Ich suche für ein Projekt ein Schaltnetzteil 12V Festspannung 60W 5A mit USB C Stecker. Ich hab die gängigen Seiten Amazon, Conrad, Reichelt schon befragt, aber nichts Passendes gefunden. Die meisten NT sind mit 5,5/2,5mm Hohlstecker.
Ich kann mir das nur so erklären, 12V Festspannung ist kein USB-Standard, also baut auch keiner NT mit USB C, damit sich nicht jemand seine Geräte zerschießt.
USB C ist bis 240W spezifiziert (48V x 5A), sollte also zumindest keine technische Limitierung sein.
Hab bei der Suche gesehen, es gibt ein paar NT wie beschrieben, allerdings mit Ami-Stecker.
Ich möchte eigentlich nur eine Buchse auf der Platine haben, USB C als Spannungsversorgung und Programmierschnittstelle.
Ich suche für ein Projekt ein Schaltnetzteil 12V Festspannung 60W 5A mit
USB C Stecker. Ich hab die gängigen Seiten Amazon, Conrad, Reichelt
schon befragt, aber nichts Passendes gefunden. Die meisten NT sind mit
5,5/2,5mm Hohlstecker.
Genau. Das Problem ist, dass es keine USB-C Festspannungsnetzteile mit was anderem als 5V geben kann. Ausnahmslos alle USB-C Netzteile fangen mit 5V an, und wenn sie und der Verbraucher das Power Delivery Protokoll können, dann wird ggf. eine höhere Spannung und ein höherer Strom ausgehandelt. Ein 45W-USBC-Netzteil muss also immer 5V@3A, 9V@3A und 15V@3A unterstützen.
Du brauchst also so einen Controller auf Deinem Board
https://www.ti.com/product/TPS25730
um die passende Spannung und den passenden Strom mit einem USB-C Netzteil auszuhandeln. Wobei 60W hier als 20V@3A realisiert werden und nicht als 12V@5A.
Das Problem ist, dass es keine USB-C Festspannungsnetzteile mit
was anderem als 5V geben kann
Solche absoluten Aussagen sind immer etwas ungeschickt. Grad als USB-C aufkam wurde der Stecker gerne für alles mögliche verwendet, ich hab hier einen Lidl-AkkuDremel mit einem 13V Steckernetzteil mit USB-C Stecker.
Und ja, das Ding tötet alle Geräte, die nur 5 Volt abkönnen.
Solche absoluten Aussagen sind immer etwas ungeschickt.
Nö, sie ist absolut korrekt.
Das was dieses Lidl Ding da macht ist nämlich gar nicht USB(-C) konform und dürfte damit auch nicht die Bezeichnung USB tragen.
Irgendein Depp hat da einen USB-Stecker dran gepackt wo er nicht hingehört. Das ist dann aber noch lange kein USB.
Ein weiterer Grund sind auch die filigranen Kontakte des USB-C. Wenn man hier gleich höhere Ströme fließen lassen würde, wären die Kontakte recht schnell hin.
Daher ist der USB-C Weg: einstecken, dann 5V mit kleinem Strom, Spannung/Strom aushandeln und dann erst full power. Bis dahin ist der Stecker sicher kontaktiert.
USB C ist bis 240W spezifiziert (48V x 5A), sollte also zumindest keine
technische Limitierung sein.
USB-C PD Netzteile mit 100W müssten grundsätzlich 5A abgeben können. 12V ist aber kein Standard -Profil, also brauchst du ein Netzteil mit Unterstützung für PPS. Also nach "USB PD 100W PPS Charger" suchen.
Wie schon erwähnt brauchst du natürlich einen USB-PD IC welcher dieses Profil dann anfordert. Manche Mikrocontroller haben das auch integriert, z.B. die STM32Gxx. Da kannst du dann ganz flexibel anfordern was du brauchst.
Ich kann mir das nur so erklären, 12V Festspannung ist kein
USB-Standard, also baut auch keiner NT mit USB C, damit sich nicht
jemand seine Geräte zerschießt.
So ist es. Du brauchst wohl ein "PD Trigger" Modul dazu.
USB-C PD Netzteile mit 100W müssten grundsätzlich 5A abgeben können. 12V
ist aber kein Standard -Profil, also brauchst du ein Netzteil mit
Unterstützung für PPS.
12 V wird mittlerweile auch von reinen PD-Netzteilen unterstützt, wie z.B. dem 20-Watt-Netzteil aus der "Sjöss"-Reihe von Ikea. Die anderen Modelle können PPS, das 20-Watt-Modell aber nicht.
Um das Netzteil dazu zu bekomen, 12 V auszugeben, ist ein "PD Trigger" oder "PD Decoy" erforderlich. Manche neuere Microcontroller enthalten die dafür nötige Hardwareunterstützung, es kann daher lohnen, beim Design eines Gerätes, das mit USB PD betrieben werden soll, einen derartigen Microcontroller auszuwählen. Ein günstiges Beispiel ist der CH32X035 von WCH, für den gibt es auch PD-bezogene Beispielanwendungen:
USB C ist bis 240W spezifiziert (48V x 5A), sollte also zumindest keine
technische Limitierung sein.
USB-C PD Netzteile mit 100W müssten grundsätzlich 5A abgeben können.
Gemäß USB PD Spec 3.2 Rev 1.1 Abschnitt 10.2.2 Normative Voltages and Currents gilt das aber nur für 20V. Niedrigere Spannungen müssen nur mit bis zu 3A bereitgestellt werden. 5A erfordern außerdem ein elektronisch markiertes 5A Kabel, die normalen können nur 3A.
Ja, bei 20V. Leider habe ich bisher nur welche gefunden, die bei 12V 3A
liefern.
Dann musst du nach welchen mit Unterstützung für PPS suchen. Die genaue Kombination 12V / 5A wird nicht dranstehen, aber man müsste sie anfordern können.
Dann musst du nach welchen mit Unterstützung für PPS suchen. Die genaue
Kombination 12V / 5A wird nicht dranstehen, aber man müsste sie
anfordern können.
Dann bitte einen Link zu einem 100W USB-C, das im PPS Bereich 5A kann.
Tja, das sind nur die fixen Profile. Weiter unten steht die von mir zitierte Angabe zur PPS-Leistung. Wenn die so stimmt wie sie da steht, sollte das Netzteil 12V / 5A liefern können.
Tja, das sind nur die fixen Profile. Weiter unten steht die von mir
zitierte Angabe zur PPS-Leistung. Wenn die so stimmt wie sie da steht,
sollte das Netzteil 12V / 5A liefern können.
Würde mich wundern. Hersteller schreiben normalerweise alles Positive in die Produktbeschreibungen, stellen die anderen Dinge so dar, dass man gerade noch nicht von einer Lüge sprechen kann und lassen den unangenehmen Rest komplett weg.
Hier hätten sie zB. schreiben können: 5A im kompletten 3V…20V Bereich.
Dieses Netzteil kann kein PPS, und bietet folgende Spannungen:
5.1 V, 5 A
9 V, 3 A
12 V, 2.25 A
15 V, 1.8 A
Daß für 12 V kein PPS erforderlich ist, habe ich weiter oben schon anhand der 20-Watt-Ausführung des Ikea "Sjöss" belegt, dieses Netzteil hier ist ein weiterer Beleg dafür.
Allerdings scheinen PD-Netzteile, die 5 A auch bei Spannungen unter 20 V liefern, recht selten zu sein. Ich habe gerade (mit einigem Gefluche*) mal angesehen, was die ach so tolle Firma "Anker" bietet - nein, auch deren 160-Watt-"Prime"-Modell kann das nicht.
*) Eine Webseite, die technische Daten versteckt ...
Du hast Recht, sorry. PPS ist nicht unbedingt erforderlich. Aber ein Netzteil mit PPS und 100W Unterstützung kann sehr wahrscheinlich 12V / 5A, so wie das von mit gezeigte Exemplar. Dass es auch welche gibt, die das auch ohne PPS können, ist natürlich praktisch.
Das verstehe ich anders: Das erste ist eine Auflistung der normalen Profile ohne PPS. Zur PPS-Leistung steht in der Zeile nichts.
Wenn das Netzteil grundsätzlich das PPS-Protokoll beherrscht und somit auch einen fein einstellbaren Schaltregler hat, der ja sowieso auch 5A können muss, spricht eigentlich nicht viel dagegen dass dieser auch 12V / 5A kann.
Das verstehe ich anders: Das erste ist eine Auflistung der normalen
Profile ohne PPS. Zur PPS-Leistung steht in der Zeile nichts.
Wenn das Netzteil grundsätzlich das PPS-Protokoll beherrscht und somit
auch einen fein einstellbaren Schaltregler hat, der ja sowieso auch 5A
können muss, spricht eigentlich nicht viel dagegen dass dieser auch 12V
/ 5A kann.
Das sehe ich komplett anders. Im Netzteil gibt es ja keine separate Hardware nur für PPS. Wenn das Netzteil bei der fixen 12V Einstellung nur 3A kann, dann kann es bei 12V PPS auch nicht mehr. Sonst würden sie doch 12V/5A bewerben. Dass die 5A nur bei 20V gezogen werden können (sollen) ist vermutlich eine Frage der abzuführenden Verlustleistung aus dem geschlossenen Gehäuse. Der Wirkungsgrad eines Schaltreglers ist bei variabler Ausgangsspannung bzw. Ausgangsstrom nicht konstant.
Da UGREEN seinen Sitz in Hongkong hat, könnten es eventuell auch nur chinesische Ampere sein :-) Ich selbst würde so ein Kompaktnetzteil nie bis an seine Spezifikationsgrenzen belasten.
Nochmals Entschuldigung, die Formulierung "Leistung" war Quatsch, die Leistung steht mit 100W natürlich dran. Aber es steht nichts detailliertes zur unterstützten Spannung-Strom Kombination da. Also im Endeffekt nur "irgendwie 100W". Der Rest vor dem Semikolon bezieht sich meinem Verständnis nach auf klassische Profile (nicht PPS). Könnte man also theoretisch auch so interpretieren dass 100V/1A möglich sind. Tatsächlich wird es wohl nicht mehr als das von USB-PD zulässige Maximum der Spannung sein.
Daß für 12 V kein PPS erforderlich ist, habe ich weiter oben schon
anhand der 20-Watt-Ausführung des Ikea "Sjöss" belegt, dieses Netzteil
hier ist ein weiterer Beleg dafür.
Da UGREEN seinen Sitz in Hongkong hat, könnten es eventuell auch nur
chinesische Ampere sein :-)
In der aktuellen c't wird ein USB-Netzteil mit vielen Anschlüssen und Aufdruck "800 W" gezeigt. Die 800W ergeben sich aus der Summe aller Anschlüsse, die das Gerät aber garnicht gleichzeitig kann.
Das vor dem Semikolon ist aber kein klassisches Profil. Es gibt kein
klassisches "von-bis"-Profil.
Ja stimmt. Die Zeile hatte ich mir gar nicht genau angeschaut. Widerspricht ein bisschen der anderen Angabe auf der Seite. Man muss es wohl ausprobieren.
Widerspricht ein bisschen der anderen Angabe auf der Seite.
Eben
Das ist ja der Punkt.
Gäbe es für das Ding ein brauchbares Manual, würde das da drinstehen. Aber die Webseite von denen ist kaum weniger ärgerlich als die von "Anker", die solche Details gleich ganz weglassen.
Gut, anzunehmen ist, daß die eigentliche Spezifikation (in recht kleiner Schrift) auf dem Gerät selbst aufgedruckt ist, so, wie das auch andere bei ihren USB-C-Netzteilen machen.
Ikea dokumentierts jedenfalls eindeutiger. Leider wird Ikea recht wahrscheinlich ihre "Sjöss"-Reihe nicht nach oben abrunden, sondern es beim 3 A liefernden 65-Watt-Modell belassen.
Nun haut endlich mit diesem blöden Ikea ab! Ich muss dort hinfahren und dann durch dessen Irrgarten laufen. Das ist der maximal mögliche Zeitaufwand, den ich mir nicht mehr antuen werde.
Ich muss dort hinfahren und
dann durch dessen Irrgarten laufen.
Oh. Mein. Gott.
Du tust mir leid.
Die machen übrigens auch Versandhandel. Und --sofern Du so etwas haben solltest-- Du könntest auch Freunde/Bekannte/Verwandte darum bitten, Dir so etwas mitzubringen, wenn sie da vorbeikommen.
Ich würde das nicht über den Stecker, sondern über das Protokoll betrachten:
USB-C ist eben nicht einfach „Hohlstecker in modern“. Wenn es sauber gemacht ist, kommen erst mal 5V raus und die 12V musst du dir per PD holen. Nur den Stecker auf USB-C umzubauen bringt dir also genau gar nichts.
Heißt konkret:
Wenn du nur eine Buchse am Gerät haben willst, brauchst du auf der Platine einen PD-Sink/Trigger bzw. gleich einen µC/Controller, der PD kann.
Der Knackpunkt sind bei dir auch nicht die 12V an sich, sondern die 5A dazu.
12V/5A = 60W, und genau das schreiben die wenigsten Netzteile sauber zu. Sehr viele können bei 12V nur 3A, und die vollen 5A gibt’s erst bei 20V. PPS macht die Sache flexibler, aber auch damit ist 12V/5A noch nicht automatisch garantiert. Und ohne 5A-Kabel ist eh Feierabend.
Wenn du’s stressfrei haben willst:
entweder zwei Anschlüsse machen,
oder per USB-C 20V ziehen und auf der Platine auf 12V runterbuckeln.
Letzteres wäre für mich die sinnvollste Ein-Buchsen-Lösung. Direkt ein „festes 12V/5A-Netzteil mit USB-C-Stecker“ zu suchen, ist eher Murks-Suche. Da findest du zwar irgendwelche Exoten, aber normgerecht und dauerhaft vertrauenerweckend ist das meistens nicht. https://www.silnikkrokowy.pl
Dann vergiss USB und nimm einen 'richtigen' Steckverbinder, der ja nach Bedarf die benötigte Leistung bietet, verriegelbar ist und Staub/Wasser gut abkann.
Gibt es eigentlich schon 230 VAC über USB-C-Stecker?
Hab mir das Ganze jetzt noch mal durch den Kopf gehen lassen. Ich werde 2 Stecker verbauen, 1x USB C mit 5V zum Programmieren und 1x Molex Mini Fit Jr. 8Polig für die 12V. Für den Normalbetrieb die 12V mit Buck auf 3,3V und 5V für die MCU und das Hühnerfutter und der Leistungsteil bekommt es direkt. Zum Programmieren dann die 3.3V und 5V ohne Leistungsteil.
Je nach dem, wie viel Leistung ich Anschließen will, kann ich dann ein stärkeres NT nehmen und die entsprechende Anzahl Adern auf den Mini Fit Stecker legen.
Wenn die Schaltung selbst entworfen wird, könnte auch etwas wie der CH221K interessant sein.
Habe damit mal eine kleine Platine gebaut, die 12 V für LED-Leisten anfordert. Im Prinzip das gleiche wie diese kleinen PD Trigger-Module (nur mit Touch-Schalter für die LEDs).
Dann kann jedes USB-C PD Netzteil verwendet werden, das 12V anbietet. Nur 60 W wird bei 12 V nicht jedes anbieten.
Per Schaltregler von 20 V runter wäre eine Option.
Und zum Programmieren über den selben Port muss dann zumindest der Teil mit 5V bereits laufen.