K. (kirnbichler)


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Niklas G. schrieb:
> Der Rest vor dem Semikolon bezieht sich
> meinem Verständnis nach auf klassische Profile (nicht PPS).

Das vor dem Semikolon ist aber kein klassisches Profil. Es gibt kein 
klassisches "von-bis"-Profil.

Das vor dem Semikolon ist das, was das Gerät mit PPS anstellen kann.

von Niklas G. (erlkoenig) Benutzerseite


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Harald K. schrieb:
> Das vor dem Semikolon ist aber kein klassisches Profil. Es gibt kein
> klassisches "von-bis"-Profil.

Ja stimmt. Die Zeile hatte ich mir gar nicht genau angeschaut. 
Widerspricht ein bisschen der anderen Angabe auf der Seite. Man muss es 
wohl ausprobieren.

von Harald K. (kirnbichler)


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Niklas G. schrieb:
> Widerspricht ein bisschen der anderen Angabe auf der Seite.

Eben

Das ist ja der Punkt.

Gäbe es für das Ding ein brauchbares Manual, würde das da drinstehen. 
Aber die Webseite von denen ist kaum weniger ärgerlich als die von 
"Anker", die solche Details gleich ganz weglassen.

Gut, anzunehmen ist, daß die eigentliche Spezifikation (in recht kleiner 
Schrift) auf dem Gerät selbst aufgedruckt ist, so, wie das auch andere 
bei ihren USB-C-Netzteilen machen.

Ikea dokumentierts jedenfalls eindeutiger. Leider wird Ikea recht 
wahrscheinlich ihre "Sjöss"-Reihe nicht nach oben abrunden, sondern es 
beim 3 A liefernden 65-Watt-Modell belassen.

von Manfred P. (pruckelfred)


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> Ikea dokumentierts jedenfalls eindeutiger.

Nun haut endlich mit diesem blöden Ikea ab! Ich muss dort hinfahren und 
dann durch dessen Irrgarten laufen. Das ist der maximal mögliche 
Zeitaufwand, den ich mir nicht mehr antuen werde.

von Harald K. (kirnbichler)


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Manfred P. schrieb:
> Ich muss dort hinfahren und
> dann durch dessen Irrgarten laufen.

Oh. Mein. Gott.
Du tust mir leid.

Die machen übrigens auch Versandhandel. Und --sofern Du so etwas haben 
solltest-- Du könntest auch Freunde/Bekannte/Verwandte darum bitten, Dir 
so etwas mitzubringen, wenn sie da vorbeikommen.

von Mark (mark202)


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Ich würde das nicht über den Stecker, sondern über das Protokoll 
betrachten:

USB-C ist eben nicht einfach „Hohlstecker in modern“. Wenn es sauber 
gemacht ist, kommen erst mal 5V raus und die 12V musst du dir per PD 
holen. Nur den Stecker auf USB-C umzubauen bringt dir also genau gar 
nichts.

Heißt konkret:
Wenn du nur eine Buchse am Gerät haben willst, brauchst du auf der 
Platine einen PD-Sink/Trigger bzw. gleich einen µC/Controller, der PD 
kann.

Der Knackpunkt sind bei dir auch nicht die 12V an sich, sondern die 5A 
dazu.
12V/5A = 60W, und genau das schreiben die wenigsten Netzteile sauber zu. 
Sehr viele können bei 12V nur 3A, und die vollen 5A gibt’s erst bei 20V. 
PPS macht die Sache flexibler, aber auch damit ist 12V/5A noch nicht 
automatisch garantiert. Und ohne 5A-Kabel ist eh Feierabend.

Wenn du’s stressfrei haben willst:
- entweder zwei Anschlüsse machen,
- oder per USB-C 20V ziehen und auf der Platine auf 12V runterbuckeln.

Letzteres wäre für mich die sinnvollste Ein-Buchsen-Lösung. Direkt ein 
„festes 12V/5A-Netzteil mit USB-C-Stecker“ zu suchen, ist eher 
Murks-Suche. Da findest du zwar irgendwelche Exoten, aber normgerecht 
und dauerhaft vertrauenerweckend ist das meistens nicht. 
https://www.silnikkrokowy.pl

von Mi N. (msx)


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Mark schrieb:
> Wenn du’s stressfrei haben willst:

Dann vergiss USB und nimm einen 'richtigen' Steckverbinder, der ja nach 
Bedarf die benötigte Leistung bietet, verriegelbar ist und Staub/Wasser 
gut abkann.

Gibt es eigentlich schon 230 VAC über USB-C-Stecker?

von Alex Z. (alexander_z49)


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Hallo,

Hab mir das Ganze jetzt noch mal durch den Kopf gehen lassen. Ich werde 
2 Stecker verbauen, 1x USB C mit 5V zum Programmieren und 1x Molex Mini 
Fit Jr. 8Polig für die 12V. Für den Normalbetrieb die 12V mit Buck auf 
3,3V und 5V für die MCU und das Hühnerfutter und der Leistungsteil 
bekommt es direkt. Zum Programmieren dann die 3.3V und 5V ohne 
Leistungsteil.

Je nach dem, wie viel Leistung ich Anschließen will, kann ich dann ein 
stärkeres NT nehmen und die entsprechende Anzahl Adern auf den Mini Fit 
Stecker legen.

Alex

von Sam W. (sam_w)


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Wenn die Schaltung selbst entworfen wird, könnte auch etwas wie der 
CH221K interessant sein.
Habe damit mal eine kleine Platine gebaut, die 12 V für LED-Leisten 
anfordert. Im Prinzip das gleiche wie diese kleinen PD Trigger-Module 
(nur mit Touch-Schalter für die LEDs).
Dann kann jedes USB-C PD Netzteil verwendet werden, das 12V anbietet. 
Nur 60 W wird bei 12 V nicht jedes anbieten.
Per Schaltregler von 20 V runter wäre eine Option.

Und zum Programmieren über den selben Port muss dann zumindest der Teil 
mit 5V bereits laufen.

: Bearbeitet durch User
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